erdferkel schrieb:Den Monsieur Louis hatten wir damals leider nicht kennen gelernt. Die Pumpe ist übrigens ein sehr einfaches Gerät, ein sog. hydraulischer Widder, der eigentlich sehr einfach zu reparieren sein sollte, da können eigentlich nur Dichtungen ausleiern, der Rest müsste ewig halten.
Hallo Erdferkel, Briza und alle anderen die ich auf Madagaskar begleitet hatte. Ich lese mit großem Interesse die verschiedenen Einträge und sehe mir die Bilder an ohne auf diese zu reagieren..
Heute waren wir bei Louis de Gonzague, sein Hydraulischer Widder funktioniert wieder, er hat eine Lieferung von Lab erhalten um die Milch seiner beiden Kühe in Käse verwandeln zu können und er hätte sehr gerne Informationen über die Kultur von der Krokus Art aus denen man Safran gewinnt. Falls jemand sich in dem Bereich auskennt übertrage & übersetze ich gerne alle Informationen.
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201026. Mai 2013 ·
Hallo Moose, ja das ist mein Mann und Du wirst sicher noch viel mehr vertrautes entdecken.
Hallo Karsten, Du hast mich erwischt - das Bild hab´ ich kopiert 🤪 Trotz googeln habe ich leider kein ähnliches Bild von J. Breughel gefunden. Ich freue mich aber, dass es Dir gefällt.
Hallo Erdferkel und Reiseleiter, danke für die diversen Infos zu Monsieur Louis. Es ist schön, dass dieser feine Mann mit seiner Arbeit weitermachen kann. Er ist so unglaublich vielseitig interessiert.
LG an Alle, BriZA
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201026. Mai 2013 ·
20.03.2013
Wir stehen früh auf, denn um 6 Uhr sind wir mit Daniel zum Birding verabredet. Es regnet wieder, oder immer noch?! 🙁 Es geht nicht weit, direkt durch die Tierhaltung, hier hat die Ziege von gestern Abend auch gelebt. Dann stehen wir auf nasser Wiese und schauen in die umstehenden Bäume. Kein Vogel, kein Chamäleon, kein nix. Ganz weit weg dann plötzlich etwas fliegendes, sehr klein, ich glaube ich bin doch kein guter Birder (und eigentlich sowieso nicht) wenn sich die gesuchten Schmuckstücke nur in weiter Ferne und dann auch noch im Gegenlicht präsentieren. 😗 Da wende ich mich doch lieber den Heuschrecken zu meinen Füßen zu. Aber auch die enttäuschen mich, huppen die doch immer fort, wenn ich sie denn endlich vor der Linse habe. 😈 Gehen wir frühstücken! Auf dem Weg dorthin wage ich mich denn doch, Daniel nach Chamäleons zu fragen. Er fragt kurzerhand zwei Arbeiter und siehe da, der ganze Garten scheint voll von diesen wundersamen Tieren zu sein. 🤩 Es regnet immer noch? Merke ich gar nicht, ich bin total begeistert, meine ersten Chamäleons bei Tageslicht und was für schöne. Schweren Herzens löse ich mich von meinen Fotomotiven und folge brav an den Frühstückstisch. Heute probieren wir auch den selbstgemachten Honig – mmmhhhhh lecker.
Jetzt heißt es schnell fertigmachen zur Wanderung. Es regnet immer wieder und das nervt. 😈 Daniel meinte dazu nur lakonisch: „It´s rainforest“ . Okay, Regenponcho an und los. Erst geht es ein Stück die Straße entlang, bis wir (endlich)in den Wald abbiegen und ab hier geht’s nur noch aufwärts. Jetzt wird es auch unter der Jacke feucht. Im Straßengraben haben wir noch eine leider tote große Boa gesehen. 🙁 Umso trauriger, da wir heute keine lebendige sehen werden. Aber es gibt ein paar Chamäleons, Spinnen und einen Tausendfüßer zu bewundern.
und kaum zu entdecken:
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201026. Mai 2013 ·
Fortsetzung....
Wenn nur dieser Regen nicht wäre. Einmal rutsche ich im schlüpfrigen Moos ab und knicke mit dem Fuß um. Puh, das tat weh. 😣 Zum Glück war nach ein paar Tagen wieder alles gut. Es geht noch ein paarmal auf und ab und von weitem sehen wir Lemuren im Gegenlicht. Auch weit weg gab es Bambuslemuren und dann endlich, nicht ganz so weit von uns entfernt Edwards Sifakas. 🤩 Wir sind hin und weg von den knuffigen Gesellen. Die „Sucher“ sorgen mit ein paar Hieben ihrer scharfen machetenähnlichen Messer dafür, dass ich eine bessere Sicht auf die wunderschönen Teddys habe.
Nach drei Stunden erreichen wir wieder das Camp. Wir lassen uns heißes Wasser bringen und duschen aus Kübeln. 😎 Unsere Klamotten sind trotz Regenjacke pitschnass, die gehen bei nächster Gelegenheit zum Waschen. Nach einem guten Mittagessen mit Hähnchen, Reis und Gemüse verabschieden wir uns von Daniel.
Auf kurviger Strecke geht es nach Ranomafana. Hier beziehen wir ein nettes Zimmer im Manja-Hotel. Für heute verzichten wir auf weitere Unternehmungen, wir müssen unsere Schrammen, die wir uns auf der Wanderung zugezogen haben versorgen und die Schuhe reinigen und trocknen. Abendessen nehmen wir im Hotelrestaurant ein, für Heinrich gibt es Nudeln, ich bestelle Zebusteak. Heute werden wir nicht alt, es geht zeitig ins Bett.
schön, dass es weiter geht. Wir waren in Ialatsara nur auf der Durchreise, aber anscheinend lohnt sich auch eine Übernachtung! Wie schön! Nach unserer dreistündigen Wanderung zu den Milne Edwards Sifakas waren wir auch fix und fertig. Es hat zwar nicht geregnet, aber die Tour war vom Terrain her echt anstrengend für uns Flachlandindianer. Aber wenn man dann diese tollen Lemuren sieht, ist aller Schmerz vergessen. 😄 Und wunderschön all die lieben Chamäleons. Das war für mich auch sehr faszinierend damals, dass die Leute ihre "eigenen" Chamäleons im Vorgarten haben. Ich auch haben will! 😛 Liebe Grüße aus dem Regenwald Berlin,
Ialatsara, wie einige andere weniger bekannte und weniger besuchte Parks, sollte schon auf dem Programm von Naturreisen & Fotoreisen stehen. Obwohl dieser Park in unmittelbarer Nähe der RN7 liegt ist er wenig besucht, er ist aber besonders für alle Lemuren – und Naturliebhaber sowie Ornithologen, die sich nicht scheuen, körperliche Anstrengungen und Komfortverzicht auf sich zu nehmen sehr interessant. Die Bungalows sind gewöhnungsbedürftig aber das Essen ist sehr gut und der Daniel macht alles was nur möglich ist damit die Gäste sich im Wald wohl fühlen, außerdem kennt er sich mit Vögeln ganz besonders gut aus und begleitet daher selber ganz spezialisierte Ornithologische Reisen. Dort zu schlafen war eine Idee von Briza und Heinrich und es war eine sehr gute Idee für Naturliebhaber wie die beiden. Trotz Regen und schlechtem Wetter haben sie seltene Lemuren beobachten können. Wir sind gerade an der Bearbeitung neuer Reisen für 2014 die auf Naturliebhaber ausgerichtet sind, Zahamena N.P., Alaotra See und andere abgelegene & fast nie besuchte N.P. kommen für nächstes Jahr ins Programm.
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201031. Mai 2013 ·
21.03.2013
7 Uhr Frühstück, 8 Uhr Abfahrt, im Ort wird unser Guide „Diamond“ eingesammelt und nach ein paar Kilometern sind wir am Eingang zum Nationalpark Ranomafana. Zuerst geht es auf Stufen weit hinab bis zum Fluss, dieser wird per Brücke gequert und dann geht es wieder bergan. Anfangs sehen wir nicht viel, da ist mehr das Gehör gefragt. Vor allem Zikaden geben den Ton an, aber man hört auch Frösche und natürlich Vögel. Manchmal verschwindet Diamond im Busch, kommt aber ohne Neuigkeiten zurück. 😵 Während dieser Ausflüge haben wir immer ein bisschen Muße die Gegend näher in Augenschein zu nehmen. Aber außer winzigen Blüten oder schön verdrehten Ästen ist nix zu entdecken.
Wenigstens regnet es nicht. Es geht immer weiter nach oben, plötzlich nimmt Diamond ein kleines Blatt näher in Augenschein und freut sich dann sichtlich. 🤩 Er hat einen Babyblattschwanzgecko entdeckt. 🤩 🤩 Wow, ist der schön. Unglaublich, was die Natur da hervorgebracht hat. Das Tierchen ist nur etwa 5 cm lang.
Dann gibt es auch noch Lemuren zu sehen. Allerdings haben wir die nur im Gegenlicht, trotzdem fotografiere ich, was das Zeug hält.
Wir erreichen eine Aussichtsplattform wo Heinrich mit dem Fuß durch eine Holzplanke bricht. Zum Glück ist nichts weiter passiert. Hier ist alles morsch. Vorsichtig pirschen wir uns bis ans Geländer.
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201031. Mai 2013 ·
Fortsetzung....
Dann erscheinen die Lemuren auf der Bildfläche und diesmal passt das Licht. 😎
Diamond lässt uns viel Zeit, bevor wir den Rückweg antreten. Wir (der Guide natürlich) entdecken noch eine Stabheuschrecke.
Nun verlassen wir den Park wieder über die in 2008 von einem Zyklon zerstörte und provisorisch wieder errichtete Brücke. Über dem Fluss hängen große Netze auf denen dicke Spinnen wohnen.
Hier noch ein Suchbild: wo ist die Grille?
Im Hotel erholen wir uns ein wenig, bevor wir ins Dorf laufen um zu einem Thermalbad zu gelangen. Auch hier wurde eine Brücke provisorisch hergerichtet. Der Stahl der einstigen Brücke ist total verbogen. Hier haben riesige Kräfte gearbeitet.
Das Thermalbad ist bevölkert von zig Kindern, die hier heute ihren Schulausflug verbringen. Wir verzichten auf das Vergnügen, ins Wasser zu steigen.
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201031. Mai 2013 ·
Ein schöner Falter erregt meine Aufmerksamkeit, leider sitzen diese flatterhaften Wesen nicht immer nur auf schönen Blüten sondern oftmals auch auf Schlamm und Unrat. 😣
In einer kleinen Bar erholen wir uns bei einem Bier und beobachten das dörfliche Treiben. Eine Gruppe Gänse kommt laut schnatternd die Straße entlang, gegenüber wird ein Bierlaster entladen, eine Frau am Obststand füttert ihr Kind. So könnt ich ewig sitzen und schauen.
Das Abendessen nehmen wir wieder im Hotel ein – Zebusteak mit Bohnen. Es regnet wie aus Eimern und so sind wir trotz Regenschirm pitschnass bis wir das Zimmer erreichen. Es gibt noch einen Absacker und die Bilder von heute werden noch gesichtet, dann fallen uns die Augen zu.
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201001. Juni 2013 ·
Hallo Nana,
ja, den Gecko hätt ich schon gerne "mitgehen" lassen, der war so toll. Anfangs dachte ich noch das ist ein altes vom Regen abgespültes Blatt. 🙄 In "groß" haben wir ihn erst im Peyrieras-Park gesehen.
Wow... wunderschöne Bilder! Der Blattschwanzgecko ist wahrscheinlich ein Uroplatus Phantasticus. So einen hatten wir auch gesehen. Natürlich nicht selber, sondern unser Guide hatte ihn für uns entdeckt. 😗
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201007. Juni 2013 ·
22.03.2013
Nach dem Frühstück verlassen wir Ranomafana in Richtung Osten. Von 800 Höhenmetern runter an den Indischen Ozean. Die Strecke ist sehr kurvenreich und nicht sehr magenfreundlich für mich. 🤢 Abwechslung gibt es, als wir an ein paar Hütten anhalten und aussteigen. Hier gibt es Chamäleons zu sehen. Die freundlichen Bewohner „pflücken“ ihre Chamäleons für uns aus den Bäumen. Wow, sind die groß und sie häuten sich gerade und man kann schon die leuchtende neue Haut sehen.
und tschüß.....
Auf abenteuerlich anmutenden Lastenkarren flitzen junge Männer die Straße hinunter. Hinauf werden diese Karren vollbeladen gezogen und geschoben. 😮
Eine Familie beim Goldwaschen. Gerne präsentieren sie uns die magere Ausbeute, ein paar winzige Körner Gold.
Nach etwa 160 Kilometern erreichen wir Manakara. Obwohl die Landschaft sich sehr verändert, mache ich keine Fotos. Ich habe zu viel mit mir selbst zu tun, die vielen Kurven. 😣 Außerdem war der Himmel reichlich bedeckt. Im Hotel La Vanille kehren wir kurz ein und ordern schon mal unser Abendessen.
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201010. Juni 2013 ·
Fortsetzung.....
Wir laufen zum Markt, vor allem, um Gewürze zu kaufen. Damit wir später die Einkäufe transportieren können, erstehen wir einen geflochtenen Korb. Nach unserem Kaufrausch am Gewürzstand ist der auch gut gefüllt. 😗 Wir haben jede Menge schwarzen und grünen Pfeffer, getrocknete Chilischoten und Kurkuma im Gepäck. Ist das ein Duft, der da aus den Tüten steigt. Leider gibt es keine Vanille, ist nicht die richtige Zeit.
Die nette Gewürzefrau löst für uns die grünen Pfefferkörner von den Rispen:
Voll bepackt steigen wir wieder ins Auto. Den frischen Pfeffer lassen wir im Hotel, die Besitzerin wird ihn für uns in einer Salzlake einlegen. Nach 15 Kilometern erreichen wir unser Domizil am Strand für die folgenden drei Nächte. Die Bungalows gehören zu dem Stadthotel La Vanille. Leider regnet es immer wieder und wir hoffen auf besseres Wetter für unsere Strandtage. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben, unternehmen wir eine kleine Stranderkundung. Ewig langer Sandstrand und wir ganz alleine. Wie schön ist das denn?! 😎 In einem kleinen Naturpool im Meer gehen wir schwimmen. Die Wellen brechen sich an einem kleinen Riff, die den Schwimmer vor dem rauen Meer und eventuell vorbeikommenden Haien schützen. 🤩
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201010. Juni 2013 ·
Fortsetzung....
In den bequemen Stühlen vor unserem Häuschen genehmigen wir uns einen Drink aus frischer Kokosmilch, Rum, Limette und Cola.
Im dem etwas schräg und baufällig anmutenden Strandrestaurant erwarten uns die bestellten Langusten. Die sehen richtig toll aus und schmecken auch so.
Küche...
Es war wieder ein ereignisreicher Tag und wir fallen müde ins Bett.
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201024. Juni 2013 ·
23.03.2013
Leider wird es nix mit einem schönen Sonnenaufgang, der Himmel ist immer noch zugezogen. In der Nacht hat es geregnet, aber zum Frühstück auf der kleinen Terrasse des Restaurants kommt die Sonne etwas raus. Wir haben von hier einen fantastischen Blick über den Strand und das Meer. Das Frühstück schmeckt, es gibt Omelette, Saft, Baguette, Marmelade und Kaffee.
Wir machen einen schönen Strandspaziergang. Auf dem Rückweg kommen wir durch einen Palmenwald, wo wir uns zwei Kokosnüsse besorgen. Mit der Milch mixen wir Rum und Cola zu einem Drink und das Fruchtfleisch gibt es zum Naschen dazu. Viel kann man davon allerdings nicht essen, Kokosnuss macht sehr satt.
Uns kommt ein Paar entgegen, die Frau trägt Ihr Baby im Tuch und sie sind begeistert, als sie ihren Sprössling in unserer Kamera wiedererkennen. 😎
Am Nachmittag erwandern wir den Strand in anderer Richtung. Hier sammeln wir Holz und richten eine Feuerstelle her. Am Abend wollen wir hier ein Lagerfeuer machen. Das Abendessen besteht aus gegrilltem Fisch mit Reis und frischer Ananas. Ein fast voller Mond lugt ab und zu zwischen den Wolken hervor und zaubert ein romantisches Licht aufs Meer. Unser Lagerfeuer brennt, wir gönnen uns einige Rum-Colas und singen aus voller Kehle „wir lagen vor Madagaskar“.
habe deinen Reisebericht gerade erst entdeckt. Macht wirklich Spaß mit diesen schönen, farbenfrohen Bildern...!! Und Chamäleons mag ich sowieso super gerne 😁 Also, ich bin weiter dabei! LG, Nane 🙂
BriZAThemenstarter376 Beiträge · seit 201025. Juni 2013 ·
Hallo Nane,
schön, dass Du meinen Bericht gefunden hast und mitliest.
Die Chamäleons find ich auch supertoll - vor allem bleiben die zum Fotografieren auch mal still sitzen 😎 und die tollen Farben die die so an den Tag legen - oder auf die Haut?!
Im nächsten Teil gibt es dann endlich meine ersehnten Lemuren zu sehen und nicht nur die.....