Zurück nach Namibia - April & Mai 2026

Reisebericht 103 Antworten · 9’245 Aufrufe · gestartet 10. Juni 2026 von Sorimuc
Themenstarter377 Beiträge · seit 201306. Sept. 2026 ·

Mittwoch, 27. Mai 2026 – (Mal wieder) ein entspannter Tag 

 

Kaum zu glauben, aber unsere letzte Reisewoche war bereits angebrochen – in einer Woche würden wir schon wieder zu Hause sein 😳 Man merkte langsam, dass sich unsere Reise dem Ende zuneigte. Wir hatten in den vergangenen Wochen so unglaublich viel erlebt und gesehen, dass uns zwischendurch tatsächlich einfach ein wenig die Motivation fehlte, noch einmal etwas zu unternehmen. 

 

Deshalb hatten wir beschlossen, heute nicht selbst in den Etosha-Nationalpark zu fahren, sondern uns lieber einen entspannten Tag in der Lodge zu machen und am nächsten Morgen gemeinsam mit einem Guide auf einen Morning Drive zu gehen. Für heute war bei unserer Ankunft leider bereits alles ausgebucht. Nach den vielen Eindrücken freuten wir uns aber ohnehin auch langsam wieder auf etwas Alltag zuhause und darauf, die Reise später beim Sortieren der Bilder, Schreiben des Reiseberichts und Gestalten des Fotobuchs noch einmal Revue passieren zu lassen.

 

In der Etosha Safari Lodge fühlten wir uns auf Anhieb sehr wohl. Obwohl die Lodge recht groß ist, hatte das auch seine Vorteile: Unser Zimmer war schön und geräumig, das Frühstücksbuffet ließ wirklich keine Wünsche offen und auch die Mahlzeiten am Abend waren ausgesprochen lecker. Morgens merkten wir allerdings sofort, dass es hier wieder deutlich kühler war als im Norden – für unseren Morning Drive am nächsten Tag mussten also wieder die warmen Sachen aus dem Koffer geholt werden.

 

Den restlichen Tag ließen wir ganz entspannt am Pool verbringen. Wir lasen, gingen zwischendurch baden und Sophia beschäftigte sich mit ihren Playmobil-Figuren. Auch die Mangusten statteten uns hier wieder ihren Besuch ab. 






Beim Mittagessen und später auch beim Abendbuffet ließen wir es uns gutgehen und unterhielten uns am Nachmittag noch sehr nett mit einer neu angereisten Reisegruppe.

 





Nach ein paar Runden UNO an der Bar kam schließlich auch unser Guide vorbei und bestätigte endgültig, dass wir am nächsten Morgen tatsächlich beim Morning Drive dabei sein würden. Erleichtert darüber und voller Vorfreude auf unseren Ausflug in den Etosha-Nationalpark gingen wir früh ins Bett – schließlich sollte der Wecker am nächsten Morgen sehr früh klingeln.



6 Wochen Namibia mit Kind - April & Mai 2026 Mannschaftsausflug nach Namibia - April 2023 Südafrika 2020: Von Kapstadt nach Port Elizabeth Namibias Süden + KTP 2017 Namibia/ Botswana 2015: Auf den Spuren der Elefanten Namibia 2013: Die Ersttäter-Tour
Themenstarter377 Beiträge · seit 201307. Sept. 2026 ·

Donnerstag, 28. Mai 2026 – Ein Morgen voller Tiersichtungen

 

Heute klingelte der Wecker bereits um 05:30 Uhr. Nach einem schnellen Frühstück trafen wir uns um 06:30 Uhr mit unserem Guide Richard und zwei weiteren Mitfahrern. Gemeinsam fuhren wir Richtung Etosha-Gate und gehörten schließlich zu den ersten Fahrzeugen, die kurz nach der Öffnung in den Park einfuhren.

 

Einer der großen Vorteile eines geführten Game Drives ist für uns die erhöhte Sitzposition, vor allem aber die Vernetzung der Guides untereinander. Richard erhielt gleich zu Beginn die Nachricht, dass Löwen in der Nähe von Okaukuejo gesichtet worden waren. Also ging es mit ordentlich Tempo dorthin – und tatsächlich entdeckten wir ein Löwenmännchen, zwei Weibchen und einige Jungtiere. Sie waren zwar recht weit entfernt, aber mit dem Fernglas konnten wir sie gut beobachten. Sobald sie sich ins hohe Gras legten, waren sie allerdings praktisch verschwunden.






Safari-Romantik 😎


In der Umgebung entdeckten wir außerdem drei Tüpfelhyänen, Schakale und Riesentrappen, bevor wir weiterfuhren. 










Kurz darauf entdeckten wir ein Nashorn, das gemächlich auf ein nahegelegenes Wasserloch zulief. Richard vermutete genau das und positionierte uns entsprechend – und tatsächlich waren wir die Ersten, die das Nashorn am Wasserloch beobachten konnten. Wenig später kamen noch weitere Fahrzeuge und eine Herde Zebras dazu. Das Nashorn ließ sich davon nicht weiter beeindrucken, drehte uns irgendwann einfach den Rücken zu und zog wieder davon.











Ein weiteres Highlight folgte kurz darauf: eine große Elefantenherde, die plötzlich rechts und links der Straße zwischen den Büschen auftauchte. Besonders schön war, dass auch mehrere Jungtiere dabei waren. Ein Elefantenbaby war laut Richard vermutlich gerade einmal zwei Monate alt und blitzte immer wieder kurz zwischen den Büschen hervor.







Die Herde bewegte sich teilweise direkt an der Straße entlang und überquerte sie immer wieder. Dabei mussten wir besonders darauf achten, genügend Platz als möglichen Fluchtweg zu lassen. Ein Elefant wurde sogar ziemlich ungehalten, als zwei Fahrzeuge hinter uns zu dicht vor ihm standen, und quittierte das Ganze mit lautem Trompeten. Da wurde noch einmal sehr deutlich, wie wichtig es ist, den Tieren ihren Raum zu lassen.
















Gegen 11 Uhr waren wir wieder zurück am Gate. Auf dem Rückweg sahen wir noch eine große Gruppe von etwa 20 bis 30 Geiern, die über einer Stelle im hohen Gras kreiste. Was genau sie dort gefunden hatten, konnten wir leider nicht erkennen.

 

Damit verabschiedeten wir uns nach einem wirklich wunderschönen Morning Drive von Etosha. Löwen, Nashorn und Elefanten – mehr hätten wir uns für diesen Vormittag kaum wünschen können. 

 

Zurück an der Lodge verbrachten wir den restlichen Tag ganz entspannt am Pool. Die kleinen Mangusten sorgten wieder für Unterhaltung: Marc und Sophia fanden heraus, dass sie immer dann in Richtung Haupthaus flitzen, wenn dort die Rasensprenger angeschaltet werden. Im feuchten Boden suchen sie anschließend nach Würmern und balgen sich offenbar begeistert um ihre Beute.

 

Am Abend gab es noch Cocktails am Pool und anschließend Buffet zum Abendessen. Nach dem frühen Start waren wir alle ziemlich müde – besonders Sophia – und verschwanden deshalb bald im Bett.

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Themenstarter377 Beiträge · seit 201309. Sept. 2026 ·

Fazit Etosha Safari Lodge

 

Die Etosha Safari Lodge ist mit 65 Chalets eine vergleichsweise große Anlage. Die Unterkünfte sind weitläufig und flügelförmig angeordnet, sodass die Entfernungen zum Haupthaus teilweise erheblich sind. Mit dem Auto kann man allerdings direkt vor dem jeweiligen Chalet parken. Wir hatten mit Chalet 42 großes Glück, denn es lag nur wenige Schritte vom Haupthaus entfernt.

 

Ein großer Pluspunkt ist die Lage: Die Lodge liegt nur etwa 10 Kilometer vom Anderson Gate des Etosha-Nationalparks entfernt. Gerade für einen Morning Drive ist das ideal, da man morgens nicht weit bis zum Parkeingang fahren muss und somit weniger früh aufstehen muss.

 

Unser Chalet hat uns sehr gut gefallen. Es war modern und gleichzeitig im afrikanischen Stil eingerichtet, hatte ein separates WC, bequeme Betten, eine kleine Terrasse und ein offen gestaltetes Badezimmer. Auch eine Klimaanlage war vorhanden – bei den Temperaturen definitiv ein wichtiger Pluspunkt.

 

Auf dem weitläufigen Gelände gibt es drei Pools. Wir haben allerdings ausschließlich den Pool am Haupthaus genutzt und waren dort erstaunlich oft fast allein. Viele Gäste verbringen den Tag im Etosha, sodass die Anlage trotz ihrer Größe angenehm ruhig wirkte. 

 

Besonders schön fanden wir die Sundowner-Plattform, die wie ein Steg in die Landschaft hinausragt. Sie ist zum Sonnenuntergang sehr beliebt. Praktisch: Die Lodge bringt dafür sogar eine mobile Bar nach draußen, sodass man sich direkt vor Ort mit Getränken versorgen kann.

 

Auch das Abendessen auf der Terrasse hat uns mit den Lichterketten in den Bäumen sehr gut gefallen. Das Essen war insgesamt gut bis sehr gut, vor allem die große Auswahl beim Frühstück und Abendessen. Da findet eigentlich jeder etwas. Nicht jedes Stück Fleisch war perfekt, aber das war für uns kein wirklicher Kritikpunkt. Der Service war ebenfalls gut bis sehr gut und vor allem angenehm schnell und aufmerksam.

 

Die Etosha Safari Lodge hat uns ausgesprochen gut gefallen und ist für einen Aufenthalt rund um den Etosha eine klare Empfehlung. 

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Freitag, 29. Mai 2026 – Letzter Halt: Kambaku

 

Nach einem gemütlichen Frühstück und dem Beladen unseres Autos ging es wieder auf die Straße. Zunächst tankten wir noch am Etosha Trading Post und erhöhten den Reifendruck, da wir ab jetzt überwiegend auf Teerstraßen unterwegs sein würden. Über Outjo und Otjiwarongo fuhren wir weiter Richtung Kambaku, unserer nächsten Unterkunft nordwestlich des Waterbergs.

 

Für die Strecke brauchten wir etwa zweieinhalb bis drei Stunden. Wir fahren auch auf Teerstraßen gemütlich mit maximal 100 km/h und werden deshalb regelmäßig überholt. Umso größer war unsere Überraschung, als wir während der wenig abwechslungsreichen Fahrt plötzlich eine Giraffe direkt am Straßenrand am Zaun entdeckten. Damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet! 😃

 

Die letzten rund 17 Kilometer führten noch über eine Pad, bevor wir Kambaku erreichten. Die Lodge hatte ich irgendwann hier im Forum entdeckt und war sofort begeistert. Da wir den Waterberg bereits zweimal besucht hatten, war die Lage für uns zweitrangig – wir wollten hier vor allem drei entspannte Tage verbringen und noch einmal die Landschaft genießen.

 

Wir wurden sehr herzlich empfangen und erfuhren, dass wir bei unserer Fully-Inclusive-Buchung zweimal täglich zwischen einem Game Drive und einem Bushwalk wählen konnten. Für den ersten Nachmittag ließen wir beides allerdings aus. Sophia hatte sofort den Spielplatz entdeckt und wollte lieber dort spielen, während wir den Lunch mit Burgern, Pommes, Salat, Guacamole und Brot genossen. Gegessen wird hier gemeinsam an großen Tischen, sodass man schnell mit anderen Gästen ins Gespräch kommt.

 





Den restlichen Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool. Sophia war begeistert vom Spielplatz, während wir gelesen und Musik gehört haben. Bei der Guest Relation Managerin äußerten wir außerdem den Wunsch, dass Sophia gerne einmal reiten würde. Sie liebt Pferde und nimmt seit Anfang des Jahres Reitstunden – für sie wäre das hier eine ganz besondere neue Erfahrung.

 










Am Abend ging es zunächst ans Lagerfeuer. Von der schön gestalteten Feuerecke hatte man einen tollen Blick auf das beleuchtete Wasserloch, auch wenn sich dort gerade kein Tier blicken ließ. Anschließend wechselten wir in die Bar, die mit ihren Barhockern in Form von Pferdesätteln ziemlich originell gestaltet ist. Auf der angrenzenden Dachterrasse waren lange Tafeln für alle Gäste gedeckt, und wir wurden zufällig mit verschiedenen anderen Gästen zusammengesetzt.

 



Neben uns saß Thorsten, der ehemalige Besitzer von Kambaku, mit am Tisch. Seine Kinder haben die Lodge inzwischen übernommen, während er sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hat und nur noch repräsentative Aufgaben übernimmt. Es wurde ein richtig kurzweiliger Abend. Wir tauschten uns über den Etosha-Ausflug der anderen Gäste aus und konnten Thorsten gleichzeitig mit allgemeinen Fragen über Namibia löchern – unter anderem über das Schul- und Sozialsystem des Landes.

 

Auch kulinarisch wurden wir verwöhnt: Auf Guacamole mit Garnele folgte Eland-Steak mit weißem Bohnenpüree und Gemüse. Das war richtig lecker. Zum Dessert gab es ein Rhabarber-Trifle, das allerdings nicht ganz meinen Geschmack traf. Sophia hingegen blieb ihrer Linie treu und begnügte sich mit Brot, während sie nebenbei einen ganzen Block vollmalte.

 

Gegen halb zehn fielen wir schließlich zufrieden ins Bett. Unser erster Tag im Kambaku hätte kaum entspannter beginnen können – genau das, was wir uns für die letzten Tage unserer Reise gewünscht hatten.

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