THEMA: Elefanten-Management Botswana
08 Feb 2020 16:12 #579551
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  • freshy am 08 Feb 2020 16:12
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loser schrieb:
die o.a. Versteigerung für die „Trophäenjagd“ erzielte übrigens $2.1 Mio. bzw. ca. $39.000 pro Elefant. Der Endkunde wird ein mehrfaches davon bezahlen.

Wow, unglaublich, welchen Wert das Töten eines Elefanten erzielt.

Kopfschüttelnd
freshy
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08 Feb 2020 20:26 #579559
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  • Avioniker am 08 Feb 2020 20:26
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loser schrieb:
die o.a. Versteigerung für die „Trophäenjagd“ erzielte übrigens $2.1 Mio. bzw. ca. $39.000 pro Elefant. Der Endkunde wird ein mehrfaches davon bezahlen.

Weil der Trophäenjäger so viel bezahlt, will er die prächtigste Trophäe schießen und nimmt Elefanten mit den besten Genen aus dem Gen-Pool: "Ach diesen Elefanten durften wir gar nicht schießen? Hmmm. Der hat uns angegriffen...". "Ach und der hatte ein Halsband um und war Forschungsobjekt? Das haben wir ja gar nicht gesehen".

2,1 Mio. klingt viel. Täuscht aber. 2018 (bei Trophäenjagd-Ban) hat Botswana laut WTTC 2,5 Milliarden USD an Umsätzen in der Tourismusbranche erzielt. Die 2,1 Mio. für das Abschlachten von Elefanten sind nicht mal 1 Promille davon. Wahrscheinlich gehen dem Safaritourismus gleichzeitig mehr Einnahmen verloren, weil einige Touristen Botswana jetzt meiden. Es muss ja nicht mal jeder tausendste Safaritourist fernbleiben, um das zu einem Verlustgeschäft für Botswana zu machen. Selbst wenn man alle Trophäenjagden zusammen zählt und Umsätze der Jagdveranstalter einrechnet, macht das wohl kaum mehr als 1-2% der Umsätze des Safaritourismus aus. Das ergibt ökonomisch einfach keinen Sinn. Ethisch ohnehin nicht.

Liebe Grüße
Letzte Änderung: 08 Feb 2020 20:26 von Avioniker.
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Avioniker schrieb:
loser schrieb:
die o.a. Versteigerung für die „Trophäenjagd“ erzielte übrigens $2.1 Mio. bzw. ca. $39.000 pro Elefant. Der Endkunde wird ein mehrfaches davon bezahlen.

Weil der Trophäenjäger so viel bezahlt, will er die prächtigste Trophäe schießen und nimmt Elefanten mit den besten Genen aus dem Gen-Pool: "Ach diesen Elefanten durften wir gar nicht schießen? Hmmm. Der hat uns angegriffen...". "Ach und der hatte ein Halsband um und war Forschungsobjekt? Das haben wir ja gar nicht gesehen".

2,1 Mio. klingt viel. Täuscht aber. 2018 (bei Trophäenjagd-Ban) hat Botswana laut WTTC 2,5 Milliarden USD an Umsätzen in der Tourismusbranche erzielt. Die 2,1 Mio. für das Abschlachten von Elefanten sind nicht mal 1 Promille davon. Wahrscheinlich gehen dem Safaritourismus gleichzeitig mehr Einnahmen verloren, weil einige Touristen Botswana jetzt meiden. Es muss ja nicht mal jeder tausendste Safaritourist fernbleiben, um das zu einem Verlustgeschäft für Botswana zu machen. Selbst wenn man alle Trophäenjagden zusammen zählt und Umsätze der Jagdveranstalter einrechnet, macht das wohl kaum mehr als 1-2% der Umsätze des Safaritourismus aus. Das ergibt ökonomisch einfach keinen Sinn. Ethisch ohnehin nicht.

Liebe Grüße
Das Thema Trophäenjagd in Botswana ich wesentlich vielschichtiger als du es vielleicht wahrnimmst/wahrhaben willst. Nur so als Anstoß: die Jagd findet in Gebieten statt, wo es weder (nennenswerten) Fotosafaritourismus gibt bzw. geben wird (weil dafür ungeeignet). Die lokale Bevölkerung profitiert davon ungemein. Unbestritten bleibt, dass die Interessen der San dem botsuanischen Staat in keinster Weise tangieren.

Viele Grüße
Axel
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Hi Axel,

so ist es und zudem, so hart das klingen mag, ist eine Quote von 287 Elefanten im Gesamtkontext mehr als zu vernachlässigen. Bei einem nachgewiesenen Bestand in Botswana von 130.000+ Tieren wird diese Quote praktisch jede Woche (!) durch Geburten wieder aufgefüllt. Und hier sprechen wir von einem Jahresabschuss. Um das Problem der Elefantenüberpopulation in Botswana in vielen Landesteilen effektiv entgegenzuwirken (und ich spreche da nicht von mal ein paar Tiere umsiedeln etc) müssten viel drastischere Maßnahmen erwogen werden. So leid es einem um jedes einzelne Tier tut...

VIele Grüße
Christian
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aos schrieb:
Das Thema Trophäenjagd in Botswana ich wesentlich vielschichtiger als du es vielleicht wahrnimmst/wahrhaben willst. Nur so als Anstoß: die Jagd findet in Gebieten statt, wo es weder (nennenswerten) Fotosafaritourismus gibt bzw. geben wird (weil dafür ungeeignet). Die lokale Bevölkerung profitiert davon ungemein.

Ah, Danke für die Aufklärung. Das ist ja ein völlig neues Argument, von dem ich zuvor noch nie gehört habe ... B) Dann lege bitte mal Beweise vor: Wie viel Geld kommt bei den Communities vor Ort an. Wie viele Jobs werden da durch die Jagdindustrie geschaffen? Aber bitte keine Berechnungen oder "Studien" die die Jagdindustrie fabriziert hat, sondern ernsthafte wissenschaftliche Studien. Nun bin ich wirklich gespannt.

Liebe Grüße
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09 Feb 2020 10:39 #579585
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@ WTTC-Zahlen
africasustainablecon...eal-tourism-figures/

Und n. b.: Die aus Preisen und Besucherzahlen hochgerechneten/geschätzten Umsätze im Hochpreissektor sagen gar nichts hinsichtlich des volkswirtschaftlichen Beitrags. Denn der Großteil des Umsatzes wird im Ausland (!!!!) gemacht, entlang der Buchungskette.
Letzte Änderung: 09 Feb 2020 10:54 von loser. Begründung: hinsichtlich des volkswirtschaftlichen Beitrags
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