THEMA: 3 Wochen Hochzeitsreise - Südafrika zum Ersten
08 Jul 2019 21:24 #561255
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5. Tag – Ab auf die Garden Route

Nach dem Aufstehen merke ich leider direkt, dass ich mir bei den Seehunden im kalten Wasser einen Infekt eingefangen habe. Aber egal, eine Rundreise geht ja immer weiter. Von Oudtshoorn fahren wir über den Outeniqua Pass in Richtung George und Wilderness. Auf der anderen Seite der Bergkette ist die Landschaft direkt viel grüner.



Unser erster Stop des Tages ist Wilderness. Während der Wind uns um die Ohren pfeift, genießen wir die schönen Strände. Hier könnte man sicher auch mehr Zeit verbringen.





Wir fahren aber weiter die Küste entlang nach Knysna. Vom Aussichtspunkt The Heads ergeben sich großartige Aussichten über die Lagune von Knysna und den Ozean.







Anschließend fahren wir runter ans Meer und ich klettere ein wenig über die doch sehr rutschigen Felsen.



Zur Mittagszeit fahren wir dann in den Ort Knysna hinein, um einen Snack zu essen und spazieren entlang der Waterfront.



Da ich merke, dass ich gesundheitlich doch stärker angeschlagen bin entscheidet meine Frau spontan anstehende Wanderungen abzusagen. Stattdessen machen wir eine Bootsrundfahrt durch die Lagune von Knysna, die uns sehr gut gefällt.





Nachmittags kommen wir in unsere sehr schön gelegene Unterkunft in Plettenberg Bay und genießen die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Wir beschließen den Rest des Tages ruhig anzugehen und zur Entspannung zu nutzen. Eine verrückte Idee im Urlaub.



Letzte Änderung: 08 Jul 2019 21:38 von Tomlinson2.
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08 Jul 2019 23:21 #561272
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6. Tag – Entlang der Küste nach Jeffreys Bay
Die Nacht ist leider sehr unruhig. Ich werde von Schüttelfrost geschüttelt und wache mehrfach auf. Meine Frau entscheidet vernünftigerweise, dass es Zeit für einen Arztbesuch ist. Dank unserer freundlichen Gastgeber ist eine passende Arztpraxis schnell gefunden. Die folgende Behandlung begeistert mich. Nach einer kurzen Wartezeit werde ich von einem sehr freundlichen Arzt gründlich untersucht und bekomme entsprechend Antibiotika verschrieben. Die Behandlungskosten müssen wir vorstrecken, werden uns aber nach der Reise von unserer Auslandskrankenversicherung vollständig erstattet. Mit den Medikamenten geht es mir dann schnell besser.
Bedingt durch den Arztbesuch etc. kommen wir heute leider später los als geplant. Unser erster Stop ist Nature’s Valley. Die Landschaft gefällt uns wieder einmal sehr gut, auch wenn auf dem Campingplatz eine sehr laute Party gefeiert wird.







Unser ursprünglicher Plan ist es, im Tsitsikamma National Park zum Storms River Mouth zu wandern. Ich bin der Meinung, dass mir auch mit Antibiotika und Arztbesuch ein solcher Spaziergang gelingen wird, aber meine Frau trifft eine Exekutive Decision und verbietet Wanderungen für den heutigen Tag. Ihr Argument, dass wir noch fast zwei Wochen Urlaub vor uns haben ist dann doch überzeugend. Stattdessen gucken wir uns jetzt die Küste in Parkplatznähe an und versuchen in einem windigen Zelt einen Salat zu essen.











Das Ziel für den Abend ist Jeffreys Bay. Unsere Unterkunft hier sieht aus wie ein Hochsicherheitsgefängnis mit schwer gesicherten Mauern um das Gebäude. Der freundliche Gastgeber erklärt uns, dass es absolut sicher ist in der Gegend zu Fuß unterwegs zu sein. Er muss die Sicherheitsvorkehrungen nur treffen, da sonst keine Gäste aus Johannesburg in seiner Unterkunft eine Übernachtung buchen. Wir können die Situation nicht ganz einschätzen, folgen aber seinem Rat. Wir haben uns nicht unsicher gefühlt. Es wird wieder ein kurzer Abend, da wir morgen früh aufstehen wollen, um in den Addo National Park zu fahren. Endlich geht es los mit Safari.

Mein Fazit der Garden Route fällt gemischt aus. Gerade durch meine Krankheit und unseren straff geplanten Reiseverlauf haben wir sicher einige schöne Ecken übersehen. Das was wir gesehen haben, hat uns fast durchgehend sehr gut gefallen. Den Tsitsikamma Nationalpark hätten wir gerne genauer besucht, auch Wilderness wäre bestimmt eine Übernachtung wert gewesen.
In der Nachbetrachtung tuen wir uns aber mit diesem ersten Reiseteil schwer, da einfach kein Afrika-Feeling aufgekommen ist. Dies fällt uns z.B. in KwaZulu-Natal später doch auf. Die Garden Route ist sehr schön, könnte sich aber genauso in Europa oder Nordamerika befinden.
Letzte Änderung: 08 Jul 2019 23:24 von Tomlinson2.
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09 Jul 2019 08:45 #561300
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Die Garden Route ist nicht das „wirkliche“ Südafrika.
Eher etwas das Einsteiger Südafrika. Aber auch das sollte man gesehen haben.

Jetzt kommt sicherlich die Tierwelt!


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Gruß Gabriele
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09 Jul 2019 09:24 #561306
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Tomlinson2 schrieb:
In der Nachbetrachtung tuen wir uns aber mit diesem ersten Reiseteil schwer, da einfach kein Afrika-Feeling aufgekommen ist.
Die Garden Route ist sehr schön, könnte sich aber genauso in Europa oder Nordamerika befinden.
Genauso haben wir auch bei unserer 1. Reise nach Südafrika-Gardenroute (nach 2,5 Wochen Namibia) gedacht und uns geärgert die Woche nicht noch in Namibia verbracht zu haben. Südafrika haben wir danach Jahrzehntelang gemieden. Erst 2015 gaben wir SA eine 2. Chance (ohne Gardenroute) und waren von der Vielfältigkeit des Landes sehr begeistert!
(Ich rate deshalb auch jedem in unseren Freudes-/Bekanntenkreis davon ab, als Afrika-Neuling die Gardenroute als Schwerpunkt zu setzen - obwohl es landschaftlich wirklich schön ist.)
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09 Jul 2019 11:29 #561318
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@Schneewie
@Lotusblume

Ich sehe das ganz ähnlich wie ihr. Die Garden Route ist wirklich schön, wird aber für mich nicht den Fokus eines zukünftigen Afrika-Urlaubs bilden. Ich würde immer empfehlen z.B. in Richtung Krüger oder Hluhluwe-Imfolozi zu fahren.

Man darf glaube ich nicht außer Acht lassen, dass dieses Forum einen starken Fokus auf Natur/Tierbeobachtungen etc. legt. Ich habe auch schon von Südafrikareisenden gehört, die sich für ihre komplette Reise auf Kapstadt, die Weingegenden und die Garden Route beschränkt haben und davon restlos begeistert waren. Geographisch ist das auch ein Afrika-Urlaub. ;)
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09 Jul 2019 22:08 #561387
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7. Tag – Endlich Safari, ein Tag im Addo Elephant National Park
Früh morgens machen wir uns auf den Weg aus Jeffreys Bay zum Addo National Park. Auf dem Weg entdecke ich in der Nähe von Motherwell ein Schild mit der Aufschrift „Hijacking Hotspot“ :ohmy: Das ist eine von zwei Situationen in diesem Urlaub, an dem ich etwas wie Unsicherheit verspüre. Wir kommen aber unbeschadet im leichten Nieselregen im Addo National Park an und haben auch die Anmeldeformalitäten dank unserer Wild Card schnell erledigt.
Direkt nach dem Tor ist der Addo National Park erstmal stark verbuscht und wir sehen absolut gar nichts. Erste Zweifel kommen auf, ob Safari immer so aussieht, doch das Land öffnet sich und wir sehen gepanzerte Bewohner.





In der Ferne entdecken wir Zebras und sind völlig aus dem Häuschen.



Eine Kurve weiter stehen die Zebras dann direkt auf der Strecke und wir kommen uns ein bisschen blöd vor. Die Strecken im Addo sind mit einem normalen PKW überhaupt kein Problem.



Die Zebras schauen bald alle nervös in eine Richtung und so kommen wir zu unserer ersten Raubtiersichtung. Eine Hyäne kreuzt direkt vor uns die Straße, toll!



Unter hörbarem Gegrunze klettert eine Schildkröte aus einem Wasserloch.



Wir entdecken diesen schönen Kranich, den ich leider nicht identifizieren kann. Er hält sich auch von uns fern.



Ein alter Büffel ist unser erstes gesammeltes Mitglied der Big 5.



Nach einiger Zeit stellt meine Frau fest, dass wir im Elephant Park ja auch mal einen Elefanten sehen könnten. Wie gerufen werden wir von unserem ersten „Elephant Traffic Jam“ gezwungen anzuhalten.





Ungeduldigere Touristen steigen aus ihren Autos aus um Fotos zu machen. Der Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass der ganze Busch um den Stau herum voller Elefanten ist.



Wir machen erstmal eine Mittagspause an einem Picknickplatz, um die ersten Safarieindrücke zu verarbeiten. Nach der Pause entdecken wir auf einer Nebenstraße unseren privaten Elefanten.



Das imposante Tier steht direkt neben der Straße und ich bin mir unsicher, ob ich einfach so vorbeifahren kann. Ganz langsam rollen wir an dem Tier vorbei.



Der Addo ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Auf dem Weg in Richtung Süden kommen wir in wesentlich offenere Savannenbereiche voller Antilopen.





Auch ein Schakal ist auf der Suche nach Essbarem.



Warzenschweine tuen es uns den ganzen Urlaub über an.



Ein junger Kudubulle ist wenig erfreut über unsere Anwesenheit.



Eine der letzten Tagessichtungen ist ein jagender Sekretär. Ein sehr schöner Abschluss für unseren ersten Safaritag als Selbstfahrer.





Wir verlassen den Addo Nationalpark durch das Tor im Süden und übernachten in einer Lodge in der Nähe von Colchester. Der Addo Elephant Park hat uns trotz Regen sehr gut gefallen, kann aber unserer Meinung nach nicht ganz mit den Nationalparks mithalten, die wir im späteren Verlauf der Reise noch besuchen. Einen Besuch war er für uns aber auf jeden Fall wert. Wir haben einige Spezies gesehen, die wir im späteren Reiseverlauf nicht wieder gesehen haben. Ich vermute aber, dass dieser Park aufgrund seiner Lage in der Nähe zur Garden Route und Kapstadt in den nächsten Jahren an Beliebtheit gewinnen wird. Morgen werden wir von Port Elizabeth nach Durban fliegen.
Letzte Änderung: 09 Jul 2019 22:20 von Tomlinson2.
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