23.06.2025: von Bwindi nach Mgahinga
Nun hat es Lars richtig erwischt: Halsschmerzen, Ohrenschmerzen und Schnupfen. Die Nacht war entsprechend unruhig und wieder sehr kurz. Beim Duschen entdecke ich dann noch einen heftigen Ausschlag auf meinem Rücken - ein Blick auf den Beipackzettel zeigt, dass es sich wohl um Nebenwirkungen von Malarone handelt, genau wie übrigens auch Schlafstörungen! Ich beschließe, die Einnahme abzubrechen, denn der Schlafmangel macht mich wirklich mürbe und der Ausschlag ist jetzt der berühmte Tropfen…
Zum Frühstück haben wir heute gekochte Eier bestellt, die uns in großen Zwiebelringen serviert werden! Diese Lodge liegt wirklich traumhaft und die Angestellten sind super nett, aber die Küche werden wir nicht vermissen.
Gegen viertel nach acht brechen wir mal wieder auf: heute soll die Fahrt ungefähr vier Stunden dauern, obwohl es im Vorfeld auf der Karte nur nach einem Katzensprung aussah. Unser Weg führt uns wieder über miese Straßen und durch wunderschöne Landschaften, die sich einfach nicht richtig einfangen lassen - und schon mal gar nicht mit dem Handy.
Heute verstehen wir einmal mehr, wie viel Glück wir gestern hatten: nach knapp anderthalb Stunden Fahrt erreichen wir einen anderen Teil von Bwindi, in dem auch Gorilla-Trekkings von Buhoma aus durchgeführt werden. Tatsächlich kommen wir genau zu dem Zeitpunkt vorbei, an dem sich eine Gruppe an einem Einstiegspunkt direkt an der Straße sammelt. Witzigerweise treffen wir dort auf Joy, die Peter und uns freundlich begrüßt.
Bei einem kurzen Fotostopp nutzt Lars die Gelegenheit und pflückt frischen Eukalyptus zur Selbstmedikation. Wenig später kommen wir an einem weiteren Startpunkt eines Gorillatrekkings vorbei, dieses Mal aber im Sektor Ruhiga.
An der Ruhiga Ranger Station machen wir eine kurze Pipipause. Die Berge sind hier so steil - ich kann mir absolut nicht vorstellen, wie man hier ein Trekking machen soll! Tatsächlich sehen wir aber eine Gruppe an der Straße, deren Mitglieder erwartungsgemäß völlig fertig aussehen.
Die nächste Pipipause machen wir am Lake Buyoni. Ein unglaublich schöner Ort mit vielen Vögeln und Ottern. Auch hier in der Nähe kann man Gorillas sehen, im Rushaga Sektor.
Gegen zwei kommen wir in Kisoro an, tanken und ziehen noch mal eine halbe Millionen Shilling aus dem Geld-Automaten, denn das Trinkgeld für Ranger, Tracker, Guards und Porter läppert sich mehr, als wir vorher dachten. Dabei fängt es mal wieder an zu regnen.
Peter fährt anschließend zum Hauptquartier für unser morgiges Gorilla-Trekking, um mit den Rangern abzustimmen, wo sich die Gorillas befinden und zu welchem Startpunkt er uns entsprechend hinbringen muss. Als er zurückkommt, hat er keine guten Nachrichten für uns: Leider werden wir uns morgen wohl deutlich mehr als gestern anstrengen müssen…
Um viertel vor drei kommen wir endlich bei der Lake
Mahale Mulehe Safari Lodge an - das war schon wieder ein langer Ritt! Wir werden mit heißem Wasser zum Händewaschen, heißen Handtüchern und einem Fruchtsaft begrüßt. Dann bekommen wir ein kurzes Briefing mit Ausblick auf den wunderschönen namensgebenden See.
Wir wählen noch schnell unseren Lunch aus und werden anschließend zu unserem Zimmer „Golden Monkey“ gebracht.
Zum Lunch bekommen wir Suppe, Pasta und Früchte und alles ist sehr lecker. Danach machen wir noch einen fotografischen Verdauungsspaziergang über die Anlage und fallen anschließend todmüde ins Bett.
Als der Wecker um halb sieben klingelt, überlegen wir kurz, einfach liegen zu bleiben, aber wir müssen ja auch noch unsere Sachen für morgen packen. Also machen wir das und gehen anschließend zum Abendessen, das hier wieder sehr gut ist. Dann gibt es kurz Konfusion, weil unser Kellner meint, wir müssten definitiv um halb sieben losfahren, wenn wir pünktlich beim Gorilla-Trekking sein wollen. Mit Peter hatten wir aber sieben abgemacht. Ich schreibe ihm eine Whatsapp, aber Peter bleibt dabei, dass sieben Uhr ausreichend ist. Wir bestellen also Frühstück für halb sieben.
Um halb neun liegen wir schon wieder im Bett, hören noch kurz Hörbuch und schlafen schnell wieder ein.