THEMA: Uganda im März/April 2021- ein Reisebericht
22 Apr 2021 12:57 #613492
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  • tiggi am 22 Apr 2021 12:57
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Hallo Gerhard,
vielen Dank für dein Drehen.
Wo lag mein Fehler?

Gruß
Biggi
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22 Apr 2021 13:19 #613494
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  • mika1606 am 22 Apr 2021 13:19
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Hallo Biggi,

Ich nehme eine Anleihe aus einem anderen Thread und zitiere:
BikeAfrica schrieb:
CuF schrieb:
Aus einem anderen Thread von meinem „Lehrer“ geklaubt...
Deine Kamera speichert die Information, ob die Kamera hochkant gehalten wurde (ältere Kameras machen das nicht). Das Betriebssystem erkennt das und dreht Dir die Fotos automatisch richtig. Beim Hochladen ins Forum geht diese Information verloren. Hättest Du eine ältere Kamera, würdest Du es schon vorher auf Deinem PC bemerken.

Gruß
Wolfgang

.. und wie mache ich das dann, wenn meine Kamera es nicht merkt? Um Dir ein wenig Arbeit abzunehmen... - Du bist ja echt fix beim Bilderdrehen, danke für all die Male, wo es bisher nötig war und nötig werden wird!"

Du kannst die querliegenden Hochkantbilder aus Deinem Bericht nochmal auf Deinen PC runterladen. Da nun die Bildinfos fehlen, liegen diese Fotos auch auf Deinem PC quer. Dort drehst Du sie um 90 Grad. Dazu reicht das simpelste Bildbearbeitungsprogramm (bei Windows z.B. das mitgelieferte Paint).
Dann editierst Du Deinen Bericht im Forum und tauschst die Bilder aus. Das ist etwas umständlich, aber funktioniert.

Es gibt auch eine Möglichkeit, die Fotos schon vorher zu drehen. Da weiß ich aber gerade nicht, wie ich es verständlich formulieren könnte. ;-)
Gruß Wolfgang

Gesunde Grüsse
Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021
Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017
Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
Letzte Änderung: 22 Apr 2021 13:21 von mika1606.
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22 Apr 2021 17:21 #613521
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  • Boompjes am 22 Apr 2021 17:21
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Wir reisen auch mit Ihnen. Neugierig auf Kidepo.
Peter en Ingrid B) B)
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22 Apr 2021 18:30 #613531
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  • tiggi am 22 Apr 2021 12:57
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Nach dem WEC -Besuch
Vor dem Gelände sitzt eine Frau, die frischen Fisch aus dem See verkauft. Ein großer Fisch kostet 35.000 UGX, erklärt sie uns. Leider sind wir keine Fischesser und kochen auch nicht selber, aber eine muslimische Familie nimmt einen Fisch mit.



Unser Abendessen wollen wir im Restaurant des 2 Friends Beach Hotels einnehmen. Wir fahren dorthin und müssen feststellen, dass der halbe Strand durch das Hochwasser des Sees weggespült ist und das Restaurant jetzt ziemlich klein ist. Die ganze Terrasse über dem See ist zerstört worden und die wenigen Plätze im vorderen Bereich des Restaurants sind völlig überfüllt. Es gäbe nur einen Tisch zum Getränkeabstellen noch und zum Füße waschen! Die stehen fast im Wasser.





In zwei Wochen sind wir wieder hier und wollen dann dort essen. Inzwischen wird es dunkel, die Sonne geht unter ...




Boda Bodas warten vor dem Restaurant auf Kunden. In Uganda herrscht ab 22.00 Uhr eine Ausgangssperre.

...und wir beschließen noch einmal ins Javas Café zu fahren. Das Essen ist dort ziemlich gut. Nach der Desinfektionsprozedur bestellen wir unser Menü. Gegrillte Hähnchenbrust mit Beilagen und Pommes und frischgepressten Ananassaft gibt es für mich.
Mit vollem Bauch kehren wir ins Gästehaus zurück und bestellen unser Frühstück für 8.00 Uhr. Ein Gläschen Wein trinken wir noch auf der Veranda und nutzen das WLAN, um erste Grüße in die Welt zu senden. Die Auswahl an Getränken ist hier nicht sehr groß. Es sind schließlich auch keine Gäste da, aber einen südafrikanischen Wein hat sie im Angebot. Wir zahlen 25.000 UGX/entsprechend ca. 6 € pro Glas.

Montag, 29/3/21
In der Nacht fällt der Regen, auf den wir schon gewartet haben. Gegen 4 Uhr beginnt ein heftiges Gewitter. Manchmal überlege ich, ob es die startenden und landenden Flugzeuge sind, die laut donnern und das Bett zum Vibrieren bringen oder der Donner des Gewitters.
Als ich aufwache, merke ich, dass ich zwar das Handy zum Laden angeschlossen habe, aber nicht die Steckdose separat angeschaltet habe. :woohoo: Ich bin eben doch noch nicht ganz angekommen!
Einigermaßen trocken gelangen wir aber ins Restaurant und können auch anschließend unser Gepäck im Auto verstauen. Um nicht jedes Mal alle Taschen aus dem Auto zu tragen, verpacke ich die Bekleidung und Dinge des täglichen Gebrauchs in den Trolleys. Unser Zimmer ist allerdings sehr klein und es gibt keine Möglichkeit, einen großen Koffer und eine Reisetasche umzupacken. Ich muss die Dinge auf dem Bett verteilen und dann in die Trolleys stopfen.
Das Gästehaus konnten wir mit der Kreditkarte bezahlen. Im Allgemeinen benötigt man viel Bargeld in Uganda, da nur sehr wenige Unterkünfte oder Tankstellen eine Kreditkarte akzeptieren. Bargeld sollte immer in ausreichender Menge vorhanden sein.

Unser heutiges Ziel steht noch gar nicht fest. Ich habe auch keine Unterkunft gebucht. Im Moment sind nicht viele Touristen im Land und es dürfte kein Problem sein, etwa geeignetes zu finden. Doch schon in ein paar Tagen, soll genau das unser Problem werden.
Wir nutzen den Expressway, eine Art Autobahn die Entebbe mit Kampala verbindet. Schon vor zwei Jahren war diese Autobahn fertiggestellt und die Kassenhäuschen eingerichtet. Nun sind wir darauf eingestellt, hier zu zahlen. Die Häuschen sind aber immer noch verwaist und/oder sogar wieder zerstört. Die Autobahn ist immer noch kostenfrei zu nutzen. :P ;)
Kampala erreichen wir schnell, umrunden das Zentrum und finden dieses Mal, dank Goggle Maps, den richtigen Weg nach Nordwesten. Das Chaos ist in den Vororten trotzdem perfekt, Boda Bodas (Motorradtaxis) überholen links und rechts, dazwischen versucht die Polizei den Verkehr zu regeln. Wir müssen ausweichen und fahren fast über die Tomaten der Farmerin am Straßenrand. Es regnet immer noch ein wenig, links und rechts ist es matschig, dazwischen liegt viel Müll und jeder verkauft irgendetwas oder versucht seinen gelben Kanister mit Wasser zu füllen. Busse und LKWs drängeln mit. Welch ein herrliches Chaos!





Das ist Afrika live und kein Weltspiegel oder Auslandsjournal. Ich liebe das, während Manfred fluchend versucht den Wagen ohne Schrammen aus dem Durcheinander zu bringen. Aber irgendwie funktioniert das hier. Gegen 10.00 Uhr hört der Regen auf.
Das Chaos liegt hinter uns und wir wollen zum Ziwa Rhino Sactuary. Das liegt auf dem Weg und wir können dort einen Besuch machen. Leider ist dieses aufgrund der Corona Maßnahmen noch geschlossen. So fahren wir weiter in Richtung Gulu.
Etwas außerhalb der Betriebsamkeit nutzen wir einen kleinen Weg, um eine Pause einzulegen und das erste Mal den Kocher auszuprobieren.





Wir stehen unter Beobachtung zweier Jungen, die mit ihren Rindern weiden. Die Kinder halten viel Abstand und schauen genauso neugierig, wie wir. Ich bringe ihnen eine Wasserflasche und Bananen, die sie dankbar annehmen. Inzwischen zeigt sich die Sonne und es ist richtig heiß geworden.

Wir sind gut vorangekommen und überlegen, ob wir in Gulu übernachten oder doch lieber einen Schlenker machen und im Fort Murchinson nächtigen. Ein Anruf bei „Nature Lodges“ ergibt, dass dort noch ein Zimmer frei ist und so buche ich uns dort ein. Den Nachmittag in Gulu zu verbringen finden wir doch nicht so gut. Noch können wir nicht einschätzen, wie es mit der Dunkelziffer an Coroninfektionen im Land aussieht. Gulu galt lange als die Stadt mit den meisten Infektionen nach Kampala. Sehr schnell werden wir aber feststellen, dass unsere Sorgen umsonst sind.
Bei Karuma überqueren wir die Stromschnellen oder auch Karuma Falls genannt, des Weißen Nils. Ich steige aus (noch weit von der Brücke entfernt) und will ein paar Fotos machen, als mich ein Boda Boda Fahrer ermahnt. Es sei verboten zu fotografieren. Bisher war mir nur bekannt, dass man keine Brücken aufnehmen darf und bis zur Brücke ist es noch ein Stückchen entfernt.





Fotos, die aus dem fahrenden Auto entstanden sind!

Mit dem Gedanken, auch unser Rückweg führt uns hier entlang, fahren wir weiter. Ich wollte dann ein paar Bilder aus dem Auto heraus aufnehmen. Noch ahnen wir nicht, dass alles anders kommen wird. :blink: :silly:

An der Brücke wacht das Militär und die Baboons. Kurz dahinter zweigt die Straße nach Pakwach ab und wir fahren durch eine saftig grüne Landschaft, am Rande des Murchinson National Parks entlang. Die ersten Kilometer der Straße lassen sich sehr gut fahren, kleine Lehmhütten begleiten unseren Blick, doch dann endet die schöne Fahrt abrupt.
Wir hüpfen von Schlagloch zu Schlagloch, :sick: vor uns liegen LKWs auf der Seite oder müssen direkt repariert werden. 30 Kilometer lang ist die Schlaglochpiste, wir kommen nur noch mit 10-15/Std. pro Stunde voran. Manfred schimpft und flucht! Viele LKWs oder auch rasende Busse kommen uns entgegen und fahren kreuz und quer und sehr rücksichtslos. Typisch Afrika! ;)

Die letzten 25 Kilometer bis zum Abzweiger der Lodge ist die Straße wieder gut, dann folgen noch weitere 4 Kilometer Sand- und Gravelroad, bergauf- und bergab. Zum Glück ist hier alles trocken! Teilweise ist der Weg sehr ausgewaschen.
Auf diesem Stückchen, das parallel zum Nil liegt herrscht eine rege Bautätigkeit. Neue Lodges sind in Arbeit. Hoffentlich gibt es auch genug Gäste dafür?
Wir passieren die Heritage SafariLodge, in der wir das letzte Mal untergekommen sind. Jedoch ist das Fort Murchinson viel schöner und auch günstiger.
Gegen 15.30 Uhr erreichen wir die Lodge. Natürlich findet auch hier das übliche Desinfektionsprogramm statt.
Ein paar Eindrücke aus Fort Murchinson:




Restaurant unter Blüten!






Den Nachmittag verbringen wir mit Nichtstun. Wir schauen uns ein bisschen auf dem Gelände um, gehen zum Pool und fotografieren den einen oder anderen Baum. Es hat hier erst kürzlich gebrannt und die ganzen Unterkünfte der Angestellten, sowie ein paar Zelte sind den Flammen zum Opfer gefallen.
Um 18.00 Uhr gehen wir zum Dinner. Ein Dreigänge-Menü wird angeboten, für uns ist das aber viel zu viel und wir beschränken uns auf den Hauptgang. Das ist schon genug!
Aufgrund der Pandemie hat Nature Lodges die Preise in ihren 7 Lodges um 50 % gesenkt. Wir zahlen für das Doppelzimmer mit einem Abendessen 80 US$, nur die Getränke werden extra berechnet. Weil es uns hier so gut gefällt, fragen wir, ob wir auch eine zweite Nacht bleiben können. Am morgigen Tag wollen wir dann in den Murchinson NP.
Am nächsten Tag wird es bereits sehr voll in der Lodge, aber wir dürfen noch bleiben. ;) :)
Das Frühstück wird nach Wunsch serviert: Pfannenkuchen, Toast, Pflaumenmarmelade, Eier nach Wunsch und viel frisches Obst mit Saft und Tee/Kaffee. Uns gefällt das Essen hier sehr gut, bestellt wird jedes "Teil" einzeln am Abend vorher mit der entsprechenden Uhrzeit.
Wir lernen Wilfried kennen, einen der Angestellten der Lodge, der sich anbietet, uns bei Fragen zur Seite zu stehen. Wir planen für die nächsten Tage in den Kidepo NP weiter zu fahren, darum bitte ich ihn, ob er für uns dort anfragen kann, ob es ein freies Zelt gibt. Er erzählt, dass sein Freund Eduard dort arbeitet und den Manager Gerald würde er ebenfalls gut kennen. Er selber hat dort auch gearbeitet.
Als Gute-Nacht-Trunk gibt es für uns noch ein Savanna Dry. Leider bieten die Lodges dieses Getränk nicht an. Wir haben uns im Shoperite damit eingedeckt und unsere Kühlbox erlaubt diese köstliche Erfrischung. Eigentlich wollten wir unseren netten Balkon nutzen, aber zu viele Moskitos und Fliegen nerven sehr, sodass wir doch in unser Zimmer gehen.





Irgendwo in der Nachbarschaft ertönt fröhliche Musik, aber wir schlafen selig ein.

Biggi
Letzte Änderung: 22 Apr 2021 19:22 von tiggi.
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22 Apr 2021 19:44 #613546
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  • vanguard am 22 Apr 2021 19:44
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Danke für den tollen Reisebericht !!!!
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22 Apr 2021 20:21 #613553
  • Sabine26
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  • Sabine26 am 22 Apr 2021 20:21
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Hallo Tiggi,

ich bin noch nicht ganz durch mit Deinen bisherigen Einträgen, aber schon einmal Danke für diesen interessanten Einblick, ich werde weiter mitlesen, wobei es zurzeit hier schwierig ist, überall auf dem Laufenden zu bleiben bei den vielen Berichten. Elsners Reisen habe ich auch gesehen und da lag nicht so viel Müll rum.
Ich weiß nicht, was die Leute dazu bringt, ihren Müll einfach liegen zu lassen, mich regt das immer auf. Auch bei uns sieht man das leider immer mehr.

Viele Grüße
Sabine
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