THEMA: Uganda im März/April 2021- ein Reisebericht
21 Apr 2021 15:39 #613419
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  • tiggi am 21 Apr 2021 15:39
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Ihr Lieben Fomis,
herzlich willkommen auf unserer kurzen Auszeittour! :kiss:
Es ist schön, dass Interesse an meinem Bericht besteht. Die Mitleser motivieren mich zum Schreiben.
Für uns war es die 2. Ugandareise und daher mussten wir keine großen Rekorde aufstellen, was Trekkingtouren oder Tiersichtungen wie Gorlllas u.ä. betrifft. Es war eine entspannte und ruhige Tour.
Vordergründig war natürlich auch der Besuch im Toro Baby Waisenhaus und der Besuch von Stefan und Mariam auf ihrer Farm!
Ach, es war so schön - Freiheit: Keine Coronanachrichten, kaum Masken und Essen im Restaurant und die glücklichen Kinder... ! :) :kiss:

Biggi
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21 Apr 2021 15:56 #613421
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Sonntag, 28/3/21 - Entebbe-

Die Luft ist morgens noch feucht, aber es regnet nicht. Um uns herum zwitschert es, viele Vögel befinden sich in und auf den Bäumen. Unser Frühstück ist hier british gestylt mit baked Beans, Rührei, Tomaten, alles warm und Ugandatee mit Ingwer. Dazu gibt es frisches Obst und Toast.





Wir sind die einzigen Gäste, neben all den Vögeln!



Pünktlich um kurz vor 10.00 Uhr erscheint Rainer Bockmann von Afromaxx mit dem Toyota Land Cruiser.
Ein völlig unauffälliges Auto bringt er mit!




Das sind Handyaufnahmen, die sich immer wieder auf den Seite drehen, tut mir leid!

Abgerechnet wird in Euro, wir legen die Scheine auf den Tisch. Für eine Anzahlung war nicht genug Zeit, aber hier funktioniert alles völlig unkompliziert.
Ein kurzer Vertrag wird ausgetauscht, eine Kaution müssen wir nicht hinterlegen und Autopapiere benötigt man in Uganda auch nicht.
Der Wagen macht einen sehr guten Eindruck, vor allem ist er sehr sauber von innen und außen. Reserveöl, Feuerlöscher, Warndreieck, Verbandskasten, Wagenheber und Reserverad, nichts fehlt!

Bei Alpha Rent waren die Fahrzeuge nicht so sauber und technisch mussten wir auch etwas nachhelfen. Wie wir jetzt hörten, werden sein Sohn und die Ehefrau den Betrieb mit derzeit 35 Fahrzeugen weiterführen.
Afromaxx verfügt nur über eigene Fahrzeuge. Das Fahrzeug ist ein Baujahr 2014 und damit noch relativ jung für Uganda. Aufgrund hoher Einfuhrzölle gibt es hier nur wenige Neufahrzeuge.
Der Wagen verfügt über eine Kühlbox, die immer dann sehr gut kühlt, wenn der Motor läuft. Diese Box haben wir nicht bestellt, umso mehr freuen wir uns darüber und es hat sich als wirklich sehr gut herausgestellt. Im Shoperite in Entebbe und Kampala gibt es Lebensmittel, die man eher selten oder deutlich teurer im Land findet, so z.B. Joghurt oder Savanna Dry (Das haben wir nur hier gefunden!). Zusätzlich habe ich schon vorher um eine Gastkartusche gebeten. Im Auto befindet sich eine 12 L Gasflasche. Auch das hat prima geklappt. Eigentlich wollte ich nur eine 400 g Kartusche, um hin und wieder eine Tasse Wasser zu kochen. Wir haben schon vor zwei Jahren versucht, so eine kleine Kartusche zu kaufen. Diese scheint es hier nicht zugeben. Die kleinsten Gasflaschen beinhalten 3 Liter.
So können wir unterwegs immer mal ein Kännchen mit heißem Wasser aufsetzen und ein Tütencappuccino trinken. Gute Restaurant sind an den Durchgangsstraßen oft sehr rar oder sehen nicht sehr einladend aus.
Rainer ist ein sehr sympathischer Mensch, wir verstehen uns von Anfang an sehr gut und klönen noch zwei weitere Stunden über sein Geschäft, die Lage in Kenia und Uganda und über die deutsche Politik. Danach bringen wir ihn nach Hause. Seine Autowerkstatt und sein Haus liegen nur wenige Kilometer entfernt vom Gästehaus.
So sind wir schon einmal sehr gut angekommen und trotz der Kürze der Zeit hat alles perfekt geklappt und wir haben auch wieder nette Leute kennengelernt.

Inzwischen ist es Mittag geworden, wir fahren in die Victoria Mall zum Einkaufen und besuchen das Javas Café. Schon an der Einfahrt zum Parkplatz überraschen uns die gut organisierten Hygienemaßnahmen der Menschen. Am Schlagbaum wird Fieber gemessen und uns werden die Hände desinfiziert. Hier kommt niemand ohne Desinfektion auf den Parkplatz.




Fiebermessen und Desinfizieren!

Nach dem Einkauf lassen wir uns im Javas Café nieder, natürlich nach dem Messen der Temperatur und dem Reinigen der Finger. Das gesamte Personal trägt Masken und nach dem Besuch wird jeder Tisch mit Infrarotpistolen und Desinfektionslösung gereinigt, inklusive der Stühle.
Wir bestellen einen Cappuccino und einen Karamell Latte mit Peanut Butter Cake (35.000 UGX). Hier ist alles ziemlich lecker! Es gibt übrigens auch Schwarzwälderkirschtorte! :woohoo:

Der ganze Nachmittag liegt noch vor uns und wir überlegen, was wir Sinnvolles tun können. In Entebbe gibt es einen botanischen Garten, der ebenso zu einem Spaziergang einlädt, wie das Wildlife Education Center mit wilden Tieren, die hier aufgepäppelt werden, teilweise wieder ausgewildert oder ihren Altersruhesitz finden.

Zum Einstieg in unser geliebtes Afrika, erscheint uns das eine gute Idee! ...

Biggi
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Letzte Änderung: 24 Apr 2021 14:42 von tiggi.
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21 Apr 2021 16:47 #613430
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Wildlife Education Center in Entebbe



Wir entscheiden uns für einen Spaziergang durch das Wildlife E. Center. Vor zwei Jahren waren wir auch schon hier und tatsächlich hat sich manches geändert.
Der Eintritt für Ausländer beläuft sich auf 50.600 UGX oder 15 US$. Residents oder auch Expats zahlen deutlich weniger. Deshalb können sich auch viele einheimische Großfamilien diesen Ausflug leisten.
Heute ist Sonntag und diesen sonnig heißen Tag nutzen die Einheimischen ebenfalls für einen Ausflug. Was uns aber dort erwartet, konnten wir nicht ahnen.
Kurz vor dem Urlaub haben wir den Beitrag von Frank Elstner in Uganda über das Wildlife Education Center gesehen und haben erneut eine Art Zoo erwartet, doch dieses Mal stand das Vergnügen über dem Schutz der Tiere. Dazu später tolle Bilder! :ohmy: :angry:

Der eigentliche Parkplatz ist um eine Wiese erweitert und man läuft ein bisschen zum Haupteingang, aber auch hier wird vor dem Kassenhäuschen die Temperatur gemessen und die Hände desinfiziert. Der Ein- und Ausgang ist als Einbahnstraße gekennzeichnet. Im Park verläuft sich die Menschenmenge. Eine Maske ist Pflicht, wird aber von vielen Personen unter der Nase oder gar nicht getragen. Wir haben das Gefühl, die Menschen fühlen sich hier sicher.



Es sind neue Mitbewohner eingezogen… die eigentlich gar nicht nach Afrika passen.






Vielleicht vermehren sie sich ja noch? :lol: :silly:

Die Schimpansen leben auf einer eigenen Insel und sind so vor den Menschen geschützt. Von einer Aussichtsplattform kann man mit etwas Glück deren Treiben beobachten. Befinden sie sich im hinteren Teil der Insel, sieht man gar nichts.






Inzwischen sind an der Insel der Schimpansen Namenstafel angebracht worden, so dass man die Tiere kennenlernen kann.








Der oder die hat uns eine nette Show präsentiert. :P

Neben Löwen, den Servalen oder dem Karakal gibt es auch Zebras und Nashörner, sowie viele Vögel. Der Park liegt direkt am Victoria See und hat eine Regenwaldvegetation. Mit etwas Glück kann man Vögel und die White Collobusse entdecken.
Die Bäume sind allerdings entsprechend hoch und das Licht ist dunkel, trotzdem konnten Collobusse entdecken...






Mit Baby.. :P








Ein Hornbillpärchen schwebte auch über uns ...




(Black and white Casqued Hornbill)



Der Medizingarten wird gut gepflegt, alle Pflanzen sind beschriftet und werden regelmäßig gegossen. Bei unserem letzten Besuch wurden einige Beete neu angelegt. Es war alles fertig.
Die Wege im Park sind sauber und es macht viel Spaß hier entlang zu laufen, aber dann…

Die meisten der Besucher tummeln sich im Pool oder auf der Spielwiese mit ihren Kindern. Es wird Eis gegessen oder mit einem Karussell gefahren.





Weit ab von diesen Menschen gehe ich zum See und es verschlägt mir die Sprache. Hier wurde gestern eine Hochzeit gefeiert und die Reste der Party liegen schmutzig und dreckig am Ufer. Sitzkissen aus den Stühlen gerissen, Plastikbecher und Besteck, leere Wasserflaschen und dazwischen die zahlreichen Marabus. Wie ist das möglich? Ein Wildlife Research Center wird zum Tummelplatz von Partygästen. Hier müssen wir nicht mehr hin.


Es kommt noch schlimmer...

Dabei gibt es so schöne Ecken hier...





..und wir entdecken auch die kleinen Dinge.. oder die etwas größeren, aber sehr schönen...














Guten Appetit!

Biggi
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Hallo Tiggi!

Ich lese hier auch interessiert mit und freue mich über deinen Bericht. Wir fliegen in etwa 3 Wochen nach Uganda (so sicher man das eben in Coronazeiten sagen kann :laugh: ).
Das komische Gefühl vor der Reise, das du beschrieben hast, kann ich gut nachvollziehen. Wir warem im November in Tansania und das kam uns auch leicht surreal vor. Die verwunderten Kommentare der anderen ("HÄH? DAS GEHT???") taten ihr Übriges.

Ich freue mich auf die Fortsetzung! :)
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21 Apr 2021 18:12 #613438
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  • BikeAfrica am 21 Apr 2021 18:12
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tina76 schrieb:
Als alleinreisende Frau hatte ich mir lieber einen Fahrer/ Guide genommen. Kann keinen Reifen wechseln. ;)

Grundsätzlich hättest Du das in 10 Minuten gelernt.
Es gibt aber weitere Fallstricke:
- das Rad eines Geländewagens ist etwa doppelt so schwer wie das eines Pkw. Je nachdem, wie und wo es befestigt ist, wird es anstrengend.
- auf rutschigem Boden wird es schwierig, das Fahrzeug sicher aufzubocken.
- die Radmuttern könnten mit einem Pressluftschrauber hirnlos fest angezogen sein. Ich habe mal mit 'nem Kumpel und einem 2 Meter langen Eisenrohr als Hebelverlängerung versucht, ein Rad zu lösen. Letztlich haben wir den Radmutterschlüssel zu einer Art Korkenzieher verformt. Die Radmutter war danach immer noch fest. Das Werkzeug konnte man danach wegwerfen.
- der Radmutterschlüssel passt wegen falscher Größe nicht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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21 Apr 2021 22:34 #613464
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  • mika1606 am 21 Apr 2021 22:34
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.. dann wollen wir mal drehen ... wäre doch schade um das schöne Auto & die beiden netten Herren ;)







Gruss, Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021
Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017
Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
Letzte Änderung: 21 Apr 2021 22:39 von mika1606.
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