THEMA: Reisbericht Uganda: Und täglich grüßt ein Gewitter
19 Okt 2011 20:46 #209588
  • uganda80
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  • uganda80 am 19 Okt 2011 20:46
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Dienstag, 20.09.2011

Heute morgen stand das erste Schimpansentrekking im Budongo Wald auf dem Programm. Zur Stärkung gabs erstmal mein obligatorisches Omlette, frisch gebackenes Brot und leckeren Kaffee. Mit unserem Guide der Budungo Eco Lodge ging es bald los. Ca. 1 h ging es quer durch den Wald bis sich die ersten Schimpansen mit lautem Geschrei bemerkbar machten. Mein Gott was für eine Geräuschkulisse. Sowas vergisst man sein Leben nicht mehr ! Hoch oben in den Baumwipfeln endeckten wir die ersten Schimpansen. Mutter, Vater und Kind.





Keine Scham hatten die beiden Erwachsenen und legten auf den Baumwipfeln vor uns eine schnelle Nummer hin. Das Kleine praktisch dazwischen.
Nachdem ein bisschen gegessen wurde, wurde von den Baumwipfeln gepieselt und ein Geschäft verrichtet. Prost Mahlzeit ! Affen außer Rand und Band !





Dann beobachteten wir die lustigen Gefährten eine ganze Weile und versuchten noch eine andere Horde aufzuspüren, die vielleicht von den Bäumen herabgestiegen ist. Das war dann aber nicht der Fall. Anfängerfehler war, dass ich mir nicht die Hosenbeine in die Socken gestopft hatte, so musste ich ein paar hochkrabbelnde und schön stechende Ameisen vernichten. Das Trekking war absolut klasse, kann ich nur weiterempfehlen aber es ist halt auch immer ein bisschen Glückssache. Nach einem ausgedehnten Marsch durch den Urwald packten wir die Sachen zusammen und fuhren weiter in den Murchison Nationalpark rein. Erste Büffel im Schlammbad.



Bald schoss eine Ladung Tsetsefliegen in unseren Landcruiser, schnell verjagen und für kurze Zeit die Fenster zu. An einem herrlich gelegenen Picknickplatz unweit der Murchison Fälle ließen wir uns leckeres Brot mit Tomaten und den besten Avocados die ich je gegessen habe schmecken. Anschließend stiegen wir mit einem Ranger zu den Murchison Fällen ab, Dani fuhr in der Zwischenzeit zu unserer Unterkunft, der Nile Safari Lodge.





Was ein imposantes Schauspiel wie sich der Nil durch die nur 7 Meter Breite Engstelle zwängt. Ein privat angemietetes Boot stand für uns bereit und auf einer 3 stündigen Bootsfahrt konnten wir die Tierwelt am Ufer des Nils bestaunen:





Elefantenherden, zahlreiche Hippos, Krokodile, Colobus-Affen, Warzenschweine und natürlich viele viele wunderschöne Vögel.

Kurz vor Sonnenuntergang gings an die Lodge und auf der Veranda gönnte ich mir erstmal ein kühles Bier und ließ einfach nur dieses herrliche Panorama auf mich wirken.
Die Nile Safari Lodge ist klein aber fein, ganz liebe Angestellte, tolles Essen und man kann auch einen schönen Sonnenuntergang genießen.

Nachts braucht man vor lauter Fröschen und dem lauten Grunzen der Nilpferde aber wirklich Ohropax, ansonsten macht man kein Auge zu. Den Anhang könnt ihr durchklicken.
Anhang:
Letzte Änderung: 23 Okt 2011 00:40 von uganda80.
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19 Okt 2011 21:07 #209591
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  • marimari am 19 Okt 2011 21:07
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Hallo Axel,
die Zeit vergeht ja wie im Flug und Ihr seid schon wieder zurück..auf diesen Reisebericht freue ich mich ganz besonders! Danke schon im Vorab, lg Mari..bin gespannt wie es weiter geht..die Budongo Lodge hab ich auch in meinem Tourprogramm :-)
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19 Okt 2011 21:11 #209593
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  • lilytrotter am 19 Okt 2011 21:11
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Hallo, uganda80!

Du schreibst:
Das beste aber waren die Stimmen des Waldes in der Nacht – so was unglaubliches habe ich in dem ganzen Urlaub nicht mehr erlebt. Schade, dass man hier kein Video einstellen kann, zeitweise machte irgendein Tier solche Laute, man dachte irgendein Mensch wird ermordet. Unheimlich aber doch so einmalig.

Nun stehen solche „Ferndiagnosen“, wie die folgende natürlich auf wackeligen Beinen, aber so, wie du die „Stimmen der Nacht" beschreibst, waren es wahrscheinlich Bushbabys. Senegal Galagos.
Dieses Schreien gehört zu dem typischen Verhalten dieser kleinen Kobolde. Wenn sie abends ihre Kobel verlassen, versichern sie sich mit Fühllauten der anderen Mitglieder ihrer Sozialgemeinschaft, während sie sich in den Bäumen verteilen, um dann auf Futtersuche zu gehen. Morgens, wenn sie zum Schlafplatz zurückkehren, „begrüßen“ sie sich ebenfalls durch ihr „Rufen“, aber nicht so stark.
Je nachdem wie groß die Gruppe ist, ist das ein ganz schönes Geschrei und wenn man nicht weiß, was es ist und allein im Urwald steht, denkt man, da quält einer seine Kinder.
Dieses „Baby-Geschrei“ hat ihnen ihren Namen Bushbaby eingebracht.

Vielen Dank für deinen schönen Reisebericht!

Gruß lilytrotter
Letzte Änderung: 19 Okt 2011 21:18 von lilytrotter.
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19 Okt 2011 21:25 #209595
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  • uganda80 am 19 Okt 2011 20:46
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Sorry Leute für die hässliche Präsentation der Bilder. Kann mir jemand von Euch verraten warum manche Bilder schön gezeigt werden und andere nur im Anhang ??? LG Axel
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21 Okt 2011 17:02 #209888
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  • Birgitt am 21 Okt 2011 17:02
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Hallo, Axel

toll, das du mit deinem Bericht angefangen hast, und ich hoffe, ich kann ihn vor unserer Abreise am nächsten Samstag noch zuende lesen.

Egal, wie du deine Bilder einstellst, sie sind KLASSE, und unsere Vorfreude auf Uganda wird dadurch noch gesteigert.....:)

Liebe Grüsse

Birgitt
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21 Okt 2011 22:40 #209925
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Liebe Birgitt,

schön dass Du vorbeischaust und Dir die Bilder gefallen. Tausend Dank Dir nochmal für alles, ohne Dich wäre ich nie in Uganda gewesen !

Mittwoch, 21.09.2011

Bedrohtes Paradies

Der erste Game Drive meines Lebens. Wenn ich früher darüber nachgedacht habe - na ja man sitzt oder steht halt in so einem Wagen und schaut sich die Giraffen an - mein Gott war ich blöd. Gibts was schöneres ? Strahlender Sonnenschein erwartete uns und nach einem guten Frühstück gings los auf die erste richtige Pirschfahrt dieses Urlaubs. Zuerst haben wir den Nil mit einer Fähre überquert und anschließend fuhren wir an der Paraa Safari Lodge vorbei in den Park. Zuerst war gar nichts los, doch dann zeigten sich die ersten Tiere.

Die Tierwelt in dieser noch unberührten Landschaft zu sehen und vor allem in diesem saftigen grün, das war ein großes Erlebnis.







Im Reise Know How war zu lesen, dass die Wilderei des Bürgerkriegs noch große Spuren hinterlassen hätte - vielleicht hatten wir Glück, doch haben wir an diesem Tag viele Elefantenherden und eine menge Rothschildgiraffen sehen können - einzig Leopard und Löwe war einfach nicht anzutreffen. Aber deswegen bin ich auch nicht nach Uganda gereist.








Traurig machte mich die Tatsache, dass im Murchison NP Probebohrungen nach Erdöl zu laufen scheinen, man kann ein paar markierte Bojen am Boden sehen. In unserer Lodge war auch eine Mitarbeiterin einer Erdölfirma. Natürlich kann das Öl für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen - aber hoffentlich endet es nicht in einem Gau wie in Nigeria. Die Zeit wird es zeigen. In Kisoro munkelte ein Mitarbeiter einer Lodge sogar, die Regierung denke über eine komplette Schließung des Parks in absehbarer Zukunft nach - um in Ruhe und ohne die Umweltauflagen Erdöl zu fördern. Nach so einem Besuch in dem Paradies eine ungute Vorstellung. Hoffentlich ist alles nur ein Gerücht.

Bitte die anderen Bilder im Anhang einfach durchklicken.
Letzte Änderung: 21 Okt 2011 23:51 von uganda80.
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