6 Wochen Safari in Kenia und Nordtansania

Reisebericht 39 Antworten · 6’268 Aufrufe · gestartet 07. Apr. 2023 von Bushtruckers
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201407. Apr. 2023 ·
Hallo liebe Foris

Ich habe grade 3 Tage ohne Strom hinter mir. Im Nachbargarten, die es nicht schaffen, ihre Baeume zu stutzen, wurde ein Stromkabel durchtrennt. Die Leute von Kenya Power kamen erstmal in der Nacht, konnten aber nichts tun, da es halt doch gefaehrlich ist. Gestern kam niemand, entgegen dem Versprechen. Heute kurz vor Mittag kamen sie endlich. Stressig, wenn man arbeiten will/soll, Batterien leer sind und Essen fuer Mensch und Tier im Kuehlschrank und Tiefkuehlfach zu warm bekommt.

Hier der Link zur Kenia Seite

Der Teil von Tansania um den Viktoriasee ist von diesen riesigen Felsformationen geprägt. Es ist Urgestein (Granit, Gneis u.a.), die vor Millionen von Jahren durch tektonische Verschiebungen hochgehoben wurden und dann durch Sonne, Wind und Regen geformt wurden.

Felsformation.jpg


Schon bald fahren wir über die Mara Fluss Brücke. Der Mara Fluss ist hier ganz anders. Breiter und bildet einen Sumpf. Nicht weit von hier fliesst er in den Viktoriasee.

MaraRiver1-2.jpg


MaraRiver2-2.jpg


In einem Dorf halten wir an und essen unseren Picknicklunch in einem Restaurant. Eine kalte Soda dazu tut gut. Es ist warm!
Noch mehr Steine, aber keine Formation ist gleich wie die andere

Felsformation2.jpg


Und dann kommt die “Weite Ebene”. Sikoyo hält auch an, dass wir kurz fotografieren können.
Es hat junge Gnus!! Unscharf, weil die echt weit weg waren. Aber es besteht Hoffnung auf bessere.

BlickindieSerengeti.jpg


Gnus.jpg


Dann kommen wir in der Speke’s Bay Lodge an. Es geht erstmal durch das recht grosse Grundstück. Der Ersatzmanagaer begrüsst uns und merkt gleich, dass ich diejenige bin, die auf der E-Mail nach speziellen Vogelarten gefragt hat. Nach dem Begrüssungsdrink werden wir in unsere Bungalows gebracht.

Speke'sBayLodge.jpg


Die Gartenanlage ist ein Traum! Eingeführte Zierpflanzen, dann ein grosser Teil mit einheimischer Vegetation und dann das Seeufer! Hier könnte ich es länger aushalten. Ich stelle nur kurz meine Taschen ins Zimmer, Kamera fassen und los gehts. Meine Gäste geniessen einen Drink am Ufer vor dem Bungalow. Ich werde herzlich eingeladen, aber es hat hier Vögel, die ich sonst nicht finden kann, da kann mich nichts halten, was sie auch verstehen.

Der Schmucknektarvogel / Red-chested Sunbird kommt nur um den Viktoriasee, in Uganda und Westtansania vor.

Red-chestedSunbird.jpg


Ich wusste zwar, dass Mangusten auf die Vorderbeine stehen, um mit Drüsen am Hinterteil ihr Territorium zu markieren. Doch gesehen habe ich es noch nie. Diesen Zwergmangusten musste ich eine Weile zuschauen. Die Zwergmangusten leben in kleinen Gruppen. Nur das Alpha Männchen und Weibchen haben Junge, die sie mit Hilfe der anderen Gruppenmitgliedern, die verwandt sind, grossziehen. Sollten Rangniedrige Junge haben, sterben diese meist, da sie keine Unterstützung bekommen.
Es wird markiert, gerochen, wieder markiert. Es dient dazu, dass sich Gruppenmitglieder riechen koennen.

DwarfMongoose1-2.jpg


DwarfMongoose2-2.jpg


DwarfMongoose3-2.jpg


DwarfMongoose4-2.jpg


DwarfMongoose5.jpg


Einfach zum Verlieben traumhaft…

Speke'sBayLodgeUfer.jpg
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
zuletzt bearbeitet 08. Apr. 2023
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201408. Apr. 2023 ·
Der 2. Hiesige – Mönchsweber / Slender-billed Weaver / Ploceus p. pelzelni

Slender-billedWeaver.jpg


Der 3. Lake Viktoria Vogel – Riedweber / Northern brown-throated Weaver / Ploceus castanops

NorthernBrown-throatedWeaver1.jpg


NorthernBrown-throatedWeaver2.jpg


Der 4. Diesen hatte ich am Ufer gefunden, aber auch, als ich durch das Gelände schlenderte. Immer aufpassen, es hat Hippos. Die Spuren habe ich jedenfalls gesehen. Sumpfschnäpper / Swamp Flycatcher / Muscicapa aquatica infulata

SwampFlycatcher.jpg


Und der begehrte, aber häufige und weitverbreitete Graukopfliest

Grey-headedKingfisher.jpg


Es wird Abend, für mich zu schnell. Mit dem Abendessen geben sie sich echt Mühe und es schmeckt. Burschi hatte was vergessen zu erwähnen! Nicht nur ist auf Safari die Kamera mein ständiger Begleiter, sondern nachts auch meine Stirnlampe! Und somit sehe ich auch diese kleineren Tierchen, die genauso interessant sind. Hier 2 verschiedene Arten der Afrikanischen Riesenschnurfüsser. Die grösste Art in Ostafrika kann bis zu 30 cm lang werden. Diese Tierchen sind enorm wichtig für die Umwandlung von totem Pflanzenmaterial in Humus. Ohne diese wäre der Haller Park in Kenia nie entstanden. Sie sind harmlos und rollen sich bei Bedrohung gleich zusammen. Hält man sie, lassen einige Tinte los, die nichts tut, aber eine Zeitlang die Haut gefärbt bleiben lässt.

AfricanGiantMillipedegreen.jpg


AfricanGiantMillipedeblack.jpg


AfricanGiantMillipedeblack2.jpg


26.1. Ein gutes Frühstück und ich bin schon wieder auf der Suche. Der Manager kommt und fragt, ob ich eine Gartennachtschwalbe sehen möchte. Aber klar! Vorsichtig und nicht zu nah, so dass ich sie nicht aufscheuche. Sie ruhen tagsüber super getarnt und jagen nachts Insekten im Flug. Eine neue Vogelart!

Gartennachtschwalbe.jpg


Nein, das ist nicht unser Boot, sondern dasjenige, das mit einem Ornithologen aus England unterwegs ist. Mit ihm hatte ich mich auch kurz unterhalten.

BootmitOrnis.jpg


So unser Bootsführer kommt und 2 junge Männer rudern uns. Graufischer sind sehr zahlreich und weitverbreitet. Rechts das abgeschnittene Männchen

PiedKingfisher-2.jpg


Eine Kolonie Textorweber / Village or Black-headed Weaver. Nun beim genaueren Hinsehen, sieht er anders aus, als ich es mir von Kenia gewohnt bin. Eine andere Unterart – toll!

VillageWeaver.jpg


Langsam rudern sie uns am Ufer entlang. Hier erklärt uns unser Führer, dass dies Fischfallen sind.

Fischfallen.jpg


Seeschwalben im Nichtbrutkleid sind nicht so leicht zu unterscheiden. Weissflügelseeschwalbe

White-wingedblackTern.jpg


Leider bin ich gut darin, Wasser aus den Bildern laufen zu lassen, d.h. der Horizont ist schief. Ich weiss, es gibt Linien im Sucher....Ein typisches Fischerboot

Fischerboot.jpg


Wo es so viele Fische hat, darf auch der Schreiseeadler nicht fehlen

FishEagle1.jpg


FishEagle2.jpg


Wir kommen beim Fischerdorf an. Klar duftet es nach Fisch. Doch ich muss sagen, die Leute sind sehr zurückhaltend. Keiner bettelt, keiner versucht einem anzufassen, sie gehen einfach ihrer Arbeit nach. Welcher Stamm usw. habe ich schon wieder vergessen… Die Fischer bringen die Fische, die Frauen säubern und bereiten sie für den Transport zu. Von grossen Fischen bis zu den kleinen, die wir in Kenia Omena nennen. Letztere werden an der Sonne getrocknet und so verkauft. Motorräder sind auch hier das Transportmittel.

Fischerdorf1.jpg


Die Seidenreiher gehören hier zum Inventar

Fischerdorf2Seidenreiher.jpg


Wir spazieren etwas ins Dorf rein, doch viel gibt es hier nicht zu sehen. Die normalen kleinen Shops, Leute, die ihre Waren am Boden ausgebreitet haben. Am Seeufer ist mehr los. Da flicken sie ihre Netze und bereiten sich für den nächsten Fischfang vor.

Fischerdorf3.jpg


Fischerdorf4.jpg


Fischerdorf5.jpg


Fischerdorf6-2.jpg


Fischerdorf7.jpg


Man achte auf die Schnabelform – Lachseeschwalbe / Gull-billed Tern

Gull-billedTern.jpg


Nach der Landung bei der Speke’s Bay Lodge singen die Ruderer ein Lied für uns. So nett! Die Tour war eine gute Erfahrung.

Fischerdorf8.jpg


Sikoyo ist schon da und begrüsst uns. Wir bekommen nochmals Kaffee und der schmeckt hier echt super! Zuckmücken hat es an vielen Seen. Sie beissen nicht, sondern sie fliegen einfach überall rein. Für die Vögel, wie den Riedweber ein gefundenes Fressen!

NorthernBrown-throatedWeaver3.jpg
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
zuletzt bearbeitet 08. Apr. 2023
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201410. Apr. 2023 ·
Alles Gepäck in Auto und los geht es zum Eingang zur Serengeti. Es weniger als 1 Stunde Fahrt und wir sind um 11.55 da. Sikoyo checkt ein und wir schauen uns um.

SerengetiEingang.jpg


Was entdeckt da mein hölzernes Glasauge am Autoreifen? Eine wunderschöne Jagdspinne auch Raubspinne genannt. Familie Pisauridae. Wer mich nicht vor 30 Jahren kannte, weiss nicht, dass ich eine Spinnenphobie bis zum Hyperventilieren hatte. Therapiert und gut ist. Ich wollte sie vom Auto wegjagen, aber sie ging hinter den Reifen. Das zu ihrem Schutz. Jagdspinnen machen keine Netze, sondern jagen. Das Weibchen trägt den Eisack unten am Körper mit. Einige werden recht gross, sind aber harmlos.

Nursery-webSpiderSeite.jpg


Nursery-webSpider.jpg


Es hat junge Gnus! Aber das hier scheint ausser Fahrplan geboren zu sein, dh. Schon etwas älter. Normalerweise gebären sie von Mitte Februar 3 Wochen lang synchronisiert.

Gnujung1.jpg


Ein junger Elefantenbulle beim Trinken – toll, dass es hier genug Wasser hat.

Elefantenbulle beim Trinken ↗



Weiter geht es durch die weite Ebene zur Serena Kirawira Lodge. Wir sind die einzigen Gäste und bekommen leckeres Mittagessen. Die Zeltlodge liegt auf einem Hügel und ist zu gewissen Zeiten sehr interessant für die Gnuwanderung.

KirawiraSchild.jpg


KirawiraAussicht1.jpg


KirawiraAussicht2.jpg


Wir sind kaum von der Lodge weg – Löwen! Da wuseln 10 Löwchen rum. Leider etwas im zu hohen Gras. Entdecken konnten wir nur 2 Löwinnen. Die eine war mit den Jungen, die andere lag etwas abseits in einem Busch, gesellte sich dann aber auch zu der Jungschar.

Loewenfamilie1.jpg


Loewenfamilie2.jpg


Loewenfamilie3.jpg


Loewenfamilie4.jpg


Loewenfamilie5.jpg


Nach 10 Minuten erspähen wir eine Löwin, die einen jungen Büffel gerissen hat.

LoewinmitRiss1.jpg


LoewinmitRiss2.jpg
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
zuletzt bearbeitet 10. Apr. 2023
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201410. Apr. 2023 ·
Ich will die Stelle am Grumeti Fluss sehen, wo früher eine Hängebrücke war. Nun kann man nur noch bis ans Ufer fahren. Der Grumeti Fluss ist bekannt für seine riesigen Nilkrokodile. Auch hier müssen die Gnus und Zebras auf ihrer Wanderung durch. Das Schauspiel, wenn diese Brocken ein Tier erwischen – es brodelt nur. Ich durfte das vor ganz vielen Jahren mal erleben.

GrumetiRiver1.jpg


Ein Graureiher hat grade einen kleinen Fisch gefangen

GrumetiGreyHeron.jpg


Da liegt was weissliches, komisches am Ufer und bewegt sich. Wir erkennen es als Nilpferdschädel und die Krokodile reissen noch die letzten Fetzen ab. Es sieht total ulkig aus, wie der Kopf sich dreht und wendet

GrumetiRiver2.jpg


GrumetiRiver4.jpg


GrumetiRiver5.jpg


Es hat aber auch lebendige Hippos hier

GrumetiRiver6Hippo.jpg


Das sind die kleineren Exemplare

GrumetiRiver3.jpg


Und die schon recht stattlichen Krokodile. Wir haben nicht gezählt, wieviele Kroks hier waren, aber es waren etliche

GrumetiRiver7Hippo.jpg


Ein Elefant geht komisch und die nächsten beiden Bilder sind nicht schön! Sikoyo hat jemanden angerufen und es gemeldet. Leider haben wir keine Rückmeldung erhalten. Der Anblick ging mir noch lange nach, er tat mir so leid....

ElefantmitSchlinge1.jpg


ElefantmitSchlinge2.jpg


Es ist schon fast 18.00 Uhr und da begegnen wir dieser Gepardin

Gepardin1-2.jpg


Gepardin2-2.jpg


Gepardin3-2.jpg


Das Camp gehört in die Luxusgruppe Wellworth, Ole Serai Turner Springs. Sikoyo war auch noch nie hier. Doch dank der guten Beschilderung finden wir es ohne Umweg. Einige Ketten mieten private Campsites permanent und errichten grosse Luxuszelte. Wir werden sehr nett empfangen, zu unseren Zelten gebracht und bekamen ein tolles Abendessen.
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201413. Apr. 2023 ·
27.1. Herr Kunde und ich frühstücken früh und gehen auf Pirsch. Die Terrasse liegt toll. Sie haben eine Maasai Manyatta nachgeahmt. Der Blick in die Weite tut gut. Der kleine Fluss, der am Camp entlang führt ist leider nicht einsehbar. Etwa 2 Zelte, davon meins, stehen recht nah an diesem Flüsschen. Es geht nicht um Angst, sondern man kann echt nicht sehen, ob Löwen nahe sind. Gehört haben wir sie. Ich habs dem Manager und auch später dem Reservierungsbuero mitgeteilt. Die Buschböcke, die sich da verborgen hielten, tun nichts, aber der Leopard eventuell, der diese zum Fressen gerne hat.

OleSerai1.jpg


OleSerai2.jpg


Die Morgenpirschfahrt verläuft sehr ruhig. Ein paar Vögel und schlechte Aufnahmen, die ich Euch nicht zumuten möchte.
Frau Kundin hat in der Zwischenzeit organisiert, dass der flauschige Teppich aus dem Zelt kommt. Das durften sie bei mir dann auch gleich. Man sieht nicht, ob sich da ein Kleintier versteckt. Der Teppich ist dunkel und viel Licht ist nicht im Zelt.

Am Nachmittag sind wir alle im Auto und wir nähern uns dem Hippopool. Ein Hippo rennt und der Gegner hat sich schon im Graben versteckt. In einem Hippopool bewegt sich immer etwas. Wenn es auch nur die Schwänze sind, die Wasser über den Körper werfen.

Hipporennend.jpg


Hippopool1.jpg


Hippopool2.jpg


Ein Silberschnäpper posiert ganz nett

Silverbird.jpg


Herr Roetelfalke und Frau Turmfalke, die hier überwintern

Turmfalke(Falcot.tinnunculus),Maennchen.jpg


TurmfalkeWeibchen.jpg


Eine Hartlaubstrappe, natürlich ein Männchen zeigt uns seine Balzkünste

Hartlaubtrappe.jpg


Als wir nicht mehr weit von der Lodge entfernt und schon etwas spät dran sind, erspähen wir den Leoparden auf dem Termitenhügel

Leopardontermitemound.jpg


Eine warme Dusche, ein leckeres Abendessen und etliche Stunden guten Schlaf.

28.7. Es muss hier Perlkäuze geben und siehe da! Herr Kunde hat auch Freude, als ich ihm den Kauz zeigte. Sie kommen da vor, wo viele Akazienarten stehen.

Perlkautz.jpg


Wir fahren los und erblicken ein Pärchen Akazienadler. Auch die leben gerne in Akaziensavannen. Man sieht also wie wichtig Akazien für viele Tierarten von gross bis klein sind.

Akazienadler.jpg


Die Graubürzelsinghabichte sind nicht so weit verbreitet wie der östliche Weissbürzelsinghabicht. Teile der Masai Mara und die Serengeti sind gute Gebiete diesem zu begegnen.

Graubürzelsinghabicht.jpg


Sie heisst Strohwitwe weil der Schwanz so aussieht wie wenn er aus Stroh wäre. Es sind Brutparasiten und zur Nichtbrutzeit sieht das Männchen aus wie ein Spatz

Straw-tailedWhydah-2.jpg


Zebramangusten sind einfach niedlich…

Zebramangusten1.jpg


Man schaue mal genau hin, wie scharfkantig die Zähne sind. Sie dienen nicht dem Fressen, sondern dem Kampf und der Herstellung der Rangordnung. Zudem auch der Verteidigung gegen Grosskatzen und Krokodile. Besser man respektiert Nilpferde, denn es gibt immer wieder Unfälle, verursacht durch Nichtwissen oder Respektlosigkeit.

HippoZaehne.jpg


Tansania hat im Gegensatz zu Kenia nur eine Giraffenart, die Maasai Giraffe

MaasaiGiraffe.jpg


Vor vielen Millionen Jahren, als tektonische Verschiebungen stattfanden, Vulkane aktiv waren, wurde Urgestein hochgedrückt. Wind, Regen, Sonne, Temperaturunterschiede haben die Felsen geformt. In den Ritzen finden Pflanzen Wasser und etwas Erde. Somit können vor allem Feigenbäume und Kandelbereuphorbien gedeihen. Es ist auch ein Biotop in dem sich Afrikanische Wildkatzen, andere kleine Tiere, Leoparden zu hause fühlen können. Gelegen nutzen Löwen die Inselberge, wie sie auch genannt werden, als Aussichtspunkt.

Kopje1.jpg


Kopje2.jpg


Kopje3.jpg


Die Sonne geht schon fast unter, als wir im Camp ankommen

OleSerai3.jpg


OleSeraiSonnenuntergang.jpg


29.1. Ein Akaziensänger posiert einfach zu herrlich. Akazien werden von Raupen und anderen Insekten geliebt. Wir Ihr schon gemerkt habt, ich lege einiges Gewicht auf Akazien und das Warum kommt noch.

Akaziensaenger.jpg


Nach dem Frühstück heisst es Abschied nehmen und Richtung Nordem zum Klein’s Camp Ausgang fahren.

OleSeraiAbschied.jpg


Wir fahren zwar zügig, denn der Weg ist lang, doch für Klippspringer, die sich in der Sonne aufwärmen, halten wir schon

Klippspringer-2.jpg


Nicht grade fotogen, wenn man im Schatten im hohen Gras liegt…

Loewenmaenner.jpg


Serengeti stammt von dem Maasai Wort “Sirenget” ab, was endlose Weite bedeutet. Blick vom Lobo Gebiet, wo man auch bis in die Masai Mara sehen kann. Wir sind also nicht weit von der Grenze zu Kenia entfernt.

SerengetiEbene.jpg


Tansania schaffen sie es, gemütliche Picknickplätze mit sauberen Toiletten, Sonnenschirmen, Tisch und Bänke zu unterhalten. In Kenia klappt das nicht. Bei vielen Parkeingängen sind Schädel ausgestellt. Sehr lehrreich! Könnt mal versuchen, die zu bestimmen

Klein'sGate.jpg


Klein'sGateSchaedel.jpg


Hipposchaedel.jpg


So nun gibt es einen Unterbruch. Am Samstag fliege ich nach Watamu. Schlangenkurs und andere Ausflüge, je nach Wetter. Den Rückflug habe ich noch nicht gebucht….
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
zuletzt bearbeitet 14. Apr. 2023
1’366 Beiträge · seit 201113. Apr. 2023 ·
Immer wieder schön, deinen Berichten zu folgen. Das inspiriert für neue Safaris 🙂
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201414. Apr. 2023 ·
Hallo Thomas

das hat wohl was. Mich fordern einige, neues zu bringen und zu erforschen.... mal sehen, was ich an der Kueste alles anstellen werde...

Liebe Gruesse - heute sehr viel Regen
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
1’366 Beiträge · seit 201114. Apr. 2023 ·
Bushtruckers schrieb:Hallo Thomas

Liebe Gruesse - heute sehr viel Regen
Elvira
Meinst Du mich? 😄 🤩
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201414. Apr. 2023 ·
Ja, entschuldige Thorsten... 🤨 😎
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201418. Juni 2023 ·
29.1. Wir waren am Klein’s Gate und nun geht es auf guten Strassen, teils sogar Teer zu einem Dorf, von dem ich den Namen vergessen habe. Hier essen wir unser gepacktes Mittagessen und trinken was. Weiterhin auf guten Strassen geht es zum Natron See. Man sieht die Stromleitung, Fortschritt kommt rein, was leider für Naturschutz meist nicht das beste ist.

LakeNatron1.jpg


Dies sieht etwas aus wie in der Oldupai Schlucht. Erosion hat die verschiedenen Gesteins/Ablagerungsschichten frei gelegt.

Gesteinsschichten1.jpg


Dies an einer anderen Stelle. Vulkanasche ist weich und da haben Wasser und Wind ein leichtes Spiel. Wir sind schon unter dem Einfluss des Ol Doinyo Lengai oder Oldonyo Lengai.

Gesteinsschichten2.jpg


Gesteinsschichten3.jpg


Und hier ist er vor uns, der Berg auf dem oben der Gott der Maasai ist. Es ist auch der einzige Vulkan in der Welt, der Natrokarbonatit- Lava (Na2CO3) produziert. Diese Lavaart ist schon bei niedriger Temperatur 490 – 590 Grad C flüssig und wird, wenn sie erstarrt hellbeige. Der Vulkan hat 2 Krater und man kann auch hochspazieren. Er ist noch voll aktiv und spukt gelegentlich oder verursacht leichte Beben.

OlDoinyoLengai1.jpg


Wir werden von den Maasai im Halisi Camp nett begrüsst. Die Zelte sind ok, einfach, aber gut. Sogar Chemietoiletten haben sie. Nun das Mittagessen ist spärlich. Am Nachmittag ruft mich die Kundin, ich soll mal kommen. Sie hat das Camp inspiziert, da sie wegen Allergien sehr stark auf Bakterien reagiert. Mmmmhhhh – es ist zu viel! Und das heisst, ich sage entweder räumt Ihr auf oder wir ziehen aus. Wir schauen uns auch das Nachbarcamp an – hier ist es noch schlimmer – es wird im Essaal unter lausigen hygienischen Bedingungen gekocht. Also besser bleiben und Ordnung schaffen.

Sie stellen in einem Krug Trinkwasser zum Essen hin. Als ich frage, wie das Wasser behandelt wurde, hiess es Katadyn. Wer den nicht kennt, es ist ein CH Produkt und WHO als der Filter für die Tropen empfohlen. Ich habe einen 2-Weg seit 24 Jahren im Haus und ist super. Ich will den Filter sehen. Gut, von aussen ist er ok. Aufmachen und da trifft mich fast der Schlag! Das Cheramikelement ist gebrochen und bis unters Minimum abgenutzt vom Reinigen. Ich hätte ihm den Filter am liebsten um den Kopf gehauen. Gut, das Wasser kommt vom Ngare Sero Fluss weit oben und die Chancen von Fäkalien drin, sind klein. Dennoch. Also Sikoyo, bringt uns Mineralwasser aus dem Auto. Die Besitzer sind telefonisch nicht erreichbar, die Maasai etwas bleicher geworden. Bei den Sodas und Bieren, die wir literweise in uns rein giessen, kann ja nichts passieren und die sind nun auch kalt geworden. Die Maasai meinten, sie kennen so ein Filtersystem nicht. Glaube ich ihnen auch. Aber wo sind die Besitzer / Management?

Klar muss ich am Nachmittag Vögel suchen. Trotz der Hitze und immer im Schatten der Bäume stehend.

Der Schwarzkopfbartvogel ist ein typischer Trockensavannenbewohner und liebt Akazien.

Black-throatedBarbet-2.jpg


Man sieht Oldonyo Lengai sogar vom Camp aus!

OlDoinyoLengai2.jpg


Aerva javanica gehört in die Familie der Fuchsschwanzgewächse – Amaranthaceae

Aervajavonica.jpg


Das Camp liegt echt toll, unter Akazien, mit einem Fels daneben. Wohingegen das Nachbarcamp viele exotische Bäume, darunter auch solche, die sich gefährlich schnell vermehren gepflanzt hatten. Die Besitzerin ist eine Weisse, er ein Maasai.

HalisiLakeNatronCamp.jpg


Das Abendessen haben wir nach unserem Geschmack vorbestellt und vorher auch nochmals die Küche und so inspiziert. Sie haben sich echt Mühe gegeben und das sagen wir ihnen auch.

Es ist recht heiss zum Schlafen, doch eine leichte Brise zieht durchs Zelt.
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201419. Juni 2023 ·
Schoen Dich dabei zu haben Carsten.

Tja, wenn man immer auf Urlaub ist, hat man keine Zeit im Forum zu sein 😄 aber ich bin ja auch ganz arg hintennach.....

Also viel Spass und herzlich willkommen
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201420. Juni 2023 ·
30.1. Vor 6 Uhr gibt es einen Kaffee und ein paar Keckse. Herr Kunde, Maasai Guide, Sikoyo und ich fahren zum See. Es ist noch dunkel. Die Sonne kommt hinter dem Mlima Gelai hoch. Der Gelai ist ebenfalls ein Vulkan und mit 2.942 m minim niedriger als Oldonyo Lengai. Auch hat er eine “normale” Lavazusammensetzung. Es ist nun 06.40.

Gelai1.jpg


Die Zebras und der Rand des Grossen Grabenbruchs haben noch kein Licht drauf. Wir sind nun zu Fuss unterwegs. Man hüte sich, auf die grünen Stellen mit dem Auto zu fahren. Da sackt man toll ein. Das ist uns am Natron See passiert, als wir von der Kenia Seite her einfuhren. Die Männer mussten wirklich arbeiten, um den Landcruiser wieder raus zu bekommen. Unser Maasai Guide, ein älterer Mann, der sehr gut Englisch spricht, warnt uns auch, dass wir schauen sollen, wo wir hintreten….

ZebrasGrabenbruch.jpg


MaasaiGuide.jpg


Es ist 7 Uhr und das Licht ist noch recht fade. Doch besser auf das Licht warten, wie es verpassen. Es wird hier sehr schnell heiss und die Luft flimmert dann. Der Natron See ist nach wie vor der einzige bekannte Brutort der Zwergflamingos. Sie brüten weit im See drin, wo keine Fressfeinde hinkommen. Die Nester sind aus dem Sodaschlamm gebaut. Etwas erhöht mit einer Mulde.

Zwergflamingos1.jpg


Zwergflamingos2.jpg


Langsam kommt Licht auf den Oldonyo Lengai. Es ist nun 7.04

OlDoinyoLengai3.jpg


Der hohe Berg im Hintergrund ist der Shompole in Kenia. Dort hat es ein recht interessantes Schutzgebiet und eine tolle Lodge. Wir waren vor vielen Jahren dort, um Vögel zu registrieren. Ueber die Grenze kann man hier nicht legal.

ShompoleMountain.jpg


Es ist einfach ein Traum den Flamingos zuzuschauen, sie zu hören und zu erleben, wie immer mehr Licht rein kommt (07.11)

Zwergflamingos3.jpg


Gelai um 07.15 und Zwergflamingos um 07.16 und wieder Gelai um 07.19

Gelai2.jpg


Zwergflamingos4.jpg


Gelai3.jpg


Zwergflamingos5.jpg


Flamingos am Natron See ↗



Auch Seidenreiher kommen hier vor. Leider finde ich den kleinen Rotbandregenpfeifer nicht, der am Natron See vorkommt.

LittleEgret-2.jpg


Während ich die Kapenten aufnehme, ist unser Maasai Guide dran, sich zu säubern. Er sank recht tief in den Schlamm ein. Wir schafften es ohne.

Capeteal.jpg


Es geht die kurze Distanz zurück ins Camp. Nun gibt es auch Eier und Brot, wie auch Kaffee zum Frühstück.
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201425. Juni 2023 ·
Es ist erst 8 Uhr und einige Vögel sind noch aktiv, wie z.B. das Kaptäubchen.

NamaquaDove.jpg


Plaudern, viele Sodas runterschütten und etwas zu Mittag essen.
Bei der Küche sind die Gelbscheitelweber / Village Weaver / Ploceus cucullatus bohndorffi (Diskussion auf FB ist nun mit den widersprüchlichen Angaben zu den Unterarten/Gattung eröffnet) am brüten. Angenehm, ich kann im Schatten stehen. Es ist immer noch heiss um 16.30. Es hat hier eine Pflanze, die ganz kleine, aber ekelhaft spitzige Samen produziert. Diese stecken in der Schuhsohle und man trägt sie ganz leicht ins Zelt. Aua, wenn man barfuss drauf tritt.

VillageWeaver-Ploceuscucullatusbohndorffi1.jpg


VillageWeaver-Ploceuscucullatusbohndorffifemale.jpg


Oldonyo Lengai um 17.00 Uhr vom Camp aus

OlDoinyoLengai4.jpg


Sikoyo fährt uns alle 3 und den Maasai Guide zu den 120.000 Jahre alten Fussabdrücken. Nun klar sagt uns unser Guide, dass da Maasai mit ihren Kühen und Eseln durchzogen. Nun, zeitmässig kann das gar nicht sein. Rinder wurden vor ca. 10.000 Jahren in Indien domestiziert. Das Ursprungstier war der Auerochse. Esel wurden vor ca. 7.000 Jahren in Ostafrika und im Horn von Afrika gezähmt. Der Afrikanische Wildesel, angepasst an ein Leben unter harten Bedingungen in der Wüste, wurde zum genügsamen Arbeitstier.

Footprints1.jpg


Footprints2.jpg


Footprints3.jpg


Am Abend bereiten die Maasai Ziege am Feuer zu. Wir bekommen auch etwas davon ab. Doch dies war leider die zäheste, die ich je in Maasai Land gegessen hatte. Vielleicht hängt es auch mit der Dürre zusammen oder sie haben das älteste Tier gesucht und gefunden. Ich kanns essen, Besucher können das nicht. Ich habe schon Ziege bei Maasais gegessen und das war die reinste Leckerei!

ZiegeamFeuer.jpg


Die Maasai hatten gesagt, um die Zeit (Dürre) gäbe es keine Skorpione an der Oberfläche. Na ja, ich glaube schon lange nicht mehr alles…. Denn das ist ein Skorpion vor meinem Zelt auf der Veranda. Klein, aber der Stich würde wohl einfach weh tun. Da er aber einen dicken Schwanz und kleine Scheren hat, wäre es wirklich aua. Hottentota eminii aus der grössten Skorpionfamilie Buthidae und in der Familie hat es einige, die ein recht starkes Gift haben. Deshalb gehe ich nie barfuss und ohne Licht…

Hottentottaeminii-2.jpg


Die hier oben an der Dusche, die übrigens auch gut funktioniert, ist harmlos. Zitterspinne.

DaddyLong-leg.jpg


31.1. Etwas zum Frühstück und los geht es kurz nach 8. Hier der Oldonyo Lengai von anderen Winkeln – ich finde den Vulkan total interessant, was man wohl auch merkt

OlDoinyoLengai5.jpg


OlDoinyoLengai6.jpg


Wir kommen am Meteoritenkrater an und klar müssen wir da rein schauen. Auf Kisuaheli heisst es “Shimo la Mungu” die Höhle oder Loch Gottes.

Meteoritenkrater1.jpg


Meteoritenkrater2.jpg


Auf dem Rand des Meteoritenkraters sticht mir eine Blüte ins Auge. Maerua decumbens. Sie gehören in die Kapernfamilie und die Maasai Frauen, die hier versuchen ihre Waren zu verkaufen, erklären uns auch, dass die Kinder die Früchte essen. Ameisen und Schmetterlinge holen Nektar aus den Blüten.

Maeruadecumbens.jpg


MaeruadecumbensFrucht.jpg


Mein Garten ist voll mit Aloen und leider sind die Samen an einer Stelle, die mir zu gefährlich scheint da hinzugehen. Ich hätte die gerne gehabt. Wahrscheinlich ist es Aloe secundiflora. So nebenbei, Kenia hat etwa 60 Aloe Arten, einige davon sogar giftig. Tansania hat etwa 46 Arten.

Aloesecundiflora1.jpg


Aloesecundiflora2.jpg


Weiter geht es auf der mittlerweile gut erhaltenen Naturstrasse nach Mto wa Mbu – Mückenfluss. So viele Haushalte in Afrika haben keinen Wasseranschluss. Also muss man Wasser holen. Hier hat es einen Brunnen, von sie Wasser bekommen. Wie sauber es ist…. Und um es abzukochen, wird wieder Holz verbraucht…. Man sieht auch wie brutal die Ohren der Esel zerschnitten sind, um sie zu markieren.

EselmitWasserkanister.jpg


Wir gehen auf den Markt in Mto wa Mbu, nur schon um rote Bananen zu kaufen. Und da es hier tolle Tücher hat, kaufen wir Frauen je eins ein. Die Männer dürfen im Auto bleiben.
Es hat eine neue Tankstelle mit Restaurant. Sikoyo hat recht, der Kaffee ist hier super lecker! Und was findet mein hölzernes Glasauge in der Toilette – Nairobi eye oder Nairobi fly. Ein Käfer, der, wenn man ihn drückt Säure ausfliessen lässt und diese verursacht arge Verbrennungen. Sie sind nur knapp 1 cm lang und vor allem bei Regen unterwegs.

Nairobifly-Paederuseximius.jpg


Die Strasse geht den Abhang des Grossen Grabenbruchs hoch und dann rechts weg auf Holperpiste zum Kirurumu Camp. Ich war viele Jahre nicht mehr hier, habe es aber in guter Erinnerung. Ich mehr als positiv überrascht – der reinste Dschungel mit so viel Leben. Die Begrüssund und das Personal ist sehr nett und hilfsbereit, Essen ist gut und die Zelte tip top.
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201426. Juni 2023 ·
Das Gepäck wird uns zu den Zelten gebracht und gleich geht es auch schon zum Essen. Aber nicht ohne vorher den orange-schwarzen Bischofsweber zu fotografieren. Ich merke erst jetzt zuhause bei genauerem Hinschauen, dass das eine neue Art ist. Und meine 3. Orange/schwarze Weberart vom Manyara Gebiet! Manyara ist übrigens ein Birder Hotspot. Da Reis und Sonnenblumen angepflanzt werden, finden etliche Vogelarten ein gutes Auskommen. Wohl nicht immer zur Freude der Farmer.

BlackBishop-Euplectesgierowiifriederichseni.jpg


Gleich neben dem Essplatz hat es einen Teich und eine Futterstelle für Vögel. Hart da ruhig zu sitzen und zu essen.

Variable Skink

VariableSkink-Trachylepisvaria.jpg


Herr Scharlachweber kommt und bastelt am Nest. Das Nest ist nicht fein gewoben wie bei vielen anderen Webern, sondern aus kleinen Zweigen.

Red-headedWeaver-2.jpg


Kleiner Honiganzeiger oder auch Nasenstreif Honiganzeiger. Kennt Ihr die Geschichten? Diese Vögel führen mit ihrem charakteristischen Ruf Honigdachse und Leute zu Bienenstöcken. Der Vogel muss immer etwas abbekommen, sei es Maden oder Waben. Er kann mit seinem speziellen Magen, Bienenwachs verdauen. Bekommt er nichts, so sagt der Glaube, wird er einem das nächste Mal zu einem Löwen oder einer schwarzen Mamba führen.

LesserHoneyguide.jpg


Blick auf den Manyara See vom Kirurumu Camp aus. Leider hat das Hochwasser dem Gelbrindenakazienwald recht geschadet und die Bäume, die noch nicht zum Kohle brennen abgehackt wurden, absterben lassen.

BlickaufManyaraSee.jpg


Das Abendessen wird vom Quaken der Frösche begleitet – Snoring Puddle Frog

SnoringPuddleFrogwithtadpoles.jpg


1.2. Wir können wünschen, was wir zum Frühstück möchten. Und schon hat es wieder Vögel…..

Gelbbrustbülbül

Yellow-belliedGreenbul-Chloricichlaflaviventriscentralis.jpg


Kurz vor 9 Uhr kommen wir beim Eingang zum Manyara Nationalpark an

HomeofTreeclimbingLions.jpg


Die Toiletten sind tip top – Picco wo Du dreckige gefunden hast? In einem Maasai Dorf vielleicht?

ToilettenamEingang.jpg


Die grossen Felsbrocken, die vor Jahren hier mit einem Bergsturz / Schlammlawine runter kamen, sind mittlerweile überwachsen.

Ob es was zum Naschen gibt? Manyara Meerkatze – sind eine eigene Art

ManyaraMonkey.jpg


Nun bin ich schon etwas schockiert! Das Hochwasser hat hier wirklich zugeschlagen. So viele tote Bäume und da wo wir früher gefahren sind, ist nun Wasser. Ist so ähnlich wie im Nakuru Nationalpark.

toteBaeume1.jpg


toteBaeume2.jpg


Jeder der riesigen Termitenhügel ist ein Kunstwerk für sich

Termitenhuegel2.jpg


Wir kommen an einen Ort, an dem es in der Schlammpfütze nur so von Schmetterlingen wimmelt. Sikoyo will weiterfahren, nein nein… wenden, so dass ich die auf meiner Seite habe. Zum Glück habe ich Leute im Auto, die geduldig sind und auch alles fasziniert.

Butterfly6-AfricanEmigrant.jpg


Als die Horde Olive Paviane kommt, schneit es Schmetterlinge. Manyara hat eine der höchsten Dichten an Olive Pavianen

OliveBaboonsbutterflies.jpg


OliveBaboonsbutterflies2-2.jpg



OliveBaboonsbutterflies3.jpg



Es ist schon fast 13.00 Uhr und wir erreichen die Picknickstelle. Der Steg, der mal raus führte, ist unter Wasser und verfallen. Es ist ja schon seit ein paar Jahren, dass der Wasserstand in den Seen im Grossen Grabenbruch enorm anstieg. Man sieht mal wieder – die einzige Konstante ist die Veränderung

PicnicMajiMotto.jpg


SignMajiMotto.jpg


StegMajiMoto.jpg


Und so ist es heute...


MajimotoStegunterWasser.jpg


Der steile Hang des Abbruches in den Grossen Grabenbruch. Weiter hoch geht es nach Karatu und ins Ngorongoro Gebiet

AbhangGreatRiftValley.jpg


Es gibt eine Stelle, wo man noch zum heissen Wasser kann. Hier wachsen Algen, die mit den Temperaturen zurecht kommen. Da es Minerale hat, nutzen auch hier Schmetterlinge die Gelegenheit. Heisse Quelle und Weibchen Diadem Schmetterling


HeisseQuellen1.jpg


HeisseQuellen2.jpg


Es ist toll hier auf den Steinen zu sitzen, auf Wasser und auf die Schmetterlinge zu schauen. Man sieht, wo der Steg war und darunter war alles mit warmem Wasser und Algen bedeckt

HeisseQuellen3.jpg


Das Bild freut mich sehr! One-pip Policeman - Coeliades anchises male. Er gehört zu den Dickkopffaltern

One-pipPoliceman-Coeliadesanchisesmale.jpg
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2023
2’400 Beiträge · seit 201126. Juni 2023 ·
Hallo Elvira,
als wir das letzte Mal im Manyara NP waren, standen wir natürlich auch auf dem Steg. Beeindruckend zu sehen, wie viel in der Zwischenzeit unter Wasser ist. Wir haben später den Manyara immer links (bzw. auf der Rückfahrt rechts 😗 ) liegen lassen wegen der eingeschränkten Game-drive Möglichkeiten.
Ein dickes Zwischendurch-Dankeschön für Deinen wie immer hochinformativen Bericht!
LG aus HH
Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
6’387 Beiträge · seit 201127. Juni 2023 ·
Hoi Elvira

Erstmal ein kleines Danke für Zwischendurch! 🙂
Bushtruckers schrieb:Die Toiletten sind tip top – Picco wo Du dreckige gefunden hast? In einem Maasai Dorf vielleicht?
In den Nationalparks, sei es im Tarangire, in der Serengeti, Am Ngorongoro, im Ruaha usw.
Glaub mir, es gibt Gründe weshalb ich jeweils mein Porta Potty dabei hatte...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1’589 Beiträge · seit 201427. Juni 2023 ·
@ Karsten - danke fuers Kompliment. Ich mag Manyara und das halt wegen den Vogelarten, aber ich hatte auch schon andere tolle Sichtungen - warts mal noch ab

@ Picco - also mit Dir komme ich nicht auf Safari, denn Du wuerdest mich zu dreckigen Toiletten fuehren. Ehrlich in Tansania hatte ich das noch nie, hingegen in Kenya ganz selten eine saubere

Liebe Gruesse aus dem Nieselregen
Evira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
1’366 Beiträge · seit 201127. Juni 2023 ·
Bushtruckers schrieb:@ Karsten - danke fuers Kompliment. Ich mag Manyara und das halt wegen den Vogelarten, aber ich hatte auch schon andere tolle Sichtungen - warts mal noch ab

Liebe Gruesse aus dem Nieselregen
Evira
Ich tippe mal auf Schlangen 😉
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
1’721 Beiträge · seit 201628. Juni 2023 ·
Hallo Elvira,

vielen Dank für die vielen interessanten und außergewöhnlichen Eindrücke! Ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass in Manyara der Wasserlevel so gestiegen ist. Wir waren vor vielen Jahren auch dort, nun dürfte es ganz anders aussehen...

Liebe Grüße,
Betti
Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick