THEMA: Tanapa Unterkünfte buchen
01 Dez 2020 11:37 #600193
  • Nadine3112
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  • Nadine3112 am 01 Dez 2020 11:37
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Hallo zusammen!

Wir sind seit gestern zurück von einem absolut wahnsinnig tollen Urlaub in Tansania! :laugh: Wir schweben noch auf Urlaubswolke 7! Aber verschweigen will ich nicht, dass es auch durchaus mal anstrengend war. Wir bereuen keinesfalls, selbstgefahren zu sein - ganz im Gegenteil - aber es war streckenweise seeeehr nass! :unsure: Und das war wirklich kein großes Vergnügen. Nun sind wir deutlich schlamm- und schlittererfahrener als vorher. :laugh: Wenn das die "kleine" Regenzeit war, dann will ich die richtige Regenzeit nun wirklich nicht erleben.

Hinflug mit KLM war entspannt, aber die Eco war wirklich ziemlich gut ausgelastet! So etwa 2/3 alle Plätze waren belegt und in der Business waren alle Plätze belegt (First gibt es bei KLM nicht). Auf dem Rückflug war der Flug nicht ganz so gut ausgelastet, sodass wir uns sogar zum ersten Mal ein Upgrade in die Business gegönnt haben, da der Preis wirklich in Ordnung war.

Vor Ort kamen wir an in einem sintflutartigen Regen! Die haben sogar für die paar Meter vom Flugzeug zum Terminal Busse organisiert und schon durch die 2 Meter bis zum Bus war man bis auf die Knochen nass! Das kann ja was werden, dachten wir. :laugh: Einreise vollkommen unkompliziert, an Board eine Health Surveillance Form ausgefüllt, das Einreiseformular; beides abgegeben und Fieber gemessen, Frage nach Beruf beantwortet, das war's! Visum hatten wir schon in elektronischer Form vorher gemacht. Am nächsten Tag haben wir dann in aller Ruhe das Auto übernommen und haben von Shaw Safaris eine super Übergabe bekommen! High Jack wurde sogar einmal komplett demonstriert. Der Landrover Defender von 1997 hat wirklich alles, was man braucht. Kompressor, Schaufel, High Jack und einen "normalen" Jack für die Hinterreifen, Ersatzreifen, Werkzeuge, die nötigsten Ersatzteile, Abschleppgurte, Ersatzkanister mit 20l, alle möglichen Ersatzflüssigkeiten, Reifenreparaturset, Kleinigkeiten wie Panzerband, Kabelbinder, 1. Hilfe-Set, GPS mit Tracks4Africa, Handy mit 2 Sim-Karten, abschließbarer Safe, 2. Batterie mit Kühlschrank. Zum Glück haben wir bis auf den Safe fast nichts davon gebraucht. Einmal mussten wir Öl auffüllen und einmal die Reifen etwas aufpumpen, das war's.

Der Arusha NP hat uns gut gefallen und war als Einstieg ideal! Am nächsten Tag ging es dann auf die Migombani Campsite, die wir nur so mittel fanden. Das Zelt war super, die Anlage wirklich toll, der Pool ist klasse, Essen ok, aber es war wahnsinnig laut und wir hatten das Gefühl, am Ballermann zu sein. :dry: Es steht und fällt wohl mit dem Publikum, das gerade dort ist. Lake Manyara war ganz schön, aber bedingt durch den wahnsinnig hohen Wasserstand konnten wir keinen River Loop fahren. Alles überschwemmt. :ohmy: Daher auch keine Wasservögel oder Hippos dort gesehen.

Dann weiter zum Abenteuer Lake Natron! Die Fahrt war ja noch ok, nur nerviges Washboard, die Strecke war zum Glück sehr trocken. Bei Nässe sicher kein Vergnügen, da hatten wir Glück! Die Landschaft hat uns in der 2. Hälfte der Fahrt wirklich umgehauen! :silly: So hatten wir uns eher die Serengeti vorgestellt mit diesen unendlichen Weiten! Und Tiere ohne Ende! Riesige Gnuherden, Zebras, viele Riesentrappen, Sekretäre ... So viele Tiere hatten wir überhaupt nicht erwartet. Mussten ständig anhalten :lol: und sind dementsprechen ewig unterwegs gewesen. Kontrollen gab es entlang der Strecke übrigens keine einzige.

Bei Lake Natron waren wir 2 Nächte auf der Worldview Campsite (so la la). Wir waren von der Landschaft mehr als begeistert! Am See haben wir tausende Vögel gesehen (Flamingo, Pelikane, Marabus hauptsächlich) und sind mit einem Massai Guide zu den Giraffen gelaufen - das war der Wahnsinn! Außerdem sind wir zu den Wasserfällen gelaufen - auch mit Guide, hätte man aber auch gut ohne gefunden. Fanden wir auch total toll.

Dann die Horrorstrecke schlechthin! Über Wasso (bis dahin ging es noch) nach Lobo! Wir haben an dem Abend echt 3 Kreuze gemacht, als wir endlich da waren. Es war schlimm. :sick: Die Strecke war extrem nass, rutschig, matschig, schlammig und teilweise in so schlimmen Zustand, dass ich glaube, dass noch nicht mal die Esel da freiwillig langlaufen. Die Navigation war zum Glück nicht das Problem, das fanden wir recht easy. Als es dann einige Kilometer vor dem Gate auch noch anfing zu regenen und wir quasi zu Fuß schneller gewesen wären, hatten wir entgültig den Kaffee auf. Abends gegen 18 Uhr kamen wir nach fast 11 Stunden Fahrt endlich an und die Jungs von der Lobo Wildlife Lodge staunten nicht schlecht, als wir da ohne Fahrer mit einem vollkommen verschlammten Auto im strömenden Regen auftauchten. :laugh: Die Gesichter werde ich so schnell nicht vergessen. Übrigens bekamen wir fast überall 3 Erfrischungstücher und 3 Begrüßungsgetränke gereicht. Das 3. für den Fahrer. :laugh:

In der Lobo Wildlife Lodge (klasse, aber wenn sie voll ist, definitiv zu rummelig) waren wir die einzigen Gäste seit einer seeeehr langen Zeit. Die Jungs freuten sich über neue Gesichter und mussten erst mal den Strom im Gebäude einschalten :lol: und das Wasser einstellen. Interessantes Erlebnis. Der Blick vom Pooldeck ist der Hammer! Gleich bei unserer Ankunft unten Löwen gesehen.

Die Gegend um Lobo fanden wir wahnsinnig schön! Landschaftlich viel schöner, als die zentrale Serengeti rund um Seronera. Die Tiersichtungen waren auch nicht von schlechten Eltern! Wir wurden in der Lodge allerdings gleich gewarnt: hier oben ist kein Schwein unterwegs (stimmt!) und daher sollten wir möglichst keine Loops fahren, da niemand dort ist, der uns helfen könnte, wenn wir liegen bleiben. Wir waren hier oben insgesamt 2 Game Driver gesehen, das war's. Wir sind mal vorsichtig in ein paar Loops reingefahren, aber sobald es nass (und damit glatt wie Schmierseife wurde), sind wir wieder rausgefahren. Schade, dass es hier so extrem nass war, aber es hat uns trotzdem mega gefallen.

Dann zum Sound of Silence Camp in der zentralen Serengeti. DER HAMMER! Mit Abstand das schönste Tented Camp, in dem wir jemals waren! Luxus pur zum fairen Preis! Der Nachteil: man braucht 1 - 1 1/2 Stunden, um bis nach Seronera zu kommen. Direkt um das Camp herum gibt es im Moment viel Tsetses (die nackte Hölle die Viecher).
Die Gegend um Seronera hat bei den Game Drives nicht enttäuscht, hat uns gut gefallen! Löwen haben wir mindestens 1x pro Tag - eher 2 - 3x pro Tag gesehen. Wir hatten eine hammermäßige Geparden-Sichtung (direkt neben unserem Auto für uns alleine), wir haben riesige Gnu-Herden gesehen, aber die Leoparden wollten sich uns nicht so richtig zeigen. Es war extrem grün, das Gras war extrem hoch, die leofreundlichen Bäume waren extrem dicht, man konnte kaum hereinsehen.

Dann die Fahrt nach Ngorongoro! Wieso sagt mir hier eigentlich niemand, dass man dafür alleine 3 Tage einplanen sollte? :laugh: Kleiner Scherz, aber es gab soooo unfassbar viele Tiere auf der Strecke zu sehen, man kam gar nicht vom Fleck! Und dann erst die Landschaft je näher man Ngorongoro kommt. :ohmy: :ohmy: :ohmy: Neuseeland und Schottland haben ihre besten 10 % in eine Topf geschmissen und das kam heraus. Wahnsinn.

Ngorongoro hat uns landschaftlich komplett begeistert, von der Tiersichtungen her leicht enttäuscht. Kein Kill, keine Jagd, kaum Löwen. :unsure: Na ja, kann passieren, ist kein Zoo. Viele Pflanzenfresser, um die 20 - 25 Hyänen gesehen. Leider waren auch hier viele Straßen vom See geflutet, die Karten waren quasi nicht zu gebrauchen, da es viele Straßen nicht mehr gab und es stattdessen neue Straßen gab (man fuhr in der Navi-App also im Niemandsland). Hier - sowie auch in Seronera - war durchaus viel los! Auf dem Picknickplatz mittags standen so um die 20 Safarifahrzeuge mit Touris drin.

Da waren wir recht froh, dass wir in Tarangire wieder unsere Ruhe hatten. Der Park hat uns auch sehr gut gefallen und die Straßen waren super zu fahren. Ganz easy, keinerlei Schwierigkeiten. Selbst nach heftigen Regenfällen (und die hatten wir!) waren die Straßen noch gut zu fahren. Wir waren für 3 Nächte in der Tarangire Safari Lodge die einzigen Gäste. Dieser Blick vom Deck war der Knaller! 2x hatten wir Elefanten direkt (also wirklich DIREKT!) vor bzw. hinter unserem Zelt stehen.

Es ist wirlich beeindruckend gewesen, wie viel Aufwand die Tansanier in jeder Lodge für uns betrieben haben! Überall herausragend guter Service und selbst eine große Anlage wie die Lobo Wildlife Lodge wurde komplett nur für uns mit ca. 15 - 20 Angestellten sauber gehalten.

Polizeikontrollen hatten wir insgesamt 5. An 2 wurden wir gleich durchgewunken und bei den anderen 3 wurde uns "have a nice day" gewünscht, als wir uns als Touris zu erkennen gaben. Shaw Safaris meinte, die haben wohl die Ansage bekommen, zu den (wenigen) Touristen nett zu sein.

Wir sind insgesamt total froh, dass wir die Tour gemacht haben, vor allem zu dieser Zeit. Ok, es hätte trockener sein dürfen. :laugh: Aber so wunderbar ruhig werden wir es nie wieder erleben können. Selbst zu fahren können wir zumindest im Northern Circuit nur empfehlen. Wir konnten keinen wirklichen Grund dafür sehen, warum man das nicht tun sollte - vorausgesetzt man hat etwas 4x4-Erfahrung und informiert sich gut im Voraus über die Permits, Strecken, etc. und plant keine zu weiten Strecken ein.
Letzte Änderung: 01 Dez 2020 11:44 von Nadine3112.
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