THEMA: Selbstfahrer: Nothern Circuit und Zanzibar
14 Aug 2014 18:18 #349754
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  • UDi am 14 Aug 2014 18:18
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Hallo Daniel,

ich freu mich auch über deinen informativen Bericht und bin froh über die Tipps, die man auf diese Weise von den Tansania-Erfahrenen bekommen kann. So ist die Info über das Trinkgeld Gold wert, ich habe schon ordentlich Dollar gebunkert, weil ich dachte, die würden besonders geschätzt. Hast du einen Richtwert, wie hoch das Trinkgeld für das Lodgepersonal sein sollte (Koffer tragen, Service an der Bar, Bedienungspersonal, Zimmerservice..) Wir fahren im Oktober zum ersten Mal nach Tansania. Es ist also absolutes Neuland für uns.

Bin gespannt auf die nächsten Berichte :) :) und herzlichen Dank!
Ute
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14 Aug 2014 20:05 #349774
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  • Butterblume am 14 Aug 2014 20:05
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Hallo Ute,

es ist sinnvoll bei Abreise einen Betrag X für das gesamte Lodgepersonal in die Tipbox zu geben. Denn hinter den Kulissen arbeiten so viele fleißige Helferlein für euer Wohlbefinden, dass es einfach unfair ist, wenn diese leer ausgehen.

Für kleine Gefallen während der Reise waren in den mesiten Fällen 1.000 TSh angemessen.

Herzliche Grüße und viel Freude auf der Tour
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

www.butterblume-in-afrika.de
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15 Aug 2014 01:12 #349801
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  • Gawan am 15 Aug 2014 01:12
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Tag 3 Arusha NP

Während der Nacht weckten mich aufs Zelt prasselnde Regentropfen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Bisher hatte ich noch nie Regen erlebt in Afrika. Wir hatten doch gar keine Regensachen dabei. Während mir dies so durch den Kopf ging bemerkte ich plötzlich, dass meine Füsse langsam nass wurden. Ich Dödel hielt es nicht für nötig das Vorzelt zu spannen und nun lief das Regenwasser langsam ins Dachzelt. Da ich rasch aufgewacht bin liess sich das Problem schnell beheben und nachdem ich auch noch unsere Schuhe in Sicherheit brachte schlief ich rasch wieder ein.

Im Morgengrauen wachte ich auf und stellte zu meiner Erleichterung fast, dass es nicht mehr regnete. Ich vernahm nun merkwürdige Geräusche, welche mich an ein Gurren oder ein tieffrequentes Quaken von Fröschen erinnerte. Ich spähte deshalb vom Zelt aus ins Freie und bemerkte ein Rudel von 8 - 10 Pavianen das sich auf der Campsite breit machte und sich an den im Gras liegenden Resten unseres Abendessens gütlich tat. Von ihnen ging das Geräsch jedoch nicht aus.
Waren es Vögel ? Oder Kröten ? Ich hatte dieses seltsame Geräusch noch nie gehört. Es hallte weitehin von allen Seiten über die Campsite.

Die Paviane waren sehr scheu machten sich gleich aus dem Staub als die Stimmen der Anderen ertönten die nun auch langsam aus ihren Federn krochen.



Die Sanitäranlagen waren ganz in Ordnung und sehr sauber. Auf dem Herrenklo hat es eine Toilettenschüssel mit Ring ein separates Pissoir, eine Dusche ohne Brause (d.h. es schaut nur noch die Leitung aus der Decke) sowie ein Lavabo; beide nur mit Kaltwasser. Im Frauenklo gibt es eine Toilettenschüssel, eine Dusche mit Brause und ein Lavabo. Es hat keine Spiegel.

Die Türen der Häuschen sind sehr gut verschlossen. Zuerst kommt eine mit je zwei schweren Vorhängeschlösser gesicherte Eisentür, dann eine verschlossen Eingangstür aus Holz und zum Schluss sind die Türen im inneren zur Toiletten- und Duschkabine ebenfalls verschlossen. Wundert euch deshalb nicht über die vielen verschiedenen Schlüssel die ihr kriegt.

Daneben steht noch ein separates Küchenhäuschen mit zwei Lavabos. Da wir den die Campsite für zwei Nächte gebucht haben, schlossen wir dort unser Campingmobiliar ein während wir auf „Safari“ gingen. Zum abwaschen wollten wir das Küchenhäuschen nicht mehr brauchen. Am Vorabend kam bereits nach etwa dem halben Abwasch nur noch eine braune Brühe aus dem Wasserhahn. Wir haben den Abwasch deshalb an die Lavabos in den Toilettenhäuschen verlegt.

Flüchtig geduscht und etwas unsauber rasiert trat ich an den Frühstücktisch. Es gab „rohes“ Toastbrot und Tortillas mit Butter, Marmelade und v.a. viel Kaffee (wir haben immer eine italienische Espressokanne dabei. Kaffee haben wir sicherheitshalber mitgenommen. Man hätte frischen Kaffee aber auch im Supermarkt bekommen).



Als ich nun im Freien stand fand ich heraus woher die seltsamen Geräusche kamen. Rund um unsere Campsite Nr 2 hatten nämlich mehrere Gruppen Colobusaffen ihr Revier aufgeschlagen und markierten mit ihrem seltsamen Geschrei wohl die Reviergrenzen. Mit ihrem auffälligen schwar-weissen Fell konnte man sie in den grünenn Baumkronen recht gut erkennen.



Der Himmel war noch sehr bedeckt und der Mount Meru verbarg sich in einer dichten Wolkenhülle. Wir beschlossen deshalb nicht auf den Berg zu fahren sondern stattdessen zu den Momela Lakes, dem Ngurdotu Krater und in die Serengeti Ndogu zu fahren.
Letzte Änderung: 15 Aug 2014 01:48 von Gawan.
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15 Aug 2014 01:27 #349802
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als erstes erspähten wir eine Diademmeerkatze



dann Zebras vor ungewöhnlich grünem Hintergrund

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15 Aug 2014 01:29 #349803
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Büffel

Wasserböcke und Giraffen
Letzte Änderung: 15 Aug 2014 10:36 von Gawan.
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15 Aug 2014 01:34 #349804
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Hier steh ich vor dem Little Momela Lake


Unterwegs trafen wir einige Safriautos mit Touristen und Driverguides. Die meisten Driverguides die wir trafen waren alle sehr nett und immer für einen Schwatz zu haben. Im Verlauf der Reise kamen wir ihnen immer näher, sodass wir bei den Gamedrives gegen Ende der Reise auch mal die Scheibe runterkurbelten wenn wir ein Safariauto kreuzen und uns nach Tiersichtungen erkundigten. Die meisten gaben breitwillig Auskunft. Allerdings war es nicht immer so einfach ihre Anweisungen zu verstehen.




Die Strasse auf den Kraterrand wurde gerade neu gemacht und wegen des feuchten Wetters etwas aufgeweicht. An einigen Stellen sind wir deshalb leicht festgefahren. Wir konnten so die Differenzialsperre und den Low-gear unseres Land Rovers ausprobieren: funktionierte tadellos.

Blick in den Ngordoto Krater



Da der Park recht klein war und Tiere im dichten Wald schwierig auszumachen waren kehrten wir schon am frühen Nachmittag zurück auf unsere Campsite. Das Wetter war inzwischen besser und wir konnten ein wenig chillen, die weiter Reise besprechen und in Ruhe das Abendessen zubereiten. Nach dem Eindunkeln sassen nur noch eine Weile am Feuer, liessen die Erlebnisse des Tages Revue passieren und freuten uns auf die weitere Reise.

Am nächsten Tag mussten wir nämlich früh aufstehen. In Arusha sollten die Vorräte noch einmal kräftig aufgestockt werden. Da es Probleme mit einer Sim-karte gab stand noch mal ein Besuch beim Airtelbüro auf dem Progamm. An den Fahrzeugen und dem Campingmaterial fanden wir noch kleine Mängel und wollten uns deshalb auch noch mit Nathan treffen um diese zu beheben. Anschliessend war die Fahrt zum Lake Manyara geplant.
Letzte Änderung: 15 Aug 2014 01:35 von Gawan.
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