THEMA: Reisebericht Tansania Nord Februar/März 2014
27 Apr 2014 08:59 #334829
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  • Butterblume am 27 Apr 2014 08:59
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Hi Annick,

schön, dass du dabei bist. Ich wünsche euch von ganzem Herzen bilderbuchmäßiges Wetter während eurer Tour! An Kenia denke ich mit Wehmut zurück: Keine Moskitos, keine Tsetses, eine fantastische Migration...

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

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27 Apr 2014 09:09 #334831
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  • casimodo am 27 Apr 2014 09:09
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Hallo Marina,

Du legst ja los wie die Feuerwehr B) Vielen Dank für Deine sehr detaillierten Schilderungen
Eurer Planungen. Wir haben eine solche oder eine ähnliche Reise auch im Kopf.

Der Anfang ist sehr vielversprechend. Ich bin sehr gerne weiter dabei :)

Viele Grüße
Casimodo
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27 Apr 2014 09:25 #334833
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Hoi zämä

@Annick und Carsten, rückt mal etwas zusammen, ich komm auch rein und brauch Platz für mein Porta Potty!!! :P

@Marina: Tststs...färst einfach ohne Vorwarnung los...tststs...aber jetzt bin ich dabei!!!

...und vieleicht versteh ich das falsch, aber 'qm' steht doch für Quadratmeter, sollte es nicht 'qkm' heissen?
Denn sooooo klein sind der Arusha-NP und der Lake Manyara-NP auch wieder nicht... ;)

Ist der Engel-Freezer der den ich Dir über die Womobox vermittelt habe?
Letzte Änderung: 27 Apr 2014 09:26 von picco.
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27 Apr 2014 09:32 #334836
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  • Erika am 27 Apr 2014 09:32
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Hallo Marina

Bin auch mit dabei! Am meisten bewundere ich deine vielen Vogel-Fotos. Unglaublich, was du in kurzer Zeit so vor die Linse gekriegt hast.

Du schriebst:
Da auch Erika und Toni sowie La Leona zur gleichen Zeit in Nordtansania unterwegs waren, hatte ich mir überlegt ein „Zeichen" zu setzen und hatte in Deutschland Aufkleber für Reserveradcover herstellen lassen. Dafür hatte Sikoyo nun über Nacht die Hüllen in Arusha in Auftrag gegeben und nun mussten sie noch in einer kleinen, lebhaften Seitenstraße beklebt werden.

Leider hat es mit einem Treffen nicht geklappt. Am 16. Februar, als ihr in Arusha ankamt, waren wir bereits in Malindi/Kenia. Wir mussten ja wegen dem Carnet bis Ende Januar aus Tansania raus. Das Geld für die Hülle ist aber sicher nicht rausgeschmissen, immerhin könnt ihr nun mit Recht behaupten, die zweitschönste Reifenhülle von ganz Tansania zu besitzen :laugh: .

Herzliche Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte:
1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa
www.namibia-forum.ch...ahren.html?start=120
2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle)
www.namibia-forum.ch...g-war-die-huelle.htm
2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania
www.namibia-forum.ch...n-mal-haesslich.html
2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania
www.namibia-forum.ch...-durch-tansania.html
2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia
www.namibia-forum.ch...rd-zum-alptraum.html
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27 Apr 2014 09:59 #334837
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20.02.2014 Ndutu Lodge, Ngorongoro Conservation Area, 152 km


Karte Manyara - Ndutu Lodge T4Africa

Irgendwann in der Nacht hat sich ein schöner Tropenregen über uns ergossen. Das hieß dann für Jochen: nasses Zelt abbauen und verstauen...

Bei Steffi und Andi hat´s eine leichte Überschwemmung gegeben.

Dafür war das von Prosper und Jessica gezauberte Frühstück mit Pancake, Eiern, Schinken und Speck, Marmelade sehr lecker.

Nachdem alle Utensilien in den Wagen verstaut waren quälten wir uns gegen 09:00 Uhr das Escarpment hinauf um am "View Point auf den Lake Manyara" das gewohnte Grau-in-Grau des Himmels zu fotografieren. Bei Sonnenschein müsste sich zumindest in den Nachmittagsstunden ein sensationeller Blick auf den Lake Manyara werfen lassen.

Einge Masai versuchten uns dort wieder Kunsthandwerk anzudrehen, aber sie waren nicht wirklich aufdringlich.

Wir erreichten das äußerst fruchtbare Mbulu Hochland mit seinem Marktflecken Karatu. Das hier lebende kuschitische Volk der Iraqw lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft. Ursprünglich war ja mal geplant, dass wir in Karatu in der Plantation Lodge am Fuße des Ngorongoro Kraters übernachten. Aus verschiedenen Gründen habe ich diese Planung aber frühzeitig verworfen.

In Karatu mussten wir noch einige Besorgungen erledigen. Es musste eine Plane für Steffis und Andis leckendes Zelt her, Nagellackentferner für meine Zehnägel, denn das agressive DEET im Repellent hat den Lack angegriffen und es klebt nur noch an den Füßen. An kühlender Anti-Mückensalbe und Elektrolythen kaufen wir auch, was wir hier (übrigens zu sehr viel moderateren Kosten wie in Arusha) ergattern können.

Es scheint hier genau so wie in Arusha einen Marktaufseher zu geben, der einem aus irgend welchen Läden genau das besorgt, was man gerade benötigt. Hat ein Geschäft das Gewünschte nicht, läuft der "Aufseher" los und organisiert es in einem anderen Geschäft. Bezahlt wird dann auf der Straße bar auf die Hand.

Am Ende des Ortes wurden beide Wagen noch einmal aufgetankt, bevor es bei Nieselregen in den Bergnebelwald des Ngorongoro Kraters zum Loduare Gate der Ngorongoro Conservation Area (NCA) ging.


Lake Manyara


Lake Manyara


In Mto wa Mbu ist heute Markttag, Richtung Mbulu Hochland


Richtung Mbulu Hochland


Lake Manyara View Point


Karatu


Karatu


Karatu

Auf guter Teerstraße und durch grünen Bergregenwald erreichten wir das Lodoare Gate der Ngorongoro CA. Während Sikoyo wieder die Prozedur des Permittens (50 $ pP/24 Stunden) übernahm, nutzten wir die Zeit um das informative Visitors Center, den gut sortierten Craft Shop und die sauberen Toiletten aufzusuchen. Nach einer halben Stunden ging´s auf schmieriger Murram Road - nun bei Nieselregen - an der Außenwand des Kraters hinauf. Die typischen Flechtenbärte zeigten, dass man sich bereits in ordentlichen Höhen befand.

Schließlich war der Crater View Point auf 2286 m erreicht und wir konnten einen Blick in die "Suppenküche" werfen. Welch ein glücklicher Zufall, dass wir den Ausflug in den Ngorongoro Krater erst auf der Rückreise im Programm hatten. Bei diesem Wetter hätte sich die teure Gebühr von 200 $ pro Fahrzeug als Fehlinvestition herausgestellt. So durften wir wenigsten noch hoffen...

Für ein Foto am Bernard und Michael Grzimek Gedenkstein wagte ich mich mit meinen Sandalen in den Regen. Wenigstens konnte das Wasser darin nach hinten abfließen! :woohoo:

Am Lerai Gate krochen wir auf der glitschigen Piste Richtung Toiletten und versuchten noch einige brauchbare Fotos aufzunehmen.


Richtung Lodoare Gate, Ngorongoro CA


Lodoare Gate, Ngorongoro CA


Lodoare Gate, Ngorongoro CA


Richtung Ngorongoro Kraterrand


Richtung Ngorongoro Kraterrand


Bernard und Michael Grzimek Gedenkstein, Ngongongoro Krater


Ngorongoro Highlands


Abdimstorch/Abdim's Stork (Ciconia abdimii), Ngorongoro Highlands


Lecker! Braune Farbe gab´s umsonst! View Point Ngorongoro Krater


Abfahrt in den Ngorongoro Krater


Ngorongoro Krater


Steffi und Jessica, Lerai Gate Ngorongoro Krater

Unser weiterer Weg führte durch die Ngorongoro Highlands, vorbei an Masai Bomas und fotografierwilligen Masais. In der Malanja Drepression, einer Kurzgrastalsenke, sichteten wir erste Zebras, Abdimstörche und Thomson Gazellen.

Achtung: Auch das Fotografieren des Kamels ist vom Besitzer als gebührenpflichtig eingestuft! Deshalb gaben wir rasch Fersengeld!


Masaiboma Oloirobo, Malanja Depression


Malanja Depression, NCA


Malanja Depression, NCA


Schnell weg, denn für´s Kamelfotografieren verlangt der Masai Geld...

In den westlich liegenden Plains besserte sich das Wetter ein wenig und in einer schönen, grünen Senke nahmen wir gegen 14:00 Uhr umgeben von einer Ziegenherde und einigen Masais unser Lunch ein. Sikoyo nutzte die Pause um den Scheibenwischer wieder in die Gänge zu bringen.


Andi, Axel, Jochen, NCA


Jochen, Sikoyo, Ngorongoro Conservation Area

Schließlich erreichten wir die Silal Plains, die an die Serengeti grenzen. Der Himmel hatte sich wieder verfinstert, aber auf den saftig grünen Wiesen blühten überall hübsche weiße Blumen, in denen sich die Tiere ausnehmend dekorativ positionierten.


Silal Plains, B144 Richtung Serengeti/Ndutu, NCA


B144 Grenze zwischen NCA und Serengeti

Am Grenztor zur Serengeti bogen wir links ab Richtung Ndutu Lodge und blieben auf dem Gebiet der Ngorongoro CA. Die Gnuherden wurden größer, wir sichteten eine einsame Hyäne und die neugeborenen, hellbraun gefärbten Gnukälber staksten auf ihren langen, dünnen Beinchen durch das Gemüse.


Richtung Ndutu, NCA


Richtung Ndutu, NCA


Richtung Ndutu, NCA

Tja, und was dann auf ca. 8 Kilometern folgte, hatte Adventure-Charakter. Die Erdpiste verwandelte sich in einen Fluss und wir hätten eher ein Gummiboot gebrauchen können. Ich glaube, dass Jochen es gerade nicht bereute, dass wir einen Driver hatten. Unser Glück war noch, dass in dieser Region lediglich viel Wasser, aber kein Black Cotton Soil vorherrscht.

Es ist ja fast überflüssig zu erwähnen, dass es in der gesamten Ndutu-Region keinen Handyempfang gibt (nicht mal in der Ndutu Safari Lodge). Lediglich auf einem kleinen Hügel, auf der anderen Seite des Ndutu-See existiert ein kleines Empfangsloch. Ohne Funk oder Satellitentelefon ist man in einer Notsituation abseits der oft befahrenen Pisten und in der Nacht aufgeschmissen. Doch dazu erzähle ich später mehr...


Wäre Jochen selbst gefahren, hätte ich sicherlich keine Ruhe zum Fotografieren gehabt... :pinch:


Richtung Ndutu, NCA


Richtung Ndutu, NCA


Richtung Ndutu, NCA


Flusslandschaft Richtung Ndutu!


Richtung Ndutu, NCA

Ist ist doch etwas anderes, ob man einen Mietwagen versenkt und finanziell dafür gerade stehen muss, oder der Driver Guide dafür verantwortlich ist! :whistle:

Äußerst erleichert erreichten wir zurück auf festem Boden die sehr gemütliche Ndutu Lodge, lümmelten uns erst einmal bei Kaffee und Keksen in der Lounge und bezogen nebenbei die schönen Zimmer mit Blick auf den See. Hier kann man es aushalten. Da die Lodge ausgebucht war, das Wetter nicht für einen Nachmittags-Game-Drive taugte, tummelten sich viele Gäste in der Lodge. Aber wir hatten zu keiner Zeit den Eindruck uns gegenseitig auf die Füße zu treten. An der Rezeption wurde ich herzlich von Ann Marie Widmark, der Managerin begrüßt. Wir hatten ja noch kurz vor Abreise nach Tansania einen netten Kontakt via Email. Aufgrund des noch nie in dieser Form da gewesenen Regens haben sich mehrere Gäste festgefahren und mussten mit den Traktoren der Lodge geborgen werden. Andere Touristen haben die Nacht im Auto verbringen müssen. Die großen Mobile Camps auf den Special Campsites mussten vor zwei Wochen evakuiert werden.

Für die Unbillen der Anreise zur Lodge wurden wir durch eine sensationelle Vogelschau entschädigt und auch die hauseigenen Ginsterkatzen gaben dankbare Motive ab.

Die Wiese zwischen Chalets und See gehörte den Zebras, Dik Diks, Grant Gazellen und kleineren Gnuherden. Wir waren versöhnt und glücklich. Nun fehlte nur noch Sonnenschein!


Pfirsichköpfchen/Fischer's Lovebird (Agapornis fischeri), Ndutu Lodge, NCA


Pfirsichköpfchen/Fischer's Lovebird (Agapornis fischeri), Ndutu Lodge, NCA


Pfirsichköpfchen/Fischer's Lovebird (Agapornis fischeri), Ndutu Lodge, NCA


Pfirsichköpfchen/Fischer's Lovebird (Agapornis fischeri), Ndutu Lodge, NCA


Rotbrust-Glanzköpfchen/Scarlet-chested Sunbird (Chalcomitra senegalensis), Ndutu Lodge, NCA


Rotbrust-Glanzköpfchen/Scarlet-chested Sunbird (Chalcomitra senegalensis), Ndutu Lodge, NCA


juveniles Rotbrust-Glanzköpfchen/Scarlet-chested Sunbird (Chalcomitra senegalensis), Ndutu Lodge, NCA


Graubrustspecht/Grey Woodpecker (Dendropicos goertae), Ndutu Lodge, Ngorongoro CA


Schieferwürger/Slate-coloured Boubou (Laniarius funebris), Ndutu Lodge, Ngorongoro CA


Rotschwanzweber/Rufous-tailed Weaver (Histurgops ruficauda), Ndutu Lodge, Ngorongoro CA


Goldkuckuck/Dideric Cuckoo (Chrysococcyx caprius), Ndutu Lodge, Ngorongoro CA


Ginsterkatze, Ndutu Lodge, Ngorongoro CA


Ginsterkatze, Ndutu Lodge, Ngorongoro CA


Dik Dik, Ndutu Lodge, Ngorongoro CA

Das Dinner, ein Viergang-Set-Menue, war sehr schmackhaft und unter Hyänengeheul fielen wir früh in unsere Betten.


Axel, Andi. Jochen, Steffi, Ndutu Lodge, Ngorongoro CA

Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße
Marina
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Letzte Änderung: 27 Apr 2014 13:09 von Butterblume.
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Hallo Carsten,

ich freue mich, dass ihr mit nach Ostafrika reist!

Herzlichen Dank für Feedback und liebe Grüße
Marina
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