THEMA: Enjoy Zimbabwe - Die Sternenhimmeltour
12 Sep 2018 22:44 #532510
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18.08.2018

Immerhin haben wir ganz gut geschlafen, bezahlt haben wir schon am Vortag und gegen 7.20 Uhr geht es los. Es ist 11° warm und es regnet.



Das paßt zur letzten Nacht, aber es ist ja erst der Anfang. Auf dem Weg zur Grenze klingelt mein Telefon. Es ist der Grenzhelfer Tapiwa, der sich erkundigt, wann wir in etwa da sind. Ich habe die Hilfe vorab per email angefragt und für heute terminiert. Wie immer dauert alles länger als geplant, aber gegen 10.00 Uhr sind wir dann doch an der SA Grenze. Die Beamten dort sind nicht besonders freundlich und schnell, warum auch. Das haben wir an deutschen und anderen Grenzen schon genau so erlebt, also kein Grund zur Aufregung. Nach 30 Minuten haben wir alles erledigt und fahren zur Zim Schranke. Dort steht ein gut gekleideter junger Mann, der uns auf Grund der Fahrzeugbeschreibung sofort erkennt und anspricht.
Er macht für uns das Paperwork, nimmt mich mit zu allen Schalter, wird überall bevorzugt bedient und zeigt jedem, der ihn nicht kennt, seinen Ausweis. Alles ganz nett und unaufgeregt. So bleibt mir noch Zeit das Gewusel an der Grenze zu beobachten und mit einem Botswana über seine Buell (eine Motorrad, das auch in Europa auffällt ) zu plaudern. Da war unsere erste Einreise nach Zim für 17Jahren etwas anders… Das einzige was mich stört: Auch höherrangige Grenzbeamte, denen Tapiwa mich vorstellt, sprechen mich mit „Boss“ oder „Baas“ an. Da stellen sich mir die Nackenhaare auf. Das wird höflich gemeint sein, aber für mich klingt das immer nach „früher“. Glücklicherweise ist das nur an der Grenze so und bei allen anderen Gelegenheiten sprechen Besucher und Gastgeber miteinander. Das ist mir entschieden lieber.
Die Zim Seite dauert etwas länger, da der Versicherungsagent sich nicht traut in der Schlange für commercial vehicles vorzudrängeln. Das trägt ihm eine Rüge von Tapiwa ein, der sich gleich mal nach ganz vorn begibt. Dann noch zur Polizei und zurück zum Fahrzeugcheck. Ein Blick in den Stauraum, den Kühlschrank und den Schub interessiert keiner. Tapiwa kommt noch mit zum letzten Posten um sicherzugehen, dass es auch dort keine Probleme gibt. Er betont während der ganzen Zeit, dass alles vollkommen kostenfrei ist, es früher Schlepper gegeben hätte, die mit Horrorgeschichten unerfahrenen Reisenden hunderte von Dollars für den Übertritt abgenommen hätten und gibt uns für alle Fälle seine Handy Nummer. Wenn wir irgendwo ein Problem mit der Polizei hätten, sollen wir ihn anrufen. Das war eine tolle Erfahrung, super Service, ein sympathischer junger Mann und ein erster Hinweis, wie die Reise verlaufen sollte. Nach einer Stunde sind wir durch, aber allein hätte ich das nicht machen wollen. Es würde sicher gehen, aber warum diesen tollen Service nicht nutzen ?

Ich lasse mir noch ein paar Grundbegriffe zur Verständigung aufschreiben und wir verabschieden uns herzlich mit einem Trinkgeld, dass in keinster Weise gefordert oder erwartet schien und mit ehrlicher Freude angenommen wurde.
In SA haben wir nur einen Grundstock an Trockenverpflegung und Getränken gekauft und wollen den Rest in Zim erledigen. In Beitbridge soll es einen Supermarkt geben, den wir ansteuern. Dieser ist allerdings schlecht sortiert und so bleibt die erste Woche fleischlos. Kein Problem für uns, Nudeln mit Sauce und Gemüsereis in allen Variationen ist unsere Safaridiät. Alles andere ist nun komplett und wir fahren auf der A4 nach Norden. Vor der Grenze haben wir noch einmal vollgetankt und wollen in Rutenga noch mal auffüllen. Die moderne Tankstelle bei Mwenezi bekommt gerade Diesel, es dauert aber noch. Also fahren wir weiter. Leider hat die Tankstelle in Rutenga geschlossen . Weil Sonntag ist ? Keine Ahnung. Nach ja, voll schafft der Hillux 1200 km, also kein Grund zur Sorge. Die Kreuzung in Rutenga ist deutlich unübersichtlicher als es die Karte vermuten lässt, insbesondere weil es von allen Seiten wuselt. Trotzdem schaffen wir es auf die rechts abbiegende Piste Richtung Boli und um 15.30 Uhr erreichen wir die Parkgrenze am Boli Gate. Dort gibt es erst mal Small Talk mit den Rangern.






Diese bestätigen, dass die Tieren sich derzeit vorrangig im Norden aufhalten und geben uns ein paar Tips. Wir revanchieren uns mit kühlen Softdrinks und fahren zum Main Camp. Dort sind wir eine Stunde später.
Tapiwa, der Grenzhelfer, hat uns telefonisch angekündigt und Lydia bemüht sich sehr um die bestmöglichen Camps für uns. Leider sind alle Exclusivsites belegt. Wir nehmen eine Nacht Mabalauta 3, eine Rossi Pools, und 3 Nachte Chipinda 6. Im Norden sollen wir dann noch einmal schauen, was geht. Mabalauta 3 liegt schön am Fluß ist groß und: wir sind im ganzen Camp die einzigen. Also fast wie exclusiv  Es gibt zwar einen kleinen Elektrozaun ums Camp, aber die Tierspuren und die Impalas und Nylas im Camp zeigen, dass er nur kosmetische Funktion hat. Die Sanitäranlagen sind sauber und gut in Schuß. Mit dem dort gekauften Holz das erste Lagerfeuer und Afrika hat begonnen. Leider ist das Dachzelt deutlich älter als das Auto. Eine Bodenplatte ist gebrochen, einige Alukanten auch, Schrauben fehlen und die Spannstangen haben unterschiedliche Längen und Durchmesser. Alles nicht so toll. Mit Panzerband wird alles aber bis zum Ende durchhalten.












Wir haben es nicht so eilig mit dem Essen und sehen danach noch ein bisschen Sternen TV.
Die Kinder sind ja jetzt schon größer und so müssen wir nicht schon vor Einbruch der Nacht in der Falle liegen.

Wieder ein langer Tag mit 417 km.

20.08.

Endlich wieder die Geräuschen der afrikanischen Nacht. Das erste Frühstück spät und schon wieder erholt.




Wir haben länger geschlafen und um 9.45 Uhr kommen wir bei 20°los zum Game Drive. Da wir in den vielen Jahren früh morgens entweder Glück oder Pech bei den Tiersichtungen hatten, verzichten wir jetzt in der Regel auf den 5.30 Uhr Wecker und lassen es kommen, wie es kommt.







Wir cruisen erst nach Norden zur Nyavasikaba Picknick Site und sind zum späten Mittag wieder im Main Camp. Nach der Dusche geht es zu den Rossi Pools. Die Landschaften sind toll, unterschiedlich, immer wieder wechselnd zwischen dichtem Mopanebusch und offenen, savannenartigen Gegenden.









Die Tiere sind nicht so zahlreich, die Menschen glücklicherweise auch nicht. Aber es gibt sie beide 






Um 15.30 erreichen wir die traumhaft gelegene Rossi Pools Seite, richten uns ein und genießen die Ruhe und die hereinbrechende Dämmerung.








Vorbereitung für spätere Camps



Abendessen bei Traumkulisse und wir backen das erste Brot der Reise. Das gelingt uns ganz gut, wird aber später immer besser.


Ein schöner, entspannter Tag mit 61 km und 31°in der Spitze.
Anhang:
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13 Sep 2018 23:34 #532591
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@ Ingo: Ja, geht mir auch so. Als Fremder kann und will ich die Situation nicht bewerten, daher vermeide ich solche Diskussionen.
@ Dreamliner: ja haben wir. Alles in allem ca 130 $mit Taxes.

21.08.2018
Die Nacht über haben wir Hyänen gehört aber sonst wieder gut geschlafen. Gefühlt sind die Matratzen dünner als im letzten Jahr, oder ich älter ?
Es hat 13°, also zu kühl zum frühstücken. Also fahren wir zum Wrights Tower und genießen die Stille und Aussicht.







Dann zum Frühstück zur Muwatomba Picknick Site, wo wir gestern schon Mittag gemacht haben. Die Piste am Fluß ist deutlich schöner als der direkte Weg und ab und zu zeigen sich auch ein paar scheue Tiere.





Leider verpassen wir die Büffel auf dem Weg vom Fluß um ein paar Minuten.



Dann machen wir uns über die Red Hills auf nach Norden. Die auf der Karte dick eingezeichnete Piste ist in Wirklichkeit eine zweispurige Pad, die an ein paar verlassenen Hütten unscheinbar in den Busch abzweigt. Wir kommen nur wegen der Bahnkilometer drauf, dass das der richtige Weg ist. Die Landschaft ist toll und abwechslungsreicht, nur leider tierarm.





Aber das Fahren macht Spaß und wir erreichen auf Grund der ziemlich genauen Kilometerangaben problemlos am späten Mittag die Fishans Furt. Wenngleich die Abzweigungen oft sehr unscheinbar oder nur zu erahnen waren. Fahrzeuge am Vormittag entlang des Mwenezi: 1, Fahrzeuge auf der Nord-Süd Piste: 1. Auf der Süduferzufahrt machen wir erst einmal Mittag. Für den Fall, dass wir steckenbleiben sind wir dann wenigstens gestärkt.





Während dessen kommt von der anderen Seite ein Fahrzeug. So können wir die Wassertiefe und die Sandpassage besser einschätzen. Fazit: Wasser nur bis zur Narbe, Sand tief und wellig. Da ich es schon mal geschafft habe unseren Hillux auf den ersten zwei Metern der Tiefsandzufahrt zum Senyati Camp einzugraben beschließe ich zur Vorsicht den Reifendruck auf 1.6 zu reduzieren. Lieber 10 Minuten Kompressor als 30 Minuten schaufeln. Zum Leidwesen der Kinder ist die Zu- und Durchfahrt total unspektakulär und wir erreichen problemlos die andere Seite.
Beim Aufpumpen beobachten wir ein zimbabwisches Paar, die mit dem Auto in die Furt fahren, aussteigen und baden. Da kommt Neid auf, aber wir wollen ja erstmal zum Camp.
Auf der sehr schönen Uferstrasse haben wir dann unsere erste Elefantenbegegnung, die sehr deutlich macht, was uns in den nächsten Tagen erwartet. Gewarnt durch den Hupe und Thomas Bericht nähern wir uns noch vorsichtiger als sonst und halten noch mehr Abstand. Der Bulle setzt unbeeindruckt sein Schlammbad fort



und als wir uns schon entspannen, geht er unvermittelt in den „gleich gibt´s Ärger“ Modus über. Nicht wirklich ernst aber deutlich ungehalten.



Da wir nicht da sind um die Tiere zu ärgern oder spektakuläre youtube Videos zu drehen lassen wir ihn in Ruhe und fahren weiter Richtung Chipinda. Ein paar Kilometer vor dem spektakulären Aussichtspunkt ins Tal treffen wir auf einer unübersichtlichen Bergabpassage auf eine Elefantenherde, die sich rechts und links der Strasse befindet und schon auf ca 150 Meter signalisiert, dass jegliche Annäherung unerwünscht ist. Also fahren wir so weit rückwärts, dass wir die Lage überblicken können und ggf wenden können. Wenn nicht ab und zu ein Ohr gewackelt hätte, wären sie fast unsichtbar gewesen.



Innerhalb der nächsten 40 Minuten bildet sich ein kleiner Stau aus 5 PKW und 1 LKW und erst als ich mir schon Gedanken um meinen Sundowner mache, gibt die Herde langsam die Strasse frei. So kommen wir doch noch in Ruhe dazu, den tollen Ausblick auf das Runde Tal zu genießen.





Wir haben die Site Chipinda 6, die sich direkt neben der Zufahrt von der Strasse kommend befindet. Aber: Wir sind wieder ganz allein, oder zumindest die einzigen Camper. Daher ist die Lage ganz gut, direkt am Fluß, nicht weit von den sehr guten Waschgelegenheiten und da keine anderen Camper in der Gegend, auch verkehrstechnisch ok.





Lediglich die Caretaker des Tented Camps fahren noch einmal am Abend vorbei. Wir richten uns ein und bekommen nach und nach Mitbewohner.



Nebenan zieht lautstark ein Paviantrupp auf den Baum, sie entscheiden sich schon beim Anblick der Zwillen gegen einen Nachbarschaftsbesuch. Dafür sind zwei Elefanten auf der Nachbarsite und fressen sich bei zunehmender Dunkelheit immer näher heran. Na ja, erfahrungsgemäß ist es ja ok, wenn sie bestimmen, ob sie unsere Gesellschaft suchen. In der Hoffnung, dass diese Regel auch hier gilt, verkriechen wird uns in Bett und sehen noch durchs Nachtsichtgerät den Ellis zu. Sie fressen sich ums Auto herum, entscheiden sich dann aber für einen Ast, der mehreren Affen als Schlafstadt dient. Ein Schütteln und Krachen, gefolgt von einem riesen Geschrei im Affenland. Sehr witzig, wenn man kein Affe ist.
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14 Sep 2018 14:40 #532637
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22.8.
Es hat so gestürmt in der Nacht, dass ich an der Nordsee die Zelte mit Sturmleinen gesichert hätte.
Aber ich habe mich drauf beschränkt noch einmal rauszuklettern und zu prüfen, dass keine Glut mehr durch den Wind verteilt werden kann und ansonsten auf den Abtrieb des Hillux vertraut.
Am Morgen ist alles wieder gut und wir frühstücken gemütlich auf der Campsite.





Seit gestern steht die Tanknadel auf „F“. Der Zusatztank ist also leer und wir sind inklusive der 150 km von gestern ca 500 km gefahren. Also alles im grünen Bereich. Wir wollen zum Gate und fragen, ob es noch andere Platzoptionen gibt, schauen uns aber noch alle anderen Seites an. Auf der 1 trabt gerade ein Hippo ins Wasser



, aber die 2 gefällt uns auch gut. Erstaunlicherweise hat Heather noch die Nach für heute in Chitove frei. Die buchen wir und morgen dann Chipinda 2. Guter Dinge fahren wir zur Runde Gorge und haben auf der sehr steilen Abfahrt schon wieder Streß mit zwei Bullen. Zum Übernachten würde mich der Platz nicht so ansprechen, aber zum klettern zwischendurch ist es ganz schön.



Zum Gück sind die Bullen etwas weiter entfernt, als wir wieder raufkrabbeln. Ich hätte bisher nicht gedacht, dass sich in so steilem, verblockten Gelände Elefanten wohlfühlen. Anschließend geht es zum versprochen Bad wieder zur Fishans Furt.






Heute herrscht reger Game Drive Verkehr der privaten Camps und während wir Mittag auf der Böschung machen, gräbt sich ein südafrikanischer Trailerfahrer ein. Wir warten mit seinem Begleiter, ob er es mit weniger Luft rausschafft, damit wir sonst helfen können. Alles geht gut und sie bedanken sich für das Warten.
Über den Aussichtspunkt auf den Cliffs fahren wir Richtung Chitove.



Leider ist ein großer Teil der Strecke dichter Mopanebusch. Das mag ich gar nicht. Erstens ist es langweilig und zweitens ist unübersichtliches Gelände in Kombination mi unentspannten Elefanten keine glückliche Kombination. Aber erste kurz nach der Gota Picknick Site kommt es zu Show down. Nachdem wir doch schon mit deutlichem Abstand stehen und den Motor abschalten lassen die Drohgebärden nach, aber die Herde bleibt sehr aufmerksam und nervös.



Erst als alle hinter der Uferböschung verschwunden sind, fahre ich weiter. Vielleicht hilf ja etwas mehr Rücksicht, dass die Tiere Autos besser akzeptieren. Kurz danach erreichen wir Chitove mit einem überraschenden Anblick:



Die Gruppe hat einen Caretaker dabei, der sich um das Lager, Wäsche, Essen etc kümmert. Leider spricht er nicht so gut Englisch. Wie auch immer, eine Alternative gibt es ohnehin nicht und wir stellen uns zu seinem Zelt, möglichst weit entfernt von den anderen. Wenn man länger steht, richtet man sich ja ein. Aber das verstehe ich nicht :


Wir kochen schon mal, wer weiß, was noch kommt



Es ist schon ziemlich dunkel, als die ganze Gruppe mit einem Landcruiser durch die Chitove Furt vom Gamedrive kommt. Als sie uns bemerken, sind sie natürlich genauso wenig begeistert wie wir und wir hören Sätze wie, „ tell them, we are not sharing“ etc. Wir stellen uns vor und haben ja zum Glück eine offizielle Buchung. Also beruhigt sich alles wieder und jeder sagt, ok, es ist wie es ist. Sie sind insgesamt 14 Tage dort und buchen immer gleich, wenn sie fahren für das nächste Jahr. Mich hat es auch gewundert, dass die Nacht frei sein sollte, aber das kann passieren.



Nach dem Essen schauen wir wieder länger Stern TV.
Entgegen unseren Befürchtungen sind sie aber überhaupt nicht laut, relativ früh im Bett und beim Aufstehen ebenso leise wie wir es versuchen. Die ganze Nacht bis in den Morgen haben auf beiden Seiten des Flusses Löwen ziemlich nah gebrüllt. Vielleicht haben wir ja Glück sie zu finden. Die Männer und die 5-6 Kinder gehen zum Angeln, wir packen zusammen und nehmen die Furt in Angriff. Die Zufahrt im tiefen Sand ist deutlich länger und die Durchfahrt sehr steinig. Trotzdem verzichte ich auf die Reduzierung des Luftdrucks wie schon gestern beim zweiten Mal Fishans und es geht geschmeidig dahin.



Leider keine Spur der Löwen und dann geht´s wieder durch den Busch. Erst ca 10 km vor Chilojo wird die Strecke auf der Nordseite offener, dann aber richtig schön.



Ein Picknick gegenüber den Cliffs





und wir fahren über den Masasanya Drive Richtung Norden. Der bisher schönste Teil des Parks, wieder mit dem Roadblock Elefant.



Da der Rückweg ziemlich weit ist, beschließen wir lieber länger zu warten, was sich nach30 Minuten auch auszahlt. Über den Dam



fahren wir wieder nach Chipinda. Wir sind wieder allein, beziehen die 2 und sind kurz darauf verwundert, dass über den steilen Hügel hinter dem Waschhaus drei Elefanten heranziehen.








Sie sind aber sehr friedlich und fressen sich wieder bei Dunkelheit an uns heran. Daher gibt´s sternmäßig heute nur den Trailer.
24.08.2018
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns aus diesem schönen Park.







Heather entschuldigt sich vielmals wegen der Doppelbuchung, unsere Nachbarn hatten sie schon angerufen. Kein problem für uns, wir hatten ja eine schöne Nacht.
Fazit: Die Tiere sind relativ scheu und die Elefanten zum großen Teil extrem unentspannt. Alle anderen Touristen, die wir getroffen haben ( ca 15 insgesamt ) berichteten von Elefanten ernsthaft gejagt worden zu sein. Mir haben nur wenige Strecken gut gefallen, prozentual war hat viel Busch und wenig offenes Land. Wenn offen, dann aber traumhaft schön. Außerdem merkt man das Management der FZG. Alles ist gut in Schuß, die Angestellten gut ausgerüstet, überall sind Fahrzeuge des Parks präsent. Alle Angestellten mit denen wir sprachen sind extrem glücklich über die Zusammenarbeit und hoffen auf mehr Besucher. Bei den Small talk Gesprächen mit anderen Besuchern betonten diese die Wildheit und Abgeschiedenheit des Parks. Es ist sicher nicht der Krüger Park, aber auch nicht die Kalahari. Für mich vergleichbar mit Savuti/Moremi. Man ist häufig allein, aber trifft unterwegs auch auf 4-5 andere Fahrzeuge am Tag.
Wir machen uns auf den Weg nach Great Zimbabwe,





wo wir ca 13.00 Uhr beim Norma Janes Lake Resort ankommen. Außer uns ist noch eine Campsite belegt. Wir melden uns für das Abendessen an und fahren zur Staumauer. Neben der Besichtigung ergeben sich ganz nette Gespräche mit den wenigen Souvenirverkäufern.




Sie müssen dringend etwas verkaufen, weil so wenig Touristen kommen, sind aber nicht aufdringlich. Wir kaufen natürlich ein paar Ketten und fahren dann zu den Ruinen. Diese sind wirklich sehr beeindruckend und unsere geführte Tour ist sehr informativ.





Am Ende sprechen wir noch ein bißchen über dies und dass. Nachdem er sich als FCB Fan outet, bekommt er neben dem Trinkgeld eine extra für diesen Zweck mitgeführte FCB – Fahne. Ich habe selten einen Menschen gesehen, der sich so sehr gefreut hat. Das hat uns genauso viel Spaß gemacht.
Die anderen Gäste bei Norma Jane sind Australier, die von uns noch 2 Dollar für die Road Tax tauschen, da sie kein Bargeld mehr haben und morgen nach SA fahren. Das Essen ist so lala, das Anwesen aber toll gepflegt und wirklich aus der Zeit gefallen.





25.08.2018
Nach dem bestellten Frühstück



kaufen wir noch am Straßenrand ein paar typische Steinarbeiten und nehmen eine Verkäuferin mit nach Masvingo. So bekommen wir wieder ein paar Einblicke in das täglich Leben. Der Sparmarkt hat fast nichts mehr, der OK Markt ist aber gut bestückt. Und, Ordnung muß sein, ich muß sogar einen Dollar bei der städtischen Parkfee zahlen. Die bunte Mischung der Menschen vor dem Markt und auf der Strasse ist sehenswert und ich fühle mich nicht eine Minute unwohl oder unsicher. Zwischendurch versuche ich bei verschiedenen Geschäften Schrauben für unser Zelt zu bekommen, bleibe aber erfolglos.
Unser Tagesziel ist der Lake Chivero und die Fahrt nach Norden verläuft planmäßig. Leider bleiben wir nach dem Tollgate in Harare Stau stecken. Vor dem Kreisverkehr haben ungeduldige Fahrer aus 2 Spuren 4 Spuren gemacht und so den Verkehr in alle Richtungen zum Erliegen gebracht. Rechts und links der Strasse sind Marktstände. Man kann von Hühnerfüßen bis zu gebrauchten Batterien alles kaufen. Alles wuselt durcheinander, schreit, gestikuliert, sucht eine Lücke oder Anschluß. Und wir mittendrin. Es klopft an der Scheibe und ein Mann schreit irgendwas nicht sehr freundliches. Ich kann es nicht verstehen, er sieht aber nicht nett aus. Als ich ihm sage, dass ich nichts verstehe weil wir Deutsche sind, entspannt sich alles sehr schnell. Ah, woher; Bayern Munich, Muller, WM next time…
Das wiederholt sich ein paar Mal und wir entspannen uns wieder. Dafür läuft uns die Zeit davon und wir stehen und stehen. Als wir den Kreisel erreichen beschließen führt uns das Navi durch die Außenbezirke und wir erreichen die A5. Hier ist gar nichts los uns so beschließen wir, bis Chonhoyi durchzufahren. Dass macht den Tag morgen nach Mana Pools etwas entspannter. Zwischen Norton und Murombedzi und weiter nach Chinhoyi ist die Strasse super ausgebaut und kein Auto unterwegs.
So erreichen wir in Rekordzeit die Caves und checken auf der Campsite ein. Die Dorfjugend feiert an den Grillstellen das Wochenende mit lauter Musik und Braai.



Sie grüßen alle freundlich und laden uns sogar auf eine Wurst ein. Wir sind die einzigen Camper und nach Partyschluß um 18.00 Uhr kommt der bewaffnete Wachmann. Leider sind die Waschhäuser in einem katastrophalen Zustand und aus den Rohren aus der Wand kommt entweder nichts oder Kaltwassertropfen. Daher beschließen wir in das benachbarte Motel umzuziehen, damit wir nach dem langen Tag wenigstens Duschen können. Außerdem essen wir auch dort. Beides ist bestenfalls mäßig und der Mangel wird deutlich spürbar. Dafür sind alle! Angestellten extrem freundlich und bemüht und sehr nett. Wir halten mit jedem ein Pläuschchen.
Immerhin gibt es warmes Wasser und das Zimmer ist sauber.

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16 Sep 2018 21:10 #532772
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26.08.
Gestern waren es 480 km und die Tanknadel steht bei 3/4
Vor dem Frühstück gehen wir zu den Caves. Das Tor ist schon auf, aber an der Kasse ist noch niemand. Also besichtigen wir schon mal die Höhlen, die wirklich sehr beeindruckend aber schwer zu fotografieren sind.





Bei unserer Rückkehr bezahlen wir und frühstücken dann im Motel. Das ist wieder ziemlich mäßig in der Qualität und das Angebot sehr eingeschränkt.



Die junge Frau mit dem Trainee – Schild total ist überfordert. Na ja, dafür freuen sich alle, dass wir da waren. Ist ja auch was. Um 8.30 Uhr kommen wir los, tanken in Karoi und sind um 11.00 Uhr am Parkoffice. Dort wird nachgefragt, ob es noch freie Plätze gibt und nach dem positiven Bescheid und einem kleinen Imbiss fahren wir Richtung Mana Pools.



Die Zufahrt ist bei weitem besser als beschrieben und wir sehen ab und zu Elefanten kreuzen und ein paar Antilopen. Um 14.00 Uhr sind wir am Camp Office. Die Dame an der Rezeption schreibt uns alle verfügbaren Sites auf. Wir sollen selber schauen und ihr dann sagen, welchen wir wollen. Es gäbe immer Gäste, denen die zugeteilte Site zu heiß, zu schattig, zu dicht oder zu weit weg vom Waschhaus und so muß sie dann nicht mehr wechseln. Gute Idee, nur sind alle aufgeschriebenen Sites in der zweiten Reihe. Die erste Reihe wäre schon gebucht. Wir entscheiden uns für die 4 und hoffen, dass nicht alle Sites belegt werden. Außer uns sind nämlich nur noch 4 andere Parteien vor Ort. Dafür herrscht reger anderer Verkehr. Es ist ein sehr schöner, entspannter Ort. Und so bleibt es auch, bis auf die 1 wird keine andere Seite belegt.







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27.08. Wir haben einen Bush walk gebucht. Beim Warten vor dem Office streunt ein Serval vorbei und Elefanten und Warzenschweine sind unterwegs. Der Manager hat vergessen, den Guides bescheid zu sagen. So verzögert sich alles ein wenig, aber nach eine halben Stunden fahren wir zum Zebravlei. Der Guide ist recht schweigsam und es wird mehr ein 2 stündiger Geländemarsch mit kurzer Trinkpause. Ein paar Tiersichtungen haben wir, aber auch eine andere Walker und Autos.





Die Besonderheit, dass man in Mana mit Permit überall rumlaufen darf führt dazu, dass es mehr Menschen als Tiere hat. Na ja, auch mit Permit würde ich nicht allein hier rumlaufen, aber jeder, wie er mag. Des Rest des Tagen verbringen wir im Camp, wo immer etwas los ist





und beenden unseren Abend-Game Drive am Mana mouth mit zahlreichen anderen Touristen , auch der privaten Camps, bei einem wunderschönen Sonnenuntergang.

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28.08. Alternativ zur Zimbabwe Reise hatte ich mit einer 4-5 Tage Kanu Tour auf dem Sambesi geliebäugelt. Jetzt haben wir die Gelegenheit zu testen, ob oder was wir verpaßt haben, oder was wir in Zukunft machen könnten. Also buchen wir eine Kanutour am Morgen . Im Büro wird erst mal darüber diskutiert, ob der Kleine mit 12,5 Jahren mitfahren darf. Alle möglichen Stabstellen werden einbezogen bis zum Campmanager. Der ist mehr an meiner Lederhose interessiert und spielt den Ball an den ebenfalls anwesenden, im Camp lebenden Fotografen Nicholas Dyer weiter. Dieser rät generell von Kanufahrten ab, da immer wieder, auch tödliche, Unfälle passieren. Mein Vergleich mit dem heimischen Schulweg und der Gefahr durch die SUVs der Helikopter-Eltern kann er nicht so richtig verstehen. Ist ja auch klar. Auf eigene Gefahr bekommen wir die Freigabe. Sandra möchte nicht, also kommt der Kleine mit dem Guide in ein Kanu und der Große und ich in das andere.





Der Fluß sieht vom Ufer groß und tief aus, hat aber in Wirklichkeit viele Untiefen und mehr als genug Hippos an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Daher die dringende Ermahnung des Guides dahin zu fahren, wo er hinfährt. Er betont, dass er die Erlaubnis hat zu schießen, wen nötig. Ob seine AK47 allerdings unter Wasser schießt und das Kaliber auf einen wütenden Bullen Eindruck macht, wage ich zu bezweifeln. Wir sind kaum auf dem Wasser, da driften wir durch einen Abstimmungsfehler Richtung Flussmitte und auf ein Hippo zu. Die Kraft des doch gar nicht so trägen Flusses haben wir unterschätzt. Zum Glück greifen doch die paar Paddelgrundkenntnisse und mit einer Rückwärtsdrehung und volle Kraft voraus kommen wir wieder auf Kurs. Ok, wir sind wach.



Ziel ist eine große Insel, auf der ganzjährig eine Büffelherde lebt. Diese passieren wir in einem eher ruhigen, hippofreien Kanal. Die Büffel tun so, als ob sie flüchten, laufen aber nur ein paar Meter. Alles ganz entspannt.



Der Guide empfiehlt uns immer am Rand der Insel zu bleiben, damit wir im Fall der Fälle besser zu retten wären. Na, super.



Am Scheitelpunkt, nach ca einer Stunde paddeln gegen den Strom, müssen wir gegen einen schnell fließenden Kanal abbiegen und treiben natürlich wieder ab. Dieses Mal allerdings ohne Hippo und im zweiten Anlauf gelingt es. Der Guide wartet um die Ecke und das nächste Highlight sind Bee Eater, die in der Uferböschung nisten.



Ein toller Anblick. Gegenüber frisst sich eine Elefantenherde am Ufer einer Lodge entlang und wir lassen uns treiben. Dann beginnt der Hipposlalom. Der Guide klopft regelmäßig mit dem Paddel gegen das Boot, um die Hippos abzuschrecken, sie zu einer Reaktion zu bewegen und zu verhindern, dass wir eines überraschen. Wir müssen mehrfach die Flußseite zwischen Land und Insel wechseln, da die Tiere überall sind. Laut Hupe kann man im Camp Kanus mieten und auf eigene Faust fahren.
Ohne Kenntnis der Hippopools ist man aber, glaube ich, schnell bei den Krokodilen.
Fazit: Tolles Erlebnis, ich habe ein paar Mal richtig Schiß gehabt und würde lieber nicht 4-5 Tage auf dem Adrenalinlevel bleiben wollen. Tagsüber gibt es wieder Camp TV, auch beim Küchendienst







Beim Gamedrive müssen wir noch zwei Amerikaner bergen, die sich auf den einzigen 200m Sand mit seinem Nissan X Trail eingegraben haben. Die beiden sitzen seit 2 Stunden fest und sind total planlos. Sie schauen meine Schaufel nur verständnislos an. Warum sie die Räder freigaben sollen, checken sie nicht. Also machen wir das. Der Schäkel des Bergegurtes ist zu dick für seine Öse, aber mit dem Haken des High Jacks können wir ihn doch anhängen und verbinden. Beim rückwärts Rauschleppen schafft er es nicht die Räder grade zu stellen. Aber der Hillux hat genug Power um ihn unabhängig von seiner Räderstellung in meine Richtung zu ziehen. Endlich Action für die Kinder .-)



Trotz zahlreicher Hyänen, die im Lampenschein verschwinden und der Elefanten, die als Schatten lautlos vorbeigleiten, fühle ich mich ganz gut aufgehoben und wir sitzen wieder lange am Feuer.
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