franzicke2'085 Beiträge · seit 201215. Nov. 2012 · #81
Der RB geht erst nächste Woche weiter.
Tja Guggu - man hätte es sich ja schon fast denken können 😉 Also wünsche ich dir herzlich ein extra-langes schönes Wochenende!!! Und wir sind dann auch nächste Woche noch und wieder da. Grüße Franzicke
GugguThemenstarter2'261 Beiträge · seit 201119. Nov. 2012 · #82
11.8.2011 Aus/Kolmannskuppe/Lüderitz
Times they are a changing oder trouble in paradise
CHANGE ist das neue Schlagwort von Commander in Chief, und hier ist tatsächlich ein CHANGE vonstatten gegangen, aber nicht im positiven Sinne.
Wir wachen auf zu graue, tiefhängende Wolken und Nieselregen. Das haben wir so nicht bestellt!!! 🤩 Bei dem Wetter können wir den Plan nach Kolmannskuppe und Lüderitz zu fahren gleich knicken. 😈 Wir fahren Frühstücken und überlegen ob es ein Plan B gibt. Ich mache mir auch Sorgen wegen dem Tok Tokkie Trail der morgen starten soll. Inzwischen ist aus dem Nieselregen richtiges Regenwetter geworden. Nach dem Frühstück, sitzen wir eine Weile vor dem Kaminofen und lesen. Als es anfängt hier und dort durch die Decke zu tropfen, macht es nicht mehr wirklich Spaß, und kalt isses auch. Egal wo wir unsere Stühle hinschieben, gerade dort fängt es als nächstes an zu tropfen. 😠 Wir beschließen dann doch nach Lüderitz zu fahren, im Auto ist es wenigstens warm, und wenn wir so den ganzen Tag herumsitzen kommt Lagerkoller auf. Und zurückfahren ins Eagles Nest und den ganzen Tag in Bungi zu verbringen macht auch keinen Sinn.
Das war eine kluge Entscheidung. 😉 Kurz vor Kolmannskuppe klärt es auf und um 11:30 sind wir dort. Außer uns sind kaum Leute da, wir haben die ganze Geisterstadt praktisch für uns alleine.
Ich versuche den Quintessenz meiner Recherche über Kohlmannskuppe wieder zu geben:
Kolmannskuppe im Südwesten Namibias erzählt ein zeitlos schönes Märchen von Reichtum und Enttäuschung, von Aufstieg und Fall, von kolonialem Imponiergehabe und seiner Vergänglichkeit.
Konnte es für August Stauch, Oberbahnmeister der Deutschen Reichsbahn, eine trostlosere Perspektive geben, als Gleise vom Flugsand freizuschaufeln - gegen einen penetranten Wüstenwind? Ort dieses aussichtslosen Ringens mit den Elementen: "Grasplatz", gelegen zwischen Kilometer 18 und 27, ein gottverlassener Flecken in der Namib-Wüste, nur zwei Haltestellen von der Stadt Lüderitz entfernt. Selbst der Name war eine Täuschung, denn am "Grasplatz" wuchs nichts, vor allem kein Gras.
Doch 14. April 1908 fand hier ein kleines Wunder statt: Das Leben des aus Thüringen stammenden Asthmatikers, dem sein Arzt geraten hatte, des Klimas wegen nach Deutsch-Südwest auszuwandern, änderte sich schlagartig. Sein afrikanischer Hilfsarbeiter Peter Zacharias Lewala überreichte Stauch einen glitzernden Stein. "Sieh mal Mister, moy Klip (schöner Stein)", soll Lewala gesagte haben. An dieser Stelle verliert sich auch schon wieder die Spur des jungen Arbeiters, dessen Fund ein lebensfeindliches Stück Wüste in eine Art afrikanisches Las Vegas verwandeln sollte.
Und so begann der Aufstieg August Stauchs zum deutschen Diamantenkönig Er gründet die Diamantenschürfgesellschaft Kolmannskuppe. Bereits im Juli 1908 wurde das Märchen von den Diamanten auch in Deutschland erzählt, das Reich wurde vom Diamantenfieber gepackt. Glücksritter brachen in die Wüste von Deutsch-Südwest auf.
(ein paar Sanitäre Anlagen für Annick)
Vom zwölf Kilometer entfernten Hafen in der Lüderitzbucht schleppten Ochsenwagen alles in die Diamantenstadt, was ein Leben in den heimischen vier Wänden angenehm machte: Badewannen, Armaturen, Kühlaggregate, Sportgeräte, Grammophone, Toiletten mit Wasserspülung, sogar ein Röntgengerät (das erste in Afrika) für das örtliche Krankenhaus. Man pflanzte Bäume in die Wüste, baute ein Schwimmbad, eine Limonadenfabrik, eine Volksschule, den Kegelklub "Gut Holz", ließ die Straßen mit elektrischen Laternen beleuchten.
Der Tag für die 300 Deutschen mit ihren 40 Kindern begann mit frischen Brötchen, er klang mit französischen Schampus aus. Nur das Wasser blieb stets knapp. Es musste zunächst mit dem Tankschiff vom Kap geliefert werden, wurde anschließend auf Ochsenwagen verladen und in die Wüste gekarrt. Später baute man an der Küste eine Meerwasserentsalzungsanlage, die von einem eigens errichteten Elektrizitätswerk betrieben wurde.
Kolmannskuppe hatte schon im Jahr fünf seiner Existenz den Ruf, die reichste Stadt Afrikas zu sein. Mehr als eine Tonne edler Steine wurde allein bis 1914 im Sperrgebiet gefördert. Mit Beginn des 1. Weltkriegs begann der Abstieg und Todeskampf, der vier Jahrzehnte lang dauern sollte. Bereits 1931 galt Kolmannskuppe als zu 95 Prozent ausgebeutet. Die Karawane war längst weitergezogen und in Kolmannskuppe begann sich der Sand der verlassenen Gebäude zu bemächtigen.....
Als wir nach Lüderitz weiterfahren, wird das Wetter immer besser und wir sind froh, dass wir Aus verlassen haben.
Lüderitz ist ein etwas verschlafener Ort, der aber gerade daher seinen Reiz hat. Die Gründerstadt Namibias – sie zählt heute ca 20.000 Einwohner – am Rande der Namib Wüste wurde einst auf den nackten Granitfelsen gebaut und ist den oft stürmischen Atlantikwinden ausgeliefert wie kein anderer Ort in Namibia. Auch Seenebel und gelegentliche Sandstürme tragen zum rauen Klima in Lüderitz bei.
Es ist eine sehr farbenprächtige kleine Stadt, bedingt durch die zahlreichen aus der deutschen Kolonialzeit stammenden und liebevoll gepflegten Bauten im damals beliebten Jugendstil und wilhelminischen Baustil.
Überragt wird die Stadt von der evangelisch-lutherischen Felsenkirche aus dem Jahre 1911 sowie vom Goerke Haus mit seinem blauen Dach und seiner Sonnenuhr. Von der Kirche aus, schaut man auf das Nest Hotel hinunter.
Auf dem Weg zur Felsenkirche, die übrigens verschlossen war, wie alle Kirchentüren in NAM an denen wir gerüttelt haben, kehren wir in Diaz-Kaffee ein und trinken Kaffee und essen Waffeln dazu.
Wir laufen die Waterfront entlang, bevor wir wieder nach Aus aufbrechen.
Desto näher wir Aus kommen, umso bedrohlicher werden die Wolken. Vor Garub schüttet es wieder und wir lassen dort die Rösser links liegen. Flüsterton an: Sie haben uns vor 4 Jahren auch nicht gerade begeistert. Flüsterton aus.
In Desert Horse Inn holen wir noch unser Grillgut und das Frühstück für den nächsten Morgen. Wir lassen uns noch beraten welche Pad wir am nächsten Tag nehmen sollen. Wir schaffen es dann mit dem letzten Tageslicht, man verschätzt sich hier schnell, in unser Superchalet und sind froh, dass wir es mit dem Playmo geschafft haben!
Aber zu früh gefreut. Es ist dunkel und es bleibt dunkel. Wir suchen unsere Stirnlampen und versuchen herauszufinden whats up, aber nada, null zero……. Kein Licht. Popo kalt und regnerisch ist es noch dazu. Wir laden unsere T-Bone Steaks wieder ins Auto, die wollten wir in der Pfanne braten, und kurven, mit das Herz in der Hose, zurück ins Basislager. Dort geben wir unser lecker Grillgut wieder ab und erklären den Sachverhalt. Wir sollen im Restaurant essen und sie schicken Jemand der nach dem Rechten schaut. Das Essen war bis jetzt das schlechteste in Namiba, aber ob es wirklich nicht gut war oder ob es an unsere jetzt ziemlich schlechte Laune lag, I don´t know. Nach dem Essen sagt man uns wir sollen in der Bar warten, wo wir all for free haben bis wir näheres erfahren. Schon wieder sitzen wir vor dem Kaminofen von heute Morgen. Jemand hat den Ofen total voll mit Holz gestopft, kein Scheit mehr passt hinein. Es fängt alles auf einmal Lichterloh an zu brennen, der Ofen fängt an zu zittern und rütteln und Puff, implodiert die ganze Kiste. Das Glas und brennende Scheiter fliegen durch die ganze Bar, uns ist gottlob nichts passiert, aber jetzt reicht es auch. Ich will jetzt eigentlich nur noch ins Bett.
Dann kommt der Lichtversteher zurück und sagt da kann man machen nix. Der Umformer von der Solarenergie ist kaputt und kein Ersatzteil weit und breit. Das gelobe ich mir!
Sie machen den Vorschlag, so viele „Tranlampen“ zu organizieren wie möglich, damit wir was sehen können. Einer fährt voraus damit + 2 Säcke Brennholz und wird alles vorbereiten. Der Lichtversteher fährt unser Auto, da wir Schiss haben mit dem Auto noch mal im Dunkeln auf der Straße zu fahren. Er wird dann von Nr.1 wieder mit zurück genommen.
Es sieht dann richtig romantisch aus als wir kommen, überall Lämpchen und Feuer im Kamin. A... kalt ist es aber trotzdem.
Es ist ziemlich spät als wir ins Bett gehen, wir haben noch unsere Tasche für den TT-Trail Packen müssen. Wir wollen ganz früh aufstehen und mit dem ersten Tageslicht wegfahren um dort rechtzeitig anzukommen. Wir haben auch noch 2 Säcke Grillholz im Auto und einigen uns darauf, dass wer Pippi muss oder sonst nicht schlafen kann, Holz nachlegt. Das war dann gar nicht schwer, weil um Mitternacht fängt es an zu Stürmen, der Wind heult an den Hausecken und ich komme mir vor wie in ein Roman von Emily Bronte - Wuthering Heights. Nur, ich bin nicht Nelly Dean und Albert hat auch nichts gemeinsam mit Heathcliff. Um 5 legt Albert das letzte Holz auf, dann haben wir 4 Säcke verfeuert....
Champagner8'684 Beiträge · seit 201019. Nov. 2012 · #84
Guten Abend Guggu,
wie schön, dass es weitergeht! 🙂 Wie schlecht aber war das Wetter in Aus 🙁 Da hattet Ihr ja echt Pech! Auch mit dem Essen - meine Schwester und ich haben damals das Essen dort als eines der besten unserer Namibia-Reise empfunden! Aber wenns mal schlecht läuft, dann auch richtig....😠
Ich hoffe sehr, dass der Wetterfrosch 😉 ein Einsehen hatte und bin daher höchst gespannt darauf, was das nächste Kapitel bringt!
GugguThemenstarter2'261 Beiträge · seit 201120. Nov. 2012 · #85
Hallo Hängematte & Bele,
wir haben da schon Pech im Aus gehabt. Kalt und Sonnenschein macht mir nichts aus, nach ein paar Stunden wird es dann schon lieblich, aber kalt und regnerisch ist nicht so mein Ding. 🤩 Dass da auch noch das Licht ausfällt ist natürlich kumuliertes Pech. 😈 😈 Was wohl mit unsere Nachfolger im Eagles View war? Sie haben auch am nächsten Tag kein Umformer da gehabt!
Das Wetter ändert sich aber auch sehr schnell und in Lüderitz war es ja annehmbar, während es in Aus den ganzen Tag geregnet hat. 😠 Die morgendlichen Stimmungsbilder aus Kolmannskuppe gibt es jetzt nicht, aber ich bin froh, dass wir überhaupt welche machen konnten.
Sie waren in Aus sehr bemüht um uns und ich wurde Eagles Nest gerne noch eine Chance geben, nicht aber im August! Es war trotz allem eine der schönsten Unterkünfte die wir hatten. 🙂 Auch mit ein bisschen Abstand betrachtet: Das Essen war, und blieb, das schlechteste in 4 Wochen.
Das Wetter schlägt noch ein paar Kapriolen, aber ich kann sagen: Wir haben in NAM noch nie so gefroren 😠 , aber auch noch nie so geschwitzt. 😎
uschisiggi160 Beiträge · seit 200920. Nov. 2012 · #86
Guggu schrieb: Es war trotz allem eine der schönsten Unterkünfte die wir hatten. 🙂 Auch mit ein bisschen Abstand betrachtet: Das Essen war, und blieb, das schlechteste in 4 Wochen.
Liebe Guggu, dieser Aussage kann ich mich auch nur anschließen. wir waren im September 12 auf der klassischen Namibia Rundreise zu viert unterwegs und haben zwei Nächte im The Boulder / eagles nest verbracht. Die Unterkunft ist traumhaft schön gelegen und ausgestattet und beim Wetter hatten wir auch Glück - kein Regen - aber..... die vorhandenen Grillroste luden zum einen nicht zum grillen ein und zum anderen wäre dies aufgrund der am frühen Abend an beiden Tagen aufziehenden Fallwinde auch fast nicht möglich gewesen. Dieses Phänomen taucht dort übrigens sehr häufig auf, wie man auch in den Gästebüchern nachlesen kann. Es blieb uns also übrig: zurückzufahren zum Desert Horse Inn und dort zu Abend essen. Was uns da erwartet hat: "Das Abendessen (1 Klacks Erbensuppe – wirklich nicht mehr -, Büfett mit Huhn und Lamm sowie Zimteis als Dessert) war in Ordnung, mehr aber nicht. Aufhalten tat sich dort niemand nach dem Essen, und so waren wir 90 Minuten später wieder in der Einsamkeit zurück." Gruß uschisiggi PS: Eure Stimmungsbilder von Kolmanskuppe gefallen mir gut.
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
franzicke2'085 Beiträge · seit 201220. Nov. 2012 · #87
Hi Guggu, das klingt ja mal echt abenteuerlich - allerdings eher nach einem, das man nicht zwingend braucht ... zum Glück nichts passiert! Das mit dem Regen im August ist ja wohl völlig ungewöhnlich? Bei uns war AUS die erste Campsite-Station und wir waren ganz besselt von dem zauberhaften Platz, aber bei den Wetterbedingungen, wäre ich wohl zur Oberzicke geworden. Bin schon sehr gespannt auf Fortsetzung, viele Grüße Franzicke
GugguThemenstarter2'261 Beiträge · seit 201120. Nov. 2012 · #88
@ UschiSiggi. Schön, dass ihr auch dabei seid. 🙂 Nach den NUR positiven Feedbacks im www, ist man irgendwie doch ein bisschen konsterniert, dass doch nicht alles perfekt ist. 🤨
@ Franzicke. Ich wollte ja schon ein bisschen Abenteuer haben, aber auf das hätte ich auch gerne verzichtet. 🤩 Wir haben alle Daheimgebliebenen gesagt: Wenn ihr ausschließlich blauen Himmel in Urlaub haben wollt, müsst ihr nach Namibia reisen. 🙄 So was ist dann aber auch schnell abgehakt, nur die Harten kommen in den Garten. 😮 2 Tage vorher bin ich ja noch am Pool in der Canon-Lodge gelegen. 😎 😛
Steffi82672 Beiträge · seit 201120. Nov. 2012 · #89
Hallo Guggu,
ich hoffe, ich darf auch noch zuspringen! 🙂
Sehr schöner Bericht, schöne Bilder und ich bin schon total gespannt, wie es weiter geht. Wir werden nächstes Jahr auch Anfang August unterwegs sein, da bin ich mal gespannt, was du noch an Wetterkapriolen zu bieten hast, damit ich mich innerlich darauf vorbereiten kann 😉 .
GugguThemenstarter2'261 Beiträge · seit 201120. Nov. 2012 · #90
Hallo Steffi, schön, dass du auch aufgesprungen bist und danke für das Lob. 🙂 🙂 Es spornt dann ganz schön an wenn positives feedback kommt.
Zum Mitnehmen: Auf jeden Fall 2 Satz Skiunterwäsche, Strickmütze, auch dünne Handschuhe sind nicht verkehrt. 🤩 Wenn man es dann nicht braucht, auch gut.😄
Hanne6'152 Beiträge · seit 200620. Nov. 2012 · #91
hallo guggu, hallo uschisiggi,
erstmals guggu - lese ganz gespannt mit -- und bin gespannt was Du vom Tok Tokkie Trail schreibst, den haben wir auch schon gemacht. Ihr Beide schreibt im Desert Inn das schlechteste Essen bekommen zu haben, wir waren vor 2 Jahren dort - und wenn ich Euch sage, es war spitzenmässig- es war eine kleiner Reisegruppe da - die bekamen Buffett, wir wurden gefragt was wir wollten es wurde frisch zubereitet - die besten, zartesten Steaks auf den Punkt gegart, Gemüse, Kartoffeln usw. alles perfekt und den 2. Abend haben wir auch wieder dort gegessen - genauso gut. Mir geht es ja genauso ,w enn ich wo schlecht esse, das vergisst man einfach nicht --- schade für Euch. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
uschisiggi160 Beiträge · seit 200920. Nov. 2012 · #92
@ Hanne das Essen war wirklich nicht das beste, um es mal höflich auszudrücken. Und kein witz: die Vorspeise wird ja serviert. Da bekamen wir genau zwei Eßlöffel Erbsensuppe in einem Suppenteller serviert mit dem freundlichen Hinweis, dass es ja anschließend noch das Büfett und Desert gäbe. Den zweiten Abend haben wir dort dann nur aus Verlegenheit gegessen.
Gruß uschisiggi
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
GugguThemenstarter2'261 Beiträge · seit 201120. Nov. 2012 · #93
Hallo Hanne, wir waren schon vor 4 Jahre in Desert Horse Inn und es hat uns super gefallen. 🙂 Das Wetter war sehr schön und wir haben eine tolle Wanderung zum Sonnenuntergang gemacht.
Wir haben beide Male von Buffet gegessen, und ich müsste lügen wenn ich sage, dass das Essen einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen hat. Es war nicht soooo schlecht, sie haben nur woanders besser gekocht. 😵 😕 Es freut mich wenn es bei euch sehr gut war. Bele war ja auch voll des Lobes. 🙂
LG Guggu
Mal schauen ob ich bis Morgen Den TT-Trail in die Tasten bekomme 🤨
ääähh...wie bis morgen den TT Trail schaffen. Ich habe mir extra heute abend freigehalten, damit ich den Bericht heute lesen kann....So geht das hier aber nicht 😈
GugguThemenstarter2'261 Beiträge · seit 201121. Nov. 2012 · #96
12.8.2012 Tok Tokkie Trail Tag 1
Um 5:30 stehen wir auf, machen Katzenwäsche und ziehen uns vor dem Kamin an. Dort sorgt die Glut für einigermaßen erträgliche Temperaturen. Ich mache einen großen Pott Tee, Hunger haben wir nicht. Aus dem Frühstückpaket mache ich noch ein paar Vesperbrote für unterwegs.
Der Playmo wird geladen und 6:30 sind wir on the Road again…… Es ist saumäßig kalt, als wir aus dem Schutz der Berge kommen sind die Felder und die Gravelpad weiß gefroren!!
Wir verlassen Aus bei Frost und Nebel
Wir haben ein bisschen Angst, dass es rutschig sein kann, es geht aber alles gut. Auf Rat von den Leuten in Desert Horse Inn wollen wir die D707 fahren. Das war auch der ursprüngliche Plan, aber da wir zwischen 12-13 Uhr im TT-Farmhaus sein wollen und wir nichts über den momentanen Zustand der Strasse wissen, waren wir hier unsicher. Die D707 soll einer der schönsten Pads Namibia sein, und es ist tatsächlich so! Rechts die Tirasberge, links die Sanddünen des Namib Naukluft Park. Die Sonne scheint inzwischen vom wolkenlosem Himmel und es ist atemberaubend schön. Die Strasse selbst ist in einem super Zustand und es läuft wie geschmiert. Nur die letzten km sind etwas steinig, inzwischen sind wir aber schlimmeres gewöhnt. In Betta wird mal getankt und Pause gemacht.
Wir kommen erstaunlich gut voran, und erreichen das TT-Farmhaus kurz nach 12. Die letzten 11 km Farmpad übergehen wir stillschweigend. Wir haben mal wieder das Auto getragen......
Ein italienisches Pärchen, Maura & Luca, ist schon da, wir warten noch auf eine deutsche Familie aus Chemnitz.
Sie trudeln dann auch ein, sie haben die Fahrzeit ein bisschen verschätzt. Es gibt noch ein leckeres Mittagessen bevor wir starten.
Das Wetter ist etwas windig, aber sonnig und mit angenehmen Temperaturen. Wir müssen nur unser Rucksack mit Wasserflaschen, Kamera, Fernglas und sonstigen Kleinigkeiten tragen. Das restliche Gepäck wird zu den jeweiligen Übernachtungsstätten gefahren. Zum Ausgangspunkt wurden wir noch mit dem Auto gebracht. Das ist dann auch das letzte Auto, das wir in den nächsten zwei Tagen sehen.
Tjambiru, unseren Guide, den der Einfachheit halber alle nur Domingo nennen, gibt letzte Verhaltensmaßregeln: beim Laufen ein wenig den Untergrund im Auge behalten – wegen giftiger Kriechtiere –, ausreichend trinken, einen Hut aufsetzen und statt kurzer Hosen lange tragen.
Jetzt folgt auch schon der Marschbefehl. Wir laufen in Gänseformation dem kräftig ausschreitenden Domingo hinterher, es geht durch die Pro-Namib, weg vom Farmhaus, weg von der Zivilisation, hinaus aufs unendlich scheinende Dünenmeer, dem Unbekannten entgegen......
Überall wächst das sich abgerolltem Natodraht ähnelnde Straußengras. „Ein Gras mit Attitüde“, wie Domingo lachend erklärt. Ein weiterer Pluspunkt für die langen Hosen.
Wir sehen noch Springböcke und schauen uns auch den Namensgeber des Trails an: Den Tok Tokkie Käfer
Nach 2 h Gehzeit erreichten wir unser erstes Nachtlager. Die guten Geister des Camps sind Franz und Belinda. Wir genießen bei einem Gin Tonic die Stille der afrikanischen Nacht. Als Abendessen gibt es Kürbissuppe, Zebrarouladen und als Nachtisch warmer Schokoladenpudding.
Danach erklärt uns Domingo noch einige Sterne am Nachthimmel bevor es zeitig ins Bett ging. Dort erwartete uns eine herrliche Überraschung - eine Wärmflasche!! Obwohl es tagsüber recht heiß ist, kühlen die Nächte in der Wüste sehr ab. Schon beim Abendessen brauchten wir eine warme Jacke und für jeden lag noch ein wärmender Poncho bereit.
Mitten in der Einsamkeit sind paarweise Feldbetten aufgestellt, jeweils im gebührenden Abstand zum nächsten „Doppelzimmer“. Darunter ein kleiner Teppich, so dass niemand mit sandigen Füßen in die Bettrolle kriechen muss. Mit Strickmütze, Socken und Skiunterwäsche wursteln wir uns in die Bettrolle hinein. Daneben eine Gepäckablage – die Reisetaschen werden von der Begleitmannschaft transportiert –, ein Beistelltischchen, ein Kanvas-Waschbecken.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201021. Nov. 2012 · #98
Guggu, das sind super Fotos - ich könnt sofort losziehen! Neben mir liegt ein Katalog mit Campingtouren in Afrika (einfach nur so, ehrlich....)und ich hatte eh gerade riesige Lust, mitten in der Natur zu schlafen! 🙂 Passt also......
Jetzt muss ich allerdings mal eine ganz blöde Frage stellen - obwohl ich natürlich Hummeldumm gelesen habe, hatte ich mich nie wirklich mit den dort beschriebenen Unterkünften usw. auseinandergesetzt. Ist denn die Wanderung, die Ihr gemacht habt, diejenige, die dort beschrieben wurde??? Natürlich mit anderen Teilnehmern 😄
GugguThemenstarter2'261 Beiträge · seit 201121. Nov. 2012 · #99
Neben mir liegt ein Katalog mit Campingtouren in Afrika (einfach nur so, ehrlich....)und ich hatte eh gerade riesige Lust, mitten in der Natur zu schlafen! 🙂 Passt also......
Zufälle gibt es........ 🤩 🤩
Ich denke schon es war die Hummeldummtour, wir waren aber eine super Truppe und es war ein richtiges Highlight
Hanne6'152 Beiträge · seit 200622. Nov. 2012 · #100
hallo Guggu,
ach kommen da tolle Erinnerungen hoch ich erlebe die Tour nochmals mit- Marc und Elinor die damals den Tok Tokkie Trail organisiert und geführt haben - sind ja nicht mehr da. - Finde es ganz toll, dass nach all den Jahren das Konzept beibehalten wurde und nicht auf einmal Zelte in der Düne stehen wir haben die Tour März 2004 gemacht -- würde es jederzeit nochmals tun, gerade so im Freien zu schlafen- das war das Highlight. So unterschiedlich ist das Empfinden und Begeisterung, unsere Freunde würde die Tour nicht mehr machen, denen war es zu unheimlich im Freien, die hatten keine Erholung - aber das war auch in festen Unterkünften so- die Nächte mit den Geräuschen war für sie das schlimmste. Sie sagten, Namibia immer wieder aber nur bei Tag - aber nicht mehr in der Nacht, wir mussten so lachen. Einen schönen Tag und ich freu mich mit zu wandern im Tok Tokkie Trail. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland