Das kenn ich nicht, aber dafür "Dadada... Ist nicht dasselbe, odrr?
Seven schrieb:Eine davon hat es sich auf einem Baum gemütlich
gemacht. Mmhh… ich dachte, das gibt’s nur im Lake Manyara-Park, wo sich Löwen
tagsüber auf den Bäumen aufhalten.
Hmmm...Touristin aus dem Manyara-Gebiet? Oder sogar aus Ishasha in Uganda, wo die Löwen auch auf Bäumen hausen? Oder wusste die einfach nicht dass man das nur in Manyara und Ishasha zu tun pflegt? Fragen über Fragen... :-O
Seven schrieb:teilen wir uns auf und ich gehe mit dem Bruder des
Sohns vom Chef auf Rundgang.
Tini___ schrieb:Bruder des Sohns... also ist er ja genauso ein Sohn des Chefs 😉
KarstenB schrieb:Nein, das ist der andere Sohn, ähh Bruder. 😁
Offenbar betreiben Tini und KarstenB keine Vielweibereiherrerei...denn ein Bruder muss nicht zwingend dieselbe Mutter oder denselben Vater haben... ...ok, dann ists ein Halbbruder, aber wer will schon so genau sein...
Hmmm...Touristin aus dem Manyara-Gebiet? Oder sogar aus Ishasha in Uganda, wo die Löwen auch auf Bäumen hausen? Oder wusste die einfach nicht dass man das nur in Manyara und Ishasha zu tun pflegt? Fragen über Fragen... :-O
Die berühmten Baumlöwen vom Lake Manyara, die angeblich nur dort vorkommen - eine Legende, die schon lange nicht mehr stimmt. Unsere ersten Baumlöwen haben wir 2000 im Tarangire gesehen, und später dann häufiger in der Serengeti.
LG aus Puerto
Karsten
PS: Ich habe hier nur selektiv reingeschaut - Kili- und sonstige Besteigungen interessieren mich nicht, aber mir ist bei einem Foto aufgefallen, dass die Thompson-Gazellen keine waren, sondern Grant-Gazellen.
SevenThemenstarter261 Beiträge · seit 201019. Okt. 2026 ·
Hallo zusammen
Danke für eure Ergänzungen... 🙂
Ja, was Familienangehörigkeiten betrifft, bin ich nicht oft auf der Höhe... 😄. Aber so habe ich das irgendwie verstanden, als uns der Chef seine Mitbewohner vorgestellt hat...
Und danke für den Hinweis betreffend Baumlöwen. Wusste ich bis dato nicht, dass das so ist. Schon wieder was gelernt 🙂
SevenThemenstarter261 Beiträge · seit 201019. Okt. 2026 ·
10.07.26 – Elefant in der Trotzphase
Ein letzter Sonnenaufgang in der Wildnis. Denn
heute verlassen wir die Serengeti und fahren zurück Richtung Arusha, aber
vorher noch mit einem Abstecher in den Lake Manyara Nationalpark.
Um das
Programm einzuhalten, gibt’s kein Halten bei Tieren und Edwin drückt das
Gaspedal durch. Mit einer Ausnahme: Kurz vor dem Verlassen des Parks sehen wir
in einiger Entfernung ein Löwenrudel mit ca. 7 Erwachsenen (1 x männlich und 6 x
weiblich), welche sich einer noch weiteren Entfernung einer Elandantilopengruppe
anpirschen. Die Distanz zwischen Katzen und Antilopen ist aber sehr hoch, als da in nächster Zeit Hochspannung aufkommen will. Edwin
meint, das ganze könnte noch gut eine halbe oder ganze Stunde dauern bis was
passiert. Daher fahren wir weiter ohne zu wissen ob die Löwenjagd erfolgreich
war. Mit diesem letzten Rudel haben wir nun auf unserer kurzen Safari gut 69
Löwen gezählt. Für mich ein absoluter Rekord.
Nach der Serengeti beginnt die Fahrt Richtung
Ngorongoro-Krater. Je höher wir kommen, umso spürbar kälter wird es. Zuoberst entlang
des Kraterrandes begrüsst uns sogar der Nebel. Den nochmaligen Ausblick in den
Krater können wir uns somit ersparen, man sieht schlichtweg nichts.
Den Lunch
nehmen wir in einem grossen Souvenir-/Restaurantladen ein.
Am Nachmittag erreichen wir den Lake Manyara Nationalpark. Bei
der Fahrt durch den Regenwald sehen wir einige Diademmeerkatzen (oder Blue
Monkeys).
Wir bleiben insgesamt 2 Stunden im Park. Nebst den Meerkatzen sehen
wir im Verhältnis viele Elefanten (zwei von ihnen mit einer Rangelei) und
Paviane. Und zur Abwechslung mal einen Adler.
Somit kann zusammengefasst
werden: die Pirschfahrt war eher mau. Da habe bei meinen letzten beiden
Besuchen doch einiges mehr gesehen, wobei wir uns aber damals auch länger im
Park aufhielten. Als wir uns auf dem Rückweg befinden, passiert doch noch ein
kleines Abenteuer-Adrenalin-Highlight: wir erblicken einen Elefant in der
Brunftzeit, welcher mehr oder weniger grosse Probleme macht. Bockig wie er ist,
blockiert er zuerst mal die Strasse und malträtiert einen Baum.
Vielleicht hat
er ja Ärger mit seiner Liebsten und nun muss er sich irgendwie abreagieren. Apropos
Reagieren: wir wissen nicht so recht, wie er sich verhalten wird wenn wir an
ihm vorbeifahren, daher warten wir ab. Der Elefant macht vorderhand keine Anzeichen, die
Strasse zu verlassen und stellt sich trotzig in den Weg. Hinter uns warten
Fahrzeuge und in Gegenrichtung ebenfalls. Keiner macht den Anfang, keiner traut
nur ansatzweise sich auf die andere Seite zu bewegen. Nach einiger Zeit läuft der
Elefant dann doch mal ins Gebüsch neben der Strasse, aber er ist immer noch nah
genug, um uns bei der Vorbeifahrt anzugreifen, bzw. uns mit dem Rüssel eins auf’s
Dach zu klopfen. Auch das Gebüsch ist nicht sicher vor ihm. Äste werden
gebrochen, Blätter werden herumgeworfen, das volle Leckt-mich-Ar…-Programm in
Elefantenmanier. Edwin und die anderen Fahrer tauschen sich aus; mir scheint,
niemand hat so richtig einen Plan, was sie/wir machen sollen. Aber irgendwann
fasst sich Edwin all seinen Mut zusammen und wir halten die Luft an. Er wartet die
bis zu diesem Zeitpunkt beste Gelegenheit ab und drückt auf die Tube. Damit hat
der Elefant wohl nicht gerechnet. Verdutzt schaut er uns an als wir ihn kreuzen.
Geschafft, die Vorbeifahrt gelingt uns mit ein wenig Herzklopfen. Entspannter
geht es nun Richtung Parkausgang. Vor dem Verlassen des Parks kreuzt eine Gruppe
Paviane die Strasse. Dankbar nehmen wir auch noch dieses letzte «Highlight»
mit.
Die Fahrt zur Lodge (Migunga
Tented Camp), welche sich in der Ortschaft Mto wa Mbu befindet, dauert gut
10 Minuten.
Nach dem Einchecken begebe ich mich an den Pool. Leider ist das
Becken nicht gefüllt, aber die Erholung auf dem Liegestuhl tut’s auch. Das
Diner gibt’s als 4-Gänger, wobei man den Hauptgang wählen kann zwischen Fleisch
und Vegi. Wir haben wiederum sehr gut gegessen und mit vollem Magen geht’s ins
Bett.
SevenThemenstarter261 Beiträge · seit 2010heute 17:00 ·
11.07.26 – Hupe, wenn du gehört werden willst!
Nach dem Morgenbuffet in der Lodge verladen wir
unsere Koffer und fahren in Richtung Arusha zum örtlichen Flughafen. Auf der
Fahrt passiert nicht viel – Edwin nimmt es gemütlich, denn wir haben heute
keinen Stress.
Kurz vor der Ankunft am Flughafen halten wir
bei einem Hotel für einen Lunch, und das 3 Stunden nachdem wir ausgiebig gefrühstückt
haben. So richtig Hunger hat eigentlich keiner von uns, obwohl das Buffet
wieder verlockend aussieht.
Es folgt der Ankunft am Flughafen Arusha und die
Verabschiedung von Edwin. Edwin hält eine kurze Dankesrede, auch wir sagen
herzlichen Dank für sein Engagement und Einsatz und übergeben ihm sein
Trinkgeld. Wir werden ihn definitiv vermissen. Er war einer der besseren
Guides, die ich bisher kennenlernen durften. Man merkt, dass er sein Wissen
sehr gerne und mit Freude weitergibt. Und auch seine offene und fröhliche Art
ist sehr gut bei uns angekommen.
Wir reihen uns in die Warteschlange ein, die
merklich langsam vorwärts geht, da es für die Gepäckkontrolle nur einen
Schalter gibt. Aber wir haben ja Zeit. Nach der Gepäckkontrolle folgt dann das
eigentliche Check-In. Auch hier warten wir geduldig, denn unser Schalter ist
noch nicht geöffnet. Nach gut einer halben Stunde tut sich dann was und schon
in Kürze halten wir unsere Flugticket nach Sansibar in der Hand. In der
Wartehalle vertrödeln wir unsere Zeit mit Lesen, Herumlaufen oder dem
Beobachten der Flugpiste. Unser Flug sollte um 15:45 Uhr starten, aber vom
Flieger der Precision Air fehlt noch jede Spur. Auf dem Tracker wurde er mal
kurz gesichtet, aber war dann verschwunden. Die Ratlosigkeit hat bald ein Ende,
um ca. 16:00 Uhr landet ein Flieger der Precision Air und wir haben Glück – es
ist unserer.
Mit ca. 45 Minuten Verspätung starten wir nun Richtung Sansibar.
Der Flug verläuft ruhig.
Blick auf Stonetown
Bei der Ankunft dürfen wir uns wieder einordnen
in die Wartereihe. Der Beamte will aber nur checken, ob wir die (relativ neu)
eingeführte Pflichtversicherung abgeschlossen haben. Haben wir, unser Papier
wird gescannt und für gut befunden. Draussen in der Dämmerung suchen wir
unseren Taxifahrer. Flughafenangestellte schnappen sich unterdessen unsere
Koffer und nun warten wir alle zusammen, bis uns der Taxifahrer abholt. Nach
kurzer Diskussion mit einem der Organisatoren finden wir ihn und laufen zu
seinem Taxi, keine 5 Meter entfernt. Naja, diese Distanz hätte ich auch mit meinem
Koffer ohne Mithilfe zurücklegen können.
Bald fahren wir los mitten in den
Feierabendverkehr. Der Taxifahrer erzählt uns zuallererst, dass er seit gestern
Vater eines Jungen geworden ist. Herzliche Gratulation! Dann erzählt er etwas
über die Insel und braust durch die anbrechende Nacht. Wir bemerken sein
Multitasking: über die Insel erzählen, fahren und dabei die Hupe eloquent
einsetzen. Gehupt wird ja in Afrika ziemlich oft und bei jeder Gelegenheit,
aber er scheint dies mit einer grossen Freude zu machen. Und er erzählt auch
warum:
Die Fahrt bei Dunkelheit ist hier extrem
gefährlich. Entgegenkommende Fahrzeuge teils mit Volllicht (oder falsch
eingestellten oder gar kein Licht), keine Strassenbeleuchtung, viele Moped-
oder Fahrradfahrer ohne Licht, Fussgänger welche kaum erkennbar sind. Und er
hat Recht: eine Gruppe von ca. 20 Kinder, resp. Jugendlichen kommt uns mit dem
Fahrrad entgegen – meist in 2er/3er-Reihe fahrend und ohne Licht, kaum
sichtbar. Man traut gar nicht hinzuschauen was hier alles auf der Strasse
passiert. Aber unser Taxifahrer hupt dabei alle Gefahren aus dem Weg und macht
so auf sich aufmerksam. Nebst einem Steuerrad sowie Räder dürfte die Hupe hier
zum wichtigsten Equipment eines Fahrzeugs gehören.
Ein wenig erschöpft kommen wir im Royal Zanzibar Beach Hotel an. Nach
der Begrüssung (mit dem besten Begrüssungsdrink auf dieser Reise) folgt der Zimmerbezug
und dann noch ein kleines Nachtessen, um die Malariatablette besser zu
verdauen. Wobei klein relativ ist…
Ein Vorgeschmack was uns erwartet. Grosses
Buffet mit allerlei Gerichten und Speisen. Da das Hotel von vielen Italiener
besucht ist, darf natürlich der Pasta- und Pizzaecken nicht fehlen. Apropos
fehlen: es fehlt an nichts… bis hierher.
Zurück im Zimmer betrachte ich mal mein Zusatzbett. Gegenüber dem
regulär zimmerzugehörigen Nachtlager verfügt es über keine dicke Matratze und
kein Moskitonetz. Moskito sind wohl das kleinere Problem, denn als ich mich
drauflege, leistet die gut 12cm dicke Matratze keinen echten Widerstand und
mein Rücken macht gleich Bekanntschaft mit dem Holzrost.