KAKatjaThemenstarter32 Beiträge · seit 200602. Juni 2008 · #1Hallo liebe Fomis,
wir reisen im September zum 2. Mal für 4 Wochen nach Namibia. 2006 sind wir grob aufgeschrieben folg. Route gefahren: WDH-Sesriem-Swakopmund-Etosha-Caprivi-Kasane-Maun-Waterberg-WDH.
Dieses Jahr wollten wir WDH-Waterberg-Etosha-Epupa Falls-evtl. Marienflußtal fahren und von dort aus dann in den Süden starten, wobei wir vorhatten,Swakopmund und Sesriem wahrscheinlich aus Zeitgründen auszulassen.Im Süden wollten wir zum Fish River, dann ein paar Tage in den Kgalagadi Transfrontier Park und von dort aus zurück nach WDH. Haben jetzt mal alles grob durchgeplant und gemerkt, das wir in 4 Wochen diese Tour wahrscheinlich nicht schaffen werden, es sei denn wir hetzen nur von einem Ort zum anderen.
Nun können wir uns irgendwie nicht entscheiden, ob wir den Norden (Epupa) oder den Süden ( Fish River+ KTP) weglassen sollen. Was habt ihr für Erfahrungen gemacht und welche Region würdet ihr uns eher empfehlen?
Ich weiß, das ist wahrscheinlich Geschmackssache, aber vielleicht könnt ihr mir ja trotzdem weiterhelfen.
Lg, Katja
heuchef911 Beiträge · seit 200702. Juni 2008 · #2Hallo Katja,
vorausgeschickt: ist alles natürlich persönliche Geschmacksache 😎
Ich gebe Dir recht, dass Etosha, dann Epupa und dann noch Fisriver von der Strecke her zu viel ist. Wir hatten uns letztes Jahr auch etwas übernommen und den Süden und den Norden - wenn auch ohne Sesriem und ohne Etosha - gemacht mit insgesamt ca. 6.000 km. Das war für 4 Wochen zwar machbar, aber verhinderte fast jede Sponatanität ("Los, wir müssen abfahren, sonst schaffen wir die heutige Strecke nicht...!").
Auch nachdem wir letztes Jahr im Süden waren, ziehen wir den Norden absolut vor, wobei auch im September es angenehm etwas wärmer sein dürfte. Epupa ist für zwei oder drei ruhige Tage wunderschön, Rafting auf dem Kunene macht Spaß und die Fahrten durchs einsame Kaokeveld nach Marienthal oder dann den Hoanib entlang sind erlebnisreich und landschaftlich schön.
Und im Namib-Naukluft oder am Brandberg oder im Erongo gibt es noch viel zu entdecken.
Unsere diesjährige Route findest Du unter
www.namibia-forum.ch/index.php?option=com_fireboard&Itemid=80&func=view&id=68605&catid=7Fishriver ist landschaftlich atemberaubend, Tiras-Berge sind wunderschön, aber es gibt viel Farmzäune, die wir im Norden wenig finden - ist aber, um es zu wiederholen, nun mal unsere persönliche Vorliebe.
Viel Spaß bei weiteren Planen.
Helgi
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200602. Juni 2008 · #3Hallo Katja
Der Norden und Süden wie Ihr es vorhabt ist in 4 Wochen sehr ambitioniert. Deshalb entscheidet Ihr Euch besser für das eine oder andere. Wenn Ihr im September in den Süden fahrt, habt Ihr die Chance im Namaqualand die Blüte zu erleben. Diese ist jeweils im August/September. Je nachdem wie intensiv der Regen vorher war ist die Blüte sensationell. Dafür würde ich nochmals in den Süden fahren. Das ganze dann mit Kgalagadi (vielleicht hier bewusst ein paar zusätzliche Tage einplanen) und den Augrabies Falls kombinieren. Dann bietet sich das Gebiet am Oranje und vielleicht auch noch der Richtersfeld Park an.
Obschon ich den Norden bevorzuge würde ich im September wahrscheinlich in den Süden fahren.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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KAKatjaThemenstarter32 Beiträge · seit 200602. Juni 2008 · #4Hallo,
vielen Dank schonmal für eure Antworten. Wollte nur nochmal kurz anmerken, wir fliegen erst am 25.9, d.h wenn wir zuerst nach oben (Waterberg, Etosha) fahren, wären wir erst Mitte Oktober im Süden, denke, dann ist die Blüte schon vorbei, oder?
Uns würde im Süden halt hauptsächlich der Kgalagadi interessieren, jetzt habe ich hier im Forum allerdings auch schon gelesen, das man evtl. nicht allzu viele Tiere sieht, wenn man nur 3-4 tage im Park ist.
Lg, Katja
Cora1'335 Beiträge · seit 200602. Juni 2008 · #5Hallo Katja,
Du weißt ja, wie das im Forum ist ... viele viele Ansichten. Aber dazu fragt man ja.
Als ich Deine Überschrift gelesen habe: Epupa Falls oder Fish River, da habe ich gedacht, och geht doch beides.
Dann im Text kommt Kgalagadi dazu, es handelt sich bei Deinem Thread also um eine sog. Mogelpackung 🙂
Wie meine Vorgänger denke ich, dass Du diese drei nicht wirklich entspannt unter einen Hut bekommst. Aber falls Du Kgalagadi weglässt, dann gehen Epupa und Fish River schon.
Du fährst von Windhoek in den Norden, schön gemütlich, dann nach den E-Falls über die Skelettküste runter (evtl. auch Inlandsstraßen), machst hier und da einen Stop (Swakopmund und Sesriem?) bis Du zum Fish-River kommst. Auf jeden Fall bei den Tirasbergen bleiben und die D707 fahren! Also ganz gemütlich gen Fish River. Unten angekommen (ich finde man muss am Fish River nur einen halben Tag bleiben) dann über Keetmanshoop wieder hoch zum Flughafen.
Es ist zwar nicht wenig Strecke, aber noch ok.
Grüßchen
Cora
AfricaDirect1'271 Beiträge · seit 200702. Juni 2008 · #6Hallo Katja,
zu dem Norden Namibias kann ich nichts sagen, denn dort hat es uns noch nicht hinverschlagen.
Aber für den Kgalagadi Transfrontier Park möchte ich doch die Lanze brechen. Nach meiner Meinung einer der schönsten Parks in Südafrika, besonders reizvoll auch durch seine Abgelegenheit. Ich finde schon, daß man auch in 3 oder 4 Tagen sehr viel sehen kann. Natürlich wächst die Wahrscheinlichkeit, je länger man bleibt. Aber es ist halt immer das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Es ist einfach ein wunderschönes Flechchen Erde und wir werden definitiv erneut wieder kommen. Und mit Sicherheit auch öfter als einmal.
Besonders empfehlen kann man die Wilderness Camps im Park, denn die zeichnen sich durch ihre besondere Lage aus. Einfache, saubere Unterkünfte inmitten der Einsamkeit. Twee Rivieren ist sehr umtriebig und für mich nicht so empfehlenswert, da es mir immer zu laut ist. Nossob und Mata Mata sind ganz ok, solange südafrikanischen Großfamilien oder größere Reisegruppen unterwegs sind.
Schöne Grüße,
Nicole
Duma273 Beiträge · seit 200602. Juni 2008 · #7Hallo Katja,
ab in den Norden lautet mein Tipp. Der Süden und KTP ist eine eigene Reise wert. Mein erster Trip war der Norden. Vom Süden und KTP bin ich gerade zurückgekommen. Nutze also dein Zeit und bleibe einfach länger an den verschieden Plätzen die ihr besuchen möchtet.
Jürgen
PEpeter48355 Beiträge · seit 200603. Juni 2008 · #8Hallo Katja,
wenn ihr schon einmal im Norden wart, wenn auch nicht gerade in Epupa, würde ich den Süden wählen und mich dort ausgiebig umschauen. Dann habt ihr auch genügend Zeit um den KTP in Ruhe und mit genügend Zeit anzuschauen und euch auch zwischen dem Campen ab und zu ein Wilderness Camp zu gönnen und den einsamen botswanischen Teil zu erfahren.
Zusammen mit dem Fish River Canyon, Keetmanshoop, eventuell Lüderitz und Kolmanskuppe, den Tirasbergen usw gibt es mehr als genug zu erleben für eine unvergessliche Reise.
Viele Grüße
peter
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200603. Juni 2008 · #9Katja schrieb:Hallo,
vielen Dank schonmal für eure Antworten. Wollte nur nochmal kurz anmerken, wir fliegen erst am 25.9, d.h wenn wir zuerst nach oben (Waterberg, Etosha) fahren, wären wir erst Mitte Oktober im Süden, denke, dann ist die Blüte schon vorbei, oder?
Uns würde im Süden halt hauptsächlich der Kgalagadi interessieren, jetzt habe ich hier im Forum allerdings auch schon gelesen, das man evtl. nicht allzu viele Tiere sieht, wenn man nur 3-4 tage im Park ist.
Lg, Katja
Hallo Katja
Ja, im Oktober wird die Blüte schon vorbei sein. Der Kgalagadi, Augrabies Falls, der Oranje und die Köcherbäume bei Keetmanshoop und natürlich die Tiras-Region sind aber eine Reise wert. Was für mich nicht zu den Highlight gehört hat ist der Fishriver Canyon. Allerdings waren wir auch Mitten am Tag an den Aussichtspunkten. Da ist das Licht schlecht und alles wirkt so grell.
Der Süden ist sicher eine Reise wert!
Herzliche Grüsse
Chrigu
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ps4spieler62 Beiträge · seit 200708. Juni 2008 · #10Hallo Katja,
Reiseziele sind natürlich immer Geschmacksache.
Ich war vor Jahren im Süden und bin nicht sooo begeistert. Ich mag eher den Norden, da das Land dort noch ursprünglicher ist und ich glaube, auch einsamer. Und es ist irgendwie auch mehr "Afrika", alleine schon wegen der Himbas, die einem dort begegnen. Epupa ist absolut zu empfehlen und das Marienflußtal ist für mich das schönste Tal, das ich mir vorstellen kann.
Der Weg dorthin sollte nicht unterschätzt werden. Die Strecke Opuwo-Marienfluß dauert gut zwei Tage. Ich würde eher noch einen halben dazugeben. Natürlich könnt ihr auch über den Van Zyl's Pass fahren. Macht aber zeitlich auch nichts gut.
Du solltest auch nicht vergessen, dass es im Sept/Okt bereits verdammt heiß sein wird am Kunene. Wir hatten dieses Jahr am Marienfluß am 25.April 42°C im Schatten! In Windhoek war es zu selben Zeit mit ca. 28° C recht angenehm. Einfach so zum Ausspannen ist das Syncro-Camp geeignet, das direkt am Marienfluß bzw. Kunene liegt. Man kann es nicht verfehlen. Das Community-Camp der Himbas, ca. 5km vom Syncro entfernt, wurde dieses Jahr fortgeschwemmt. Ich habe dort noch den Pumpenmotor repariert, der das Hochwasser überstanden hat. Ob das Camp wieder aufgebaut wird, ist fraglich.
Nur so als Orientierung: Vor ca. 14 Jahren brauchten wir drei Wochen für die folgende Strecke:
Rundu-Grootfontein-Tsumeb-Oshakati-Ruakana-Swaartbooisdrift-Van Zyl- Marienfluß-Opuwo(zum Tanken)-Palmwag-durch den Skelettencoastpark-Swakopmund-Windhoek-Rundu. Wir hatten selten mehr als eine Übernachtung und die Fahrt wurde dadurch recht anstrengend. Heute würde ich eine Woche dranhängen und einige Punkte, wie Epupa oder Marienfluß länger geniesen. Die Strecke Rundu-Ruakana sind wir z.B. an einem Tag gefahren, was eigentlich Wahnsinn ist.
Man sollte sich das im Urlaub einfach nicht antun!
LG
Ulli
Man hüte sich vor der Weltanschauung derer, die die Welt nie gesehen haben.
Alexander v. Humboldt