AfricaDirectThemenstarter1'271 Beiträge · seit 200707. Aug. 2007 · #1
Hallo,
wir fahren Ende September/Anfang Oktober nach Südafrika und Namibia. Ich würde gerne über den Grenzübergang Rietfontein Richtung Kgalagadi Transfrontier Park fahren. Kann mir jemand sagen, ob dieser Grenzübergang geöffnet ist (habe gehört, das nicht) und wie lang dauert die Fahrt von dort nach Twee Revieren (sollen ja schlechte Strassen sein). Wie lange dauert die Fahrt von Keetmanshoop nach Rietfontein und gibt es Übernachtungsmöglichkeiten auf dieser Strecke? Es wäre toll, wenn wir Info's bekommen könnten, möglichst aktuell. Vielleicht war ja gerade jemand in der Gegend.
La Leona2'779 Beiträge · seit 200707. Aug. 2007 · #2
hallo Nicole Rietfontein ist ein normaler Grenzübergang, er ist geöffnet. Die Strecke Keetmanshoop - Twee Rivieren ist in einem Tag sehr gut machbar. In Aroab noch tanken, denn in Nam ist der Treibstoff billiger als in SA. Die Strassen sind eher schlecht, aber durchaus mit entsprechendem Tempo zu bewältigen. Im "supermarkt" neben der Tankstelle gibt es scharf gewúrzte chicken pastries zu kaufen, ofenfrisch und warm.
Nehmt kein Feuerholz über die Grenze, sondern in Ashkam oder Twee Rivieren kaufen, uns wollte man es abnehmen, mit der Begründung es sei Ursache von Pflanzenkrankheiten - da es sehr sehr kalt war im Juni kamen wir den Herren schnell auf die Schliche und erkannten dass sie einfach Brennholz brauchten!
schöne Reise!
Gruss Leona
AfricaDirectThemenstarter1'271 Beiträge · seit 200725. Aug. 2007 · #3
Hallo La Leona,
vielen Dank für Deine Antwort. Vielleicht kannst Du oder jemand anders mir noch weiterhelfen, ob auch die Fahrt bis Mata Mata realistisch ist. Oder gibt es zwischen Keetmanshoop und Rietfontein noch eine Unterkunft oder Campingplatz? Darf man eigentlich Lebensmittel von Namibia mit nach Südafrika bringen, insbesondere Fleisch? Oder gibt es da, wie in Botswana Probleme?
AfricaDirectThemenstarter1'271 Beiträge · seit 200725. Aug. 2007 · #5
Hallo Georg,
Mata Mata ist leider noch nicht offen, wenn wir fahren. Wir müssen also über Rietfontein fahren. Wenn, dann suchen wir eine Unterkunft in Keetmanshoop oder weiter Richtung Rietfontein. Von da aus fahren wir dann weiter bis nach Mata Mata bzw. Kalahari Tented Camp.
Hallo Nicole, wir sind in Keetmanshoop um 8.30 Uhr losgefahren und waren um 15.30 Uhr in Twee Rivieren. Ich finde, die Strecke zieht sich wie Gummi. Der Grenzübertritt in Rietfontein verlief problemlos. Die Anfahrt über Bokspits auf der Botswanaseite nach Two Rivers soll viel besser sein als auf der südafrikanischen Seite. Ich bin die Strecke allerdings noch nicht gefahren. Unter SUCHEN findest du bestimmt bessere Infos. Wir hatten bis jetzt immer Glück auf der südafrikanischen Seite weil die Straße wohl kurz vorher immer planiert wurde. Im Nov. 2005 wurde auch mit der Asphaltierung begonnen. Von Twee Rivieren bis Mata Mata bzw. Kalahari Tented Camp sind es ca. 110 km. Im Park selber dürft ihr maximal 50 km/h fahren. Ich denke, das wird knapp werden wenn ihr die Strecke bis zum Abend schaffen wollt. Mit Zwischenstopps zum Einkaufen ist das nur eine Hetzerei. Ich würde eine Übernachtung in Twee Rivieren einplanen. Wie Georg schreibt, könnt ihr dort noch gut im Shop einkaufen. Uns hat es im Kalahari Tented Camp sehr gut gefallen. Allerdings waren nur 3 Zelte belegt und vom Pool aus konnten wir Gnus und Hyänen an der Wasserstelle beobachten. Hier ein kleiner Eindruck was dich erwarten könnte: http://www.videocommunity.com/pc/pc/display/4299/laurin/
Wir sind im September 06 von Keetmanshoop (Köcherbaumwald) noch Tanken und Geldholen gefahren, waren dann so ca. 9 Uhr auf der Piste. Die Strecke bis zur Grenze ist mit 80 km/ h und schneller locker ohne Probleme drin. Kurz hinter der Grenze, die problemlos zu bewältigen ist, wirds für 30 km etwas haarig, d. h. sehr sehr holprig. Danach wieder perfekt und zunehmend besser bis Twee Rivieren. Wir kamen ca. 15 Uhr an, haben etwas geshoppt, getankt, waren ein Eis am Pool essen und sind - nachdem wir das Kalahari Tent Camp gebucht hatten - dahin aufgebrochen und haben diese Zeit als schöne Nachmittagssafari bis zum Sonnenuntergang genutzt. Wir kamen rechtzeitig im Camp an und haben den ganzen Tag keine Hektik aufkommen lassen noch sind wir gerast.
Reinhard728 Beiträge · seit 200625. Aug. 2007 · #9
Hallo Nicole, der Grenzübergang in Rietfontein ist von 8:00 bis 16:30 geöffnet. Also: nicht zu spät kommen (so wie wir). Zur Qualität der Straße von Keetmanshoop bis Rietfontein (prima) und danach (überwiegend das Gegenteil) hier ein link: http://www.namibia-forum.ch/index.php?option=com_joomlaboard&Itemid=26&func=view&id=26188&catid=27&limit=6&limitstart=6 Eine einfache Unterkunft ohne Verpflegung gibt es auf Schanzkolk, ca 5 Kilometer vor Rietfontein. Gruß Reinhard die Farm Schanzkolk [img size=399]
AfricaDirectThemenstarter1'271 Beiträge · seit 200726. Aug. 2007 · #10
Hallo,
vielen Dank für die Antworten. Ich denke, wir werden dann wohl von Keetmanshoop früh losfahren. Da wir sowohl in Südafrika als auch in den USA gelebt haben, sind wir lange Fahrten gewohnt und außerdem haben wir jeweils 2 Fahrer, die sich abwechseln können.
Wie sieht es denn mit Lebensmitteln und insbesondere Fleisch aus? Darf man das mit über die Grenze nach Südafrika nehmen?
Reinhard728 Beiträge · seit 200626. Aug. 2007 · #11
Wir wurden nicht nach Fleisch oder ähnlichen Dingen gefragt. Ein officer ließ sich die Ladefläche des Hilux zeigen und als er das übliche Urlaubsgepäck (einschließlich Kühlbox) sah, hat er uns durchgewinkt. Gruß Reinhard
für Fleisch gilt eine Höchstmenge von 25 kg. Bei der Frage, ob wir mehr als 25 kg dabei hätten, haben nicht nur wir, sondern auch der Grenzer mit Blick auf die Engel-Kühlbox gelacht:-)
Für Alkohol gibt es wohl auch eine Höchstgrenze, nun weiß ich aber leider nicht wo die genau liegt. Wir hatten noch einen six-pack Bier und etwa 2 Liter Wein mit, das war jedenfalls kein Problem.
AfricaDirectThemenstarter1'271 Beiträge · seit 200716. Okt. 2007 · #13
Hallo,
vielen Dank noch einmal für Eure Hilfe. Wir sind jetzt seit einer Woche wieder zurück und ich wollte noch kurz von unseren Erfahrungen berichten. Die Fahrt von Keetmanshoop nach Twee Rivieren war eigentlich kein Problem. Die Fahrt bis zur Grenze war ok, denn wir fanden, dass die Gravelroads in Namibia sehr gut sind (die Südafrikaner könnten noch viel in Namibia lernen). Wir fanden allerdings auch die Straßen in Südafrika kein Problem. Nur die letzten ungeteerten 40 km direkt vor Twee Rivieren sind eine Katastrophe. Es ist schon erstaunlich, wir waren November 2005 das letzte Mal im Park und da hatte man gerade mit dem Asphaltieren angefangen. Immerhin haben sie in fast 2 Jahren 20 km geteert. So ist die Straße ja vielleicht in 4 Jahren fertig. Die Grenze war überhaupt kein Problem und recht schnell bewältigt. Ein kurzer Blick in das Auto und wir konnten nach Ausfüllen der Papiere weiterfahren. Der Park selbst war, wie schon letztes Mal, wirklich klasse und wir haben viel gesehen. Er ist jedes Mal eine Reise wert und vor allem nicht sehr voll.
Fleisch: Wir wurden gecheckt auf SCHWEINEfleisch - da geht hin und wieder eine Seuchenkontrolle los. Um sicher zu gehen: kosher/halal kochen kann auch gut schmecken und verhindert Probleme. olle Peter
You have to know where the places are you should be at! That\\\'s what Oom Schalk Lourens taught us ...
AfricaDirectThemenstarter1'271 Beiträge · seit 200716. Okt. 2007 · #15
Hallo Peter,
das war bei uns nicht der Fall. Nach Fleisch wurde gar nicht groß gefragt. Wir hatten allerdings auch nur Rindersteaks und Hühnchen mit. Schweinefleisch ist z.B. in Südafrika eh nicht sehr beliebt und schwieriger zu bekommen.
Hallo Africa Direct, vielen Dank für Deinen Bericht über die Zufahrt zu Twee Rivieren; ich habe diese Pad ein paar Jahre früher " genossen" ( heißt bei mir seitdem "Kukident-Teststrecke" ) und gehofft, dass die Asphaltierungsarbeiten allmählich für eine Verbesserung sorgen würden. War wohl nicht. Aber: es gibt ja immer noch die Alternative über Bokspits: man nehme den etwas putzigen Grenzübergang nach Botswana (der Grenzposten liegt nicht etwa an der Grenze, sondern mitten im Ort - man muss ihn nur finden ), fahre dann in Sichtweite der südafrikanischen ( sehr schlechten )auf einer gut gepflegten botswanischen Pad bis zum botswanischen Twee Rivieren, reise dort wieder nach Südafrika aus und melde sich bei der Grenzkontrolle im südafrikanischen Twee Rivieren wieder an. Klingt sehr umständlich, ist es aber nicht - und geht deutlich schneller ( und sowohl auto- als auch nervenschonender )als auf der südafrikanischen Marter-Strecke. Gruß Joli