take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201227. Mai 2026 ·
Tag 15 – 04.0.426 Mit Umwegen zur Khowarib Community Campsite
Unser Wecker steht auf 6.00 Uhr. Denn der Fahrer von Savanna sollte ja bei Sonnenaufgang da sein.
Wir laufen auf den Parkplatz - nichts!! 🤨 Wir beobachten die Lichter der neu ankommenden Fahrzeuge - nichts!! 🤨 Dann gehen wir frühstücken - ohne die Zufahrtspad aus den Augen zu lassen. Gegen 8.45 Uhr rufe ich Brandon an und frage, wo der Fahrer und das neue Auto bleiben. Die Antwort: Dieser wäre schon gegen 7.00 Uhr an der Lodge angekommen, doch wusste keiner wo wir sind??!! 🤩 Ist ja auch egal … es ist wie es ist … und ich will mich nicht ärgern.
Wir laden die Autos um. Das neue Auto hat nur 5.000 km auf dem Tacho und das Dachzelt ist Erstgebrauch. Im Prinzip lieben wir so etwas überhaupt nicht.
Im Vorfeld haben wir schon alles zusammengepackt und alles was in dem neuen Camper ist und wir nicht brauchen, sortieren wir schon mal sofort aus. Nachdem das so weit alles erledigt ist, sagt uns der Fahrer, dass das neue Fahrzeug keinen Kühlschrank hat und dieser aus dem „alten“ Fahrzeug ins „neue“ Fahrzeug umgebaut werden müsste. Er baut den Kühlschrank aus dem „alten“ Fahrzeug aus und stellt ihn in das „neue“ Fahrzeug.
Das Dachzelt ist anders und wir lassen uns den Aufbau kurz vorführen (dazu später mehr). Außerdem hat das Fahrzeug in der Fahrerkabine einen Getränke-Kühlschrank. So was braucht kein Mensch, denke ich bei mir.
Gegen 9.30 Uhr fahren wir Richtung Palmwag, allerdings ohne den „Umweg“ durch das Damaraland, sondern direkt über die C39 nach Palmwag.
Da der Fahrer das Auto in Khorixas vollgetankt hat, verzichten wir auf den Tankstellenstop in Palmwag.
Gegen 12.30 Uhr kommen wir in Palmwag an und überlegen, ob wir wirklich wie geplant, auf Heins Campsite übernachten wollen. Eigentlich ist es viel zu früh, um dort stehen zu bleiben. Und so entscheiden wir uns nur ein Day Visitor Permit zu kaufen und durch die Konzession zu fahren.
Die Area ist durch die Regenfälle teils schwierig zu fahren. Doch sehen wir immer wieder schöne Landschaften und wenig Tiere.
Außer einer Gruppe Zebras und ein paar Vögel nichts.
Die Zeit hat sich halt nicht wirklich gelohnt.
Unser neuer Übernachtungsplan fällt auf die Khowarib Community Campsite. Und dies ist eine goldrichtige Entscheidung. Memory und ihre Partnerin (leider habe ich den Namen vergessen) sind einfach unschlagbar. Wir sind mal wieder die einzigen Gäste und die beiden freuen sich über etwas Umsatz. Wir bekommen CS1 mit einem phantastischen Blick, Schattenplatz und saubere Ablutions. Das alles für 300Nam$ für 2 Personen.
Herz was willst du mehr --- denke ich und eile ans Auto, um uns 2 kühle Savanna Cider aus dem Kühlschrank zu holen. Doch was ist das? 🤩 Savanna Cider und auch mein Wein sind warm!!! 🤩 Der Kühlschrank ist warm !!! 🤩
Der Fahrer hat den Kühlschrank aus dem „alten“ Auto in das „neue“ gestellt, doch ohne ihn anzuschließen!!! 😮 Natürlich ärgere ich mich, jedoch auch über uns selbst, dass wir das nicht überprüft haben. 😠 Ich kann jetzt nicht sagen, ob der Fahrer dies gesehen hat und den Kühlschrank deswegen andersrum ins Auto gestellt hat oder ob er wirklich nicht für diesen Job geeignet war.
Damit aber noch nicht genug: Das „neue“ Auto hat keinen Tisch. Also wieder bei Savanna anrufen und Lösungen suchen.
Die, die uns kennen, wissen dass wir unsere Fahrzeuge immer bei Savanna buchen und immer waren wir zufrieden.
Okay … die abgefahrene Seitenklappe --- unsere Schuld … Getriebeschaden bei knapp 20.000 Km --- dafür kann Savanna auch nichts. … Kein funktionierender Kühlschrank und kein Tisch --- eindeutig Schuld von Savanna
Was wir Savanna zu Gute halten, ist der schnelle Ersatz des Fahrzeuges.
Anmerkung damit dies nicht zu kurz kommt: Wir haben uns auf der Khowarib Community Campsite sehr wohl gefühlt.
Doch noch ist dieses Thema noch nicht zu Ende. Morgen geht’s weiter.
take-off schrieb: Er baut den Kühlschrank aus dem „alten“ Fahrzeug aus und stellt ihn in das „neue“ Fahrzeug.
Als ich diesen Satz so gelesen habe, habe ich sofort geahnt, dass der Kühlschrank nicht angeschlossen wurde. 😵
Aber puh... Ärger mit dem Fahrzeug. Das wäre für mich und meiner doch sehr durchgeplanten Reise auch der Horror gewesen. Ich hoffe ihr konntet das mit dem Kühlschrank eventuell selber regeln und musstet nicht nochmal einen halben Tag auf den Techniker warten.
Oh je Dagmar, da ist aber der Wurm drin! Ich hoffe das Savanna euch schnell mit Kühlschrank und fehlendem Tisch helfen konnte. Hoffentlich hat wenigstens der Getränkekühlschrank funktioniert und ihr so eure Lebensmittel retten konntet.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201228. Mai 2026 ·
@CuF Liebe Friederike
….aber die Landschaftsaufnahmen sind sehr sehnsuchtserweckend☹️…
Danke dir. Letztendlich ist es auch Grund weshalb wir von Namibia nicht wirklich los kommen. Obwohl jedes Jahr "die letzte Tour" ist.
Ist das ein Trost?
Der Trost ist tatsächliche diese tolle Landschaft. Der Rest sind mehr oder weniger, wenn auch ärgerliche, Luxusprobleme.
@Black Lion
Als ich diesen Satz so gelesen habe, habe ich sofort geahnt, dass der Kühlschrank nicht angeschlossen wurde.
In der Tat erinnerte mich dies daran, dass jemand einen Wasserhahn aus der Wand reißt und wo anders hinschraubt. Weil dort Wasser rauskam, muss dies auch hier so sein. Ach ja, heute kann ich darüber lachen und werde es noch meinen Enkeln erzählen.
Das wäre für mich und meiner doch sehr durchgeplanten Reise auch der Horror gewesen
Aus diesem Grund und der langjährigen Erfahrung, haben wir immer wieder Puffertage eingebaut. Insbesondere vor Plätzen wo wir unbedingt hinwollen.
@Daxiang Hallo Konni,
Hoffentlich hat wenigstens der Getränkekühlschrank funktioniert und ihr so eure Lebensmittel retten konntet.
Genau dieses, in meinen Augen total überflüssige Detail, hat uns letztendlich sehr geholfen unser gutes Fleisch zu behalten.
Vielen Dank euch allen, dass ihr auch auf diesem etwas unerfreulicheren Teil unserer Reise, mitreist.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201229. Mai 2026 ·
Tag 16 – 05.04.26 Irgendwann auf dem Weg nach Purros.
Geschlafen haben wir in unserem neuen Dachzelt prima. Es wird längsseits geöffnet und noch ein „Fußteil“ herausgeklappt. Wir schlafen quer zum Auto. Die Einstiegsluke vom Fahrzeug ins Dachzelt kann von oben wieder verschlossen werden. Sprich wir haben Platz ohne Ende. (Wie wir später erfahren ist dies der Family-Aufbau – nur der Aufstieg zum Dachzelt könnte noch optimiert werden, was ich auch so an Savanna weitergegeben habe. Immerhin waren wir die ersten, die zumindest dieses Dachzelt, bewohnt haben.)
Der Wohlfühl- und Schlafkomfort war schon wirklich toll.
Dies um in diesem Kapitel auch einmal etwas Gutes zu schreiben.
Unser Plan ist, heute bis Purros zu fahren. Wir fahren gegen 8.00 Uhr los. Da unser Weg sowieso über Sesfontein führt, wollen wir schauen, ob wir dort Hilfe bekommen. Bis jetzt hat sich Branden (von Savanna noch nicht gemeldet.)
Heute ist Ostersonntag. Prozession in Sesfontein.
Solche Begebenheiten lenken uns immer wieder von unserm eigentlichen Problem etwas ab.
In Seisfontein schauen wir uns unsere Tankleistung an. Ja, die Tankuhr steht noch immer auf voll. Doch es ist ein Doubletank und wir wissen nicht genau, wieviel Diesel wir letztendlich noch haben. Der Fahrer des Wagens hat in Khorixas vollgetankt, in Palmwag hätte sich der Tankstopp nicht gelohnt, daher wollen wir in Seisfontein noch ein 20-30 l nachfüllen. Einfach um sicher zu sein. Reichen müsste es auch so.
Also fahren wir die Tankstelle in Seisfontein an … doch bei unserem Glück … wie könnte es anders sein … No Diesel !!
Na wunderbar … ich rechne nochmals die km nach. Müsste auf jeden Fall reichen. Doch haben wir immer gerne 20 l in Reserve. So stehen wir an der Kreuzung und überlegen, ob wir wirklich wieder nach Palmwag zurückfahren sollen oder unseren Weg fortsetzen sollen.
Die Rettung kommt in Form eines freundlichen, jungen Mannes. „Wenn das euer einziges Problem ist, da kann ich euch helfen“. Ist es zwar nicht, aber schon einmal ein Anfang.
Er steigt aufs Trittbrett und zeigt uns den Weg zur Garage.
Diesel können wir hier bekommen und tatsächlich passen auch nur 25l in Tank. Hätten diese aber zum Schluss gefehlt, wäre es mehr als blöd gewesen.
Da wir nun ja schon mal hier sind und es sich um eine Garage handelt, frage ich die Männer, ob sie uns vielleicht auch bei unserem Steckerproblem zum Kühlschrank helfen könnten.
Ich bin bei dieser „Männerarbeit“ irgendwie mehr als überflüssig. Eine junge Frau mit Kleinkind kommt auf mich zu und möchte mir einen Armreif verkaufen. Warum auch nicht? Ich habe zwar zu Hause ca. 50 Stück davon, doch in diesem Urlaub habe ich noch keinen gekauft. Schnell werden wir uns über den Preis einig. Ich nehme 2. Danach frage ich, ob ich ein Bild von ihrer Tochter machen dürfte. Ich darf.
Kaum im sorglosen Urlaubsmodus, werde ich von einem Anruf auf meinem Handy, zurück in die Realität geholt.
Es ist nun 10.00 Uhr: Brandon (Savanna) ruft an und sagt, dass „Herold“ uns helfen könne und er auch einen Tisch organisiert hätte.
Nur habe ich keine Ahnung, wie wir „Herold“ finden sollten. Brandon gab mir zwar eine Telefonnummer, doch fehlte die Wegbeschreibung
Ich rufe dort an, verstehe aber kein Wort, wohin wir kommen sollen. In Seisfontein gibt es keine Straßennamen und schon gar nicht Hausnummern. Ich gebe dem freundlichen jungen Mann, der er uns beim Tanken geholfen hat das Handy und er weiß sofort, wohin wir sollen. „Ah ja, zu Herold“.
Und wie selbstverständlich fährt er mit und erklärt uns den Weg.
Herold macht wirklich einen sehr kompetenten Eindruck.
Doch auch ihm gelingt es nicht. Er versucht 3 Stunden lang das Problem zu lösen. Dann habe ich keine Lust mehr, mittlerweile habe ich halb Seisfontein die Hand geschüttelt. Ich sage, dass wir hier jetzt abbrechen und er die Rechnung an Savanna schicken soll.
Danach schauen wir uns noch den Tisch an, den Brandon „organisiert“ hat. Dieser ist ausgeklappt 2 x 1 m und zusammengefaltet immer noch 1x1 m. Wo sollen wir diesen denn noch unterbringen? Somit verzichten wir auf den Tisch.
Im Klartext heißt das: Die nächsten 10 Tage – keinen Kühlschrank / keinen Tisch.
Die nächste Anlaufstelle, bevor wir endlich weiterkommen, ist der Supermarkt.
Wir kaufen noch ein paar Kleinigkeiten, sagen unserem freundlichen Helfer, dass er sich ein paar Bier und Fleisch nehmen könne (als Dank für seine Hilfe). Das Wichtigste, was wir kaufen sind 3 Beutel tiefgefrorenes Eis!!! Diese verteilen wir im Kühlschrank.
Mittlerweile ist es 14.30 Uhr und es wird Zeit, dass wir auf Pad kommen.
Der Weg ist teils gut, teils schwierig zu fahren. Wir erfreuen uns an der schönen Landschaft und vergessen den Ärger.
Und genau das ist der “Flair“ oder wie ich es auch nennen soll, von Namibia.
Diese Einfachheit, diese Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen. Und dann wieder einfach einmalige Landschaft und dazwischen auch wenn wenige, immer wieder Tiere.
Der Gometum führt noch Wasser und wir fahren wieder durch einige seichte Wasserdurchfahrten.
Kurz vor Purros haben wir keine Lust mehr zum Fahren und fahren gleich zur ersten ausgeschilderten Communty Campsite - Purros Canyon Campsite - 180 Nam§ pro Person. Die Campsite liegt schön und ist ok. Kein Geheimtipp -- aber auf jedenfall empfehlenswert.
Wir sind froh nach einem halbwegs verschwendeten Tag hier angekommen zu sein. Wenn auch ohne Tisch und ohne Kühlschrank.
Zu Gute halten wir Savanne, dass sie versucht haben, uns zu helfen.
Dies war auch das letzte Mal, dass wir Savanna kontaktieren mussten.
Hi, eigentlich wollte ich ein Bild kommentieren - leider ist da was durcheinandergeraten und plötzlich war´s gesendet.. ich verbuch das mal als Anfängerfehler!
Alos, ich wollte nur sagen, Du hast ja einen „fliegenden“ Strauss erwischt ! 🙂
Liebe Grüße, Dorie
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201229. Mai 2026 ·
@Dorie
, ich wollte nur sagen, Du hast ja einen „fliegenden“ Strauss erwischt ! 🙂
Du hast recht, es sieht wirklich so aus. Hatte ich noch überhaupt nicht bemerkt. 😄
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201229. Mai 2026 ·
Tag 17 – 06.04.26 Auf alten Spuren nach Etambura
Wir sind früh auf und frühstücken an unserem improvisierten Tisch. Geht doch alles !!!
Auch der Inhalt des Kühlschrankes ist noch kalt. Für die weitere Fahrt, packen wir das Fleisch aus dem Kühlschrank in das Kühlfach im Fahrerhaus und stellen dieses auf -5 Grad. Der Getränkekühlschrank in der Fahrerkabine funktioniert nämlich nur während der Fahrt und wir haben heute ja noch einige Km vor uns. Somit alles für uns im „grünen Bereich“.
Heute ist Ostermontag und Purros wirkt wie ausgestorben. Wir verzichten auch auf den sonst üblichen Besuch der Manchester United Bar und fahren nur durch den fast menschenleeren Ort durch.
Der Ausgang (von unserer Fahrtrichtung ausgesehen) von Purros.
Hier sieht es trockener aus. Doch mitten in dieser kargen Landschaft sticht uns eine blühende Pflanze ins Auge.
Stopp … das schauen wir uns näher an. Es ist eine Hoodia Gordonii, welche z.B. in Südafrika unter Naturschutz steh. Ob dies in Namibia auch so ist, weiß ich nicht.
Für uns fast wie ein kleines Wunder. Mitten im Nichts, mitten in der Kargheit, wo sonst nichts wächst …. diese blühende Sukkulent.
Wir fahren durch eine wunderschöne Landschaft in Richtung Viewpoint of the Skeleton Coast. Hier waren wir schon einmal (ich habe nun alle meine Reiseberichte durchgeschaut, um festzustellen, dass es 2022 war) und doch sind wir wieder von der Landschaft einfach fasziniert. Immer wieder halten wir an. Es geht überhaupt nicht anders. Diese Landschaft ist einfach nur toll.
Dann nähern wir uns dem Viewpoint. Das letzte Stück ist extrem steil. Auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht. Ich habe so meine Probleme mit „blinden“ Spitzen. Irgendwie denke ich immer, dass wir dahinter sofort abstürzen.
Also lasse ich Jürgen hochfahren und ziehe es vor den Anstieg zu Fuß hochzugehen.
Die Aussicht von hier oben auf den Skeleton Nationalpark ist phänomenal.
Natürlich statten wir auch Nr. 5 wieder einen Besuch ab.
Weiter durch wunderschönes „Nichts“.
Vorbei an dem „Grizzly Felsen“
Die arme Nr. 28 liegt immer noch halbverdurstet im Sand. Dieses Mal retten wir ihn und geben ihm was zu trinken. 😉
Auch er ist seit unserem letzten Besuch kein Stück weitergekommen. Manche Leute haben aber auch eine Ausdauer 😗
Ab dem Shop Nr 1 in Orupembe verändert sich die Landschaft total.
Aus den kargen Ocker- und Brauntönen wird plötzlich und ohne Vorwarnung „GRÜN“. Wahnsinn, das haben wir hier so noch nie erlebt.
Bereits gegen 14.30 Uhr erreichen wir die ruckelige Auffahrt zu Etambura.
Und wieder sind wir die einzigen Gäste. Hier waren wir schon einmal 2015. Damals waren die Gespräche mit Marget für uns so ein kleiner Türöffner, um die Tradition der Himba und vieles mehr in Namibia zu verstehen.
Mittlerweile ist Etambura wahrlich kein Schnäppchen mehr. Trotzdem sind wir froh, dass wir hier 2 Nächte bleiben können und in meinen Augen ist es auch jeden Cent wert.
Die Lage und die Aussicht … einfach unschlagbar.
Gebucht haben wir direkt über die Conserveny Safaris. Leider hatten sie kein Kreditkartenbezahlsystem. Banküberweisung wollte ich nicht, da zu teuer, und so haben wir vereinbart, dass wir den Betrag bei Ankunft cash zahlen. War alles kein Problem und lief super. Es ist wunderschön hier. Ein Ort, um die Seele baumeln zu lassen und nur zu genießen.
Wir dürfen auch den Kühlschrank und den Freezer benutzen. Somit haben wir keinerlei Probleme ohne Kühlschrank zu reisen. Mittlerweile bietet Etambura auch auch Mahlzeiten an. Allerdings bleiben wir beim Selfcatering, denn alles was wir jetzt verbrauchen, müssen wir später nicht wegwerfen. Etambura verfügt neben den Bungalows über eine Gemeinschaftsküche, die wir, da wir die einzigen Gäste sind, alleine benutzen können.
Den angebotenen Wäscheservice nutzen wir allerdings.
Heute Abend haben wir auch wieder einen Tisch zum Essen. Schön gedeckt und in toller Atmosphäre.
Alle Mitarbeiter, die dazukommen, stellen sich vor. Abends ist das Feuer schon für uns entfacht und wir können hier wieder unser Brot backen.
Hier haben wir noch nette Gespräche und wir vereinbaren, dass wir morgen früh mit Henry eine Wanderung machen. (Beim Nachlesen des alten Berichtes, stellte ich fest, dass wir vor 4 Jahren auch mit Henry unterwegs waren):
Einfach herrlich hier in dieser Ruhe den Abend zu genießen.
dergnagflow2’570 Beiträge · seit 200729. Mai 2026 ·
Hi,
sehr tolle Bilder, erinnert mich sehr an unsere Fahrten dort. Etambura sollte man meiner Meinung nach immer zwei Nächte einplanen, das ist wirklich ein toller Ort um mal runter zu kommen, alles zu sortieren und Ruhe zu bekommen. Und die Aussicht ist echt ein Wahnsinn.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201230. Mai 2026 ·
@dergnagflow
sehr tolle Bilder, erinnert mich sehr an unsere Fahrten dort. Etambura sollte man meiner Meinung nach immer zwei Nächte einplanen, das ist wirklich ein toller Ort um mal runter zu kommen, alles zu sortieren und Ruhe zu bekommen.
Vielen Dank. Und es ist definitiv ein besonderer Ort.
@clax Lang, lang ist's her. Wenn ich nicht alles täuscht sind es mittlerweile 11 Jahre. Es waren ein paar schöne Tage mit euch.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201230. Mai 2026 ·
Tag 18 – 07.04.26 Immer noch Etambura
7:00 Uhr: Von unserem Balkon aus fotografiert. Welch ein tolles Farbenspiel
7.30 Uhr: Das Farbenspiel wechselt in Orange-Töne, leichter Nebel über dem Land. Nichts ist wirklich scharf abzulichten, doch genau das spiegelt unser Empfinden wieder. Wir sind hier zeitlos im Paradie.
8:00 Uhr: Der Zauber der Magie ist vorbei. Und alles ist wieder klar und schön. Ein anderer Bungalow der Anlage von unserem Balkon aus fotografiert. Für mich ein sagenhaft schöner Ort.
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit toller Aussicht, starten wir gegen 9:00 Uhr mit Henry zu einer 2-stündigen Wanderung.
Es geht wahrlich über Stock und Stein auf den höchsten Berg in der Nähe von Etambura.
Henry erklärt uns die Pflanzen und Bäume und für welchen Zweck sie eingesetzt wurden. Ich bin erstaunt darüber wie viele giftige und tödlich giftige Pflanzen es hier gibt.
Der Aufstieg hat sich gelohnt. Welch ein schöner Blick auf die Ebene.
Und weiter geht’s bergauf.
Geschafft ... wir sind oben. Etambura ist schon zu sehen. Von nun an geht’s bergab.
Den Rest des Tages machen wir einfach „nichts“!!! 😄 Denn schließlich sind wir hier in Urlaub. Nachmittags liegt der Balkon unseres Bungalows angenehm im Schatten und zusätzlich weht ein leichter Wind.
Während der Wanderung hatte ich Henry gefragt, ob er sich informieren könnte, welche Strecke wir nach Opuwo am besten fahren sollten.
Abends am Feuer gesellt sich Henry zu uns und sagt, dass er sich informiert hat. Wir sollten die Route über Kaoko Otavi nehmen. Vielen Dank dafür. Die Hinweise der Locals sind immer gold wert.
Und so enden zwei wundervolle Tage am Feuer in Etambura.
Liebe Dagmar, Dein Bericht ist so schön. Eure Fotos wecken wieder Namibia- Sehnsucht. Ich glaub wir müssen doch mal eine Tour zu den Epupa Fällen machen. Wir sind halt leider keine Camper und ich bin eine Frostbeule. Letztes Jahr waren wir im April in Namibia. Das war mir gegen Ende des Monats schon entschieden zu kalt. Aber mal sehen ob ich nochmal eine schöne Tour auf die Beine stellen kann. Inspirationen werden jedenfalls notiert. 😁
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201231. Mai 2026 ·
Tag 19 - 08.04.26 Quer durchs Kaokoveld
Die Nacht hat es wieder geregnet und ich mache mir doch Sorgen, ob wir durchkommen oder 1 Nacht an dem fließenden Hoarusib verbringen müssen. Wir haben hier oben schon mal eine ungeplante Nacht verbracht.
Würde alles funktionieren. Dann wäre es halt eine Nacht weniger in der Etosha. Daher fahren wir zwar etwas angespannt, doch nicht ängstlich los.
Zuvor haben wir natürlich wieder unser Fleisch und das mittlerweile wieder gefrorene Eis in unser Auto gepackt.
Es waren 2 wundervolle, herrlich entspannte Tage auf Etambura. Immer wieder gerne.
Erst geht es ein Stück auf der der D3703 zurück, um dann auf die D3707 Richtung Sanitatas abzubiegen.
Hier gibt es schon den ein oder anderen sehr ausgewaschenen und etwas anspruchsvollen Anstieg. Doch wir haben jetzt ja wieder einen Landcruiser, der dies mit Leichtigkeit schafft und natürlich habe ich einen Fahrer, der so etwas kann. Nur eine kurze Anmerkung. Wer in solchem Gelände unterwegs ist, sollte wissen was er tut. Und ein Satphone ist in meinen Augen Pflicht. Kann sein, dass in den nächsten 2-3 Tagen niemand vorbeikommt.
Es ist immer noch alles unsagbar grün … und dann die gelben Blümchen. Wir können uns gar nicht satt sehen.
Und immer wieder große Herden von Springböcken und Zebras
Wir sehen die ersten Anzeichen von Siedlungen.
Kurz darauf bin ich sehr erstaunt diese Gebäude zu sehen. Es dürfte Okandjombo sein und dies das Schulgebäude.
Und einen dazugehörigen Shop gibt es auch.
In der Nähe ist auch ein Dorf.
Klar wird hier ein Auto, falls am Tag überhaupt eines diese Strecke fährt, schon frühzeitig entdeckt.
Ein paar Kinder eilen barfuß über diese Steine zur Pad und winken freundlich. Es ist kein betteln, sie winken eben nur.
Wir halten an und steigen aus. Auf dieser Tour sind wir hierauf nicht wirklich vorbereitet. Keine Äpfel oder sonstiges Obst mehr im Wagen. So verteilen wir ein paar Kekse (obwohl ich das überhaupt nicht gutheiße, auch schon wegen der Mundhygiene...) Ok … jeder bekommt nur einen.
Auch unser letztes halbes Brot wechselt den Besitzer.
Mittlerweile ist bestimmt die komplette Siedlung (außer den Männern) an der Pad angelangt. Eine „ältere“ Himbafrau kommt noch angerannt, eingehüllt in eine Decke und macht uns klar, dass sie Husten hat und wir ihr etwas geben könnten.
Grundsätzlich gebe ich keine Medikamente raus. Doch wir haben noch einen Rest einer Eukalyptus-Salbe (da Jürgen meint, der Geruch würde die Mosquitos fernhalten). In der Dose ist nur noch ein kleiner Rest. Ich erkläre ihr, wie sie es anwenden soll. Doch die Erklärung war überflüssig. Sofort rieb sie sich damit Brust und Nase ein und lächelte dankbar.
Somit sind alle versorgt. Im Vorfeld habe ich gefragt, ob ich Bilder machen darf, und diese dann wie immer allen gezeigt.
Ein letztes Foto zum Abschied und wir fahren weiter.
Ich bin von diesem Volk immer total fasziniert.
Im weiteren Verlauf der Reise queren wir 2x mal den Hoarusib auf voller Breite. Es steht in der Mitte zwar noch Wasser, jedoch nicht tief und nicht fließend, von daher kein Problem.
Witzig fand ich, dass bei beiden Querungen, auf jeder Seite des Flusses der Hinweis „Hot Shower- Himbadorf-Campsite“ zu finden ist. Vielleicht eine neue Geschäftsidee?
Denn wenn Urlauber hier schon stranden bei fließendem Hoarusib, dann sollten sie nicht einfach irgendwo stehen, sondern die Campsite benutzen. Ich bin mir nicht sicher, ob das neu ist oder ich es früher einfach übersehen habe?! Finde ich gut und total legitim – ist ja ihr Land.
Gegen 13.45 Uhr kommen wir dann in Opuwo an. Wie immer gehen wir erst mal in das Kaokoland Restaurant. Trinken ein Bier und essen etwas. An den Ständen vor dem Restaurant sitzen noch die gleichen Verkäuferinnen. Wir plauschen etwas, gehen noch kurz einkaufen. Unteranderem kaltes frisches Eis für unseren Kühlschrank.. Dann fahren wir zu unserer Campsite, welche etwas außerhalb liegt.
Kaoko Mopane Campsite – hier waren wir schon öfters. Die Stellplätze sind groß, eigene Toilette und Dusche.
Alles ist sehr gepflegt.
Und damit ist der etwas "abenteuerliche" Teil der Reise vorbei. Ab morgen sind wir dann in der Etosha.
Ich glaub wir müssen doch mal eine Tour zu den Epupa Fällen machen
Ich glaube, du wirfst hier 2 Reisebericht durcheinander. Wir waren nicht an den Epupafalls. Obwohl es dort auch sehr schön ist.
Liebe Grüße Dagmar
Ui, da war ich jetzt zwar trotzdem im richtigen Bericht, hab aber Epupa und Etampura verwechselt. Ich war in beiden Gegenden noch nicht und bin jetzt geographisch grausam falsch abgebogen😄. Trotzdem gefallen mir deine Fotos und dein Bericht. Schönen Abend noch und liebe Grüße, Silvia
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201202. Juni 2026 ·
Tag 20 - 09.04.26 Etosha Teil 1
Heute Nacht hat es wieder geregnet. Doch muss ich mir ja nun keine Gedanken über abgehende Flüsse mehr machen.
Noch bevor wir die Campsite verlassen, spritzt Jürgen unser Auto mit einem Schlauch ab (natürlich mit Erlaubnis) Wir verlassen Opuwo bei leichtem Nieselregen über die D3709. Somit hätten wir uns das Reinigen auch sparen können, denn die Pad ist sehr verschlammt. Immer wieder kommen Regenschauer runter und der Himmel ist in einem gleichmäßigen grau und durchgehend bedeckt.
Doch irgendwo am Horizont blitzt ein kleines bisschen „blau“ hervor – und genau dort fahren wir hin. Es ist uns also wieder gelungen mal wieder vor die Wolken zukommen.
Gegen Mittag erreiche wir das Galton Gate. Unser Ziel ist die Campsite von Olifantsrus. Den Weg dorthin nutzen wir natürlich schon mal als kleinen Gamedrive.
Es ist alles grün, wir sind gespannt ob wir viele Tiere sehen werden, da sie bestimmt nicht unbedingt an die Wasserlöcher müssen.
Doch es beginnt schon mal ganz gut mit Familie Gnu.
Es zeigen sich auch Giraffen
Überall sind große Herden von Zebras, Gnus und Springböcken mit Jungtieren
Die Versammlung der Weißrücken-Geier
Und das Highlight des heutigen Tages : Ein Elefant
Ich stelle dies hier als Highlight heraus, da er der einzige bleiben sollte.
Nach der Ankunft in Olifantsrus suchen wir uns eine Campsite. Nach 2 x maligem Rundfahren können wir uns dann für eine entscheiden. Denn bei freier Platzwahl tun wir uns immer schwer. Eigentlich kann man darüber ja nur den Kopf schütteln, es ist ja nur für eine Nacht, zudem eine Etosha Campsite, also nichts mit freier Rundumsicht. Doch möchten wir abends am Feuer dennoch ein wenig Privatsphäre haben. Letztendlich haben wir einen gefunden, klappen unser Dachzelt auf, stellen die Stühle und den nichtvorhanden Tisch 😄 😄 raus und machen uns auf den Weg zur Hide.
Auch hier wieder viele Springböcke
Jugendliches Kräftemessen
Und am Wasserloch
Die Gnus wirbeln mal wieder viel Staub auf
Die Schildkröten sind auch noch immer da
Und zum Schluss spaziert noch ein Kuhreiher durchs Gras
Anmerkung zur Hide: Fotografieren kann man oben. Im unteren Bereich, wäre sicherlich auch für das ein oder andere Bild eine interessante Perspektive, sind die Fenster entweder kaputt oder dreckig. Auf jeden Fall kann man nichts sehen. Dies war leider auch schon bei unserem letzten Besuch, der schon ein paar Jahre her ist, genauso.
Für heute sind wir zufrieden und kehren zur Campsite zurück.
Reisemaus1’007 Beiträge · seit 200803. Juni 2026 ·
Und das Highlight des heutigen Tages Ein Elefant Ich stelle dies hier als Highlight heraus, da er der einzige bleiben sollte.
Hallo Dagmar, Das kommt mir bekannt vor! Waren im März mal dort, als es auch so grün war und haben bis Namutoni gar keinen Eli gesehen. 😐 Ich konnte es kaum glauben, wenn man den Etosha sonst nur in der Trockenzeit kennt.
Danke auch für die Auto Fotos, jetzt kann ich mir das besser vorstellen. Hatte der Familiencamper eine bessere Aufteilung oder nur ein größeres Zelt? Viele Grüße Doro
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201204. Juni 2026 ·
@Reisemaus
Hatte der Familiencamper eine bessere Aufteilung oder nur ein größeres Zelt?
Die Aufteilung ist die gleiche, nur das Zelt war in etwa doppelt so groß.
Ich trauere dem "alten" Bushcamper mit seiner Aufteilung schon etwas nach.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201204. Juni 2026 ·
Tag 21 – 10.04.26 Etosha Teil 2 – Von Olifantsrus nach Okaukuejo
Wie in Nationalparks üblich, verlassen wir das Camp bei Toröffnung und fahren der aufgehenden Sonne Richtung Okaukuejo entgegen.
Bald entdecken wir im doch recht hohen Gras einen Schakal.
Fast ein "Such-mich-Bild" 😄 Da dieser keine Anstalten macht aufzustehen, fahren wir weiter.
Dann hören wir plötzlich ein „Quiecken“ und dann geht plötzlich alles sehr schnell. Unser Schakal lag nicht zum Dösen im hohen Gras, sondern er und seine Freunde waren auf Jagd. Erwischt hat es wohl eine Striped Polecat (danke Claudia für die Korrektur).
Da ich auf diese Szene in keinster Weise vorbereitet war, ich noch schnell die andere Kamera nehmen musste, sind die Bilder nicht 100% scharf geworden. Die Szene an sich war toll zu erleben, um die Striped Polecat tut es mir leid. Doch das ist nature.
Das Wasserloch M’Bari ist verwaist. Ein einzelner Strauß mit Hunderten Vögel im Hintergrund
Weitergeht es am Charl Marais Dam vorbei, der natürlich voller Wasser ist. Hier tummeln sich einige Vögel.
Waffenkibitz
Kuhreiher mit schöner Frisur
Gacketrappe
Schwarzstorch Abdimstotch (danke CuF für die Korrektur)
Und immer wieder große Zebra- und Sprinbock-Herden. Und obwohl hier der Tisch wirklich reichlich gedeckt ist, lässt sich keine Raubkatze blicken.
Tja, auch der Marabu will gemeinsam mit den Springböcken aufs Bild.
Sein Freund wartet hoch oben im Baum.
Ein paar Erdhörnchen am Wegesrand
Mittags machen wir Rast in Okaukuejo, beziehen unsere Campsite und „erneuern“ unseren Kühlschrank. Das heißt Wasser rausschöpfen und neues Eis hinein. Hat bis jetzt hervorragend funkioniert.
Auf dem Nachmittags-Drive haben wir keine besondere Sichtungen.
Hier noch eine Riesentrappe versteckt im Gras
Und auf dem Weg
Auf dem Weg zur Hide in Okaukuejo habe ich noch diese kleine Mauereidechse ??? entdeckt. Rumpflänge ca. 5 cm
Abends gehe ich dann nochmals zur Hide. Ich gehe schon mal vor, Jürgen will nachkommen. Ein paar wenige Menschen sitzen hier. Ich mache ein paar Bilder von den Nilgänsen im Abendlicht und bin guter Dinge.
Doch dann kommt eine Gruppe, ohne jemand zu nahe treten zu wollen, von Pauschaltouristen. Lautes „Hallo“ – „Komm kletter hoch“ - „Schön Peter, dass du auch da bist“ …. und so ging es immer weiter. Auf die Hinweise von mir und den wenig anderen, die schon da waren als ich ankam, doch bitte leise zu sein, hat diese Gruppe überhaupt nicht reagiert. Ich schüttele verständnislos den Kopf und resigniere. Nein, hier habe ich keine Lust zu bleiben. Wahrscheinlich fangen sie an zu johlen und zu klatschen, wenn sie ein größeres Tier sehen.
Jürgen ist erstaunt, dass ich schon so früh zurückkomme, er wollte gerade aufbrechen. Als es ihm erzähle, schüttelt auch er den Kopf. Dies ist unteranderem ein Grund, weshalb die Etosha nicht zu unseren Lieblingsparks gehört. (Hier ist für uns der Pauschaltourismus zu hoch – ein ganz persönliche Einschätzung, die auch nicht kommentiert werden muss.)
So verzichte ich auf den evtl. Nashornbesuch und sitze mit Jürgen am Feuer.