Hallo Dagmar, ich bin auch gerne mit dabei. Das war bestimmt eine ganz tolle Reise! Die Karte mit der Route finde ich sehr toll gestaltet. Könntest Du mir bitte einen Tipp geben, mit welcher Software Du sie erstellt hast. Ich bin nämlich gerade dabei, den Reisebericht für unsere erste Namibia Reise zu erstellen. Ganz herzlichen Dank und viele Grüße Sylvia
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201204. Mai 2026 ·
@Homegirl
Hallo Sylvia, so langsam wird es eng in unserem Landcruiser. Schön, dass du noch eingestiegen bist.
Zum Erstellen der Landkarte benutze ich Stepmap. Die Software ist so weit ich noch weiß kostenfrei. Eine Karte kostet 8,-€
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201204. Mai 2026 ·
Tag 2 – 22.03.26 Bagatelle Teil 1
Wir haben trotz der Nähe zu der B1 gut geschlafen. Bereits um 7.00 Uhr sind wir mit dem Zwitschern der Vögel wach. Der Afrika-Rhythmus hat sich schon eingestellt.
Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir los.
So schnell wie möglich verlassen wir die B1. Endlich wieder Gravel unter den Reifen.
Für uns heißt das „Ankommen in Namibia“. Denn hier ist für uns der Weg das Ziel. Wir saugen die Landschaft buchstäblich auf.
Ein Komitee von Perlhühnern, welches aufgeregt über die Straße läuft, heißt uns willkommen. Gefolgt von Affen und Warzenschweinen. (Bilder davon gibt es keine.)
Wir sind angekommen. Dies zeigt sich in unserem zufriedenen Gesichtsausdruck, welcher sich zu einem Dauergrinsen entwickelt.
Wow !!! Wir sind ja nicht zum ersten Mal hier. Doch immer wieder fasziniert uns diese Landschaft … diese Farben … diese Einsamkeit.
Wir nähern unserem Ziel Bagatelle und fahren über die Ausläufer der „roten“ Kalahari Dünen.
Bagatelle ist für uns nichts Neues … aber immer wieder schön. Dieses Mal haben wir Campsite 2.
Und heute wird auch gleich Brot gebacken … für uns das untrügerische Zeichen, dass wir in Afrika angekommen sind.
Also den Teig ansetzen und dann mit dem Auto zum Haupthaus, um dann am Pool zu relaxen und uns etwas zu erfrischen. Denn immerhin zeigt das Thermometer 30°.
Zurück auf der Campsite parkt Jürgen unser Auto haargenau unter dem Shelter.
Wir breiten das Essen vor, genießen den Sonnenuntergang
und backen unser 1. Brot. (Das Ergebnis seht ihr morgen !)
Entspannt reisen ist unser diesjähriges Motto. Wir bleiben fast überall 2 Nächte (so war es zumindest geplant). Vielleicht ist dies dem Alter geschuldet oder einfach der Tatsache, das es nicht mehr viele Pads gibt, die wir noch nicht gefahren sind.
Jedoch sollte „ein bisschen Abenteuer“ zwischendurch auch nicht fehlen.
Ach ja, diese "Heuschrecken" gab es dieses Jahr wirklich zu Hauf.
Soweit für Heute ... die Tage wird es hoffentlich zügig weitergehen.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201205. Mai 2026 ·
Tag 3 – 23.03.26 Bagatelle Teil 2oder Shit happens!
Zum Frühstück gibt es heute unser frisch gebackenes Brot ! (Ihr erinnert euch, haben wir gestern Abend in der letzten Glut gebacken)
Heute Morgen unternehmen wir eine Wanderung durch die Dünen. Mein erklärtes Ziel „Erdmännchen“ finden.
Mir fällt auf, dass die Sträucher und Bäume voll von diesen Schrecken sind. Und sie sind auch sehr schreckhaft und lassen sich nur schwer fotografieren.
Mit Hilfe eines Angestellten, der sich zu uns gesellt, finden wir auch eine Erdmännchenkolonie.
Leider suchen sie meist Schutz im Gebüsch … es macht und jedoch große Freude ihrem Tun zuzuschauen.
Zurück von der Exkursion relaxen wir wieder etwas am Pool und fahren anschließend zurück zu unserer Campsite.
Nur leider funktioniert das haargenaue Einparken diesmal nicht. 🤩 Dies bemerken wir aber nicht gleich. Wir öffnen die Hecktür und damit schwenken die beiden Ersatzreifen nach außen. Dann öffnen wir die linke Seitenklappe … weshalb weiß ich schon nicht mehr. Wahrscheinlich um etwas aus dem Kühlschrank zu holen. Als wir das Dachzelt öffnen wollen, bemerken wir, dass wir zu weit hinten stehen. War das, was nun folgt ein Kommunkationsfehler? 🤨 Auf jeden Fall setzt sich Jürgen in das Auto und fährt es ein Stück nach vorne. Und da ist es auch schon passiert. Es knirscht, kracht und splittert! Wir haben die linke Seitenklappe an einem Pfosten des Shelters demoliert. Was für eine SCH…..! Und das an unserem dritten Tag.
Da hilft nun auch kein „wer ist schuld?“ Es ist wie es ist !!!! SCH…
Während Jürgen die demolierte Seitenklappe abbaut telefoniere ich schon mal mit Bianca von Savanna. Da wir auf der Campsite kein Netz haben, mache ich das über das Satphone.
Wir vereinbaren, dass wir später zur Lodge fahren und dann über das Mobilnetz anrufen. Sie weiß ja nun, um was es geht.
Bei unserem späteren Telefonat bietet sie uns an, dass sie am Mittwoch eine neue Seitenklappe nach Mariental oder Keetmanshoop liefern könnten.
Ein Autovermieter ist so gut, wie er einem im Schadensfall helfen kann. Nur passt die mögliche Lösung natürlich überhaupt nicht in unsere Planung. Heute ist Montag und morgen fahren wir nach Namibrand Family Hideout und hier wollen wir auf keinen Tag verzichten.
Wir schauen uns die Karte nochmals genau an und beschließen, auf einen Tag im Tsauchab Rivercamp zu verzichten und dann von dort nach WDH zurück zufahren, das Auto reparieren zu lassen und unsere geplante Route fortzusetzen Also teilen wir Savanna mit, dass wir am Freitag gegen 10.00 Uhr zu Ihnen kommen.
Vielleicht war diese Entscheidung im Nachhinein sogar gut.
Wir atmen tief durch, trinken noch ein Bier auf unseren Urlaub und fahren zurück zur Campsite. Denn schließlich haben wir für heute Abend noch einen Nacht-Drive gebucht.
Um 21.00 Uhr werden wir abgeholt. Wir sind die einzigen Gäste.
Der Guide hat noch eine Frau dabei, ob es seine Freundin oder ein Staff-Mitglied ist kann ich schwerlich sagen. Jedenfalls legt er sich schwer ins Zeug und redet die ganze Zeit auf seiner Sprache auf sie ein. Er ist Fahrer und „Beleuchter“ in einer Person. Links lenken und mit der rechten Hand die Gegend ableuchten. Sobald er Augen sieht, hält er an.
Sichtungen: Springhase (ohne Bild), Oryx und Sprinböcke (ohne Bild)
Bat-eared Fox
Zur Halbzeit gibt es einen Amarula und wir entdecken noch einen kleinen Skorpion.
Der Drive war ganz nett, jedoch würde ich ihn nicht noch einmal machen.
Und damit endet dieses Kapitel Morgen sehen wir uns im Namib Rand
Das mit dem Schaden an der Seitenklappe ist natürlich super ärgerlich! Vorallem weil solche Unfälle ja immer so schnell passieren und ein winziger Moment der Unachtsamkeit ausreicht. Oh mann, sowas kann einem echt den ganzen Urlaub verderben. 🙁
Schreibst du noch in deinem Reisebericht, wie die Schadensabwicklung lief? Ich könnte mir vorstellen, dass viele die hier mitlesen Angst haben in solch einem Fall einen grösseren finanziellen Schaden zu erleiden. Ich nehme mal an ihr wart mit einem Selbsbehalt versichert?
Ansonsten muss ich unbedingt vor meiner nächsten Reise mal lernen, wie man richtig Brot backt. Eures sieht auf jeden Fall richtig lecker aus! 🙂
dergnagflow2'544 Beiträge · seit 200706. Mai 2026 ·
Hi,
also in der Regel sind Schäden am Aufbau, so sie nicht durch einen Unfall zustandekommen, gar nicht versichert. Die zahlt man normalerweise komplett. Aber ich bin gespannt, was hier berichtet wird.
take-off schrieb: Mit Hilfe eines Angestellten, der sich zu uns gesellt, finden wir auch eine Erdmännchenkolonie.
Ooooh, ich bin verliebt in dieses Erdmännchen! Wo ist denn eigentlich der Emoji mit den Herzchen in den Augen, wenn man ihn braucht? Das sind tolle Fotos von dem Kerlchen (?)!
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201207. Mai 2026 ·
Tag 4 – 24.03.26 Namibrand Family Hideout – Teil
Ich wundere mich immer wieder darüber, wie viele Sachen in 2 Tagen einen Platz außerhalb unseres Autos finden. Jetzt heißt es alles wieder ins Auto packen … inkl. der demolieren Seitenklappe.
Und dann geht es gegen 10.00 Uhr los zu unserem nächsten Ziel. Darauf freue ich mich schon sehr.
In Mariental machen wir einen kleinen Zwischenstopp. Tanken ... Bottleshop … Kleinigkeiten einkaufen. Die fehlende Seitenklappe fällt nicht auf, da der Moskitoschutz auch schwarz ist.
Weiter geht unsere Fahrt über Maltahöhe. Dies alles über die langweilige, asphaltierte C19. Allerdings zeichnen sich schon hier die Vorboten des Wetters ab.
In der Ferne ein schwarzer „Regenvorhang“ .
Immer wieder schaue ich auf unsere Richtung und hoffe, dass wir davon verschont bleiben. Dann endlich können wir auf die D830 abbiegen. Doch zuerst erreichen uns die ersten Regenschauer, die glücklicherweise nur von kurzer Dauer sind.
Danach erwartet uns eine traumhafte Landschaft.
Gegen 14.30 Uhr erreichen wir das Gelände von Namibrand Natur Reserve.
Wir checken ein, kaufen noch Holz und schon sind wir eine halbe Stunde später auf unserer Campsite „Venus“. Hier waren wir schon einmal und wir mögen sie sehr.
An Aktivitäten haben wir heute nichts Größeres mehr geplant. Wir unternehmen noch einen Spaziergang durch die Dünen, und ich jage den kleinen Bewohnern nach.
Es ist sehr bewölkt, daher ist das Licht auch nicht so, wie ich es gerne hätte. Doch wir genießen einfach die Stille und die Einsamkeit hier. Abends kommt dann noch ein Oryx ans Wasserloch vor der Campsite.
Ich kann nur sagen: Herz was willst du mehr. Wir sind total glücklich und zufrieden.
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201208. Mai 2026 ·
Tag 5 – 25.03.2026 Namibrand Family Hideout – Teil 2
Etwas verwundert sind wir darüber, dass uns dieses Mal kein Scenic Drive angeboten wird. Nun ja, wir haben ja auch nicht danach gefragt. Wir hatten schon sowohl den Morning-Drive als auch den Sundowner-Drive mitgemacht.
Aber egal, wir brechen nach dem Frühstück auf und fahren den erlaubten 4x4 Trail. Die Landschaft ist einfach unglaublich schön, wenngleich es teilweise sehr bewölkt ist.
Tiere lassen sich nurwenige sehen. Eine Oryxherde und ein Geier.
Aber wegen der Tiere fährt man ja auch nicht unbedingt hierher.
Zurück auf der Campsite entspannt Jürgen in der Hängematte und ich mache es mir auf den Stühlen bequem. Zwischendurch bekommen wir wieder Besuch von einem Oryx.
Damit es nicht langweilig wird, fahren wir den Trail nachmittags bei anderem Licht noch einmal wieder.
Mit der gleichen Ausbeute an Tieren.
Zurück auf der Campsite beginnen wir mit den Vorbereitungen für das Abendessen. Ich gehe von dem Untersitz ans Auto, um etwas zu holen. Doch dann mache ich auf dem Absatz kehrt, schnappe meine Kamera und laufe Richtung Dünen. Ich rufe Jürgen noch zu holt dein Handy und komm schnell.
Es ist wieder stark bewölkt. Doch dort wo die Sonne ein Loch in der Wolkendecke findet, gibt es eine tolle Lichtsituation.
Dann hören wir in der Ferne ein Donnern und sehen Blitze. Binnen Minuten verfärbt sich der Himmel in den tollsten Farben. Wir wissen gar nicht wohin wir zuerst schauen sollen. Auf der einen Seite fast violett mit Regenbogen und auf der anderen Seite grell orange. Es ist ein Naturschauspiel sondergleichen.
Die ganze Szenerie dauert 10 Minuten.
Was war das für ein Abschied für uns.
Danach sitzen wir wieder am Feuer und genießen ganz einfach, dass wir hier sein können. Vom Regen bleiben wir heute Abend verschont.
Whow! Was für tolle Bilder!! Da habt Ihr ja Glück gehabt- der Aufenthalt hat sich gelohnt. Gut, dass ihr nicht gleich nach Windhoek gefahren seid! Viele Grüße Doro
take-offThemenstarter1'674 Beiträge · seit 201210. Mai 2026 ·
@Dutchbackpackers
Wie backt ihr das Brot und welches Rezept verwendet ihr?
Tja, dieses Thema führt auch bei uns immer wieder zu Diskussionen. In den früheren Reisen habe ausschließlich ich das Brot gebacken. Da mein Mann aber nun zu Hause immer unser Brot bäckt, haben wir hier in Namibia über das "wie" natürlich immer Diskussionen.
Der Grundsatz ist folgender: Wir kaufen immer das "self raising" Mehl, geben aber noch Trockenhefe dazu. Dann ganz einfach das Mehl mit Wasser und Salz vermischen und "gehen" lassen. Wenn es nach etwa 1 Std. das doppelte Volumen hat, wird nochmals durchgeknetet und in einen vorher geölten und mit Mehl bestäubten gußeisernen Topf gegeben. Hier lassen wir es nochmal "gehen". Danach einen gußeiseren Deckel auflegen (dies war auch der Grund weshalb wir bei dem Vermieter nochmal in die Küche sind. Oftmals sind emailierte Deckel im Sortiment). Wichig: Wir stellen den Topf in das fast erlochene Feuer, damit es von unten nicht schwarz wird. Und dann ganz wichtig: Für die Oberhitze einige heiße Briketts auf den Deckel legen. Nach ca. 1 Std. ist dann das Brot fertig. Je nachdem wo wir stehen, und keine Tiere auf die Campsite kommen können, lassen wir es auch bis zum nächsten Morgen stehen.
Ist halt alles Erfahrungssache. Wir hatten auch schon verkohltes Brot gebacken 🤨