Schmierestehen für ein Steak – Südafrika im Feb.

Reisebericht 295 Antworten · 15,7k Aufrufe · gestartet 04. März 2026 von Nacho
Themenstarter1'002 Beiträge · seit 202311. Mai 2026 · #181
Freitag 20. Februar

Kleine Dinge mit großer Wirkung


Obwohl wir gar nicht so schlecht geschlafen haben, begrüßt mich der Morgen mit Nackenverspannungen – der Anfang von Migräne. Gar nicht gut! Auf dem Weg zum Frühstück kündigt sich bereits die Übelkeit an. So ein Mist. Und wie sollte es auch anders sein: Ausgerechnet heute ist das Frühstücksbuffet eine Gourmet-Meile. In der Hoffnung, dass der Kaffee zum Retter in der Not wird – manchmal wirkt er ja Wunder – zwinge ich mich eine Tasse von meiner "Lieblings- Medizin“ zu trinken und hoffe, dass sie drinbleibt.

Pünktlich zum Check-out bin ich tatsächlich wiederhergestellt. Was ein Glück, denn ich kann mir Schöneres vorstellen, als mit flauem Magen und Kopfschmerzen im Auto zu sitzen. Unser erster Weg führt uns in die Bäckerei von gestern, um frisches Brot zu holen. Mmmmh, hier riecht es vielleicht gut! Da liegen Zimtkrapfen, gegen deren lieblichen Gesang „Nimm mich miiiit…“ wir machtlos sind. Zwei der Kalorienbomben verlassen den Laden mit uns.

Direkt an der Straße gibt es einen Supermarkt, in dem wir noch mal Getränke und Schokolade holen. Letztere ist unsere Lebensversicherung, falls mir im Karoo NP das Wasser im Topf anbrennt und wir eine kulinarische Alternative brauchen.

Draußen patrouilliert ein Parkplatzwächter, der auf ein gutes Tagesgeschäft hofft. Wir schmieden einen Plan zum Lastenabwurf: Da sind doch noch die staubtrockenen Wüste-Gobi-Kekse im Auto, eine unangetastete Packung Chips und das anhängliche Zuckerwasser von Sweetfontein.

Wir verladen unseren Einkauf und suchen den ‚Ballast‘ zusammen. Während ich dem Blech-Bodyguard seinen Lohn übergebe, frage ich ihn, ob er unser ‚Care-Paket‘ gebrauchen kann. Er strahlt über das ganze Gesicht. Wir freuen uns über seine Reaktion und treten mit einem breiten Grinsen und guter Laune die Weiterreise an. Im Rückspiegel sehen wir, wie er sich bereits die ersten Chips in den Mund schiebt. Wer hätte gedacht, dass wir heute jemanden so einfach glücklich machen können? Das ist ein richtiges kleines Highlight.

Glaub nicht alles, was du hörst

Vor einigen Wochen hat SanParks darüber informiert, dass eine langanhaltende Dürre den Tieren in der Karoo arg zugesetzt hat. Besucher sollen sich darauf einstellen, großes Leid und abgemagerte oder tote Tiere zu sehen. Wenn so eine Info von SanParks kommt, nehme ich die natürlich ernst. Deshalb graut es mir mehr vor den nächsten beiden Tagen, als dass ich mich freuen kann.
Ich erwarte im Grunde einen Tierfriedhof und möchte den noch lebenden, abgemagerten Kreaturen nicht beim Sterben zusehen. Vermutlich – so meine Befürchtung – sehen wir hauptsächlich wohlgenährte Geier.

Die Strecke zieht sich. Kilometer um Kilometer rollen wir über die langweilige, schnurgerade Teerstraße. Auch der Himmel bläst heute Trübsal; die Berge in der Ferne werden von diesigem Licht vernebelt. Nur für einen kurzen Moment sehen wir im Augenwinkel auf einem Rastplatz ein paar lebhafte Meerkatzen. Das war es dann aber auch mit dem Transfer-Entertainment

Erst auf dem letzten Drittel unserer Etappe wird es „animalischer“. Offensichtlich gibt es hier Farmen, die Schafe und Angoraziegen züchten. Diese sehen ganz und gar nicht leidend aus. Sie stehen im Veld und ernten das junge, frische Gras. Hier und da wachsen sogar Blümchen.

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Je näher wir unserem Ziel kommen, desto mehr schwindet meine Albtraumvorstellung. In den letzten Tagen, oder Wochen, müssen doch einige Regentropfen vor dem Verdunsten auf dem Boden angekommen sein: Überall ist es grün, und an manchen Stellen sehen wir sogar beachtliche Wasserpfützen.

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Sind wir schon da?

Ja, sind wir – und zwar früher als geplant, weil wir die schnellere Route gewählt haben. Wir melden uns im Rest Camp an, müssen allerdings noch etwas Zeit totschlagen. Was machen wir jetzt, bis wir unser Chalet beziehen können?

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An der Rezeption lassen wir uns eine Karte geben. Da ist ein Klipspringer Pass eingezeichnet. Sieht doch gut aus! Das sind sechs Kilometer bis zu einem Aussichtspunkt und zurück – zeitlich perfekt. Wer allerdings im Park mit einer guten Beschilderung rechnet – so wie wir –, der dreht erst mal ein paar Ehrenrunden, bis er zufällig den richtigen Weg findet.

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Die Landschaft ist auf „Karoo-Weise“ sehr schön, aber das harte Mittagslicht lässt die Fotos nicht so dolle aussehen. Die Realität ist um einiges ansprechender, als es die Bildchen vermuten lassen.

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Es dauert nicht lange, da sehen wir einen stattlichen Strauß im schwarzen Frack. Vielleicht denkt ihr jetzt: „Na ja, ein Strauß in der Karoo ist jetzt auch nichts, was mich vom Hocker haut.“ Doch, tut es! Weil wir nicht damit gerechnet haben, überhaupt Tiere zu sehen – und dann auch noch so agile und gesunde. Das ist sehr wohl ein Grund zur Freude.

Ein paar Minuten später erkennen wir weit weg und zunächst nur mit dem Fernglas Red Hartebeests und – man höre und staune – mit Jungtieren! Wir können unser Glück kaum fassen. Auch diese Familie scheint wohlauf zu sein. Wir sehen keine Rippen, keine Lethargie.

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Kaum einen Kilometer weiter überqueren Zebras die Piste,

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Oryx-Antilopen stehen ein Stück abseits im Gehölz– und auch sie haben Nachwuchs.

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Wir fahren noch bis zur Aussichtsplattform, dann kehren wir um.

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Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
zuletzt bearbeitet 11. Mai 2026
Themenstarter1'002 Beiträge · seit 202311. Mai 2026 · #182
Unser Sweet Home

Für ein Rest Camp ist unser Chalet wirklich nett eingerichtet, es wirkt gepflegt und bietet eine tolle Aussicht. Im Moment sind die Nachbarhäuschen nicht bewohnt, also genießen wir absolute Ruhe und Privatsphäre.

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Jetzt ist es Zeit für einen Kaffee und die Zimtkrapfen, die uns heute Morgen so angelacht haben. Wir machen es uns auf unserer Terrasse gemütlich und beobachten Rote und Gelbe Webervögel (die bestimmt noch andere sehr melodisch klingende Namen haben).

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Am späten Nachmittag verspürt Uwe noch einmal Lust, das Gaspedal zu bedienen. In unserer Lagerkarte ist der elf Kilometer lange Lammertjiesleegte Loop eingezeichnet, für den etwa 45 Minuten Fahrtzeit angegeben werden. Wir gurken wieder ein bisschen planlos im Park herum. Entweder gibt es gar keine Schilder oder wir übersehen sie schlichtweg, bis wir schließlich unseren Weg finden.
Wie immer schleichen wir in Schrittgeschwindigkeit durch die Gegend und suchen das Veld nach Tieren ab.

Uwe entwickelt richtig gute „Spotter-Fähigkeiten“: Etwas Kleines, Rotes fliegt vor unserer Windschutzscheibe vorbei und landet am Boden. Uwe bremst und setzt ein paar Meter zurück. Da hockt eine ca. 5 cm große Harlekin-Heuschrecke. Sie präsentiert uns ihre Flügel und posiert für ein Foto – oder droht sie etwa unserer Blechkiste? Wie auch immer, sie ist ein wunderschönes Exemplar – wir haben bisher erst einmal eine gesehen.

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Natürlich ist es wieder Spotter-Profi Uwe, der in der Ferne einen Strauß entdeckt. Dafür sehe ich die „Schildi“, die direkt neben der Pad auf dem Heimweg ist.

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Dann Uwe wieder: Kudus, Zebras, Red Hartebeests und Eland-Antilopen – und nicht nur eine Handvoll, nein, es sind überraschend große Herden! Allein die Elande schaffen es auf über 70 Tiere. Der Hammer – und kein einziges Tier sieht mager aus. Jungtiere springen zwischen den Alten herum wie ganze Schulklassen. Unser Herz schlägt Purzelbäume.

Die Herden sind aber leider für Fotos zu weit weg, daher knipsen wir nur Einzeltiere

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Am Ende unserer Abendrunde darf ich dann noch einmal mit der Sichtung einer Schildi und eines Silbersinghabichtes glänzen.

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Nach ungefähr eineinhalb Stunden sind wir wieder zurück am Chalet und widmen uns hochzufrieden der Zubereitung unseres Abendbrotes. Auf der Speisekarte: Nudeln an Grill-Patties von Pick n Pay auf Salatblättchen. Das wäre zu Hause zwar nicht meine bevorzugte Speisen-Komposition, aber wenn wir im Urlaub selbst kochen müssen, mutieren wir schnell zum Gourmet-Banausen.

Das heutige Geschmackserlebnis: Die Konsistenz einer Gummisohle und ein Aroma, das man besser mit einem Glas Wein – wegen der desinfizierenden Wirkung, versteht sich – wegspült. Der Rebsaft sorgt gleichzeitig dafür, dass es besser flutscht.
Ein Hoch auf unseren Schokoladenvorrat! Ich hätte nicht gedacht, dass die Tafeln so schnell zur Ersatzmahlzeit werden.

Der Duft von gegrillter Gummisohle scheint jedoch durch die Luft zu schweben und in weiter Ferne für Aufruhr zu sorgen, denn plötzlich dringt von den Bergen kommend ein dumpfes Bellen und Jaulen an unser Ohr. Der erhoffte Besuch in unserem ‚Vorgarten‘ bleibt allerdings aus – nicht mal die haben Lust auf unsere Patties.

Naja, für einen Tag haben wir genug gesehen und erlebt. Gute Nacht, wildes Afrika!
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
zuletzt bearbeitet 11. Mai 2026
Themenstarter1'002 Beiträge · seit 202314. Mai 2026 · #183
Samstag 21. Februar

Auf ins Abenteuer


Der Tag beginnt mit Katzenwäsche. Um 6:45 Uhr sitzen wir bereits im Auto. Unser Ziel heute: der Nuweveld 4x4 Loop. Die offizielle Zeitangabe liegt bei drei bis vier Stunden. Aber wir sind echte Genussfahrer und werden sicher länger brauchen.

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Eine volle Stunde rollen wir durch die lichtdurchflutete Morgenatmosphäre des Parks, bis wir überhaupt den Startpunkt des Trails erreichen. Dann beginnt die eigentliche Herausforderung für Uwe und unser Wägelchen. Den Teer lassen wir endgültig hinter uns; es wird holpriger, die Spannung steigt.

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Nennenswerte Tiersichtungen erwarten wir nicht. Uns geht es heute ums Offroad-Feeling und das raue Herz der Karoo – dorthin, wo man der Seele des Parks viel näherkommt, als es die Randgebiete erlauben.

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Damit es nicht untergeht: Wir sind so begeistert von diesem Drive, dass wir uns spontan entscheiden, noch über den Doomhoek Pass zu fahren und den Potlekkertjie Loop anzuhängen. Dafür werden weitere 2,5 Std. angegeben. Hier schraubt sich die Piste durch die Berge und bietet Ausblicke, die uns immer wieder zum Anhalten und Staunen animieren.

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Stau am Grasbüschel

Doch zurück zum Anfang – zur ersten Etappe bis zum eigentlichen Start:

Unsere Fahrt verwandelt sich in pures Stopp-and-Go. Erst ein Zebra, dann überall Springböcke: Die einen nervös im Fluchtmodus, die anderen so tiefenentspannt, als wären wir gar nicht da. Sie haben ohnehin Wichtigeres zu tun – ‚Umfangsvermehrung‘ steht ganz oben auf der To-do-Liste. Nach dem Motto: Friss, was du kannst, solange du kannst! Man muss Prioritäten setzen - da wird einer rollenden Blechkiste nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt.

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Eines der Böckchen ist zudem schwer mit seiner Hornpflege beschäftigt: Das stolze Besteck braucht dringend ein Peeling und wird ordentlich durch den Acker gepflügt.
Sogar Oryx-Antilopen, Zebras, Impalas und Steenbocks mit ihren riesigen Ohren lassen sich blicken. Die kleinen ‚Grashüpfer‘ sind allerdings extrem scheu.

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Am Himmel ziehen derweil drei winzige Wölkchen auf, ein Hauch von Nichts. Scherzhaft sage ich zu Uwe: ‚Schau mal, da braut sich ein Unwetter zusammen!‘ Dass daraus bis zum Spätnachmittag tatsächlich eine echte Sturmwarnung werden wird, ahnen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Momentan ist der Himmel einfach nur strahlend blau und die Luft riecht nach Karoo. Kein Witz: Es duftet überall nach frischer Kräutermischung.

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Äh Schatz, was steht da vorn auf 13 Uhr?

Wir verlassen den Teer und lassen unser Wägelchen über Schotter und Stein hüpfen. Mei, da hüpft meine Blase direkt mit. Der Frühstückskaffee wird zum Coffee-Shake und fordert seine Freilassung. "Uwe, halt mal an, ich muss mal!" Uwe tut, worum ich ihn bitte, ich tue, was ich muss, und dann schaukeln wir weiter.

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Gefühlt nur drei Minuten später geht es über eine Bergkuppe und Uwe sagt mehr fragend als wissend: ‚Äh... Schatz? Da vorne steht ein Nashorn!‘ Ich, die Belesene: ‚Schatz, wir sind in der Karoo. In den für Touris zugelassenen Arealen, gibt es keine Nashörner. Ja, es wurden welche angesiedelt, aber so tief im Park, dass wohl kaum ein Gast je eines zu Gesicht bekommt. Der Park ist schließlich 750 Quadratkilometer groß!‘ Uwe: ‚Okay, das magst du gelesen haben... aber was ist dann das da vorne?‘ Ich: ‚Wo?‘ Er: ‚Auf 13 Uhr, etwa 200 Meter vor uns!‘

Ich greife zum Fernglas und tatsächlich: Jetzt kann ich es lokalisieren und erkenne sogar ohne Linsen, dass da wahrhaftig ein Spitzmaulnashorn steht. Es hat uns längst bemerkt und fixiert uns. Seine Ohren spielen Windrad, es scharrt mit den Hufen und senkt drohend den Kopf, bleibt aber noch einen Moment reglos stehen. Dann setzt es sich in Bewegung und tänzelt ein paar Schritte in unsere Richtung. Scheinangriff!

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Wir verstehen die Ansage sofort. Uwe legt den Rückwärtsgang ein und wir weichen zurück, bis wir sehen, dass das Tier sich etwas entspannt. Wir warten. Es fängt an, uns zu ignorieren. Uwe gibt ganz vorsichtig wieder Gas – sofort erstarrt es erneut, rudert mit den Ohren und setzt wieder zum Marsch auf uns zu an.
Dieses Prozedere wiederholen wir drei, vier Mal. Schließlich beschließen wir, eine längere Zwangspause einzulegen. Das Rhino verliert das Interesse, dreht ab, läuft über den nächsten Kamm und – weg ist es.

Unser Herzklopfen ist beinahe akustisch wahrnehmbar. Wir sind angespannt und aufgeregt bis in die Haarspitzen. Nicht zu fassen! In der festen Annahme, hier keinem größeren Tier als einem Klippspringer zu begegnen, habe ich vorhin noch seelenruhig den Kaffee direkt neben dem Auto in die Freiheit geschickt. Vermutlich hat uns das Rhino schon gerochen, bevor es uns sah.
Für den restlichen Trail haben wir nun im Hinterkopf: Hinter jeder Kurve könnte ein weiteres ‚Nasi‘ stehen. Unser Respekt vor diesem Offroad-Abenteuer, bei dem wir völlig auf uns allein gestellt sind, hat sich gerade schlagartig verdoppelt.

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Müssen“ muss nicht unbedingt

Ich fürchte, dass es heute nicht bei einer einzigen Pinkelpause bleiben wird. Und ganz ehrlich: Wenn Rhinos hier unterwegs sind, warum dann nicht auch Löwen? Ich weiß, dass es sie hier gibt, ich hab nur nicht damit gerechnet, hier etwas Größeres zu sehen als einen Strauß oder einen Klippspringer. Aber jetzt halte ich alles für möglich. Es könnte durchaus ein Löwe keine drei Meter neben unserem Fahrzeug flach im Gras liegen, seine Siesta halten und es unangebracht finden, wenn ich so nah neben seinem Schlafgemach den Rasen sprenge. Ich werde wohl versuchen müssen, ein weiteres derartiges Bedürfnis zurückzuhalten, bis es sich über den Tränenkanal von selbst erledigt.

Eine Zeitlang begegnen wir keinem weiteren Tier. Ich konzentriere mich auf die traumhafte Landschaft und Uwe aufs Fahren. Die Pisten sind zum Teil mit Feldwegen vergleichbar; ausgewaschen und mit Steinbrocken übersät, zwingen sie uns zur Slalomfahrt. Im feuchten Boden zeugen unsere deutlich sichtbaren Reifenspuren davon, dass wir wirklich hier waren.

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Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
zuletzt bearbeitet 14. Mai 2026
Themenstarter1'002 Beiträge · seit 202314. Mai 2026 · #184
Echtes Offroad-Feeling

An manchen Stellen überwinden wir stufenartige Felsplatten. Dann kommen enge Kurven mit schlechter Sicht – und wir haben immer im Kopf: Hinter jeder Kurve, hinter jedem Kamm könnte ein Rhino stehen und uns als unerwünschte Eindringlinge betrachten. Das Abenteuerfeeling ist also dauerhaft präsent. Auch „Rhino Poop“ säumt unseren Weg, was uns bestätigt, dass unsere Alarmbereitschaft durchaus angemessen ist. Aber die Haufen dampfen nicht mehr. Das lässt uns annehmen, dass deren Duftspender nicht mehr unbedingt in der direkten Nähe unterwegs sind.

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Der Nuweveld hält auch einige sandige Senken und Flussquerungen für uns bereit. Jawoll, so macht Offroad-Fahren echt Spaß! Wir sehen leuchtend gelb blühende Akazien, viele saftig grüne Büsche und Bäume sowie gelbe und rosafarbene Blumenkissen, die die Karoo aussehen lassen, als würde der Frühling einkehren. Es gibt Wasserpfützen, die groß genug wären, um als Elefantenpool zu dienen. Wir sind begeistert bis zum Anschlag.
Dieser Trail bietet uns um ein Vielfaches mehr, als wir erwartet hätten – ach was heißt dieser Trail? Der ganze Park haut uns von den Socken.
Das hat natürlich auch damit zu tun, dass wir dachten, nur Dürre und Tod in der Karoo vorzufinden. Stattdessen sehen wir überall das blühende Leben.

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In einem ausgetrockneten, aber noch feuchten Flussbett begegnen wir einem wunderschönen, stattlichen Eland. Was für ein Prachtexemplar! Das Tier hält Distanz, bleibt aber ganz entspannt stehen und beobachtet neugierig, was wir in seinem Revier zu suchen haben. Wenn man Zeit hat, sieht man auch mal einen Baboon zwischen den Büschen flitzen oder einen Strauß, der die Botanik dekoriert.

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Badetag in der Karoo

Kurz vor dem Ende des Nuweveld-Abschnitts sehen wir eine Gruppe männlicher Strauße. Mindestens acht oder mehr. Die rennen, als ginge es um Kopf und Kragen. Wir sehen die Ursache für ihre Panik leider nicht, nur die Staubfahne, die ihnen hinterherweht. In kürzester Zeit sind sie nur noch als schwarze Punkte am Berghang zu erkennen.

Auf dem Pass lassen sich einige Red Hartebeests blicken. Die sind in der Karoo echt reichlich vertreten und unser Spiegelbild erinnert uns mittlerweile auch an ihren „Badehosen-Look“: Bei uns sieht man inzwischen ebenfalls sehr deutlich, wo die Shorts aufhören, und die Socken anfangen.

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Unser Ausflug neigt sich schon dem Ende zu, als eine kleine Herde Zebras vor uns die Pad überquert. Sie begibt sich ins Veld und lässt sich eines nach dem anderen umfallen. Die Familienbadewanne scheint groß genug zu sein, dass alle auf einmal reinpassen – was für ein Bild! Sie rudern mit ihren Beinen in der Luft und rollen von einer auf die andere Seite.

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Eines – vielleicht ein bisschen übergewichtig oder schwanger – schafft kaum eine Viertel-Drehung. Ich möchte fast aussteigen und nachhelfen. Mit so viel Bauch zwischen den Füßen braucht es mehrere Versuche, bis der Schwung für die ganze Drehung reicht. Elegant sieht anders aus, aber so hat die Szene eindeutig mehr Unterhaltungswert. Wir bleiben stehen, bis das große Baden beendet ist.

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Fazit zu diesem Trail - für Interessierte ohne Offroaderfahrung:

Ein Hilux kann was. Er macht die Arbeit. Aber der Fahrer gibt die Befehle. Es reicht nicht aus, zu wissen, dass man Bodenfreiheit hat. Der Fahrer muss dafür Verständnis haben, wie und wann man das Autochen machen lässt, was es machen soll. Spaß macht so ein Trail nur wenn man ohne Platten, Kratzer und Beulen wieder nach Hause kommt. Konzentration über mehrere Stunden und Besonnenheit gehören mit ins Gepäck. Ein bisschen Vorbereitung wie und wann man die Technik einsetzen sollte, wäre durchaus empfehlenswert. Dann steht dem Fahrspaß nichts im Weg.

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Ungläubiges Staunen

Gegen 13:00 Uhr rollen wir auf den Parkplatz des Rest-Camps. Uns steht der Sinn nach einem Eis, und wir laufen Richtung Shop an der Rezeption vorbei. Uwe verwickelt eine Mitarbeiterin ins Gespräch – er würde vermutlich platzen, dürfte er unser Erlebnis nicht sofort teilen.

Die Mitarbeiterin schenkt uns jedoch nur ein mitleidiges Lächeln, so nach dem Motto: „Tut mir leid, alter Mann. Vermutlich hast du zu viel Sonne abbekommen. In unserer Region bekommt niemand ein Nashorn zu sehen.“ Dieser Blick sagt mehr als tausend Worte, und das lässt mein Uwe nicht auf sich sitzen. Er zückt sein Fahndungsfoto als Beweis und hält es ihr unter die Nase.

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Sie reißt die Augen auf, ihr Futterladen klappt runter. Sie bekommt Schnappatmung und ruft sofort ihre Kolleginnen her. Alle starren fassungslos auf das Foto und können es nicht glauben. Uwe genießt seinen Triumph. Draußen möchte er unser Glück dokumentieren und einen Magneten fürs Nashorn auf die Sichtungstafel setzen, aber dafür ist schlichtweg kein Magnet vorgesehen. Unter den aufgelisteten Karoo-Tieren wird das Nashorn nicht einmal erwähnt. Das macht uns einmal mehr deutlich, was wir für ein unfassbares Glück hatten.

Genug für einen Tag

Überglücklich zurück im Chalet, ziehen wir die Schuhe aus und essen eine Kleinigkeit. Dann überfällt uns bleischwere Müdigkeit. – ein Nickerchen ist jetzt Pflicht. Ein später Kaffee weckt die Lebensgeister wieder, und bis etwa 17:00 Uhr ist reines Hakuna Matata angesagt.

Immer noch beseelt von diesem grandiosen Vormittag, haben wir Lust auf eine weitere kleine Runde durch den Park. Wir fahren die gleiche Strecke wie gestern Abend, vielleicht trifft sich die Tierwelt erneut zum Fress-Festival. Wir hätten gegen eine Wiederholung nichts einzuwenden.

Doch für heute haben wir den guten Willen unserer Fee schon aufgebraucht. Sie ist bereits im Feierabendmodus. Ein paar der üblichen Verdächtigen können wir mit dem Fernglas beobachten, und vier Schildis auf dem Heimweg. Der Himmel hat sich zugezogen, das Licht ist schlecht, leuchtende Abendstimmung? Nada.

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Wir kehren um und lassen den Tag bei lauschigen Temperaturen auf der Veranda ausklingen.
Der angekündigte Sturm bleibt zum Glück aus. Doch in der Nacht öffnet der Himmel seine Schleusen und spendet der Karoo eine weitere Dosis lebensspendendes Wasser.
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6'376 Beiträge · seit 201115. Mai 2026 · #185
Hoi Silvia

und danke fürs Weiterschreiben!
Endlich bin ich nicht mehr der Einzige der über die Pisten hüpft! 😉
Nacho schrieb:
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Etwa so sah die Piste auf der Halbinsel Osa/Costa Rica aus, wo wir dank des Navifehlers durch zwei Flüsse durch mussten...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1'002 Beiträge · seit 202315. Mai 2026 · #186
...hach, da liest ja doch noch jemand mit...😃

Guten Morgen Picco,
Ja, mit einem normalen Rutscherle ist so eine Piste schon sportlich und nervenzehrend.
Mit einem Wüstenschiff wie dem Hilux macht das aber so viel Spaß, dass man die gleiche Runde am liebsten nochmal fahren möchte.

Ist einfach echt blöd gelaufen mit eurem Auto.
Liebe Grüße
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
897 Beiträge · seit 201715. Mai 2026 · #187
Ich lese auch noch mit, habe aber nicht reagiert, da wir in Österreich waren und nicht eingeloggt. Freue mich auf die Fortsetzung 🙂
Liebe Grüße Makra
21 Beiträge · seit 202615. Mai 2026 · #188
Liebe Silvia,

Ich lese ebenfalls fleißig mit und freue mich immer, wenn es bei euch weitergeht! Vielen Dank für den schönen Bericht.
Der Besuch in der Karoo war ja einmalig.



Das Nashorn ist natürlich das Highlight, zu Recht kann dein Uwe stolz sein!

Liebe Grüße,
Caro
638 Beiträge · seit 202315. Mai 2026 · #189
Wow, die Tour durch die Karoo war ja wirklich toll. Auch ohne Rhino sehr sehr schön, aber diese Krönung habt ihr euch auch wirklich verdient. Wie toll ist so eine Sichtung erst, wenn man weiß, dass die Wahrscheinlichkeit so gering oder eigentlich nicht vorhanden ist. Ich kann euren Höhenflug richtig spüren und hatte gerade wieder richtig Spaß, dabei zu sein. Danke!
Themenstarter1'002 Beiträge · seit 202316. Mai 2026 · #190
Makra schrieb:Ich lese auch noch mit, habe aber nicht reagiert, da wir in Österreich waren und nicht eingeloggt. Freue mich auf die Fortsetzung 🙂
Ach wie schön, noch mehr stille Mitleser. 🤩 Das freut mich aber. Danke dir für dein Interesse Makara.
Liebe Grüße,
Silvia
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Themenstarter1'002 Beiträge · seit 202316. Mai 2026 · #191
caroline schrieb:Liebe Silvia,

Ich lese ebenfalls fleißig mit und freue mich immer, wenn es bei euch weitergeht! Vielen Dank für den schönen Bericht.
Der Besuch in der Karoo war ja einmalig.



Das Nashorn ist natürlich das Highlight, zu Recht kann dein Uwe stolz sein!

Liebe Grüße,
Caro
Liebe Caroline, auch dir herzlichen Dank fürs Mitlesen und dranbleiben, trotz so viel Text. Freut mich sehr. Der Karoo NP hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen, nicht zuletzt weil es so grün war. Der 4x4 Trail war ganz besonders schön. Der hätte für unseren Geschmack auch doppelt so weit sein dürfen. Wenn man mehr oder weniger in Schrittgeschwindigkeit fährt, kann man die Fahrt echt genießen. Wir hatten aber auch allerschönstes Wetter.

Liebe Grüßle und ein schönes Wochenende,
Silvia
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Themenstarter1'002 Beiträge · seit 202316. Mai 2026 · #192
Melanie1982 schrieb:Wow, die Tour durch die Karoo war ja wirklich toll. Auch ohne Rhino sehr sehr schön, aber diese Krönung habt ihr euch auch wirklich verdient. Wie toll ist so eine Sichtung erst, wenn man weiß, dass die Wahrscheinlichkeit so gering oder eigentlich nicht vorhanden ist. Ich kann euren Höhenflug richtig spüren und hatte gerade wieder richtig Spaß, dabei zu sein. Danke!
Ich muss echt meine Anerkennung aussprechen an alle, die sich so tapfer durch meine ausführliche Berichterstattung kämpfen 😛.

Liebe Melanie,
danke dir, dass du immer noch mit an Bord bist. Falls ihr irgendwann in der Gegend unterwegs seid und den Karoo National Park einbauen könnt, kann ich das nur empfehlen. Der 4x4‑Trail war schon als reines Offroadfahren ein absoluter Knaller. Ein Rhino, einen Löwen oder ein anderes Tier als die üblichen Verdächtigen zu sehen, ist dort vermutlich große Glückssache. Aber wer sich für Landschaften begeistern kann, wird dort definitiv auf seine Kosten kommen.

Als wir das erste Mal durch die Karoo‑Gegend (nicht den Nationalpark) gefahren sind, war es Ende September/Anfang Oktober, und es hat überall richtig üppig geblüht. Nicht so spektakulär wie die Namaqua‑Blüte, aber trotzdem unglaublich schön und sehr ansprechend.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
770 Beiträge · seit 201716. Mai 2026 · #193
Hallo Silvia, wir waren auch schon mal in der Karoo und ein Nashorn hätte ich dort definitiv nicht erwartet. Unglaublich! Liebe Grüsse und einen schönen Sonntag, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
83 Beiträge · seit 202417. Mai 2026 · #194
Hallo Silvia,
Du hast wahrscheinlich mehr stille Mitleser als Du denkst … 🙂
Vielen Dank für diesen tollen Bericht, Du magst Deine Textanteile vielleicht als lang beschreiben - dabei schreibst Du so voll Witz und Elan - da liest sich auch ein längerer Textabschnitt durchaus flüssig weg!
Ich bin weiterhin dabei!

Liebe Grüße, Dorie
Themenstarter1'002 Beiträge · seit 202317. Mai 2026 · #195
Enilorac65 schrieb:Hallo Silvia, wir waren auch schon mal in der Karoo und ein Nashorn hätte ich dort definitiv nicht erwartet. Unglaublich! Liebe Grüsse und einen schönen Sonntag, Caroline
Liebe Caroline,

danke dir für dein Feedback! Ich bin tatsächlich erstaunt, dass offenbar doch noch mehr Leser mit an Bord sind, als es sich manchmal anfühlt.

Darf ich fragen, in welchem Monat ihr die Karoo besucht habt? Und seid ihr damals auch den 4x4-Trail gefahren?

Uns hat dieser Reiseabschnitt nach dem KTP jedenfalls restlos begeistert. Vielleicht lag es auch daran, dass wir gar nicht mehr mit so viel gerechnet hatten – wir dachten, der KTP wäre bereits das absolute Herzstück der Reise gewesen und alles danach würde einfach nur schön und gemütlich ausklingen. Umso überraschender war es, dass diese Tage noch einmal eine geballte Ladung an Highlights für uns bereithielten. Es war natürlich ganz anders als im KTP, aber ein Glas ist voll, wenn es voll ist – egal ob man Cola oder Bier reinfüllt! 🤩
Liebe Grüße und auch dir ein schönes Wochenende,
Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
Themenstarter1'002 Beiträge · seit 202317. Mai 2026 · #196
Dorie schrieb:Hallo Silvia,
Du hast wahrscheinlich mehr stille Mitleser als Du denkst … 🙂
Vielen Dank für diesen tollen Bericht, Du magst Deine Textanteile vielleicht als lang beschreiben - dabei schreibst Du so voll Witz und Elan - da liest sich auch ein längerer Textabschnitt durchaus flüssig weg!
Ich bin weiterhin dabei!

Liebe Grüße, Dorie
Liebe Dorie,
hab vielen herzlichen Dank für deine lieben Zeilen. Vermutlich täuscht das Gefühl tatsächlich, wenn man längere Zeit kein Feedback erhält. Ich hab schon oft überlegt, ob ich mich kürzer fassen soll, weil meine Textpassagen vielleicht abschrecken. Aber beim Durchlesen der Notizen merke ich wie viele schöne Augenblicke mit der Zeit verblassen. Ich möchte solche Momente nicht vergessen, wie dem Parkplatzwächter, der sich so über die Chips gefreut hat, oder die "Lorelei" die mit wehendem Haar auf einem Stein sitzend ihre Fußnägel lackiert hat, oder die Polizistin die meinem Mann den Heiratsantrag gemacht hat. Diese Erinnerungen sind mir sehr wertvoll.
Sogar die peinlichen Momente, in denen ich selbst die Hauptfigur war 😄.
Deswegen freue ich mich wirklich sehr über dein Feedback, dass du die Texte trotz Länge unterhaltsam findest.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2026
389 Beiträge · seit 201217. Mai 2026 · #197
Nacho schrieb:Vermutlich täuscht das Gefühl tatsächlich, wenn man längere Zeit kein Feedback erhält. Ich hab schon oft überlegt, ob ich mich kürzer fassen soll, weil meine Textpassagen vielleicht abschrecken. Aber beim Durchlesen der Notizen merke ich wie viele schöne Augenblicke mit der Zeit verblassen. Ich möchte solche Momente nicht vergessen.
Dein Gefühl, das keiner Mitliest, hatte ich vor ein paar Tagen auch. Da hilft etwas Feedback ungemein und wenn es auch nur ein Klick auf den "Danke-Button" ist.

Aber ein Reisebericht sollte auf jeden Fall mehr beinhalten als nur schöne Fotos. Denn gerade der Text zu den Bildern ist es, welches die Bilder in einen Kontext setzt und eine Geschichte dazu erzählt. Und selbst wenn man keine Fotos hat, so sind es doch gerade die erinnerungswürdigen Erlebnisse und Begegnungen welche den Kern eines Reiseberichts ausmachen und welche man erzählen möchte und sollte!
So wie z.B. bei mir von der jagenden Löwin im Sossusvlei und mit allem was danach passierte. Das war auch sehr viel Text...

Wenn man aber nur schöne Fotos sehen will, dann kann man auch zur Google-Bildersuche gehen.

Also schreibe bitte weiter! Und lass ja kein schönes Erlebnis aus!
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2026
Themenstarter1'002 Beiträge · seit 202317. Mai 2026 · #198
Dein Gefühl, das keiner Mitliest, hatte ich vor ein paar Tagen auch. Da hilft etwas Feedback ungemein und wenn es auch nur ein Klick auf den "Danke-Button" ist.

Aber ein Reisebericht sollte auf jeden Fall mehr beinhalten als nur schöne Fotos. Denn gerade der Text zu den Bildern ist es, welches die Bilder in einen Kontext setzt und eine Geschichte dazu erzählt. Und selbst wenn man keine Fotos hat, so sind es doch gerade die erinnerungswürdigen Erlebnisse und Begegnungen welche den Kern eines Reiseberichts ausmachen und welche man erzählen möchte und sollte!
So wie z.B. bei mir von der jagenden Löwin im Sossusvlei und mit allem was danach passierte. Das war auch sehr viel Text...

Wenn man aber nur schöne Fotos sehen will, dann kann man auch zur Google-Bildersuche gehen.

Also schreibe bitte weiter! Und lass ja kein schönes Erlebnis aus!

Hallo Black Lion,
herzlichen Dank für dein Feedback. Es freut mich wirklich, dass du auch bei mir mitliest. Ich bin erst heute dazu gekommen, deinen Reisebericht zu lesen – dafür aber in einem Stück. Zurzeit komme ich kaum hinterher; Schreiben ist zwar meine Lieblingsbeschäftigung, aber es kostet eben auch ordentlich Zeit.

Du bist ja vielleicht ein Schlitzohr: Da schleppst du einen riesigen Löwen mit in den Urlaub und machst dir einen Spaß mit all den armen Touris, die vielleicht schon seit zwei Wochen sehnsüchtig auf eine Sichtung hoffen. Obwohl ich natürlich weiß, dass man im Sossusvlei so unwahrscheinlich einem Löwen begegnet wie im Karoo NP einem Nashorn, ist theoretisch ja alles möglich. Mich hättest du jedenfalls auch erwischt. Zum einen, weil ich eher damit rechnen würde, im Dead Vlei einem Löwen zu begegnen als einem Touri, der so ein monströses Raubtier mitschleppt. Und zum anderen, weil ich auf einem kleinen Display den Unterschied vermutlich gar nicht erkannt hätte.

Ich frage mich ernsthaft, wie du es geschafft hast, Safari in den Rucksack zu stopfen, ohne ihr dabei Ohren oder Pfoten abzureißen.
Schöne Fotos zeigst du uns – da schaut man mit einem tiefen Seufzer auf den Kalender und zählt die Monate, bis man selbst wieder afrikanischen Boden unter den Füßen hat.

Danke für deinen eigenen Reisebericht und dafür, dass du neben dem Schreiben auch bei mir mitliest.
Liebe Grüße,
Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
770 Beiträge · seit 201717. Mai 2026 · #199
Nacho schrieb:
Enilorac65 schrieb:Hallo Silvia, wir waren auch schon mal in der Karoo und ein Nashorn hätte ich dort definitiv nicht erwartet. Unglaublich! Liebe Grüsse und einen schönen Sonntag, Caroline
Liebe Caroline,

danke dir für dein Feedback! Ich bin tatsächlich erstaunt, dass offenbar doch noch mehr Leser mit an Bord sind, als es sich manchmal anfühlt.

Darf ich fragen, in welchem Monat ihr die Karoo besucht habt? Und seid ihr damals auch den 4x4-Trail gefahren?

Uns hat dieser Reiseabschnitt nach dem KTP jedenfalls restlos begeistert. Vielleicht lag es auch daran, dass wir gar nicht mehr mit so viel gerechnet hatten – wir dachten, der KTP wäre bereits das absolute Herzstück der Reise gewesen und alles danach würde einfach nur schön und gemütlich ausklingen. Umso überraschender war es, dass diese Tage noch einmal eine geballte Ladung an Highlights für uns bereithielten. Es war natürlich ganz anders als im KTP, aber ein Glas ist voll, wenn es voll ist – egal ob man Cola oder Bier reinfüllt! 🤩
Liebe Grüße und auch dir ein schönes Wochenende,
Silvia
Wir waren mit einer Kleingruppenreise im Oktober 2016 dort.
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
389 Beiträge · seit 201218. Mai 2026 · #200
Nacho schrieb:
Hallo Black Lion,
herzlichen Dank für dein Feedback. Es freut mich wirklich, dass du auch bei mir mitliest. Ich bin erst heute dazu gekommen, deinen Reisebericht zu lesen – dafür aber in einem Stück. Zurzeit komme ich kaum hinterher; Schreiben ist zwar meine Lieblingsbeschäftigung, aber es kostet eben auch ordentlich Zeit.

Du bist ja vielleicht ein Schlitzohr: Da schleppst du einen riesigen Löwen mit in den Urlaub und machst dir einen Spaß mit all den armen Touris, die vielleicht schon seit zwei Wochen sehnsüchtig auf eine Sichtung hoffen. Obwohl ich natürlich weiß, dass man im Sossusvlei so unwahrscheinlich einem Löwen begegnet wie im Karoo NP einem Nashorn, ist theoretisch ja alles möglich. Mich hättest du jedenfalls auch erwischt. Zum einen, weil ich eher damit rechnen würde, im Dead Vlei einem Löwen zu begegnen als einem Touri, der so ein monströses Raubtier mitschleppt. Und zum anderen, weil ich auf einem kleinen Display den Unterschied vermutlich gar nicht erkannt hätte.

Ich frage mich ernsthaft, wie du es geschafft hast, Safari in den Rucksack zu stopfen, ohne ihr dabei Ohren oder Pfoten abzureißen.
Schöne Fotos zeigst du uns – da schaut man mit einem tiefen Seufzer auf den Kalender und zählt die Monate, bis man selbst wieder afrikanischen Boden unter den Füßen hat.

Danke für deinen eigenen Reisebericht und dafür, dass du neben dem Schreiben auch bei mir mitliest.
Liebe Grüße,
Silvia
Hallo Silvia
Um dein Reiseberichts-Thema nicht zu kapern, habe ich es mir erlaubt, Safaris Antwort in unserem Reiseberichts-Thema zu beantworten.
Ich hoffe das geht in Ordnung.
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)