Akane221 Beiträge · seit 202403. März 2026 · #21Liebe Silvia,
Ich hoffe, ihr kommt sicher an und könnt euch nach den Strapazen erholen! Du hast natürlich Recht, dass es Glück im Unglück ist, nicht in Qatar zu stranden.
Versuche mal nach eurer Rückkehr und wenn ihr alles sortiert habt, einen Claim gegen Qatar Airways einzureichen - euer Stichwort wäre wohl das Montrealer Abkommen, da EU/Swiss/UK261 in eurem Fall nicht greift.
Das Bordprodukt Qatar Airways ist sehr gut, aber wenn irgendwas nicht nach Plan läuft, haben wir sie als nicht kooperativ empfunden.
Aber kommt erstmal gut an!
Makra895 Beiträge · seit 201703. März 2026 · #22Hallo Sylvia,
auf der Südafrika FB-Seite hat jemand geschrieben, dass er bereits eine Mail von Qatar mit der Stornierung des Fluges bekommen hat mit Zusage der Rückerstattung. Allerdings war das in Frankfurt vor dem Abflug.
TAtacitus1'125 Beiträge · seit 202203. März 2026 · #23Mag sein, dass übermäßiger Konsum des NFs die Wahrnehmung des Weltgeschehens negativ beeinflusst 😎 aber DAS war grundsätzlich vorhersehbar und sogar angesagt.
Dass Israel und USA (damals nachrangig) nach dem „12-Tage Krieg“ im Juni 2025 mit den Iran noch nicht „fertig“ war, war klar und unmissverständlich kundgetan. Dass Israel das nicht ohne die USA durchziehen kann, ist sowieso klar. Dass die bekannten Vorbereitungen das gemeinsame Vorgehen als längst paktiert offenbarten, zeigte auch, dass es ungefähr „jetzt“ passieren wird.
Wer sich genau dann in einen Flieger der vorhersehbar betroffenen Staaten setzt, kann sich mE bei niemand beschweren, wenn "erwischt", aber GsD für Betroffene, hängt die Inanspruchnahme ihrer Konsumentenrechte nicht von meiner Meinung ab 😉 😄 😁
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200703. März 2026 · #24Na, ja, Flüge werden ja in der Regel nicht 14 Tage vorher gebucht sondern mindestens 10 Monate.
Und die Hubs sind nun mal wirklich weltweit sehr stark. Dass alle drei nun Tage (wenn nicht noch länger) komplett zu sind, ist schon ein Störung, die man so vor einem Jahr nicht am Schirm haben musste.
Und wer vor drei Wochen auf Urlaub flog und jetzt beim Heimflug damit konfrontiert ist, hätte vor drei Wochen die Reise auch nicht einfach so stornieren können.
Das jetzt so hin zu stellen, als wären da alle einfach selbst schuld, ist ein wenig billig, sorry.
LG Wolfgang
TAtacitus1'125 Beiträge · seit 202203. März 2026 · #25Guten Abend dergnagflow,
damit
dergnagflow schrieb: ...Das jetzt so hin zu stellen, als wären da alle einfach selbst schuld, ist ein wenig billig, sorry....
reagierst auf etwas, das ich nicht geschrieben habe.
Für die jetzige Situation (Krieg in Nah- und Mittelosten) ist der Vorlauf einer derartigen Urlaubsreise irrelevant. Für Realisierung und (s)-Risiko zählt nur die bei Antritt aktuelle Situation.
Wer z. B. einen Alpintourenurlaub ein Jahr im Voraus gebucht hat, muss sich bei Antritt trotzdem mit der Machbarkeit und Lawinensituation auseinandersetzten und eventuell umplanen und Abstriche machen, um sein Risiko zu minimieren (das machst du bei deinen Reisen durch’s Kaokoveld doch genauso). Trotzdem gibt es Leute, die die Schuld an den heuer schon über 20 Lawinentoten mangelhafter Lawinenwarnung geben.
Wer also sehenden Auges in einer absehbaren oder schon aktiven Kriegssituation durch/über Kriegsgebiet fliegen will, muss damit rechnen, dass der Reiseplan nicht halten wird, weil die Wahrscheinlichkeit dafür hoch ist. Nur das habe ich gesagt und nicht mehr und dabei bleib‘ ich.
Außerdem ist die Lage der Betroffenen, so bedauerlich diese für sie ist, ja nicht wirklich dramatisch. Sie sind nicht echt gefährdet, man kümmert sich um sie oder wird das. Sie verlieren bloß ein paar Tage Zeit/Urlaub und (wahrscheinlich) etwas Geld.
Grüße
Akane221 Beiträge · seit 202404. März 2026 · #26Puh, Empathie ist wohl nicht dein Ding.
Schön, dass du alles vorhergesehen hast, da bist du den Airlines weit voraus. Unser Flieger ist am Samstagmorgen sogar noch losgeflogen und ist dann wieder umgedreht.
Unabhängig davon, ob man es hätte ahnen können, finde ich es für die Betroffenen ein bisschen daneben, das so darzustellen als würde nur ein bisschen Zeit und Geld draufgehen. Es ist - Gefahr hin oder her - mit viel Stress und Ungewissheit verbunden, und das wünscht man doch niemandem.
Du stellst es dir aber auch sehr leicht vor, dieser Situation aus dem Weg zu gehen. Bis der Sachverhalt tatsächlich eintritt, hat man keine Chance, irgendwas umzubuchen oder zu stornieren. Nach Eintritt des Sachverhalts ist man komplett darauf angewiesen, dass sich die Airline der Sache annimmt, denn keine Reiseversicherung deckt diese Fälle, und im Zweifel geht es um mehrere tausend Euro, auf denen man sitzenbleibt.
Wir können bspw. unseren Rückflug in knapp zwei Wochen nicht ändern und werden wahrscheinlich erst am Tag selbst erfahren, was passieren wird.
Mir sitzt jedenfalls seit drei Tagen spürbar der Stress im Nacken, und natürlich ist es nicht hochdramatisch, aber sicherlich nicht das, was man sich bei einer Urlaubsreise vorstellt.
Nacho976 Beiträge · seit 202304. März 2026 · #27Guten Morgen zusammen,
Akane und Makara, euch vielen Dank für euer Mitgefühl und die hilfreichen Hinweise. Wir haben inzwischen auch eine Mail von Qatar erhalten, mit dem Hinweis auf Rückvergütung.
Gestern sind wir nach 27 Stunden von Tür zu Tür zuhause angekommen und in die Arme der Entspannung gefallen.
Um Qatar kümmern wir uns später.
Danke auch für den hilfreichen Tipp mit der Argumentation für die Rückvergütung. Diese Art der Unterstützung schätze ich hier im Forum sehr und wenn man - aus welchem Grund auch immer- in eine Situation von Stress, Panik oder Verzweiflung gerät, tut ein freundliches und unterstützendes Wort unglaublich gut.
Was die Meinungsverschiedenheiten in einem Forum betrifft: Ich denke, man kann alles aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Nichts ist nur Schwarz oder Weiß.
Wenn du ein Haus von allen vier Seiten betrachtest und beschreibst es jemandem, der es nicht sieht, könnte die Person auch denken: Das ist widersprüchlich und passt nicht zusammen.
Wir sehen alle immer nur einen Teil des Ganzen. Und manchmal kommen einfach zu den Fakten, Umstände die eine Entscheidung schwierig machen und nur die Wahl zwischen Pest und Cholera zulassen.
(Unsere Umstände werde ich im Reisebericht erwähnen.)
Und ja, manchmal trifft man unvernünftige Entscheidungen weil man vielleicht nicht ausreichend informiert ist oder man verdrängt etwas weil man es nicht wahr haben will, oder weil man eine Bedrohung falsch einschätzt, oder, oder, oder....
Die Argumentation, sich nicht wissentlich in Gefahr zu bringen, ist ja nicht verkehrt. Es ist lediglich die Sicht auf eine Seite des Hauses 🙂
Hoffen wir, alle kommen unversehrt nach Hause und können diesen Alptraum bald hinter sich lassen. Wenn ihr jemanden moralisch unterstützen könnt, dann tut es. Auch wenn man nicht konkret helfen kann, ist diese Art von Beistand ein Energiespender.
Liebe Grüße und einen schönen Tag, Silvia
TAtacitus1'125 Beiträge · seit 202204. März 2026 · #28Nochmals, Akane, darum ging’s ja nicht in meiner Zuschrift, sondern darum, an Hand folgenden Beispiels:
Vor zwei Tagen war ein erboster und gebeutelter Familienvater im Fernsehen, der just jetzt für ein verlängertes Badewochenende eingeflogen war und vom Kriegsausbruch vollkommen überrumpelt war und sich auch alleine gelassen fühlte.
Ich habe dieses vom Kriegsausbruch überrascht/überrumpelt worden sein angesprochen. Denn dass dieser zeitnah bevorsteht, war evident. Man musste mE damit rechnen und zumindest gedanklich darauf eingestellt sein, dass dieser Urlaub oder Transit höchstwahrscheinlich nicht planmäßig verlaufen wird und dass man das u. U. „aussitzen“ und Buchungen anpassen wird müssen.
Dass man bei vorbeugender Anpassung Versicherungsleistungen riskiert und, wenn's dann passiert ist, ziemlich machtlos ist, ist auch klar und dass einem die, die es im Transit „erwischt“ hat, auch leidtun, sowieso.
Grüße
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201604. März 2026 · #29Hallo Sylvia,
in Airline-Foren wird dieser Anwalt für die Durchsetzung Deiner Recht gerne empfohlen:
https://www.drboese.de/fluggastrechte/Ich kenne ihn aber persönlich nicht. Vielleicht hast Du eine Rechtsschutz und gibst die Sache ab.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Nacho976 Beiträge · seit 202304. März 2026 · #30Liebe Gaby,
herzlichen Dank für den Tipp.
Wir haben heute erst mal bei Qatar den Antrag auf Rückerstattung gestellt und eine Eingangsbestätigung erhalten. Ich vermute, es wird ein paar Wochen dauern. Jetzt ist Geduld gefragt und wenn uns die nicht ans Ziel führt, geben wir die Sache in die Hände eines Anwalts. Das ist tatsächlich der Plan.
Schönen restlichen Tag
M@rie1'680 Beiträge · seit 200704. März 2026 · #31tacitus schrieb: Denn dass dieser zeitnah bevorsteht, war evident. Man musste mE damit rechnen und zumindest gedanklich darauf eingestellt sein, dass dieser Urlaub oder Transit höchstwahrscheinlich nicht planmäßig verlaufen wird und dass man das u. U. „aussitzen“ und Buchungen anpassen wird müssen.
aha, man hätte also mit seiner Reiseplanung/buchung für Südostasien, ggf Australien/Neuseeland, Afrika und auch in die Golfregion schlauer sein sollen als das Außenministerium/Auswärtige Amt? denn eine Reisewarnung gab es für die Region und damit für eines der wichtigsten Drehkreuze erst ab Samstag, den 28.2. 2026
und Ergänzung;
und definiere "zeitnah", denn in der gesamten Region brodelt es schon seit Jahrzehnten, also wenn schon, hätte man erst gar nicht dieses Drehkreuz in seiner Reiseplanung einbeziehen dürfen
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012
"Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!"
~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
hansilein181 Beiträge · seit 202004. März 2026 · #32am Besten finde ich ja die Vermutung von Tacitus dass übermäßiger Konsum des Namibiaforums die Wahrnehmung des Weltgeschehens negativ beeinflussen könnte.Vielleicht hat er auch von irgendwas zu viel konsumiert,diesen Post finde ich jedenfalls ziemlich widerwärtig
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201604. März 2026 · #33Nacho schrieb:
Wir haben heute erst mal bei Qatar den Antrag auf Rückerstattung gestellt und eine Eingangsbestätigung erhalten. Ich vermute, es wird ein paar Wochen dauern. Jetzt ist Geduld gefragt und wenn uns die nicht ans Ziel führt, geben wir die Sache in die Hände eines Anwalts. Das ist tatsächlich der Plan.
Die Rückerstattung ist das eine, die Mehrkosten das andere. Ihr werdet sicherlich keine 3.200,00 € Rückerstattung erhalten, auch wenn diese vermutlich ohne Anwalt auf Eurem Konto eingehen wird. Ggf. habt Ihr aber auch Anspruch auf die Mehrkosten. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass Ihr das Kapitel schließen wollt...
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
TAtacitus1'125 Beiträge · seit 202204. März 2026 · #34Guten Abend, M@rie und hansilein,
in Kurzfassung.
Netanjahu/Israel haben ihre Absicht betr. Iran nie verheimlicht, welche aber nur mit US-Beteiligung umsetzbar ist. Wenn nun USA (unter Entblößung strategisch wichtiger militärischer Präsenz anderswo) eine viele Wochen lange und xxmilliarden teure (nur für Vorbereitung!) Konzentration von militärischem Offensivpotenzial in Nah- und Mittelosten aufbaut, bedeutet das für euch was? Und das gegen einen Gegner, gegen den politische und wirtschaftliche Druckmittel sowieso nicht mehr verfügbar sind, weil längst ausgereizt und dessen nukleares Potenzial ja schon im Juni "totally obliterated" wurde (O-Ton Trump). Und das noch dazu bei der Persönlichkeitsstruktur von Präsident Trump und Kriegsminister Hegseth! Für mich u.v.a. heißt das nur, dass sie es sehr ernst meinen. Wenn dann überall im arabischen Raum militärisch nicht essenzielles US-Personal evakuiert wird, heißt, dass es zeitnah ernst wird. Wobei mit "zeitnah" unmittelbar bevorstehend gemeint ist (@ Frage von M@rie). Mit diesen Einschätzungen bin/war ich in guter Gesellschaft und außerdem ist das mittlerweile sowieso faktisch belegte Geschichte.
Der mit der Reisewarnung (M@arie) ist echt gut 🙂 😄 😁 Dass keine Reisewarnungen ausgesprochen wurden, ist mE eine rein politische Entscheidung, die aber nie zugegeben werden wird. Reisende sind dabei ein kurzfristiger Kollateralschaden, um dessen Linderung man sich dann sowieso offiziell bemüht. Oder glaubt ihr wirklich dass die europäischen Nachrichtendienste nicht wussten, dass es Samstags krachen wird?
.... aber .... wenn man sich andererseits erinnert, dass ein BK sagte, dass ihn Putin im persönlichen Gespräch versichert hatte, dass der Truppenaufmarsch nur eine Übung sei und die Ukraine sicher nicht angegriffen werde, kann man betr. Professionalität in Außenpolitik und unterlassener Reisewarnung auch durchaus ins Grübeln kommen….. 😎
Wünsche noch einen guten Abend.
tacitus
Nacho976 Beiträge · seit 202305. März 2026 · #35Liebe Gaby,
wir sind uns durchaus bewusst, dass unser Heimflug ein Draufzahl- Geschäft bleiben wird. Wir erhoffen uns die Hälfte der Ticketkosten die wir für den Hin- und Rückflug bezahlt haben. Mehr nicht. Das wären ca. 1200 Euro für uns beide. Das Hotel für die zwei Tage Verlängerung war relativ günstig und wir hatten es ja gut dort.
Alles was wir bekommen, ist besser als nichts. Letztendlich hätte es uns viel schlimmer treffen können, wenn es die Sperrung erst nach unserer Landung in Doha gegeben hätte. Wir sind dankbar, so oder so, auch wenn der finanzielle Verlust trotzdem weh tut.
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201605. März 2026 · #36Tactius:
Das ist schön und gut und es gibt sicherlich genug Leute, die sich aus beruflichen Gründen oder privatem Interesse intensiver mit der geopolitischen Situation im nahen Osten oder sonstwo auf der Welt beschäftigen. Wenn man allerdings einen Flug für eine Urlaubsreise oder eine Kabine auf einem Kreuzfahrtschiff bucht, bleiben Überlegungen zu der Frage, ob der Flughafen am Drehkreuz oder der Hafen genau zum Zeitpunkt des Aufenthalts gesperrt werden und man fest hängt, vermutlich irgendwie außen vor...
Sonst wäre das Denkmuster: Trump droht dem Iran, Israel hat schon lange die Faxen dicke, der Iran wird angegriffen und versucht, die Nachbarländer mit hinein zu ziehen, das Ganze wird bestimmt morgen losgehen, da lasse ich den Urlaub lieber sausen.
Yanjep
Mogambo566 Beiträge · seit 201305. März 2026 · #37Es mag zwar ein überlegenswerter Gedanke sein, wenn jemand, sagen wir mal in angespannten Zeiten, in einem potentiellen Krisengebiet Urlaub macht und dann von der politischen Situation überrascht wird.
Nur: was für Passagiere gilt, muss erst recht für die Airline gelten. Erst recht dann, wenn die Airline im nahen Osten beheimatet ist. Wenn also eine Airline vor Ort mit den gleichen Anforderungen wie Passgiere das Weltgeschehen beobachten soll, dann muss diese erst recht dafür sorgen, dass Flüge jedenfalls dann reibungslos laufen, wenn diese Flüge nur als Transit via Doha, Abu Dhabi & Co laufen. Da ist die Erwartung wohl zu recht, dass weit vor einer Eskalation mögliche Alternativrouten ad hoc und per sofort verfügbar sind, wenn der Krisenfall eintritt.
Mit Bick auf diesen Gedanken verwundert es jedenfalls, wenn reine Transitflüge nach Afrika oder Asien plötzlich ausfallen oder nur erschwert durchgeführt werden. Da bin ich schon bei den Transit-Passagieren, die plötzlich festhängen und komplett sauer sind.
Oder so gesagt: wer in (zumindest potentiellen) Krisengebieten Urlaub macht, muss mit Problemen rechnen. Wer aber aus (zumindest potentiellen) Krisengebieten heraus Geschäfte macht, der muss erst rechtzeitig und umfassend vorbeugen.
LG Mogambo 🙂
SESeyko1'095 Beiträge · seit 200905. März 2026 · #38Hi zusammen,
die Situation vieler Menschen zeigt ja im Grunde nur, dass eine sich dynamisch ändernde Welt nicht kompatibel ist mit langfristiger Planung. Da wird es imho zukünftig noch viel mehr „Kollateralschäden“ geben. Ich las gerade von Kreuzfahrtpassagieren, denen die Intuition gesagt hat nicht zu reisen. Da sie aber den gesamten Reisebetrag verloren hätten, da es keine offizielle Reisewarnung gab (damit gibt es keine Möglichkeit kostenfrei zu stornieren), sind sie dennoch gereist - mit allen bekannten Konsequenzen.
Ich denke das allergrösste Missverständnis ist der Umstand, dass es sich bei Informationsbeschaffung um eine Holschuld und keine Bringschuld handelt. So unangenehm das alles ist aber die Zeiten von Vollkasko sind nunmal grösstenteils vorbei. Insofern ist die Argumentation von tacticus durchaus schlüssig. Ich möchte davon ausgehen, dass der Bauch bei den allermeisten betroffenen Menschen doch irgendwie angesprungen ist aber der Kopf dagegen argumentiert - da jede Entscheidung mit zusätzlichen Kosten verbunden ist und es ja "nicht sicher ist", ob es wirklich so kommt.
Diejenigen, die glauben, dass das eigene Denken nicht nötig ist, da sie einen Vertrag abgeschlossen haben (Transport, Unterkunft, Miete oder sonstiges) und damit der Vertragspartner ihren Part übernehmen muss, werden sich in Zukunft noch viel mehr wundern als sie das bereits heute tun.
Liebe Grüsse
Guido
TAtacitus1'125 Beiträge · seit 202205. März 2026 · #39
Makra895 Beiträge · seit 201705. März 2026 · #40Tacitus und Seyko, ich bin durchaus eurer Meinung ! Wir sind seit Anfang Januar zögerlich gewesen mit der Buchung eines Fluges nach Australien nächsten Herbst. Genau aus dem Grund, dass man wirklich täglich mit diesem Krieg hat rechnen müssen, wenn man die politische Weltlage verfolgt. Die Camperbuchung war Anfang Januar, kann aber bis September kostenlos storniert werden. Ich hatte eine längere Diskussion mit einer Freundin, die absolut nicht verstehen kann (will ?), warum man den Flug nicht auch sofort bucht. Wir sind der Meinung, einen Flug bekommt man auch noch im Herbst - halt wahrscheinlich etwas teurer. Aber so what !
Mir fällt schon immer auf, dass gerade in Reiseforen oft so eine Ignorier-Mentalität vorherrscht - außer Reisen keinerlei Interessen. Da werden wir oft als Schwarzmaler belächelt .... 😕