5 Mon. Elternzeit SA/NAM - Teil IV - WDH->CPT

Reisebericht 46 Antworten · 4'498 Aufrufe · gestartet 03. Juni 2025 von fidel
Themenstarter925 Beiträge · seit 201612. Juni 2025 · #21
Tag 70 02.05.2024 Paternoster

Morgens ist es warm genug für ein Frühstück auf der Terasse in der Morgensonne. Dabei können wir die Fischer am Strand beobachten, die Boote zu Wasser lassen.







Dann fahren wir zum Cape Columbine NR. Wir zahlen den geringen Eintritt und fahren dann alle Loops ab. Es ist Wahnsinn, wie viele Campingplätze/Stellplätze es hier basierend auf der Zahl an Mülltonnen gibt - tatsächlich campiert aber aktuell niemand.

Immer wieder halten wir an und klettern auf den Felsen an der Küste herum.







Die Temperaturen sind sehr angenehm, es weht kaum ein Wind.

Bei Titiesbaai machen wir einen kurzen Spaziergang am Meer entlang, damit K2 endlich einschläft.





Eigentlich wären wir nach einem kurzen Mittagsschlaf gerne in Paternoster essen gegangen (schließlich ist die Auswahl hier extrem groß), leider wird es damit nichts. Erst zuhause klappt der Mittagsschlaf - anschließend ist es leider schon zu spät für Lunch.

Stattdessen wird wieder einmal Wäsche gewaschen, dann geht es erneut an den Strand zum Buddeln und mit den Füßen ins Wasser. Vor allem K1 ist sehr angetan von der Nähe zum Strand und der riesigen Sand-Auswahl.





Parallel beobachten wir die Fischer beim Anlanden und Aufladen ihrer Boote. Faszinierend zu sehen, dass das hier - aller Fischereiindustrie zum trotz - noch tatsächlich auf diese Art und Weise betrieben wird, mitten in einem (nahezu) reinen Touristenort. Die Fischer sind offenbar auch nahezu die einzigen, die außer den Touristen noch im Ort selbst wohnen.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201612. Juni 2025 · #22
Tag 71 03.05.2024 Paternoster

Heute Morgen ist es deutlich frischer und bedeckt. Nachts fielen ein paar Regentropfen. Wir entscheiden uns, schnell zu frühstücken und unser Glück heute im West Coast NP zu suchen.

In Vredenburg machen wir Halt bei Excelsior Pies für sehr leckere und preiswerte Pies als Proviant, dann geht es weiter Richtung Langebaan. Es hat recht viel Verkehr - für uns nach der langen Zeit in eher einsameren Gegenden noch etwas ungewohnt. Langebaan wirkt auf uns riesig und langgestreckt. Wir sind sehr froh, uns für Paternoster und nicht für Langebaan als Übernachtungsort entschieden zu haben.

Am Parkgate müssen wir nur kurz unsere Wildcard vorzeigen und dürfen dann passieren. Wir fahren zunächst zum ersten Bird Hide. In der Ferne sieht man viele Flamingos und andere Wasservögel. K2 möchte aber nicht mitspielen und immer auf den (leider nicht sehr sauberen) Boden und auch nicht still sein.









Also fliehen wir sofort wieder und fahren weiter bis zum Seeberg Viewpoint. Das Wetter ist insgesamt besser geworden, es ist aber weiterhin noch recht diesig. Wir laufen etwas herum und sehen uns das Haus an, leider ist K2 weiterhin nicht sehr begeistert.





In Geelbek ist das Restaurant offenbar schon seit längerer Zeit dauerhaft geschlossen. Wir laufen nur kurz zum Bird Hide, leider ist auch hier kein sinnvoller Besuch möglich.











Dennoch ist diese Ecke Vogel-technisch nicht grundsätzlich recht produktiv.





Da K2 langsam schlafen, aber auch essen soll, fahren wir direkt zum Atlantic View Point zum Mittagessen.

Hier haben wir eine schöne Aussicht auf die Dünen und den Atlantik im Nebel (leider gibt es offenbar kein Foto) und beobachten die kleinen Mäuse, die immer wieder herumlaufen.



Wir entschieden uns wegen des Nebels gegen eine Weiterfahrt nach Norden, drehten um und steuerten das Abrahamskraal Wasserloch ein. Kurz zuvor war K2 endlich eingeschlafen. Ich ging daher lediglich mit K1 zum Hide. Hier war zwar einiges geboten, jedoch wollten wir die Damen natürlich auch nicht zu lange im Auto warten lassen - vor allem wenn eine davon möglichst lange schlafen soll.. Insgesamt ist es wohl der produktivste Hide im Park.



Wir sahen insgesamt immer wieder verschiedene Tiere - Strauße, Buntböcke und Mangusten.

Leider hat der Park uns nicht so wirklich überzeugt. Wir waren natürlich zur falschen Jahreszeit da und bei nicht perfektem Wetter. Auch machte uns K2 den Besuch nicht einfach. Aber so oft, wie der Park nahezu in den Himmel geschrieben wird in Foren, Blogs und Führern, können wir diese Einschätzung nicht so ganz teilen - vor allem im Vergleich zu anderen Parks in Südafrika. Er ist landschaftlich sehr schön, keine Frage. Aber es gibt definitiv zig Parks in Südafrika, die wir vorziehen würden. Vermutlich müssten wir einmal im Sommer oder zur Wildblumenzeit vorbeifahren, um den Park eine zweite Chance zu geben. Wir hatten auch überlegt gehabt, im Park selbst zu übernachten - vielleicht wäre der Eindruck dann auch nochmal ein vollkommen anderer gewesen. So war vermutlich Paternoster der bessere Ort.

Die Fahrt zurück - offiziell nur 45 Minuten - zieht sich dennoch gefühlt ewig, auch weil erneut sehr viel Verkehr ist.

In Paternoster machen wir - bei jetzt sonnigem Wetter - einen längeren Spaziergang am Strand entlang bis zur ersten Muschelbank und zurück durch den Ort.





Dann wollten die Kinder nochmals an den Strand zum buddeln. Es wird aber irgendwann frisch, da heute ein stärkerer Wind weht, so dass wir irgendwann bevor die Sonne untergeht, wieder ins windstille Haus fliehen.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201612. Juni 2025 · #23
Tag 72 04.05.2024 Paternoster

Wie vom Wetterbericht angekündigt, kam nachts und morgens Regen. Dieser hielt den Vormittag über an, erst am späten Vormittag klarte es auf. Wir taten solange nichts, spielten und lasen vor.

Nach dem Mittagsschlaf wollten wir uns zu Fuß auf die Suche nach einem netten Restaurant machen, das uns - auch in Bezug auf die Kindertauglichkeit - überzeugte, aber erneut hatten wir nicht den größten Antrieb. So landeten wir in einer Pizzaria mit durchschnittlicher Pizza, aber immerhin bei nunmehr strahlendem Sonnenschein.

Dann gingen wir weiter bis zur Waterfront. Auch hier hätte man wohl nett essen können. Die Läden haben zum Teil sehr schöne Sachen. Der Plan, ein Eis zu essen, scheitert daran, dass der Mitarbeiter seinen Laden vor unseren Augen schließt und meint, seine Schicht sei jetzt zu Ende..

Wir bummeln ein wenig durch die anderen Shops im Ort. Es gibt ein paar ganz nette/interessante Läden, viel Kunsthandwerk. In einem Laden bekamen wir beim Kauf eines Honigs gleich noch jede Menge Ciabatta geschenkt, da es am Abend nicht mehr für belegte Ciabattas verwendet werden konnte. Ein ziemlicher Glücksfall - eigentlich wollten wir im Anschluss zum OK Foods um nach akzeptablem Brot zu schauen.

Überall wurde man ständig von Händlern angesprochen, die Crayfish verkaufen wollten. Abgesehen davon, dass der Fang / Handel eigentlich beschränkt ist und wir etwaige Regelverstöße nicht unterstützen wollen, haben wir auch gewisse hygienische Bedenken, Meeresfrüchte von jemandem zu kaufen, der den ganzen Tag mit einer ungekühlten Tüte voller Meeresfrüchte in der Sonne rumläuft..

Abends gehen wir zum Sonnenuntergang nochmals zum Strand - was sich als sehr gute Idee herausstellte.



Wir erlebten einen traumhaften Sonnenuntergang, K1 hatte riesigen Spaß hin- und herzurennen. Es war mit kurzer Hose und Fleecejacke sehr gut erträglich. Ein Meter weiter feierten ein paar junge Leute offenbar einen Silent Rave - etwas sehr bizarr anmutend, zudem teilweise leicht bekleidet. Zum Sonnenuntergang rissen sich einige die Kleider vom Leib und sprangen ins Meer - definitiv hartgesottener oder zugedröhnter und die nächsten Tage erkältet..











Anschließend aßen wir kalt mit dem hervorragenden Ciabatta.

Fazit Paternoster:

Uns hat es hier sehr gut gefallen. Es ist trubelig und voller Touristen, liegt aber auch sehr schön am Meer und ist überschaubar. Die Fischer morgens und abends machen es deutlich authentischer als man bei einem Touristenort vermuten würde. Die Auswahl an Unterkünften ist groß, die an Restaurants natürlich ebenso - hier ist es etwas schade, dass es uns nicht gelang, zumindest einen Lunch in einem der bekannten Läden einzunehmen. Ohne Kinder ist das natürlich deutlich einfacher am Abend (je nach Reservierungslage). Der Strand ist super schön, auch das Cape Columbine. Gerade dass man alles auch mal zu Fuß erledigen kann, ist sehr angenehm. Es war sehr viel privates Sicherheitspersonal wahrnehmbar, nahezu alle Unterkünfte hatten Alarmanlagen etc. Mein Eindruck ist, dass das Kriminalitätsrisiko sich primär auf Einbrüche bezieht und die Vermieter hier viel aufrüsten, um das zu verhindern. Um Einbrüche ins (leere) Auto würde ich mir keine großen Sorgen machen, das ist ja i.d.R. versichert.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201612. Juni 2025 · #24
Tag 73 05.05.2024 Franschoek

Heute sollte es die verhältnismäßig kurze Strecke in die Winelands Nähe Franschoek gehen. Als Weinliebhaber wollten wir uns dieses vielgepriesene und beschriebene Eck auch endlich einmal selbst ansehen, waren jedoch in der Vorbereitung sehr unsicher, ob bzw. inwieweit dies mit Kindern überhaupt sinnvoll ist - schließlich ist viel Wein Trinken und Fine Dining eher nur bedingt kindertauglich. Zudem hatten wir Bedenken, ob die Jahreszeit überhaupt sinnvoll ist, da manche kinderfreundliche Aktivitäten wie Picknicks o.ä. nur in den wärmeren Monaten angeboten werden.

Wir hatten für vier Nächte ein kleines Cottage einige Kilometer außerhalb von Franschoek (schräg gegenüber von La Motte) gebucht. Franschoek erschien uns im Vorfeld deutlich attraktiver als Stellenbosch und Paarl, da es deutlich mehr den Klischee-Vorstellungen der Winelands entsprach mit Weinbergen und dahinter aufragenden felsigen Bergen. Da sich die potentiell für uns interessanten Weingüter ohnehin quer durch das Dreieck Paarl/Stellenbosch/Franschoek verteilten, hatten wir so auch eine relativ zentrale Lage.

Doch zunächst mussten wir Paternoster verlassen. Es war heute Morgen neblig und kalt - ein guter Zeitpunkt, sich von der Küste zu verabschieden. Wir erwarben in dem Shop, der uns am Vortag mit Ciabatta beschenkt hatte, nochmals reichlich noch warmes Brot und fuhren dann Richtung Osten.

Nach nicht allzu langer Fahrt machen wir am Plasmool Padstall Halt. Die Anlage ist sehr weitläufig, es gibt sehr viel zu entdecken - Kunst aus Schrott, Pflanzen und ein ausgemottetes Flugzeug mit bewegter Geschichte. In einer Halle wurde Live-Musik geboten, es fand gerade eine Art Messe/Markt mit lokalen Angeboten statt. Alle waren extrem nett und freundlich. Wir aßen leckere Pfannkuchen, tranken leckeren Kaffee und kletterten im Flugzeug herum.

Dann fuhren wir weiter Richtung Paarl, die Kinder schliefen irgendwann ein. Wir entschieden uns spontan, dem Weingut Spice Route einen Besuch abzustatten - sicher kein Geheimtipp, aber es ist groß und es wird viel geboten, so dass wir hofften, etwas für uns passendes zu finden. Die Alternativen wären Vrymansfontein oder Fair View gewesen. Wir kennen Weingüter nur aus Italien und Frankreich, wo es primär nur um Weinkauf geht und etwas probieren vorher, die in den Winelands oft vorzufindende Art, die eher mit einem großen Ausflugslokal bei uns vergleichbar ist, war uns komplett neu. Auch dass der Wein hierbei gar nicht unbedingt im Fokus stehen muss, war für uns neu. Insgesamt muss ich sagen, dass die Weingüter - vollkommen unabhängig von der Qualität des Weins - etwas vollkommen einzigartiges geschaffen haben, dass es so mutmaßlich nirgends sonst auf der Welt gibt - eine beeindruckende Dichte von Weingütern mit z.T. Spitzenrestaurants und allem möglichen außenrum - wobei man sich zum Teil auch gezielt an Familien mit Kindern richtet oder versucht, auch ihnen etwas zu bieten. Den meisten langjährigen Südafrika-Reisenden erzähle ich hier nichts Neues, für uns, die wir bisher eher in der “Wildnis” im südlichen Afrika zuhause waren, war es etwas vollkommen Neues.

Etwas geschockt waren wir vom Riesen-Parkplatz, verschafften wir uns zunächst einen Überblick über das Gelände.









Am Jewels Restaurant (dem wohl gehobeneren) ist wenig los, die Grapperia ist jedoch rappelvoll. Direkt daneben ist ein schöner Spielplatz. Wir bekamen einen Tisch und hatten sehr leckere (die bisher beste in Afrika) Pizza und Schnitzel.

Anschließend absolvierten ein Schokoladen-Tasting. Es war sehr interessant, neben den Ausführungen zur Herstellung/Herkunft die tatsächlichen Unterschiede sortenreiner Kakaosorten zu erschmecken. Der Tasting-Room ist zwar leider etwas versteckt im Keller, ansonsten ist es aber sehr zu empfehlen.

Anschließend gab es ein leckeres Eis auf der Wiese vor dem Haus.

Insgesamt ist die Anlage super schön.







Es ist natürlich rein auf Touristen ausgelegt und nicht auf Weinanbau (der findet anderswo statt), aber wenn man das akzeptiert, kann man hier eine sehr nette Zeit verbringen. Die Aussicht ging bei wunderbarem Herbstwetter bis zum wolkenlosen Tafelberg.





Schließlich fuhren wir die noch ca 25 Minuten zu unserem Cottage. Die Einrichtung war modern und nett gemacht, vielleicht etwas spartanisch zum Teil. Draußen vor dem Haus ist die nahe R45 deutlich zu hören (die auch durchgehend stark befahren ist), im Haus merkte man hiervon nichts.





Wir spielten/lasen noch etwas und aßen dann kalt zu Abend.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201612. Juni 2025 · #25
Tag 74 06.05.2024 Franschoek

Der heutige Tag sollte ganz im Zeichen der Winelands stehen. Wir hatten uns im Vorfeld einige Weingüter notiert, die uns - obwohl zum Teil touristischer - als geeignet erschienen, da sie etwa auch für Kinder etwas boten bzw. der Wein nicht im primären Fokus stand. Wein probieren wollten wir ohnehin nicht zwingend und wäre ohnehin nur für einen von uns möglich gewesen, während 3 daneben sitzen..

Morgens war es leicht bedeckt und überraschend wenig kühl. Im Laufe des Tages wurde es immer sonniger. Wir entschieden uns zunächst für die Fahrt nach Babylonstoren - im Wissen, dass dies eines der beliebtesten und touristischsten Weingüter ist. Bereits bei der Einfahrt waren wir etwas geschockt, weil mit uns gefühlt zig andere Autos einfuhren und der Parkplatz riesig war. Am Ende war es aber überall sehr leer und ruhig und verteilte sich gut - hier merkte man sicher, dass wir bereits außerhalb der Saison waren.

Wir zahlten 100R Eintritt und erkundeten den tollen Garten. Naturgemäß war er weniger grün und imposant als im Sommer, dennoch ist allein die Größe und Vielfalt sowie der Pflegezustand beeindruckend.







Es gibt super viele schöne Pflanzen und Blumen. (Nicht nur) Für Kinder gibt es ein sehr spannendes Wasserspiel mit fernausgelösten Wasserspritzern.



















Der Farmshop ist sehr gut sortiert und macht einen qualitativ hervorragenden Eindruck - wir erstanden leckeres Brot und Honig (als Souvenir). Auch das Weinmuseum war sehr gut gemacht und interessant.

Aus dem Museum konnte man durch eine große Glasscheibe zusehen, wie in der “Saftfabrik” Säfte gepresst werden - K1 war extrem fasziniert.

Anschließend wollten wir eigentlich bei Tokara Delikatessen Mittagessen. Wir wollten vorab anrufen, um uns nach freien Plätzen zu erkundigen, jedoch nahm niemand ab. Wir fuhren auf gut Glück hin, nur um dann festzustellen, dass entgegen der Angaben auf der eigenen Homepage alles geschlossen war, ohne jegliche weitere Infos.

Nach kurzer Recherche fuhren wir nach Zorgvliet, da man auch hier gut essen können soll und es kinderfreundlich sein soll. Auch hier war der Hauptteil wohl heute geschlossen, die Informationslage anhand der Schilder extrem dürftig. Am Ende fanden wir das geöffnete Bistro, wo wir die einzigen Gäste waren. Das Essen war gut, aber nicht weltbewegend. Es gibt vor dem Bistro aber einen sehr schön angelegten Spielplatz und im Sommer sehr nett aussehende Picknickmöglichkeiten.





Vom eigentlichen Weingut haben wir jedoch so gut wie nichts gesehen.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Stop in Boschendal - wieder einem extrem beliebten/touristischen Weingut - aber auch mit einer sehr schönen Lage und Architektur. Gefühlt war es um Welten touristischer als Babylonstoren, zudem deutlich weniger kommunikativ und freundlich.







Wir entschieden uns dennoch für ein Wine-Tasting mit Pralinen bzw. ein Saft-Tasting für K1. Für das Gebotene meines Erachtens deutlich überteuert. Etwas schade, dass man gerade hier dann Geld für Wein lässt, aber so hatten wir wenigstens etwas Wein probieren können..









Danach gingen wir noch auf den - sehr schön gestalteten - Spielplatz und fuhren schließlich heim.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201612. Juni 2025 · #26
Tag 75 07.05.2024 Franschoek

Für den heutigen Tag war Regen angesagt - und so kam es auch. Es regnete den ganzen Tag relativ stark. Wir unternahmen daher am Vormittag daher zunächst nichts und fuhren schließlich nach Franschoek zum Einkaufen (PnP, nicht riesig aber für die Größe überdurchschnittlich gut sortiert - man merkt mutmaßlich die andere Kundschaft im Vergleich zu anderen Landesteilen). Dann riefen wir erneut bei Tokara Delikatessen an - diesmal erfolgreich.

Wir aßen sehr lecker in sehr entspannter Atmosphäre.





Der Kamin knisterte, alle waren nett und freundlich, das Essen weit überdurchschnittlich, es gab Spielsachen und einen sehr schönen Shop. Leider konnten wir den sehr einladend aussehenden Spielplatz draußen nicht nutzen, da es weiterhin in Strömen regnete.





Auch zuhause angekommen regnete es durchgehend weiter. Auch der restliche Tag verlief daher sehr ruhig.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201615. Juni 2025 · #27
Tag 76 08.05.2024 Franschoek

Für heute hatten wir uns eigentlich vorgenommen, gegenüber nach La Motte zu fahren und dort zu frühstücken. In der Früh ist es aber so schön sonnig, dass wir darauf keine Lust mehr haben und lieber schnell frühstücken und dann ins Mont Rochelle NR fahren.
Die Kombination aus Bergen und Weltklasse-Weingütern ist wohl auch einzigartig. Wir fahren auf den Franschoek Pass (auch hier merkt man anhand von Baustellen die starken Regen/Unwetter des letzten Sommers noch).











Wir zahlen unseren Eintritt und machen uns auf die Uitkyk Wanderung. Der Weg und die Landschaft sind definitiv eine Empfehlung wert. Nicht zu schwer zu gehen und mit toller Aussicht am Ende als Belohnung.















Während wir laufen, hören wir immer wieder Paviane rufen, bekommen sie aber nicht zu Gesicht.







Die Aussicht am Ende ist ziemlich spektakulär. Auch hier sieht man aber zahlreiche Erdrutsche jüngeren Datums.















Wir machen hier Brotzeit, trauen uns aber nicht zu lange zu bleiben, da etwas mehr Wolken aufziehen und wir nicht hier oben vom Regen überrascht werden wollen.

Auch hier lief K1 wieder tadellos..

Auf der Heimfahrt legen wir einen Stop bei Joes Brewery fürs Mittagessen ein. Es gibt recht leckere Burger und ein Beer Tasting.





Den Nachmittag verbringen wir wieder nichtstuend bzw. spielend im und vor dem Haus im Garten.

Fazit:

Uns gefielen die Winelands sehr gut. Entgegen unserer ersten Sorgen gibt es sehr viele Möglichkeiten mit kleinen Kindern auch ohne ständiges Weintrinken oder Fine Dining - weit mehr als wir in der kurzen Zeit nutzen konnten. Hier könnte man - wie es ja auch manche tun - gut einen eigenen, längeren Urlaub verbringen. Die Kombination aus toller Berglandschaft und Weingütern ist wohl einzigartig. Entgegen anfänglicher Befürchtungen finden sich zahlreiche Angebote, die sich bewusst auch (mit) an Familien richten. Viele Weingüter haben offenbar in Familien mit Kindern eine gewissen Marktlücke gesehen und versuchen diese gezielt zu bedienen. Im Sommer sind die Möglichkeiten/Angebote noch weitaus größer. Man kann also bewusst steuern, welche Art von Weingut man besuchen möchte. Eine derartige Kultur des Wein-Erlebens würde auch in Europa wohl gut funktionieren und fehlt hier etwas (mir ist klar, dass es gerade in den deutschen Weingegenden durchaus familientaugliche Weinerlebnisse gibt, auch in Frankreich und Italien gibt es Weingüter (v.a. im Agriturismo Bereich) die sich für Familien gut eignen. Das ist alles aber eine vollkommen andere Liga als in den Winelands).

Auch die Jahreszeit bereitete uns etwas Sorge. Gefühlt sieht man nur Berichte aus den Winelands aus dem Sommer. Aber auch hier würden wir ohne zu Zögern wieder im Herbst/Winter fahren. Man kann zwar nicht abends draußen sitzen und mache Freizeitoptionen oder Picknicks fallen weg. Für das - aus Sicht vieler Besucher wichtigste - den Wein und das Essen - dürfte das keine Rolle spielen. Dafür ist es überall deutlich leerer und entspannter..

Einzig den Verkehr fanden wir zum Teil etwas viel bzw. ungewohnt, aber da kommt man wohl nicht aus. Wir würden uns bei einem nächsten Besuch wohl entweder wieder eine Unterkunft zentral in der Mitte suchen oder gezielter einen Schwerpunkt auf einzelne Gegenden (dann aber auch weitere Gegenden wie Tulbagh, Robertson, Hemel&Aarde etc. legen).
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201616. Juni 2025 · #28
Tag 77 09.05.2024 De Hoop

Heute ging es weiter bis nach De Hoop. Der Morgen war angenehm sonnig. Wir trafen (erstmals) unsere Vermieterin und erledigten noch einen kleinen Einkauf im PnP in Franschoek. Dann fuhren wir über den Franschoek Pass Richtung Theewaterkloof Dam.

Wir hatten uns im Vorfeld diverse Optionen überlegt, je nachdem wann K2 einschlafen würde (Peregrine Farmstall, Houw Hoek Farmstall, Beamont Winery). Andere vielen wegen des Wochentags flach (Elgin Railway, Letztlich wurden alle verschlafen.. Die Gegend über Grabouw und Botriver war - wie so oft in Südafrika - wieder einmal wunderschön und vermutlich auch für sich wieder einen Besuch wert. Es gab auffällig viel Apfelanbau. Vor Botriver warten wir auffällig lange (deutlich über 10 Minuten) an einer Baustelle. Kurz vor Napier freuen wir uns, endlich ein Schild zu einer Feigen-Farm zu finden - wer sich erinnert - in Teil I unserer Reise erfreuen wir uns an einer Steige sehr leckerer Feigen aus dieser Gegend auf dem Weg nach Agulhas in derselben Jahreszeit. Auch hier werden wir fündig und erwerben eine große Kiste zu einem für nord-europäische Verhältnisse Spottpreis.

Napier selbst entpuppt sich als überraschend nett wirkender Ort - wohl ein alter Künstlerort. Wir machen schließlich im Napier Farmstall am Ortsende halt - ein hervorragender Mittagsstop. Es gibt diverse leckere Speisen zum Lunch, außerdem Backwaren und allerlei Dinge aus der Gegend. Zudem einen kleinen Spielplatz.

In Bredasdorp kreuzen wir schließlich erstmals unsere Route von vor nahezu exakt 2 Jahren zu aus Teil I dieses Berichts. Ab Bredasdorp geht es eine verhältnismäßig gute Gravel Road weiter (hier zeigt sich wohl mal wieder etwas der unterschiedliche Maßstab für “gute” Gravel Roads je nach Vergleich/Fahrzeug). Etwas überrascht sind wir dann schon, als wir trotz 60-70kmh mit hoher Geschwindigkeit (immerhin in einem Hilux mit Offroad-Reifen) von einem Toyota Coralla Cross von Europcar überholt werden (mit Locker 100km/h..). Dass andere Touristen mit ihren Mietfahrzeugen derart umgehen, kennen wir aus Namibia, Island und Griechenland, in Südafrika war es unser erster derartiger Moment. Zahlen dürfen so etwas dann letztendlich alle Mieter..

Im De Hoop NR angekommen zahlen wir dann Wild Card keinen Eintritt, auch die Formalia sind schnell erledigt (schneller als bei dem französischen Pärchen im Corolla Cross, dass wir nunmehr in der Bürokratie wieder überholen).

Dann fahren wir zu unserem Haus “Baboon”. Es wirkt zwar teilweise etwas beengt, es ist jedoch alles notwendige da und sehr sauber.









Auf der Wiese “im Dorf”, die hinter einer Mauer bei unserem Haus beginnt, halten sich zahlreiche Tiere (Strauße, Elands, Buntböcke) auf. Wir wussten zwar, dass man hier durchaus auch mit Tieren rechnen kann, dass sie aber so nah und omnipräsent sein würden, hatten wir nicht erwartet. Wir nehmen unseren Sundowner an unserer “Rückwand” ein und beobachten das bunte Treiben.







Vor dem Haus finden wir die erste Eule dieser Reise.



Sobald die Sonne weg geht, wird es hier heute jedoch wirklich empfindlich kalt..



Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201617. Juni 2025 · #29
Tag 78 10.05.2024 De Hoop

Trotz der eher kalten Nacht mit tau-nassem Gras und Tischen wagen wir ein entspanntes Frühstück im Freien, da die Sonne wie immer in Südafrika bereits gut wärmt.

Dann wollen wir ein wenig das Nature Reserve erkunden und Tiere kucken. Wir wollen zunächst den Tierkoop Loop Richtung Norden fahren, wo es auch einen Hide geben soll. Wir sehen wie Gestern Strauße, Elands und Buntböcke.











Doch nach ca. 1-2 Kilometern kommen wir an einen großen See, der die Straße versperrt. Kein Hinweis oder ähnliches irgendwo, obwohl es sonst hier an Schildern nicht mangelt und der See offenbar hier bereits nicht erst seit ein paar Tagen oder Wochen ist..



Wir drehen also um und wollen nach De Mond. Auf dem Weg sehen wir Riedböcke und die Dünen in der Ferne.









Auch hier endet der Weg zunächst an einem See. Es gibt jedoch eine - ebenfalls nicht ausgeschilderte - Umfahrung. Diese ist mit unserem Fahrzeug gut machbar, ohne entsprechende Bodenfreiheit wäre hier jedoch Schluss. Nach wenigen Hundert Metern stehen wir erneut vor einer Wasserfläche. Diesmal gibt es keine Umfahrung, aber ein Durchfahren erscheint möglich. Hierauf haben wir aber dann irgendwann keine Lust mehr, da wir nicht wissen, wann die nächste Wasserfläche kommt. Weshalb auf diese Überflutungen (die der Vegetation nach mindestens seit einigen Monaten bestehen müssen) nicht irgendwo hingewiesen wird oder Strecken gesperrt werden, lässt bei den hiesigen Preisen etwas Kopfschütteln zurück.







Danach wollen wir zum “Highlight” des Reserves, den Dünen bei Koppie Alleen. Der Himmel war etwas zugezogen, es war aber weiterhin sonnig, so dass sich teilweise ein super Licht ergab. Wir liefen den Weg vom Parkplatz hinab, fanden jedoch keinerlei Hinweis darauf, wo es zu den Dünen geht. Laut Karte sollten sie rechts von uns sein. Hier waren 1-2 Pfade zu sehen, diese waren aber allesamt als gesperrt markiert..





Unten am Restaurant führte der einzig sichtbare Weg nach links, welchem wir auch folgten. Wir gingen dem Pfad einige (schöne) Buchten entlang nach, von Dünen jedoch keine Spur.









Wir kehrten um und sahen, dass auch nach rechts vom Restaurant aus ein Pfad führt und versuchten dort unser Glück. Inzwischen waren die Wolken jedoch nochmals deutlich dunkler und bedrohlicher geworden.





Nun hatten wir endlich die “eigentlichen” Dünen gefunden - jedoch war das Licht inzwischen nicht mehr spektakulär, sondern bescheiden. Da es immer stärker nach Regen aussah, kehrten wir eilig um (nur die Hoffnung auf die Dünen im spektakulären Licht hatte uns überhaupt noch weiter getrieben..). Leider wurden wir trotzdem einige Hundert Meter vor dem Restaurant von heftigem Regen überrascht und kamen schließlich bis auf die Knochen durchnässt (an Regenjacken hatten wir aufgrund des sonnigen Wetters nicht gedacht..) am Auto an.

Auch hier ärgerte uns die schlechte Hinweis-Lage, die uns letztlich Fotos im spektakulären Licht in den Dünen versaute, sehr. Vor allem konnten wir uns nicht erklären, wo denn all die tollen Bilder von den Dünen aufgenommen worden sein sollen bzw. wie man dort hinkommt - denn auch der Weg, dem wir gefolgt waren, sah nicht so wirklich so aus wie auf den Fotos..

Zuhause duschten wir warm und aßen etwas gefrustet zu Mittag, während es draußen durchgehend regnete.

Irgendwann am späten Nachmittag hörte es auf und die Sonne kam raus. Wir machten uns auf einen Spaziergang durchs “Dorf” (diesmal perfekt ausgerüstet mit Matschhose und Regenjacken).

















Auch hier sahen wir wieder reichlich Tiere.







Wir spielten eine Weile auf dem Spielplatz und bewunderten von dort schließlich noch den Sonnenuntergang über dem Fluss.





Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201619. Juni 2025 · #30
Tag 79 11.05.2024 De Hoop

Heute morgen war es deutlich frischer als gestern, jedoch erneut sonnig.

Der gestrige Foto-Frust wurde auch noch durch die Information in den sozialen Medien gesteigert, dass in der Nacht extreme Sonnenaktivitäten zu bisher selten so intensiv wahrnehmbaren Aurora Australis geführt haben.. Wir wären hier in einer der perfektesten Positionen überhaupt in Südafrika fürs Fotografieren gewesen (südlicher und lichtärmer geht es kaum), Equipment und Know-How wäre vorhanden gewesen.. was für tolle Fotos hier z.B. an den Dünen möglich gewesen wären.. Wie immer bei sozialen Medien ein sehr zweischneidiges Schwert - bei wichtigen Dingen schaut man zu wenig oder nicht rein, bei unwichtigen Dingen dann wieder viel zu lange..

Wir wollten heute nochmal zu Koppie Allen und unser Glück beim Finden der Dünen versuchen. Unterwegs sahen wir zunächst die üblichen Verdächtigen.





An einer Wasserfläche gibt es ein paar nette Vögel.





Heute begrüßte uns am Parkplatz strahlend blauer Himmel.





Diesmal liefen wir am gesperrten Steg vorbei einen Pfad direkt oben über die Dünen entlang - und landeten schließlich dort, wo wir gestern hinwollten.. Hinterher erfuhren wir, dass dort schon ewig Absperrungen hingen, aber wohl jedermann so dort hin gelangt.. Weshalb da nicht mal eindeutige Schilder / Hinweise platziert werden - weiß der Geier..









Die Dünen sind wahrlich spektakulär. Der Kontrast aus weißem Sand, blauem Meer und Himmel ist wunderschön, die Weite und Größe der Dünen sehr beeindruckend. Wie toll muss es sein, von hier aus Wale zu beobachten..





Wir liefen durch die Dünen und gingen schließlich bis runter zum Meer und wanderten dort ein wenig herum. Wir hofften, dass K2 einschlafen würde und wir dann - mit ausgeruhtem K2 - im Restaurant/Café etwas essen können. Leider tat uns K2 (mal wieder) nicht den Gefallen und kämpfte gegen das Einschlafen..







Schließlich gingen wir wieder über den Pfad Richtung Restaurant zurück und mit müdem Kind Richtung Cottage.

Auf dem Weg zurück zum Cottage sahen wir erneut jede Menge Tiere, u.a. zum ersten Mal im Reserve Zebras und Baboons.









Nach dem nunmehr erfolgreichen Mittagsschlaf - den ich mit K1 immerhin nutzen konnte, um draußen in der angenehm warmen Sonne zu spielen - spielten wir alle gemeinsam noch draußen und machten schließlich nochmals einen Spaziergang durchs Dorf und zum Spielplatz.





Diesmal genossen wir den Sonnenuntergang auf den Stühlen vor unserem Haus, während die Kinder herumrannten (bzw. krabbelten).

Am Abend versuchte ich nochmal mein Glück, wenigstens hinter dem Haus noch ein paar Aurora Australis zu erwischen, da weiterhin gesteigerte Sonnen-Aktivitäten vorausgesagt waren. Es blieb jedoch bei einem blassen Schimmer, der kaum vom ISO-Rauschen unterscheidbar ist.

Fazit De Hoop:

Wir waren aufgrund der hohen Übernachtungskosten zunächst abgeschreckt. Die Bilder im Vorfeld sahen zwar immer toll aus, eine wirkliche Vorstellung davon, wie es vor Ort ist, konnten sie aber nicht wirklich vermitteln. Wir hatten uns schließlich vor allem aufgrund der Möglichkeit, hier nochmal diverse Tiere aus der Nähe in Ruhe sehen zu können, für De Hoop entschieden (ansonsten war Teil IV unserer Reise ja eher sehr tier-arm, verglichen vor allem mit Teil I und II). Wir hatten auch erwogen, auf einer Farm einige Kilometer vor dem Gate (für deutlich weniger Geld) zu nächtigen, uns dann aber für das Mehr an Naturerlebnis und Geld sowie Weniger Fahrerei entschieden - letzten Endes zum Glück.

Die saftig grünen Wiesen mit vielen Tieren ohne jede Scheu und den Häusern im kapholländischen Stil (es gibt einige optisch wunderschöne, auch (zum Teil teuer) buchbare) sind eine Wohltat fürs Auge. Man kann hier zu Fuß oder vom Haus aus einfach Tiere beobachten - was den Park meiner Meinung nach (ohne etwa Bontebok NP oder die “Safari-Parks” an der Garden Route zu kennen - zu einer der besten “Safari”-Optionen auf der Strecke Kapstadt/Garden Route macht. Natürlich fehlen einige spektakuläre Tiere, aber man hat sehr sicher Zebras, Strauße und diverse weitere Antilopen fast zum Anfassen nahe.

Unser Cottage war voll in Ordnung, wir konnten aufgrund Nebensaison und längerem Aufenthalt auch einen Rabatt heraushandeln (wir haben am Ende 2.360R/n gezahlt) Ansonsten sind die Preise - für den gebotenen Standard - schon fast übertrieben. Die Zeltplätze sahen demgegenüber auch sehr schön aus und liegen toll am Fluss, die Ablutions haben wir aber nicht getestet.

Wirklich unnötig ist die schlechte Hinweis-/und Kartenlage in Bezug auf die Fahrtmöglichkeiten im Reserve und einen “offiziellen” Weg zu den Dünen bei Koppie Alleen (oder wir haben uns hier nur besonders blöd angestellt). Gerade wenn man sich hier so auf “hochpreisig” gibt, sollte so etwas doch drin sein.

Auch dass wir 3 Nächte hier waren, hat sich als Glücksfall erwiesen - ansonsten hätten ohne den erneuten Versuch am nächsten Tag - die Dünen erst gar nicht so richtig zu Gesicht bekommen. Zudem kann man hier toll entspannen und auch zu Fuß viel erkunden.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201619. Juni 2025 · #31
Tag 80 12.05.2024 Kogelberg NR

Heute stand unser vorletzter Unterkunftswechsel an. Auch die längste Reise neigt sich irgendwann traurigerweise ihrem Ende zu. So viel sei vorweg genommen - wir hätten problemlos noch weiter durch Südafrika tingeln können..

Nach dem Frühstück gingen wir erst einmal nochmals zum Spielplatz (bei dem sich nun aber recht viel Vogel-Kacke befand - entweder war der die Tage vorher immer beseitigt worden oder ein größerer Trupp Vögel hatte hier sein Nachtlager aufgeschlagen).

Dann fuhren wir wieder zurück nach Bredasdorp, verabschiedet von Elands und Proteen.





An der Gravel Road sahen wir viele Vögel, u.a. auch Blue Cranes und diesen hübschen Gesellen.



Die Fahrt ging weiter über Napier (hier fiel ein erneuter Stop beim Farmstall leider aus, da K2 gerade eingeschlafen war) bis nach Standford. Leider wachte K2 hier beim Umdrehen aufgrund einer Navi-Fehlleitung auf. Ich wusste zwar, dass es in der Gegend ein paar nette Stops für eine Mittagspause geben musste, hatte es aber nicht genauer recherchiert gehabt, weshalb wir beschlossen, zunächst bis Hermanus weiterzufahren.

Hermanus überraschte uns durch seine Größe. Er war extrem voll, viel Verkehr und wirkte für südafrikanische Verhältnisse extrem “geschleckt” - so krass hatten wir den Eindruck bisher bei keinem Ort in Südafrika gehabt. Keine Ahnung, warum alle unbedingt immer hier hin wollen.. Wir machen am Checkers halt und kaufen ein, parallel versuche ich Essensoptionen zu eruieren. Im Ort selbst ist es uns viel zu voll und es erscheint uns auch zu unsicher, unser voll bepacktes Auto auf einem Parkplatz länger stehen zu lassen.

Ich versuche, Moggs Country Cook House im Hemel And Aarde Valley telefonisch zu erreichen, was jedoch misslingt. Wir entscheiden uns also, auf gut Glück dorthin zu fahren. Auf dem Weg hinauf gibt es zahlreiche Baustellen aufgrund der jüngsten Flutschäden, so dass wir länger brauchen als von Google errechnet. Vor Ort ist der Parkplatz mehr als nur überfüllt. Ich wage dennoch mein Glück und man teilt uns mit, dass man draußen noch ein freies Plätzchen für uns finden könnte - das Essen könnte aber etwas länger dauern, da es heute sehr voll sei - Muttertag. Damit haben wir kein Problem - wir müssen ja nur noch das kurze Stück bis nach Kogelberg..





Das Ambiente ist toll und familiär, es gibt sehr viele Spielmöglichkeiten draußen - die die Kinder nach Aufnahme unserer Bestellung natürlich sofort nutzen. Das Essen, das an anderen Tischen serviert wird, sieht auch toll aus. Irgendwann zieht sich das Warten doch etwas.

Als ein Blick auf unsere Reservierungsunterlagen für Kogelberg fällt, bekommen wir einen kleinen Schreck - Checkin nur bis 16:00h möglich und wir haben noch ca. 45 Minuten Fahrt vor uns..

Wir fragen beim (ohnehin mehr als gestressten) Service an, ob unser Essen schon in Produktion sei und dass wir es ggf. canceln würden. Nach einigem Hin und Her heist es, es sei fast fertig. Wir warten dennoch ungeduldig noch einige Zeit und erhalten es dann gegen kurz vor drei zeitgleich mit der Rechnung. Leider müssen wir das Essen nun so schnell wie möglich herunterschlingen, ohne es überhaupt würdigen zu können. Einen Teil müssen wir schließlich leider stehen lassen.. Wir entschuldigen uns vielmals für unser Verhalten (erst um einen Tisch betteln und dann weghetzen..) und eilen zum Auto..

Glücklicherweise schickt uns Google Maps auf eine kleine Gravel Road als Abkürzung quer durch die Berge - landschaftlich traumhaft, nur leider haben wir absolut keine Muße, es zu genießen.. Hier zahlt sich (auch wenn wir nicht erwartet hätten, das in dieser Gegend zu brauchen) einmal mehr aus, dass wir einen Hilux als Fahrzeug hatten.. Letztlich sehen wir, wie die Kilometer verschwinden und dass wir es wohl knapp schaffen sollten. Tatsächlich sind wir um 15:45 am Checkin.. Nur um dann festzustellen, dass es ohne weiteres möglich gewesen wäre, auch einen späteren Checkin mit Schlüsselhinterlegung zu vereinbaren.. Manchmal denkt man in der “Panik” nicht an das naheliegendste - allerdings könnte insoweit auch die Informationspolitik von Cape Nature besser sein.

Unser Cottage (Everlasting Daisy) und die Aussicht von hier entschädigt für für den ganzen unnötigen Stress. Das Haus ist komplett aus Holz gebaut, mit bodentiefen Fenstern, die einen schönen Blick in die Berge erlauben. Angeblich ist es auch so konstruiert, dass eine Heizung nicht nötig ist. Das ist definitiv einer der tollsten staatlichen Unterkünfte bisher.


(Weil ich es auf dem Bild grad entdeckt und vergessen hatte: wir hatten uns, neben den 2 zu Beginn unserer Reise gekauften Boxen von Bushlore auch noch Boxen mitgeben lassen - sehr zu empfehlen für die Organisation bei so vielen Umzügen).







Das einzig (für uns) nervige ist, dass der Weg vom Parkplatz (wo wir gerade noch mit Hängen und Würgen in den letzten freien Parkplatz rangieren konnten) bis zu unserem Cottage gefühlt doch recht lange war und wir daher diverse Fahrten mit dem bereitgestellten Wägelchen absolvieren mussten, bis alles ausgeladen war. Anschließend entspannten wir etwas, packten aus, genossen einen tollen Sonnenuntergang und aßen schließlich Brot zu Abend.





Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
16,9k Beiträge · seit 201220. Juni 2025 · #32
fidel schrieb:
Sieht aus, wie ein Vulkanausbruch.

LG
Logi
Themenstarter925 Beiträge · seit 201624. Juni 2025 · #33
Tag 81 13.05.2024 Kogelberg NR

Obwohl es abends / morgens draußen sehr frisch war, war es im Haus durchgehend angenehm temperiert. Vielleicht funktioniert es - bei einem speziell auf Nachhaltigkeit getrimmten, verhältnismäßig neuen Bau doch auch in Südafrika, nachts angenehme Temperaturen zu haben.

Während des Frühstücks und davor beobachteten wir zahlreiche Vögel (und eine Manguste) auf und vor unserer Terasse. Es war ein ständiges Kommen und Gehen.









Dann machten wir uns auf zum Palmiet River Trail. Dieser Weg folgt im wesentlichen dem Fluss das Tal hinter.













Die Fynbos-Vegetation hat uns in diesem Urlaub - und hier speziell (aber auch in den Cederbergen) - vollkommen begeistert. Dass uns Botanik mal so begeistern würde, hätte nicht erwartet (für mich ist Blumen/Pflanzen bewundern immer so ein “Alte-Leute-Ding”..).



Der Weg ist sehr schön, nicht zu anstrengend, aber abwechslungsreich. Man könnte (und darf) hier an einigen Stellen im Fluss bei wärmeren Temperaturen auch sehr schön baden.



Diesmal schlief K2 unterwegs in der Kraxe ein.

Wir machten irgendwann eine Pause am Fluss und klettern auf den Felsen rum, dann gingen wir noch ein Stückchen weiter.







Nach ca. 2/3 der Gesamtstrecke (ein wirkliches “Ziel” des Trails ist nicht erkennbar) kehrten wir schließlich um, da es nicht so aus sah, als würde sich bis zum Ende des Trails noch etwas neues, spektakuläres auftun.





Zum Mittagessen waren wir wieder in unserem Haus. Den Nachmittag verbrachten wir mit Spielen und Nichtstun sowie gelegentlichen Vogel-Fotos.





Der Sonnenuntergang war heute offenbar nicht vergleichbar spektakulär, jedenfalls haben es keine Fotos in meine Vorauswahl geschafft..
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201627. Juni 2025 · #34
Tag 82 14.05.2024 Kogelberg NR

Für heute hatten wir uns die Leopard Gorge vom Harald Porter Botanical Garden aus vorgenommen. Gerne wären wir den gesamten Trail über den Berg in den Botanical Garden gewandert, aber wir waren uns nicht sicher, ob K1 es packen würde - zudem hätten wir die Logistik mit einem Trail ohne Rückweg erst einmal irgendwie organisieren müssen.

Auch heute Morgen begrüßten uns einige gefiederte Gesellen.





Wir holten uns das Permit am Eingang des Gartens und bekamen für ein Deposit den Schlüssel zur ansonsten versperrten Schlucht.







Sowohl Park als auch die Schlucht sind echt schön. Aus botanischer Sicht sind vor allem die riesigen Farne und der dschungel-ähnliche Charakter spannend.





Der Weg dauert ca. 30 Minuten einfach, es gibt aber einige nicht komplett unkritische Leitern zu überwinden, die über Felsstufen von bis zu 2, 3 Metern führen.



Am Ende wartet ein schöner Wasserfall.





Auch im Garten gibt es reichlich Vögel und andere Tiere.













Wir streifen noch etwas durch den (zugegebenermaßen nicht riesigen) Garten und kehren dann zum Mittagessen ins Parkrestaurant ein (günstig, Essen Standard).







Der Parkshop ist extrem gut sortiert in Bezug auf Literatur/Bücher zu Südafrikas Tier- und Pflanzenwelt - auch wenn man nicht den Park besucht, vielleicht allein schon deshalb einen Stop wert, wenn man vorbei fährt.

Danach fahren wir nach Betty’s Bay zu den Pinguinen. Diese sind - neben diversen Vögeln - bereits am Parkplatz in größerer Anzahl anzutreffen, so dass man eigentlich gar nicht zwingend zum Board Walk müsste.







Da der Eintritt weiterhin lächerlich gering ist, wir die Einrichtung unterstützen wollen und natürlich alles sehen wollen, besuchen wir auch noch den Board Walk.

Neben den Pinguinen sehen wir auch diverse Vögel und Klippschliefer. Natürlich müssen wir auch einige Fotos von unserem ersten Besuch hier mit K1 ziemlich genau 2 Jahre zuvor (siehe Teil I dieses Berichts) nachstellen.











Wir blieben bis kurz vor Torschluss (16:00 Uhr), beobachteten und genossen die Aussicht und Sonne. Heute war es den ganzen Tag sehr angenehm warm mit ca. 25°C gewesen.











Dann ging es die kurze Strecke zurück in den Park - diesmal wieder mit Fotos im Abendlicht und noch mehr Vögeln.







Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201628. Juni 2025 · #35
Tag 83 15.05.2024 Simon’s Town AirBnB

Langsam geht es nun Zuende. Heute stand der letzte Unterkunftswechsel auf dem Programm..

Heute morgen war es zugezogen. Wir frühstücken in Ruhe und machen uns dann an die Arbeit, all unser Gepäck wieder mit dem Wägelchen zurück zum Auto zu bringen. An der Rezeption gibt es einige tolle T-Shirts - leider nur in seltsamen Größen/Schnitten.

Fazit Kogelberg NR:

Sowohl Cottages als auch das Reserve sind absolut traumhaft. Man ist mitten in der Natur und doch nah an der Zivilisation. Man kann direkt von der Haustür aus in traumhafter Fynbos-Vegetation diverse Wanderrouten starten, im Sommer sogar im Fluss baden. Die Cottages sind mit Sicherheit preisleistungstechnisch eines der besten Angebote in Südafrika. Die Gegend ist unseres Erachtens die attraktivste Gegend in der Kapregion mit vielfältigen Freizeitoptionen, dabei aber deutlich bodenständiger und weniger rummelig als andere Ecken. Eigentlich sollte man über so etwas lieber schweigen, als es zu sehr anzupreisen..

Wir fahren nochmals zu den Pinguinen - primär um den Empfang zu nutzen, um den heutigen Tag zu planen. Wir treffen sie bereits mitten in Batty's Bay.



Zudem am Parkplatz:





Zusätzlich bekommen wir einen tollen Blick zurück auf die Berge, in denen wir die letzen Tage wandern waren.





Dann fahren wir zunächst nach Pringle Bay. Wir wollen zum Hangklip, um ggf. etwas zu wandern. Jedoch ist der gesamte Berg komplett abgebrannt. Alles ist schwarz und trostlos.

Die Aussicht von Pringle Bay Richtung Clarence Drive ist jedoch aufgrund der Wolken grandios.





Anschließend fahren wir weiter über den Clarence Drive. Die Aussichten sind grandios, leider können wir nicht anhalten, da K2 eingeschlafen ist. Es gibt einige Baustellen und einspurige Stellen, an denen die Schäden, die die jüngste Flutwelle angerichtet hat, deutlich sichtbar sind. An einigen Stellen ist die Straße hoch über dem Meer abgebrochen, die Reparaturen werden sich hier sicher noch eine Weile hinziehen.





Wir kommen in Somerset West an und durchqueren den Ort. Wir sind wieder einmal von der Größe eines Ortes überrascht. Es wirkt leider vollkommen gesichtslos, es gibt viele riesige gesichtslose Compounds. Ich weiß immer noch nicht, weshalb der Ort so beliebt ist.. Unser Ziel ist Vergelegen.

Das Weingut ist (mal wieder) traumhaft gelegen, die Anlage ist wunderschön. Der Eintritt ist mit 20 Rand überschaubar.









Wir essen im Stables Restaurant. Hier gibt es einen extra (nicht verpflichteten, aber für die Entspannung dienlichen) Familienbereich. Der angrenzende Spielplatz ist von allen unseren auf der Reise besuchten Spielplätzen qualitativ ganz weit oben. Auch das Essen ist sehr gut. Alles in allem ein sehr schöner Zwischenstop.







Dann geht es weiter Richtung Kapstadt über N2 und M3. Der Verkehr ist dicht, auf der M3 stehen wir phasenweise im Stau. Irgendwann kommen wir dann doch raus und aus Kapstadt und landen bei unserem gemieteten Haus für die nächsten Tage. Es ist sehr groß und geräumig, die Aussicht wunderschön. Hier könnten wir uns ein Leben durchaus auch vorstellen.. Die Kinder spielen auf der großen Terasse und nutzen den Platz.



Wir hatten uns bewusst für eine Unterkunft außerhalb entschieden, da wir primär an Zielen im Süden der Stadt interessiert waren und uns zu viel Stadt zuwider war. Von der Lage her empfinden wir Simon’s Town auch weiterhin sehr gut für einen klassischen Kapstadt-Besuch, es sei denn man ist primär an den Attraktionen in der absoluten Innenstadt interessiert.

Natürlich verfügt unser Haus über allerlei Sicherheitsmaßnahmen, die je nach Bedarf aktiviert werden müssen. Wir empfinden so etwas inzwischen als beruhigend.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201601. Juli 2025 · #36
Tag 84 16.05.2024 Simon’s Town AirBnB

Heute morgen begrüßt uns ein traumhafter Sonnenaufgang über der False Bay. Leider denke ich natürlich nicht mehr an die ganzen Alarmsysteme und öffne unbedarft die Terassentür für ein paar Fotos - was sofort mit einem Alarm quittiert wird, den wir deaktivieren können. Zugleich müssen wir noch unserer Vermieterin Bescheid geben, damit die die Armed Response zurückpfeift.. So etwas scheint wohl im Schnitt einmal bei jeder Vermietung vorzukommen..







Nach dem Frühstück (wo wir feststellen, dass unsere Vorräte langsam zuende gehen oder nicht mehr so gut sind) beschließen wir, aufgrund des schönen Wetters gleich heute die Kap-Halbinsel in Angriff zu nehmen. Wir kennen sie zwar bereits von der ersten Runde vor 2 Jahren, jedoch wollen wir uns nun bewusst mehr Zeit nehmen und idealerweise ein paar neue Ecken ansteuern.

Nach ca. 45 Minuten sind wir am Kap der guten Hoffnung. Es sind nur eine Handvoll Autos da, teilweise ist minutenlang niemand am berühmten Schild.









Wir machen die obligatorischen Fotos - diesmal zu viert - und packen die Kraxe aus, um den Scenic Walk zum Cape Point in Angriff zu nehmen.







Der Weg ist Anfangs etwas ausgesetzt, später jedoch nicht mehr. Bei ziemlich genau der Hälfte hat K1 keine Lust mehr auf Laufen. Da K2 inzwischen in der Kraxe eingeschlafen ist, teilen wir uns auf. Ich laufe mit K2 in der Kraxe bis zum Cape Point, während die anderen zurück zum Auto gehen und mit dem Auto zum Cape Point fahren.









Dort ist natürlich inzwischen deutlich mehr los. Auch K2 ist dank lauter Schulklassen inzwischen wieder wach. Wir laufen den Weg bis hinauf zum Leuchtturm.





Dann machen wir uns - anders als beim letzten Mal - endlich auch auf den weiteren Weg bis zur tatsächlichen Spitze. Der Weg ist sehr schön, bisweilen etwas ausgesetzt, aber immer breit genug und gesichert und kostet uns ca. 15 Minuten je Strecke. Von hier aus hat man nochmals eine vollkommen andere Perspektive auf das Kap.







Wieder unten am Parkplatz angekommen, gibt es zur Belohnung ein leckeres Eis, ehe wir uns auf den Weg gen Norden machen.

Da wir noch mehr vom Park kennenlernen wollen, fahren wir zunächst nach Buffelsbay und dann zu einer anderen Bucht auf der Westseite. Es ist überall leer, allerdings dürfte es zu wärmeren Zeiten (heute hat es immer so ca. 20°C) deutlich voller sein.







Schließlich fahren wir noch weiter bis Boulder’s Beach.

Hier ist es deutlich voller als bei unserem letzten Besuch 2022. An den Hauptplattformen muss man teilweise warten, bis man einen Sichtplatz in der ersten Reihe bekommt (da es Nachmittag ist, werden es jedoch immer weniger Besucher).







Das Licht ist wunderschön, leider sind sowohl der Akku der R7 als auch der Ersatzakku leer.. Da hat jemand wohl nicht aufgepasst in den letzten Tagen.. Die R7 verbraucht deutlich mehr Akku als die 5D MKIV, das bin ich einfach immer noch nicht gewohnt. Es bleibt also bei Bildern mit der RX100.















Die Aussicht und Landschaft ist fast genauso spannend wie die Tiere selbst. Da es Abend wird, kommen sie gerade in großen Gruppen vom Meer zurück und es ist viel mehr Leben in der Kolonie als bei unserem bisherigen Besuch. Einige schwimmen offenbar rein zum Spaß ein wenig hin und her.

Schließlich verschwindet die Sonne irgendwann hinter den Bergen im Westen und wir machen noch einen kurzen Stop in der Bay Harbour Mall (empfehlenswert).



Den Abend nutzen wir, um erstmals seit mehr als drei Monaten alle Taschen auszuleeren und anzufangen, zu sortieren, was man wie wo mitnehmen oder da lassen sollte. Kein ganz leichtes Unterfangen, haben sich doch im Laufe der Zeit deutlich mehr Erinnerungsstücke angesammelt als normalerweise. Zudem waren wir auch - weil wir gemütlicher unterwegs waren, älter und sentimentaler werden, wir auch einiges für Helfer zu Hause erworben hatten und es viele tolle Kaufmöglichkeiten gab, deutlich einkaufsfreudiger als gewöhnlich. Hier erweist es sich als vorteilhaft, ein großes Haus zur Verfügung zu haben, um alles irgendwo verteilen zu können..
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
898 Beiträge · seit 201502. Juli 2025 · #37
So niedlich die Mini-Pinguine. Danke für den schönen Bericht.
Ich kriege immer Sehnsucht nach SA bei den tollen Fotos.

Liebe Gruesse yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
Themenstarter925 Beiträge · seit 201604. Juli 2025 · #38
Tag 85 17.05.2024 Simon’s Town AirBnB

Als wir am Morgen aus dem Fenster schauen, sehen wir vor allem Nebel.



Tja, das ist dann also der Herbst. Gut dass wir die Segel streichen. Wir waschen erst einmal etwas Wäsche. Gegen 10/11 klart es etwas auf, so dass wir uns entscheiden, über die “Scenic Route” über Scarborough, Kometje etc. nach Kapstadt zu fahren, da uns einige Orte auf dem Weg noch unbekannt sind.

An der Westküste der Kaphalbinsel begrüßte uns jedoch weiterhin dichter Nebel.







Mysty Cliffs machte seinem Namen alle Ehre. Insgesamt ist das so auch ein sehr interessantes bis spektakuläres Naturerlebnis.





Der Chapman’s Peak Drive bietet eine tolle Lichtstimmung mit noch über dem Meer wabernden Nebelfeldern.







Wir hatten überlegt, in Camps Bay anzuhalten und uns einen eigenen Eindruck vom Ort zu machen sowie endlich die tolle Aussicht über den Strand zu den 12 Aposteln zu verewigen. Wir fanden jedoch auf die schnelle keinen Parkplatz, zudem steckten die 12 Apostel noch in den Wolken.. Wir fuhren also einfach immer weiter, bis wir ans “Ende” am Green Point Lighthouse kamen.

Hier hielten wir an und bestaunten Wellen und Nebel über dem Meer. Anschließend verbrachten wir einige Zeit auf dem sehr schönen Spielplatz.



Die Suche nach einer netten Mittagessen-Option war leider nicht erfolgreich. So wirklich belebt scheint das Viertel nicht zu sein (verglichen mit anderen in Kapstadt). Es wirkt eher wie jedes beliebige typische gesichtslose Großstadtviertel (nur natürlich in sehr exponierter Lage am Meer). Keine Ahnung, weshalb das Viertel, außer für seine Lage, für Besucher immer wieder empfohlen wird. Aus Mangel an Alternativen und weil wir, wenn wir schon mal fast da sind, gerne noch mal ein paar T-Shirts bei Africa Joe in der V&A Mall mitnehmen wollen, fahren wir schließlich dorthin.

Wir holen uns etwas zu essen und beobachten dabei draußen die Seerobben bei nunmehr freiem Blick auf den Tafelberg. Dann gibt es noch ein paar T-Shirts.





Zurück fahren wir schließlich wieder über die “Standard”-Strecke.

Am Abend machen wir uns daran, die Taschen, soweit bereits möglich, zu packen..
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 14. Juli 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201605. Juli 2025 · #39
Tag 86 18.05.2024 Simon’s Town AirBnB

Nun ist tatsächlich der allerletzte volle Urlaubstag angebrochen. Wenn man das Ende nahen sieht, sinkt die Motivation, noch etwas Größeres zu unternehmen..

Beide Kinder sind heute bereits ungewöhnlich früh wach. Dies verschafft uns zumindest einen weiteren schönen Sonnenaufgang über der False Bay.



Nach dem Frühstück sind wir zunächst weiter mit Aufräumen/Sortieren beschäftigt. Eine nicht unerhebliche Menge an Ausrüstungsgegenständen (Hochstuhl, Kühlbox, Plane, Hocker/Antritt..) sowie eine Handvoll verbleibender Vorräte (jedoch verhältnismäßig wenig) wandern in die Garage, wo sie unsere Vermieterin an ein ihr bekanntes Projekt für Bedürftige in der Gegend weitergeben will. Die anfangs erworbene, überdimensionierte Feuerwehr findet jedoch ebenso wie der Ball und eine total überteuerte, aber sehr gute und riesige, noch immer nicht aufgebrauchte Rolle Frischhaltefolie, Sparschäler, Salzstreuer und manch anderes.

Danach nutzen wir das schöne Wetter und die Terasse mit traumhafter Aussicht ein wenig zur Entspannung. Wir können für unseren Flug am nächsten Tag einchecken - leider klappt jedoch die Sitzplatzwahl nicht.



Nach dem Mittagsschlaf fahren wir nach Simon’s Town und bummeln durch den durchaus netten Ort.









Wir gehen etwas den Hügel hinauf für eine schöne Aussicht über den Hafen.





Dann besuchen wir nochmals die Pinguine (diesmal mit vollen Akkus). Auch heute ist es wieder wundervoll, die Tiere zu beobachten und die einzigartige Aussicht zu genießen.





















Irgendwann müssen wir uns losreissen.





Wir holen uns beim Cattle Baron in der Mall noch etwas zum mitnehmen und verbringen den restlichen Abend mit den letzten Packvorgängen.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 14. Juli 2025
Themenstarter925 Beiträge · seit 201609. Juli 2025 · #40
Tag 87 19.05.2024 Rückreise

Der heutige Tag ist (leider) rasch erzählt. Unser Flug sollte um 17:45 Uhr starten. Wir hatten für heute bewusst kein Programm mehr geplant, sondern bei unserer Vermieterin bereits bei Buchung angefragt, ob es möglich wäre, bis Mittags zu bleiben - was wir schließlich auch taten.



Irgendwann gab es jedoch kein Zurück mehr und wir mussten uns auf den Weg zu Bushlore machen. Die Vermietstation von Bushlore ist an der berüchtigten Borcherds Querry Road beim Flughafen. Ich hatte daher im Vorfeld wegen etwaiger Sicherheitsbedenken angefragt, dort hieß es jedoch, dass die Anfahrt in der Regel kein Problem sein sollte. Ein mulmiges Gefühl blieb dennoch.

Auf dem Weg zu Bushlore fällt uns ein, dass wir die extra vorbereitete Dose mit dem Brei zum Abendessen für K2 im Kühlschrank vergessen haben.. Wir halten also nochmals in Constantia, um im Supermarkt Ersatz zu besorgen.

Schließlich fahren wir - von Norden über die Airport Approach Road - zu Bushlore. Es ist am helllichten Tag (Sonntag Mittag) nicht erkennbar, wo hier ein Problem sein soll. Es sieht alles nach normalem Gewerbegebiet aus. Dennoch versuchen wir, an keiner Ampel anhalten zu müssen.

Wohlbehalten kommen wir am Tor von Bushlore an, wo zeitgleich der extra angekommene Mitarbeiter ankommt, um unser Auto in Empfang zu nehmen. Die Übergabe ging rasch ohne Beanstandungen. Das Auto war einwandfrei, sehr neu, super Zustand..

Als wir von ihm zum Flughafen gefahren werden, spreche ich ihn auf die Sicherheitsproblematik an der Straße an. Er meint, dass alle Probleme erst ab der Ampel weiter südlich beginnen würden. Solange man von Norden käme, sei alles kein Problem.

Checkin und Sicherheitskontrolle verlaufen unspektakulär. Der Flug ist gut gebucht, es gibt nur eine Handvoll freier Plätze. Wir sitzen neben einem Südafrikaner, der den Eindruck macht, das erste Mal überhaupt zu fliegen und der offenbar allenfalls rudimentär Englisch spricht, in einer Vierer-Reihe. Nach einiger Zeit bittet eine Stewardess ihn, doch einen anderen, noch freien Platz ein paar Reihen weiter zu nehmen, damit wir mehr Platz haben. Dieser Bitte kommt er nach, so dass wir eine Vierer-Reihe für uns haben. Wir fühlen uns etwas beschämt - natürlich freuen wir uns über mehr Platz zu viert, aber dass jemand anders extra gebeten wird, sich umzusetzen dafür, finden wir ehrlich gesagt fast too much - immerhin musste er nun neben jemandem sitzen, der sich vermutlich bereits über den freien Platz neben ihm gefreut hatte. Möglicherweise hatte die Crew einfach nur die Hoffnung, dass der Schlaf für alle Anwesenden besser sein könnte, wenn man uns mehr Platz gibt..

Da wir bereits um 17:45 starten, ist natürlich noch einiges an Zeit bis die Kinder schlafen - was zugegebenermaßen deutlich anstrengender ist, als wenn sie todmüde um 22:00 Uhr in den Flieger steigen. Aber alles verläuft entspannt und ohne Dramen oder ähnliches.

In Frankfurt angekommen sind wir erst einmal geschockt über die perversen Preise für Trinkwasser am Flughafen (und ich nehme mir vor, das bei Gelegenheit mal rechtlich eingehend zu prüfen, m.E. erfüllt das relativ klar den Tatbestand des Wuchers..). Kurz darauf geht es weiter nach München. Dort wartet unser, von der netten Familie am Vorabend geparktes Auto auf uns, um den letzten Weg nach Hause zu fahren. Das Rechtsfahren fällt zugegebenermaßen schwer (noch Wochen danach), aber wir kommen wohlbehalten zuhause an und die Kinder freuen sich über all das, was sie Zuhause entdecken und an Spielsachen haben, als würden sie sie zum ersten Mal sehen.

Die nächsten Tageg geht es weiter mit ein paar Fazits..
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
zuletzt bearbeitet 14. Juli 2025