Afrikaeuphorie I

Reisebericht 49 Antworten · 10,4k Aufrufe · gestartet 21. Feb. 2024 von reiseeuphorie
Bericht am Stück lesenAm Stück lesen
Antworten
Themenstarter68 Beiträge · seit 202321. Feb. 2024 · #1
Liebe Forumsmitglieder,

wie bereits bei unserer Vorstellung am 01. August letzten Jahres angekündigt, möchten wir gerne einen Reisebericht und auch die dazugehörigen Videos hier mit euch teilen und hoffen damit eine Hilfe für manche Ratsuchenden zu sein, aber auch zu unterhalten und Erinnerungen wieder aufleben zu lassen.

Kurz zu uns: Wir sind Nico (32) und Cleo (29) aus Darmstadt, Vollzeit berufstätig und dennoch Vielreisende. Wichtig über uns als Reisende zu wissen ist, dass wir im Vergleich zu Anderen eher schnell unterwegs sind und meist sehr viel in kurzer Zeit erleben wollen. Fast immer sind wir mit dieser Art zu Reisen auch nach dem Abenteuer noch zufrieden, auch wenn - sicherlich in Teilen zu Recht - in Frage gestellt werden kann wie tiefgehend unsere Eindrücke dann sein können. Wir mögen es dennoch sehr genau auf diese Art unterwegs zu sein.

Zum ersten Mal in Afrika waren wir 2018 auf unserer Tour durch Namibia (Sossusvlei - Swakopmund - Kunene - Etosha - Waterberg) und Südafrika (Garden Route). Hier soll es aber nun um unsere vierwöchige Reise aus dem September 2023 gehen. Es ging wieder nach Namibia und nun neu auch nach Botswana. Dabei waren wir mit einem Toyota Landcruiser Bushcamper von Bushlore unterwegs und haben meistens gecampt, unterbrochen von ein paar festen Unterkünften / Lodges. Hier ein Überblick über unsere Route, damit ihr wisst, was euch erwartet:

01.09.2023 Nachtflug FFM - Windhoek mit (Eurowings) Discover
02.09.2023 Ankunft Windhoek - Übernahme Fahrzeug - Omatozu Camp
03.09.2023 Erongo - Spitzkoppe
04.09.2023 Spitzkoppe - Uis - Bambatsi
05.09.2023 Ugab Terassen - Vingerklip - Hobatere
06.09.2023 Etosha West - Olifantsrus
07.09.2023 Etosha West - Grootberg
08.09.2023 Palmwag - Ongongo
09.09.2023 Opuwo - Epupa Falls
10.09.2023 Epupa Falls
11.09.2023 Kunene - Ovamboland
12.09.2023 Ovamboland - Hakusembe
13.09.2023 Rundu - Divundu - Ndhovu
14.09.2023 Mahango Core Area / Buffalo Core Area - Ndhovu
15.09.2023 Kwando Core Area - Kwando Bushcamp
16.09.2023 Kongola - Mudumu - Livingstones Camp
17.09.2023 Katima Mulilo - Chove River Camp
18.09.2023 Grenübertritt Botswana - Kasane - Muchenje
19.09.2023 Chobe Riverfront - Muchenje
20.09.2023 Ausflug Victoriafalls - Kasane - Großeinkauf - Muchenje
21.09.2023 Savuti
22.09.2023 Marsh Road - Khwai - Mbudi Camp
23.09.2023 Mokoro-Fahrt - Khwai - Mbudi Camp
24.09.2023 Moremi - Third Bridge - Maun (The Waterfront)
25.09.2023 Maun (Sitatunga Camp)
26.09.2023 Ghanzi (Hackberry House)
27.09.2023 Grenzübertritt Namibia - Windhoek (TinyHouse via Airbnb)
28.09.2023 Fahrt in die Kalahari - Bagatelle
29.09.2023 Bagatelle
30.09.2023 Rückfahrt nach Windhoek - Rückgabe des Fahrzeugs - Rückflug nach FFM

Einen ersten Eindruck von dem was wir erlebt haben findet ihr in diesem Trailer - Viel Spaß damit!

Bei YouTube ansehen ↗



Wir freuen uns euch mehr davon zu berichten und zu zeigen. Beteiligt euch gerne und stellt Fragen, wir versuchen möglichst gut darauf einzugehen.

Und nun beamen wir uns zurück auf den Abend des 01. Septembers 2023. Alles ist gepackt, die damalige Auseinandersetzung von Menzies & Paragon lässt uns chaotische Zustände am Hosea Kutako einplanen, aber wir sind einfach nur aufgeregt und voller Afrikaeuphorie...
796 Beiträge · seit 201521. Feb. 2024 · #2
Hallo,

tolle Reise die Ihr gemacht habt. Der Einleitungsfilm ist super und hat eine echt gute Qualität. Ich freue mich auf mehr und bin gespannt.

Gruß
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
132 Beiträge · seit 202321. Feb. 2024 · #3
Ich habe eure Reise zwar schon auf Instagram und YouTube verfolgt, aber ich bin gerne auch hier nochmal mit dabei 😗 😄

Grüße
Johanna
221 Beiträge · seit 201421. Feb. 2024 · #4
Tolle Route ... freue mich auf den Bericht!

Grüße
Peter
768 Beiträge · seit 201722. Feb. 2024 · #5
Wow, was für eine tolle Einleitung! Da bin ich gerne dabei.
Erwartungsvolle Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
zuletzt bearbeitet 22. Feb. 2024
Themenstarter68 Beiträge · seit 202323. Feb. 2024 · #6
Vielen Dank für das Interesse!

02.09.2023 Ankunft Windhoek - Übernahme Fahrzeug - Omatozu Camp

Der Plan, den wir uns beim Online-Check-In hinsichtlich unserer Sitzplatzreservierung gemacht hatten schien aufzugehen. Wir bekamen die Plätze im Mittelblock an den Notausgängen mit viel Beinfreiheit. Leider begrenzt mangelndes Wissen manche guten Pläne, denn wir erfahren, dass diese Plätze auch für Flugreisen mit Klein(st)kindern (auf Grund der Möglichkeit hier ein Babybett anzubringen) vorgesehen sind. Der wegen der Luftraumsperrungen in Niger und Gabun verlängerte Nachtflug wird so nur wenig geruhsam. Nico schläft genau 0 Minuten in der Nacht. Und doch tun blauer Himmel und die warme Sonne beim Ausstieg auf dem Rollfeld unfassbar gut.

Trotz allerlei Hiobsbotschaften laufen Immigration, Koffer Ausgabe und Abholung durch Bushlore vom Flughafen schnell und reibungslos. Nach 5 Jahren nun das zweite Mal vom Flughafen die Strecke nach Windhoek gefahren zu werden, lässt schnell das Gefühl aufkommen: Wir sind zurück in einem geliebten Land. Auch die Übergabe & Einweisung in das Fahrzeug verläuft professionell, dauert aber auch seine Zeit, da wir jede Funktion ausprobieren und auch kleine Dinge nochmal angepasst werden müssen. Anpassen muss sich Nico auch an den Linksverkehr, ist er doch in Begriff in der ersten Minute nach Fahrzeugübernahme in falscher Richtung auf eine Schnellstraße aufzufahren. Diese Sekunden sollten aber glücklicherweise die fahrerisch gefährlichsten für die nächste Zeit bleiben.

Es folgt der SIM-Karten-Kauf, über den wir uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht haben, und der große Basic-Einkauf in Windhoek. Den Einkauf erledigen wir im SuperSPAR Maerua, den wir sehr empfehlen können! Gegenüber in der Maerua Mall kaufen wir im MTC Shop die SIM-Karten mit großem Datenvolumen, die zur Registrierung eigentlich notwendigen Dokumente werden bei unserem Kauf nicht alle verlangt und doch kostet uns die Aktion eine gute Stunde Zeit - wäre es am Flughafen vielleicht doch schneller gegangen? Wir werden es nicht mehr erfahren. Entscheidend ist, es hat alles geklappt, dann kann das Abenteuer ja jetzt starten!

Neben den vielen berechtigten Hinweisen hier aus dem Forum die Strecke am Ankunftstag nicht weit zu wählen, hatte auch unsere Erfahrung der ersten Reise 2018 (Ziel des ersten Tages: Rooiklip) gelehrt, sich nicht mehr viel Strecke vorzunehmen.
Die 1,5 Stunden Fahrtweg zum Omatozu-Camp nördlich der Hauptstadt auf einfachen breiten Asphaltstraßen sind da ein guter Kompromiss, aber auch gleichzeitig das maximale was für uns an diesem Tag möglich war. Das kleine Privatreservat entpuppt sich als toller erster Stopp. Auf den 4 Kilometern Sandweg von Hauptstraße zum Camp sehen wir immerhin direkt Kudus und Oryx-Antilopen. Pünktlich zum Sonnenuntergang ist unser Camper aufgebaut, ein erstes schnelles Abendessen zubereitet und wir stoßen darauf an, dass wir nun wirklich angekommen sind.
Themenstarter68 Beiträge · seit 202325. Feb. 2024 · #7
03.09.2023 - Erongo-Gebirge - Spitzkoppe

Die erste Nacht im Camper schlafen wir ausgesprochen gut und fühlen uns am nächsten Morgen sehr fit. Also machen wir uns an das ordentliche, strukturierte Einräumen des Campers, nachdem wir am Anreisetag einfach alles erstmal reingeschmissen hatten. Nach zwei Stunden hat alles – von Bananen über die Badehose bis zum Besen – eine sinnvollen Platz für die nächsten Wochen gefunden. Zurück auf der Teerstraße lösen wir das erste kleinere Problem. Der 4×4-Antrieb lässt sich zunächst nicht so einfach in den Normalbetrieb zurückschalten, nach ein paar Tricksereien aus Forenbeiträgen gelingt es dann doch. Wir überlegen einen kurzen Halt am Markt in Okahandja zu machen, entscheiden uns aber dagegen, da wir jegliche Mitbringsel ja noch vier Wochen zu transportieren hätten.

Durch Karibib geht des auf der B2 bis Usakos von wo die Straße zum ersten Stopp abzweigt. Dieser ist nach 2 Stunden Fahrt an der Ameib-Ranch am Erongo Gebirge eingeplant, wo man nach Erwerb eines Permits - nach einem sehr freundlichen Empfang - auf einem kleinen Offroad-Trail und auf Wanderwegen unterschiedliche Felsformationen wie den Elephant’s Head oder die Bulls Party bestaunen kann. Es sind wahnsinnig schöne Felsformationen und es lohnt sich, hier etwas Zeit einzuplanen. In dem Gebiet gibt es zudem auch einige wilde Tiere, von denen wir jedoch nur Antilopen zu Gesicht bekommen. Was aber bestimmt daran liegt, dass wir zur Mittagshitze dort sind.

Dann geht es zu einem absoluten Sehnsuchtsort, den wir bereits 2018 besuchten: Die Spitzkoppe. Unter einem der höchsten Berge Namibias kann man mitten in der Felslandschaft campen. Schon auf der direkt darauf zulaufenden Schotterstraße kommen viele Erinnerungen hoch. Spätestens bei der Stellplatzsuche vor Ort – wir stehen letztlich auf Platz 8 und damit nur 30m entfernt vom damaligen Platz – , dem Sonnenuntergang und dem ersten Lagerfeuer dieser Reise sind wir wieder voll im Namibia-Fieber.

Im YouTube-Video sehen diese ersten zwei Tage unserer Reise dann so aus (und einen Sneak Peak zum nächsten Tag gibt es auch noch):
https://youtu.be/-p6FNwSfOKI?si=GJydNMUlSoT1qjY1
Viel Spaß!
105 Beiträge · seit 200825. Feb. 2024 · #8
Ich habe eure Reise schon bei YouTube verfolgt und steige hier gerne mit ein auf die Reise. Freue mich auf den Bericht.
768 Beiträge · seit 201725. Feb. 2024 · #9
So toll gemacht! Man hat das Gefühl richtig mit dabei zu sein. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter68 Beiträge · seit 202308. März 2024 · #10
04.09. Spitzkoppe - Bambatsi Guest Farm

Die Nacht auf Platz 8 wird wesentlich unruhiger als gedacht. Die erste nächtliche Ruhestörung äußert sich mit einem lauten klonk . Das Gestänge der Zeltplanen, die dem Hubdach vorgelagert sind werden vom Wind aus der Verankerung gerissen. Nicht nur dass es sehr windig ist, in der Morgendämmerung dann ein iuiuiu in voller Lautstärke. Wir gehen fest davon aus, dass die Auto-Alarmanlage angesprungen sei. Aber Nein, ein kleiner Vogel sitzt auf der Motorhaube, der diesen Ton perfekt imitieren kann. Nun sind wir dennoch wach. Etwas gerädert geht es zum Reinemachen, erst das Geschirr, dann unsere Körper. Dafür sind die Sanitäranlagen am Eingangsbereich des Camps perfekt. Nachdem wir uns wieder erfrischt fühlen erklimmen wir den Rock Arch und genießen die besondere Szenerie.

Am späten Vormittag verlassen wir wehmütig die Spitzkoppe in Richtung Norden. Wir passen das Aufeinandertreffen von Mittagszeit und Ankunft im uns bereits bekannten Café Cactus&Coffee in Uis perfekt ab, wo wir uns eine ausgedehnte Pause gönnen. Nach zwei weiteren Stunden Fahrt kommen wir an der Gästefarm Bambatsi an. Dort werden wir von Inge begrüßt und herumgeführt. Sie berichtet von zwei derzeitigen Herausforderungen auf der Farm: Dieser Sommer ist einer trockensten, die sie je hatten, ein Großteil der Bäume ist wie verkohlt. Und seit ein paar Tagen windet es stark (wie wir selbst an der Spitzkoppe zu spüren bekamen) und treibt Staub, Dunst und Hitze aus den Waldbrandgebieten Zentralafrikas nach Namibia. Der Himmel scheint blau, aber durchgängig liegt Staub in der Luft. Den Abend beschließen wir auf unserer völlig ausreichenden aber auch nicht herausragenden Campsite mit unserem ersten Braai dieser Reise.
Themenstarter68 Beiträge · seit 202314. März 2024 · #11
05.09.2023 Bambatsi - Hobatere

Nico hat Geburtstag und sein erster Wunsch erfüllt sich kurz nach Tagesstart noch auf dem Gelände der Bambatsi Farm. Auf dem Weg zur Hauptstraße sehen wir drei wunderschöne Giraffen. Das Programm für heute besteht aus der Besichtigung der Ugab Terrassen, wir freuen uns über die für zentralnamibische Verhältnisse recht grüne Landschaft. Für ein Zipline-Abenteuer an der Ugab Terrace Lodge können wir uns leider nicht mehr entscheiden, da dieses bereits um 08:00 Uhr gestartet hätte. Aber die Auffahrt zur Lodge war eh bereits Abenteuer genug.

Ein weiterer Stopp hier ist die Vingerklip (gegen eine kleine Eintrittsgebühr!) - ein beeindruckender Ort. An der gleichnamigen Lodge bekommen wir eine kleine Führung und dürfen die Unterkünfte besichtigen. Bei der nächsten Namibia-Reise steht die Vingerklip Lodge definitiv auf unserer Bucket-List.

Hier seht ihr die Eindrücke des gestrigen Tages sowie unsere Erlebnisse am 05.09. bis zur Vingerklip:

Bei YouTube ansehen ↗



Heute geht es aber weiter über den Ort Kamanjab mit kleinem Supermarkt, Tankstelle und ATM - was wir alles nutzen.
Wir übernachten erstmals in einer Safarilodge. Diese heißt Hobatere Lodge und ist nah am westlichen Eingang des berühmten Etosha Nationalparks gelegen. Nach dem wir die 16 Kilometer auf spannendem Pfad bis zur Lodge absolviert haben werden wir sehr freundlich empfangen. Den Nachmittag verbringen wir mit den Vorzügen einer solchen Unterkunft: Ausruhen am Pool und warten auf Tiere am hauseigenen Wasserloch (es bleibt bei Zebras, Impalas). Nach einem sehr leckeren drei Gänge Menü geht es zum schlafen in ein typisch afrikanisches Rundhaus. Umso mehr freuen wir uns nun nach den ersten Großwildtieren auf den kommenden Tag im Etosha.
4'528 Beiträge · seit 200714. März 2024 · #12
Hallo,

ja das ist ja cool! In den letzten Tagen haben wir exzessiv ge-Youtubed, um uns auf unsere Campingtour im nächsten Jahr vorzubereiten. Dabei haben wir uns fast alle Teile Eurer Vlogs über Namibia angeschaut. Die Beschreibung der Campgrounds ist echt super, weil Ihr Euch auf das Wesentliche beschränkt habt.

Euren Kanal hatte ich gestern abonniert 😉 ....... und jetzt erst Euren Post gefunden. 😉

Vielen Dank für Eure interessanten Schilderungen und viele Grüße
Casimodo
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
zuletzt bearbeitet 15. März 2024
Themenstarter68 Beiträge · seit 202323. März 2024 · #14
06.09.2023 Hobatere - Olifantsrus

Doch bevor wir das Galton Gate zum Etosha passieren, begrüßen uns beim Frühstück in der Lodge noch ein Kauz und ein Chamäleon. Es sollten natürlich nicht die einzigen Tiere des Tages bleiben.

Im Etosha selbst sind wir heute etwa 150km unterwegs. Bei der Einfahrt in das Galton Gate durchleben wir die Anmeldeprozedur und rüsten uns mit einer aktualisierten Auflage der Etosha-Map aus. Dann geht es los. Dabei begegnen uns insbesondere viele Zebras und Elefanten, am Wasserloch Jakkalwater ist es genau 1 Elefant und ca. 200 Zebras um ihn herum. An einem anderen Wasserloch wiederum eine Herde von 25 Elefanten. Darüber hinaus noch einige Giraffen, Gnus, Kudus, Oryx, viele Springböcke, Strauße, ein Waran und ein Löwe, der in der Mittagshitze direkt an der Hauptverbindungsstraße (ca. 35°C) döste.

Am Spätnachmittag kommen wir an unserer Campsite mitten im westlichen Teil des Nationalpark an. Dieser geschichtsträchtige Platz und das dortige Wasserloch machen dem Namen Olifantsrus (Elefantenrast) alle Ehre, denn als wir zum Sonnenuntergang auf den Aussichtsturm sitzen, kommen gerade zwei Elefanten zum spielen im Schlamm vorbei. In der Dunkelheit schleicht noch eine Hyäne vorbei. Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende.

Unsere Eindrücke von der Hobatere Lodge und aus dem Etosha könnt ihr hier verfolgen:

Bei YouTube ansehen ↗

zuletzt bearbeitet 23. März 2024
768 Beiträge · seit 201724. März 2024 · #15
Hallo ihr Zwei, ich bin total begeistert von euren tollen Videos!
Ich schwelge in Erinnerungen und bin gleichzeitig in grosser Vorfreude auf unsere nächste Reise diesen Sommer. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter68 Beiträge · seit 202308. Apr. 2024 · #16
07.09.2023 Olifantsrus - Grootberg

Obwohl wir mit der Morgendämmerung aufstehen sind wir um kurz vor 8 Uhr eines der letzten Fahrzeuge die das Camp verlassen. Die verbleibenden drei Stunden im Park sind dennoch erfolgreich. Sehen wir doch neben Schakalen, Elefanten, Zebras, Giraffen noch 5 Löwen im Gras liegen.

Anschließend wechselt die Szenerie abrupt. Vom touristischen Etosha geht es zurück zum sehr lokalen Kamanjab. Noch stärker als noch vor zwei Tagen tauchen wir ein, tanken, stehen am ATM an und gehen in zwei kleinen Supermärkten einkaufen. Dabei finden wir den SPAR Markt in Kamanjab weniger gut ausgestattet als den „Oase“ Supermarket, in dem offenbar mehr Einheimische einkaufen gegen.

Nach dem wir den Grootbergpass erreicht haben, biegen wir links ab. Wir stehen an der Lodgeauffahrt, steiler als nahezu alles was Nico bisher gesehen, geschweige denn befahren, hat. Auf Geröll und dann schmierseifenglattgefahrenen Asphaltsteinen geht es auf den Grootberg. Wir scheitern im ersten Versuch trotz Allrad. Die Power reicht nicht für das schwere Fahrzeug. Dann im Low-4×4 geht es langsam bergauf krabbelnd voran. Während die meisten Gäste ihr Fahrzeug unten stehen lassen und sich von den Lodgemitarbeitern hinaufkutschiereren lassen, haben wir es dann aber doch noch geschafft. Uns erwartet eine traumhafte Aussicht aus der Grootberg Lodge. Dort übernachten wir in einem liebevoll eingerichteten Steinhäuschen. Sowohl vom Pool als auch von der eigenen Terrasse aus hat man einen atemberaubenden Blick in den Canyon. Uns erwartet noch ein sehr gutes 3-Gänge-Menü. Selten haben wir in so einer Kulisse speisen und schlafen dürfen.

Vertiefte Einblicke in das Erlebte (und auch schon auf den nächsten Tag in der Palmwag Concession) findet ihr hier:

Bei YouTube ansehen ↗

Themenstarter68 Beiträge · seit 202314. Apr. 2024 · #17
08.09.2023 Grootberg - Ongongo Wasserfall

Wie der Titel des letzten Videos schon verrät startet der Tag mit einem Elefant am Pool. Um unsere Permit für die Palmwag Concession zu erhalten besuchen wir die Palmwag Lodge, nachdem wir die Abfahrt vom Grootberg gemeistert haben. Als wir den Garten der Palmwag Lodge betreten, tritt ein großgewachsener Elefant aus dem Gebüsch und läuft zielstrebig zum Pool um minutenlang seinen Durst zu stillen. Ein toller, aber auch befremdlicher Anblick.

Dann geht es in die Palmwag Concession, ein riesiger Naturpark in dem wir zwar nur Giraffen sehen, aber über mehrere Stunden die unterschiedlichsten Offroad-Strecken fahren und sehr viel ausprobieren was uns in den nächsten Wochen noch in – dann nicht so gut gesichertem Gebiet – erwartet. Und gefällt es hier sehr gut, man kann hier sogar mehrere Tage an Strecken zurücklegen und wild campen. Vielleicht ein Ziel für die nächste Namibia-Reise.

Für uns geht es aber weiter auf der Hauptstrecke vorbei an der Khowarib-Schlucht, an der wir vor 5 Jahren bereits campten bis zum Ort Warmquelle. 6 km von hier Offroad geht es zur namensgebenden warmen Quelle, dem Ongongo Waterfall, im Becken des Wasserfalls baden wir, und direkt hier liegt auch unsere Campsite für die Nacht.

09.09.2024 Ongongo Wasserfall - Epupa

Von unserer schönen Campsite am Ongongo-Wasserfall starten wir am Vormittag auf die Piste, die von Stunde zu Stunde schlechter wird, während es von Stunde zu Stunde immer heißer wird – auf bis zu 38°C klettert das Thermometer heute.

Genau in der Hälfe der Strecke sind wir am „Ende“. Denn Opuwo, die Hauptstadt der Region Kunene, bedeutet in Herero-Sprache eben genau das. Uns beeindruckt der wilde Mix aus Menschen in traditioneller Stammeskleidung und gleichzeitigem Entwicklungsprozess in der Gesellschaft. In den letzten 5 Jahren seit unserem letzten Besuch hier wurden aus einer Tankstelle drei und aus einem Supermarkt mindestens vier. Uns reicht der SPAR-Markt und die SHELL-Tankstelle. Danach verlassen wir den Ort wieder, und begeben uns über das Ende hinaus.

Weitere 3 Stunden später umkurven wir die letzte Bergkette und eine Palmen-Oase liegt vor uns. Hier im äußersten Nordwesten in Epupa stürzt der Kunene River die Epupa Falls hinab. Für zwei Nächte bleiben wir hier auf der wunderschönen Epupa Falls Lodge & Campsite – unser Camper steht unter hohen Palmen direkt am Fluss.

Viel Spaß euch mit dem Video zu den beiden Tagen!

Bei YouTube ansehen ↗

Themenstarter68 Beiträge · seit 202320. Apr. 2024 · #18
10.09.2023 Epupa Falls

Die Räder des Landcruisers stehen den ganzen Tag still. Das kommt für diese Reise das erste Mal vor, und wird auch an den künftigen Tagen der Reise nicht mehr vorkommen. Also muss das hier ein ganz besonderer Ort sein, für unseren Pausetag.
Ein wenig sind wir allerdings zu Fuß unterwegs und erkunden die Epupa Falls auf einem kleinen Spaziergang. Diese sind deutlich monumentaler als der Ongongo Fall und doch schwer zu fassen, da wir uns stets an der oberen Abbruchkante befinden und die Perspektive von unten nur erahnen können. Bedeutsam ist aber auch, dass die Epupa Falls, oder besser der gesamte Kunene River die Grenze zwischen Namibia & Angola bildet. Unser Blick geht vom Camp aus also steht’s in ein anderes Land. Auf dem Spaziergang und während der Zeit am Pool oder der Suche mit dem Fernglas nach Krokodilen im Fluss gelingt es sehr gut in einen Entspannungsmodus zu kommen und das obwohl wir einige Krokodile in nächster Nähe erspähen können. Das Epupa Falls Camp können wir grundsätzlich empfehlen, leider sorgt die Ankunft und der Aufenthalt einer sehr großen Reisegruppe die den halben Platz belegt für viel Unruhe.

11.09.2024 Epupa Falls - Ruacana

Um 9 Uhr geht’s los auf den bisher anspruchsvollsten Streckenabschnitt, die D3700. Von Epupa bis Swartbooisdrift führt eine schmale Straße in stetigem bergauf, bergab und vielen Kurven, auf fragwürdigem Untergrund. Eine Wasserdurchfahrt darf dabei natürlich auch nicht fehlen, hier definitiv aber eine der harmlosen Art. Den nächsten Streckenabschnitt bis Ruacana haben wir aus 2018 ähnlich in Erinnerung, jetzt ist alles anders. Nun führt eine breite, gut ausgebaute, geglättete Piste durch das Hinterland, nicht mehr am Kunene River entlang. Wir können uns nicht entscheiden ob wir das gut oder traurig finden sollen. Bis zu diesem Punkt reichen die Videoaufnahmen des folgenden Videos, viel Spaß damit!

Bei YouTube ansehen ↗

zuletzt bearbeitet 27. Apr. 2024
5 Beiträge · seit 202321. Apr. 2024 · #19
Manchmal wundert man sich doch, was der ein oder andere als Herausforderung oder schwierig betrachtet. Ihr hattet einen Landcruiser und sprecht von Problemen bei der Auffahrt zur Grootberg Lodge ?
221 Beiträge · seit 201422. Apr. 2024 · #20
fred21 schrieb:Manchmal wundert man sich doch, was der ein oder andere als Herausforderung oder schwierig betrachtet. Ihr hattet einen Landcruiser und sprecht von Problemen bei der Auffahrt zur Grootberg Lodge ?
Sei nicht so ungnädig ... ist doch ein netter Reisebricht mit schönen Videos. Und es hängt nun mal sehr von der individuellen Erfahrung ab, was man als schwierig bzw. Herausforderung einstuft.