Reisebericht

Afrikaeuphorie I

von reiseeuphorie · begonnen 21. Feb. 2024 · 23 Teile

Teil 121. Feb. 2024
Liebe Forumsmitglieder,

wie bereits bei unserer Vorstellung am 01. August letzten Jahres angekündigt, möchten wir gerne einen Reisebericht und auch die dazugehörigen Videos hier mit euch teilen und hoffen damit eine Hilfe für manche Ratsuchenden zu sein, aber auch zu unterhalten und Erinnerungen wieder aufleben zu lassen.

Kurz zu uns: Wir sind Nico (32) und Cleo (29) aus Darmstadt, Vollzeit berufstätig und dennoch Vielreisende. Wichtig über uns als Reisende zu wissen ist, dass wir im Vergleich zu Anderen eher schnell unterwegs sind und meist sehr viel in kurzer Zeit erleben wollen. Fast immer sind wir mit dieser Art zu Reisen auch nach dem Abenteuer noch zufrieden, auch wenn - sicherlich in Teilen zu Recht - in Frage gestellt werden kann wie tiefgehend unsere Eindrücke dann sein können. Wir mögen es dennoch sehr genau auf diese Art unterwegs zu sein.

Zum ersten Mal in Afrika waren wir 2018 auf unserer Tour durch Namibia (Sossusvlei - Swakopmund - Kunene - Etosha - Waterberg) und Südafrika (Garden Route). Hier soll es aber nun um unsere vierwöchige Reise aus dem September 2023 gehen. Es ging wieder nach Namibia und nun neu auch nach Botswana. Dabei waren wir mit einem Toyota Landcruiser Bushcamper von Bushlore unterwegs und haben meistens gecampt, unterbrochen von ein paar festen Unterkünften / Lodges. Hier ein Überblick über unsere Route, damit ihr wisst, was euch erwartet:

01.09.2023 Nachtflug FFM - Windhoek mit (Eurowings) Discover
02.09.2023 Ankunft Windhoek - Übernahme Fahrzeug - Omatozu Camp
03.09.2023 Erongo - Spitzkoppe
04.09.2023 Spitzkoppe - Uis - Bambatsi
05.09.2023 Ugab Terassen - Vingerklip - Hobatere
06.09.2023 Etosha West - Olifantsrus
07.09.2023 Etosha West - Grootberg
08.09.2023 Palmwag - Ongongo
09.09.2023 Opuwo - Epupa Falls
10.09.2023 Epupa Falls
11.09.2023 Kunene - Ovamboland
12.09.2023 Ovamboland - Hakusembe
13.09.2023 Rundu - Divundu - Ndhovu
14.09.2023 Mahango Core Area / Buffalo Core Area - Ndhovu
15.09.2023 Kwando Core Area - Kwando Bushcamp
16.09.2023 Kongola - Mudumu - Livingstones Camp
17.09.2023 Katima Mulilo - Chove River Camp
18.09.2023 Grenübertritt Botswana - Kasane - Muchenje
19.09.2023 Chobe Riverfront - Muchenje
20.09.2023 Ausflug Victoriafalls - Kasane - Großeinkauf - Muchenje
21.09.2023 Savuti
22.09.2023 Marsh Road - Khwai - Mbudi Camp
23.09.2023 Mokoro-Fahrt - Khwai - Mbudi Camp
24.09.2023 Moremi - Third Bridge - Maun (The Waterfront)
25.09.2023 Maun (Sitatunga Camp)
26.09.2023 Ghanzi (Hackberry House)
27.09.2023 Grenzübertritt Namibia - Windhoek (TinyHouse via Airbnb)
28.09.2023 Fahrt in die Kalahari - Bagatelle
29.09.2023 Bagatelle
30.09.2023 Rückfahrt nach Windhoek - Rückgabe des Fahrzeugs - Rückflug nach FFM

Einen ersten Eindruck von dem was wir erlebt haben findet ihr in diesem Trailer - Viel Spaß damit!

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Wir freuen uns euch mehr davon zu berichten und zu zeigen. Beteiligt euch gerne und stellt Fragen, wir versuchen möglichst gut darauf einzugehen.

Und nun beamen wir uns zurück auf den Abend des 01. Septembers 2023. Alles ist gepackt, die damalige Auseinandersetzung von Menzies & Paragon lässt uns chaotische Zustände am Hosea Kutako einplanen, aber wir sind einfach nur aufgeregt und voller Afrikaeuphorie...
Teil 223. Feb. 2024
Vielen Dank für das Interesse!

02.09.2023 Ankunft Windhoek - Übernahme Fahrzeug - Omatozu Camp

Der Plan, den wir uns beim Online-Check-In hinsichtlich unserer Sitzplatzreservierung gemacht hatten schien aufzugehen. Wir bekamen die Plätze im Mittelblock an den Notausgängen mit viel Beinfreiheit. Leider begrenzt mangelndes Wissen manche guten Pläne, denn wir erfahren, dass diese Plätze auch für Flugreisen mit Klein(st)kindern (auf Grund der Möglichkeit hier ein Babybett anzubringen) vorgesehen sind. Der wegen der Luftraumsperrungen in Niger und Gabun verlängerte Nachtflug wird so nur wenig geruhsam. Nico schläft genau 0 Minuten in der Nacht. Und doch tun blauer Himmel und die warme Sonne beim Ausstieg auf dem Rollfeld unfassbar gut.

Trotz allerlei Hiobsbotschaften laufen Immigration, Koffer Ausgabe und Abholung durch Bushlore vom Flughafen schnell und reibungslos. Nach 5 Jahren nun das zweite Mal vom Flughafen die Strecke nach Windhoek gefahren zu werden, lässt schnell das Gefühl aufkommen: Wir sind zurück in einem geliebten Land. Auch die Übergabe & Einweisung in das Fahrzeug verläuft professionell, dauert aber auch seine Zeit, da wir jede Funktion ausprobieren und auch kleine Dinge nochmal angepasst werden müssen. Anpassen muss sich Nico auch an den Linksverkehr, ist er doch in Begriff in der ersten Minute nach Fahrzeugübernahme in falscher Richtung auf eine Schnellstraße aufzufahren. Diese Sekunden sollten aber glücklicherweise die fahrerisch gefährlichsten für die nächste Zeit bleiben.

Es folgt der SIM-Karten-Kauf, über den wir uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht haben, und der große Basic-Einkauf in Windhoek. Den Einkauf erledigen wir im SuperSPAR Maerua, den wir sehr empfehlen können! Gegenüber in der Maerua Mall kaufen wir im MTC Shop die SIM-Karten mit großem Datenvolumen, die zur Registrierung eigentlich notwendigen Dokumente werden bei unserem Kauf nicht alle verlangt und doch kostet uns die Aktion eine gute Stunde Zeit - wäre es am Flughafen vielleicht doch schneller gegangen? Wir werden es nicht mehr erfahren. Entscheidend ist, es hat alles geklappt, dann kann das Abenteuer ja jetzt starten!

Neben den vielen berechtigten Hinweisen hier aus dem Forum die Strecke am Ankunftstag nicht weit zu wählen, hatte auch unsere Erfahrung der ersten Reise 2018 (Ziel des ersten Tages: Rooiklip) gelehrt, sich nicht mehr viel Strecke vorzunehmen.
Die 1,5 Stunden Fahrtweg zum Omatozu-Camp nördlich der Hauptstadt auf einfachen breiten Asphaltstraßen sind da ein guter Kompromiss, aber auch gleichzeitig das maximale was für uns an diesem Tag möglich war. Das kleine Privatreservat entpuppt sich als toller erster Stopp. Auf den 4 Kilometern Sandweg von Hauptstraße zum Camp sehen wir immerhin direkt Kudus und Oryx-Antilopen. Pünktlich zum Sonnenuntergang ist unser Camper aufgebaut, ein erstes schnelles Abendessen zubereitet und wir stoßen darauf an, dass wir nun wirklich angekommen sind.
Teil 325. Feb. 2024
03.09.2023 - Erongo-Gebirge - Spitzkoppe

Die erste Nacht im Camper schlafen wir ausgesprochen gut und fühlen uns am nächsten Morgen sehr fit. Also machen wir uns an das ordentliche, strukturierte Einräumen des Campers, nachdem wir am Anreisetag einfach alles erstmal reingeschmissen hatten. Nach zwei Stunden hat alles – von Bananen über die Badehose bis zum Besen – eine sinnvollen Platz für die nächsten Wochen gefunden. Zurück auf der Teerstraße lösen wir das erste kleinere Problem. Der 4×4-Antrieb lässt sich zunächst nicht so einfach in den Normalbetrieb zurückschalten, nach ein paar Tricksereien aus Forenbeiträgen gelingt es dann doch. Wir überlegen einen kurzen Halt am Markt in Okahandja zu machen, entscheiden uns aber dagegen, da wir jegliche Mitbringsel ja noch vier Wochen zu transportieren hätten.

Durch Karibib geht des auf der B2 bis Usakos von wo die Straße zum ersten Stopp abzweigt. Dieser ist nach 2 Stunden Fahrt an der Ameib-Ranch am Erongo Gebirge eingeplant, wo man nach Erwerb eines Permits - nach einem sehr freundlichen Empfang - auf einem kleinen Offroad-Trail und auf Wanderwegen unterschiedliche Felsformationen wie den Elephant’s Head oder die Bulls Party bestaunen kann. Es sind wahnsinnig schöne Felsformationen und es lohnt sich, hier etwas Zeit einzuplanen. In dem Gebiet gibt es zudem auch einige wilde Tiere, von denen wir jedoch nur Antilopen zu Gesicht bekommen. Was aber bestimmt daran liegt, dass wir zur Mittagshitze dort sind.

Dann geht es zu einem absoluten Sehnsuchtsort, den wir bereits 2018 besuchten: Die Spitzkoppe. Unter einem der höchsten Berge Namibias kann man mitten in der Felslandschaft campen. Schon auf der direkt darauf zulaufenden Schotterstraße kommen viele Erinnerungen hoch. Spätestens bei der Stellplatzsuche vor Ort – wir stehen letztlich auf Platz 8 und damit nur 30m entfernt vom damaligen Platz – , dem Sonnenuntergang und dem ersten Lagerfeuer dieser Reise sind wir wieder voll im Namibia-Fieber.

Im YouTube-Video sehen diese ersten zwei Tage unserer Reise dann so aus (und einen Sneak Peak zum nächsten Tag gibt es auch noch):
https://youtu.be/-p6FNwSfOKI?si=GJydNMUlSoT1qjY1
Viel Spaß!
Teil 408. März 2024
04.09. Spitzkoppe - Bambatsi Guest Farm

Die Nacht auf Platz 8 wird wesentlich unruhiger als gedacht. Die erste nächtliche Ruhestörung äußert sich mit einem lauten klonk . Das Gestänge der Zeltplanen, die dem Hubdach vorgelagert sind werden vom Wind aus der Verankerung gerissen. Nicht nur dass es sehr windig ist, in der Morgendämmerung dann ein iuiuiu in voller Lautstärke. Wir gehen fest davon aus, dass die Auto-Alarmanlage angesprungen sei. Aber Nein, ein kleiner Vogel sitzt auf der Motorhaube, der diesen Ton perfekt imitieren kann. Nun sind wir dennoch wach. Etwas gerädert geht es zum Reinemachen, erst das Geschirr, dann unsere Körper. Dafür sind die Sanitäranlagen am Eingangsbereich des Camps perfekt. Nachdem wir uns wieder erfrischt fühlen erklimmen wir den Rock Arch und genießen die besondere Szenerie.

Am späten Vormittag verlassen wir wehmütig die Spitzkoppe in Richtung Norden. Wir passen das Aufeinandertreffen von Mittagszeit und Ankunft im uns bereits bekannten Café Cactus&Coffee in Uis perfekt ab, wo wir uns eine ausgedehnte Pause gönnen. Nach zwei weiteren Stunden Fahrt kommen wir an der Gästefarm Bambatsi an. Dort werden wir von Inge begrüßt und herumgeführt. Sie berichtet von zwei derzeitigen Herausforderungen auf der Farm: Dieser Sommer ist einer trockensten, die sie je hatten, ein Großteil der Bäume ist wie verkohlt. Und seit ein paar Tagen windet es stark (wie wir selbst an der Spitzkoppe zu spüren bekamen) und treibt Staub, Dunst und Hitze aus den Waldbrandgebieten Zentralafrikas nach Namibia. Der Himmel scheint blau, aber durchgängig liegt Staub in der Luft. Den Abend beschließen wir auf unserer völlig ausreichenden aber auch nicht herausragenden Campsite mit unserem ersten Braai dieser Reise.
Teil 514. März 2024
05.09.2023 Bambatsi - Hobatere

Nico hat Geburtstag und sein erster Wunsch erfüllt sich kurz nach Tagesstart noch auf dem Gelände der Bambatsi Farm. Auf dem Weg zur Hauptstraße sehen wir drei wunderschöne Giraffen. Das Programm für heute besteht aus der Besichtigung der Ugab Terrassen, wir freuen uns über die für zentralnamibische Verhältnisse recht grüne Landschaft. Für ein Zipline-Abenteuer an der Ugab Terrace Lodge können wir uns leider nicht mehr entscheiden, da dieses bereits um 08:00 Uhr gestartet hätte. Aber die Auffahrt zur Lodge war eh bereits Abenteuer genug.

Ein weiterer Stopp hier ist die Vingerklip (gegen eine kleine Eintrittsgebühr!) - ein beeindruckender Ort. An der gleichnamigen Lodge bekommen wir eine kleine Führung und dürfen die Unterkünfte besichtigen. Bei der nächsten Namibia-Reise steht die Vingerklip Lodge definitiv auf unserer Bucket-List.

Hier seht ihr die Eindrücke des gestrigen Tages sowie unsere Erlebnisse am 05.09. bis zur Vingerklip:

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Heute geht es aber weiter über den Ort Kamanjab mit kleinem Supermarkt, Tankstelle und ATM - was wir alles nutzen.
Wir übernachten erstmals in einer Safarilodge. Diese heißt Hobatere Lodge und ist nah am westlichen Eingang des berühmten Etosha Nationalparks gelegen. Nach dem wir die 16 Kilometer auf spannendem Pfad bis zur Lodge absolviert haben werden wir sehr freundlich empfangen. Den Nachmittag verbringen wir mit den Vorzügen einer solchen Unterkunft: Ausruhen am Pool und warten auf Tiere am hauseigenen Wasserloch (es bleibt bei Zebras, Impalas). Nach einem sehr leckeren drei Gänge Menü geht es zum schlafen in ein typisch afrikanisches Rundhaus. Umso mehr freuen wir uns nun nach den ersten Großwildtieren auf den kommenden Tag im Etosha.
Teil 623. März 2024
06.09.2023 Hobatere - Olifantsrus

Doch bevor wir das Galton Gate zum Etosha passieren, begrüßen uns beim Frühstück in der Lodge noch ein Kauz und ein Chamäleon. Es sollten natürlich nicht die einzigen Tiere des Tages bleiben.

Im Etosha selbst sind wir heute etwa 150km unterwegs. Bei der Einfahrt in das Galton Gate durchleben wir die Anmeldeprozedur und rüsten uns mit einer aktualisierten Auflage der Etosha-Map aus. Dann geht es los. Dabei begegnen uns insbesondere viele Zebras und Elefanten, am Wasserloch Jakkalwater ist es genau 1 Elefant und ca. 200 Zebras um ihn herum. An einem anderen Wasserloch wiederum eine Herde von 25 Elefanten. Darüber hinaus noch einige Giraffen, Gnus, Kudus, Oryx, viele Springböcke, Strauße, ein Waran und ein Löwe, der in der Mittagshitze direkt an der Hauptverbindungsstraße (ca. 35°C) döste.

Am Spätnachmittag kommen wir an unserer Campsite mitten im westlichen Teil des Nationalpark an. Dieser geschichtsträchtige Platz und das dortige Wasserloch machen dem Namen Olifantsrus (Elefantenrast) alle Ehre, denn als wir zum Sonnenuntergang auf den Aussichtsturm sitzen, kommen gerade zwei Elefanten zum spielen im Schlamm vorbei. In der Dunkelheit schleicht noch eine Hyäne vorbei. Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende.

Unsere Eindrücke von der Hobatere Lodge und aus dem Etosha könnt ihr hier verfolgen:

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Teil 708. Apr. 2024
07.09.2023 Olifantsrus - Grootberg

Obwohl wir mit der Morgendämmerung aufstehen sind wir um kurz vor 8 Uhr eines der letzten Fahrzeuge die das Camp verlassen. Die verbleibenden drei Stunden im Park sind dennoch erfolgreich. Sehen wir doch neben Schakalen, Elefanten, Zebras, Giraffen noch 5 Löwen im Gras liegen.

Anschließend wechselt die Szenerie abrupt. Vom touristischen Etosha geht es zurück zum sehr lokalen Kamanjab. Noch stärker als noch vor zwei Tagen tauchen wir ein, tanken, stehen am ATM an und gehen in zwei kleinen Supermärkten einkaufen. Dabei finden wir den SPAR Markt in Kamanjab weniger gut ausgestattet als den „Oase“ Supermarket, in dem offenbar mehr Einheimische einkaufen gegen.

Nach dem wir den Grootbergpass erreicht haben, biegen wir links ab. Wir stehen an der Lodgeauffahrt, steiler als nahezu alles was Nico bisher gesehen, geschweige denn befahren, hat. Auf Geröll und dann schmierseifenglattgefahrenen Asphaltsteinen geht es auf den Grootberg. Wir scheitern im ersten Versuch trotz Allrad. Die Power reicht nicht für das schwere Fahrzeug. Dann im Low-4×4 geht es langsam bergauf krabbelnd voran. Während die meisten Gäste ihr Fahrzeug unten stehen lassen und sich von den Lodgemitarbeitern hinaufkutschiereren lassen, haben wir es dann aber doch noch geschafft. Uns erwartet eine traumhafte Aussicht aus der Grootberg Lodge. Dort übernachten wir in einem liebevoll eingerichteten Steinhäuschen. Sowohl vom Pool als auch von der eigenen Terrasse aus hat man einen atemberaubenden Blick in den Canyon. Uns erwartet noch ein sehr gutes 3-Gänge-Menü. Selten haben wir in so einer Kulisse speisen und schlafen dürfen.

Vertiefte Einblicke in das Erlebte (und auch schon auf den nächsten Tag in der Palmwag Concession) findet ihr hier:

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Teil 814. Apr. 2024
08.09.2023 Grootberg - Ongongo Wasserfall

Wie der Titel des letzten Videos schon verrät startet der Tag mit einem Elefant am Pool. Um unsere Permit für die Palmwag Concession zu erhalten besuchen wir die Palmwag Lodge, nachdem wir die Abfahrt vom Grootberg gemeistert haben. Als wir den Garten der Palmwag Lodge betreten, tritt ein großgewachsener Elefant aus dem Gebüsch und läuft zielstrebig zum Pool um minutenlang seinen Durst zu stillen. Ein toller, aber auch befremdlicher Anblick.

Dann geht es in die Palmwag Concession, ein riesiger Naturpark in dem wir zwar nur Giraffen sehen, aber über mehrere Stunden die unterschiedlichsten Offroad-Strecken fahren und sehr viel ausprobieren was uns in den nächsten Wochen noch in – dann nicht so gut gesichertem Gebiet – erwartet. Und gefällt es hier sehr gut, man kann hier sogar mehrere Tage an Strecken zurücklegen und wild campen. Vielleicht ein Ziel für die nächste Namibia-Reise.

Für uns geht es aber weiter auf der Hauptstrecke vorbei an der Khowarib-Schlucht, an der wir vor 5 Jahren bereits campten bis zum Ort Warmquelle. 6 km von hier Offroad geht es zur namensgebenden warmen Quelle, dem Ongongo Waterfall, im Becken des Wasserfalls baden wir, und direkt hier liegt auch unsere Campsite für die Nacht.

09.09.2024 Ongongo Wasserfall - Epupa

Von unserer schönen Campsite am Ongongo-Wasserfall starten wir am Vormittag auf die Piste, die von Stunde zu Stunde schlechter wird, während es von Stunde zu Stunde immer heißer wird – auf bis zu 38°C klettert das Thermometer heute.

Genau in der Hälfe der Strecke sind wir am „Ende“. Denn Opuwo, die Hauptstadt der Region Kunene, bedeutet in Herero-Sprache eben genau das. Uns beeindruckt der wilde Mix aus Menschen in traditioneller Stammeskleidung und gleichzeitigem Entwicklungsprozess in der Gesellschaft. In den letzten 5 Jahren seit unserem letzten Besuch hier wurden aus einer Tankstelle drei und aus einem Supermarkt mindestens vier. Uns reicht der SPAR-Markt und die SHELL-Tankstelle. Danach verlassen wir den Ort wieder, und begeben uns über das Ende hinaus.

Weitere 3 Stunden später umkurven wir die letzte Bergkette und eine Palmen-Oase liegt vor uns. Hier im äußersten Nordwesten in Epupa stürzt der Kunene River die Epupa Falls hinab. Für zwei Nächte bleiben wir hier auf der wunderschönen Epupa Falls Lodge & Campsite – unser Camper steht unter hohen Palmen direkt am Fluss.

Viel Spaß euch mit dem Video zu den beiden Tagen!

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Teil 920. Apr. 2024
10.09.2023 Epupa Falls

Die Räder des Landcruisers stehen den ganzen Tag still. Das kommt für diese Reise das erste Mal vor, und wird auch an den künftigen Tagen der Reise nicht mehr vorkommen. Also muss das hier ein ganz besonderer Ort sein, für unseren Pausetag.
Ein wenig sind wir allerdings zu Fuß unterwegs und erkunden die Epupa Falls auf einem kleinen Spaziergang. Diese sind deutlich monumentaler als der Ongongo Fall und doch schwer zu fassen, da wir uns stets an der oberen Abbruchkante befinden und die Perspektive von unten nur erahnen können. Bedeutsam ist aber auch, dass die Epupa Falls, oder besser der gesamte Kunene River die Grenze zwischen Namibia & Angola bildet. Unser Blick geht vom Camp aus also steht’s in ein anderes Land. Auf dem Spaziergang und während der Zeit am Pool oder der Suche mit dem Fernglas nach Krokodilen im Fluss gelingt es sehr gut in einen Entspannungsmodus zu kommen und das obwohl wir einige Krokodile in nächster Nähe erspähen können. Das Epupa Falls Camp können wir grundsätzlich empfehlen, leider sorgt die Ankunft und der Aufenthalt einer sehr großen Reisegruppe die den halben Platz belegt für viel Unruhe.

11.09.2024 Epupa Falls - Ruacana

Um 9 Uhr geht’s los auf den bisher anspruchsvollsten Streckenabschnitt, die D3700. Von Epupa bis Swartbooisdrift führt eine schmale Straße in stetigem bergauf, bergab und vielen Kurven, auf fragwürdigem Untergrund. Eine Wasserdurchfahrt darf dabei natürlich auch nicht fehlen, hier definitiv aber eine der harmlosen Art. Den nächsten Streckenabschnitt bis Ruacana haben wir aus 2018 ähnlich in Erinnerung, jetzt ist alles anders. Nun führt eine breite, gut ausgebaute, geglättete Piste durch das Hinterland, nicht mehr am Kunene River entlang. Wir können uns nicht entscheiden ob wir das gut oder traurig finden sollen. Bis zu diesem Punkt reichen die Videoaufnahmen des folgenden Videos, viel Spaß damit!

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Teil 1027. Apr. 2024
11.09.2023 Ruacana - Oshakati

In Ruacana lassen wir unsere Reifen wieder auf Asphalt-Druck aufpumpen, denn von hier an geht es die nächsten Tage auf befestigten Straßen weiter. Es geht durchs Ovamboland mit den Regionen Ohangwena, Omusati, Oshana und Oshikoto (Four-O genannt) und den Hauptstädten Otawi, Ondangwa und Oshakati. Das Ovamboland ist so ziemlich das Gegenteil der Kunene-Region, sehr viel Zivilisation, sehr wenige Touristen. Eine Ortschaft reiht sich an die nächste, viel Viehzucht, Fischfarmen, Bewässerungskanäle. Aber ein Gebiet, dass in keinem Reiseführer ausführlich besprochen wird. Kurz besuchen wir den Ombalantu Baobab Tree. Wir finden die Region total spannend, auch wenn Oshakati eigentlich nur Zwischenstopp auf unserem Transit Richtung Osten ist.

Die Nacht verbringen wir in der Unterkunft "Kates Nest Oshakati", ein kleines, modernes Guesthouse. Das erste Mal in Namibia, dass wir eine Unterkunft über eine große Buchungsplattform gebucht hatten. Entschieden haben wir uns hierfür, da wir zwischen den langen Fahrttagen gerne eine feste Unterkunft als Zwischenübernachtung wollten und ein wenig mit guter WLAN-Verbindung Arbeiten mussten. Wir können Kates Nest Oshakati nur empfehlen.

12.09.2023 Oshakati - Rundu

Wir starten etwas zu spät von Oshakati aus in dem Tag. Das Bett ist zu gemütlich, das WLAN zu gut und so erledigen wir noch dies und das was auf der to do Liste steht. Dieses zu späte loskommen rächt sich am frühen Abend an der nächsten Campsite, der Hakusembe River Lodge, wo wir nach 6 Stunden Fahrt, bei der das Ziel das Ziel ist, ankommen. Leider schaffen wir es hier nicht Sonnenuntergangsstimmung und Essenszubereitung zeitlich gut aufeinander abzustimmen. Mehr Zeit hier wäre schön gewesen, ist die Lage direkt am Okavango doch schön, auch wenn nicht atemberaubend.

Auf der Fahrt dazwischen gibt es einerseits wenig zu sehen, andererseits doch Neuerungen wie einige Polizeikontrollen, viel Landwirtschaft und viel viel Grün! So viele Bäume und Büsche in sattem Grün haben wir noch nirgends in Namibia gesehen , und wir hoffen dies ist nur ein Vorbote auf die nächsten Tage. Dennoch sind wir froh, dass die beiden Fahrtage von Nordwesten in den Nordosten nun geschafft sind.

Die videographische Begleitung zu unserer Fahrt durch das Ovamboland findet ihr hier:
https://youtu.be/fJnEysPYXLY?si=NItyEngwH1dCWT0W
Teil 1104. Mai 2024
13.09.2023 Rundu - Divundu

Im Laufe des Tages lernen wir den Okavango auf ganz unterschiedliche Arten kennen. So könnte er auf den ersten Kilometern von Breite, Flusslauf und umgebender Landschaft auch gut ein x-beliebiger deutscher Fluss sein, wird der Bewuchs im Lauf der nächsten 200km immer wilder. Zwischenzeitlich sagt Nico dennoch, dass es aussieht wie am Altrhein. Spätestens die Hippos am Ortsausgang von Divundu beweisen das Gegenteil. Zuvor ging es noch in Rundu einkaufen, wir benötigen mehrere Supermärkte und sind diesmal etwas überfordert mit dem dortigen Stadtleben.

Kurz hinter Divundu verlassen wir wieder den Asphalt zur Ndhovu („Elefant“) – Lodge. Eigentlich wollten wir noch einen Game Drive machen, sind aber ziemlich geschafft und schließen uns daher einer Bootstour an. Dann ist das Bild des deutschen Flusses ganz passé. Krokodile, Hippos, Elefanten, viele Vogelarten bevölkern das Wasser. Mit einem Sundowner und netten Gesprächen geht die Tour zu Ende und leitet in ein Lagerfeuer auf der Lodgeterasse über. Die Bootstour können wir auf alle Fälle empfehlen!

Bis es soweit ist, könnt ihr euch das entsprechende Video zu Gemüte führen:

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Teil 1205. Mai 2024
Vielen Dank an dieser Stelle für den Zuspruch! Wir freuen uns, wenn euch die Videos gefallen!

14.09.2024 - Mahango Core Area & Buffalo Core Area

Gemeinsam mit den beiden Reisenden, die wir auf der Bootstour gestern kennenlernten, geht es am Morgen auf den Selbstfahrer Gamedrive in die Mahango Core Area, nur wenige Kilometer nördlich unseres Camps. Die gut befahrbare Strecke wird dann besonders schön, wenn sich die Büsche zum Okavango hin öffnen und den Blick auf die am Ufer befindlichen Tiere freigeben. Ein zweiter Loop in Richtung Savanne ist wegen Tiefsandabschnitten leider nur teilweise befahrbar, gerne hätten wir dort fahren geübt. Dennoch ein schöner Ausflug mit einigen Elefanten, Antilopen, Krokodilen.

Nach einer kurzen Pause am Camp geht es auch schon weiter. Erstmals nehmen wir an einem geführten Game Drive in einem Safari-Auto Teil. Einfach um die Erfahrung mal gemacht zu haben und vielleicht auch etwas für unsere eigenen Pirschfahrten zu lernen. Es geht auf die andere Flussseite in die Buffalo Core Area. Wir sehen neben den namensgebenden Büffeln viele Elefanten, Hippos, Krokodile und vier Löwen, die wir niemals gesehen hätten wenn wir selbst gefahren wären. Ein Wermutstropfen ist, dass der Fahrer bei der Sichtung der Löwen ohne Rücksicht auf Verluste die vorgegebene Piste verlässt und mit dem Fahrzeug und uns sechs Gästen durchs „Unterholz“ möglichst nah an die Löwen heran fährt. Durchs Fernglas hätte auch gereicht und wäre tierfreundlicher gewesen.

Einige Zeit nach Einbruch der Dunkelheit kommen wir wieder zurück an die Campsite. Es war unsere erste und wohl auch letzte geführte Safari, an sich schön, aber auch sehr sehr teuer, dafür dass wir eigentlich ein Fahrzeug dabei haben was genau dafür gemacht ist.

Wenn ihr diese Touren auch mal erleben wollt, bekommt ihr hier einen videographischen Vorgeschmack:
https://youtu.be/72gSRXg9u90?si=GwzxPgd_N8ih5o9C
Teil 1315. Mai 2024
15.09.2023 - Kwando Core Area

Wir verlassen die Ndhovu Lodge & Camp und fahren weiter gen Osten in den Caprivi-Zipfel hinein. Nur mit einen schmalen Streifen vom restlichen Namibia verbunden und von Botswana, Angola, Simbabwe und Sambia umgeben befinden wir uns 200km weiter östlich in einer Region einerseits voller Nationalparks, andererseits auch recht viel Bevölkerung und Tourismus.

Umso mehr sind wir überrascht, dass wir auf unserer Fahrt in der Kwando Core Area, dem nächsten Nationalpark völlig alleine sind. Auf der dreistündigen Pirschfahrt sehen wir kein anderes Fahrzeug. Die Pisten sind aber auch wesentlich herausfordernder als in den vorherigen Parks. Wir machen erstmals Erfahrung mit Tiefsand-Abschnitten. Belohnt werden wir mit großen Elefantenherden, die uns teilweise nah kommen, wir aber immer wieder versuchen eine angemessene Distanz zu schaffen, aber auch kleinen Besonderheiten, wie der farbenfrohen Gabelracke, die ebenso alleine auf einem Ast sitzt, wie wir im Park sind.

Kurz hinter dem Park liegt unsere Campsite im Bushcamp by Camp Kwando, wunderschön, ebenso recht einsam, mit Blick auf ein Sumpfgebiet voller Hippos, die wir allerdings nicht zu Gesicht bekommen, nur des Nächtens hören. Am Ende der Reise wird dies eine der Campsites sein, auf der wir gerne mehr Nächte verbracht hätten.

Das ausführliche Video mit vielen Eindrücken findet ihr hier:
https://youtu.be/VbnYuKwsAyM?si=00O3t1Ie5Y0bPE9P
Teil 1421. Mai 2024
16.09.2023 - Mudumu Nationalpark

Am Vormittag besuchen wir das Dorf Kongola, das mit sehr gut sortierten Supermarkt - hier lohnt sich ein Einkauf -, Tankstelle und einem sehr schönen Geschäft mit Holzschnitzereien (Mashi Crafts) aufwarten kann. Ab Mittag geht es dann in den Mudumu Nationalpark, den wir ab dem ersten Moment als nicht so schön empfinden oder uns einfach nicht so wohlfühlen. Landschaftlich verlaufen die Strecken - die auf der uns ausgehändigten Karte nur schwer nachzuvollziehen sind - durch sehr trockenes Gras und nur wenig am Ufer des Kwando. Die Elefantenherden wirken noch deutlich ungehaltener über unser Eindringen in ihr Territorium. Immer wieder müssen wir uns zurückziehen oder uns andere Wege suchen. Dafür sind die Straßen gut zu befahren, bis… ja bis sie plötzlich alles andere als gut zu befahren sind.

Mitten im Park treffen wir auf ein Fahrzeug, von dessen Insassen wir gefragt werden, ob uns ein im Sand steckendes Auto begegnet ist. Wir verneinen, nur um 20 Minuten später eben jenes Fahrzeug - durchaus weniger tiefsandtauglich als unseres -direkt vor uns liegen zu sehen. Das junge deutsche Paar wartet schon seit zwei Stunden darauf gefunden zu werden und sind froh uns zu sehen. Wir versuchen zwar mit unseren Sandblechen, Schaufel und Winde sie rauszubekommen , es gelingt uns aber nicht. Da es ihnen in der Hitze aber zunehmend schlechter geht, entscheiden wir deren Auto einfach im Sand stehen zu lassen, verfrachten sie in unseren Campbereich des Autos und fahren sie zu einer sicheren Stelle im Park, wo noch andere Menschen sind und sie sich erholen können. Dort trifft das Paar letztlich auch auf die Rettung in Person der Besitzer ihrer Unterkunft. Am Abend bekommen wir dann auch von den beiden die Rückmeldung dass alles gut ausgegangen ist.

Wir sind von der Situation aber auch insgesamt sehr angespannt und verlassen den Park dann schnellstmöglich, nur um 20km weiter wieder in Richtung unseres Camps am nächsten Nationalpark entgegengesetzt zur Zivilisation abzubiegen. Wir richten uns auf Campsite 1 des Livingstone’s Camp ein und freuen uns auf eine ruhige Nacht. Die allerdings nicht besonders ruhig wird…Bereits in den letzten Nächten wurden die Tiergeräusche mehr und lauter. Doch entweder handelte es sich um gesicherte Camps oder es waren Nachtwachen dort, oder wir waren von vielen anderen Übernachtungsgästen umgeben. Nun in dieser Nacht sind wir allein, und eben doch nicht allein. Um 3 Uhr macht sich ein Elefant – so interpretieren wir die Geräusche und die Spuren am nächsten Morgen – in 20-30m Entfernung ans Nachtmahl. Einerseits war das schon ziemlich beeindruckend für uns, andererseits ist das erst der Anfang, im Vergleich zu dem was in Botswana noch auf uns zukommen wird.

Die Erlebnisse dieses Tages - mit vielen O-Tönen - könnt ihr hier nachverfolgen:
https://youtu.be/2g0amdUVlaA?si=g5Y0GgNwXoWXdGC-
Teil 1527. Mai 2024
17.09.2023 - Chobe River Lodge

Nach den Erlebnissen der letzten Tage geht es heute deutlich ruhiger voran. Bereits um 13 Uhr erreichen wir die Chobe River Lodge, wo wir den Nachmittag am Pool und im klimatisierten Zelthaus verbringen. Da größere Gruppen vor Ort sind gerät die Organisation des Buffet-Abendessens ziemlich chaotisch. Insgesamt heißt das Motto: Kraft tanken, für das was da noch kommt. Der Chobe bildet die Grenze zwischen Namibia und Botswana und eine gleichzeitig sehr schön aber dennoch hinsichtlich Tiersichtungen heute unspektakuläre Kulisse (nur einige Antilopen, Zebras, Elefanten sehr weit in der ferne und einige Krokodile) für den Abend und die erstmal letzte Nacht in Namibia.

18.09.2023 Chobe River Lodge - Kasane - Muchenje

Um 10 Uhr stehen wir am Ausreisecheckpoint Ngoma und verlassen 44 Minuten später den gleichnamigen Einreisecheckpoint auf botswanischer Seite. Die Prozedur ist zwar nicht ganz logisch nachvollziehbar, doch wir werden gut durch das System aus verschiedenen Häuschen, Stempeln und Ablaufschritten geleitet. Kuriosen Höhepunkt bildet das desinfizieren aller mitgebrachten Schuh(sohlen) auf einer dafür vorgesehenen Matte. Kurios insbesondere deshalb weil niemand in irgendeiner Form kontrolliert ob jeder nun alle Schuhe desinfiziert hat die er dabei hatte usw.

Kaum in Botswana angekommen, wird uns die Wildtierdichte vor Augen geführt in dem Giraffen, Elefanten und Kudus die 50km lange Hauptstraße zwischen Grenze und Hauptort Kasane queren. In Kasane selbst, einer Stadt die wir in den nächsten Tagen immer wieder besuchen werden, machen wir einen Großeinkauf, besorgen uns SIM-Karten (Orange) und heben Pula ab, die botswanische Währung ist sehr schwierig außerhalb des Landes zu bekommen. Wir können den SPAR Markt sehr zum einkaufen empfehlen.

Am Nachmittag fahren wir die 50km wieder zurück zur Grenze, denn unsere Campsite Muchenje, die wir für ganze drei Nächte nun belegen, liegt nahezu gegenüber der Chobe River Lodge, nur eben auf botswanischer Seite, und ist damit insbesondere der optimale Ausgangspunkt für Touren in den Chobe Nationalpark.

Erlebe mit uns diese beiden Tage:
https://youtu.be/yevIHudJVJE?si=ZD7V_WL8U9EafjNi
Teil 1609. Juni 2024
19.09.2023 - Chobe Riverfront

Nach einem holprigen Start in unsere Tour an der Chobe Riverfront sieht es lange Zeit bei unserem Game Drive danach aus, dass wir in der Region mit der größten Elefantendichte keine Elefanten sehen. Die ersten Stunden dominieren riesige Zebraherden und Gruppen von unterschiedlichen Antilopenarten das Bild. Erst gegen Mittag sehen wir den ersten und dann immer mehr und mehr Elefanten. Selbst bei unserer bisher größten Hippo-Sichtung außerhalb des Wassers schleichen sie sich in den Hintergrund. Nach 6 Stunden geht unser bisher längster Game Drive zu Ende, und wir fahren zurück zur Campsite.
Du willst unsere Sichtungen auch erleben - hier geht es zum Video:

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In diesem Video geben wir dir Einblicke zu unserer Erfahrung mit den Moskitos vor Ort. Auch geben wir Hinweise wie wir mit dem Schutz vor Malaria umgegangen sind. Dies sind unsere persönlichen Abwägungen, jeder sollte sich diesbezüglich mit seinem Hausarzt besprechen und individuell eine Entscheidung zum Thema Malariaprophylaxe treffen.

20.09.2023 - Muchenje Camp / Kasane

Ausruhen und Organisation steht auf dem Programm. Während wir die Affen rund um unsere Campsite beobachten, die wiederum uns beobachten um den einen Moment zu erwischen in dem wir Lebensmittel aus den Augen lassen, damit sie sie klauen können, frühstücken wir ganz entspannt.

Anschließend geht es zum zweiten Mal nach Kasane. Das bedeutet viel Schriftverkehr. Schon in Namibia bei der Einfahrt in Schutzgebiete oder an Regionalgrenzen, aber noch viel mehr in Botswana, beim Transit durch den Nationalpark oder an anderen Kontrollpunkten müssen sich alle handschriftlich in Protokollbücher eintragen. Bei aller Gründlichkeit wirkt es dennoch meist sehr willkürlich, denn es werden je nach Buchproduktion auch unterschiedliche Angaben verlangt: Name, Initialen, Autokennzeichen, Automarke, Ort von dem man kommt, Ort zu dem man fährt, Personenanzahl im Fahrzeug, Grund der Fahrt, Datum und Uhrzeit, Kilometerstand, Heimatadresse, Unterkunftsadresse, Unterschrift. Teilweise stapeln sich in den Büros dutzende Bücher auf einem Haufen, was damit passiert? Man weiß es nicht, und auch die Beamten vor Ort wissen es auf Nachfrage nicht.

Ansonsten steht heute Aufräumen, Wäsche waschen, Routenplanung an. Dazu erklärt uns der Manager des Muchenje Camps noch vieles zu den Fahrbedingungen und besten Strecken für das Abenteuer der nächsten Tage.
Teil 1715. Juni 2024
21.09.2023 Muchenje - Savuti

Nun geht es für 5 Tage ins Okavango-Delta. Es erwarten uns tiefe Sandpisten, Wasserdurchfahrten, viele viele Tiere. Und all das weit weg von der Zivilisation. Also ohne Einkaufsmöglichkeiten, Tankstellen, und vermutlich ohne Handynetz / Internetempfang. Die letzte Tankmöglichkeit direkt am Muchenje Camp nutzen wir, bevor es durch Kachikau zur Sandpiste geht.

Bereits an Stelle an der die Asphalt zur Sandstraße wird, wird es scheinbar brenzlig. Drei andere Fahrzeuge warten hier, denn 300 Meter weiter in die Savanne hinein steckt bereits ein Auto im Sand fest. Nach 20 Minuten ist es befreit und alle können sich auf den Weg machen. Und so meistern wir die ersten - wohl schwierigsten - Kilometer durch tiefen Sand. Insgesamt weitaus weniger schwierig als befürchtet erweisen sich die 100 Kilometer Sand-Autobahn (dreispurig) über das Ghoha-Gate nach Savuti in gut 3 Stunden. Erst kurz vor dem Camp sehen wir erste größere Wildtiere.

Am Camp angekommen stellen wir fest: Alles ganz schön trocken. Nur zwei von etwa 50 Wasserlöchern führen Wasser und wir stellen auch bei unseren Game Drives am Nachmittag und nächsten Vormittag fest: Viele Tiere leben aktuell nicht in dieser unwirtlichen Umgebung. Zwei ganz besondere Tierbegegnungen haben wir dennoch. Ein Rudel Wild Dogs hat es sich unter einem Busch gemütlich gemacht, diese sind sehr sehr selten zu beobachten und jede Beobachtung soll auch mit Koordination und Fotos zur Zuordnung der Tiere gemeldet werden, um den Bestand zu prüfen.

Auch die Nacht im ersten Camp - das wir insgesamt sehr schön finden - mitten in der Wildnis, eben unter anderem von Löwen umgeben, ist recht unspektakulär. Dennoch hören wir immer wieder nachts sehr laut Elefanten in der Ferne.

22.09.2023 Savuti - Khwai

Daraufhin machen wir uns an Tag 22 auf den Weg Savuti und damit den Chobe Nationalpark zu verlassen. Vorher machen wir aber noch auf einem morgendlichen Game Drive einzigartige Tiersichtungen: Elefantenherden und auch ein großes Rudel Löwen von ca. 12 Tieren entdecken wir! Immerhin ist Savuti DIE Löwenregion Botswanas.

Die anschließende Wahl zwischen Sandridge Road und Marsh Road fällt auf Grund unzähliger Empfehlungen wegen der befahrbareren Strecke auf letztere. Nach den 3 Stunden für 50km bis zum Mababe Gate müssen wir uns doch fragen, wie die andere Wahl noch schlechter hätte sein können. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt und auch das Auto bekommt ein paar kleine Macken ab. Nun geht es in die Khwai-Concession, kurz vor dem Moremi Nationalpark. Am Abend kommen wir an unserer Campsite am Mbudi River an, mit perfektem Blick auf die badenden Elefanten.

Entdecke zwei aufregende Tage in unserem bisher längsten Video:
https://youtu.be/dB3YcvMKlgU?si=2e6UxxVhQHteSM35
Teil 1822. Juni 2024
23.09.2023 - Khwai

Nach vielen Überlegungen haben wir uns lange im Vorfeld der Reise für das Mbudi Camp als einen wichtigen Spot für unseren Trip durch Botswana entschieden. Wie ihr im Video seht, gibt es sehr viele gute Gründe für Mbudi, aber durchaus auch manche Aspekte, die wir nicht so schön fanden. Das Mbudi Camp ist sicherlich das landschaftlich schönste Camp unserer Reise. Gleichzeitig ist es aber sicherlich das herausforderndste was die Bedingungen und Infrastruktur angeht. Viele Gefahren durch Tiere, dementsprechend striktes Verbot den Stellplatz zu verlassen, Toiletten und Duschen Recht weit entfernt nur per Auto zu erreichen, diese dann wiederum wenig hygienisch und voller Moskitos.

Entscheidend für uns war aber letztlich die Möglichkeit direkt vom Stellplatz aus die Mokoro-Tour zu unternehmen. Diese war ein einmaliges Erlebnis. Die Game Drives am Mbudi River und Khwai-River sind sehr schön. Zumindest ein wenig grün direkt am Fluss prägt die Landschaft. Besondere, bisher nicht gesehene Tierbegegnungen haben wir aber nicht mehr, wir sehen viele Elefanten und Hippos. Eine neue Erfahrung ist die Mokorofahrt die wir unternehmen, es handelt sich dabei um ein Einbaumboot in dem wir gemeinsam mit einem Steuermann mit hintereinander sitzen, ja fast liegen. So kommen wir auf eine Froschperspektive und sind auf Augenhöhe mit einem Krokodil, einer Gruppe Hippos, vielen Vögeln und Fröschen. Eine coole Erfahrung.

Kommt mit uns auf Mokoro-Tour:
https://youtu.be/6EoNXMXiKUg?si=VQoP0tMGfGeUBhgh
Teil 1930. Juni 2024
23.09.2023 - Khwai

Nach der Mokoro-Tour geht es für uns auf Game Drive in der Khwai-Region. Zwischen dem Dorf Khwai, dem Airstrip, den Flußläufen und Campsites gibt es viel zu entdecken und erleben. Viele Tiersicherungen, Wasserdurchfahrten, verschlungene Pfade warten auf uns.

Am zweiten Abend am Mbudi Camp sind wir zunächst fast enttäuscht wie wenige Elefanten sich blicken lassen, da wird unser Zeitplan zwischen Abendessen und zu Bett gehen harsch abgekürzt. 12 Elefanten laufen bedächtig auf unsere Campsite zu und haben offensichtlich nicht den Bedarf vorher stehen zu bleiben. Wir packen alle Lebensmittel schnell zusammen und gehen ins hektisch aufgebaute Dachzelt um von oben die beste und gleichzeitig gesicherte Sicht auf das Schauspiel zu haben was sich uns nun bietet. Wir werden für einen Moment Teil der Herde. Bis auf 3 Meter nähern sich die Elefanten dem Fahrzeug. Schauen uns genau an, gehen herum, reiben sich am Baum daneben, bis sie nach 20 Minuten beschließen weiterzuziehen. Spannend und wunderschön!

Erlebe mit uns unsere bisher intensivste Elefantenbegegnung:
https://youtu.be/P-KFSvV3J7g?si=E_1HrCMb9RLxwTtR
Teil 2007. Juli 2024
24.09.2024 - Khwai - Moremi - Maun

Die Nacht nach der abendlichen Elefantenbegegnung ist folgenreich. Sehr viele Moskitos, die trotz Schutzvorrichtungen den Weg in unser Schlafabteil gefunden haben stehlen uns weite Teile des Schlafs. Dies, kombiniert mit dem Adrenalin der Elefantenbegegnungen, der Einfachheit der Camps und insgesamt einer spürbaren Übersättigung an Tierbegegnungen und anstrengenden Fahrtetappen lassen uns zweifeln, ob wir am bestehenden Plan im Moremi zu übernachten festhalten wollen. Wir sind wirklich ausgelaugt und angestrengt.

Wir fahren über das North Gate dennoch in den Moremi ein - statt von Khwai aus direkt entgegengesetzt Richtung Maun zu fahren - da wir ja unter anderem wegen des Abenteuers Moremi diesen weiten Weg auf uns genommen haben. Tatsächlich überzeugt die Landschaft im Moremi nicht so sehr, wie wir es uns vorgestellt hatten. Es ist sehr ausgetrocknet, wir begegnen wenigen Tieren. Dennoch gibt es natürlich Highlights an den Hippo Pools auf dem Weg Richtung Xakanaxa sowie direkt vor dem entsprechenden Camp, als wir in einer riesigen Herde Büffel stehen.

Aus Neugierde (und in Hinblick auf künftige Reisen) schauen wir uns auch das Xakanaxa Camp an, bevor es weiter Richtung Third Bridge Camp geht. Dort angekommen besichtigen wir die Gegenheiten, inklusive unserer gebuchten Campsite MT9. Auch wenn es wirklich recht schön ist und nicht so einfach wie das Mbudi Camp, entfacht es in uns kein Feuer an diesem Tag. Nach reiflicher überlegen während der Fahrt und vor Ort entscheiden wir uns mit Blick auf die Uhr, das wir wagen wollen heute noch zurück in die Zivilisation zu fahren. Der Moremi NP ist bestimmt lohnenswert, aber wir merken für uns an dieser Stelle der Reise, dass es uns zu viel wird und wir uns übernommen haben.

Dafür ist ein Höllenritt durch trockene, aber auch sumpfige Landschaften nötig, Tierbegegnungen gibt es überraschend wenige, als ob die Tiere spüren können, dass wir nicht mehr im bisherigen Modus unterwegs sind. Die achtstündige Offroad-Fahrt zehrt zwar weiterhin an unseren Nerven , doch Dank der Vorfreude auf ein Zimmer mit richtigem Bett für die Nacht - so unsere Entscheidung, sorgt auch für gute Stimmung. Dennoch - und das in aller Deutlichkeit - empfehlen würden wir dieses Vorgehen (von Khwai, über Xakanaxa und Third Bridge, zum South Gate und weiter bis nach Maun) niemandem.

In der Zivilisation mit Internetempfang angekommen durchforsten wir diverse Buchungsplattformen und entscheiden uns für die Waterfront-Lodge. Zusätzlich zum Bett winken eine Badewanne und eine Klimaanlage und sorgen für Vorfreude und so kommen wir am frühen Abend in der Delta-Hauptstadt Maun an.

Begleite uns bei diesem nervenaufreibenden Tag:
https://youtu.be/mMzQT7n0P4U?si=dGbMDDnVsUfPpWYk

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