cheffoThemenstarter68 Beiträge · seit 201910. Jan. 2024 ·
Allen in der Runde zunächst noch ein hoffentlich Gesundes Neues Jahr und viel Spass beim Träumen oder Planen der nächsten Reisen.
Wir wollen nach 3 eher "normalen" NAM-Routen (1. Etosha, Sossusvlei. 2. Caprivi. 3. Süden und KTP) nun erstmals das Kaokoveld mindestens anschnuppern, wohlwissend dass wir im geplanten Zeitraum auch mal einen Fluss mit Wasser erwischen können. Wir starten am 19.12.24, beginnen soft zum ankommen im Voigtland, dann 2 Tage ruhig in Mount Etjo und wollen dann in den Nordwesten. Wir enden dann in Swakopmund bei Meikes Guesthouse für 2-3 Tage um noch Sandwich Harbour und /oder Desertliving zu machen. Da wir alleine reisen nun die Frage wie weit man mit gutem Gewissen da alleine reinfahren kann bzw. sollte. Die Fragen: 1. Gibt es eine Route z. ab Palmwag die landschaftlich lohnend ist ohne grösseres Risiko? 2. Oder hat jemand dass auch schon bis zum Kummene durchs Mariental alleine gefahren? Oder reicht auch alternative 1 fürs erste Mal Kaokoveld? 3. Gibts es eine Verbindung zwischen Epupa und Okahirongo? 4. Wie /wo/über wen bekomme ich die Erlaubnis zum Durchfahren der Strecken, Palmwag vor Ort? 5. Wo buche ich die Camps oder kann man dann Campen wo man will wenn man das Permit besitzt zum Durchfahren? An alle viele Grüsse aus Franggn und vorab Danke für Eure Antworten
dergnagflow2'542 Beiträge · seit 200710. Jan. 2024 ·
Hi, wie lange habt ihr denn Zeit und wie hoch sind eure 4x4 Erfahrungen? lg Wolfgang
Die kann wie angegeben oder auch umgekehrt gefahren werden. Auch im Kaokoveld gibt es geschobene Strassen. Spannender sind aber einige der Tracks. Speziell in den Trockenflüssen. Wie trocken diese aber in eurer Reisezeit sind, kann niemand vorhersagen. In dieser Saison sind die Flüsse schon im November, also sehr früh, abgegangen.
Wenn ihr so eine Tour machen wollt, dann bitte mit der richtigen Vorbereitung, einem Plan B (zwei Fahrzeuge, oder Satelliten Kommunikation) und genügend Wasser und Lebesmittel zur Überbrückung von einigen Tagen.
1. Palmwag Konzession, Hoanib bis Purros 2. Ja.schon öfters 3. Jein. Es gibt eine schwere Offrodstrecke durch die Berge. Die empfehle ich euch nicht. 4. Für das meiste brauchst du keine Permits. Es gibt ausnahmen wie der Skelettküsten NP. Dieser ist im spannenden Teil nur mit Konzessions Guide fahrbar. Für die Palmwag Konzession gibt es Permits vor Ort. 5. Das ist unterschiedlich geregelt. Wir campen häufig wild. In der Palmwag Konzession gibt es einige eingezeichnete Campsites ohe infrastruktur.
Herzliche Grüsse Chrigu
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cheffoThemenstarter68 Beiträge · seit 201910. Jan. 2024 ·
Wir haben den Anfang und das Ende fix gebucht und nun zum austoben noch 12 Tage zu vergeben. Ich hatte so an 5-7 Tage in der Region angedacht, wenn mehr sinnvoll dann sind wir flexibel
cheffoThemenstarter68 Beiträge · seit 201910. Jan. 2024 ·
dergnagflow schrieb:Hi, wie lange habt ihr denn Zeit und wie hoch sind eure 4x4 Erfahrungen? lg Wolfgang
ca. 8-12 Tage sind noch zu verteilen, Allraderfahrungen im Rahmen des KTP , also viel Sand, sind aber auch schon im Süden im Richtersveld umhergefahren, aber wenn ich mir z.B. Eulenmuckels Berichte anschaue gibt es da schon noch andere Qualitäten.... . Mein Gedanke war halt, wenn schon alleine dann nicht die krassesten Stücke, aber a bissl deftig darfs schon sein. Ich möchte so viel wie möglich von den Landschaften sehen. Wenn es also eine Möglichkeit z.B. ins Marien- oder Hartmannstal zu kommen ohne grosses Risiko dann würden wir das machen. Klar Ausstattung, Reserve Wasser und Nahrung, geeignetes Fahrzeug
Wenn es dir hauptsächlich um das Marienfluss- und das Hartmannstal geht, dann kannst du über Sesfontein, Purros, Orupembe bis zu den Droms fahren. Bei der Oranjedrom kommst du ins Hartmannstal bei der Rooidrom ins Marienflusstal. Diese Hauptrouten sind recht einfach fahrbar. Bis Orupembe habt ihr eine geschobene Strasse nachher gute Tracks. https://map.tracks4africa.de/?ll=-17.9198,12.5505&z=10&map=nam&
Der Weg von Orupembe über Otmenje zur Rooidrom führt über den Rooidrum- oder Jouberts-Pass und ist nicht so einfach. Die Wege zur Oranje- oder Bloudrom sind aber gut fahrbar.
Hartmannstal
Nach meiner Ansicht sind die spannendsten Strecken aber in den Trockenflüssen und nicht auf den Strassen.
Herzliche Grüsse Chrigu
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alternativ könntet ihr Kaoko auch mit eigenem Guide machen. Ist aber nicht billig. Von unseren Erfahrungen könnten wir erst im Juni berichten…
Liebe Grüße Stubsi
dergnagflow2'542 Beiträge · seit 200710. Jan. 2024 ·
Hi, also was mit guten Reifen geht, ist jedenfalls von Palmwag durchs Konzessionsgebiet den Crowthers Trail entlang nach Norden. Entsprechende Permits bekommst du in Palmwag direkt. Du kommst dort dann in den Hoanib, den du Richtung Osten entlang fahren kannst bis zum Ganamub und dort Richtung Norden oder weiter nach Osten nach Sesfontein. Wenn Wasser im Fluss ist und du den Hoanib "nur" queren kannst, dann kannst du auch weiter im Westen Richtung Purros fahren. Von Purros dann auf der D3707 Richtung Norden, das ist eigentlich ganz einfach zu befahren. Danach immer hart auf der Westroute bis zur Groendrum bleiben, dort kommst du ins Hartmannstal. Wie weit du dort hinauffährst, bleibt dann dir überlassen. Entweder du drehst irgendwo um und fährst die selbe Strecke zurück oder du fährst zumindest bis zur Hartmans Junction und dann über Oranjedrom zurück. Dann entweder die selbe Strecke zurück oder ein Stück weiter östlich nach Orumpembe und zurück nach Purros. Wenn noch Zeit ist, gibts um Purros auch noch schöne Tagesetappen.
Oder generell "nur" mal über den Crowtherstrail nach Purros, dort dann Tagesetappen und über Sesfontein und ein paar andere Flüsse zurück. Das ist für den Anfang sicherlich auch eine gute Idee. Da kann man auf der Rückfahrt auch den Khowarib Trail mitnehmen.
Alles natürlich unter strenger Beobachtung von Wetter und Regen, vor allem, was die Flüsse angeht. Und immer mit einem Plan B. und Plan C. Man kann das meiner Meinung nach schon alleine machen, allerdings sollte immer ein Backup vorhanden sein. Die wesentlichen Dinge wie Wasser, Proviant, Reifenwechselkompetenz, etc. hast du ja schon genannt. Sat-Phone wäre auch nicht schlecht und ich hatte bei meinen Allein-Fahrten immer jemanden in Windhoek, der wusste, wann ich wo bin und dem ich immer, wenn's ging, eine SMS mit meinem Standort geschickt hatte.
Es sind dort oben nicht mehr viele Fahrzeuge unterwegs, im Fall des Falles müsstet ihr euch also zuerst mal selbst helfen können. Wie schnell es von "He, das ist alles super und echt leiwand" zu "Ach du Scheisse, wie kommen wir da wieder raus" gehen kann, kannst in meinem Reisebericht unten nachlesen. Da war einiges an Glück dabei aber auch - rückblickend betrachtet - vieles, was ich daraus gelernt hatte.
cheffoThemenstarter68 Beiträge · seit 201910. Jan. 2024 ·
Erstmal Danke für die Antworten welche mir eigentlich schon genug Vorlage für die weiteren Gedanken geben. Und eben wegen dergnagflows Bericht von 2015 bin ich etwas sensibel geworden, Ihr hattet da wirklich Last-Minute-Glück. Von den anderen Berichten sieht man meist trockenes Wetter weil die meisten im Juli/August unterwegs waren. Aber Ihr in der fast identischen Zeit wie wir. Soweit wirds aber klar, wir starten entweder von Palmwag aus oder vom Norden her und testen uns heran, der Hoarusib ist am Plan weit vorne ( chrigu geht da ja auch in eine ähnliche Richtung wenn ichs richtig verstanden habe), ebenso hatte ich tatsächlich auch mit Khowarib geliebäugelt...und wenn es wetterbedingt nicht sein soll wird uns schon was einfallen.
Noch Frage an chrigu: Welche Schwierigkeiten beinhaltet die Überschreitung von Rooidrum- oder Jouberts-Pass? Steil? Steine? Sand? Kombi aus allem. Wie viel leichter als der van Zyl`s Pass?
Viele Grüsse und Danke an alle
dergnagflow2'542 Beiträge · seit 200710. Jan. 2024 ·
Hi, Ich fahre jetzt im Februar zum siebten Mal in dieser Zeit in diese Region und wir sind eigentlich immer mit Plan A durchgekommen. Einmal mussten wir wegen zahlreicher Platten und ungeeigneter Reifen Plan B aktivieren und dann, weil der Kunene zu hoch war, noch Plan C. Wir mussten aber öfter eine geplante Flussstrecke auslassen, weil sie uns zu feucht erschien. Wenn man alleine ist, muss man halt noch ein bisschen besser aufpassen. Ich checke immer zwei Wochen vor der Reise das Wetter und die Niederschläge, soweit ich kann und bin vor Ort dann noch sensibler, was die Regenfälle angeht. LG Wolfgang
cheffoThemenstarter68 Beiträge · seit 201910. Jan. 2024 ·
dergnagflow schrieb:Hi, Ich fahre jetzt im Februar zum siebten Mal in dieser Zeit in diese Region und wir sind eigentlich immer mit Plan A durchgekommen. Einmal mussten wir wegen zahlreicher Platten und ungeeigneter Reifen Plan B aktivieren und dann, weil der Kunene zu hoch war, noch Plan C. Wir mussten aber öfter eine geplante Flussstrecke auslassen, weil sie uns zu feucht erschien. Wenn man alleine ist, muss man halt noch ein bisschen besser aufpassen. Ich checke immer zwei Wochen vor der Reise das Wetter und die Niederschläge, soweit ich kann und bin vor Ort dann noch sensibler, was die Regenfälle angeht. LG Wolfgang
Ja, die Reifen sind das A und O, da muss man schon ganuer hinschauen bei der Fahrzeugübergabe als bei den Standardrouten. Bisher hatten wir da gottlob Glück, aber, ich hätte lieber schon mal einen Platten gehabt und den Reifenwechsel bei den leichten Routen trainiert... erwischt uns jetzt dann garantiert mitten in der Pampa...
Dann wünsch ich Euch viel Spass und Glück auf Eurer baldigen Reise
cheffo schrieb: Noch Frage an chrigu: Welche Schwierigkeiten beinhaltet die Überschreitung von Rooidrum- oder Jouberts-Pass? Steil? Steine? Sand? Kombi aus allem. Wie viel leichter als der van Zyl`s Pass?
Hauptsächlich viele scharfkantige Steine, manchmal ist es recht eng, ab und zu hat es löcher, so dass auch mal ein Rad in der Luft ist. Wenn ihr das langsam und kontrolliert fahrt ist es durchaus machbar. Der Pass ist deutlich leichter als der Van Zyls Pass. Da hast du dann steile Stellen und Schrägen die zu Problemen führen. Ich habe noch nie von einem gekippten Fahrzeug am Red Drum Pass gehört. Am Van Zyls passiert das aber regelmässig.
Mit Trockenflüssen meine ich hauptsächlich den Hoanib mit seinen Nebenflüssen aber auch Hoarusib und Khumib. Sehr schön ist auch der Hoarusib-Khumib Trail am Mount Himba Sphix vorbei. Auch da gibt es wieder viele scharfkantige Steine.
Herzliche Grüsse Chrigu
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cheffo schrieb:Welche Schwierigkeiten beinhaltet die Überschreitung von Rooidrum- oder Jouberts-Pass? Steil? Steine? Sand? Kombi aus allem. Wie viel leichter als der van Zyl`s Pass?
Der Jouberts-Pass zw. Camp Marble und Red Drum ist eigentlich ein mittlerer Hügel. Absolut griffiger Untergrund und keine nennenswerten Absätze oder Verschränkungen. Kann man gut fahren auch ohne Einweiser.
Van Zyls bin ich zuletzt vor 20 Jahren gefahren. Der ist deutlich länger, steiler und imho anfälliger gegen Witterung. An ein paar Stellen muss der Beifahrer einweisen und die Kommunikation mit dem Fahrer entsprechend funktionieren.
Wenn es genau da stark geregnet hat, kann der Joubert-Pass auch stark ausgewaschen sein und es gibt da dann bis zu 30cm hohe Stufen. Das kann man trotzdem allein fahren, aber wenn man nicht gerade einen Unimog hat, braucht es dann Zeit, weil man an diversen Stellen mit Steinen erstmal "Straße bauen" muss, um die Stufen fahrbar zu machen.
Ansonsten gerade mit nicht so viel Erfahrung in der Gegend schauen, ob man sich mit einem zweiten Auto zusammen tun kann. Alternativ ist wie gewohnt ein (gemietetes) Satfon ein geeignetes Backup, wenn man allein auf sehr abgelegenen Pisten fährt.
ich möchte mich meinem Vorredner anschließen und finde den Joubert Pass schon recht schwierig. Da gibt es unzählige Stufen und vor allem sehr scharfe, aufrecht stehende Felsplatten, die als wunderbare Reifenschlitzer fungieren. Da ist oft, rechts und links, nur wenige cm Platz zum durchfahren. Wir sind den im August 22 in beide Richtungen gefahren. Es geht, aber ein lockerer Hügel ist es sicher nicht.
Hallo cheffo Ich Andrea 50 und mein Mann 53 waren jetzt im Dezember 23 im Kaokoveld unterwegs. Wir sind auch über den Jan Joubert Pass gefahren. Uns haben für diese Gegend 10 Tage gereicht um im Groben folgende Tour zu fahren: Palmwag ( Heins Campsite) - bei Sesfontein Elephant Song Cs - zw Amspoort Gorge u Hoarusib wildcamping - purros - über Jan Joubert Pass durchs Marienflusstal zum Kunene ( Camp Syncro) - zurück durch Hartmansberge Richtung Orupembe ( Bloudrom) -Otjikongo campsite am Hoarusib Von dort Etosha Wir haben einen kleinen Zusammenschnitt unserer Aufnahmen gemacht [youtube: iMuLS75u3NQ] Dort sieht man in etwa wie der Jan Joubert Pass zu bewältigen ist. Du kannst dir ein Bild von der überwältigenden Landschaft machen. Ein Traum. Viele Mitglieder hier haben ja auch beste Aufnahmen von der Gegend ins forum gestellt. Der Hoanib war bei uns absolut trocken ( kann dez 24 anders sein) Ebenso war der Ganamub trocken Hoarusib war sehr schlammig. Wir sind daher den Parallelweg dazu nach Purros gefahren. Von Puros Richtung Mt Himba sphinx auch eine Strecke neben dem Hoarusib. Khumib war trocken. Wir sind aber auf einer erhöhten Parallelroad bis Orupembe gefahren. Liebe Grüße Andrea
Kenia 2000 ---Südafrika 2010---- Nam/Südafrika/Botsw 2014----Botswana 2015-----Botswana Nov 2016----Sambia/Simbabwe Okt18----Botswana Jan 20----Namibia Nov 21----Namibia Dez 23---- Südafrika/ Botswana 03/25
Kenia 2000 ---Südafrika 2010---- Nam/Südafrika/Botsw 2014----Botswana 2015-----Botswana Nov 2016----Sambia/Simbabwe Okt18----Botswana Jan 20----Namibia Nov 21----Namibia Dez 23---- Südafrika/ Botswana 03/25
cheffoThemenstarter68 Beiträge · seit 201915. Jan. 2024 ·
Hallo in die Runde, ich möchte Euch allen wirklich herzlich danken, aus jedem Tipp oder Hinweis kann man für sich selbst dann die richtigen Schlüsse ziehen, Bilder und zuletzt das Video lassen uns dann recht einfach eine grobe Planung erstellen. chinook dann noch ganz aktuell (Danke von Andreas 52 und Christina 47 an Andrea), wobei Ihr dieses Jahr scheinbar eine gute relativ trockene Phase erwischt habt. Letztlich wird es je nach Wasserlage/Wetter dann einen Mix aus Euren Tips. Noch zu den Pässen, nach Videos und Bildern zu urteilen ist zwar immer risikobehaftet, aber, den Jan-Joubert-Pass trauen wir uns zu, ist ähnlich einigen Passagen die wir im Hochgebirge von Oman gefahren sind. Den Van Zyl`s Pass lassen wir lieber weg... . Sandpassagen für die Flusstäler haben wir auch in der Rub al Kali zur Genüge trainiert. Wir haben nun den Anfang bis Palwag geplant und die Camps gebucht und lassen uns nun 6 Tage Zeit um dann ähnlich chinook Richtung Etosha zu fahren (wollten wir nach unserer Erstistour und letztem Jahr KTP nicht mehr machen aber Abwechslung schadet nicht im Programm....). Nochmals Danke und bleibt gsund!