ALF05Themenstarter24 Beiträge · seit 202104. März 2021 · #1Hallo Formis
Frage mich warum in Namibia immer nur Gaskocher genutzt werden. Gerade morgens vor Sonnenaufgang gibt´s doch schon Probleme den Morgenkaffee zu bekommen.
In Canada oder Polen nutze ich einen Benzinkocher, ratz fats Wasser heiß.
Liegt`s an den Tagestemperaturen wegen Explosionsgefahr .
Die langjährigen Namibia -Afrikafahrer haben doch sicher Erfahrungen gesammelt.
Grüße Peter
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201604. März 2021 · #2Hi Peter,
wo liegt denn genau dein Problem beim Nutzen eines Gaskochers vor Sonnenaufgang?
Gruß Gina
NYNyanga582 Beiträge · seit 202104. März 2021 · #3Also ich hab mal eine zeitlang den Coleman peak dual fuel in Canada und Namibia benutzt. Mach ich nicht mehr und nutze ebenfalls Gas.
Grund: man benötigt einen Kanister für Ersatztreibstoff, eine Flasche macht sich an der Tankstelle schlecht voll wenn man ein Dieselauto hat.
Stinkt immer im Auto bei hohen Temperaturen und die Hände auch wenn man nachfüllt. Je mach Höhe, Temperatur und Feuchtigkeit rust der Kocher oft und man hat dann Rußspuren überall. Druckpumpen nervt. Ersatzteile sehr teuer.
Mein jetziges Set. CADAC 3KG. Flasche mit Brenneraufsatz von CADAC.
Für fix mal nen Kaffee am Wasserloch, Campinggaz 470 gr Kartusche mit entsprechenden Aufsatz. Der hat vergleichbar Power zum Benzinkocher. Kartusche etwas teuer.
Wenn du das Kaffeewasser nicht heiß bekommst stimmt dein Aufsatz nicht mehr. Düse verklebt, verstopft. Da ich nicht mit Mietwagen unzerwegs bin und mein eigenes Zeug hab, wechsle ich regelmäßig die Düse vom Aufsatz aus.Gibts Reparatur Sets ca.2,80€ (Düse und Dichtungen) bei Cymot. Der der Cadac Kocher ist etwas langsamer, dafür das Gas preiswerter.
Und vor allem....Hahn aufdrehen Feuerzeug dran und brennt. Macht nen Benzinkocher in den seltensten Fällen wenn er schon paar Liter Kaffeewasser auf dem Buckel hat.
Andre008794 Beiträge · seit 201304. März 2021 · #4Falls du deinen eigenen Benzinkocher aus Europa mitnehmen möchtest, kann ich dir nur davon abraten. Denn wenn er noch nach Benzin riecht, was die Dinger i.d.R. tun, wird er dir mit hoher Wahrscheinlichkeit am Flughafen abgenommen. Ist uns schon mal so passiert. Zum Glück wurde er aufbewahrt und wir konnten ihn nach der Rückreise in Tegel wieder abholen...
BG
Andre
NYNyanga582 Beiträge · seit 202104. März 2021 · #5Aus dem Grund hatte ich mir in Kanada den Kocher gekauft mit separater Flasche. Kocher in die eine Tasche, Flasche in die andere. Flasche aber mehrfach mit kochendem Wasser u d Spüli gespült und geschruppt. Und trotzdem wurde sie in Kanada herausgefischt und ich musste sie vom Flughafen aus mit den Post nach hause schicken....für teuer Geld.
Hingegen von hier nach Namibia ging alles durch.War aber auch vor 9/11.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200604. März 2021 · #6Nyanga schrieb:
Und vor allem....Hahn aufdrehen Feuerzeug dran und brennt. Macht nen Benzinkocher in den seltensten Fällen wenn er schon paar Liter Kaffeewasser auf dem Buckel hat.
Das ist auch meine Erfahrung mit einem Benzinkocher. Auf der ersten Tour hat er tadellos funktioniert und bei der zweiten fingen die Probleme schon an. Dann ist er ab und zu verrußt und mitten beim Kochen ausgegangen. Dann musste ich warten, bis er abgekühlt ist, um ihn reinigen zu können, hatte häufig Dreckfinger und länger gebraucht. Wenn er nicht ausging, war er allerdings schneller, nur bei einer Chance von 50/50 kam es in Summe aufs gleiche raus. Dazu kamen die Probleme beim Transport im Flugzeug und bei der Beschaffung von Benzin. In Alaska und Canada war dies jedoch problemlos. Die sind da nicht so kompliziert gewesen, wenn ich nur 0,5 Liter Benzin getankt habe. Kann sein, dass ich das nicht einmal bezahlen musste. Wenn der Truck an der Nachbarsäule 800 oder 1.000 Liter tankt, fällt der halbe Liter eh nicht ins Gewicht.
Ich war es nach der dritten Tour leid, mich mit dem Ding rumärgern zu müssen. Das ist aber schon über 20 Jahre her. Heutzutage haben Benzinkocher meist (oder inzwischen immer?) eine Düse, die sich durch Schütteln reinigen lässt. Das hatte meiner damals noch nicht und da musste man Teile demontieren.
Seitdem verwende ich einen Gaskocher mit Stechkartusche. Das geht eigentlich genauso gut, ist aber sauberer. Erfahrungen in großen Höhen und/oder kalten Temperaturen habe ich damit allerdings nicht.
Seit etwa 10-15 Jahren hatte ich -glaube ich- gar keinen Kocher mehr dabei.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
adkstr155 Beiträge · seit 200704. März 2021 · #7Ich kann die Erfahrungen meiner Vorredner nur unterstreichen. Mit dem Benzinkocher gibs ständig Ruß, verdreckte Düsen und stickende Finger. Zum Kaffeekochen benutze ich seit einigen Jahren einen 1000W Tauchsieder, Euro-Stecker ab, sicherheitshalber einen Baustellen-FI-Schalter dazwischen, den man auch primat zum Schalten benutzen kann und an das anderen Ende einen afrikanischen Stecker 'dran. Nudeln und Kartoffelkochen ebenfalls möglich.
Weitere Kochaufgaben erfolgen dann über offenen Feuer, auch nicht dreckiger als der Benzinkocher.
MfG Peter, der Rentner
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
NYNyanga582 Beiträge · seit 202104. März 2021 · #8Bezug nehmend auf deinen letzten Satz Wolfgang. Und was hast du nun in der Frühstückskaffeetasse? Oder fachst du jeden Morgen ein Feuer an. Solche Leute kenne ich mit Bewunderung auch.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200604. März 2021 · #9Nyanga schrieb:Bezug nehmend auf deinen letzten Satz Wolfgang. Und was hast du nun in der Frühstückskaffeetasse? Oder fachst du jeden Morgen ein Feuer an. Solche Leute kenne ich mit Bewunderung auch.
Ich bin in Namibia normalerweise im dortigen Sommer unterwegs. Da gibt es einfach Wasser zum Frühstück, wenn ich in der Pampa übernachte.
In dichter besiedelten Ländern gibt es Garküchen am Straßenrand. In Kenya, Tanzania, Malawi usw. bin ich einfach in so eine Kaschemme und habe z.B. Chai und Chapati gefrühstückt. Kostet wenig, macht satt und spart 'n Haufen Platz im Gepäck. Am Fahrrad hat man ja nicht so arg viel Stauraum. Mit dem Auto würde ich auch 'nen Kocher mitnehmen.
Gruß
Wolfgang
Ergänzung:
Chai und Chapati in der Bretterbude spart Zeit bei der Zubereitung, beim Spülen und ich bin dort, wo die einfache Bevölkerung auf dem Weg zur Arbeit auch einkehrt (ich habe dort noch nie Touristen getroffen). Es geht halt alles sehr einfach und rustikal zu. Mir ist klar, dass das viele nicht mögen. Mir gefällt es hingegen sehr.
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
NYNyanga582 Beiträge · seit 202104. März 2021 · #10Uh Wasser zum Frühstück. Nee so leidensfähig wäre ich nicht. Aber mit Rad muss man Kompromisse eingehen.
@Peter, letztens im Urban Camp wurde gebeten, keine elektrischen Kocher etc zu benutzen. Mein Bekannter versucht alles mit Solarzellen zu betreiben, ich glaube der hat das auch nicht so gern wenn man da elektrisch kocht. Ich hatte mir auch mal überlegt do ne kleine Kochplatte mitzunehmen. Hab ich aber wieder verworfen.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200604. März 2021 · #11Nyanga schrieb:Uh Wasser zum Frühstück. Nee so leidensfähig wäre ich nicht. Aber mit Rad muss man Kompromisse eingehen.
… in der Regel starte ich auch ohne Frühstück und nehme einfach unterwegs mal etwas zu mir. Wenn es affenheiß ist, esse ich auch mal zwei Tage lang gar nichts.
Es gibt aber auch Reiseradler, deren wichtigstes Utensil so eine einfache Kanne zur Kaffeebereitung ist, bei der man dann von oben so ein Sieb runter drückt. Ich habe sogar mal jemanden kennengelernt, der selbst in Deutschland bei einer 2-Stunden-Tour immer so ein Ding dabei hatte.
Ich mag Kaffee oder Tee nur mit Milch. Dann fängts schon wieder damit an, dass es mit Kocher, Topf, Tasse und Kaffee nicht getan ist. Milch ohne Kühlung ist problematisch und wenn die Verpackung platzt oder sich der Verschluss öffnet, ist richtig Schweinerei in der Fahrradtasche. Trockenmilchpulver ist irgendwie auch nicht so lecker.
Mit dem Rad verzichtet man ja bewusst auf Annehmlichkeiten. Hitze, Kälte, Wind, Regen, Staub, Anstrengung nimmt man ja auch in Kauf. Ob es dann statt Kaffee/Tee manchmal nur Wasser gibt, ist zumindest mir egal.
Gruß
Wolfgang
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YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201604. März 2021 · #12Das ist der Grund, warum der Mensch das Pferd domestiziert hat. Man muß nicht laufen oder radeln, kann einen Planwagen drantüddeln und eine Kuh noch hinten dran festbinden.
Yanjep
HeiVi605 Beiträge · seit 201204. März 2021 · #13adkstr schrieb:Zum Kaffeekochen benutze ich seit einigen Jahren einen 1000W Tauchsieder, Euro-Stecker ab, sicherheitshalber einen Baustellen-FI-Schalter dazwischen, den man auch primat zum Schalten benutzen kann und an das anderen Ende einen afrikanischen Stecker 'dran.
MfG Peter, der Rentner
Ich frag mich gerade, wo man an so Stellen wie Brandberg Safe the Rhino Trust oder im Richtersveld oder Savuti oder oder oder die passende Steckdose zu dem Teil findet...? 🙄 Da ist mir mein stets zuverlässiger Gaskocher dann doch lieber! 😄
Denkt sich
HeiVi
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200604. März 2021 · #14yanjep schrieb:Das ist der Grund, warum der Mensch das Pferd domestiziert hat. Man muß nicht laufen oder radeln, kann einen Planwagen drantüddeln und eine Kuh noch hinten dran festbinden.
… deshalb sind Planwagen in Namibia über Monate im voraus ausgebucht, besonders solche mit Klimaanlage. 😉
Mit Kuh und zweitem Ersatzrad wird es noch schwieriger, aber immerhin hat so ein Pferd standardmäßig 4x4-Antrieb.
Vielleicht nach diesem Abstecher wieder zurück zur eigentlichen Frage.
Ich hatte auch mal 'nen alten Lkw ausgebaut. Da lief die Heizung mit Diesel, Kocher und Kühlschrank aber auch mit Gas.
Bei einer Reise durch kalte Regionen würde ich einen Benzinkocher vorziehen. Bei großen Höhenlagen macht das wohl auch Sinn. Ansonsten finde ich den Gaskocher praktischer. Natürlich muss man vorher in Erfahrung bringen, ob es in der Reiseregion Gaskartuschen gibt bzw. Gasflaschen auffüllbar sind und ob sie den gleichen Anschluss verwenden oder man Adapter benötigt.
Beim Benzinkocher braucht man halt eben nur das Benzin. Beides hat Vor- und Nachteile. In waldreichen Gebieten könnte man auch über einen Hobo-Kocher nachdenken. Den kann man sogar aus einer Konservendose bauen.
Gruß
Wolfgang
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YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201604. März 2021 · #15Sorry für den Abschwiff, war halt für mich eine Steilvorlage 😗 .
Vermutlich ist es bei Mietfahrzeugen einfacher und sicherer, das Fahrzeug mit einen Gaskocher nebst Gasflasche auszustatten statt die Mieter mit einem Benzinkocher herumhantieren zu lassen. Wir hatten mit Gaskochern noch nie Probleme, das Wasser für den für uns unverzichtbaren und nicht verhandelbaren Morgenkaffee aufzukochen.
Yanjep
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200605. März 2021 · #16yanjep schrieb:
Vermutlich ist es bei Mietfahrzeugen einfacher und sicherer, das Fahrzeug mit einen Gaskocher nebst Gasflasche auszustatten statt die Mieter mit einem Benzinkocher herumhantieren zu lassen.
Das wird zumindest bei Mietfahrzeugen der Hauptgrund sein. Einen Gaskocher kann eigentlich jeder bedienen.
Bei einem Benzinkocher muss man die Leute einweisen (Vorheizen, ggf. Düse reinigen, Pumpe bedienen, Ersatzkanister Benzin nicht gerade geöffnet neben den Kocher stellen). Als Vermieter würde ich auch keine Benzinkocher mit auf den Weg geben.
Gruß
Wolfgang
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busko807 Beiträge · seit 201805. März 2021 · #17@Yanyep;
Das mit Kuh anbinden habe ich ja verstanden.....
Ich habe halt das Problem eine Kuh zu finden die mit dem Hilux mithalten kann!..... 🤩 😈
@Thema;
Ich habe jahrelang ein Petroleum-Kocher vom Typ "Primus" betrieben! Das Ding ist unschlagbar, wenn, ja wenn er erst mal läuft! Bis dahin sind Ruß, Petroleumfontänen, Gestank usw. usw. angesagt, was dann auch dazu geführt hat, dass ich, schweren Herzens, das gute Teil in den Ruhestand geschickt habe (liegt bei uns, jederzeit startbereit, im Keller)!
Seitdem betreibe ich bei kurzen Touren und bei solchen wo Gepäck begrenzt werden muss (Radtouren) auch einen Gaskocher. Bei längeren Reisen bevorzuge ich meinen treuen Spirituskocher vom Typ "Trangia", den ich bereits seit den späten 1970ern betreibe. Der ist gut gegen Wind geschützt und hat im Set eigentlich alles was man braucht. Nur den Teekessel habe ich durch einen größeren ersetzt. Spiritus hat die Vorteile, dass es nicht so unangenehm stinkt, leicht verdampft und mit Wasser abgewaschen werden kann.....notfalls auch als Desinfektionsmittel* (in der heutigen Zeit der Seuche vielleicht ein Vorteil?!) eingesetzt werden kann.
Liebe Grüße,
busko
*Da vergällt, leider nicht auch noch als 10%ige Lösung in z.B. Cola, als "internes Desinfektionsmittel" einsetzbar! 😈
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Dillinger796 Beiträge · seit 201505. März 2021 · #18Nettes Thema, da ich über diese Probleme mit dem Kaffeewasser auch nachgedacht habe.
Bei unserer ersten Namibia-Runde, die auch gleichzeitig unser erster Campingurlaub war, hatten wir so unseren Kampf mit dem Gaskocher. Wir wurden von Savanna mit zwei Gasflaschen und zwei Brenneraufsätzen ausgestattet.
Erste Benutzung eines solchen Gerätes ist kläglich fehlgeschlagen. Morgens kühl und windig und ich habe versucht Wasser zu erhitzen. Erster Aufsatz funktionierte nicht, er konnte einfach nicht angezündet werden. Also weg mit dem Ding und den Zweiten aufgeschraubt. Großer Jubel als das Ding brannte. Nun schnell Wasser in einen Topf und mit einem Kaffeebecher in der Hand, das Wasser beobachtet. Nach 10 Minuten überkam mich die Erkenntnis, dass selbst ein geringer Luftzug auslangt, die Flammen so zu verwehen, dass es mit meinem kochenden Wasser nichts wird. Auch der Versuch hinter dem Autoreifen und somit im Windschatten, zu kochen scheiterte.
Nach diesem Mist, habe wir am Morgen immer die Glut vom Vorabend entzündet oder schnell ein kleines Feuerchen entfacht, Gusseisen Topf mit Wasser direkt in die Glut und somit schnell unser Wasser zum kochen gebracht. Spiegeleier am Morgen direkt vom Feuer sind auch ein super Nebeneffekt.
Einige Tage später gab es auch noch eine richtig dumme Sache mit den Gasflaschen. Wir hatten die Flaschen ohne besondere Halterungen direkt auf der Ladefläche. Damit diese dort nicht rumfliegen haben wir Sie zwischen unser Gepäck geklemmt. Leider hatten wir Gasflaschen ohne Schutzbügel und ohne Abdeckkappe. Diese beiden Sicherheitsausstattungen sind hier in Deutschland Standard.
Bei einer längeren Fahrt wunderte ich mich über einen merkwürdigen Geruch am Steuer. Der Gestank wurde immer übler und wir hielten an um der Sache auf den Grund zu gehen. Nach dem Öffnen des Canopy erkannte ich die Ursache des Geruches. Die Gasflasche hatte sich durch das Scheuern am Gepäck geöffnet und der gesamte Inhalt war im Wagen. Darüber, dass wir einschließlich meiner beiden Kinder, auf einer scharfen Bombe gefahren sind, darf ich gar nicht nachdenken.
Auf unserer zweiten Runde haben wir nur eine Flasche, natürlich diesmal mit Schutzbügel, für den Notfall mitgenommen. Soweit ich mich erinnere, haben wir den Gasbrenner nicht benutzt. Für vier Personen ist es eh sehr schwer auf dem kleinen Ding zu kochen und meine Jungs als auch Ich sind echte Feuerteufel und haben immer Freude daran ein Feuerchen zu entzünden.
Gruß
Markus
Streifenhörnchen297 Beiträge · seit 200705. März 2021 · #19Ich koche unterwegs meist mit Gas (diverse eigene Kocher oder vom Autovermieter) oder Spiritus (trangia, Dosenkocher Marke Eigenbau) und hatte damit weder in Namibia oder sonstwo Probleme. Für große Höhen und Kälte ist Spiritus nicht geeignet; Gas klappt bei mir immer, ev Kartusche mit in den Schlafsack nehmen und spezielle Gasmischung verwenden 😉
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200606. März 2021 · #20busko schrieb:
Bei längeren Reisen bevorzuge ich meinen treuen Spirituskocher vom Typ "Trangia", den ich bereits seit den späten 1970ern betreibe. Der ist gut gegen Wind geschützt und hat im Set eigentlich alles was man braucht.
Trangia ist auch unter Radreisenden sehr beliebt und sehr durchdacht, weil sich die Teile des Sets alle ineinander stapeln lassen, daher kaum Platz brauchen und recht leicht sind. Außerdem ist der Kocher ohne bewegliche Teile auch sehr betriebssicher, aber bei kühlen Temperaturen unter 10 Grad lässt sich Spiritus doch auch nur schwer entzünden, oder?
Ich habe so 'nen ganz einfachen Spirituskocher (kein Trangia) für den Fall eines längeren Stromausfalls als Notlösung zuhause (natürlich auch den benötigten Spiritus). Ich habe das noch nie bei Kälte ausprobiert, aber dieser Punkt schien dem Threaderöffner wichtig zu sein.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...