SESeyko1'097 Beiträge · seit 200929. Juni 2021 · BikeAfrica schrieb:Seyko schrieb:Ich möchte nicht grundsätzlich über Corona diskutieren aber Ihr (als Gesellschaft) seid hysterisch.
Ich für meinen Teil halte solche absoluten Verallgemeinerungen für Kokolores.
Gruß
Wolfgang
Ich möchte dir da grundsätzlich zustimmen Wolfgang.
Ich habe die Formulierung gebraucht, da ich sehe, dass die Mehrheit der Gesellschaft die Hysterie mitträgt. Insofern verallgemeinere ich das.
Schau dir die letzten 16 Monate den Umgang mit Kindern und Schülern an. Wer hat etwas dagegen unternommen? Das Ergebnis der Behandlung kannst du bei Jugendpsychiatern erleben. Bei denen gibt es eine Triage. Behandelt wird nur, wer suizidgefährdet ist. Andere müssen warten. Das allerschlimmste allerdings ist, dass sich daran nichts ändert! Wie zu lesen war, hat Deutschland nun FFP2 Kindermasken geordert. Am Ende heisst das, dass auf die Kinder weitere Erschwernisse zukommen. Wir sprechen nochmal in 4 Monaten. Es gäbe da viele Beispiele. Wir sind in einem Reiseforum, deshalb ist es schwer...
Ein recht aktuelles Beispiel aus Botswana. Ein deutsches Ehepaar erhält die Möglichkeit, in einer tollen Lodge mitten im Nirgendwo Botswanas zu einem Spottpreis (65% Errmässigung) zu nächtigen. Die geplante Dauer betrug etwas über eine Woche. Es ist ein Top Gebiet, mit sehr wenigen Einheiten (deutlich unter 20 Gäste insgesamt). Alle Angestellten wohnen auf dem Areal, werden tgl. (schnell)getestet und es ist total abgeschnitten von der Aussenwelt. 2 Tage nach Ankunft erhält eine Freundin, die die Reise gebucht hat, ein Mail mit der Bitte um sofortige Flugbuchung nach Hause. Das Ehepaar hatte Angst um sein Leben, da in der Lodge im Aussenbereich niemand eine Maske trug. Ausserdem gab es kein Moskitonetz. Sie hatten immer und überall FFP2 Masken an.
Wie soll ich das nennen, wenn nicht hysterisch?
1. Wenn jemand derart in Sorge ist, warum verlässt er dann seine 4 Wände?
2. Nochmals das bereits angesprochene Aerosol-Thema. Draussen in Abgeschiedenheit, mit sehr geringem Menschendurchfluss ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion extrem gering. Wenn sie sich selber schützen, durch das stetige Tragen einer FFP2 Maske, sollte die Gefahr bei Null liegen. Die Menschen machen sich selber völlig fertig, anstatt diese grandiose Natur zu geniessen und zu leben.
Das schlimmst das passieren kann, ist eine "neue Normalität", in der Mitmenschen als Gefahrenquelle betrachtet werden. Das würde die Gesellschaft insgesamt sehr zu den Ungunsten verändern.
MImitglied19210Gast29. Juni 2021 · Seyko schrieb: 50.000 Fans feiern im Stadion ohne Masken, 30 cm nebeneinander und gröhlen was das Zeug hält, im Public Viewing feiern die Leute als gäbe es kein Morgen mehr. Ein Superspreader-Event jagt das nächste und Ihr masst euch an, hier Leute anzumachen, die auf einer Farm eine Party unter Freunden feiern und ruft "hängt sie"?
Verklärte Wahrnehmung, gell?
Ja, völlig verklärte Wahrnehmung. Nur halt Deinerseits. Du möchtest zu gern eine Diskrepanz oder einen Doppelstandard aufzeigen, exponierst Dich dabei aber unbeabsichtigt nur selbst. Damit Du Deine Mär vom Doppelstandard erzählen kannst, musst Du uns Dinge unterschieben, für die wir nicht verantwortlich sind. Es gibt in Deutschland keine 50.000 Fans im Stadion und das in Wembley beim Halbfinale und Finale mit 60.000 Zuschauern 2/3 der Kapazität ausgeschöpft werden sollen, wird hier auch ziemlich unisono kritisiert. Wenn in der Allianz-Arena 20% der Kapazität ausgeschöpft werden, also jeweils 80 von 100 Sitzen frei bleiben, dann sind bei einer 7-Tage-Inzidenz von 5 statistisch unter den 14.000 Fans 0,7 Infizierte.
Seyko schrieb:das erinnert mich an die Leute, die alleine im Auto sitzen und eine Maske tragen
Typisches Argumentationsschema: Wenn man keine Argumente und Fakten hat, erzählt man Anekdoten und hält das selbst für überzeugend, gar für Evidenz.
Sicher wurden bei der Pandemiebekämpfung in Deutschland haarsträubende Fehler gemacht und ich bin bei Dir, dass es bei Kindern zahlreiche unnötige Einschränkungen gab. Möglicherweise meine ich da aber andere Aspekte als Du.
Grüße, Torsten
CRcruise-the-planet68 Beiträge · seit 201529. Juni 2021 · Hallo Markus
Du schreibst:
Es geht doch um Richtlinien die einzuhalten sind - unabhängig davon wie viele Leute im Raum sind oder nicht bzw. ob mir das logisch erscheint oder nicht.
In Namibia sind die Richtlinien doch so, dass auch im Freien Masken getragen werden müssen. Also zum Beispiel auch beim Bushcamping im Kaokoveld. Trägst du da auch Maske? Denn die Richtlinie fordert dies ja.
LG
Lukas
SESeyko1'097 Beiträge · seit 200929. Juni 2021 · Nyanga schrieb:
Ich hab es vielleicht unglücklich ausgedrückt. Ich meinte das eher auf hysterisch. Und du sagtest das du das nicht hysterisch siehst. Die Leute IV Tschechien haben das auch so unhysterisch gesehen und eher locker gehandhabt, wo sie für sich selbst keinen Sinn in einer Maßnahme sahen.
Nyanga
noch ein kurzes re dazu, dann bin ich auch fertig 🙂
Ich bin nicht hysterisch, da ich keinen Grund für Hysterie erkennen kann. Ich habe zu keiner Zeit behauptet, dass ich die Massnahmen überflüssig finde oder sie boykottiere und mich "rebellisch" verhalte. Eher das Gegenteil ist der Fall. Masken in Innenräumen finde ich ok. Maske in dichtem Gedränge finde ich ok. Masken beim spazieren gehen im Wald finde ich bescheuert. Masken alleine im Auto finde ich bescheuert. Masken alleine auf der Strasse finde ich bescheuert. Etc. pp. Ich kann mich nicht erinnern, eine in der Schweiz gültige Massnahme nicht eingehalten zu haben.
Ich glaube, dass Deutschland zu häufig Lauterbach im TV sieht (siehe seine jüngsten Ausführungen zu Kindern). Ich glaube weiterhin, dass es mittlerweile viele Menschen gibt, die sich in einer Art Vertrauenskrise bzgl. des Lebens grundsätzlich befinden.
Mein Lieblingsspruch lautet: "Das Universum ist kein Arschloch". Das sage ich, obwohl ich fast einmal gestorben wäre und ziemlich viel erlebt habe. Wenn Polizeiautos Jugendliche in deutschen Grünanlagen verfolgen, weil diese sich "illegal" zu Dritt an der frischen Luft getroffen haben, dann ist das hysterisch.
Was mich
sehr nachdenklich stimmt, ist der folgende Umstand: Mehr als 2/3 der Menschen, die ich kenne, die sich haben impfen lassen, taten das nicht aus Überzeugung und zu ihrem Schutz, sondern weil sie sich frei bewegen wollten, es ihnen zu mühsam ist, regelmässige Tests zu machen, frei reisen zu können etc. Das geht absolut quer durch alle Altersschichten zwischen 25-80. Auf Facebook erlebe ich einen "Impfhype" wo Glückwünsche durchs Netz fliegen, wenn der erste "Pieks" erfolgte und man sich gelegentlich vorkommen kann wie beim Coiffeur, wenn nicht die neuesten Rezepte ausgetauscht werden, sondern die Erfahrungen mit Nebenwirkungen und Gliederschmerzen. Ist das so richtig? Ich finde, das ich meine Solidarität am besten dann ausdrücke und zeige, wenn ich mein möglichstes tue um andere Menschen nicht zu infizieren. Auf die Show, die die Politik veranstaltet kann ich dabei gern verzichten (G7 Bilder). Auf die Show, die im Sport veranstaltet wird, damit der Rubel rollt, kann ich dabei gerne verzichten. Diese angebliche Solidarität ist nicht echt und damit nichts wert. Angeblich kann die Welt ja nur gemeinsam diese Krise bewältigen. Reden wir wieder im Herbst/Winter 🙂
LG
Guido
SESeyko1'097 Beiträge · seit 200929. Juni 2021 · mitglied19210 schrieb:Seyko schrieb: 50.000 Fans feiern im Stadion ohne Masken, 30 cm nebeneinander und gröhlen was das Zeug hält, im Public Viewing feiern die Leute als gäbe es kein Morgen mehr. Ein Superspreader-Event jagt das nächste und Ihr masst euch an, hier Leute anzumachen, die auf einer Farm eine Party unter Freunden feiern und ruft "hängt sie"?
Verklärte Wahrnehmung, gell?
Ja, völlig verklärte Wahrnehmung. Nur halt Deinerseits. Du möchtest zu gern eine Diskrepanz oder einen Doppelstandard aufzeigen, exponierst Dich dabei aber unbeabsichtigt nur selbst. Damit Du Deine Mär vom Doppelstandard erzählen kannst, musst Du uns Dinge unterschieben, für die wir nicht verantwortlich sind. Es gibt in Deutschland keine 50.000 Fans im Stadion und das in Wembley beim Halbfinale und Finale mit 60.000 Zuschauern 2/3 der Kapazität ausgeschöpft werden sollen, wird hier auch ziemlich unisono kritisiert. Wenn in der Allianz-Arena 20% der Kapazität ausgeschöpft werden, also jeweils 80 von 100 Sitzen frei bleiben, dann sind bei einer 7-Tage-Inzidenz von 5 statistisch unter den 14.000 Fans 0,7 Infizierte. Seyko schrieb:das erinnert mich an die Leute, die alleine im Auto sitzen und eine Maske tragen
Typisches Argumentationsschema: Wenn man keine Argumente und Fakten hat, erzählt man Anekdoten und hält das selbst für überzeugend, gar für Evidenz.
Sicher wurden bei der Pandemiebekämpfung in Deutschland haarsträubende Fehler gemacht und ich bin bei Dir, dass es bei Kindern zahlreiche unnötige Einschränkungen gab. Möglicherweise meine ich da aber andere Aspekte als Du.
Grüße, Torsten
blablabla...
In Deutschland ist natürlich alles anders. 🙂
Bitte schau dir das Bild an.
Danach belassen wir es dabei.
https://rp-online.de/nrw/freizeit/public-viewing-bei-der-em-2021-in-duesseldorf-koeln-und-essen-deutschland-gegen-portugal_aid-59785119 NYNyanga582 Beiträge · seit 202129. Juni 2021 · Seis drum Guido,
Meine Bekannten hier haben sich...
A die älteren impfen lassen, damit sie neben ihren üblichen Wehwechen nicht noch den Mist an den Hals holen und nicht weil sie besser reisen können.
B der Großteil der Jungen haben sich eher impfen lassen oder wollen dies tun,weil sie arbeiten müssen und deswegen mehr Kontakte haben und wenn es sie erwischt, nicht ihre ganze Familie anstecken.
Die haben eher weniger Angst um sich selbst.
Keiner macht das um einen Vorteil im täglichen Leben zu haben. Alle betrachten es als Sicherheit für sich selbst und ihre Familien.
Gut, Clubgänger kenne ich nicht, da mag deine Wahrnehmung stimmen, aber man soll junge Leute nicht für ignorant bezeichnen (hast du nicht gemacht, nur im Kontext zu meiner Antwort), die sind manchmal intelligenter als die Alten.
Also unsere Wahrnehmung ist unterschiedlich.
Ich selbst habe die Impfung für mich gemacht und zum Schutz meiner Mutter. Ich gehe auch so nirgendwo hin, da mir der Funfaktor der heutigen Zeit nichts bringt.
maexchen286 Beiträge · seit 201729. Juni 2021 · cruise-the-planet schrieb:Hallo Markus
Du schreibst:
Es geht doch um Richtlinien die einzuhalten sind - unabhängig davon wie viele Leute im Raum sind oder nicht bzw. ob mir das logisch erscheint oder nicht.
In Namibia sind die Richtlinien doch so, dass auch im Freien Masken getragen werden müssen. Also zum Beispiel auch beim Bushcamping im Kaokoveld. Trägst du da auch Maske? Denn die Richtlinie fordert dies ja.
LG
Lukas
Wenn du du mal genauer liest, was ich geschrieben habe, wirst du dir die Frage unter Umständen selber beantworten können...
Es geht mir darum, Verantwortung für meine Mitmenschen und Mitreisenden zu übernehmen. Was du machst wenn du allein bist bleibt dir überlassen...
Aber ich habe auch bereits gesagt, dass ich beim Thema bleiben möchte.
Es geht hier um "Wer will es trotzdem wagen"?
LG Markus
BikeAfrica7'304 Beiträge · seit 200629. Juni 2021 · Seyko schrieb:
Was mich sehr nachdenklich stimmt, ist der folgende Umstand: Mehr als 2/3 der Menschen, die ich kenne, die sich haben impfen lassen, taten das nicht aus Überzeugung und zu ihrem Schutz, sondern weil sie sich frei bewegen wollten, es ihnen zu mühsam ist, regelmässige Tests zu machen, frei reisen zu können etc.
Diesen Eindruck habe ich auch gewonnen. Nicht gerade 2/3 der Menschen, aber doch ein großer Teil.
Auf die Show, die die Politik veranstaltet kann ich dabei gern verzichten (G7 Bilder). Auf die Show, die im Sport veranstaltet wird, damit der Rubel rollt, kann ich dabei gerne verzichten.
Menschenmassen, die sich aus 30 cm ins Gesicht brüllen in einem vollen Stadion in England - grandios.
Auf der einen Seite wird erzählt, dass England gerade so gefährlich ist und dann lässt man 60.000 Leute ins Stadion. Wie toll die die Abstandsregeln eingehalten haben, konnte man im Fernsehen ja prima erkennen.
Etwa 100 finnische Fans sollen übrigens nach dem Spiel gegen Dänemark an der russisch-finnischen Grenze positiv getestet worden sein. Ein Großteil der Rückkehrer wurde jedoch gar nicht getestet.
Angeblich kann die Welt ja nur gemeinsam diese Krise bewältigen. Reden wir wieder im Herbst/Winter 🙂
… die Scheiße geht dann gerade von vorne wieder los, Frühjahr 2022 wird in Europa der dritte Frühling in Folge mit massiven Einschränkungen und der Winter zuvor der zweite. In Namibia gehen die Zahlen dann wohl wieder zurück und das Hin und Her wird sich auch nicht mehr ändern.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
busko808 Beiträge · seit 201829. Juni 2021 · Hallo zusammen!
(Fast) alles ist relativ!
Wenn ich in einem reichen, gut organisiertem, sozialen Land wie die BRD lebe, dann bin ich gegen (fast) alles abgesichert. Der Bund springt ein wenn mir Einnahmen (z.B. wegen Corona) fehlen und wenn absolut alle Stricke reißen dann falle ich, wenn nicht komfortabel, dann wenigstens mit Überlebensgarantie in die weiche Matte der Sozialhilfe usw.
Wenn ich aber in eines der vielen "anderen" Länder lebe, dann fehlen mir einige, ja, sogar unter Umständen alle dieser Dinge!
Wenn ich aber vor die Wahl gestellt werde;
"Heute irgendwie (ggf. unter/wegen Missachtung der Corona Gefahren) überleben oder alle Risiken (z.B. Corona) vermeiden!",
dann ist die Wahl doch relativ einfach.....oder.....?
Es ist eben oft eine Frage des "sich leisten könnens!"
Wer täglich ums Überleben kämpfen muss, sich z.B. in den Slums von Calcutta durchsetzen muss, wo Hunger, Malaria, TBC et al allgegenwärtig sind und diese "Miseren" ganz andere "7-Tages Inzidenzen" aufweisen als die die wir jetzt in Verbindung mit Corona sehen, der hat u.U. wenig Verständnis für unseren Umgang mit der Seuche!?
Man weiß, dass man auf einem anderen Planeten lebt, wenn man, wie z.B. jetzt gerade (heftiger Regen und Gewitter) sich ernsthafte Sorgen darüber macht ob die Pflanzen im Garten das gut überstehen.....welch ein Luxus!
Nun.....Namibia ist keineswegs Calcutta!.....aber.....es ist eben auch nicht die BRD!.....
Als Reisender aus dem utopischen Land "Nullrisikostan" kehrt man von der Reise nach Deutschland zurück und erzählt den daheimgebliebenen ungläubig; "Weißt du was die da machen!? Die fahren doch tatsächlich mit aufgemotzten PS-Monster mit 180+ Km/h über ihre Autobahnen, bringen sich und (mit ungläubigem Kopfschütteln) viel schlimmer noch, viele andere Personen ohne Grund und Sinn in Lebensgefahr! Es sterben und verletzen sich jährlich zig-tausende und keinen kümmerts! Kaum zu glauben.....oder.....?"
Da bräuchte man nicht mal eine Maske um das zu vermeiden! 😈
Als letztes Beispiel der Relativität dieser Dinge noch folgendes;
Wenn man den Normalbürger in DE fragt; "Traust du dich, Morgen in die Innenstadt zu fahren, dort einzukaufen und wieder nach Hause zu fahren?" wird man wohl mindestens schräg angeschaut, wahrscheinlich sogar ausgelacht.
Fragt man aber denselben Menschen ob er sich traut Nachts in der False Bay (Ostkap - viele weiße Haie) schwimmen zu gehen, wird man wohl wahrscheinlich für Verrückt erklärt, und dies obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Haiattacke um Faktoren geringer ist als die eines Autounfalls im ersteren Fall!
Ja, Gefahren (auch z.B. die von Corona ausgehenden) werden nämlich nicht objektiv, sondern vielmehr oftmals subjektiv eingeschätzt.....der eine feiert halt ausgelassene "oben ohne Partys", der andere heizt eben am Sonntag Nachmittag aus Jux und Tollerei über die Autobahn ("Porsches verblasen", nannte das mir gegenüber mal ein Fahrer eines tiefergelegten, getunten BMWs!).....!
Wir können diese Subjektivität unseres Gefahrengefühls nur mit sehr viel Wissen, innige Kenntnis der statistischen Wahrscheinlichkeiten, rationale Logik und Selbstüberzeugung beheben und dazu wissen wir (alle) einfach viel zu wenig und es fehlt uns an absoluter Objektivität!
Liebe Grüße,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
MAmakis537 Beiträge · seit 202030. Juni 2021 · ALM schrieb:
So, und wenn mir jetzt so diverse Vollpfosten mit Ihrem Drang nach Minimierung der Pandemie vor die Nase treten, dann wünsche ich mir insgeheim, daß diese positiv getestet werden, um somit umgehend das große Maul gestopft zu bekommen.
Deine Erfahrungen mit Corona in allen Ehren, aber anderen sozusagen die Pest an den Hals zu wuenschen, nur weil sie sich nicht so verhalten, wie man es von ihnen erwartet, kann ich ueberhaupt nicht verstehen. Und wenn nun ein paar "Kritiker" sich das Virus holen? Fuehlt es sich dann besser an, wenn sie daran versterben ("geschieht ihnen Recht")? Was ist, wenn sie kaum oder gar keine Symptome haben - ist man dann enttaeuscht? Das ist moralisch und ethisch in meinen Augen hoechst fragwuerdig.
Nehmen wir mal den Messerstecher von Wuerzburg - eine entsetzliche Tat, durch nichts zu rechtfertigen und entschuldigen, das ist ein Moerder und er sollte entsprechend bestraft werden. Aber nicht mal dem wuensche ich, dass ihm jemand ein Messer in den Brustkorb rammt, "damit er mal sieht wie das ist". Auge um Auge ist lang vorbei.
maexchen schrieb:
Wenn aber dann doch jemand krank wird und beispielsweise der Partner stirbt sieht die Welt anders aus - glaub mir, ich weiß wovon ich spreche und war in den letzten Monaten LEIDER oft dabei. Viele hatten keine Ahnung wo sie sich angesteckt haben könnten.
In Namibia müssen das derzeit auch viele erleben... 😐
Genau so erlebe ich das auch - und jetzt sagt mal: wenn viele keine Ahnung haben, wo sie sich angesteckt haben koennten, dann sind doch alle Vorwuerfe und Unterstellungen ("die tragen ja alle keine Masken, kein Wunder dass die Zahlen so hoch sind") und auch Vorsichtsmassnahmen doch nichts als hilflose Versuche, ein Muster im Infektionsgeschehen zu finden damit man das Gefuehl hat, man koennte es irgendwie beeinflussen. Man kann immer nur versuchen, sich selber so gut wie moeglich zu schuetzen.
Ich habe mir letzte Woche eine Erkaeltung eingefangen, nachweislich kein Sars-Cov 2, halt ein stinknormaler grippaler Infekt wie schon oft in meinem Leben. Ich bin so gut wie immer zuhause. Wenn ich einkaufen gehe, trage ich eine Maske, halte Abstand. Ich wasche mir oft die Haende. Kann mich nicht erinnern dass mich irgendwer angehustet oder angeniest haette. Ich habe nicht die geringste Ahnung, wo ich mir das geholt haben koennte, und trotzdem bin ich krank geworden. Wie schon viele Male zuvor. Niemand ist dafuer verantwortlich ausser mir selber.
Bevor jetzt wieder jemand Schnappatmung bekommt: ich vergleiche nicht Covid mit der Grippe, ich vergleiche nur die Ansteckungsarten. Gerade im Juni hat Covid wirklich viele Todesopfer bei uns gefordert...ich trauere mit den betroffenen Familien.
Drechselschorsch schrieb:Auch die für mich dümmliche Bemerkung von makis hat es hier nicht gebraucht, denn diese Rentner haben mit Sicherheit den Grundstein für den Wohlstand der heutigen Gesellschaft gelegt, mindestens.
Ich wundere mich, dass du dich angesprochen fuehlst. Ich sprach von Leuten die ich kenne - die sind halt Rentner, und koennen deshalb lautstark nach einem Lockdown rufen. Heisst nicht, dass alle Rentner so sind - meine eigene Mutter sieht ganz klar wie schaedlich so ein Lockdown fuer die Wirtschaft ist. Hat auch ueberhaupt nichts mit dem Grundstein des Wohlstandes zu tun.
Dem Rest deiner Ausfuehrungen kann ich durchaus zustimmen.
Sasa2'391 Beiträge · seit 201630. Juni 2021 · Hallo zusammen,
Jetzt muss sich die Eiflerin auch noch zu Wort melden, da die Partygesellschaft in Namibia mit der Eifel verglichen wurde. Wir hatten das Glück, daß die Inzidenzzahlen tatsächlich die meiste Zeit deutlich unter dem Bundesschnitt lagen.
Die Menschen trafen sich hier wahrscheinlich mehr als in den Städten, weil man sich hier kennt, trift man beim Gassi gehen mit Hund, beim Spaziergang oder beim Lebensmitteleinkauf immer jemand mit dem man quatscht. Selbst bei der Gartenarbeit kommt bestimmt jemand vorbei und bleibt stehen auf einen Schwatz.
Damit waren wir in der Eifel und wahrscheinlich auch anderswo auf dem Land weniger isoliert. Beim Gespräch über den Gartenzaun trug und trägt man auch keine Maske. Warum auch? ABER deshalb werden hier nicht allerorts Partys im Innenbereich gefeiert.
Das passierte sicherlich genauso wie anderswo, aber es wäre mir neu, daß in der Eifel Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten werden.
Beim Lesen der Kommentaren zum Post in der FB Gruppe, den Bianca meinte, könnte man den Eindruck bekommen, daß alle deutschsprachigen in Namibia Corona für ein Problem anderer oder eben für gar kein Problem halten. Die Antwort des Posterstellers hier im Forum bekräftigt diesen Eindruck.
Allerdings hat man auch des Öfteren den Eindruck im 18 Jahrhundert gelandet zu sein, wenn man viele Beiträge in dieser FB Gruppe ließt.
Die Gruppe ist recht groß und somit scheint es doch eine größere Anzahl von Deutschen oder deutschsprachigen Menschen in Namibia zu geben, die das alte Deutschsüdwest noch immer beschwören und zu Deutschsüdwest gehört Corona nicht dazu. Wie groß der Anteil der Deutschnamibier, die diese Meinungen vertreten wirklich ist, kann ich nicht sagen. Die mit denen ich befreundet bin, denken nicht so. Aber sonst wäre ich auch nicht mit ihnen befreundet.
Wenn ich mir dann die Kommentare in dieser FB Gruppe so anschaue, dann habe ich sehr den Eindruck, daß "alternative Fakten" auch zu Corona einen hohen Stellenwert haben.
Gerade bei den Farmern scheint dies so zu sein. Aber auch da verzerrt sozial Media evtl die Realität. Ich bin auf jeden Fall davon überzeugt, daß es richtig war unsere geplante Reise nach Namibia abzusagen. Wir sind gerne auf Gästefarmen und in kleinen privaten Unterkünften, das Risiko in meinen Augen, aber auch dort für meine ungeimpfte Tochter zu groß.
Diese Überzeugung hatte ich vor den FB Partybildern schon und auch vor der Erklärung der Posterin hier.
Aber ich bin sehr bestärkt in meiner Entscheidung. Sollte Namibia wirklich Touristen brauchen, dann kann ich nur raten, daß sich diese Deutschnamibier noch einmal Gedanken über ihre "Werbestrategie" machen sollten.
Ich finde das Rudelgucken auch nicht toll, aber wir haben in Deutschland Inzidenzzahlen, die ca. Ein Faktor 100 unter Namibia liegen. Selbst im Winter hatten wir nicht solche Zahlen und da hätte sicherlich niemand auch nur im Traum an Public Viewing gedacht. Damals hatte Namibia geringe Inzidenzzahlen und niemand hätte ein Problem mit Partybildern in einer Unterkunft gehabt.
Aber jetzt finde ich das auch unverantwortlich und wie gesagt auch nicht gerade die Richtige Aussenwirkung für Touristen.
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
Drechselschorsch425 Beiträge · seit 201830. Juni 2021 · Guten Morgen zusammen, hallo makis,
nein ich fühle mich nicht angesprochen. Ich bin 75 Jahre jung und da ich mich ohne zu drängeln hinten angestellt habe erst einmal mit Astra geimpft. Ich habe die Priorisierung von Anfang an als falsch erachtet. Man hätte zuerst die Menschen impfen sollen welche das Geld für die durch die Pandemie nötig gewordenen Maßnahmen verdienen. Übrigens lasse ich mich nicht zum Schutz anderer impfen, sondern zu meinem, das gehört zur Ehrlichkeit dazu.
Gruß Georg
TOTommy54155 Beiträge · seit 201830. Juni 2021 · Klasse Idee, erst die Millionäre impfen und als letzte das Krankenhaus Personal und die Beschäftigten mit viel Kundenkontakt. Dass da noch keiner draufgekommen ist.
VG Tommy
Bonebreaker240 Beiträge · seit 201930. Juni 2021 · Hey, ich bin Millionär? Wow, dann muss ich gleich mal heute Abend meinen Kontostand prüfen, ob das stimmt. 😁
BikeAfrica7'304 Beiträge · seit 200630. Juni 2021 · Seyko schrieb:
50.000 Fans feiern im Stadion ohne Masken, 30 cm nebeneinander und gröhlen was das Zeug hält, im Public Viewing feiern die Leute als gäbe es kein Morgen mehr. Ein Superspreader-Event jagt das nächste
… begründet hat man das mit der relativen Sicherheit, weil man nur geimpfte und aktuell getestete Personen in die Stadien lasse.
Vorhin kam in den Nachrichten, dass es heute in Schottland 2.000 Neuinfektionen gab. 2/3 davon gaben an, dass sie kürzlich während der EM im Wembley-Stadion waren. Soviel zu dem irrationalen Irrsinn, der gerade in Europa läuft …
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
LOloserGast03. Juli 2021 · Sehe ich auch so, aber nicht nur beim Fußball oder GP. Also geht alles wieder den bereits gewohnten Lauf, wie bereits mehrfach gehabt.
In der Praxis werden nach meiner Wahrnehmung Schutzmaßnahmen und „3G-Regeln“ nicht eingehalten, die Leute führen sich gerade auf, als hätten die letzten 1 1/2Jahre nicht stattgefunden. Die "3G-Regeln" werden auch nicht kontrolliert, sobald ein paar Leute zusammen kommen, ist es für das Personal praktisch auch kaum durchführbar.
Ich nutze die erlaubten Freiräume seit wieder möglich, aber fast niemand wollte/will mein Negativtestzeugnis oder Impfpass sehen, Anwesenheitsregistrierung wird nicht verlangt, „Lassen sie doch, Corona ist doch vorbei“ …. udgl.
Die Grenzen sind praktisch offen, niemand kontrolliert die Einreiseanmeldungen/registrierungen, man wird durchgewunken. Aber auch so hat man 30 Minuten Stau und mehr. Und die Reisesaison hat noch nicht richtig begonnen….
Und da will man Großveranstaltungen „kontrolliert“ abführen…. lächerlich
HeiVi606 Beiträge · seit 201203. Juli 2021 · Also,
wir werden es am 9.7. NICHT wagen.
Begründet ist unsere Entscheidung mit der Empfehlung lieber Freunde in Windhoek, die Reise um mindestens 3 Monate zu verschieben, da die derzeitige Situation in Namibia unübersichtlich und volatil ist. Die Frau unseres Freundes sollte (dringend!) operiert werden - abgesagt, weil zuerst der Arzt selbst an Covid erkrankt war und jetzt sind alle Betten belegt und Sauerstoff Mangelware.
Natürlich wünschen wir alle uns bei unseren Reisen, dass uns nichts passiert und wir nicht die Dienste eines Krankenhauses in Anspruch nehmen müssen. Aber wir haben das mit dem schweren Bandscheibenvorfall meines Mannes bereits hinter uns und wissen, wie es in den Krankenhäusern aussieht. Und wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie es dort jetzt zugeht. Es muss nur etwas ganz harmloses passieren, ein dummer Sturz etc, irgendetwas, was eine ärztliche Konsultation notwendig macht, die in bestimmten Gebieten nur durch den Besuch eines Krankenhauses möglich ist... und dann wird der Tourist möglicherweise in der Behandlung auch noch besser gestellt und den Einheimischen bevorzugt - nein Danke, damit wollen wir uns gar nicht auseinandersetzen müssen.
Namibianer dürfen nicht von Bezirk zu Bezirk reisen, aber der Tourist darf das. Hmm. Wir fühlen uns mit einer solchen Entscheidung nicht wohl, das schürt nur Ungemach, ähnlich wie bei begrenzten Spritvorräten in anderen Länder die Touris zu bevorzugen, weil die ja Dollars haben... Solche Situationen müssen wir nicht haben, da warten wir lieber, bis sich die Situation im Land wieder etwas entspannt hat und ALLE reisen dürfen.
Leider war die Umbucherei bei der LH auch noch ein ziemliches Nervengezerre, und so wurde aus ursprünglich geplantem Ende Oktober/Anfang November 2021 jetzt Ende November 2021, naja, dann ist es halt so.
Viele Grüße,
HeiVi
BikeAfrica7'304 Beiträge · seit 200603. Juli 2021 · HeiVi schrieb:
Aber wir haben das mit dem schweren Bandscheibenvorfall meines Mannes bereits hinter uns und wissen, wie es in den Krankenhäusern aussieht.
… und ich vermute, ihr habt nur eines der besseren gesehen.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Drechselschorsch425 Beiträge · seit 201803. Juli 2021 · Guten Morgen zusammen,
nicht nur bei den Sportveranstaltungen reibt man sich verwundert die Augen.
Am 07.05. sind wir mit Eurowings von Windhuk kommend in Frankfurt gelandet. Die Maschine parkte weit draußen. Aussteigen nur nach Sitznummern. Zwei Gelenkbusse standen bereit, rein was reingeht nichts mit 1,5 Meter Abstand eher wie die Ölsardinen in der Dose. Vor der Einreisekontrolle großes Palawer bitte Abstand halten, eine Aufsicht ermahnte die Wartenden. Nur zwei Schalter besetzt, eine riesen Schlange weil mittlerweile die Einreisenden einer zweite Maschine anstanden.
Gruß Georg
HeiVi606 Beiträge · seit 201203. Juli 2021 · BikeAfrica schrieb:HeiVi schrieb:
Aber wir haben das mit dem schweren Bandscheibenvorfall meines Mannes bereits hinter uns und wissen, wie es in den Krankenhäusern aussieht.
… und ich vermute, ihr habt nur eines der besseren gesehen.
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
zwei bessere und eines, wo wir am liebsten rückwärts wieder rausgeschlichen wären. Aber die Situation hat es notwendig gemacht, dort die Behandlung in Anspruch zu nehmen. Ich möchte mir aber nicht vorstellen, wie es gewesen wäre, dort stationär untergebracht zu werden...
Die Leute im südlichen Afrika brauchen ihre Ärzte jetzt alle selbst, wie gesagt, wir hoffen alle, dass nichts passiert, aber ich hätte im Moment kein gutes Gewissen, dort wegen welcher Umstände auch immer Kapazitäten abzugreifen, die dann jemand anderem vorenthalten werden.
Grüße,
HeiVi