Da sieht man echt ganz gut, wie nass (auch so eine Untertreibung 😄 ) es in der letzten kleinen Regensaison war. Die Tsetses haben mich auch zerfressen.
Moin, der Leo im Baobab ist Klasse getroffen, danke für das Bild
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202102. Feb. 2021 ·
6. Tag – Lake Manyara NP Morgens zum Aufstehen begrüssten uns die diversen Tiere im Camp. Hier ein erstes Photo eines Gnus, das bei weitem noch nicht dem Titel dieses Berichts gerecht wird, aber ich führe mal behutsam an das Thema ran.
Ein behinderter Superb Starling erregt unser Mitleid am Frühstückstisch und erhält ein paar Brotkrumen von uns.
Der Marabu sucht am Eingang des Maramboi Camps in Ufernähe des Sees nach lebender Nahrung
Fahrt zum Lake Manyara NP sowie ein Überblicksbild über den NP mit dem grossen Grabenbruch als Begrenzung. Da der Nationalpark nur ca 650 qkm gross ist, müsste auf diesem Bild fast der ganze Park erfasst sein. Lake Manyara ist eigentlich bekannt für seine großen Flamingo- und Pelikankolonien. Allerdings haben wir nichts davon gesehen, dafür umso mehr die Tage darauf am Lake Natron. Aufgrund der kräftigen Niederschläge in der letzten grossen Regenzeit von Februar bis Mai 2020 ist der See so voll, dass diverse Loops in Ufernähe nicht befahrbar sind, so auch der Hippo Pool. Hippos haben wir im Park kein einziges gesehen, die sind jetzt wohl über den ganzen See verteilt, mit einer See-Tiefe von nicht mehr als 3 Meter fühlen sich die Tiere überall wohl.
Kurz hinter dem Parkeingang schaut unser Guide Dennis durch das Fernglas, um durch die Blätter hindurch diese Spezies zu entdecken. Schwer im Vorbeifahren zu erkennen, auch wenn die Distanz zum Weg nicht mehr als ca. 20 Meter betrug. Andere Fahrzeuge, die kurz vor uns in den Park eingefahren sind, sind anscheinend daran vorbei gefahren. Dennis ist schon klasse. Leider hat es der Leo nicht lange auf dem Baum ausgehalten, hinter uns kamen noch 2 oder 3 andere Fahrzeuge, da wurds ihm zu unruhig und er verschwand im Dickicht des Waldes.
Wir fuhren weiter in den Park hinein, und sahen diesen Büffel im Tümpel sitzen. Alte Büffel finden den Aufenthalt im Wasser anscheinend angenehm, erklärte uns Dennis, manchmal legen sie sich zum Sterben hinein. Dieser hier war schon sichtbar abgemagert. Ein Oxpecker hat ihm wohl die schlechte Nachricht geradewegs ins Gesicht gesagt, dass sein letztes Stündchen geschlagen hat. Ein Warzenschwein leistet ihm noch letzten Beistand. Er sollte wenig später eines gewaltsamen Todes sterben.
Little Bee-Eater
Martial Eagle (juv.)
Silvery-cheeked Hornbill
Hier versuchen die Baboons, nicht nass zu werden. Ein paar Syke-Monkeys schauen ihnen dabei zu.
Diese Wanderheuschrecke hat sich in unser Auto verflogen. Sie war alleine, nicht in einem Schwarm von Milliarden Kumpels, wie in Kenia oder Somalia.
Kenyan Rock Agame
Am Ufer des Lake Manyaras
Grey-headed Kingfisher
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202102. Feb. 2021 ·
Grey headed Kingfisher
Malachite Kingfisher
Für einen Black Heron war er eigentlich zu groß, aber welcher Reiher war es dann? Bitte um Hilfe bei Bestimmung
Bei den berühmten tree-climbing Lions waren wir ausnahmsweise mal nicht die Ersten in einer Fahrzeugreihe, sondern hier haben wir uns hinten angestellt. Zuvor sind wir noch dran vorbei gefahren, obwohl wir stundenlang angestrengt in die Bäume gestarrt hatten, um Löwen zu sehen. Leider war die Sichtung ca. 100 Meter in den Wald hinein entfernt, ein besseres Foto ist mir nicht gelungen.
Hammerkop
Auf dem Rückweg sahen wir den vollendeten Kill. Zwei männliche Löwen hatten den Büffel in seinem Bad erlegt, es war ein Kampf ungleicher Kräfte. Ein befreundeter Guide hatte Dennis diesen Hinweis per privaten Telefon gegeben, nicht über Funk, bei dem jeder mithören konnte. Wir suchten erfolglos die umliegenden Büsche nach den Schurken ab. Dem Büffel blubberten die Verwesungsgase aus der Nase raus, die unter dem Wasserspiegel lag, und der Oxpecker stimmte sein Klagelied an. Wie man sieht, hatten sich die Löwen nur an seiner Cochonnes gütlich getan, danach hatten sie sich erst einmal verdrückt.
Wir hatten morgens noch einen anderen toten Büffel am Strassenrand gesehen, er musste frisch gestorben sein, denn nachmittags war sein Geruch schon wesentlich strenger. Er war aber noch unberührt. Dennis hatte uns die Hoffnung genommen, dass die Aasfresser in Kürze kommen würden, dies werde erst nachts geschehen, evtl. war er noch nicht entdeckt worden.
Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft haben wir Mto wa Mbu durchfahren. Die Marktfrauen boten den vorbeifahrenden Bussen und Taxis ihre Bananen feil.
Bob Marley & the Wailors sind weiterhin sehr beliebt in Afrika, auch 40 Jahre nach seinem Tod.
Auch in der Steppe gilt der Blick des Maasai immer dem Smartphone
Am nächsten Morgen haben wir noch eine vom Maramboi Camp organisierte kurze geführte Tour wahrgenommen, bevor wir in Richtung Lake Natron aufgebrochen sind.
Die Bilder sind wirklich sehr schön, da reise ich doch gerne mit.
Liebe Grüße
Herby
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202103. Feb. 2021 ·
Hallo Annick und Herby, immer gerne. Nun haben wir hier ja recht viele Tanzania-Berichte gerade am Start, das artet ja schon fast zu einem Wettbewerb aus 🙂
7. Tag – Fahrt zum Lake Natron
Der Tag verlief ziemlich ereignislos, da wir für die ca 170 Kilometer so um die 6 Stunden benötigt haben, wo Google für die Strecke nur 3 ½ Stunden veranschlagt. Über die Befahrbarkeit der Strecke hat ja Nadine ausführlich in ihrem Reisebericht schon berichtet, dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen, zumal wir ja nur Beifahrer waren. Jedenfalls hat es ordentlich geschaukelt, so dass unsere Bauchmuskeln trainiert wurden.
Bei der nächsten Tanzania-Reise weiss ich schon mal, was ich mitbringen werde: Fussbälle. Es wurde eigentlich immer mit einem runden Etwas gekickt, was aber nicht nach einem Fussball aussah wie wir ihn kennen. Eher war es eine Stoff-Zusammenballung, die ihren Zweck aber ganz gut erfüllte.
Dennis hat uns sein Projekt in Mto wa Mbu gezeigt, da wir sowieso dran vorbeifuhren. Er baut für sich und seine Familie ein neues Haus, er möchte auch so eins mit einem „Shiny Roof“ haben. Dabei ist shiny roof gar nicht gut für die Wildtiere, die dadurch in ihren Wanderungen irritiert werden. Aber sein Haus ist im Stadtgebiet von Mto wa Mbu, da ist das nicht entscheidend. Er baut da wohl schon eine Zeitlang dran rum, und er möchte sich in etwa 5 Jahren zur Ruhe setzen, bis dahin solls fertig werden. Bis dahin wird hoffentlich die Bausubstanz nicht durch Witterungseinflüsse in Mitleidenschaft gezogen. Hier legte er dann los mit den Trinkgeldern, die im allgemeinen und an ihn im Besonderen gezahlt werden. Und ausserdem, dass die Pandemie ihm ein Cashproblem bereite, er muss seine beiden Kinder noch unterstützen, die Tochter geht zur Gewerbeschule und der Sohn hat sein Motorrad, mit dem er eigentlich als Taxifahrer Geld verdienen soll, zerscheppert. Wenn Dennis über Trinkgelder spricht, kann das auch mal in einen 30-minütigen Monolog ausarten, und das auch mehrmals während der Reise. Ich habe mich zur Trinkgeldfrage bedeckt gehalten – don’t pay the ferryman before you get to the other side…
Hier gehen die Schüler zur Schule und hören ihrem Lehrer aufmerksam zu, einige Zeit hinter Mto wa Mbu.
Ziegen- und Kuhhirten kreuzten sehr häufig unseren Weg
Kurz vor dem Ol Dionyo Lengai gibt es zwei Vulkankrater, zu der eine Stichstrasse führt. Dort ist auch ein Schild über ein international gesponsortes Women’s Project, und vier Frauen warten auf Touristen, damit sie ihnen Schmuck verkaufen können. Wir haben nichts gekauft, aber 5 USD übergeben, um mit ihnen ein paar Fotos machen zu dürfen.
Der Ol Doinyo Lengai kam immer näher, aber es dauerte noch eine ganze Weile , ehe wir am Ziel waren. Die ausgewaschene Strecke lies keine hohen Geschwindigkeiten zu. Aufgrund der Schaukelei waren auch keine guten Fotos möglich.
Riesentrappe (Kori Bustard)
Sekretär, von denen es einige gab, sowohl hier auf dem Weg zum Lake Natron als auch später am Lake Ndutu und in der Serengeti.
Der große Grabenbruch vom Lake Natron aus in der Abenddämmerung
Wir bezogen unser geräumiges Zelt des Lake Natron Camps, was direkt am Ufer des Sees lag – und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Millionen von Vögel standen, flogen, wateten, schwammen in Ufernähe, deren Krächzen war ohrenbetäubend. Grosse Trupps an Pelikanen flogen zum See, andere verliessen den See, es war ein ständiges Kommen und Gehen, und alles direkt an und über unserem Zelt.
Völlig beeindruckt haben mich die kleineren Seeschwalben, die in einem riesigen Schwarm hin und her flogen, die Luft rauschte, wenn sie sich direkt über unserem Zelt befanden, wie bei einer vorbeifahrenden Eisenbahn. Der Schwarm glänzte silbern, wenn er auf ein unsichtbares Zeichen hin die Richtung änderte. Minutenlang kreuzte dieser Schwarm über unserem Zelt und wogte hin und her, und keine einzige Vogelkacke berührte mein Haupt!
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202103. Feb. 2021 ·
Direkt vor unserem Zelt gab es eine kleine Einbuchtung des Sees, ein Wasser-Finger in die Landschaft hinein. Dort waren diverse Vogelarten beschäftigt, das Wasser zu bearbeiten, u.a. diese Nimmersatte, die ihrem Namen alle Ehre machten. Unentwegt stocherten sie im seichten Seeuntergrund nach Nahrung. Daneben gabs aber auch Kormorane, die ihre Flügel trockneten, Pelikane, Enten etc, davon gibts Bilder am Folgetag, wenn die Sonne wieder aufgeht. Jetzt wurde das Licht schon zu schummrig für gute Fotos.
Ein kleiner Spaziergang vom Zelt zum nahegelegenen Strand offenbarte aber auch die andere Seite der Natur. Tote Pelikane lagen zu Hauf hier im Sand, und auch tote Fische säumten das Ufer, sie knirschten vertrocknet, wenn man drauftrat.
Hier das Innere unseres Zeltes. Es gibt kein Foto des Klos, aber ich kann berichten, dass die Kloschüssel so hoch war, dass unsere Füße beim Draufsitzen nicht den Boden berührten. Wie soll man sich denn da konzentrieren, wenn einem der Drang überkommt? Wir haben uns ein paar Steine untergelegt, dann ging es. Nachts haben wir zwar keine Hyänen gehört, but don’t be fooled, they are around at night. Wir konnten ihre Pfotenabdrücke am Strand erkennen.
Hallo JP K, ich bin sehr beeindruckt von deinen Fotos. Ganz tolle Aufnahmen. So ein Vogelerlebnis ist auch etwas ganz Besonderes.
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202104. Feb. 2021 ·
8. Tag Am Lake Natron – Vogeltag
Wem zu viele Vögel auf meinen Bildern drauf sind, möge bitte sich sein Teil denken und höflich stille schweigen 🙂
Morgens vor dem Frühstück ist es noch nicht so heiss, ich gehe zu einem guten Aussichtspunkt im Camp am Uferrand, und knipse erst einmal ein paar Bilder, ich übe mich im Fotografieren von fliegenden Vögeln.
Einen Kilometer weiter weg erkennt man einen Felsen nahe des Ufers, der eine Brutkolonie der Pelikane beherbergt. Wir haben uns sagen lassen, dass in diesem Jahr aussergewöhnlich viele Pelikane am Lake Natron sind, normalerweise verteilen die sich mehr auf die umliegenden Seen, auch in Kenia. Uns solls recht sein, so ist das Spektakel, das uns geboten wird, um so größer. Die Pelikane hat wohl noch keiner gezählt wurde uns gesagt, sie übersteigen zahlenmässig wohl auch die Million.
Hier steigt ein Schwarm Seeschwalben auf
Heilige Ibisse gibt es auch einige, sie sind aber klar in der Unterzahl.
Pelikane im Flug habe ich zu Hunderten abgelichtet, es hat immer wieder Spass gemacht, sich dieser eher einfacheren Herausforderung zu stellen.
Danach ging es erst einmal zur Frühstücksstärkung, auf dem Weg gabs auch Tiere
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202104. Feb. 2021 ·
Hier haben wir unser Essen eingenommen. Das vordere Zelt war unsers, wir waren die einzigen Gäste. Wifi gab es immer dann ,wenn wir drum gebeten haben, eine zentrale Ladestation für alle elektrischen Geräte gab es hier auch. Im Zelt gab es nur Strom für das fest installierte Licht.
Nach dem Frühstück habe ich aus Langeweile einen White-throated Bee-eater…
…und einen Striped Skink fotografiert.
Dies ist unser Zelt
Hier steigen ca. 100 Pelikane auf unter Ausnutzung der Thermik, Richtung Lengai und Grabenbruch.
Die fliegenden Pelikane lassen mir keine Ruh, ich muss noch ein paar Aufnahmen machen
Am späten Vormittag haben wir eine kleine Wanderung zum Wasserfall im Programm, die macht anscheinend jeder Touri. Im Gegensatz zu Dir, Nadine, habe ich aber gebadet. Verkaufen wollte man uns auch etwas am Parkplatz, aber wir haben dankend abgelehnt.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202104. Feb. 2021 ·
Zurück von der Wanderung und nach dem Mittagessen geht’s wieder ans Ufer. Etwas weiter weg, ca. 30 Minuten am Ufer entlang, gibt es einen kleinen Bachlauf, der in den See mündet. Hier treten die Flamingos das Wasser zur Nahrungssuche. Vor unserem Zelt gab es … Cape Teal
Three-banded Plover (eine Art Regenpfeifer)
Und den einzigen Nimmersatt, den ich einigermassen ordentlich im Flug erwischen konnte.
Tatsächlich gab es die Yellow-billed Storks auch zu hunderten, aber irgendwie schienen sie schneller zu sein als die Pelikane. Sie kamen aus größerer Höhe rasch runter zum landen wie ein kleines wendiges Flugzeug, während die Pelikane wie große Jumbo-Flugzeuge langsam auf und abstiegen.
Gegen 16:30 Uhr machten wir eine kleine Wanderung zu einer nahegelegenen Anhöhe. Dort gab es auch 11.000 Jahre alte Fussabdrücke zu bewundern im erkalteten Lavestrom des Lengai.
Ausserdem war der Überblick über das Gelände des Camps recht schön.
Der Blick zur anderen Seite dann bot etwas, wass ich bis dahin nur aus Naturfilmen im Fernsehen oder Computer-Animationen wie aus Avatar kannte, tolle Farben aus saftigem Grün, rosa Pelikanen und einen großen Schwarm Seeschwalben, der rauschend über den grünen Wiesen tanzte – Gänsehaut pur. Der schönste Ausblick auf eine Landschaft der gesamten Reise, was im Foto nie so schön rüberkommt wie wenn Du in Person davor stehst. So muss das Paradies aussehen.
Lake Natron war sicherlich der entlegenste, bizarrste und verwunschenste Ort unserer Reise, der auf jeden Fall eine Wiederholung wert ist. Aufgrund seiner geringeren Höhe überm Meeresspiegel ist es hier allerdings auch sehr heiss, wir haben dies insbesondere nachts gemerkt, es gab kaum Abkühlung.
Die fliegenden Pelikane sehen aber wirklich sehr knuffig aus! Die Fotos geben einen guten Eindruck von den Vogelschwärmen vor Ort, finde ich. Aber es sind nicht immer so viele, oder? Gibt es dafür auch bestimmte Zeiten? Ich erinnere, dass bei Nadine nicht so viele Vögel zu sehen waren oder lag das ma Fotografen 🙂
Lieben Gruß Clawi/Claudia
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202104. Feb. 2021 ·
clawi schrieb:Die fliegenden Pelikane sehen aber wirklich sehr knuffig aus! Die Fotos geben einen guten Eindruck von den Vogelschwärmen vor Ort, finde ich. Aber es sind nicht immer so viele, oder? Gibt es dafür auch bestimmte Zeiten? Ich erinnere, dass bei Nadine nicht so viele Vögel zu sehen waren oder lag das ma Fotografen 🙂
Lieben Gruß Clawi/Claudia
Ich denke das liegt an der unterschiedlichen Schwerpunktsetzung der Fotografen. Die Vögel sind immer da, unsere Reisen lagen ja nur wenige Tage auseinander. Grundsätzlich gibt es tatsächlich eine Brutsaison für die Pelikane und Flamingos, dann ziehen die Vögel zum Lake Natron. Ich glaub wir hatten die Zeit erwischt, in der die Brutsaison losgeht, also schon ziemlich voll.
Danke, die sind wirklicher schöne BiF gelungen. Die Pelikane sind tip top. Ich sage etwa, here come the bombers, when sie tief über dem Meer fliegen oder sich dann auf Fische niederstürzen. Bei uns hier in Florida sind es meistens Braune Pelikane und im Yellowstone Park habe ich schon einige Male weiße Pelikane gesehen. Als wir dort beim Lake Natron waren im 2015, gab es keine Flamingos und keine Pelikane. Das war Anfangs August. Hingegen hatten wir fast solche Dichte beim Laufsteg bei den Hot Springs im Lake Manyara. Zudem mit Hippos, Giraffen, Gnus und Büffelherden drum herum. Es war für uns ein gewaltiges Erlebnis. Danke das du uns bekannte Orte in einem andern Kleid zeigst. Macht’s interessant. Katrin
Und, war das Bad erfrischend? 😄 War bestimmt toll, da zu baden! Waren die Felsen sehr glitschig, oder war das ok?
Clawi: bei mir gab's nicht so viel Vogelfotos, weil ich "nur" ein 300er Objektiv habe. Wir waren an einer Stelle des Sees, wo die Vögel dafür zu weit weg waren. Was Vogelfotos angeht, wird JPs Unterkunft sicher viel besser geeignet sein. 🙂 Wir waren ja auf einem Berg. Da sind die Vögel dann natürlich zu weit weg.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202106. Feb. 2021 ·
Ja Nadine, das Wasser war erfrischend, nicht zu kalt und nicht zu warm. Wo ein Wille ist, ist auch Überwindung sich in den See zu stürzen. Die Steine waren nicht glatt, wir haben ja immer unsere Schuhe getragen, die wir hinterher weggeschmissen haben, wie übrigens 80% aller Klamotten, die wir mit nach Tanzania genommen haben, in der Hoffnung, dass irgend jemand noch Verwendung dafür hat.
9. Tag Fahrt vom Lake Natron zum Lake Ndutu in die Ngorongoro Conservation Area
Vor dem Frühstück geht’s wieder ins lange Gras, den Pelikanen und Flamingos auflauern.
Es geht den gleichen Weg zurück, wie wir hingefahren waren, über Mto wa Mbu. Irgendwo auf der Strecke war Markttag, uns kamen eine ganze Menge Leute entgegen.
An diesem Foto sieht man gut, was aus alten Motorradreifen wird.
Irgendwann muss ich ja mal dem Thema meines Reiseberichts gerecht werden, hier frassen sich die Geier an einem frisch aus dem Leben geschiedenen Gnu satt. Ob das Gnu aus Altersschwäche oder durch Fremdeinwirkung gestorben war, konnten wir nicht feststellen, es waren auch keine weiteren Gnus mehr in der Nähe. Es lag ca. 20 Meter von unserer Dirtroad nach Mto wa Mbu entfernt im verdorrten Gras. Die Geier zeterten und drohten sich wie eine Gruppe Halbstarker.
Zwischendurch gabs einen Eastern Chanting Goshawk zu knipsen aus dem Auto raus am Wegesrand.
Ein letzter Blick über den Lake Manyara NP, bevor wir nach Mto wa Mbu einfuhren.
Mto wa Mbu scheint die Bananenstadt zu sein, so viele Bananenfahrräder haben wir sonst nirgens gesehen. Wir haben für 2.000 Shilling ein halbes Dutzend sehr schmackhafte große Bananen gekauft, an der Strassenecke vom Lake Natron. Wir haben an den Folgetagen nochmals zwei mal in anderen Landesteilen Bananen gekauft, die aber eher geschmacksneutral bis ekelhaft geschmeckt haben.
In Karatu sind wir kurz mit dem Auto über den Markt gefahren, Sandalen scheinen der grosse Renner zu sein, besonders wenn sie nicht von Motorrad-Reifen stammen.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202106. Feb. 2021 ·
Ein erster Blick hinein in den Ngorongoro Crater mit dem Ultra-Weitwinkel am View Point. Wir sind aber durchgefahren zum Lake Ndutu.
Zum Mittagessen gab es Hähnchen, zumindest für den Black Kite, nicht für mich. Dennis hatte uns vorher vor nervigen Vögeln gewarnt, wir dachten dabei aber eher an irgend welche kleinen Piepmatze, nicht an große Raubvögel. Ich war grade dabei, den Hähnchenschenkel zum Mund zu führen, da war er auf einmal nicht mehr da. Das grandiose war, der Kite hat mich dabei nicht berührt, weder mit seinen Krallen noch mit seinen Flügeln, er schoss wie eine Rakete waagerecht von links (an K vorbei, die links neben wir saß) an uns vorbei. Er setzte sich dann auf einen abgestorbenen Baum am Rande des Picknickplatzes beim Crater Rim Drive, um genüsslich zu Mittag zu speisen.
Der white-necked Raven hat auch auf Touri-Lunch spekuliert, ist aber nicht aktiv geworden.
Abwärts ging es die lange Wegstrecke hin zum Serengeti-Eingang, vorbei an den diversen Maasai-Boma auf über 2.000 Höhenwetern.
Unser Reiseprogramm sah den Besuch des Olduvai Museums vor; ich fand es sehr informativ. Wir sind nicht in den Olduvai Gorge hineingegangen, sondern haben uns nur im Museum aufgehalten. Im Olduvai Gorge hat man in verschiedenen Erd-Schichten menschliche und tierische Überreste gefunden, die von der Entwicklung der Menschheit in unterschiedlichen Epochen zeugen. Viele der Tierhörner waren riesig und lassen auf massiv große dazugehörige Körper schliessen, diese Tiere sind leider schon ausgestorben, so dass wir uns heute mit kleinen Kaffernbüffel und Klippspringer begnügen müssen auf unseren Safaris. Eine Zeitreisensafari 1 Mio Jahre zurück wäre sicherlich auch interessant.
Ahhh – Gnus! Im Triangle. Es werden die folgenden Tage noch mehr werden, ich verspreche es. Und satt gefressen wird sich auch an ihnen…
Das letzte Foto des Tages galt dem Greater Kestrel (Steppenfalke), bevor es endgültig zu dunkel zum fotografieren wurde. Er sass im Baum vor dem Eingang zum Serengeti NP, wir sind dort abgebogen nach links zum Lake Ndutu, dessen Safari-Gebiet ausserhalb des Serengeti NP in der Ngorongoro Conservation Area liegt.
Wir sind in der Lake Ndutu Safari Lodge untergekommen. Am ersten Tag waren ca. 5 von 34 Cottages belegt, am letzten Tag waren wir die einzigen. Auch ein professionelles Filmteam war mit dabei, sie sind mit 2 Fahrzeugen unterwegs gewesen. Nachts haben wir Löwengebrüll und Hyänengejaule gehört, eine schöne Gute Nacht Musik.