Airlines / Flugpreise, wie weiter ?

9 Antworten · 2'356 Aufrufe · gestartet 24. März 2020 von Maputo
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Themenstarter828 Beiträge · seit 201624. März 2020 · #1
Es wird ein Leben nach dem Virus geben. Bis ein Impfstoff gefunden ist, wird es -nach Experten- noch mindestens ein Jahr dauern, vielleicht schneller für ein halbwegs wirksames Medikament. Auch wenn die Ansteckungskurve abflacht in den nächsten 2 Monaten, wird gegen Winter eine zweite Welle erwartet. So schnell wir die Welt das Virus nicht los.

Emirates, Singapore Airlines, Lufthansa usw.  haben den Betrieb quasi eingestellt. Jeder Tag an dem nicht geflogen wird reisst die die Fluggesellschaften weiter in den Abgrund. Viele werden es nicht überleben, es wird und muss eine strategische Neuausrichtung geben, auch bei den Preisen. 

Der ruinöse Preiskampf, besonders in der Eco muss endlich aufhören (hoffentlich !). Bangkok, Tokyo, Johannesburg für 450 Euro sind unternehmerischer Selbstmord, zudem für viele Mitarbeiter -die zu Dumping-Salären für Airlines arbeiten müssen- menschenverachtend.

 Man darf gespannt sein,  wie sich die Preise in Zukunft entwickeln....weiter wie bisher, wird es meiner Meinung nach in nächster Zeit nicht geben, trotz der hier angebotenen "Flugspezials", wo keiner weiss, ob der Flug überhaupt je geflogen wird.......

lg Maputo
zuletzt bearbeitet 24. März 2020
1'794 Beiträge · seit 201324. März 2020 · #2
Hi Maputo, da stimme ich dir gerne zu!

Und wenn die Menschen bei der leider notwendigen Rückgabe der Flucktickets an ihr Glück denken, möchten sie natürlich eine Rückerstattung, weil ein Gutschein nur bedingt nützt, da keiner weiß, wann wieder geflogen wird und ob ich dann dazu gehören werde oder zeitlich kann.

Auch preislich ist es für den an sich denkenden Menschen schlecht!
Ich konstruierte ein extremes Beispiel : First Classe bei Emirates jetzt 3800€, später 5800...Einlösen des GS Plus 2000 pro Nase!

Ok...war vielleicht etwas off topic, aber so wird gedacht, ds bin ich mir sicher...Nein...ich verspreche hier nur von mir...ha,ha!

Jetzt ist aber zunächst erst mal wichtiger an unsere Gesundheit zu denken, aber irgendwann kommen auch diese Gedanken wieder...!

LG NOGRILA
82 Beiträge · seit 202024. März 2020 · #3
Maputo schrieb:Der ruinöse Preiskampf, besonders in der Eco muss endlich aufhören (hoffentlich !). Bangkok, Tokyo, Johannesburg für 450 Euro sind unternehmerischer Selbstmord, zudem für viele Mitarbeiter -die zu Dumping-Salären für Airlines arbeiten müssen- menschenverachtend.
Die Strecke muss sich für die Airlines über das ganze Jahr gesehen rechnen. So lange das der Fall ist, spielt es keine Rolle, ob zwischendurch Tickets für 300 Euro zu haben sind (sowohl für Johannesburg als auch Bangkok schon gesehen). 300 Euro für einen verkauften Sitz zu bekommen, ist für die Rentabilität auch immer noch besser, als den Sitz sonst leer umher zu fliegen.

Bei welcher Airline, die von Deutschland nach Bangkok, Tokio oder Johannesburg fliegt, gibt es denn Dumping-Löhne? Gerade auf Langstrecke spielen Billigflieger so wie Ryanair bislang nur eine untergeordnete Rolle. Es ist nicht bekannt, dass die Angestellten von Lufthansa, Condor oder ANA zu Dumping Löhnen arbeiten müssen. Langstrecken-Piloten sind ohnehin Höchstverdiener und bei den Cabin Crews muss man bei aller Wertschätzung dann auch mal berücksichtigen, dass das formal in 6 Wochen angelernte Hilfskräfte ohne spezifisches Berufsstudium oder auch nur eine Berufsausbildung sind.

Was wäre denn besser als intensiver Wettbewerb? Ein Monopol der Lufthansa für Flüge ab Deutschland? Um die Wirtschaftlichkeit der Airlines mache ich mir wenig Sorgen. Ich finde wir müssen uns eher darauf konzentrieren, wie wir Fliegen und Klimaschutz in Einklang gebracht bekommen. Fliegen einfach zu verteuern, wie es in Deutschland beispielsweise durch die eingeführte Luftverkehrsabgabe erfolgt ist, führt meines Erachtens eher nicht zum Ziel.
zuletzt bearbeitet 24. März 2020
1'014 Beiträge · seit 201624. März 2020 · #4
Ganz davon abgesehen, dass man bei Billigairlines und Superbilligtickets bekommt, wofür man gezahlt hat. Eurowings z.B. war vor Ryanair und Co. eine ordentliche Fluggesellschaft. Sogar auf dem Hopser von Dortmund nach Tempelhof bekam man eine sehr gute kalte Mahlzeit, eine Zeitung und beliebig viele Getränke.
Und heute? Wir sind letztes Jahr und dieses Jahr von Düsseldorf nach Punta Cana gefolgen in der Premium Ecco (dieses Jahr mit Upgrade in die Business). Das inkludierte Essen war in beiden Klassen miserabel und in der normalen Ecco mußten die Leute auf einem Nachtflug sogar für eine Decke (eigentlich ein dünner Fetzen) und "Kopfhörer" also Ohrstecker bezahlen. Ich nenne so was schäbig. Die Sitzabstände in der Ecco wurden bei vielen Airlines dem Vernehmen nach (ich vermeide diese Klasse, wenn ich kann) auch immer enger. Also wenn höhere Preise aufgerufen werden, dann bitte auch wieder mit angemessenem Service.

Yanjep
Themenstarter828 Beiträge · seit 201624. März 2020 · #5
yanjep schrieb:
. Also wenn höhere Preise aufgerufen werden, dann bitte auch wieder mit angemessenem Service.

Yanjep
Das ist der Punkt.
Du hast ein Hotel mit 10 Zimmern, Wenn du 5 zu 1000 die Nacht vermietest, verdienst du gleich viel wie wenn du 10 Zimmer zu 500 vermietest. Was ist die bessere Strategie? Wenn die Airlines weniger Nasen in die Eco stopfen und die Preise erhöhen sparen sie nicht nur  Gewicht sondern auch Treibstoff.... Charmant wäre auch eine globale CO2 Abgabe auf Kerosin, die Fliegen automatisch teurer  machen würde und dem Klima zugute käme...

@A7456
Bei Dumping Löhnen meine ich eher Billigairlines wie Ryanair und Konsorten. Dort haben viele Co-Piloten noch einen Nebenerwerb um über die Runden zu kommen. Es gibt sogar Airlines die lassen Co-Piloten bezahlen um die nötigen Stunden für die Typen Zertifizierung zu sammeln.

Dass gerade Lufthansa, Air France Langstrecken Piloten, mit 60-80 Arbeitsstunden pro Monat eher sehr überbezahlt sind ist kein Geheimnis... ich bin gespannt wie es mit der Branche weitergeht und vor allem wann...

lg Maputo
1'933 Beiträge · seit 200924. März 2020 · #6
Hallo,
ich denke, dass Business- und First-Class-Flüge nach der Pandemie profitieren werden...überhaupt das Luxussegment auf Reisen wird zunehmen.
'Abstand halten' wird uns auch nach der Krise weiterhin beschäftigen und das ist im Luxus Segment einfach besser gegeben (hier denke ich z.B. an unsere QSuite bei Qatar Air).
Eine 100%ige Sicherheit ist dadurch zwar auch nicht gegeben, aber eben doch mehr Abstand.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
7'296 Beiträge · seit 200624. März 2020 · #7
Maputo schrieb:
yanjep schrieb:
. Also wenn höhere Preise aufgerufen werden, dann bitte auch wieder mit angemessenem Service.

Yanjep
Das ist der Punkt.
Du hast ein Hotel mit 10 Zimmern, Wenn du 5 zu 1000 die Nacht vermietest, verdienst du gleich viel wie wenn du 10 Zimmer zu 500 vermietest. Was ist die bessere Strategie?

Das zeigt sich dann, wenn die Konkurrenz die Zimmer weiterhin für 500 vermietet.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter828 Beiträge · seit 201624. März 2020 · #8
BikeAfrica schrieb:

Das zeigt sich dann, wenn die Konkurrenz die Zimmer weiterhin für 500 vermietet.

Gruß
Wolfgang
...wenn sie sich dann das leisten können.Viele Airlines werden nicht ohne Unterstützung von Staat und Banken überleben können....

lg Maputo
7'296 Beiträge · seit 200624. März 2020 · #9
Maputo schrieb:
BikeAfrica schrieb:

Das zeigt sich dann, wenn die Konkurrenz die Zimmer weiterhin für 500 vermietet.

Gruß
Wolfgang
...wenn sie sich dann das leisten können.Viele Airlines werden nicht ohne Unterstützung von Staat und Banken überleben können....

… wenn sie -wie in Deinem Hotel-Beispiel- die doppelte Zahl Fluggäste für den halben Preis transportieren, kommt der Erlös wieder aufs Gleiche raus. In dem einen Fall sparen sie ein bisschen Kerosin, im anderen Fall kommen doppelt so viele Touristen in die Urlaubsländer und lassen Geld dort.
Fluggesellschaften mit staatlicher Beteiligung werden daran interessiert sein, viele Touristen ins Land zu bekommen.
Aber bis dahin ist es noch eine lange Zeit …

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...