Chobe, und was daraus werden soll

7 Antworten · 2'370 Aufrufe · gestartet 09. Juli 2019 von GinaChris
Antworten
Themenstarter4'984 Beiträge · seit 201609. Juli 2019 · #1
Botswana resort town seeks partnership with Chinese companies as part of redevelopment strategy
Source: Xinhua| 2019-07-08 17:18:27|Editor: Shi Yinglun
GABORONE, July 8 (Xinhua) -- Botswana's northwestern resort region of Chobe is seeking to partner with Chinese companies as part of its redevelopment plan aimed at maximizing the area's economic yield.

Johane Chenjekwa, the chairperson of Chobe Land Board, addressed journalists on Sunday in the township of Kasane, the capital of Chobe situated some 1,100 km northwest of the southern African country's capital city Gaborone.

Authorities in northwestern Botswana have decided to enhance socio-economic growth in Kasane via a redevelopment plan, Chenjekwa said.

"Our region is endowed with a pleasant environment like the sea side city of Zhuhai in China's southwest Guangdong Province. It is against this backdrop that we are seeking partnership with companies from China to redevelop Chobe," he said.

Chenjekwa said the plan foresees implementing a shoreline project that will turn the Chobe River area into a popular holiday resort attracting people from home and abroad, which he said requires them to learn from China's experience and "work in partnership with companies and individuals from China."

The Chinese government has assisted Botswana in various sectors such as transport, education, culture, energy, health, agriculture and housing since the establishment of diplomatic relations in 1975.

Quelle: http://www.xinhuanet.com/english/2019-07/08/c_138209212.htm
Gruß Gina
807 Beiträge · seit 201809. Juli 2019 · #2
Hallo Gina,

.....der Anfang vom Ende!
Busweise laute, selfiemachende chinesische Reisegruppen.....vielleicht noch ein "London eye" ähnliches Riesenrad zur besseren Erspähung von Hippo und co. bei Popcorn und Cola.....mich schüttelts.....
.....oder.....schnell noch hin; vors zu spät ist!

Traurige Grüsse,
Ulli
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
33,1k Beiträge · seit 200609. Juli 2019 · #3
Hi zusammen,

klingt ein bisschen wie das, was die Chinesen eigentlich bei Vicfalls geplant hatten (https://www.news24.com/Africa/Zimbabwe/zim-gets-chinese-buy-in-for-vic-falls-disneyland-project-report-20170624). VIelleicht wurde es nun nur über die Grenze verschoben?!

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter4'984 Beiträge · seit 201609. Juli 2019 · #4
Hi Christian,

das denke ich nicht.
Einfach ein weiterer Teil Afrikas im großen Ausverkauf an China.
Gruß Gina
240 Beiträge · seit 201909. Juli 2019 · #5
Hört sich gruselig an, aber im Vergleich zu den anderen tollen Orten in Botswana ist der Chobe bereits ein sehr touristisch erschlossenes Gebiet, was sich durch die Pläne, wenn sie denn wirklich umgesetzt werden, verschärft. Für diejenigen die Ruhe und Wildnis suchen, wir der Chobe sicherlich unattraktiver werden.
China ist ein wirtschaftlich aufstrebende Nation, die Bewohner werden wohlhabender und somit steigt auch das Interesse nach Reisen. Allerdings sucht der typische Urlauber aus China nicht die Einsamkeit, sondern nur wo viele Menschen sind, da ist es nach deren Verständnis auch schön. Was den Vorteil bringt, dass diese sich auf wenige Ballungsgebiete konzentrieren. Somit wird es auch in Zukunft noch ausreichend ruhige und schöne Plätze geben, wo kein Disneylandtheater vorhanden ist. Und wenn die Tiere Ausweichmöglichkeiten haben, dann werden diese sicherlich auch den Rummel meiden.
Daher ist das KAZA-Schutzgebiet um so wichtiger.
Namibia 2013 | Mosamik,Südafrika 2016 | Botswana, Namibia 2019 | 5 Tage Etosha Dez. 2020 | USA 2024 Wale, Vulkane, Geysire | Kruger Dez 2025 | Honduras/Roatan März 2026 Tipps Fotografie
607 Beiträge · seit 201009. Juli 2019 · #6
Hallo Ulli,
Dich schüttelts! Warum? Vor dieser Ankündigung? Wer in den 90er in Afrika südl. des Äquators war oder noch früher, der hat heute von morgens bis abends einen Schüttelfrost, wenn er die Riverfront oder Ngorogoro sieht.
1998 da war ein Selbstfahrermietauto in der Region ein Exot, die nicht Safarifahrzeuge waren fast ausschließlich Lokals (Namibia, Südafrika, Zimbabwe) und heute?: es muss limitiert werden. In Tansania und Kenia hat das schon früher begonnen.
Wir (die Menschen) sind einfach zu viel und es wird alles erschlossen. In manchen Reiseberichten liest man ja wie schlecht die Straße teilweise ist. Da werden sich einige freuen, 4-spuriger Ausbau zwischen Maun und Kasane ohne Schlaglöcher. Dann wird das Tempolimit noch abgeschafft, damit man in 90 Min. die Strecke bewältigen kann.
Der Lauf der Zeit ist nicht aufzuhalten, auch in Afrika nicht. Das Rad dreht sich immer schneller und die Gier wächst.
Wir (meine Frau und ich) campen seit 30 Jahren nicht mehr, also müssen wir manchmal auf ein Gebiet verzichten, aber das hat sich in den letzten 10 Jahren ganz enorm geändert. Und die Camper bekommen den Schüttelfrost weil wieder ein Restcamp, B&B oder Lodge gebaut wurde. Trotzdem jammern manche Camper über schlechte Straßen oder über Tsetse, obwohl das das Beste für weniger Individual-Touristen ist.
Meine Frau will an einige Orte noch einmal hin, nicht als Abschiedstour, sondern um das heute zu erleben im Vergleich vor 20 oder 30 Jahren. Ich habe mich damit arrangiert, mal schauen wie es wird.
Im Sept. Masai-Mara(das letzte Mal 1990) und danach Kgalagadi. Und nächstes Jahr Victoriafälle (zum 3.Mal) und Chobe 😄 .
In der Hoffnung dass die Straßen in der "Einsamkeit" noch eine Weile große, tiefe Schlaglöcher haben 😉 .
Viele Grüße
Wolfgang
Themenstarter4'984 Beiträge · seit 201609. Juli 2019 · #7
Zum Thema hier eine Buchempfehlung:

The last Train to Zona Verde, von Paul Theroux
in dt. Sprache erschienen unter dem Titel, Ein letztes Mal in Afrika
Gruß Gina
Gast09. Juli 2019 · #8
Ein paar hundertprozentig wirksame Tipps zum Zugrundrichten schöner und halbwegs naturbelassener Gegenden:
Das meiste fällt unter Komfort und Bequemlichkeit, wie z. B:
Gute und einfache Erreichbarkeit, auch in der Kommunikation.
Gute Wege oder sogar Straßen.
Bequeme Unterkünfte und guter Service (nichts selber machen müssen), volles Programm, bis Pool in der Wüste.
Gutes Essen und Trinken…bis Scampi in der Wüste.
Rundumversorgung durch viele dienstbare Geister und Guides.
Die heute viel bequemeren Autos. Insbesondere auch die als fahrendes Wohnzimmer ausgestatteten Camper aller Arten, die diese Art des Reisens für Viele überhaupt erst attraktiv machen, während sie das in einer mehr spartanischen Ausprägungen nie in Erwägung gezogen hätten.
Digitale Information über Wege, Preise, Angebote etc., von websites bis Kommunikation, dass es wo besonders schön ist…..dazu gehören auch Reiseforen.
Ständiges Wachstum bei obig.
Kann fortgesetzt werden……….
Und wenn nur die Hälfte davon wegfällt, bliebe auch mindestens die Hälfte der Gäste weg und es herrscht wieder „Ruhe und Frieden“ im Land. Allerdings auch mit allen Nachteilen für das Land und der vom Tourismus Profitierenden. Das Dilemma dabei war immer schon, dass einerseits die von derartigem Abspecken (qualitativ) profitierenden (bzw. damit belastbaren) Reisenden dem Gastland wenig bis gar nichts bringen und dass andererseits vom Geld der „Höher- und Hochpreistouristen“ wenig im Land bleibt.
….und neu ist diese Entwicklung und Diskussion nicht wirklich, sie wird bloß durch immer neue Gruppen und Personen neu wahrgenommen und thematisiert. Was Rückständigkeit oder Fortschritt ist, liegt im Auge des Betrachters. Beim Betrachten der Videos und Bilder hier und anderswo kriege ich das Grausen ob der in den letzten Jahrzehnten produzierten Landschaftsruinen während andere aus dem ah und oh nicht heraus kommen. Bei einem bin ich mir aber sicher, was für Viele schon Überentwicklung ist, ist für die meisten Einheimischen Fortschritt. Deswegen sollten auch die Bürger des Gastlandes dabei das Sagen haben. Ich war dabei immer eher minimalistisch, aber angehen tut es mich nicht wirklich was, außer in meiner eigenen Heimat. Und Eines habe ich gelernt: Ich erzähle (fast) niemanden mehr wo es mir gefallen hat.
Werner
Grundsätzlich meine ich schon, dass es noch viel Platz für unabhängige Selbstfahrer gäbe, aber die begehrtesten Plätze im südlichen Afrika sind mE übernutzt und teilweise schon zu Grunde gerichtet.
zuletzt bearbeitet 09. Juli 2019