ACacru1986Themenstarter10 Beiträge · seit 201908. Apr. 2019 · #1
Hallo zusammen,
ich stelle mich erst einmal kurz vor, da ich neu hier bin. 🙂 Ich bin Anne, 33 Jahre alt, aus der Nähe von Dortmund. Mein Verlobter und ich waren dieses Jahr im Februar 3 Wochen das erste mal in Namibia. Waren direkt als Selbstfahrer mit Dachzelt unterwegs und sind nun total infiziert. Haben die klassische Route gemacht und zwar im Uhrzeigersinn. Zum Schluss sind wir von Windhoek noch für 5 Nächte nach Kapstadt geflogen, hat uns auch sehr gut gefallen. Trotzdem, die Wildnis, Weite und Ruhe in Namibia und den Frieden, den wir da gefunden haben, das war einfach etwas ganz besonderes. Die Reise dieses Jahr haben wir komplett über einen Veranstalter in Deutschland gebucht, da es ja unsere erste Afrika Reise war und wir uns erst mal sicher fühlen und einen Eindruck vor Ort machen wollten. Den haben wir ja nun jetzt und sind uns nun sicher, dass wir die nächste Tour auch selber planen können. Uns wurde dieses Forum wärmstens empfohlen. 🙂
Als Reisezeitraum schwebt uns wieder Januar/Februar vor. Nun war unsere Überlegung anfangs, diesmal Richtung Norden zu starten, Caprivi Streifen, Vic Falls, Botswana Chobe, Okawango, Kalahari und zurück nach Windhoek. Auch wieder mit Dachzelt. Nun habe ich aber gehört, dass Botswana in der Regenzeit deutlich feuchter, schwüler, reicher an Mücken und auch nachts nicht so angenehm kühl ist, wie Namibia. Das schreckt uns nun schon etwas ab, da wir ja wieder mit dem Dachzelt reisen wollten. Deshalb unsere Überlegung, doch wieder Namibia, aber dann eine andere Route zu wählen, als die Klassische, die wir dieses Jahr schon gemacht haben. Dafür suche ich nun nach Vorschlägen von Insidern, die schon öfter in Namibia waren und auch schon etwas abseits der typischen Route unterwegs waren.
Für Anregungen bin ich sehr dankbar. 🙂
Ganz liebe Grüße!
Anne
Topobär5'479 Beiträge · seit 200908. Apr. 2019 · #2
Hallo Anne,
der Januar ist unsere bevorzugte Reisezeit. Waren gerade im letzten Januar wieder unterwegs. Sowohl in Namibia, als auch in Botswana. Bin gerade dabei einen ausführlichen Reisebericht zu schreiben. Vielleicht findest Du darin Anregungen.
Bezüglich der warmen Nächte hast Du natürlich recht. Allerdings gilt das nicht nur für Botswana, sondern auch für weite Bereiche in Namibia. Zu der Jahreszeit kühlt es nur in Küstennähe nachts nennenswert ab. Schwül empfanden wir das Klima allerdings nirgends. Auch wenn es hin und wieder mal ein heftiges Gewitter gibt, ist die Luft doch wüstenhaft trocken.
Generell hat die Anzahl der Mücken nur sekundär etwas mit dem Reisemonat zu tun. In erster Linie hängt es mit dem Vorhandensein stehender Oberflächengewässer zusammen. Deshalb hast Du in den wasserreicheren Gebieten im Caprivi und Botswana grundsätzlich mehr Mücken. Wie es dann lokal tatsächlich aussieht, hängt ganz entscheidend davon ab, ob es am jeweiligen Übernachtungsort in letzter Zeit geregnet hat und die Mücken somit gute Brutmöglichkeiten haben. Das kann von Ort zu Ort ganz unterschiedlich sein.
Für etwaige Empfehlungen wären ein paar mehr Angaben schon hilfreich: - die Zeitspanne die ihr zur Verfügung habt (oder plant ihr tatsächlich 8 Wochen 🤩 ) - was euch so interessiert? Landschaft? Tiere? Wandern? Fotografieren? ...? - nur Namibia oder auch nach SA rein? (mit Richtersfeld-NP bzw. Namaqualand bzw. KTP) - was versteht ihr unter "auch schon etwas abseits der typischen Route" - ...?
Ich würde dir empfehlen mal ein paar der Reiseberichte zu lesen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, in welche Richtung es denn gehen könnte?
Gruß Markus
Kapstadt Namibia VicFalls 2012
Namibias Süden & KTP 2018
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Und dieses Jahr noch Venedig, Athen und Edinburgh
Clamat1'425 Beiträge · seit 201308. Apr. 2019 · #4
Hi Anne, herzlich willkommen im "Krankenhaus der Afrikainfizierten" 😛 Auch ich würde, wie Markus, mal den Süden/SA in Betracht ziehen. KTP, Augrabies und Richtersfeld sind im Januar/Februar als Camper supertoll zu bereisen und vor allem hast du den Vorteil, dass du hier wirklich frei reisen kannst, ohne irgendwelchen Vorbucherstress, nur geeignetes Fahrzeug mieten und los geht es 🤩 LG Claudia
freshy3'883 Beiträge · seit 201108. Apr. 2019 · #5
Clamat schrieb:Hi Anne, herzlich willkommen im "Krankenhaus der Afrikainfizierten" 😛 Auch ich würde, wie Markus, mal den Süden/SA in Betracht ziehen. KTP, Augrabies und Richtersfeld sind im Januar/Februar als Camper supertoll zu bereisen und vor allem hast du den Vorteil, dass du hier wirklich frei reisen kannst, ohne irgendwelchen Vorbucherstress, nur geeignetes Fahrzeug mieten und los geht es 🤩 LG Claudia
Der Süden ist mit Sicherheit um diese Jahreszeit sicherer. Laut Lodgemitarbeitern im Caprivi kann es dort um die gewünschte Zeit schon sehr feucht sein. Die von Claudia vorgeschlagenen Gegenden sind landschaftlich wunderschön, bieten tolle Erlebnisse und die richtige Portion Abenteuer (Richtersveld, KTP). Ob euer Veranstalter eure Wünsche erfüllen kann, oder ihr mit "haben wir nicht im Programm" leben müsst, kann ich nicht beurteilen. Was wir nicht selbst buchen, geben wir an regionale Veranstalter, die sich besser auskennen als die europäischen Reisebüros.
@Claudia: Ist es richtig, dass der KTP um die angepeilte Jahreszeit nicht vorgebucht werden muss? In den beliebten Reisemonaten ist das nach meinen Erfahrungen nervenaufreibend.
Clamat1'425 Beiträge · seit 201308. Apr. 2019 · #6
OT Hi Freshy, wir waren letztes Jahr Ende Januar/Anfang Februar 10 Tage mit unserem Camper im KTP und hatten gar nichts vorgebucht. Zum Teil waren wir fast alleine auf den Campsites und haben völlig problemlos von einem Tag auf den anderen nach-/umgebucht. Die Mitarbeiter*innen von SanParks sind so was von flexibel und hilfsbereit, alles kein Problem. Die SanParks-Seite ist wirklich so top aktuell, dass du unter Umständen auch noch plötzlich die eine oder andere Nacht in einem Wilderness Camp ergattern kannst, wenn jemand kurzfristig absagt. Botswanaseite weiß ich leider nicht, aber ich denken, dass dort auch noch Platz war. Wir hatten letztes Jahr wirklich gaaaaaar nichts vorgebucht und haben in der Zeit vom 10. Januar bis zum 14. März nur einmal "fully booked" gehört, das war im Addo weil dort ein größeres Event war, man hat uns aber gleich eine Ausweichmöglichkeit, gleich vor dem Tor des Parks, empfohlen. LG Claudia
Diese Tour wird ja irgendwie immer als die typische Namibiarundtour beschrieben.
Nächstes Jahr wollen wir wieder 3 Wochen im Januar/Februar fahren (also leider nicht 8 Wochen 😄 ). Wann genau innerhalb dieser beiden Monate, werde ich davon abhängig machen, was ich für Flüge bekomme.
Wir hatten es in Namibia gefühlt nachts fast überall kühl im Zelt, sogar am Fishriver Canyon, also nicht nur an der Küste (teilweise mussten wir uns während der Nacht noch zusätzlich zudecken) und keine Mücken. Außer in der Kalahari (nachts hat es sich kaum abgekühlt) und am Waterberg (Mücken, leider auch im Zelt).
Der Norden Botswanas und auch der Caprivi Streifen sehen mir insgesamt grüner und feuchter aus, als das, was ich von Namibia bisher gesehen habe. Deshalb die Befürchtung, dass es dort "schwüler" und mückenreicher sein könnte... Da kommt dann ja auch noch das Thema Malariaprophylaxe ins Spiel, welches uns etwas abschreckt.
Der Vorschlag "KTP, Augrabies und Richtersfeld" hört sich erst mal sehr spannend an. 🙂 Könnte man dort dann problemlos Botswana, SA und Namibia verbinden in diesem Bereich? Wo finde ich denn wohl eine beispielhafte Route zu dieser Tour? Flüge am besten bis Windhoek, oder was würdet ihr empfehlen?
acru1986 schrieb: Der Vorschlag "KTP, Augrabies und Richtersfeld" hört sich erst mal sehr spannend an. 🙂 Könnte man dort dann problemlos Botswana, SA und Namibia verbinden in diesem Bereich? Wo finde ich denn wohl eine beispielhafte Route zu dieser Tour?
per Suchfunktion hier im Forum (Lupe rechts oben) und mit den entsprechenden Suchworten findet sich Lesestoff für lange Abende.
Flüge am besten bis Windhoek, oder was würdet ihr empfehlen?
Kommt auf den Preis und die bevorzugte Linie an. Wenn ihr Direktflüge mögt, ist Windhoek ideal. Wenn ihr mit Umsteigen über Johannesburg kommt, könnte man z.B. auch gut nach Upington fliegen und von dort starten.
Der Vorschlag "KTP, Augrabies und Richtersfeld" hört sich erst mal sehr spannend an. 🙂 Könnte man dort dann problemlos Botswana, SA und Namibia verbinden in diesem Bereich? Wo finde ich denn wohl eine beispielhafte Route zu dieser Tour? Flüge am besten bis Windhoek, oder was würdet ihr empfehlen?
Alles drei geht, könnte aber etwas streßig für drei Wochen sein!
Wie Christoph schon sagte (mehr oder weniger 😗 ) RBs lesen und inspirieren lassen, für sowas gibt es keine klaren expliziet vorgegebenen Routen. Und die Flüge dann daran etsprechend anpassen, kommt halt auf die Planung an.
Gruß Markus
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ACacru1986Themenstarter10 Beiträge · seit 201913. Apr. 2019 · #10
Hallo zusammen, ich. Habe mir von Iwanowski mal einen Routenvorschlag zusammenstellen lassen. Dieser sieht wie folgt aus. Ursprünglich war noch Lüderitz enthalten, aber da waren wir ja dieses Jahr schon, genau wie auch am Fishriver Canyon. Den habe ich trotzdem mal drin gelassen, kann aber auch eventuell noch ausgeklammert werden. Helmeringhausen passt hier auch nicht ganz, Übernachtung wäre eigentlich Koiimasis in den Tirasbergen, das hat Google maps aber nicht gefunden 🤪 Irgendwie sind im KTP die Campingplätze, die ausgewählt wurden, bis auf einen alle in Südafrika. Gibt es nicht die Möglichkeit noch weiter auf die Seite des KTP nach Botswana reinzufahren und auch dort zu campieren? Ansonsten überlegen wir alternativ, ob wir statt der Rundtour unsere Reise in Kapstadt starten, hochfahren zum KTP und von dortaus nach Windhoek. Da würden natürlich dann die westlichen Ziele in den Tirasbergen und Bullsport ausfallen, da das dann doch ein großer Umweg wäre, oder? Landschaftlich reizvoller als der Südosten zwischen KTP und Windhoek wären diese Ziele allemale, oder was meint ihr?
Ich bin verwirrt, bitte helft mir. 🙄
LG Anne
ACacru1986Themenstarter10 Beiträge · seit 201913. Apr. 2019 · #11
Zu den Campsites auf der Botswana Seite vom KTP: das ist nicht so einfach, wie über die SAN-PArk Seite => anklicken und buchen. 😗
LG Logi
ACacru1986Themenstarter10 Beiträge · seit 201913. Apr. 2019 · #13
😄 😄 😄
Es sollte ja auch erst mal grob die Route darstellen. Wir haben natürlich auch sehr gutes Kartenmaterial aus Papier, aber darin wollte ich nicht herumkritzeln. Und das Ziel liegt ja bei Helmeringhausen, also passt das schon. 🙂 Habe hier noch mal eine zweite Route selbst zusammen gestellt. Ist das machbar in 3 Wochen, oder viel zu stressig? Würden 2 bis 3 Tage in Kapstadt bleiben und dann hoch.
Du sprachst zu Begin von drei Wochen, ich habe im letzten Oktober auch eine Südtour mit dem KTP verbunden, ich bin reale 3251 km in 16 Tagen gefahren, "etwas" weiter in den Süden bis Norotshama. Und das lief ganz gut mit den Tracks4Afrika Karten. Damit lässt sich das auch wirklich alles besser abschätzen, die Zeit- und Streckenangaben sind vieeeeeeeeeeeeeeeel besser.
Wie ist denn der Routenvorschlag? Wo sind den eure Stops?
Gruß Markus
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ACacru1986Themenstarter10 Beiträge · seit 201913. Apr. 2019 · #15
Hallo Markus, die Stopps sind eigentlich auf den Google Maps Karten mit drauf (die fett gedruckten Orte auf der Strecke). Außer auf der Strecke zwischen Kapstadt und Ais-Ais bei der zweiten Alternative habe ich noch keinen Stop eingebaut, weil das erst mal auch nur eine Idee ist und ich auch nicht weiß, wo es sich da lohnen könnte, bzw. Wie viele Stopps man bräuchte.
wie Logi schon sagte, ist die Planung über Google recht schwierig. Macht ihr den Loop durch den KTP mittig (Alternative 2) oder gegen Ende (Alternative 1)?
Machen wir mal Alternative 2 die Strecke Sinclair Mine Mesosaurus ist schon lang, ich denke nicht, dass die Strecke in den 4 h zu machen ist die google vorschlägt, die Hälfte ist Gravel. Und ihr wollt ja auch nicht nur km abspulen, viel häufiger ist in Namibia der Weg das Ziel, Landschaft genießen, Fotostops, ...
Gruß Markus
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Achim G.294 Beiträge · seit 200713. Apr. 2019 · #17
acru1986 schrieb: (...) Helmeringhausen passt hier auch nicht ganz, Übernachtung wäre eigentlich Koiimasis in den Tirasbergen, das hat Google maps aber nicht gefunden 🤪 (...) LG Anne
Hallo Anne, also bei mir findet Google maps ohne weiteres Koiimasis. Wenn Du aber eine Strecke berechnen magst, so verweigert Google seinen Dienst. Das ist aber nicht tragisch. Du verschiebst die Markierung von Koiimasis einfach nach links auf die D707 und es geht alles wunderbar. Die 10 -12 km rechnest Du einfach so dazu. Klappt prima! 😎
Laut T4A sprechen wir von ungefähr 280 km und guten 3 1/2 h reine Fahrzeit! Durch Namibrand NR 🤩 und auf die D707 🤩 also + mehrere Fotostops 😗 😣
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ACacru1986Themenstarter10 Beiträge · seit 201913. Apr. 2019 · #19
Ok, also da lieber noch einen Zwischenstop einplanen. Wo könnte man den sinnvoll setzen? Wir hatten allerdings dieses Jahr auch teilweise Strecken, wo wir mit Fotostopps usw. 6 Stunden Fahrtzeit unterwegs waren... Worüber ich mir allerdings hier auch Gedanken mache ist die Strecke zwischen Kapstadt und Ais-Ais. Da müssen ja auch noch Stopps gemacht werden. Und ich habe noch keine Ahnung, wieviel und wo es sinnvoll wäre. Und dann hörte ich noch was von Einwegmiete für den Mietwagen... Was kommt da ungefähr auf einen zu? Vielleicht wäre doch die erste Alternative besser, ohne Kapstadt. 😊
Achim G. schrieb:Die 10 -12 km rechnest Du einfach so dazu. Klappt prima! 😎
Klappt eben nicht prima, weil das bis zur Farm deutlich mehr als 10/12 Kilometer sind. 😉 Die Sandpiste schlängelt sich rund 20 Kilometer bis zur Farm. Dafür braucht man schon ca. eine 1/2 Stunde.