ABER, irgendwas ist ja immer! (Botswana Sept '18)

Reisebericht 353 Antworten · 80,7k Aufrufe · gestartet 12. Jan. 2019 von Blende18.2
547 Beiträge · seit 201725. Sept. 2019 ·
Hallo Robin,
prima, dass es nach längerer Pause weitergeht in eurem Bericht. Danke für die gewohnt tollen Fotos, insbesondere für das weitere Nachthimmelfoto 🤩 Ich finde es übrigens klasse, dass eure Begeisterung für den 400. Elefanten genauso ungebrochen ist wie für den 1.

Freue mich auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße
Kordula 🙂
Themenstarter1'167 Beiträge · seit 201720. Okt. 2019 ·
Luigi15 schrieb:Guten Morgen Robin - nachdem ich bisher still mitgelesen habe - danke für den großartigen, aufwändig gestalteten Bericht und deine sehr ansprechenden Bilder!
Alles Gute, Peter
Hallo Peter, lieben Dank! 🙂
Champagner schrieb:Daraufhin kam mein Hirn so langsam aber sicher in Schwung (war ja schon auf Feierabendbetrieb 😵 ) und ich habe realisiert, dass Ihr das ja alles schon letzten September erlebt habt (immer diese Zeitreisen hier im Forum 🤩 ). Von daher glaube ich, dass Ihr die selbe Familie gesehen habt wir wir - leider wurden ja zwei der drei kleinen Löwen irgendwann im Oktober von Hyänen getötet 🙁 .
🙁 ... das ist traurig zu hören, aber so ist das wohl eben. Immerhin gibt es einen noch von den Kleinen. Traurig ist es dennoch. 😕
CuF schrieb:,..und mit Zaunpföschdle zu winken habe ich mich nicht mehr getraut....
Lieben Dank!
Gute Nacht
Friederike
Das bringt ja auch nix mehr. Wir sind gerade aus Madeira zurück. Da gingen 2 der fast 4 Wochen Pause schon wieder drauf und davor die Woche mussten wir erstmal den Urlaub planen. Im Endeffekt haben wir Haus, Flug, Mietwagen etc. alles erst am Freitag Nachmittag gebucht und Samstags um 6 Uhr morgens ging dann der Flug schon. 😄

Langsam aber stetig geht es weiter. Zum Glück ist der nächste Tag wirklich nur ein reiner Fahrtag. Der geht schnell zu schreiben. 😉
Dandelion schrieb:Danke für die gewohnt tollen Fotos, insbesondere für das weitere Nachthimmelfoto 🤩 Ich finde es übrigens klasse, dass eure Begeisterung für den 400. Elefanten genauso ungebrochen ist wie für den 1.

Freue mich auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße
Kordula 🙂
Liebe Kordula... hab' mich selber gefreut dir mal überhaupt ein Nachthimmel-Bild bieten zu können. Das ist ja echt untergegangen dieses Mal. 😮

Und was Elefanten betrifft, bei knapp 400 laufen wir erst richtig warm. Unsere Top-Eli Sichtung lässt noch ein paar Tage auf sich warten. 😉


Gruß,
Robin
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Themenstarter1'167 Beiträge · seit 201720. Okt. 2019 ·
TAG 13: Miez, miez, miez… Wo sind denn die Katzen?

Heute haben wir den ganzen in Savuti und schon traditionell planen wir erst gar keine Mittagspause im Camp ein. Wir sind aber auch nicht mit den ersten Sonnenstarahlen auf der Piste. Es wird zeitig aufgestanden, wir beobachten noch etwas das Treiben auf unserer Campsite, die Platzherren sind schon wach und beschlagnahmen unser Zelt…



Zum Kaffee erwacht dann auch der Rest unserer Zaungäste, es werden die Reste vom letzten Abend und ein paar Stullen, Kekse etc. pp. für’s Picknick vorbereitet, bevor es dann zum Gamedrive los geht. Da wir die Campsite wechseln, müssen wir eh‘ alles einpacken, also wird auch alles wieder ordentlich verstaut.









Die heutige Route führt uns einmal quer durch’s Savuti Gebiet oder sagen wir mal so gut es geht. Unser Navi schickt uns des öfteren mal über alte Pisten. Das sehen wir aber nicht immer und wenn dann nur, als mal ein Gamefahrzeug 100-200m parallel zu uns fährt. Kommt zwar blöd und unsere Spur sieht auch alt und unbefahren aus, aber auf den Plains erhalten sich die Spuren gut genug, dass man die schon mal verwechseln kann.



Wir erwischen einen guten Kaltstart und sehen im Savuti-Channel direkt mal einen Elefanten… der ist aber selbst für unsere Verhältnisse zu sehr verbuscht um ihn hier zu zeigen. 😄

Ne, Quatsch, geht immer… 😛



Weiter geht es mit ein paar Giraffen im schönen Morgenlicht, eine ganze Familie und ein paar der jüngeren Bullen veranstalten nicht ganz so ernst gemeinte Showkämpfe. Auf jeden Fall für den direkten Start nicht schlecht, kann so weitergehen.





Kori Bustard | Riesentrappe


Der Name Rhino Vlei hört sich für uns gut an, die grobe Richtung wollen wir einschlagen und finden den Weg auch recht fix. Als wir uns nähern sehen wir hier schon ein halbes Dutzend Game-Fahrzeuge stehen und dort, relativ weit weg steht eine große Herde Sable-Antilopen. 🤩

Leider haben wir nicht mal die Zeit, die Kameras rauszuholen da prescht eines der Lodge-Fahrzeuge voll auf die Herde zu und die nimmt die Hufe unter den Hintern und sprintet in vollem Galopp davon. Da wollte wohl einer seinen Gästen etwas bieten, was dann auch prompt in einem lautstarken Streit zwischen ihm und einem anderen Fahrer mündet… das Thema Game-Fahrzeuge zieht sich etwas durch die letzten Tage. 😠

Egal, es steht zwar eine Eli-Herde am Wasserloch, aber einen guten Blick erhascht man eh’ nicht, den Weg versperren die anderen Fahrzeuge und so entschließen wir uns einfach weiter zu fahren und uns lieber unsere eigenen Sichtungen zu suchen. Wir nehmen die Eastern Road in Richtung Süden und es ist wirklich fürchterlich trocken hier. Wenn man Tiere findet, dann im Schatten, eigentlich muss man kaum woanders hin schauen. Lässt man den Blick etwas weiter schweifen flirrt und flackert die Landschaft vor Hitze und das schon am Morgen.

Wir drehen eine Runde über die Jackal Islands, zu den Pothole Pans, runter zur Xgoma Pfanne und dort verpassen wir Richtung Mababe Road dann auch den Abzweig und landen auf der falschen Querverbindung. Unterwegs finden sich die, sagen wir mal üblichen Verdächtigen… von Katzen ist noch nichts zu sehen. 😐





Red Hartebeest | Kuhantilope






Warthog | Warzenschwein


Lilac-breasted Roller | Gabelracke




Elis an der Mababe Road








Wir sollen wohl weiterfahren…




Man steht im Schatten.


Magpie Shrike | Elsterwürger


Auf dem Weg zu den Marabou Pans.




Flycatcher?... konnte ich nicht zuordnen Sabota Lark | Sabotalerche Danke Bele. 😘


An den Marabou Pans sol les laut Karte einen Stretch-Point geben. Den haben wir für unser Mittags-Picknick auserkoren, in der Hoffnung, ihn für uns zu haben. Am Cheetah Plains Viewpoint sind wir auch vorbei gefahren, da standen 25 Leute im Schatten beim Frühstück. Schauen wir mal, es hat mittlerweile kurz nach 11 Uhr, damit ist es eigentlich die allerbeste Elefanten-Zeit. Es weiß schließlich jedes Kind, dass man zu dieser Zeit am besten und am meisten Elefanten beobachten kann.

Marabou Pans 🙄 😗







Am Stretchpoint gibt es Schatten… aber nicht für uns. Der ist schon belegt. 😄












Einen schönen Flecken für unsere Pause entdecken wir dennoch, auch nur 4-5 Bäume weiter. Mit bestem Elefanten-Blick. Gott ist das schön hier!!! 🤩



Wir genießen unser kleines Picknick und den Ausblick gleichermaßen. Die Sonne scheint und nach und nach füllt sich das Wasserloch immer weiter. Der ein oder andere Eli zieht vorüber und stillt seinen Durst. Wieder andere marschieren in den Schatten und auch wir ziehen bald weiter in Richtung Savuti Marshes, weiter entlang den Schattensichtungen und weiter entlang dem ein oder anderen Elefanten auf dem Weg.


















Unterwegs treffen wir nach unserer Pause wieder auf das ein oder andere Gamedrive-Fahrzeug. Man winkt uns zu und deutet uns anzuhalten. Ungewöhnlich… das machen eher wir manchmal um zu fragen wie der morgen läuft. Uns halten die eigentlich nie an, aber das passiert an diesem Tag nicht zum letzten Mal.

Ein freundlicher Guide, voll beladen mit Gästen fragt uns nach unseren Sichtungen. Er sucht nach Katzen, aber keiner findet heute irgendwas. Er erzählt uns, dass alle Fahrzeuge über Funk in Kontakt stehen, schon den ganzen Tag und egal in welcher Ecke des Gebietes, keine heute Katzen finden kann. Jetzt fangen sie halt an, auch die Selbstfahrer abzuklappern, ob die vielleicht mehr Erfolg hatten. Leider müssen wir das verneinen, aber können ihm zumindest von den vielen Elefanten an den Marabou Pans berichten. Er ist gar nicht so begeistert davon, verstehen wir gar nicht. 😏 😁

Zumindest sind wir selber etwas beruhigt nach dieser Begegnung, so liegt es nicht einfach nur an unserem Pech, dass wir die berüchtigten Savuti-Löwen nicht zu Gesicht bekommen.

Jetzt könnt ihr natürlich, völlig zu Recht fragen: Wozu braucht man Katzen, wenn man Elefanten haben kann?

RECHT HABT IHR!

Wir fahren die „Hyena Den Road“ in Richtung „Motsibi Island“ und siehe da, eine für uns sehr schöne Sichtung. Ohne viele Wort, solltet ihr uns einfach gleichtun. Ab dem ersten Moment, dem unseren Weg kreuzen lassen, dem seitlich auf der Pad folgen und sie bei Motsibi erwarten und mal wieder feststellen, dass wir auf ungeschickter Weise direkt auf ihrem Trampelpfad geparkt hatten, also 10m zurücksetzen und die Sonne scheint wieder im Elefanten-Gemüt… die ganze Zeit über ertönte aus unserem Auto ein freudiger Sing-Sang:

“Hopp, zwei, drei, vier, haltet Trab, zwei, drei, vier.
Hopp, zwei, drei, vier, im Marsch, zwei, drei, vier.
Stets ein Lied beim Marsch parat,
das ist wichtig Kamerad,
schmettern den Choral über Berg und Tal, wenn die Frühpatroulie naht, wenn die Frühpatroulie naht…“
















Southern Ground Hornbill | Südlicher Hornrabe


Nach diesem Top10 Kandidat unserer Lieblingssichtungen des Urlaubs passiert dann aber auch erstmal nicht mehr viel. Wir machen noch den Abstecher zur Baobabs Gallery, hier hatte Topobär beschrieben, dass er Eulen in den Bäumen entdeckt hatte… und werden Zeuge dessen, was Elefanten mit Baobabs so anstellen können. Dieser riesige Baum sieht aus, wie aus einer Zahnpasta Werbung: „Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können!“



Hier bin ich leider überfragt. Passt nicht so recht zu meinen Büchern, ich vermute irgendeine juvenile Form?
Brown Snake Eagle | Brauner Schlangenadler Danke Bele und ne Erstsichtung! 😘


Wir planen heute nicht zu lange unterwegs zu sein. Morgen soll es früh losgehen, wir haben schließlich eine lange Strecke bis Kasane vor uns und da heute anscheinend keine Löwen zu finden sind, wollen wir morgen mit Sonnenaufgang unser Glück noch einmal versuchen. Also heute mal Grillen, Kochen und Essen im Hellen, aber natürlich kein Grund, nicht noch einen kleinen Schwenk an den Harvey- und Nyondutsa Pans. Ein paar wenige Elfanten sehen wir noch, und eine sehr schöne Roan-Antilope im besten Licht. Sehr schön! Für uns eine Erstsichtung. 😎



White-crowned Shrike | Wei


Striped Skink | Fünfzeiliges Skink


Roan Antelope | Pferdeantilope


Angekommen auf unserem neuen Platz freuen wir uns sehr über den wunderschönen Platz direct am Channel. Beim Aufbau macht leider unser Tisch schlapp, eine Schraube an der Beinbefestigung ist gebrochen. Mit etwas Geduld lässt sich die Schraube entfernen und im Müll finden wir ein Stück Draht, dass einen nahezu perfekten Schraubenersatz abgibt. Problem gelöst. 🙂

Dieser Platz gehört einem Felsentoko… Erstsichtung. Freu.

Er schaut sich alles sehr genau an, besonders an unserem Wagen und dem Außenspiegel hat er Gefallen gefunden. Tokos sind einfach toll. Witzige Kameraden, wir vergleichen die immer mit Pinguinen und ich hab keine Ahnung warum eigentlich. 🤨 🤪



Die CV-4 können wir als Campsite auch empfehlen. Richtig schön hier.








Bradfield’s Hornbill | Felsentoko




Noch haben wir Licht, unser Plan steht. Essen bei Licht! – verrückt, dass wir das mal schaffen. Ein bisschen Stolz sind wir ja schon auf uns. So einen Tagesplan mal wirklich gut durchgezogen, alles ist aufgebaut und steht, jetzt noch schnell duschen. Mara war schon zwischendurch, ich starte schon mal das Feuer und gehe dann auch schnell.

Wieder zurück starten wir mit Rosenkohl-Schnibbeln, Fleisch wird rausgeholt, die Sundowner-Getränke bereitgestellt…

ABER, irgendwas ist ja immer!

Ich stehe gerade am Müll und höre ein Flapp, Flapp, Flapp aus Richtung des offenen Channels. Ein großer Greif gleitet knapp über meinem Kopf vorbei im Licht der untergehenden Sonne. Ein Greif?, nein das war kein Greif!

Eine Eule! – und sie hat sich irgendwo direkt in unseren Campsite-Baum gesetzt. Ich sage schnell Mara Bescheid und wir schnappen unsere Kameras und schleichen uns zum Baum rüber. Schleichen ist fast gar nicht notwendig. Ganz entspannt sitzt da ein Milch-Uhu im Baum. Leider tief im Schatten versteckt, aber egal. Wir freuen uns wie Bolle. Eulen wollen wir immer so gerne sehen. 🤩 😎

Es werden keine besonders tollen Bilder, aber wir haben sicher fast eine halbe Stunde Zeit für die Beobachtung. Das beste Bild habe ich mal angehängt… führte aber natürlich dazu, dass wir nicht mehr im Hellen Essen konnten. Egal, damit haben wir ja kein Problem mehr.

Verreaux’s Eagle-Owl | Milchuhu






Es gibt ein schönes Barbecue mit Rinderfilet, dazu Rosenkohl und Knoblauch-Brot. Sehr lecker und in bester Gesellschaft. Wir sehen mehrere Hyänen durch den Channel streifen, manche nah genug, manche nur als schleichende Augenpaare. Unsere nervösen Nachbarn haben anscheinend Flutlichtstrahler aus dem Fußballstadion mitgenommen, die leuchten den Channel des Öfteren taghell aus und irgendwann richten sich die Scheinwerfer ins Innere des Camps, bzw. so ziemlich alles an Taschenlampen was so auf den unterschiedlichen Campsites zu finden ist. 😣

Es kracht und knackt ganz fürchterlich in Richtung Ablutions, also Campmitte. Wir können nicht viel erkennen, aber immer mal wieder streift ein Licht eine große Silhouette mit langem Rüssel, die gerade dabei ist einen Baum komplett auseinander zu nehmen. Da hat jemand offensichtlich mächtig Hunger. Am nächsten Morgen noch muss man über die Campsites ausweichen, der Eli hat gefühlt den halben Baum runtergeholt und einmal quer über den Fahrweg verteilt.

Mit dem letzten Schimmern der Kohlen verziehen wir uns ins Zelt und werden doch tatsächlich von stetigem Löwengebrüll in den Schlaf geschickt. Dazwischen mischen sich die Distress-Calls eines unglückseligen Gnus. Wir versuchen noch die grobe Richtung auszumachen und wissen, dass wir morgen, in aller Frühe, nördlich des Camps einen letzten Versuch starten werden, die Katzen Savutis zu finden.




FAZIT SAVUTI:
Mit den richtigen Campsites finden wir Savuti richtig toll. Wir haben so viele Kommentare bzgl. „lauter Generator“, „tiefer schwarzer Sand auf den CS“, nur noch ein „nötiger Zwischenstopp“ gelesen, aber das deckt sich nicht mit unserem Empfinden. Beide Campsites waren schön, die CV-4 am Chanel noch schöner. Saubere Ablutions, das Gebiet rund um Savuti war uns eine willkommene Abwechslung nach der grünen Oase des Moremi und Khwai. Also wir fanden es schön. Gute 4/5 Sternen (aber nur, weil es natürlich auch noch schönere Orte gibt)



Makgadikgadi: 35 | Boteti: 16 | Rundflug Maun: 67 | South Gate: 10 | Xakanaxa CS-III: 1 | Dead Tree Island: 10 | Motlaba Island: 24 | 2nd Bridge: 17 | Mboma Island South: 49 | 3rd Bridge CS-VIII: 1 | Hamerkop Pools: 3 | Jesses Pool: 7 | Xakanaxa CS-VIII: 2 | Old-Landing Strip: 14 | Paradise Pools: 2 | Bootstour Xakanaxa: 5 | Xakanaxa Airstrip: 1 | Xuku Plains: 6 | Dombo Hippo Pools: 10 | Kgoko Plains: 2 | Samahundu: 6 | Sexugu View Point: 2 | Segagama: 9 | Khwai Plain: 6 | Khwai Airstrip: 4 | Dinawe: 4 | Mochaba: 38 | Khwai River Drive: 44 | Sand Ridge Road: 3 | Savuti CV5: 1 | Savuti Channel: 1 | Rhino Vlei: 19 | Mababe Road: 10 | Marabu Pans: 35 | Savuti Marsh: 12 | Motsibi Island: 6 | Harvey’s Pan: 1 | Nyondutsa Pans: 6 | Savuti CV4: 1||| #489
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zuletzt bearbeitet 20. Okt. 2019
899 Beiträge · seit 201620. Okt. 2019 ·
Moin Mara, moin Robin,

schön, dass es weiter geht! Wieder eine spannende Etappe. Für uns besonders, weil es uns ja nächstes Jahr auch dahin führen wird.

Ich hoffe, dass Euch Madreira gefallen hat und Ihr gut erholt wieder in die Tretmühle kommt. Und ich bin gespannt auf die Fortsetzung Eures Berichts.

LG
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
8'712 Beiträge · seit 201020. Okt. 2019 ·
Hallo Robin,

schön dass es weitergeht! Jaja, Savuti..... wenn ein Milchuhu dort zu mir auf die Campsite fliegen würde, dann könnte ich mich auch damit anfreunden. Ansonsten hat es mir auf der Public Campsite echt nicht gefallen (auf den HATABs schon).

So, jetzt zu deinen Vögelchen - dein "Flycatcher" sollte eine Sabota-Lerche sein, aber da müsste ein Fachmann drüberschauen, ich hab mich von den Lerchen ein bisschen verabschiedet 😗 😉 .
Blende18.2 schrieb:
Flycatcher?... konnte ich nicht zuordnen

Den hier kann ich dafür: ein Brauner Schlangenadler!
Hier bin ich leider überfragt. Passt nicht so recht zu meinen Büchern, ich vermute irgendeine juvenile Form?
LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter1'167 Beiträge · seit 201720. Okt. 2019 ·
Champagner schrieb:Hallo Robin,

schön dass es weitergeht! Jaja, Savuti..... wenn ein Milchuhu dort zu mir auf die Campsite fliegen würde, dann könnte ich mich auch damit anfreunden. Ansonsten hat es mir auf der Public Campsite echt nicht gefallen (auf den HATABs schon).

So, jetzt zu deinen Vögelchen - dein "Flycatcher" sollte eine Sabota-Lerche sein, aber da müsste ein Fachmann drüberschauen, ich hab mich von den Lerchen ein bisschen verabschiedet 😗 😉 .

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Den hier kann ich dafür: ein Brauner Schlangenadler!

LG Bele
Hihi, ja etwas Glück muss man mit ner Eula natürlich auf der Campsite haben. Hätte uns aber auch ohne sehr gut gefallen.

Und danke für die Bestimmungen. Die Sabota Lark macht absolut Sinn, wenn man erstmal weiß wo man suchen muss im Roberts. Das also ist eine der Lerchen, die wir im Stadion immer besingen: "... and the sweet, silver song of a lark!!!!!!" 😄 😉

Brauner Schlangenadler ist total offensichtlich, warum habe ich den denn nicht identifiziert?? 😮

Danke, sind dadurch noch mehr Erstsichtungen an dem Tag gewesen. 😎
TinuHH schrieb:Moin Mara, moin Robin,

schön, dass es weiter geht! Wieder eine spannende Etappe. Für uns besonders, weil es uns ja nächstes Jahr auch dahin führen wird.

Ich hoffe, dass Euch Madreira gefallen hat und Ihr gut erholt wieder in die Tretmühle kommt. Und ich bin gespannt auf die Fortsetzung Eures Berichts.

LG
Martin
Hi Martin,

Madeira ist sehr abwechslungsreich, allerdings muss das Wetter schon passen. Für mich eine komplette "draußen-Insel", mit vielen tollen Wanderungen. Auch wenn es 26-28 Grad auf der einen Seite hat, so steht man im Norden in den Wolken plötzlich bei 12 Grad und Nieselregen. Also sollte man schon für alle Eventualitäten gerüstet sein. Dann aber mit 10 Tagen eine perfekte Reisedauer. Nie langweilig, aber das meiste hat man dann auch gesehen. Also 10 Tage sind perfekt finde ich.



Gruß,
Robin
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8'712 Beiträge · seit 201020. Okt. 2019 ·
Blende18.2 schrieb:

Und danke für die Bestimmungen. Die Sabota Lark macht absolut Sinn, wenn man erstmal weiß wo man suchen muss im Roberts. Das also ist eine der Lerchen, die wir im Stadion immer besingen: "... and the sweet, silver song of a lark!!!!!!" 😄 😉
😗 Robin, ich sagte ja, da muss der Fachmann nochmal drüberschauen. Ich hab jetzt backstage den Hinweis bekommen (von Prof.Dr.hc.Bird 😛 ), dass er was anderes sieht: Pipit, oder Pieper, vmtl. African P.

Ich schau mir das nachher auch noch an, aber er wird schon recht haben 😉 !

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter1'167 Beiträge · seit 201720. Okt. 2019 ·
Champagner schrieb:
😗 Robin, ich sagte ja, da muss der Fachmann nochmal drüberschauen. Ich hab jetzt backstage den Hinweis bekommen (von Prof.Dr.hc.Bird 😛 ), dass er was anderes sieht: Pipit, oder Pieper, vmtl. African P.
Das ist aber auch kompliziert... schaue ich beim Pipit kommt eher nur die Juvenile Form des African Pipit dran, aber es scheint eher so, als ob meiner keine Spots auf der Brust hätte. Sieht man natürlich nicht genau. Das wäre dann doch eher wieder die Lerche?! 😐


Gruß,
Robin
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174 Beiträge · seit 201222. Okt. 2019 ·
Hallo Robin und Mara,
vielen, vielen Dank für diesen tollen Bericht. Er ist so lustig, spannend und informativ.....einfach ein Genuss. So tolle Fotos und Mara‘s Videos....herrlich.
Ich musste so schmunzeln bei deinen Berichten über die im Kreis Fahrten und das Panikgrillen. Davor hatte ich Bammel und wir sind rund ums Delta gefahren.

Mir geht‘s wie Martina 56. Wir sollten uns zusammentun Martina und es gäbe doppeltes Chaos.

Ich habe den Bericht zuerst mit Sonne gelesen und weil er so spitzenmäßig ist lese ich nun nochmals inkl. Kommentare. Tausend Dank euch Beiden für den 1 A Unterhaltungswert.
LG austria
Themenstarter1'167 Beiträge · seit 201726. Okt. 2019 ·
austria schrieb:Hallo Robin und Mara,
vielen, vielen Dank für diesen tollen Bericht. Er ist so lustig, spannend und informativ.....einfach ein Genuss. So tolle Fotos und Mara‘s Videos....herrlich.
Ich musste so schmunzeln bei deinen Berichten über die im Kreis Fahrten und das Panikgrillen. Davor hatte ich Bammel und wir sind rund ums Delta gefahren.

Mir geht‘s wie Martina 56. Wir sollten uns zusammentun Martina und es gäbe doppeltes Chaos.

Ich habe den Bericht zuerst mit Sonne gelesen und weil er so spitzenmäßig ist lese ich nun nochmals inkl. Kommentare. Tausend Dank euch Beiden für den 1 A Unterhaltungswert.
LG austria
Den Bammel kann ich gut verstehen, aber mit unserer Camp-Aufbau-Anleitung ist das problemlos machbar. Vielleicht beim nächsten Mal für euch! 🙂

Irre, dass du den Bericht gleich 2x liest und danke für die netten Worte. Damit es dir nicht langweilig wird, geht es direkt mal weiter. 😉


Gruß,
Robin
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Themenstarter1'167 Beiträge · seit 201726. Okt. 2019 ·
TAG 14: 160 Kilometer, also knappe 2 Stunden…


Unser Plan für heute steht, da auch unser Ziel klar ist. Es geht heute nach Kasane und dort werden wir im berüchtigten Senyati Camp übernachten für 2 Nächte. Das Wasserloch soll ja irre sein, was Elefanten-Sichtungen angeht. Also genau unser Ding, gepaart mit Campsites die eigene Ablutions inkl. Stromversorgung etc. haben. Also genau richtig, um wieder alles aufzuladen und zu sortieren. Außerdem brauchen wir langsam mal wieder Sprit und Vorräte. Wir rechnen schon seit 2 Tagen, wie viel Gamedrive-Kilometer wir wohl noch machen können, um es auch noch bis Kasane zu schaffen. Das bedeutet im Klartext, dass ich seit 2 Tagen immer wieder neu durchrechne und genau die Kilometer und Spritverbrauch am Tag mir anschaue, um Mara zu überzeugen, dass wir es noch aus dem Park bis zur nächsten Tankstelle schaffen.
(ich bin bei sowas mit deutlich kleinerem Sicherheitsnetz zufrieden) 😉

Aber langsam und von vorne. Erst mal wollen wir um 6:30h los und spätestens um 8:00h am Gate auschecken und uns auf den Weg machen. Das gibt uns 1,5 Stunden Zeit für eine kurze Runde, um zu schauen ob wir irgendwo Löwen finden, die das unglückliche Gnu der letzten Nacht erlegt haben. Kurz vor 6:30h sitzen wir im Auto und umkurven die gesperrte PAD auf der, jetzt bei Tageslicht genau zu erkennen, wirklich der halbe Baum liegt. Der Elefant gestern Nacht hat ganze Arbeit geleistet. 🙄



Im ersten Licht des Tages haben wir ein paar schöne Sichtungen. Wir sind wieder rund um die Harvey’s Pan unterwegs. Es hat schon was, wenn man mal so früh loskommt und wirklich das schöne Licht ausnutzen kann. Ist einfach eine andere Stimmung… für Löwensichtungen bringt aber auch das nix. Wir sind uns eigentlich mittlerweile sicher, es gibt gar keine Löwen in Savuti, die verstecken Tonbänder im Channel mit Löwengebrüll… das lassen die dann die ganze Nacht laufen. 😮



Cape Turtle Dove | Kapturteltaube


Marabou Stork | Marabu

(Man muss es noch mal erwähnen, dass der liebe Gott sich gedacht hat, dieses hässliche Vieh mit dem Riesenkropf am Hals, kriegt keine Federn auf dem Kopf, weil es in die verwesenden Kadaver, toter Tiere eintaucht und verrottende Fleischstücke da rauspickt. Und dann auch noch die geniale Idee hatte, dass er sich selber auf die Beine kacken kann, um sich selber runter zu kühlen… na da hat aber einer nen Clown gefrühstückt!) 😣 🤪

Keine Löwen, keine Elefanten, aber wir sind es nicht unzufrieden, der Morgen ist sehr schön und eine Sichtung haben wir doch noch >>> den Schorsch oder besser gesagt einen großen, zum Wohnmobil umgebauten, silbernen Unimog, der an einem Wasserloch steht. Die beiden waren wohl noch früher unterwegs als wir. Wir halten kurz um uns zu erkundigen, ob er eine Sichtung hatte. Leider nein, aber er verbringt die Zeit am Wasserloch, weil es Ihnen so gut gefällt hier. Aha, ok… IHNEN? – ja, die Kerstin ist hinten und macht Frühstück. Man kann den hinteren Wohnbereich durch eine kleine Tür im Fahrerhaus direkt begehen und erreichen. Klingt nach Luxus! 😎

Wir unterhalten uns sehr nett eine Viertelstunde. Die beiden wollen noch nach Simbabwe, das Permit des Wagens muss wohl verlängert werden. Zwischenstopp wird wohl auch Kasane werden, er hat aber noch keine Ahnung wo sie dort unterkommen werden.

Wir verabschieden uns und überlegen nach ein paar hundert Metern, ob wir nicht umdrehen wollen und den beiden einfach anbieten mit auf unserem Platz auf Senyati zu stehen, die sind seit Jahren in ganz Afrika mit ihrem Unimog unterwegs und haben sicher einige Geschichten auf Lager. Nach kurzem hin und her entscheiden wir uns dann aber doch dagegen, da wir Senyati nicht kennen und gar nicht wissen, ob das unangekündigte Campsharing dort überhaupt geht und gebilligt würde.

So machen wir uns zum Gate auf, zwei junge Frauen checken auch gerade aus, aber reagieren nicht auf unser Good Morning, naja. Und dann auf die sehr lange, sehr harte Sandpiste nach Kachikau. Wir haben das erwartet und wurden auch nicht enttäuscht. Es rumpelt eine gefühlte Ewigkeit vor sich hin, aber zum Glück ist das Adlerauge dennoch wachsam und wir entdecken auf dem Weg doch tatsächlich mehrere kleine Elefantenherden im tiefen Busch. Die Fotos können nicht wiedergeben, wie unfassbar wenig man von den Elis sehen konnte im Vorbeifahren. Deswegen waren wir auch happy, die überhaupt entdeckt zu haben.






Abzweig nach Goha Hills


Entlang der Route kommt man an den Goha Hills vorbei, eine schöne Abwechslung, da es mal zwischendurch eine Gravelpiste gibt, die sich schnurgerade durch die Landschaft zieht. Links und rechts überall Baobabs und eine Erstsichtung, wenn auch kein gutes Foto davon, bin ich trotzdem froh noch ein Beweisbild zu haben, auf dem man erkennen kann, was es ist.

Goha – Gravel


Bateleur | Gaukler 😎 - den hätte ich gerne mal in schön vor der Linse


Auf dem Weg sehen wir noch ein paar Elis, direkt am Gate dann auch noch fotogen an einem kleinen Tümpel, praktisch direkt vor’m Goha Gate. Ein kleiner Keksdieb, zum Glück nicht unser Keks, erheitert die Stimmung beim Knochenstrecken. Der Checkout geht schnell, gerade als wir loswollen drängelt ein Auto ungeduldig von hinten. Die beiden Mädels vom Gate Checkout in Savuti. Grüßen brauchen wir wohl nicht… 😗







Es geht jetzt wieder durch eine enge Sandpiste mitten durch den Wald… Sichtungen sind Fahlanzeige und irgendwann kommt man aus dem Wald und biegt auf die nächste, breitere Sandpiste ab. Ab dem Abzweig geht es nach Kachikau und ich glaube das Bild kennt jeder, der die Strecke schon mal gefahren ist, die Senke mit der anschließenden Steigung und der Spannung, welche Spur berg hoch wohl die beste ist. Sieht aber in echt spektakulärer aus, als es ist, hier bildet eher das Foto die Realität fast besser ab. 😉



Das soll es mit Fotos erst mal gewesen sein, die Kameras landen in Städten hinten im Aufbau und auch unterwegs gab es wohl nicht mehr viel zu Knipsen, aber beim Tagebuch lesen gerade, erinnert man sich dann doch an einiges.

Craftshop in Kachikau
Direkt an der Hauptpiste ist ein netter, kleiner Craftshop. Ein paar der Exponate sind wirklich schön gearbeitet, wir entscheiden und für hölzernes Salatbesteck, dass wir als kleine Geschenke mit nach Hause nehmen. 🙂

Achja… die Tanknadel
Unser Navi sagt es sind noch etwas über 100km bis Kasane. Die Tankanzeige zeigt uns nur noch 50km an. Ich nenne das perfekt geplant, Mara nennt das sich verrechnen. Immer diese Zweifler, wir haben doch noch einen 20l Kanister an Bord. Klar, nur für Notfälle, aber der tritt ja in 50km ein.

Denkste Biene, schließlich gibt es die neue Puma Tankstelle noch vor Muchele. 33km im Tank noch übrig und da ist die Tankstelle auch schon. Zweifler, immer diese Zweifler! Es gibt Sprit, es gibt Luft für die Reifen und einen schon an Slapstick grenzenden, tränigen Service vom Feinsten. Also, alles perfekt. (natürlich ist diese Tankstelle reines Glück, von der haben wir nix gewusst und noch nie was gelesen, gehört zuvor… immer diese Zweifler) 😛

Shopping in Kasane
Erste Häuser, also direkt mal den ersten Laden ansteuern. Und wer was Kaufen will braucht meisten Geld dafür. Also Arbeitsteilung, Mara geht in den Choppies, ich stelle mich am Geldautomaten an. Es gibt hier die neuen „ATM Advanced“, was auch immer das bedeutet, es lockt auf jeden Fall die Massen an, denn die Schlange ist lang. Genug Zeit sich mal umzuschauen, als erstes fällt mir auf, dass ich mich hier wohl fühle, man ist einfach da, man ist akzeptiert und ich habe einfach ein gutes Gefühl, kann man manchmal nicht erklären, man merkt es einfach.

Während ich da so stehe schaue ich mir die Läden an und ein quitschgelb beklebtes Fenster fällt mir auf. Es zeigt Werbung für den ansässigen Mobilfunkladen. Auf dem Werbebanner hält ein Mann sein Handy in die Luft und ruft in einer Sprechblase dem interessierten Leser (also mir) zu: “Nutzt du immer noch 4G, oder bist du schon ein Teil der Zukunft? – Wechsel jetzt zu 5G!“

Ich beantworte die Frage für mich alleine, ganz still und leise im Kopf mit… ich nutze noch 3G!!! 😄
(da hat sich auch bislang nix dran geändert)

Zum Choppies lohnt es sich nicht mal was zu schreiben, eine einzige Katastrophe. Ich finde eine etwas verzweifelte Mara, ich glaube außer ein paar Dosen und Wasser haben wir dann auch nix dort gekauft.

>>> Klare Empfehlung = Der Spar in der Innenstadt!
Super Auswahl, eine geniale Fleischtheke, an der wir uns 2x T-Bones für den Abend mitnehmen. Mjam, die sehen genial aus… und auf dem Weg raus sehen wir die beiden Mädels wieder, verfolgen die uns? 😕 (die beiden sind übrigens aus Frankreich, woher wir das wissen… dazu später mehr)

Auf der Suche nach der richtigen Bootstour
In Savuti haben wir von ein paar Neuseeländern den Tipp bekommen, die Tour mit „Flame of Africa“ zu machen. Achtung, jetzt wird es subjektiv… sind Mist. Grün gestrichene, sehr auffällige Holzhütte am Ende des Spar-Parkplatzes… sind Mist. Als nächstes sind wir in den unscheinbarsten Holzverschlag gestiefelt, mit klangvollem Namen „Tony Mobile Safaris“. Vorweg genommen, die Tour war kein Highlight, aber auch nicht schlecht, es kommt auf den Guide an. Für uns waren 2 Dinge ganz entscheidend. Zum einen wollten wir halbwegs kleine Boote und die garantieren maximal 12 Leute auf dem Boot. Zum anderen hatten wir einfach eine gute Zeit. So aufgeschlossene und freundliche Leute, wir haben in dem kleinen Bretterverschlag geschwitzt wie blöd, viel gelacht, dumme und noch dümmere Sprüche ausgetauscht und dankbar eine kleine Flasche Wasser entgegen genommen auf die Tony so stolz war, weil er die mit eigenem Label versehen hat. 😄

Gebucht haben wir für den nächsten Tag die 15 Uhr Tour zum Sonnenuntergang auf dem Chobe.

Es geht nach Senyati…
… und wir sind ja auch richtig früh dran. Es ist nicht mal 14 Uhr durch, das Campliegt knapp 18km hinter Kasane und dort wollen wir den überdachten Ausguck und die Bar nutzen. Elefanten schauen und dazu ein kaltes Getränk in der Hand, hört sich gut an für unsere Ohren.

ABER… Irgendwas ist ja immer! --- Klappe, die Erste für heute.

Es gibt 2 Wege nach Senyati, eine 2x4 und eine 4x4 Strecke. Wir nehmen die 4x4 Strecke. Links geht’s hoch, rechts geht’s runter, soweit logisch bei Linksverkehr. Geht es aber nicht, denn da steht ein Auto im Weg, daneben ein kleiner Bulli, daneben 2 französische Mädels, daneben 2 Angestellte des Camps beim Buddeln. 😵 😏 So sieht man sich also wieder und ihre Karre steckt fest, soviel ist klar. Wir parken den Wagen und fragen ob wir helfen können?!

Nach etwas hin und her ist ein Abschleppseil organisiert, dass einer der Angestellten hinten am Wagen der Französinnen befestigt. Wir sollen uns das mal anschauen und bewerten ob es so geht… klar Kollege, da sind wir nicht Schuld und geben mal leise Bedenken zum Besten.


Die beiden sind aber guter Dinge, also versuchen wir das mal. Die beiden Mädels stehen nur etwas aufgelöst daneben und harren der Dinge die da kommen…



… hier schlägt eine der beiden die Hände vor’m Gesicht zusammen, als wir fast auf dem besten Weg sind die Stoßstange zu demontieren. Jetzt wird es uns zu bunt, wir schauen uns die Befestigung noch mal genau an und entscheiden den richtigen Abschlepphaken vorne zu benutzen.

Wir fahren also einmal die Strecke hoch und auf der anderen Seite wieder runter und verbinden die beiden Fahrzeuge Front zu Front. Plan ist, dass wir den Wagen einfach rückwärts fahrend den Hang ein Stück hochziehen, bis er wieder frei ist. Also erst einmal ordentlich schippen…



… und dann ist es auch geschafft und wir haben den Wagen am Haken und ziehen ihn 20-30 Meter weiter auf guten Untergrund. JAYYY!



Wenigstens lief die GoPro, so haben wir davon ein paar Bilder. 😉

Einer der Angestellten übernimmt das Steuer und von jetzt an geht es ohne weitere Zwischenfälle zum Camp, wo wir von den beiden Mädels einen Drink ausgegeben bekommen, sie sich dann aber 2 Tische weiter setzen… komisch. 🤨 (aber die beiden sind eigentlich nett wie sich am nächsten Tag zeigt, waren wohl einfach nur durch mit den Nerven und haben leiber Gamedrives gebucht und nicht mehr die 4x4 Strecke genutzt)

Wie dem auch sei. Wir sind im Camp und checken mal ein. Die haben einen netten kleinen Shop vorne inkl. Eistruhe, die wir für meine Kühlpacks für den Fuß nutzen dürfen. Top, mal wieder richtig eingefrorene Packs. Wir kriegen die Campsite direkt vorne gegenüber der Rezeption. Ist glaube ich direkt die Nummer 1. Ist zwar direkt am Parkplatz, aber dafür hat man es nur ein paar Meter zur Aussichtsplattform.



Die Plattform oben, inkl. Bar und geschnitzten Sitzhockern oder je nach Gusto mit Sofas oder großem Tisch mit normalen Stühlen ausgestattet. Alles sehr ansprechend, wirklich schön gemacht.


Man kann auch unten sitzen, wussten wir vorher nicht, sehr cool. 😎 Und links, was aussieht wie ein Plumpsklo ist der Einstieg zum Tunnel, durch den man in den Bunker direkt am Wasserloch kommt.


Wir gehen hoch, schnappen uns noch ein Getränk und setzen uns auf zwei der Hockerplätze in erster Reihe. Es ist eine Handvoll Leute aktuell da und am Wasserloch ist nicht wahnsinnig viel los ist. Für Senyati bedeutet das, dass wir hier nur 24 Elefanten beobachten können. Da alles nicht so ursprünglich aussieht, wenn man viel drumherum aufnimmt, bieten sich aber eher nur Detailaufnahmen an, aber für einen neuen Zwischenstand des Tages reicht das natürlich. 😉






Ich komme mit Margit ins Gespräch, die neben mir sitzt. Wie das halt so ist, man tauscht sich aus, was man so erlebt hat, wo man schon war und was man noch so vor hat. Welche schönen Sichtungen hatte man, kann man etwas empfehlen oder sich Empfehlungen abholen. Man ist unter Gleichgesinnten und so finden sich natürlich immer schnell Gesprächsthemen. Ich weiß gar nicht mehr was, aber Margit fragt mich irgendwas, die Antwort dazu fehlt mir aber.

“Mara, sag‘ mal wie war das noch mal bei so und so, kannst du dich dran erinnern?“

Mara kommt dazu und da macht es wohl bei Margit >Klick!<

“Sagt mal… seid ihr Robin und Mara aus dem Namibia Forum?“

“Ja sind wir.

“Ach wie toll, ich habe euren Reisebericht aus Namibia gelesen. Egon, komm‘ mal, das sind Mara und Robin, den Reisebericht habe ich dir immer gezeigt.“

Wie witzig, da sitzt man irgendwo in Afrika und wird erkannt. Wir sind berühmt! – Autogramme wollten sie aber nicht… 😗 😄 Spaß beiseite. Wirklich nett, die beiden kennen zu lernen und einfach irgendwie lustig.

Wir quatschen noch etwas und schauen dann dem Treiben am Wasserloch zu.

Saddle-billed Stork | Sattelstorch


Wellness-Angebote gibt es auch in Senyati… Schlammbad z.B.


Fork-tailed Drongo | Trauerdrongo


Grey-headed Sparrow | Graukopfsperling… auch eine unverhoffte Erstsichtung. Dem Roberts nach kommt diese Unterart der Sperlinge wohl nur hie ganz im Norden und zum Teil in den Caprivi rein vor.


Doch irgendwann kommt es, wie es kommen muss. Auch der letzte Elefant verlässt die Szenerie. 🙁 Das ist dann auch für uns der Startschuss aufzubrechen Richtung Campsite.



Es ist mittlerweile kurz nach 16 Uhr. Also mehr als genug Zeit um den Wagen aufzubauen, duschen, grillen und zum Sundowner wieder auf der Aussichtsplattform zu sein und zu schauen was evtl. so geht,… ABER…

ABER… Irgendwas ist ja immer! --- Klappe, die Zweite. 😣

Just in dem Augenblick, als wir die Treppe vom Ausguck runterkommen, biegt oben ein großer, silberner Bulli bei Senyati ein. Was wir dank Diskussionen eines Gastes beim Check-In schon wissen… es gibt keinerlei freien Plätze oder Bungalows mehr heute, alles ist restlos ausgebucht. So begrüßen wir Schorsch und lernen jetzt auch Kerstin kennen. Wir geben Ihnen vorab schon mal das Update und bieten ihnen einen Stellplatz bei uns an. Schorsch klärt ab ob er noch einen Platz kommt oder bei uns stehen darf und klar, er hat genau darauf spekuliert… so erzählt uns Kerstin, dass er 10 Minuten nachdem wir weg waren zu ihr meinte, „Mist, die beiden hätten wir doch fragen können ob wir mit denen zusammen stehen können.“

Manchmal soll es einfach so sein und wir sind uns direkt sehr sympathisch. Die beiden sind einfach supernette Leute, sehr erfahrene Afrikareisende mit vielen Geschichten und einer angenehm lockeren Art. So wird der Plan des Abends etwas über Bord geworfen.

Wir teilen nicht nur Campsite, sondern auch unsere T-Bones, GinTonic, Wein und Ratatouille. Kerstin macht Reis. 😄 😛
(ein paar kühle Bierchen kommen schon auch noch dazu)

Wir verquatschen uns total und vergessen sogar das tolle, beleuchtete Wasserloch. Gut das irgendwann zwei Jungs bei uns auf der Campsite stehen und fragen ob wir uns mit Schlösserknacken auskennen würden.

Also erstens… wir sehen doch gar nicht wie Verbrecher aus?

Und Zweitens… sind wir gut angeheitert, also kann die einstimmig vorgetragene Antwort von Schorsch und mir natürlich nur heißen: Na klar!

Die beiden haben den Schlüssel für ihr Canopy im Canopy eingesperrt. Das ist nur mit einem Vorhängeschloss verschlossen, und das haben sie aus Versehen zugedrückt. Ein Blick in Schorsch Werkzeugkiste fördert eine sehr professionell wirkende Axt zum Vorschein, wir nennen sie liebevoll den „Problemlöser“. 😉

Profi-Mechaniker am Werk. 5 Minuten Operation am offenen Herzen und das Schloss streckt die Waffen und gibt auf. Als siegreiche Helden des Abends hat man sich noch ein Sieger-/Wegbier verdient und wir machen uns dank der Unterbrechung dann auch endlich mal auf, dass Wasserloch zu besuchen. Kerstin und Schorsch haben ja nur den einen Abend hier und da will man schon gucken, wir sind natürlich genauso gespannt.

Regressiv gezählt, weil wir uns bei manchen „Neuankömmlingen“ nicht sicher waren ob die wirklich ganz neu ankommen, zählen wir den Abend noch einmal 60 weitere Elefanten. Fotos machen wir eher wenige, durch das gelbe Licht kann man die eh nur komplett entsättigen, möchte man die irgendwie nutzen. Dennoch, ganz spezielle Nummer da, man kommt durch den Tunnel super nah dran und kann stundenlang die Elefanten bei ihrer Interaktion beobachten und wie sie den Baum direkt vor der Plattform zerlegen.

Das perfekte Abendprogramm, bevor wir uns glücklich ins Dachzelt zurückziehen. 🙂





Dicker Stampfer direkt aus dem Bunker fotografiert







Makgadikgadi: 35 | Boteti: 16 | Rundflug Maun: 67 | South Gate: 10 | Xakanaxa CS-III: 1 | Dead Tree Island: 10 | Motlaba Island: 24 | 2nd Bridge: 17 | Mboma Island South: 49 | 3rd Bridge CS-VIII: 1 | Hamerkop Pools: 3 | Jesses Pool: 7 | Xakanaxa CS-VIII: 2 | Old-Landing Strip: 14 | Paradise Pools: 2 | Bootstour Xakanaxa: 5 | Xakanaxa Airstrip: 1 | Xuku Plains: 6 | Dombo Hippo Pools: 10 | Kgoko Plains: 2 | Samahundu: 6 | Sexugu View Point: 2 | Segagama: 9 | Khwai Plain: 6 | Khwai Airstrip: 4 | Dinawe: 4 | Mochaba: 38 | Khwai River Drive: 44 | Sand Ridge Road: 3 | Savuti CV5: 1 | Savuti Channel: 1 | Rhino Vlei: 19 | Mababe Road: 10 | Marabu Pans: 35 | Savuti Marsh: 12 | Motsibi Island: 6 | Harvey’s Pan: 1 | Nyondutsa Pans: 6 | Savuti CV4: 1 | Savuti Nord: 19 | Goha Hills: 6 | Goha Gate: 3 | Senyati Tag 1: 24 | Senyati Nacht 1: 60 ||| #601
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206 Beiträge · seit 201114. Nov. 2019 ·
Hallo Mara und Robin,
vielleicht erinnert ihr euch, durch euch habe ich im letzten Step doch noch den Boteti, wenn auch nur 1 Nacht, eingebaut. Ich muss euch sagen, das war eines der TOP Highlights unserer gesamten Reise. Wir sind am Phuduhudu Gate reingefahren und es ging als erstes an das Wasserloch. Da fuhren wir auf eine schwarze Wand zu. Ca. 50 Elefanten tummelten sich dort gerade. Immer den Rückspiegel im Auge, verblieben wir dort eine halbe Stunde. Nach ca. 2h erreichten wir dann den Boteti und ich dachte, mich trifft der Blitz, als wir da unten ca. 300 Zebras - etliche Elefanten und an einem anderen Wasserloch vielleicht 30 unterschiedliche Großvögel zwischen Zebras entdeckten. Es stockte mir der Atem, ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit 😉 😄 Der Fluß ist fast ausgetrocknet und die Fähre nicht im Betrieb. Nun versuchte ich krampfhaft den Übergang zu finden, aber weit gefehlt. Wir verfransten uns dermaßen, dass wir am Zaun und irgendwelchen gegenüberliegenden Häusern standen, ergo am anderen Ende, wohin wir sollten. Navi und map.me versagten und setzten mich unter Druck. Ich bin 2x in den Fluss reingefahren, um unten zu suchen, aber keine Chance. Wir fuhren mitten durch die Tiere durch, um dann irgendwo gegenüber eine recht betuchte Lodge zu sehen und schon wusste ich, das kann nicht das Boteti camp sein, sah zu teuer aus. Wir waren mittlerweile mehr als 5h unterwegs. In der Lodge gefragt, konnten wir dann im Tiefsand dem Gamedriveauto bis zum Dorf folgen. Zum eigentlichen Parkausgang sind wir nie gekommen. Wir waren extrem glücklich über diese Sichtungen und als wir im nett zurecht gemachten neuen Boteti Camp angekommen sind, machten sich alle anderen Gäste auf zum organisierten Gamedrive und wir ruhten uns am kleinen Swimmingpool aus. Diese Erlebnisse mußten wir erst einmal sacken lassen. Habt ganz herzlichen Dank für euren Tipp, der mich zu dieser letzten Buchung motiviert hat. 😛
Eine Anmerkung habe ich noch, ich ziehe den Hut vor euch und allen anderen, die sich von Nord nach Süd oder von Süd nach Nord durch das Okavango Delta kämpfen. 2 Nächte in Third Bridge haben mein Pensum auf Adrenalin übervoll gemacht. Was ich mich hier jeden Tag an Stunden verfahren habe, ist mir absolut schleierhaft. Die Tinkersmap war für mich unbrauchbar bei den vielen Spuren im Tiefsand, das Navi hat nur gesponnen und map.me ebenso.
Wie habt ihr euch diese gesamte Zeit dann schließlich doch zurecht gefunden. Ich muss unbedingt mit dem richtigen Werkzeug navigieren lernen. Sorry, wenn ich mich jetzt mit dieser Frage einklinke. Ich will nämlich überall noch einmal hin und das nächstes Jahr wieder mit meiner Mutter im Schlepptau, die dann 88 Jahre alt sein wird und die die unerschrockenste und beste Beifahrerin der Welt ist.
Viele Grüße und ganz vielen Dank nochmals
Marion
Alexander von Humboldt "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben."
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2019
Themenstarter1'167 Beiträge · seit 201717. Nov. 2019 ·
Liebe Marion,

das ist wirklich super nett von dir, dass du deine Erfahrungen hier noch teilst und es freut mich wirklich ungemein, dass unser Bericht dazu beitragen konnte euch einen so schönen Tag zu bescheren. 🤩
Genau darum geht es ja bei solchen Berichten, wie ich finde.

Tasächlich passt deine Beschreibung perfekt zu unseren eigenen Erlebnissen dort. Für mich auch ein echtes Kleinod, dass eher weniger Beachtung findet. Ich habe vor ein paar Wochen einen Bericht über den Boteti gesehen und das die Zebraherden täglich aus dem Buschland ans Wasser ziehen und wieder zurück. Also auch genauso, wie wir es erlebt haben.

Geplant ist 2020 auch wieder ein Aufenthalt dort. Diesmal aber in der Campsite auf der anderen Seite um bis Abends spät den Sundowner am Wasser erleben zu können. So zumindest der Plan. 😎


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@ Navigation (hab' ich jetzt gerade ganz vergessen zu schreiben)
Wir sind tatsächlich mit den Tinkers Maps für die grobe Orientierung zurechtgekommen und haben dann später das Navi nur noch für die GPS-Koordinaten genutzt. Anfangs haben wir direkt die Koordinaten unseres Ziels eingegeben, was eher suboptimal war.

Später haben wir dann immer mehrere Zwischenziele eingetippt oder uns wirklich von GPS zu GPS Punkt gearbeitet. So hat man immer eine ganz gute Orientierung zumindest welche grobe Richtung stimmt.



Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 17. Nov. 2019
206 Beiträge · seit 201118. Nov. 2019 ·
Lieber Robin,
danke auch für deine Navitipps, ich werde das nächste mal mein bestes geben, aber vielleicht bin ich bis April für den Norden Botswanas bis zu den Epupa Fällen schon fit und im Oktober dann am Boteti und im Moremi hoffentlich routiniert.
Nach vielen Aufenthalten in Namibia und Südafrika habe ich jetzt an Botswana "Blut geleckt" und ab sofort wird dieses tiersichtungsreiche Land jedes mal mit eingebaut.
Im Übrigen, wollte ich mich noch 1x ausdrücklich für euren super informativen und unterhaltungstechnisch grandiosen Bericht bei euch bedanken. Ich bin ein ganz großer Fan von euch und bleibe unangefochten weiterhin am Ball.
Viele Grüße
Marion
Alexander von Humboldt "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben."
Themenstarter1'167 Beiträge · seit 201719. Nov. 2019 ·
Reisehummel schrieb:
Im Übrigen, wollte ich mich noch 1x ausdrücklich für euren super informativen und unterhaltungstechnisch grandiosen Bericht bei euch bedanken. Ich bin ein ganz großer Fan von euch und bleibe unangefochten weiterhin am Ball.
Vielen Dank Marion... bei meiner wirklich völlig unbeständigen Schreibe hier, bin ich verwundert, dass überhaupt noch wer standhaft bleibt und das hier mitverfolgt. 😄 😉

Aber für dich, stelle ich natürlich gerne noch was neues ein. 🙂
(kommt gleich)

Gruß,
Robin
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Themenstarter1'167 Beiträge · seit 201719. Nov. 2019 ·
TAG 15: Auf dem Chobe mit Mr. Crocodile




Die kleine Compilation unserer Campiste in Senyati ist für heute wirklich mal Programm. Ich glaube wir haben keinen einzigen Tag auf der Reise gehabt der ähnlich entspannt war und bei dem uns auch nichts dazwischen kam. Geplant haben wir den Tag sowieso im Camp und dann den gebuchten Boottrip nachmittags zu machen.
Da kommt es gar nicht ungelegen, dass wir das Frühstück in sehr netter Gesellschaft verbringen. Kerstin und Schorsch müssen heute noch nach Simbabwe, Autokram erledigen, aber die beiden genießen den Morgen und das ausgedehnte Frühstück ebenso. So ist es auch bald viertel vor neun, bis die beiden sich dann doch aufmachen und wir Mail-Adressen austauschen und uns verabschieden.



Danach plätschert der Tag so vor sich hin. In erster Linie entspannen wir, laden mal wieder das ganze Equipment komplett auf, erkunden die Aussichtsplattform und lassen einfach die Seele baumeln. Einfach mal runterkommen. 😎

Ein kleines Highlight war Maras Geburtstagsanruf bei Ihrer Mutter per Sattelitentelefon. Eigentlich nur deshalb, weil wir die Info bekommen hatten, dass der BVB zwischenzeitlich 4 Punkte vor den Bayern war… haben wir nix von mitbekommen, als wir los sind sah es noch andersrum aus. (auch diese Saison ist schon wieder vorbei, man weiß ja wie es geendet ist… tragisch. Mit den Eulenmuckels waren wir sogar noch bei der 5:0 Klatsche in München letzte Saison. Es blieb uns wirklich nix erspart.) 🙁



Blick vom oberen Deck

Wenn man die hintere Treppe Richtung Toiletten runtergeht kommt man zum unteren Bereich, in dem man auch sitzen kann und sich der Eingang zum Tunnel befindet, durch den man zum berüchtigten Bunker gelangt, der direkt am Wasserloch liegt.

Hier unten treffen wir auch die beiden Französinnen wieder, die heute sehr gesprächig sind. Kein Wunder, sie haben viel zu berichten. Morgens haben sie einen geführten Gamedrive gemacht und insgesamt 4 Leoparden gesehen. Drei davon in der Nähe des Serondela Picknick-Platzes inkl. Kill im Baum, passend mit Mutter und Jungtier beim Knabbern. 🙄

Wirklich irre Bilder. Das merken wir uns natürlich für den morgigen Tag und beschließen schon jetzt, dass es morgen alles andere als entspannt wird. Wir haben eh‘ viel vor und müssen bis Nambwa kommen. Gleichzeitig wollen wir vorher die Riverfront komplett mitnehmen. Also ist der Frühstart jetzt gesetzt. Noch vor den Lodge-Fahrzeugen rein und Leoparden gucken. Das wird super! – wurde es natürlich nicht…



Wir machen uns dann doch irgendwann auf in Richtung Kasane. Etwas früher als gedacht, denn wir wollen heute alles erledigen, was uns sonst morgen Zeit kosten könnte. Nach dem gestrigen Abend geht es zurück in den Supermarkt, wieder Fleischvorräte auffüllen und jetzt holen wir uns noch mal 2 T-Bone Steaks. Die gibt es dann im Caprivi mal nur für uns allein. Da freuen wir uns drauf.

Mir fällt ein DHL Schild auf und ich hoffe eine Post zu finden. Wir müssen noch eine Postkarte für eine Hochzeit verschicken. Ist aber leider nur ein Paketshop, der eigentlich Stoffe verkauft. 😐

Auf Nachfrage erfahre ich, dass die Post nen ganzes Stück weg ist, soviel Zeit haben wir aber nicht, wir müssen gleich am Treffpunkt sein und müssen noch eine technische Pause einlegen, Geheimtipp… die öffentliche Toilette beim KFC. Kleine Gasse direkt dahinter. Da sitzen 5 Leute für 2 Toiletten und es kostet nur zwei Pula. Dafür picobello sauber. (meiner Rock am Ring Erfahrung nach sollte man Toilettentipps immer teilen)

Am Treffpunkt erwartet uns schon Queen. Ein Name für die Touristen (der leichter auszusprechen und zu merken ist), einen echten Namen, erklärt sie uns. Gut, das kennen wir schon aus Namibia. Die Boote sind gut gefüllt heute, bzw. das große Boot hat 12 Leute drauf. Wir werden also im kleinen Boot unterwegs sind mit nur 4 Leuten. Das ist natürlich klasse. Unsere Mitfahrer holen wir später an einer Lodge am Ufer ab. Dorthin bringt uns Captain Jack… Touri-Name und so. Sein echter Name ist Mr. Crocodile, weil er immer so viele Krokodile findet, viel mehr als jeder andere. Die Viecher kommen zu ihm hin geschwommen. Na da sind wir mal gespannt. 🤪





Die beiden Lodger steigen zu, schnell stellt sich raus, dass sie aber eigentlich eine Dachzelt-Tour durch Namibia machen. Sie sind mit den Victoria-Fällen und heute eben dem Chobe-River gestartet. Morgen früh geht der Flug nach Windhoek und dann geht es für die beiden ins Abenteuer. 🙂

Was uns zuerst auffällt sind die vielen Boote und sobald irgendwo Elefanten auftauchen fahren die Boote direkt drauf zu und teils auch recht nah ran. Unsere Mitfahrer sind begeistert, wir weniger. Wir fragen ob sie evtl. lieber etwas abseits sein möchten und wir unsere „eigenen“ Sichtungen suchen. Sie willigen ein, wobei ich zugeben muss, die beiden waren sicher auch etwas überfahren von uns. Immerhin war das ihr erster Tiertag, wir waren schon 2 Wochen unterwegs. 😗



Richtung Namibia brennt es, unser Guide meint, dass sei normal… Namibianer halt. (viel Gutes lässt er nicht auf sein Nachbarland kommen





Das Panorama soll mal zeigen wie wahnsinnig viele Elefanten dort sind… ich verliere den Faden beim Zählen, daher auch keine Strichliste heute


Bei einem kleinen Abstecher zum Ufer entdecken wir ein paar schöne Motive.



Pied Kingfisher | Graufischer


African Darter | Afrikanischer Schlangenhalsvogel


Einer geht…


… einer kommt. 😁


Dann macht es etwas entfernt PLATSCHHHH!
Unser erster Blick geht auf’s Wasser, da muss was reingeplumpst sein, aber weit gefehlt. Es ist genau anders herum. Es kommt etwas aus dem Wasser und wenn das schon so laut klatscht, dann ist Masse im Spiel. Uns präsentiert sich Flusspferd, bestens abzulichten und sehr cool anzuschauen, wie es sich aus dem Wasser auf die Böschung zieht.

Mr. Crocodile guckt etwas angespannt, ob es noch Freunde im Wasser hat. Krokodile ja, aber bei Hippos hört die Liebe dann auf. Eines steht fest, alles unsere Boot-Guides haben einen riesigen Respekt vor den Flusspferden. 😕







Es ist eine muntere Flussfahrt, man schippert so an den Tieren vorbei und hält Ausschau nach besonderen Sichtungen. Mr. Crocodile erweist sich als eher geht-so Guide. Es fühlt sich etwas nach Standardprogramm an, was aber wohl nicht alleine ihm zuzuschreiben ist und was nach unserer Bitte, etwas weiter zu fahren und nicht im Getümmel mit 10 anderen Booten zu halten auch besser wird. Leider stellt er die Tiere immer sehr gerne mitten ins Gegenlicht, fotografieren wird da etwas schwierig. Natürlich kommt dennoch einiges zusammen.

Staatliche Büffel, die auch mal nicht schlafen. Elefantenherden, natürlich. Wir sehen ein paar namibianische Fischer die noch ihre Netze preparieren und kurz drauf einen Kingfisher, der schon einen Schritt weiter war.







Pied Kingfisher with Prey


Ein Stück weiter, zumindest für uns, ein echtes Highlight. Ein paar Boote haben sich schon versammelt. Zwei junge Elefantenbullen kämpfen im Wasser miteinander. Es geht teils recht schroff zur Sache. 2-3 mal scheint der Kampf vorbei zu sein, aber dann messen sie doch wieder ihre Kräfte und das Schauspiel geht weiter. 😎











Trotzdem darf dann das faire Shake-Hands nicht fehlen. 😄


Ich bin mir jetzt nicht sicher ob der, der im Wasser bleiben durfte/musste Sieger oder Verlierer war


Ein Boot scherrt aus der Masse aus und kommt auf uns zu. Es ist das andere Boot von Tony Mobile, wild winkend kommt Tony Steuerbord mit seinem Boot und ruft rüber. Ich checke gar nicht, dass er uns meint. Er hat uns im Boot gesehen und wollte nur unbedingt hallo sagen, weil wir gestern so viel Spaß hatten. Mit ihm wären wir wirklich gerne unterwegs gewesen. Zumindest witzig wäre es gewesen. Klasse Typ. 😉

Weiter geht es mit einem meiner Lieblingsbilder der Tour. Es handelt sich eigentlich um 2 Fotos eines stattlichen Büffelbullen. Ich konnte aber nie beide Hörner voll drauf kriegen, weil ich auf der Festbrennweite war… da habe ich einfach 2 Bilder gemacht und dann als Panorama zusammengerechnet. Geht auch bei Tierportraits. 😎



Pied Kingfisher Männchen


Bei einer kleinen Eli-Herde halten wir zum nächsten Stopp an. Um uns herum fegen African Skimmer durch die Luft und tauchen immer wieder zur Wasseroberfläche ab um Beute zu machen. Ein schönes Schauspiel… Vögel im Flug, im einsetzenden Zwielicht und vom Boot aus ist aber nicht direkt meine Disziplin. Dafür zeigt uns Captain Jack (keine Krokodile bislang… ich verweigere ihm seinen 2. Spitznamen) brütende Skimmer auf einer Sandbank. Und tatsächlich, ein Küken ist auch zu sehen. Sehr schön. 😘







African Skimmer | Braunmantel-Scherenschnabel




Die Sonne geht langsam aber sicher unter, bzw. merkt man wie sich die Farbigkeit im Licht ändert. Wie schnell es dann plötzlich dunkel wird, dass kennen wir ja mittlerweile alle hier.

Es wird also Zeit Ausschau zu halten, es wird sich doch noch ein Krokodil finden lassen?!

Angestrengter Blick…




Waterbucks | Wasserböcke


Geht doch… Mr. Crocodile kann es noch!




Jetzt mal ein kleiner Break mit einem etwas anderen Bild. Ich habe mich mal an ein paar Silhouetten-Bildern versucht. Den Anfang machen natürlich die Elefanten…



So, jetzt sind die Augen wieder frisch für die kommende Farbexplosion. 😮

Schneller als man gucken kann, ist dann plötzlich Sundowner-Zeit, die Boote zischen vorüber und nachdem uns Mr. Crocodile noch eine schwimmende Bar im goldenen Licht zeigt????? 😏 , so hat er doch noch einen letzten Pfeil im Köcher der sitzt. Es gibt also gleich noch eine Serie mit dem Titel Buffalo-Sunset. Dadurch, dass wir dann doch etwas weiter rausgefahren waren als die meisten sind wir, zusammen mit nur 3-4 anderen Booten an dieser schönen Szene vorbeigekommen. Dafür bekommt er einen Guide-Daumen nach oben. 🤩

Alle sputen sich zurück zu kommen.


Schwimmende Bar










Damit geht unsere erste Chobe-Erfahrung zu Ende. Kein riesiges Hurra, aber durchaus sehr schön. Mr. Crocodile setzt erst unsere Mitfahrer ab, dann geht es zu dem kleinen Steg zurück. Wir geben ihm ein Extra zum Trinkgeld und fragen ihn, ob er unsere Postkarte für uns abschicken kann? (das war so eine Aufgabe auf der Hochzeit und die musste jetzt verschickt werden… was soll man machen) – er sagt direkt zu und meint das wäre kein Problem. Ihr vermutet richtig, ist nie angekommen, aber für die passende Geschichte dahinter falls doch, war es das wert. 😉

Ein Mitarbeiter von Tony Mobile bringt uns noch zum Auto. Junger Kerl, er studiert gerade und macht nebenher Guide-Tours. In den wenigen Minuten haben wir beide das Gefühl, dass er der deutlich bessere Guide gewesen wäre. Ein sehr angenehmer Gesprächspartner.

Zurück am Auto verlieren wir keine Zeit, es ist auch schon dunkel mittlerweile und wir haben noch die Warnung im Ohr, nachts dort rumzufahren, mit den vielen Elefanten die unterwegs sind und auch die Straßen kreuzen. Immerhin sind es gute 18km bis zum Camp. Lange sehen wir keinen Dickhäuter, vielleicht haben wir sie auch einfach nicht ausgemacht, denn kurz vor dem Camp tauchen plötzlich 4 Elefanten neben uns auf und sind auch sofort wieder im Dunkeln verschwunden. Wow 🤨 , die erkennt man im Halbdunkel tatsächlich nur direkt im Scheinwerferlicht. Wir fahren direkt mal deutlich langsamer.

Es geht vorsichtig über die Tiefsandpiste zurück ins Camp, hier können, gerade zu dieser Zeit überall Elis sein. Ab auf die Campsite und schnell unter die Dusche. Wir hatten uns über den Tag einen Avocado-Thunfisch-Tomaten Salat vorbereitet. Zeit genug hatten wir ja und in weiser Voraussicht, dass es heute Abend spät würde und wir erst im Dunkeln wieder im Camp sein würden. Es geht noch mal auf die Plattform und wir sehen wieder dutzende Elefanten und viele kleine Herden das Wasserloch belagern...



So, jetzt aber ab ins Bett, er winkt uns Gute Nacht


Im Zelt unterhalten wir uns noch über den Tag und ich meine, dass man bei der Bootsfahrt nun echt keine Elefanten mehr mitzählen konnte. Mara guckt mich an und sagt: „148!“

Wie jetzt? – Sie hat doch tatsächlich die ganze Zeit über versucht so gut es geht mitzuzählen. 😎

Also haben wir doch eine Zahl für den Tag… und den Beweis, dass wir eher regressiv drangehen. Beim durchschauen der Fotos heute habe ich einfach mal angefangen nur die durchzuzählen, die auf den Bildern eindeutig als, sich nicht wiederholende, Elefanten auszumachen sind. Seit heute haben wir unsere Gesamtzahl also über ein Jahr später noch mal um 21 erhöht. Wir werden dort deutlich mehr gesehen haben, aber man kann nur regressiv rangehen. Die 169 können wir aber verifizieren. 😉

Zum Abschluss die 2. Silhouette, ich nenne das mal Fine-Art. 😗



Gruß,
Robin





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zuletzt bearbeitet 19. Nov. 2019
8'712 Beiträge · seit 201019. Nov. 2019 ·
Blende18.2 schrieb:
Staatliche Büffel, die auch mal nicht schlafen.
Robin, das zeig' mal besser keinem Beamten 😄

Wie du siehst, bin ich auch noch dabei, eine Bootsfahrt auf dem Chobe lasse ich mir doch nicht entgehen!

Vielen Dank fürs Weiterschreiben und Grüßle von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter1'167 Beiträge · seit 201719. Nov. 2019 ·
Champagner schrieb:
Blende18.2 schrieb:
Staatliche Büffel, die auch mal nicht schlafen.
Robin, das zeig' mal besser keinem Beamten 😄
😄 😄

Schöner Verschreiber... aber der darf sogar drinbleiben. 😗 😉


Gruß,
Robin
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