Überfälle auf Touristen - Sept 2018 - Erongo

188 Antworten · 45,5k Aufrufe · gestartet 11. Sept. 2018 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200611. Sept. 2018 · #21
Namibia gibt es dort auch mit Stufe 1
Level 1: Exercise Normal Precautions
und das für ein "Shithole Country" 😉

Viele Grüße
Christian
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2'847 Beiträge · seit 201111. Sept. 2018 · #22
... und auch Brasilien hat Stufe 2 (ca. 60.000 Tötungsdelikte) ebenso wie Indien (ca. 40.000) 😗
1'042 Beiträge · seit 201611. Sept. 2018 · #23
Hallo Seyko
Seyko schrieb:
Bei sowas darf man unter keinen (machbaren) Umständen anhalten.
Schlimm...
Stimmt und falls man doch angehalten hat, ein Fahrzeug ist in der Regel immer schneller als ein potentieller Angreifer zu Fuß!
Seyko schrieb:
Wer da ruhig bleiben kann und sein Nervenkostüm im Griff hat, sollte seinen Rammschutz ausprobieren. Ein Minibus ist schwächer.
Als aller erstes versucht man es mit geordnetem Rückzug (dafür gibt es unter anderem den Rückwärtsgang). Als Eskalationsstufe kann man schon mal damit drohen, das Fahrzeug auch als Waffe benutzen zu wollen, aber den Rammschutz ausprobieren kann auch sehr schnell gar nicht funktionieren. Man braucht sich nur den Kühler zu beschädigen und kommt dann auch nicht mehr weit. So übertrieben stabil ist jetzt die Fahrzeugfront auch nicht, dass man damit gefahrlos ein anders Fahrzeug "ausschalten" könnte.
Seyko schrieb:
Erinnert mich an Vorfälle in der Region um den Krüger. Da gab es vor Jahren gehäuft gefakte Unfälle, leblose Menschen am Strassenrand und dergleichen mehr. Wenn jemand angehalten hat um zu helfen, wurde er/sie im besten Fall ausgeraubt.
"Ausbremsen" erinnert mich an die Autobahn in Spanien vor ettlichen Jahren kurz nach der französischen Grenze. 😄 😉

Gruß Markus
517 Beiträge · seit 201811. Sept. 2018 · #24
.... Es ist immer wieder toll Tipps hier von den so erfahrenen Experten zu erhalten.... praxiserfahren, realitätsnah, jeder Situation erhaben...........
VG
1'042 Beiträge · seit 201611. Sept. 2018 · #25
Hallo Focus,
Focus schrieb:
.... Es ist immer wieder toll Tipps hier von den so erfahrenen Experten zu erhalten....
ein gesundes Maß an Misstrauen ist vielleicht immer hilfreich, dazu muss man nicht Experte sein...
ich möchte ja niemandem etwas unterstellen aber 2017 hatte ich so eine merkwürdige Situation in Namibia, da wurden wir angehalten durch Handzeichen und derjenige der mich angehalten hatte erzählte etwas durch das zum Spalt geöffnete Fenster von "Police Officer" und nuschelte ziemlich. Er wollte wissen wohin wir fahren, während ein anderer der dreien sich dem Fahrzeug von seitlich hinten näherte (auch deswegen gibt es Spiegel am Fahrzeug). Ich sagte ganz schnell "Bye!" und trat auf das Gaspedal, derjenige der mich angehalten hatte, zog während dessen noch etwas aus der Tasche, was sich auf den letzten Blick den ich noch erhaschen konnte als Smartphone heraus stellte...

Namibia_2017.JPG


Ein Polizeiauto stand tatsächlich in der Nähe. Das Bild machte ich zufällig von den Schildern, da war noch alles unverdächtig und ich glaube nicht, das die drei die Kamera gesehen hatten.
Focus schrieb:
praxiserfahren, realitätsnah, jeder Situation erhaben...........
Praxiserfahren kann man sein, relaitätsnäher als die Realität eben ist kann es nicht mehr sein, dazu muss man aber raus und nicht nur vor dem PC herum hängen, sonst kennt man den Unterschied nicht mehr aber jeder Situation erhaben ist wohl keiner. Jeder lässt sich irgendwie, irgendwann austricksen, der eine schneller und der andere weniger schnell.

Spätestens wenn Du in einem Land mit fremder Währung und Sprache auf Deutsch angesprochen wirst ob Du nicht 2 € zum telefonieren klein wechseln kannst, dann wirst Du Deinen Geldbeutel heraus ziehen und nachschauen, ob Du nicht helfen kannst. Sitzt Du in dem Moment nicht im Auto auf der Fahrerseite, während der "Hilfesuchende" auf der Beifahrerseite steht ist Dein Geldbeutel weg. 😄

Andere "Trickbetrüger" erzählen noch andere Geschichten und wenn Du dann noch etwas getrunken hattest, dann bist Du garantiert Geld los.

Die "Klassiker" wie das geziehlte Ausbremsen die erkennt man doch sofort. Da ist nicht einmal ein Trick dabei. Ganz hartnäckige haben das vor vielen Jahren in Spanien nicht nur einmal sondern dreimal hintereinander probiert wenn man vorbei gefahren ist. Da war das aber auch bekannt. Entweder wurde eine Panne vorgetäuscht oder ganz simpel versucht ein Fahrzeug durch ausbremsen zu stoppen. Vor allem weil das NIE im fließenden Verkehr statt gefunden hat sondern nur auf einsamer Strecke ist das ja nicht weniger verdächtig. Wenn jemand vor mir einfach so hält dann fahre ich vorbei, versperrt er die Fahrbahn komplett (geht sowieso fast nicht und mit einem Hilux kommt man vermutlich dennoch vorbei), dann stimmt etwas nicht. Und wer gelesen hat, wie er sich verhalten muss, wird in der Regel nicht überrascht sein...

Gruß Markus
517 Beiträge · seit 201812. Sept. 2018 · #26
@Markus,
in der Meldung stand.... Zwei junge polnische Touristinnen.
Also ich kenne vielleicht 3 Frauen und 4 Männer die einer gleichwertigen Situation souverän gewachsen wären.
Glaubst du nicht auch, dass diese Leute sich nicht auch für leichte Opfer entscheiden, die eben nicht so abgebrüht entscheiden?
Ich bin überzeugt, das mindestens 80% der Touristen in ähnlichen Situationen kopflos, unüberlegt, überrascht und sicherlich falsch handeln.
Zu deiner Situation und etwas parallel zu dem Fall hier... Wieso war der so nahe an deinem Auto... Hätte der ein Beil raus geholt und hätte dir überraschend deine Scheibe eingeschlagen......... Aber egal das hätte wäre wenn Gerede bringt auch nix.
Somit wünsche ich jedem, dass er nie in eine brenzlige Situation kommt, egal ob in Namibia oder im gefährlichen Osten Deutschlands...
VG
zuletzt bearbeitet 12. Sept. 2018
1'097 Beiträge · seit 200912. Sept. 2018 · #27
.
zuletzt bearbeitet 19. Sept. 2018
898 Beiträge · seit 201512. Sept. 2018 · #28
Danke für die Info. Wir fahren nächstes Jahr auch auf dieser Route.
Da werden wir besonders vorsichtig sein...

LG yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
828 Beiträge · seit 201612. Sept. 2018 · #29
Markus615 schrieb:Hallo Seyko
Seyko schrieb:
Bei sowas darf man unter keinen (machbaren) Umständen anhalten.
Schlimm...
Stimmt und falls man doch angehalten hat, ein Fahrzeug ist in der Regel immer schneller als ein potentieller Angreifer zu Fuß!
Seyko schrieb:
Wer da ruhig bleiben kann und sein Nervenkostüm im Griff hat, sollte seinen Rammschutz ausprobieren. Ein Minibus ist schwächer.
Als aller erstes versucht man es mit geordnetem Rückzug (dafür gibt es unter anderem den Rückwärtsgang). Als Eskalationsstufe kann man schon mal damit drohen, das Fahrzeug auch als Waffe benutzen zu wollen, aber den Rammschutz ausprobieren kann auch sehr schnell gar nicht funktionieren. Man braucht sich nur den Kühler zu beschädigen und kommt dann auch nicht mehr weit. So übertrieben stabil ist jetzt die Fahrzeugfront auch nicht, dass man damit gefahrlos ein anders Fahrzeug "ausschalten" könnte.

@Makus Alleswissend

...Car Robbery und Jacking geht jeweils sehr schnell und die Typen verstehen ihr "Geschäft". Du wirst einfach massiv abgedrängt (wie die Polinnen) oder eingekeilt. Bewaffnet sind sie auch fast immer. Deine komischen Weissheiten können sehr schnell mit einem "one way ticket" ins Nirwana enden...

Die Kriminellen gehen oft äusserst brutal vor und schell wird auch geschossen, die Kriminalität ist eine ganz andere als diejenige in Europa...schreib also besser nichts wenn du keine Ahnung von den örtlichen Begebenheiten hast...

Bei YouTube ansehen ↗

zuletzt bearbeitet 12. Sept. 2018
873 Beiträge · seit 201612. Sept. 2018 · #30
Nur zur Vollständigkeit: Die noch aktuell gültige Reisewarnung der Schweiz, die nach den Vorfällen in Chemnitz veröffentlicht wurde, lautet:

Grundsätzliche Einschätzung
Das Land ist stabil. In den grossen Städten kann es aber zu Demonstrationen kommen. Lassen Sie in der Umgebung von Demonstrationen Vorsicht walten, da Ausschreitungen möglich sind.

Finde ich so nicht problematisch, sondern richtig.
Einem ausländischen Gast würde ich auch raten, sich von Demos eher fernzuhalten, damit man nicht unvermittelt in die Nähe der falschen Gruppe gerät - egal ob der linke schwarze Block in Hamburg oder der Nazi-Pöbel in Chemnitz.
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2'462 Beiträge · seit 200612. Sept. 2018 · #31
Focus schrieb:
Ich bin überzeugt, das mindesten s 80%
der Touristen in ähnlichen Situationen kopflos, unüberlegt, überrascht und sicherlich falsch handeln.

Somit wünsche ich jedem, dass er nie in eine brenzlige Situation kommt, egal ibin Namibia oder im gefährlichen Osten Deutschlands...
VG
Das sehe ich ganz genauso. Mit der Zeit kann man vielleicht auf mehr Erfahrung zurückgreifen, aber auch damit ist man nicht gefeit, Opfer zu werden.

@Markus: Deine Bemühungen, Tipps zu geben, in allen Ehren. Aber Du warst jetzt 2x/3x? in Namibia und hast doch mit wirklich brenzligen Situationen gar keine Erfahrungen, dafür sind deine bisherigen Reisen im südlichen Afrika auch völlig ungeeignet gewesen. Und Dein Beispiel ist doch nicht vergleichbar mit dem sonst hier geschilderten. Du wurdest angehalten und hattest Zweifel, ob es sich wirklich um Polizisten handelt. Mehr nicht.
Wenn Du mal häufiger und auch in anderen Ländern unterwegs gewesen bist, wirst Du sicher erkennen, dass Carjacking, Überfälle dieser Art nichts mit Trickbetrügern zu tun hat. Da wird gezielt ausgesucht und Frauen, Rentner sind dann eher gefährdet als eine Gruppe von drei Männern um die 30. Deine Tipps sind da absoluter Mist, es gibt diesen schönen Satz: lieber 5 Minuten ein Feigling als ein Leben lang tot.

Bitte überleg doch einmal, ob Deine sehr überschaubaren Erfahrungen wirklich dazu führen müssen, dass Du sie als grundsätzlich allgemein gültig erklärst.

Gruß
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
83 Beiträge · seit 201512. Sept. 2018 · #32
Hallo alle

frisch zurück aus Namibia melde ich mich auch noch zu diesem Thema. Die Strecke sind wir vor 10 Tagen gefahren, nichts passiert, wie hunderten oder tausenden anderen auch nicht. Wir haben in drei Wochen knapp 3500 km abgespult, nie haben wir eine negative Erfahrung im Verkehr machen müssen. Und so wird es der überwiegenden, grossen Mehrheit auch gehen.

Ich will die Gefahr keineswegs klein reden. Es wird Halunken in Namibia geben, wie überall auf der Welt. Sich aber Sorgen machen oder sich gar die Vorfreude nehmen zu lassen, ist nicht nötig. Namibia ist wunderschön und sehr sicher. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Überfall passiert, wird ähnlich klein sein wie in unserem Alltag hier in Europa, vielleicht sogar kleiner, einfach weil es viel weniger Leute hat. Eine gesunde Skepsis ist hingegen überall angebracht, selbst zu Hause.

Viel gefährlicher als Überfälle werden nicht angepasste Geschwindigkeit (besonders auf den Strassen um Uis, die ohne weiteres fahrbar, aber halt nicht im besten Zustand sind) und Übermüdung am Steuer sein, und die hast Du selber im Griff. Dort sind die echten Gefahren im namibischen Verkehr versteckt!

Liebe Grüssen von immer noch von Namibia träumenden Pallas
1'042 Beiträge · seit 201612. Sept. 2018 · #33
Hallo Sanne,
Sanne schrieb:
Focus schrieb:
Ich bin überzeugt, das mindesten s 80%
der Touristen in ähnlichen Situationen kopflos, unüberlegt, überrascht und sicherlich falsch handeln.

Somit wünsche ich jedem, dass er nie in eine brenzlige Situation kommt, egal ibin Namibia oder im gefährlichen Osten Deutschlands...
VG
Das sehe ich ganz genauso. Mit der Zeit kann man vielleicht auf mehr Erfahrung zurückgreifen, aber auch damit ist man nicht gefeit, Opfer zu werden.
ich habe nichts anderes behauptet. Dennoch kann man darauf hinweisen wie man sich vielleicht in der einen oder anderen Situation verhalten kann, damit man vielleicht nicht zum Opfer wird.
Sanne schrieb:
@Markus: Deine Bemühungen, Tipps zu geben, in allen Ehren. Aber Du warst jetzt 2x/3x? in Namibia und hast doch mit wirklich brenzligen Situationen gar keine Erfahrungen, dafür sind deine bisherigen Reisen im südlichen Afrika auch völlig ungeeignet gewesen.
Ich suche mir meine Reisen auch in der Regel nicht danach aus Erfahrungen für brenzlige Situationen zu sammeln. 😄
Aber das konntest Du vor ein paar Jahren noch auch gut in Europa erleben, vermutlich heute immer noch. Die Autobahn A7 in Spanien war/ist so ein "beliebtes" Revier, die bin ich früher sehr häufig gefahren. Man wusste ja worauf man sich ein lässt.
Sanne schrieb:
Und Dein Beispiel ist doch nicht vergleichbar mit dem sonst hier geschilderten. Du wurdest angehalten und hattest Zweifel, ob es sich wirklich um Polizisten handelt. Mehr nicht.
Polizisten in Namibia tragen doch normalerweise eine Uniform? Also ich war mir relativ sicher, dass das keine Polizisten waren und auf dem Weg nach Opuwo hatte ich daher auch ein "schlechtes Gefühl". Klar mehr ist nicht passiert, hätte aber passieren können...
Sanne schrieb:
Wenn Du mal häufiger und auch in anderen Ländern unterwegs gewesen bist,
Keine Sorge ich war in schon sehr vielen anderen Ländern unterwegs...
Sanne schrieb:
wirst Du sicher erkennen, dass Carjacking,
davon habe ich in Namibia noch nichts gehört...
Sanne schrieb:
Überfälle dieser Art nichts mit Trickbetrügern zu tun hat.
Stimmt, ein Fahrzeug, das einen zum Anhalten zwingt, die Situation erkennt man sofort und solange es sich hierbei um EIN Fahrzeug handelt bleibt zumindest ein Fluchtweg offen, denn es kann nicht gleichzeitig VOR und HINTER einem stehen. Von Schusswaffen war im Zeitungsartikel auch keine Rede.
Sanne schrieb:
Da wird gezielt ausgesucht und Frauen, Rentner sind dann eher gefährdet als eine Gruppe von drei Männern um die 30.
Klar... nur bin ich eigentlich auch nie in einer Gruppe von drei Männern um die 30 unterwegs...
Sanne schrieb:
Deine Tipps sind da absoluter Mist, es gibt diesen schönen Satz: lieber 5 Minuten ein Feigling als ein Leben lang tot.
Ich habe davon abgeraten das Fahrzeug als "Rammbock" einzusetzen, da dies tatsächlich schnell auch für einen selber lebensgefährlich werden kann. Eine Flucht kann man aber immer versuchen, die ist sogar mit einiger Wahrscheinlichkeit erfolgreich und ein zweites Mal lässt man sich ja nicht ausbremsen. Jedenfalls ist das bei einem Angriff ohne "Fernwaffen" (also Schusswaffen) sicherer, als sich darauf zu verlassen, dass ein Angreifer mit einer Hieb- oder Stichwaffe diese nicht einsetzt weil man ja stehen geblieben ist.
Sanne schrieb:
Bitte überleg doch einmal, ob Deine sehr überschaubaren Erfahrungen wirklich dazu führen müssen, dass Du sie als grundsätzlich allgemein gültig erklärst.
Ein allgemein gültiges, richtiges Verhalten für den Fall, dass man Überfallen wird, das gibt es nicht. Das kann es deswegen schon nicht geben, da jeder Täter anders ist.

Du schreibst hier an der Stelle übrigens sehr überheblich, ohne mich zu kennen. Meinen Erfahrungsschatz kannst Du nicht im entferntesten einschätzen. Maputo hat ja schon erklärt, dass er Alleswissend ist...

Gruß Markus
148 Beiträge · seit 200613. Sept. 2018 · #34
Wir waren im April 2018 in der Gegend der Spitzkoppe unterwegs, da stand ein Fahrzeug am rechten Strassenrand, jemand lag unter den Auto, eine Person in Warnweste hat versucht uns mit winken zum Anhalten zu motivieren. Ich bin da mit etwas reduzierter Geschwindigkeit herangefahren, da es aber verdächtige aussah und genügend einheimische Autos unterwegs ware, sind wir weiter gefahren.
Vor solchen Situationen gibt es Warnungen in vielen Ländern und man ist da leider nicht mehr so hilfsbereit.
Im Rückspiegel könnte ich sehen, dass der in der Warnweste einen hinter uns fahrendes einheimisches Auto nicht versucht hat zu stoppen.
Wenn man in einer solchen Situation helfen kann man mit dem Handy Hilfe rufen....
Leider, leider, leider
Kann aber überall auf der Welt passieren


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90 Beiträge · seit 201813. Sept. 2018 · #35
Hallo,
Markus615 schrieb:Du schreibst hier an der Stelle übrigens sehr überheblich, ohne mich zu kennen. Meinen Erfahrungsschatz kannst Du nicht im entferntesten einschätzen. Maputo hat ja schon erklärt, dass er Alleswissend ist...
Die Aussage von Sanne teile ich und würde sie sogar noch pauschalisieren: Jeder MIT Erfahrung merkt, dass Du hier zu unzähligen Themen lange Beiträge absonderst, OHNE wirklich etwas zum Thema wissen. In Zeiten von Facebook ist das aber ein Stück weit normal. Man hat einen Anspruch darauf, sein Halb- und Unwissen öffentlich zur Schau zu stellen. Einen Anspruch, dieses ohne substanziellen Widerspruch tun zu können, hat man aber nicht.

D.
181 Beiträge · seit 200613. Sept. 2018 · #36
Hallo
Wir sind im Februar diese Strecke gefahren. Auf dem Hinweg standen in kurzem Abstand zwei Autos. Jedesmal standen Personen daneben und winkten mit leeren Benzinkanistern. Da wir uns unwohl fühlten , ich war diesmal mit einer Freundin alleine unterwegs, sind wir weitergefahren. Auf dem Rückweg standen an fast genau derselben Stelle wieder zwei ( andere ) Fahrzeuge, ebenfalls wurde Benzinmangel angedeutet . Die Geschichte hinterließ bei uns ein ungutes Bauchgefühl.
Wir sind schon seit etlichen Jahren im südl. Afrika unterwegs und haben so eine Situation wirklich zum allerersten Mal erlebt. Hält uns jedoch nicht von weiteren Reisen ab, man wird jedoch vorsichtiger...
LG
875 Beiträge · seit 200813. Sept. 2018 · #37
hallo zusammen,
auch wenn hier tipps vielleicht nicht sooo gerne gesehen sind zu diesem thema, möchte ich trotzdem meinen senf dazugeben.

Ich bin oft alleine auf Pad und bereite mich auf solche Überraschungen etwas vor.
1. Grundsätzlich auf Gravel oder Sandpad fahre ich mit 4x4 H Range. So kann ich etwas schärfer bremsen, ohne gleich abzufliegen. Und ich kann auch die Pad verlassen, wenn es nötig ist, ohne gleich stecken zu bleiben. wenn sich jemand quer vor mich stellt oder ein hindernis aufgebaut wurde
2. Wenn ich vorne etwas seltsames sehe (Straßenblockade durch Auto oder Menschen oder Gegenstände) gucke ich früh genug, ob ich das Hindernis umfahren kann
3. Wenn von hinten jemand zu dicht auffährt, lass ich ihn überholen und reduziere mein Tempo. Der Abstand reicht dann meist aus, abseits der Pad auszulenken, wenn man mich stoppen will
5. Wenn jemand mir anzeigt er benötigt Hilfe, fahre ich trotzdem weiter und rufe per Telefon Hilfe oder fahre zur Polizei. Je nach dem was da passiert ist.
Ich kann eh keine Autos reparieren, oder jemanden mitnehmen. Erste Hilfe kann vielleicht auch von denen gemacht werden, die an der Straße stehen und winken

viele grüße
anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
2'780 Beiträge · seit 200713. Sept. 2018 · #38
toro schrieb:Wir waren im April 2018 in der Gegend der Spitzkoppe unterwegs, da stand ein Fahrzeug am rechten Strassenrand, jemand lag unter den Auto, eine Person in Warnweste hat versucht uns mit winken zum Anhalten zu motivieren. Ich bin da mit etwas reduzierter Geschwindigkeit herangefahren, da es aber verdächtige aussah und genügend einheimische Autos unterwegs ware, sind wir weiter gefahren.
Im Rückspiegel könnte ich sehen, dass der in der Warnweste einen hinter uns fahrendes einheimisches Auto nicht versucht hat zu stoppen.
Mein Mann kennt sich ziemlich gut mit Autos aus und kann -insofern er die Ersatzteile hat- auch das eine oder andere reparieren. Wir halten aber nur an wenn es sich um ein Rental Fahrzeug und unmissverständlich um Touristen handelt. Alle anderen Autos mit einheimischen Insassen, total egal welcher Hautfarbe, lässt er stehen, denn die wissen wie und wo Hilfe anzufordern ist.
Gruss Leona
2'462 Beiträge · seit 200613. Sept. 2018 · #39
Markus615 schrieb:
Polizisten in Namibia tragen doch normalerweise eine Uniform? Also ich war mir relativ sicher, dass das keine Polizisten waren und auf dem Weg nach Opuwo hatte ich daher auch ein "schlechtes Gefühl". Klar mehr ist nicht passiert, hätte aber passieren können...
Gruß Markus
Ohne das nun unendlich fortsetzen zu wollen, denn offensichtlich erreiche ich Dich ja nicht. Aber dies ist einfach wieder genau so ein Beispiel. Du hast scheinbar zu wenig Polizisten in Namibia gesehen, denn da gibt es sogar häufiger welche ohne Uniform ihren Dienst tun. Zumindest außerhalb der Städte kommt das durchaus vor. Wenn Du nun also behauptest, dass nur uniformierte Polizisten dann auch tatsächlich Polizisten sind, ist das eben falsch. Und ob dann "Ummackeln" oder "Wegfahren" das richtige ist, wird sich zeigen müssen.
Deine Erfahrungen außerhalb Namibias oder der anderen Länder des südlichen Afrikas sind doch nun mal überschaubar, das ist doch völlig wertfrei. Und wie das in anderen Ländern Europas ist, spielt letztlich auch keine Rolle. Oder fährst Du hier bei einer Zivilstreife ebenfalls einfach weiter?

Und nur weil Du von Carjacking in Namibia noch nie etwas gehört hast, bedeutet das nicht, dass es das nicht schon mal gab oder gibt. Natürlich kannst Du das nach drei Reisen und ggf. umfassender Lektüre nicht unbedingt wissen, das wirft Dir doch keiner vor.

Eigentlich habe ich eher versucht, an Dich zu appellieren, Dich mal weniger aus dem Fenster zu lehnen. Denn so ein Halbwissen hilft Neulingen doch nun auch nicht wirklich.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
274 Beiträge · seit 201714. Sept. 2018 · #40
Moin,
ich denke einfach, vorsichtig sein, Augen offenhalten und den Verstand einschalten. Wir werden dort in der 2. Novemberwoche mit dem Motorrad fahren. Anhalten werde ich definitiv nicht. Mit den Dingern kann man die Straße auch eben mal kurz verlassen.
Hartmut