Mike17177 Beiträge · seit 201512. Nov. 2018 · #141
Wenn eine Maßnahme mehr oder weniger sinnlos ist, muss man sie nicht allein deswegen gut finden, weil man keinen besseren Vorschlag macht.
Wieso genau ist die Maßnahme "mehr oder weniger sinnlos"? Weil Du das Problem nicht siehst? Weil sie Dich dazu zwingt, die heilige "Shampoo-Sicherheitstüte" oder die liebgewonnene aber eigentlich alberne "Staubschutztüte" zu überdenken?
Außerdem gibt es natürlich jede Menge bessere Ideen bzw. zielführendere Maßnahmen. Die Hersteller / Supermärkte können durch veränderte Verpackungen zwischen 30 und 60% des Plastikmülls schon bei der Entstehung vermeiden (Extrembeispiele Kinderüberraschungsbonbons, Ferrero Rocher, Mini-Haribo-Gummibärchentüten in einer großen Tüte, kostenlose Tüten bei Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst usw. usw.) . Und wenn das Plastik erst mal da ist, gezielt und effizient sammeln und recyclen statt verbrennen, sichere Mülleimer, regelmäßige geordnete Abholung des Mülls, Pfandsysteme usw. usw.
Das eine schließt das andere nicht aus. Und selbst die "hochzivilisierten" Länder schaffen es nicht, dass der 8-Milliarden-Affe sich vernünftig verhält. Verbote mit Strafen sind vielleicht nicht der kreativste, aber der direkteste Weg.
Es wird sich zeigen, ob z.B. die Sportschuh-Aldi-Tüte und ähnliche Beispiele, die definitiv nicht im Park weggeworfen sondern sogar wieder mit nach Deutschland zurück genommen wird, tatsächlich bestraft werden. Würde mich aber nicht wundern.
Tja, deshalb bist Du Gast. Anspruchsdenken hin oder her.
yanjep schrieb:Gibt es in Nationalparks derzeit überhaupt ein Problem mit Plastiktüten, das gesetzgeberischer Aktivität bedarf? Ich habe da keine in der Landschaft herumliegenden Plastikabfälle gesehen, anders als in der Umgegend von Ortschaften., an Rastplätzen etc. (neben Tüten auch Umverpackungen und Flaschen, Dosen und PET-Flaschen). Kostenpflicht für Plastiktüten und Pfandpflicht für Flaschen und Dosen wäre da eine Idee. Seitdem in Deutschland Plastiktüten Geld kosten, will die niemand mehr haben und wenn Pfandflaschen nicht abgegeben sondern weggeworfen werden, sind Pfandsammler zur Stelle.
Yanjep
Die Pfandpflicht wäre eine tatsächlich viel sinnvollere Idee. Was wir an Plastikflaschen weggeworfen haben übersteigt die Menge der Plastiktüten, die wir weggeworfen haben um ein Vielfaches.
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CHchorus67 Beiträge · seit 201512. Nov. 2018 · #143
Hallo Mike 17 ich hoffe deinen kompetenten Beitrag haben viele gelesen - vielleicht auch ein paar Verantwortliche hier (D) und dort . Horst
ich fasse nur nochmal zusammen, da es hier im Thread immer etwas durcheinander ging:
- Verbot von Plastiktüten (welche siehe zuvor) in allen staatlichen Schutzgebieten gilt bereits; Strafen bis zu N$ 500; Infrastruktur (z.B. Recycling-Mülleimer an den Eingängen) und Öffentlichkeitskampagne wird gerade noch geschaffen - Uneingeschränktes Verbot (Herstellung, Import, Verbreitung, Nutzung) von bestimmten Plastiktüten aus besonders "schlechtem" Material voraussichtlich ab 1.1.2019 - Abgabegebühr auf Plastiktüten (z.B. in Supermärkten) soll bis Ende November geschaffen werden; Einführung dann Anfang 2019 (?) - Verbot jeglicher Plastiktüten (ähnlich wie in Kenia) im Laufe des kommenden Jahres geplant.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Die Pfandpflicht wäre eine tatsächlich viel sinnvollere Idee.
gibt es auf große Glas-Bierflaschen, die sogenannten Euros. Interessierte niemanden und deshalb werden diese nach nun ca. 10 Jahren wieder abgeschafft. Ein anderes Pfandsystem ist derzeit leider landesweit kaum umsetzbar. Aber es gibt zum Glück Recylingsysteme in den großen Städten. Aber generell ist es natürlich ein Problem (vielleicht auch kulturell, definitiv aber ein Erziehungsproblem), dass man einfach alles so wegschmeißt, egal ob aus dem fahrenden Auto oder als Fußgänger.
Viele Grüße Christian
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Die Pfandpflicht wäre eine tatsächlich viel sinnvollere Idee.
gibt es auf große Glas-Bierflaschen, die sogenannten Euros. Interessierte niemanden und deshalb werden diese nach nun ca. 10 Jahren wieder abgeschafft. Ein anderes Pfandsystem ist derzeit leider landesweit kaum umsetzbar. Aber es gibt zum Glück Recylingsysteme in den großen Städten. Aber generell ist es natürlich ein Problem (vielleicht auch kulturell, definitiv aber ein Erziehungsproblem), dass man einfach alles so wegschmeißt, egal ob aus dem fahrenden Auto oder als Fußgänger.
Viele Grüße Christian
Warum wäre ein Pfandsystem auf z.B. Colaflaschen nicht umsetzbar? Wenn es für Glasflaschen gilt, kann es doch genauso gut die Plastikflaschen mit umfassen. Und wenn das bei den Glasflaschen Niemanden interessiert ist das Pfand einfach zu niedrig.
Aber zurück zum Thema: werden diese dickeren Plastiktaschen, die es jetzt in Supermärkten gibt, auch vom Verbot erfasst?
Warum wäre ein Pfandsystem auf z.B. Colaflaschen nicht umsetzbar? Wenn es für Glasflaschen gilt, kann es doch genauso gut die Plastikflaschen mit umfassen.
die Bierflaschen ware nur die von Nambrew und konnten nur in ganz bestimmten Geschäften zurückgegeben werden. Mein "nicht umsetzbar" bezog sich auf ein System wie z.B. in Deutschland, wo Du "alle" Flaschen überall zurückbringen kann. Dahinter steht ein kompliziertes Verrechnungs- und Logistiksystem.
Und wenn das bei den Glasflaschen Niemanden interessiert ist das Pfand einfach zu niedrig.
Weiß ich nicht, könnte aber sein. Wobei ich z.B. in Deutschland auch nicht alle Pfandflaschen zurückbringe... für 8 Cent oder so pro Flasche...
werden diese dickeren Plastiktaschen, die es jetzt in Supermärkten gibt, auch vom Verbot erfasst?
Unter meinem in Beitrag #538912 genannten letzten Punkt ja.
Viele Grüße Christian
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Nilipili56 Beiträge · seit 201713. Nov. 2018 · #148
Oft wird ja hier im Forum empfohlen, sich große Müllsäcke aus Deutschland mitzunehmen (bzw. in Namibia im Supermarkt zu kaufen) und dort die Koffer während der Fahrt im Hillux reinzutun, damit die Koffer und deren Inhalt nicht so verstauben. Wenn ich das also richtig verstanden habe, kann ich mir die Mitnahme von großen Müllsäcken sparen, da diese dann auch verboten sind? Wir sind Ersttäter und ab dem 05.01.19 in Namibia. Hat denn jemand eine andere Idee, um die Koffer einigermaßen staubfrei zu halten? Auch für die Schmutzwäsche und Schuhe muss man sich ja jetzt etwas anderes einfallen lassen.
da diese dann auch verboten sind? Wir sind Ersttäter und ab dem 05.01.19 in Namibia.
und nochmal: Noch ist gar nichts außer Plastiktüten in Nationalparks verboten. Du kannst also weiterhin deine Müllbeute hierher schleppen (oder einfach hier kaufen). Und Müllbeutel sind sogar von der Nationalparkregel ausgenommen... "(a) designed to be used for the disposal of waste;" Im Zweifel tut man die Dreckwäsche und Schuhe eben in einen Jutebeutel, den man danach wäscht oder entsorgt.
Generell gilt: There is a life beyond plastic bags 😉
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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Yoda911873 Beiträge · seit 201613. Nov. 2018 · #150
Nilipili schrieb:Auch für die Schmutzwäsche und Schuhe muss man sich ja jetzt etwas anderes einfallen lassen.
UNBEDINGT was anderes einfallen lassen, und zwar nicht wegen des Plastiktütenverbots, sondern wegen der Hygiene, wenn Schmutzwäsche nicht schon von Anfang an müffelt, spätestens nach zwei Wochen Urlaub in einer Plastiktüte mag die keiner mehr anfassen, praktisch z.B. ein einfacher Kopfkissenbezug, professioneller heißt das dann z.B. "Wäschesack, Reise" und kostet einzeln bei Amazon 9 Euro, für Schuhe Suchwort "Schuhbeutel" (8 Stück für 10 Euro)
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FOFocus517 Beiträge · seit 201813. Nov. 2018 · #152
Bei Netto und sicher auch anderen Märkten gibt's Einkaufstaschen die robust und wieder verwendbar sind und nicht aus Plastik - 1,49 Euro
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201615. Nov. 2018 · #153
Informanté 2 Std. · Parks of trash - Waste management under spotlight
Staff Reporter A GEMSBOK feeding on a half-eaten hamburger still partly wrapped in plastic on the Namibia Wildlife Resorts (NWR) managed Sesriem dumpsite has exposed a growing environmental disaster of epidemic proportions in most, if not all, of the country’s prime tourism destinations. The image of the revered desert-adapted Namibian antelope, which was honoured at Independence by being included in the Namibian Coat of Arms, sparked an investigation and exposed nearly non-existent environmental management programmes in place, in spite of millions having been availed and dozens of policies and workshops by the NWR on recycling, pollution and the protection of Namibia’s natural beauty. The NWR trash embarrassment follows despite a national clean-up campaign launched by President Dr Hage Geingob at the end of May this year, that enjoyed international acclaim and near unanimous national participation and support countrywide. The investigation exposed an even greater environmental risk by a lack of NWR waste management at the Waterberg Plateau Park, where cattle are sharing grazing land with the country’s only buffalo population south of the Red Line. Sewerage is also seeping towards the historic gravesite of the legendary Kambazembi chief and important families of the battle of Hamakari. The shared grazing between Waterberg buffaloes and cattle can jeopardise Namibia’s meat exports to the European Union (EU). Also recently, an adjacent area was under quarantine when a buffalo was spotted outside the park. In one instance, a buffalo that ventured outside the park was shot and destroyed in front of shocked tourists, while there is no control over cattle moving in and out of the park through dilapidated border fences. And near the equally historic Fort Namutoni of the Etosha National Park, where a donated plastic recycling plant stands unused and seemingly rusting away, wildlife is also grazing amongst plastic. At the Sesriem campsite, eyewitnesses who stayed there were shocked by the flood of uncontrollable rubbish sweeping through the pristine desert into the world renowned dune belt. When the rubbish is collected from the drums by the NWR staff, it is dumped together and ends up in one heap in the open rubbish dump behind the staff houses. On 15 June 2018, the Ministry of Environment and Tourism issued a press release which stated that, “the Ministry of Environment and Tourism would like to inform that an amendment to the regulation relating to the Nature Conservation Ordinance, 1974 (4 of 1875) to restrict the use of plastic bags in National Parks was approved and gazetted in 2017”. The press release further stated, “However, these regulations are not yet being implemented as the Ministry is still putting measures and systems in place before full implementation.” The ministry said its, “intention is to ensure our parks are clean and free of plastic bags, considering their harmful nature to our wildlife and the environment. As the Ministry of Environment and Tourism, it is our view that all types of litter negatively affect the pristine nature of Namibia’s environment, the quality of life of its population and create a bad impression among to (sic) our visitors”.
Quelle: fb Informante
Gruß Gina
Giselbert699 Beiträge · seit 201015. Nov. 2018 · #154
Danke Gina für den Artikel. Ja es gibt zuviel Plastikmüll in Afrika, in Namibia, und wir sehen es auch immer wieder, wenn wir durchs Land fahren. Teilweise erschreckend! Aber geht es hier nicht speziell um Plastiktüten.... denn diese sehe ich sehr selten als Müll in der Landschaft, auch nicht auf deinem Foto. Meiner Meinung nach ist der Ansatz mit Verbot von Plastiktüten sehr einseitig. Gruß Giselbert
Yoda911873 Beiträge · seit 201615. Nov. 2018 · #155
Es gibt - wie leider oft - anscheinend weniger ein Regelungsdefizit als ein Vollzugsdefizit. Ein Ministerium erläst tolle Regeln, propagiert ein 'waste management' und lässt sich dafür international loben. Aber vor Ort hält sich niemand dran oder kann sich vielleicht sogar niemand dran halten, z.B. weil eine gespendete Plastikmüll-Recyclinganlage einfach nicht genutzt wird. Am Ende werden die Touris auf mitgeführte Plastiktüten wahrscheinlich mal kontrolliert, mal nicht, mal gibt's eine Strafe, mal nicht, mal wir die eine Art Tüte durchgelassen, mal eine andere und mal keine und eine durchgängig konsistente Regel fehlt. So ähnlich wie bei den Vet-Fences. That is Africa.
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201615. Nov. 2018 · #156
Giselbert schrieb:Danke Gina für den Artikel. Ja es gibt zuviel Plastikmüll in Afrika, in Namibia, und wir sehen es auch immer wieder, wenn wir durchs Land fahren. Teilweise erschreckend! Aber geht es hier nicht speziell um Plastiktüten.... denn diese sehe ich sehr selten als Müll in der Landschaft, auch nicht auf deinem Foto. Meiner Meinung nach ist der Ansatz mit Verbot von Plastiktüten sehr einseitig. Gruß Giselbert
Hallo Giselbert, dem Bericht waren auch einige Bilder beigefügt, welche die "hübsch mit Plastiksäcken dekorierten" Buschlandschaften zeigen. Ich persönlich fand aber den Oryx an der Müllhalde schon schlimm genug. Gruß Gina
Topobär5'480 Beiträge · seit 200915. Nov. 2018 · #157
...und am Ende dient die Regelung mehr dazu, dass sich die Kontrolleure ein Zubrot verdienen, als dass das Müllproblem wirksam angegangen wird.
Wie bei allem, können wir alles besser und früher als die Afrikaner, die Vermüllung der Landschaft mit Plastik und sonstigem haben wir schon vor 50 Jahren perfekt beherrscht und geschafft, lange vor den primitiven Afrikanern……eine Zeitreise: In den späten 1970ern bis Ende der 80er war ich oft per Camping in Griechenland und an der kroatischen und italienischen Küste. In Griechenland und Italien wurde teilweise „wildes“ Kampieren toleriert. Alles war zugemüllt, im Pinienwald an den Postkarten-Klippen des Gargano lagen Müllberge. Am schlimmsten waren die Wohnmobiltouristen. So lange sie am Platz waren, haben sie alles säuberlich gesammelt und die vollen Säcke dann bei der Abreise zurückgelassen oder in einen Baum gehängt. Wind, Wetter, Hunde und Katzen haben diese „entsorgt“. In Griechenland und Italien wurde jeder Einkauf (schon damals!!!) in Plastiksackerl gepackt, mit meinen mitgebrachten Einkaufnetzen und Taschen habe ich nur Verwunderung geerntet. Die meisten Campingplätze haben den Müll, so wie auch viele kleine Orte, in die nächste Schlucht gekippt. Die weitere Entsorgung übernahm dann der nächste Wolkenbruch durch Weitertransport ins Meer. Viele aus der Entfernung malerische Küsten und Buchten entpuppten sich aus der Nähe als arg verschmutzt. Ich hatte immer einen Sack und Handschuhe dabei und habe mir wenigstens +/- 20 Meter von meinem Liegeplatz gesäubert, sonst hätte ich mich nicht niedergelassen. In Griechenland wurde der Müll in den alten Kalkbrennöfen verbrannt, mit fürchterlich rauchenden und stinkenden und toxischen Schwelbränden. Trotzdem war das noch besser als es in die Schlucht später Meer zu kippen. Auf ersten Blick schaute das Wasser oft gut aus, also zumindest für die Ansprüche eines Touristen vom Rheinland. Wenn man allerdings aus ein paar Metern Tiefe noch oben geschaut hat, hat man gesehen, welche Menge Plastik in unterschiedlichem Zersetzungsgrad im obersten ¼ Meter herum waberte. Saubere Strände und sauberes Wasser waren nicht einer örtlichen besseren Müllentsorgung zu verdanken sondern der Gunst vorherrschender Winde und Strömungen. Was uns neuerdings als schwimmende Plastikmüllplätze in den Weltmeeren auffällig wird, hatte eine lange Vorlaufzeit. Mengenmäßig wurde unser Beitrag aber nun von den Asiaten übertroffen. Ich war ein Mal Gast auf einem Segeltörn an der kroatischen Küste. Mit wenigen Ausnahmen war jede Ankerbucht am Grund und an der Hochwasserlinie versaut, von den Fäkalien der p.t. Jachtbesitzer gar nicht zu reden. Die Abwässer der Campingplätze und Hotels gingen nur grobgeklärt ins Meer, manchmal auch ungeklärt. Mailand und Turin entwässerten, teilweise völlig ungeklärt, in den Po. Man muss sich den Po am Beginn eines Hochwassers anschauen, wenn alles das hochkommt, was zuvor im Bodenschlick abgelagert wurde. Italien hat bis heute keine ordnungsgemäße Müllverwertung, Deponie udgl., weil die Mafia das Verbuddelungsmonopol hat. Im südlichen Italien kann man viele Bilder von Plastik im Zaun oder am Straßenrand machen und als namibische Zustände ins NF stellen. Und so kann man das unendlich fortsetzen…….Vieles ist heute in Europa besser als früher (wie obig beschrieben), aber es war ein langer Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess, der hat gedauert und gekostet….. und saubere Strände gibt es oft nur, weil sie ununterbrochen mechanisch gereinigt werden. Und das war größtenteils nur Vergangenheitsbewältigung, die eigentliche Herausforderung kommt erst. Europa ist, nach China, der 2.größte Plastikproduzent, wovon höchstens 1/3 recycelt wird, und über die Recyclingquote in den Exportmärkten weiß man sowieso nichts. Alleine Italien verbraucht TÄGLICH 32 Mio. Plastikflaschen wovon mindestens die Hälfte auf Deponie landet, der Rest wo?….und wer das minimieren möchte, kriegt ein Angebot von…..eh schon wissen…. das man nicht ablehnen kann. Dieses und viel mehr, das ich nicht mehr schreibe, sollte man im Hinterkopf haben, bevor man arme Länder lächerlich macht, wenn sie dieses, auch im reichen Europa ungelöste Probleme, angehen wollen, wenn auch einige Strategien zugegebenermaßen manchmal komischen anmuten. Was haben wohl die Touristen gedacht, wo ihr Müll landet? In armen Ländern, mit riesigen Entfernungen und ohne moderner Infrastruktur. Weltweit wird darüber nachgedacht, wie man Nationalparks für möglichst viele Besucher zugänglich machen kann, ohne sie dauerhaft zu schädigen. Eine Strategie ist, dass Besucher möglichst viel des Verpackungsmülls selber wieder mitnehmen und an geeigneten Plätzen in das Entsorgungssystem einschleusen. Aber auch das wird abgelehnt und lächerlich gemacht, denn für den 5 oder 10 € Tageseintritt erwartet sich der p.t. Gast eine ordnungsgemäße Entsorgung. Auf welchem geistigen Horizont leben diese Gäste? Das nur so nebenbei. ME wird es wohl eine Weile dauern bis ein Land wie Namibia Recycling von Verpackungsplastik auf die Beine gestellt hat. Verbrennen wäre daher wohl das Beste. MW hat Namibia ja auch ein Kohlekraftwerk, auch Zementerzeugung, wobei letzteres die kompliziertere Variante wäre. Werner, der das alles nur geschrieben hat, weil ihn der tw. überhebliche Unterton im Umgang mit diesem wichtigen Thema nervt.
freshy3'883 Beiträge · seit 201117. Nov. 2018 · #159
Hallo Werner, dein Bericht hat mich an die Reisen in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts nach Griechenland und Italien erinnert. Es war genauso wie du schreibst und hat sich bis heute nicht wesentlich geändert. Aaaaber: Ich brauche von unserem Wohnort nur Richtung Stuttgart zu fahren. Da gibt es irgendwo ein paar landschaftlich schöne Serpentinen durch einen Buchenwald. Was glaubst du wohl, wie es neben der Straße in den Kurven aussieht?
Logi16,9k Beiträge · seit 201217. Nov. 2018 · #160
freshy schrieb: Was glaubst du wohl, wie es neben der Straße in den Kurven aussieht?
Wir wohnen ländlich-sittlich; haben jedoch einen McDonalds in 2 km Entfernung. Da sammeln wir täglich die Tüten mit den Überresten von unseren Pferdeweiden.