Kasane nach Savute

21 Antworten · 6'675 Aufrufe · gestartet 16. Jan. 2018 von adam976
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Themenstarter32 Beiträge · seit 201816. Jan. 2018 · #1
Hallo zusammen

Wir möchten im Oktober von Kasane aus in Richtung Savute Safari Lodge fahren. Was ich bislang gelesen habe ist, dass es eine Ost- und eine West-Route gibt. Welche würdet ihr empfehlen? Gibt es dazu weitergehende Infos, habe lediglich das hier im Netz gefunden:
http://www.botswana-travel-guide.com/bradt_guide.asp?bradt=576

Danke und Grüsse
Adam
5'479 Beiträge · seit 200916. Jan. 2018 · #2
Im Oktober müssten beide Strecken gut zu fahren sein.

Die direkte (westliche) Strecke über Kachikau ist kürzer, einfacher, schneller, langweiliger und gut frequentiert. Tiere gibt es auf der Strecke kaum zu sehen

Die östliche Strecke über Nogatsaa ist länger, anspruchsvoller, langsamer, interessanter und einsamer. Im Bereich um Nogatsaa ist meist recht tierreich. Am Hauptwasserloch gibt es einen Hide.
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Themenstarter32 Beiträge · seit 201816. Jan. 2018 · #3
Hallo,

hmmm, bin etwas verwirrt...

"There are two routes through the park between Kasane (GPS: KASANE) and Savuti. Certainly the shorter, and probably the more beautiful, is the western route, which takes about 172km to reach Savuti from Kasane and can take in the Chobe Riverfront drive if you have time. The alternative is the eastern route, which is about 207km long. This stays within the park and passes through the Nogatsaa Pans area."

Aus meiner Sicht - rein nach der Plausibilität - ist die Ostroute die schönere (Tiere) da sie einfach die 'einsamere' ist. Die Westroute verläuft durch Siedlungen deshalb weniger Tiere - haben die im Buch einen Schnitzer gemacht?

Grüsse
Adam
5'479 Beiträge · seit 200916. Jan. 2018 · #4
Hallo Adam,

die Einschätzung im Buch kommt daher, dass sie dort die Chobe River Front als Teil der Westroute ansehen. Im Normalfall besucht man aber die Chobe River Front als separaten Gamedrive von Kasane oder Ihaha aus und nicht als Teil der Transitstrecke. Beim Transit von Kasane nach Savuti wird bei der Westroute normalerweise die asphaltierte Transitstrecke von Kasane nach Ngoma Bridge genutzt und in dem Fall gilt das vom mir in der ersten Antwort Geschriebene.

Alles Gute
Thomas
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Themenstarter32 Beiträge · seit 201816. Jan. 2018 · #5
Würdest Du sagen, dass das ein Kompromiss wäre zwischen der langweiligen Asphalt Strecke und der anspruchsvollen Oststrecke? Habe hier aus Google Maps die Asphalt-Strecke und die riverfront Strecke so wie ich das verstehe, sehe ich die Strecken dann richtig?
5'479 Beiträge · seit 200916. Jan. 2018 · #6
Ich würde 2 Nächte in Kasane verbringen und den Tag dazwischen ganz der Chobe Riverfront widmen. Da kann man einen halben Tag mit dem Auto auf Gamedrive gehen und noch eine Boots-Tour entlang der Riverfront unternehmen. Dazwischen bleibt noch Zeit für einen Einkauf in Kasane für die nachfolgenden Tage in der Wildnis.

Am nächsten Tag würde ich mich dann gleich auf den Weg nach Savuti machen. Im Oktober würde ich persönlich die Route über Nogatsaa nehmen.

Riverfront und Transit nach Savuti würde ich nicht an einem Tag machen. Ich habe lieber einen Zeitpuffer und komme lieber rechtzeitig am Ziel an. Wenn man früh in Savuti ist, hat man keine Probleme die Zeit dort sinnvoll zu verbringen.
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Themenstarter32 Beiträge · seit 201816. Jan. 2018 · #7
Danke, Thomas, dass Du Deine Erfahrung und Ideen teilst! Super!
327 Beiträge · seit 200816. Jan. 2018 · #8
Hallo , mein Punkt zu Deiner Frage wäre:
Wieviel Erfahrung mit 4x4 Offroad und BOTS hast Du. Die Strecke über Kachikau ist sicherlich nicht unbedingt die schönste, Aber die am meist befahrenste, was Tiere angeht, kann ich das nicht unbedingt bestätigen. Das Bild unten ist letztes Jahr an der Abzwigung KASANE -Ngoma Bridge- Kachikau entstanden. Auf der Teerstrasse Kasane Ngoma hab ich schon oft grosse Elefantenherden und Sables gesehen, auf der Strecke Kachikau, Goha Gate Elands, Elefanten und Löwen. Es ist halt Natur.
Ich war schon oft (mit dem eignen Auto oder geführt) auf der Strecke Kasane Savuti und umgekehrt unterwegs. Und immer (fast) über Goha Kachikau Kasane. Einmal (geführte Tour, die Jungs kannten sich aus) musten wir in Tswetsew übernachten. Schon der Weg dorthin war recht anstrengent. Und weiter nach Kasane sind wir dann nicht durch Nogatsa gefahtren sondern nach Norden Firebrack, and Goha vorbei über Kachikau nach Kasane.
Was ich damit sagen will, weiss, es fährt fast niemand über Nogatsa nach Savuti. 99% fahren Kasane Kachikau Savuti. Ich würd das geren einmal machen, aber nur mit 2 Fahrzeugen, und wenn ich nicht im Zeitstress bin, (also Zeit habe und nicht an einem Zeitplan für meine Tour hänge).
Themenstarter32 Beiträge · seit 201816. Jan. 2018 · #9
Hallo,

@SFielder2: guter Punkt. Danke für diese Hinweise. Da hast du wahrscheinlich Recht, die Nogatsa Tour ist für die erfahrenen Profis, die zu Zweit unterwegs sind und sich aus dem Sand gegenseitig befreien können. Im Savute selbst haben wir dann sicherlich auch gut fun auf game drives, davor fahren wir von Windhoek, Etosha über das Panhandle nach Kasane, da wird es auch die eine oder andere Gelegenheit geben, ein paar Tierchen zu sehen. Die abenteuerliche Strecke machen wir dann höchstwahrscheinlich als nicht Offroad Profis entlang des Flusses / die geteerte Strecke. Es geht ja danach in Richtung Savute auch über Sand und von Savute weiter in Richtung Maun.

Danke und Grüsse
Adam
1'166 Beiträge · seit 201716. Jan. 2018 · #10
Interessantes Thema, danke für die verschiedenen Einschätzungen.

Die Strecke habe ich mir auch schon grob angeschaut, wir sind im Oktober von Savuti nach Kasane unterwegs. Bislang hatte ich gedacht es gäbe nur die (ich nenne sie mal) Nordroute über Ihaha. Den südlichen Teil habe ich vor kurzem entdeckt, mir fehlte aber noch die Bestätigung ob das bis Kasane überhaupt geht. Nogatsaa ist das fehlende Puzzleteil. Für den Springertag denke ich aber auch, dass wir die "normale Route" nehmen. Wir sind alleine unterwegs und die südliche Strecke ist dann ohne Zwischennacht schon eher kritisch.

Ich hätte in dem Zusammenhang eine andere Frage, an die, die diese Strecke kennen. Kann/sollte man einen Tagesdrive von Savuti aus über den südlichen Teil machen, also praktisch das große Dreieck unten und wie viel Zeit schätzt ihr dafür?... siehe hier.


2018-01-16_181719.jpg




@ adam976
Das wäre dann vielleicht auch für dich etwas, solltet ihr 2 Tage in Savuti bleiben.


Gruß,
Robin
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5'479 Beiträge · seit 200917. Jan. 2018 · #11
Ich würde Nogatsaa nicht als Tagesausflug von Savuti aus machen. Das ist dann zu viel Fahrerei für zu wenig Gamedrive, denn auf der Strecke gibt es wenig zu sehen. Nur im Bereich Nogatsaa und auch da gibt es, wie bei allen Gamedrives, keine Sichtungsgarantie. Ich würde mich bei Savuti immer auf die Pans direkt nördlich des Channels, die Strecken zwischen den Hügeln und am Channel entlang und die Marsh bis zur Marabou Pan konzentrieren. Bei der Marsh war die Ostseite immer viel tierreicher als die Westseite entlang der Marshroad.

Nogatsaa würde ich immer nur als Verbindungsetappe der Strecke Savuti-Kasane besuchen. Hinsichtlich Tiefsand empfand ich die Strecke über Nogatsaa einfacher als die Westroute. Die Schwierigkeit liegt eher in den Lehmpfannen auf der Strecke. Nach Regen sehr schlammig und wenn der Lehm dann getrocknet ist, ist die Strecke mit Schlaglöchern und harten ausgefahrenen Spuren gespickt.
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1'166 Beiträge · seit 201718. Jan. 2018 · #12
Hi Topobär,

mit den Pans meinst du denke ich mal die Gegend um Harveys Pan und dann die Ghoha/Gcotha Hills?!
+ die Savuti MarshRoad die dann südlich vom Camp wegführt in Richtung Khwai

Die Hills liegen auf meinem Kartenausschnitt oben an der Spitze. Die "Rundstrecke" führt quasi an den Hills vorbei nur bis zu den Komae Pans und dann unten rum an den ganzen Pans vorbei die östlich des Channels liegen. (da sind locker ein Dutzend Pans zu sehen, nicht alle mit Namen, z.B. Gcagcua Pan / ZweiZwe Pan / Tota Pan / Kowawe Pans)

2018-01-17_232024.jpg



Wenn du meinen Kartenausschnitt nimmst, dann liegt Nogatsaa noch viel weiter östlich.


Kennst du auch die Gegend?
Wäre für mich eher eine Tagestour Idee.


Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2018
5'479 Beiträge · seit 200918. Jan. 2018 · #13
Hallo Robin,

mit den Pans nördlich der Campsite meine ich die Region um die Harvey Pan. Mit den Hills meine ich nicht die Goha Hills, sondern die Inselberge zwischen Campsite und Marsh.

Ein ganztägiger Gamedrive würde bei mir im Oktober wie folgt aussehen. Du kannst das am besten auf der Savuti-Detailkarte (unter KNOW-HOW) hier im Forum nachvollziehen.
Von der Campsite zunächst zur Harvey Pan und dann weiter zum Quarry-Hill. Steile Auffahrt, aber toller Aussichtspunkt. Wieder zurück in Richtung Campsite und kurz vorher zum Channel abbiegen. An der Ostseite des Channels zur Marsh und an deren Ostseite entlang bis Jakal Island. Im Oktober müsste sich dort die Marsh queren lassen, um zum Marabou Waterhole zu gelangen. Auf der Marshroad wieder in Richtung Norden. Über Motsibi Island wieder in Richtung Channel und dann zwischen Channel und Hauptpiste kreuz und quer zum Bushman Hill. Entlang des Westufers des Channels zurück zur Campsite.

Für uns war Savuti immer ein fester Bestandteil jeder Botswana-Reise und wird es auch in Zukunft sein. Wir hatten dort immer außergewöhnliche Tiererlebnisse.

Die von Dir skizzierte Rundtour habe ich noch nicht gefahren, aber nach allen Informationen die ich habe, ist dort nicht groß mit Tiersichtungen zu rechnen. Schon gar nicht in der Trockenzeit im Oktober.
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1'166 Beiträge · seit 201718. Jan. 2018 · #14
Hört sich gut an, ich hab die T4A Karte von Botswana hier, da kann man die Tour gut nachvollziehen. Wird markiert und direkt mal in den Savuti Infos abgelegt. Thx. 🙂
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8'681 Beiträge · seit 201018. Jan. 2018 · #15
Blende18.2 schrieb:
Kennst du auch die Gegend?
Wäre für mich eher eine Tagestour Idee.
Gruß,
Robin
Hallo Robin,

Thomas hat dir ja schon einiges zu der Strecke erzählt. Ich halte die Zeitangaben für sehr optimistisch - wir haben im April schon alleine von Savuti bis Zweizwei 2,5 Stunden gebraucht.

Der erste Teil, also von Savuti nach Osten bis etwa zu dem Punkt, an dem man nach Norden abbiegt, sieht mehr oder weniger die ganze Zeit so aus:

IMG_1396-2.JPG


Mopanebusch bis zum Abwinken 😉 . Es ist dort auch eine Antipoachingtruppe unterwegs, die mit ihrem Militär-LKW die Strecke ziemlich durchwühlt. Die restliche Strecke bis Zweizwei, wo wir auf einer HATAP-Site gezeltet haben, war etwa abwechslungsreicher, aber ich weiß nicht, ob in der Trockenzeit (wir waren im April) dort noch viel Wasser ist:

IMG_1413-2.JPG


Die obere Querverbindung ist wohl mehr oder weniger eine (relative neue?) Transitstrecke, so hatte ich zumindest unseren Guide verstanden. Steht vermutlich im Zusammenhang mit der sehr neuen Nogatsaa Pans Lodge. Ich kann aber den Guide nach dem Zustand der Piste und auch den Sichtungen dort fragen, wenn du magst - er ist dort öfters unterwegs. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass die Tiere dort eine sehr große Fluchtdistanz haben, vor allem die Vögel sind immer sofort aufgeflogen (auf dem Foto sind sie auch schon auf dem Abflug!) . Viel mehr haben wir dort auch nicht gesehen, fällt mir gerade ein ....

Wir sind dann dieselbe Strecke wieder nach Savuti zurückgefahren, daher weiß ich über den Rest nichts.

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2018
6 Beiträge · seit 201829. Jan. 2018 · #16
Hat zufällig jemand Erfahrung wie die Strecke
Kasane - Savuti - Maun
Mitte/Ende November ist?
Mir ist natürlich klar, dass das auch nicht jedes Jahr das selbe ist, aber ab November beginnt ja eigentlich die WetSeason.
Ist da schon ein riesiger Unterschied zum Oktober?

Gerade die Strecke Savuti - Mababe solls ja in sich haben.
Hab zwar gelesen, dass man die MarshRoute da eher meiden soll, aber hat jemand Erfahrung mit der SandridgeRoad?
Wir hätte auch eher einen Toyota Hilux 4x4 ohne Schnorchel und kompletter Bergungsausrüstung wie Highlift etc.
195 Beiträge · seit 201530. Jan. 2018 · #17
Auf der Sand-Ridge kannst immer fahren, nach Regen stehen dann halt riesige Wasserlacken, aber der Schnorchel wird nicht naß davon.
Auf der Marsh-Road kannst soweit fahren wie das Wasser beginnt, also die führt dann von Savuti nach Süden fahrend irgendwann gegen Jahresende in das überflutete Marshland, und Du mußt zurück Richtung Savuti auf die Sand-Ridge. Zur Tierbeobachtung dennoch meist ganz nett, wenn man genug Zeit hat in diese Sackgasse hineinzufahren.
Der Ranger im Savuti-Camp oder am Gate weiß immer bescheid was geht und was nicht. Aber durch kommst eigentlich immer - meteorologische Jahrhundert-Ereignisse ausgenommen.
Und vom Gate nach Maun ist ja ohnedies gute Schotterpiste.
Grüße
Martin
facebook.com/martin.friedl.790
6 Beiträge · seit 201830. Jan. 2018 · #18
Danke, Martin!
Hast du auch eine Vorstellung wie‘s ab November Richtung Khwai/3rd Bridge aussieht?
Wie geschrieben, Schnorchel und so haben wir nicht.
So ein Hilux sollte ja auch nicht tiefer als Kniehöhe Wasser abbekommen.
195 Beiträge · seit 201531. Jan. 2018 · #20
...genau weiß man es nie, wie es aussehen wird in einem bestimmten Monat, aber wenn du vorher durchwatest und sicher bist nicht stecken zu bleiben, dann kann man ja auch ohne Schnorchel kurz mal recht tief tauchen, so wie damals Ende Dezember 😉

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facebook.com/martin.friedl.790