Weltweit gibt es zigzig Millionen unversorgte Kinder, also nicht schlecht oder minderversorgte Kinder, sondern UNversorgte. Keine Erwachsenen aus ihren Herkunftsfamilien kümmern sich um sie. Sie müssen sich selber „irgendwie durchbringen“, wobei das Betteln noch die harmloseste Variante ist. Aus z. B. Brasilien wurde von niedrig einstelligen Millionenzahlen berichtet. Es gibt sie aber auch zu xxTausenden in europäischen Ländern, aber auch dort sind die sich um sie Kümmernden vielfach engagierte Private, karitative Organisationen, NGOs udgl (und statt Dank, ernten Sie oft massive Anfeindung, Stichwort: Gutmenschen).
Also kann man als Außenstehender annehmen, dass es dieses Phänomen im volkswirtschaftlich armen Namibia auch gibt. Auch wenn Touristen das sowieso nicht unterscheiden könnten, wäre es zum Verständnis der Debatte hier hilfreich, wenn Kenner der Situation erklären würden, worüber hier eigentlich geredet wird. Handelt es sich um obig oder um die genannten „Schulschwänzer“? Im ersten Fall wird sich der erzieherische Effekt des Nix-Gebens mE in Grenzen halten. Wenn es keine Zukunft gibt, wird das „wehret den Anfängen“ nicht greifen. Die erwähnten Suppenküchen sind eine großartige Initiative und Alternative, aber prinzipiell ebenfalls Almosen, allerdings ohne Betteln und das ist auch schon was.
Auch das „Sollen sie doch arbeiten gehen“, ist zwar leicht gesagt, aber in armen Ländern mit 20 bis 50 % Arbeitslosigkeit keine einfache (Selbst)Therapie. Vielleicht haben dem einen oder anderen die Eltern noch erzählt, wie Entbehrungen, Hunger und Verfolgung das Verhalten von Menschen auch in Europa prägen konnten. Ohne fremde Hilfe und v. a. Nahrungsmittel wären Viele unter die Räder gekommen.
Die Überwindung derartiger Massenarmut kann dort nirgends nur vom Staat alleine gestemmt werden, das Problem ist erdrückend groß. Es ginge nur mit einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung (jeweils Wille und Möglichkeiten vorausgesetzt). Dass nicht alles schon längst um die Ohren geflogen ist, ist vielerorts zivilgesellschaftlichem Engagement zu verdanken. Aber es ist auch nicht so, dass alle Staaten tatenlos sind, für RSA traue ich mir diese Einschätzung zu. Das Thema ist zu ernst für politisch motiviertes Kleingeldwechseln.
mM
Auch in Europa wird vielerorts gebettelt. Ich sehe an meinem Wohnort praktisch täglich Bettler oder (nicht bettelnde) Obdachlose. Sie regen mich nicht auf. Die (vorschriftsmäßig passiv) Bettelnden sind fast ausschließlich unfit für den Arbeitsmarkt. Denen gebe ich öfters ……… aber wenn ich sehe, dass sie sich im Supermarkt Fanta kaufen, lasse ich sie auch ein paar Mal aus 😎 .
Also kann man als Außenstehender annehmen, dass es dieses Phänomen im volkswirtschaftlich armen Namibia auch gibt. Auch wenn Touristen das sowieso nicht unterscheiden könnten, wäre es zum Verständnis der Debatte hier hilfreich, wenn Kenner der Situation erklären würden, worüber hier eigentlich geredet wird. Handelt es sich um obig oder um die genannten „Schulschwänzer“? Im ersten Fall wird sich der erzieherische Effekt des Nix-Gebens mE in Grenzen halten. Wenn es keine Zukunft gibt, wird das „wehret den Anfängen“ nicht greifen. Die erwähnten Suppenküchen sind eine großartige Initiative und Alternative, aber prinzipiell ebenfalls Almosen, allerdings ohne Betteln und das ist auch schon was.
Auch das „Sollen sie doch arbeiten gehen“, ist zwar leicht gesagt, aber in armen Ländern mit 20 bis 50 % Arbeitslosigkeit keine einfache (Selbst)Therapie. Vielleicht haben dem einen oder anderen die Eltern noch erzählt, wie Entbehrungen, Hunger und Verfolgung das Verhalten von Menschen auch in Europa prägen konnten. Ohne fremde Hilfe und v. a. Nahrungsmittel wären Viele unter die Räder gekommen.
Die Überwindung derartiger Massenarmut kann dort nirgends nur vom Staat alleine gestemmt werden, das Problem ist erdrückend groß. Es ginge nur mit einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung (jeweils Wille und Möglichkeiten vorausgesetzt). Dass nicht alles schon längst um die Ohren geflogen ist, ist vielerorts zivilgesellschaftlichem Engagement zu verdanken. Aber es ist auch nicht so, dass alle Staaten tatenlos sind, für RSA traue ich mir diese Einschätzung zu. Das Thema ist zu ernst für politisch motiviertes Kleingeldwechseln.
mM
Auch in Europa wird vielerorts gebettelt. Ich sehe an meinem Wohnort praktisch täglich Bettler oder (nicht bettelnde) Obdachlose. Sie regen mich nicht auf. Die (vorschriftsmäßig passiv) Bettelnden sind fast ausschließlich unfit für den Arbeitsmarkt. Denen gebe ich öfters ……… aber wenn ich sehe, dass sie sich im Supermarkt Fanta kaufen, lasse ich sie auch ein paar Mal aus 😎 .


