SPspeedy82Themenstarter39 Beiträge · seit 201608. Jan. 2017 · #1
Hallo liebe Forum Gemeinde,
nach längerer Planung steht unser Reisezeitraum (Oktober/November 2017 ) nun fest. Nun haben wir noch die Qual der Wahl ob es Namibia oder Tansania wird. Kann mir evtl. das Forum bei der Entscheidung weiterhelfen ? Wir haben bereits erste Erfahrungen mit 4x4 gemacht ( Australien ), haben aber noch keine Afrika Erfahrung. Wir möchten gerne in Lodges übernachten.
Im Fall von Tansania wäre es folgende Route:
Arusha Tarangier N.P. Lake Manyara N.P Ngorongoro Serengeti N.P und dann noch 5 Tage Sansibar Maximal 15 Tage wäre machbar
Da wir im Moment sehr unsicher sind, welche Destination wir bevorzugen sollen, wären wir über Eure Meinungen dankbar.
Grüße
Speedy
Randfontein568 Beiträge · seit 201408. Jan. 2017 · #2
Hi Speedy, das ist nach heutigen Maßstäben die Wahl zwischen zwei Extremen:
Tanzania/Sansibar: entweder richtig rauh oder teuer, nobel - aber "off the mainstream"
Namibia: ziemlich "mainstreamig" aber relaxed und finanziell "im Rahmen".
diese Entscheidung müsst ihr erst mal treffen. Was erwarten eure facebook-"Freunde" von euch? Wo liegen eure eigenen Vorlieben? Was entscheidet? Die obige Zeile ist nicht böse gemeint, aber ohne euer Alter zu kennen, muß man das ja in Betracht ziehen... Über Sansibar etc. gibt es z:Zt. einen tollen Reisebeericht hier im Forum http://www.namibia-forum.ch/forum/index/ruanda/290415-picco-geht-mit-schnorchelmaske-zum-lavasee.html Hilft evtl. bei der Entscheidungsfindung.
Generell sind 15 Tage (habe ich das richtig verstanden?) a bissle wenig. "Rushing through" ist doch nicht soweit entfernt vom Ausleihen einer DVD über ein Land. Wenn es in der Zeit ein bleibendes Erlebnis geben soll, dann vielleicht doch Sossusvlei/Damara/Etosha. Wäre wenigstens ohne Hektik machbar und mit "come back Garantie".
Wünsche glückliches Händchen bei der Entscheidung, so oder so!
SPspeedy82Themenstarter39 Beiträge · seit 201608. Jan. 2017 · #3
Sorry mein Fehler. Wir planen insgesamt 3 Wochen was 15 Arbeitstagen entspricht 😉
SPspeedy82Themenstarter39 Beiträge · seit 201608. Jan. 2017 · #4
Also wir machen grundsätzlich Urlaub für uns und nicht um sogenannten "Freunden" etwas bestimmtes zeigen zu können. Natürlich möchten wir möglichst viele Tiere sehen, jedoch gehen wir ja nicht in den Zoo sonder in die Natur und da braucht man natürlich Glück.
Also uns ist nicht unbedingt Luxus wichtig, es sollte aber schon ein gewisser Standard vorhanden sein ( Sanitäre Einrichtungen ). Was uns noch nicht ganz klar ist, ob die gesundheitlichen Risiken ( Schlafkrankheit, Malaria etc. ) in Tansania höher sind ?
Grundsätzlich war unser erster Gedanke ob wir selber fahren, was soweit ich gelesen habe in Tansania nicht möglich ist.
Randfontein568 Beiträge · seit 201408. Jan. 2017 · #5
Na ja, "je Tropen desto krank" ist ein alter Spruch. Und doch haben viele hier im Forum auch Tansania fröhlich überlebt. Zum Anfüttern eignet sich natürlich das fast gänzlich tropenkrankheitsfreie Namibia. Und jetzt bloß nicht eine neue Malaria-Diskussion! Dazu btte die Suchfunktion benutzen!
Sansibar sollte wohl Erholung am Strand werden. Das gibt's in Namibia eher nicht. Der Atlantik ist saukalt! Und von Windhoek geht's meines Wissens nur über Jo'burg nach Mauritius o.ä. Namibia ist wunderschön, angesichts eures (angenommenen) Anforderungsprofils, würde ich euch eher zu Südafrika (Nordost bis runter nach Durban) mit Erholung in Mauritius oder Mocambique raten. Wobei ich das Preisniveau in Mauritius nicht kenne und das in Mocambique nicht schätze.. Ihr müsstet dann auf die Namib verzichten, Tierchancen gäbe es dafür genug im Kruger, Hluhluwe-iMfolozi, iSimangaliso und der Strand nördlich von Durban ist auch nicht schlecht.
Am besten ihr fangt irgendwo an, verfallt dem Afrika-Virus dann sowieso und der Rest kommt eben später. Grüßle und fröhliches Planen!
Hallo speedy82, ich war schon sehr oft in Namibia und zweimal in Tanzania. In Tanzania war ich, weil meine Tochter dort eine Zeit an der Grenze zu Ruanda gearbeitet hat und wir sie besuchten. Sie hat uns einen privaten Guide vermittelt, um die Serengeti-Nationalpark und den Ngorongoro auf eigenen 'Faust' zu besuchen. Wir wollten eigentlich campen. Der Guide war sehr höflich und für uns bezahlbar, was sonst nicht so gewesen wäre. Aber das mit dem Campen hat nicht geklappt, da es zu wenig Möglichkeiten gab und die Plätze entweder voll oder geschlossen waren. Die Lodge's waren für meinen Geschmack zu teuer, aber wir hatten keine andere Wahl.
Sagenhaft waren die Tierbeobachtungen! Dadurch, dass wir einen privaten Guide hatten, konnten wir selbst bestimmen, wielange wir die Big5 beobachten wollen - und wir haben ALLE gesehen und lange beobachtet! Der Ngorongoro war unser absolutes Highlight! Super! Ohne Guide gibt es keine Chance, den Park zu besuchen.
Wir verbrachten einige Zeit am Victoriasee, der drittgrößte See der Welt. Auch hier hat es uns gut gefallen. ____________________
In Namibia fanden wir die zu beobachtende Tierwelt auch SUPER, das Campen war um Welten besser und die Etoscha-Pfanne, ein ehemaliger See mit seiner üppigen Wildtierpopulation ist ein absolutes Highlight!
In Namibia fühlen wir uns freier und selbstständiger. Ich liebe die einsamen Lagerfeuer unter dem gigantischen Sternenhimmel und ich liebe die abwechslungsreiche Landschaft.
Die Lodge's in Namibia in den Bergen sind für mein Empfinden schöner und 'privater' als ich es in der Serengeti erlebt habe.
Ich freue mich mächtig auf unseren nächsten Namibiabesuch!
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
Selber fahren kann man auch in Tansania. Jedenfalls haben wir das für den Juni 2017 geplant und haben alles bereits unter Dach und Fach. Anbieter für Selbstfahrer gibt es schon ein paar vernünftige in Arusha. Für das erste Mal eignet sich meines Erachtens Namibia sehr gut; ein wunderschönes Land das gut organisiert, einfach zu bereisen, relativ sicher und auch schonend für den Geldbeutel ist.
Vorweg: Ich war noch nie in Namibia und kann deshalb dazu auch nichts sagen was ich nicht von Anderen gehört oder gelesen habe. Dass man in Tansania nicht selbst fahren kann oder ohne Guide nicht in den Ngorongoro oder in Nationalparks rein kommt stimmt schlicht nicht! Es gibt genügend Leute die als Selbstfahrer ohne Guide im Ngorongoro waren, auch hier im Forum. Ansonsten ist Tansania sicher tierreicher, aber auch mit weniger Einsamkeit zu erleben als es Namibia wohl ist. Meiner Meinung müsst Ihr Euch fragen ob Ihr eine gute touristische Infrastruktur, Einsamkeit und etwas Tiersichtungen wollt oder ob Ihr auf gute Infrastruktur auf den Campingplätzen (von denen man in Tansania immer einen findet und dabei kaum mal allein ist) und Einsamkeit verzichtet und dafür (wohl) mehr Tiere sehen wollt und die Badestrände in der (relativen) Nähe haben wollt. Ob Tansania tierreicher ist als Namibia kann ich nur vermuten und nachplappern, aber meiner Meinung nach hats im Norden Tansanias, also dort wo Ihr hingehen wollt, deutlich mehr Tiere als in allen Parks die ich in Botswana gesehen habe. Und das auch ohne die grossen Migrationsherden. Aber Tansania ist sicher nicht so einfach zu bereisen wie Namibia, zumindest sagen das die welche beides kennen und mit mir darüber gesprochen haben. Ob die Sicherheit in Namibia wirklich höher ist stell ich angesichts der doch immer wieder zu lesenden Erfahrungen der Fomis betreffend Diebstahl doch in Frage... So, muss weiter, vieleicht ein ander Mal mehr. Lies Dich doch mal durch die diversen Reiseberichte, dann erfährst Du schon sehr viel mehr.
STStrubi86173 Beiträge · seit 201409. Jan. 2017 · #9
Wie ja auch von anderen schon angedeutet, kann man das eigentlich nur für sich selber entscheiden. Beide Länder haben ihre Reize, Vor- und Nachteile (sage ich jetzt mal ganz dreist, ohne bisher in Tansania gewesen zu sein 😛 ). Ich denke, Picco hat das im Wesentlichen schon ganz gut auf den Punkt gebracht.
Unabhängig von den kulturellen, landschaftlichen, und der Tierwelt betreffenden Unterschiede, ist es aber auch eine Frage des Budgets. Namibia ist doch zum Teil deutlich budgetfreundlicher als Tansania. Welches Land jetzt einfach auf eigene Faust zu bereisen ist, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass es in Namibia überhaupt kein Problem war.
Das vom User Randfontein ins Spiel gebrachte Südafrika könnte auch ne Möglichkeit sein. Ist sehr abwechslungsreich und einfach und vergleichsweise günstig zu bereisen. Vom Afrikafeeling (ich nenne es jetzt einfach mal so, kann nicht wirklich beschreiben, was dahinter steckt) her kam es für uns dafür nicht ganz an Namibia (und ich denke auch oder vor allem an Tansania) heran.
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201109. Jan. 2017 · #10
Hallo,
wenn ich es richtig sehe, wollt Ihr ja eine Lodgereise machen. Preislich gibt es sich nicht viel, es gibt in beiden Ländern hochpreisige und nicht so teure Lodges. Evtl. muss man in TZ stärker suchen. Da von einigen Camping angesprochen wurde: Es stimmt nicht, dass es in TZ keine einsamen CS gäbe, im Gegenteil. Die Private CS hat man ganz für sich (garantiert, es gibt keinen CS-Klau, wie er gerade von Südafrikanern in BOTs gern praktiziert wird), muss dann aber tiefer in die Tasche greifen. (Dafür hat man aber auch keinen störenden Schnickschnack wie WC und Dusche 😎 !)