Tore zu ... und dann?

22 Antworten · 3'754 Aufrufe · gestartet 31. Aug. 2016 von Chris42
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ThemenstarterGast31. Aug. 2016 · #1
Liebe Mitforisten,

vielleicht eine dumme Frage eines Namibia-Neulings (der immer fleißig mitliest):

Ich lese oft, dass die Nationalparks, aber auch die Camps in den Nationalparks abends schließen und morgens öffnen. OK, aber was passiert, wenn man die Schließzeiten verpaßt, kann ja sein, verbummelt, o. ä.?
Konkret:
a) wir werden in Camps IN Etoscha übernachten, aber nehmen wir an, wir kommen abends vom Rumfahren zu spät zum Camptor. Zu. Und dann? 🙂
b) z. B. Sossusvlei oder andere Nationalparks. Wir treiben uns den ganzen Tag im Park rum und kommen abends zu spät zum verschlossenen Parktor. Und dann?

Besten dank vorab

Chris
177 Beiträge · seit 201531. Aug. 2016 · #2
Dann: Hupen, hoffen und ggf. Ärger. In groben Zügen.
566 Beiträge · seit 201331. Aug. 2016 · #4
Chris42 schrieb:
a) wir werden in Camps IN Etoscha übernachten, aber nehmen wir an, wir kommen abends vom Rumfahren zu spät zum Camptor. Zu. Und dann? 🙂
b) z. B. Sossusvlei oder andere Nationalparks. Wir treiben uns den ganzen Tag im Park rum und kommen abends zu spät zum verschlossenen Parktor. Und dann?
Hallo Chris,

im Grunde gilt folgendes:
"Failure to comply with any of the park regulations could result in a fine and your immediate removal from the park."
Mit anderen Worten: es kann eine Strafzahlung geben oder Du darfst am nächsten Morgen Deine Sachen packen und den Park verlassen. Das dürfte nicht nur für Etosha sondern für sämtliche Parks gelten. Ob Du tatsächlich rausfliegst oder es bei einer Geldstrafe bleibt, kann ich nicht sagen. Hängt vermutlich davon ab, wie spät Du am Tor bist und wie Du gegenüber dem jeweiligen Parkbeamten auftrittst. Ansonsten: probier es aus und teile es mit.... 😛

LG Mogambo 🙂
ThemenstarterGast31. Aug. 2016 · #5
Hi,

danke euch allen für die Tipps ... na das sind ja raue Sitten da unten 🙂 . OK, ich schicke im Fall der Fälle meine Holde in was „Nettem“ vor zum Tor und werde dann im Forum berichten.

Grüße

Chris
749 Beiträge · seit 200631. Aug. 2016 · #6
hi Chris,

wir hatten mal vor vielen vielen Jahren so ein Problem:
wir kamen von Botswana und hatten in Namutoni Zimmer gebucht.
durch eine Autopanne, schafften wir es nicht rechtzeitig zum Tor.
Nach mindestens 10 Telefonaten versicherte uns unser Gesprächspartner, dass sie jemanden
ans Tor schicken, der uns reinlässt.
es war stockdunkel als wir ans Tor kamen und keiner da! , aber nach 10 Minuten kam tatsächlich ein Auto, das uns
zum Camp begleitete.
die mürrischen Gesichter hellten sich dann aber nach einem tip doch sehr auf.
lg wüstenfee
1'651 Beiträge · seit 201431. Aug. 2016 · #7
Chris42 schrieb:
OK, ich schicke im Fall der Fälle meine Holde in was „Nettem“ vor zum Tor



Aus gut informierten Kreisen weiß ich, dass sich nach Sonnenuntergang Katzenbanden vor den Eingangstoren zu den staatlichen Camps im Etosha aufhalten und sich auch an was "Nettem" erfreuen.

Gruß Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
zuletzt bearbeitet 31. Aug. 2016
16,9k Beiträge · seit 201231. Aug. 2016 · #8
Tinochika schrieb:Chris42 schrieb:
OK, ich schicke im Fall der Fälle meine Holde in was „Nettem“ vor zum Tor



Aus gut informierten Kreisen weiß ich, dass sich nach Sonnenuntergang Katzenbanden vor den Eingangstoren zu den staatlichen Camps im Etosha aufhalten und sich auch an was "Nettem" erfreuen.

Gruß Hartwig
Richtig, Hartwig! 🤩

Und ich habe sogar gehört, dass man wegen der Katzenbanden im Etosha gar nicht aus dem Auto aussteigen darf... 🙄

😉 LG 😉
Logi
ThemenstarterGast31. Aug. 2016 · #9
Mei, man darf so vieles nicht ... abgesehen davon schick ich deshalb ja auch meine Holde vor ... 😉
1'667 Beiträge · seit 201131. Aug. 2016 · #10
Chris42 schrieb:Mei, man darf so vieles nicht ... abgesehen davon schick ich deshalb ja auch meine Holde vor ... 😉
Mal schaun, ob Du nach dem Urlaub auch noch so eine große Klappe hast 😉

Die Öffnungszeiten gibt es ja nicht ohne Grund und ich finde , man kann sich ruhig mal an ein paar Regeln halten. Wenn es einem nicht gefällt, bleibt ja auch immer die Möglichlkeit , woanders hin zu fahren.

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
6'152 Beiträge · seit 200631. Aug. 2016 · #11
Chris42 schrieb:Mei, man darf so vieles nicht ... abgesehen davon schick ich deshalb ja auch meine Holde vor ... 😉
hi Chris,
ich nehme an , dass Dir die Hitze hier zu schaffen macht eventl. vielleicht auch schon einen Hitzschlag hast.
🙁 Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
ThemenstarterGast31. Aug. 2016 · #12
Meine Güte, das war ein WITZ ... Ironie, versteht ihr? Kommt mal wieder ausm Keller hoch!

Und natürlich halte ich mich an Öffnungszeiten, is doch selbstverständlich. Glaubtihr, ich gurke bei stockfinstrer Nacht umher. Deswegen fragte ich ja auch für den Fall der Fälle (Platten, Verfahren, Elefant versperrt den Weg, Übelkeit des Fahrers, was weiß ich, gibt viele Gründe) die zum Verspäten führen könnten und was dann wäre ...

Aber danke für die Hinweise ...
2'779 Beiträge · seit 200731. Aug. 2016 · #13
Von ausserhalb des Parks: geschlossen ist geschlossen, auch wenns nur Minuten sind. Wir haben auch schon vor den Toren das Dachzelt aufschlagen müssen (Kruger-altes Punda Maria Gate)
In Südafrika im Kruger NP gibt es neu late-arrival Gateöffnungen mit Voranmeldung und gegen Aufzahlung und dann gehts zu einer festgelegten Zeit im Dunkeln im begleiteten Konvoi zum camp.
Von Innerhalb des Parks zum camp: habe ich keine Erfahrung, logischerweise wird man eingelassen aus Sicherheitsgründen. Ich kann mir vorstellen dass wer keinen kaputten Reifen vorzeigen oder sonst Beweise hervorbringen kann warum er die Tore nicht rechtzeitig erreicht hat (das Sundowner Foto reicht nicht aus 😮 ) sich der Laune und in die Auslegung der Parkregeln des diensthabenen Officers schicken muss. Es wurde ja schon geschrieben was das bedeuten könnte.
Lieber grosszügig Zeit einplanen!
Gruss Leona
80 Beiträge · seit 201231. Aug. 2016 · #14
Etosha 2014: Wir waren auf dem Rückweg nach Halali........10 Minuten vor Gateschliessung stottere ich........da, da, da sind schwarze Punkte im Baum 🤩 🤩 🤩 tatsächlich ein Pracht Leo sitzt beim schönsten Licht im Baum 🤩 🤩 🤩 , ein unbeschreibliches Gefühl, unser erster Leo und für uns ganz allein......dieses war für mich der allerschönste Moment meiner bisherigen Afrikareisen. Wir sind dann 20 Minuten später zum Gate gekommen. Das Tor war geschlossen. Nach kurzem Hupen wurde geöffnet. Wir waren so voller Freude über unsere Sichtung, dass ich dem Etoshamitarbeiter um den Hals gefallen bin, ihm stolz die Leo Fotos gezeigt habe.....wir haben uns dann sehr herzlich verabschiedet, natürlich auch entschuldigt........In unserem Fall wurde uns die Verspätung nicht krumm genommen 🙂

L G Sabra
7'296 Beiträge · seit 200631. Aug. 2016 · #16
La Leona schrieb:
Von Innerhalb des Parks zum camp: habe ich keine Erfahrung, logischerweise wird man eingelassen aus Sicherheitsgründen. Ich kann mir vorstellen dass wer keinen kaputten Reifen vorzeigen oder sonst Beweise hervorbringen kann warum er die Tore nicht rechtzeitig erreicht hat
...

... auf diese Idee sind bestimmt schon viele gekommen und die Ranger fallen bestimmt nicht so einfach drauf rein. Wenn alle Fahrzeuginsassen blitzsaubere Klamotten und Hände haben, wird es schwer, sie zu überzeugen. Oder sie fragen mal kurz, wo das Bordwerkzeug denn ist und wenn dann großes Rätselraten ist, ist schon alles aufgeflogen. Oder man lässt das Fahrzeug rein und bittet dann den Fahrer nach innen in die Rezeption und lässt den Beifahrer draußen warten und fragt beide getrennt, welcher Reifen denn kaputt war. Es gibt einige Möglichkeiten, evtl. Lügen auffliegen zu lassen.

Ebenso ist eine Verspätung von einer Stunde nicht mehr mit einem Reifenwechsel von 10 min zu erklären. Wenn die das Gefühl bekommen, dass man sie für dumm verkaufen will, wird die Situation evtl. nicht besser.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
12 Beiträge · seit 201631. Aug. 2016 · #17
Hallo Chris,
nun, dass die Tore im Etosha nach Sonnenuntergang geschlossen sind und du dann auch im Camp sein solltest, hat natürlich gute Gründe, hat nichts mit rauhen Sitten zu tun und ist in anderen Gegenden - wie z.B. dem Krüger Nationalpark Südafrika - ebenfalls üblich. Das hat mit Sicherheit für die Besucher, aber auch für die Tiere zu tun, denn nachts ereignen sich schneller Unfälle mit Tieren (Blendlicht etc.) als tagsüber.
Da auf die Schließzeiten deutlich hingewiesen wird, musst Du dich nicht wundern, wenn du dann zur Kasse gebeten wirst – ob deine Holde da was ausrichten kann, bezweifle ich. Wenn Du früh losfährst, hast du ja auch locker 12 h Zeit für deine Tour.
Viele Grüße und einen schönen Trip,
Joachim
4'129 Beiträge · seit 200801. Sept. 2016 · #18
ja, wie denn nun?
Erst fragst du, Chris 42, was denn so „passiert, wenn man die Schließzeiten verpaßt, kann ja sein, verbummelt, o. ä.?
Konkret:
a) wir werden in Camps IN Etoscha übernachten, aber nehmen wir an, wir kommen abends vom Rumfahren zu spät zum Camptor. Zu. Und dann?“

Dann kriegst du konkrete Antworten, antwortest mit einem Spruch, der deutlich zeigt, dass du die Regeln in deinem Gastland offensichtlich nicht ernst nimmst
Und, -
als dir die Reaktionen dazu wiederum nicht passen, kommt der Vorwurf von Humorlosigkeit... 😐
?? Wie, jetzt?

Es ging doch um „verbummeln“ und auf Lau die Holde in „was Nettem“ vorschicken...
Wie lustig! 😄 😄 😄
–das mit der Einhaltung der NP-Regeln verlangen aber DIE, nicht Irgendeiner von uns!... – da verwechselst du was - und nur das wurde versucht dir klarzumachen.

Afrikanische Regeln werden häufig nicht ernst genommen und die NP-Mitarbeiter sind oft zu Recht verärgert, wenn ihnen mal wieder ein Europäer versucht einen vom Pferd zu erzählen: Alberne Geschichten von „Übelkeit des Fahrers“ sind mehr als peinlich und die Jungs am Gate kennen die ganze Laber-Palette von „Platten, Verfahren, Elefant versperrt den Weg und was weiß ich“ – es gibt eben nur sehr wenig Gründe, die zum Verspäten führen dürfen – da muss der zerfledderte Reifen schon am Auto hängen!!
-und der Fahrer entsprechend verdreckt aussehen!

Was mich immer wieder erstaunt, sind derartige Fragen und die entsprechenden Reaktionen.
In den USA würde sich niemand im NP in Bezug auf Regeln einen derart begründeten Ausrutscher erlauben - da reagieren die Ranger militärisch hart. Man fliegt einfach raus.

Und zu deiner Frage kann ich dir sagen, dass sie in Etosha mitunter sehr ärgerlich sind, wenn man ohne nachweisbaren echten Grund (Notfall) zu spät kommt, Elefanten auf der Pad reichen nicht, - mit denen muss man rechnen!

Eine entspannte Reise ohne Übelkeit wünscht dir lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 01. Sept. 2016
2'319 Beiträge · seit 201101. Sept. 2016 · #19
@Lilytrotter
Du schreibst mir aus der Seele.

@Chris 42
Regeln sind dazu bestimmt, eingehalten zu werden.
Ausnahmen bestätigen diese Regeln.
Doch wenn einer ganz kess daherkommt und glaubt, gleich mit den Ausnahmen beginnen und sich somit der Regelbefolgung entledigen zu können, der ist nicht würdig, von diesen Ausnahmen im Falle eines Falles Gebrauch machen zu dürfen.
Hinlänglich bezeichnet man ein solches Vorgehen als vorsätzlich.
Und das ist mal gar nicht lustig und es bedurfte somit Deiner anschließenden, kleinlauten Erklärung nicht.
Im Übrigen... Wer die Gateregeln nicht beachtet und schluderhaft damit meint umgehen zu dürfen/wollen, dem ist auch zuzutrauen, daß er es mit den Geschwindigkeitsgrenzen innerhalb der Nationalparks ebenfalls nicht so genau nimmt. Das eine wirft ein schlechtes Licht auf den Rest. That's it.

Schöne Grüße vom Alm
zuletzt bearbeitet 01. Sept. 2016
33,1k Beiträge · seit 200601. Sept. 2016 · #20
Moin zusammen,

das mit Regeln befolgen, dann noch als Gast in einem Land, fällt einigen (nicht nur im Forum) scheinbar schwer. In ähnlichen Threads wurde mir ja auch vorgeworfen, dass ich alles einfach so akzeptiere. "Regeln sollte man erstmal nach ihrer Sinnhaftigkeit hinterfragen". Und auch damals (ich meine es ging um Fleisch durch den Veterinärzaun schmuggeln) habe ich bereits deutlich das unterstützt was u.a. ALM und Lillytrotter hier schreiben. Entweder man hält sich an die Regeln (tlws. sogar Gesetze) eines Landes oder man bliebt zu Hause bzw. muss mit den Konsequenzen leben. Danach heulen und "böse" Leserbriefe in der AZ schrieben ist einfach nur lächerlich (den bestimmten Fall kennen die älteren Fomis sicherlich noch).

Und konkret: Eine Reifenpanne, Tiere auf der Straße etc. sind alles keine Ausreden in Etosha nicht pünktlich in einem Camp zu sein oder den Park zu verlassen. All das muss man einplanen - dann ist man halt im "schlimmsten" Fall lieber 30 Minuten zu früh im Camp/raus.

Viele Grüße aus einem leicht bewölkten Windhoek (heute war partielle Sonnenfinsternis - ein Traum)
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!