4x4 oder 2x4 ?

86 Antworten · 9'869 Aufrufe · gestartet 24. Aug. 2016 von MMarkus
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Themenstarter30 Beiträge · seit 201524. Aug. 2016 · #1
Hallo,
wir haben einen Toyota Hillux gemietet und fahren die Ersttäter-Tour (Sesriem/Walvisbay/Damaraland/Etosha/Waterberg). Dh meist über B und C-Straßen. Fahrt ihr dann generell mit 4-Rad-Antrieb oder stellt ihr diesen nur ein, wenn es durch sandiges Gelände geht (zB Soussusvlei)?
danke
2'772 Beiträge · seit 200624. Aug. 2016 · #2
Guten Morgen MMarkus,
den 4x4- Antrieb brauchst du auf der von dir genannten Strecke gar nicht. Lediglich bei Tiefsand oder steilen, steinigen Strecken. Ansonsten hast du nur unnötigen Spritverbrauch.

Gruß Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
7'296 Beiträge · seit 200624. Aug. 2016 · #3
Moin Markus,

den 4x4 brauchst Du auf den letzten Kilometern ins Sossusvlei. Dann am besten auch noch den Luftdruck reduzieren.
Ansonsten ist 4x4 etwa so, als würdest Du bei uns von November bis Februar generell mit Schneeketten fahren. Kann man natürlich machen, ist aber unsinnig.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
133 Beiträge · seit 201524. Aug. 2016 · #4
Guten Morgen MMarkus,

willkommen im Forum.

Super, dass ihr euch für eure erste NAM-Tour gleich einen Hilux gemietet habt, da stehen euch alle Strecken offen und ihr könnt nach und nach das Land richtig "erfahren".

Zu deiner Frage, Pascalinah hat natürlich recht mit dem unnötigen Spritverbrauch, wobei der relativ überschaubar wäre. Ständig eingeschaltet lassen, das ist nicht nötig. Vor allem auf den Teerpads, also den B-Routen, kann man ihn bedenkenlos auslassen.
Es ist jedoch auch so, dass man mit zugeschaltetem Allrad-Antrieb generell einen besseren Grip auf Schotterpisten hat. Hier gibt es gut geschobene, und solche die etwas rustikaler sind, vor allem im Nordwesten. Hier lohnt es sich durchaus, den Allrad mal zuzuschalten.

Im Tiefsand ist natürlich generell 4x4 zu empfehlen, ebenso wie wenn es über Stock und Stein geht.

Euch einen schönen Urlaub und allzeit eine gute Pad.

Viele Grüße
Thomas
33,1k Beiträge · seit 200624. Aug. 2016 · #5
Hallo MMarkus,
Fahrt ihr dann generell mit 4-Rad-Antrieb oder stellt ihr diesen nur ein, wenn es durch sandiges Gelände geht (zB Soussusvlei)?
ganz klar nein, nicht generell, sondern nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Ich weiß, dass viele Fahrzeugvermieter empfehlen auf allen nicht-asphaltierten Straßen mit 4x4 zu fahren. Ich persönlich würde nicht auf die Idee kommen es zu machen. Habe in den letzten fünf Jahren drei Mal 4x4 eingeschaltet...

Viele Grüße aus WIndhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'794 Beiträge · seit 201324. Aug. 2016 · #6
Hallo Fomis, ...aber schaden tut der 4x4 dem Auto doch nicht... vom leicht erhöhten Spritverbrauch mal abgesehen 😉 !
Also macht man doch erst mal nichts falsch 😗 und kann auf Gravel sogar noch gewinnen!

LG NOGRILA
7'296 Beiträge · seit 200624. Aug. 2016 · #7
NOGRILA schrieb:Hallo Fomis, ...aber schaden tut der 4x4 dem Auto doch nicht... vom leicht erhöhten Spritverbrauch mal abgesehen 😉 !
Also macht man doch erst mal nichts falsch 😗 und kann auf Gravel sogar noch gewinnen!

... was gewinnt man denn?
Kann ich auch was gewinnen? 😉

Man hat das Gefühl, schneller fahren zu können, weil man mehr Grip spürt.
Beim Bremsen ist dieser Vorteil hinüber, denn da verhält sich der 4x4 wie ein 4x2. Man fährt nur schneller auf die brenzlige Stelle zu und ist dann überfordert, weil man Schotter nicht kennt.
Gut - in zu schnell gefahrenen Kurven Kommt man mit Allradantrieb noch rum, weil die Vorderräder die Spur halten (wenn man nicht bremst).

Lasst Allradantrieb aus und schaltet ihn ein, wenn ihr ihn braucht. Fahrt lieber 'ne Spur langsamer und kommt sicher an.

Gruß
Wolfgang
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zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2016
Gast24. Aug. 2016 · #8
Hi MMarkus,
@schaden tut‘s nicht
Dass du den Allrad auf normalen (trockenen!) unbefestigten Straßen nicht brauchst wurde schon gesagt. Einiges könnte aber auch so verstanden werden, dass Allrad auf Teer und harten unbefestigten Straßen zwar nichts bringt aber auch nicht schadet und das sehe ich ein bisschen anders. M.E. werden dann bei Autos wie Hilux (kein permanenter Allrad) der Antriebsstrang durch Verspannen und die Reifen durch Schlupf unnötig belastet, seinem eigenen Auto würde das keiner antun.
PS, Nachtrag: und lasse dir für den 4x4-Betrieb die Vorderradnaben erklären, für den Fall dass nicht automatisch eingreifende intstalliert sind, wie bei älteren Autos möglich.
@ trotzdem Allrad auf Schotter, auch wenn für Traktion nicht erforderlich.
Das stärkste Argument dafür (zumindest für schlechten Straßenzustand) ist, dass der Allrad (und reduzierter Reifendruck sowieso) die Straße schont. Das ist zwar technisch begründbar aber trotzdem graue Theorie, weil er deswegen von niemandem (mich eingeschlossen) verwendet wird….und jetzt könnt ihr über mich herfallen.
Grüße
zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2016
2'391 Beiträge · seit 201624. Aug. 2016 · #9
Hallo Markus,
wir haben auf der C14 den Allrad das ein oder andere mal eingeschaltet, weil die Strecke extreme Spurrinnen aufwies und teilweise sehr tief versandet war. Das waren dann Steckenteile wo man sowieso langsam fahren musste.
Übrigens ist es nicht so, dass der Allrad keine Nachteile hat zumindest gilt das für Schnee im Sand könnte es sich ähnlich verhalten. Wenn man doch mal mit Allrad ins Schleudern gerät, dann ist es schwieriger das Auto wieder einzufangen als mit zum Beispiel nur Vorderrad Antrieb.
Und wenn ihr nicht dringend Kilometer fressen müsst, dann nehmt die C oder besser noch die D Straßen. Das ist m.M. nach viel angenehmer zu fahren und man sieht viel mehr vom Land und den Tieren.
Viele Grüße

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 26. Aug. 2016
2'346 Beiträge · seit 200624. Aug. 2016 · #10
Hallo Markus,

ich würde den 4x4 auch erst einmal auslassen. Und dann würde ich mich durchaus auch auf das oft zitierte "Popo-Gefühl" verlassen. Irgendwie habe ich es immer gemerkt, wann ich den 4x4 besser zuschalten sollte, also beispielsweise

- auf Strecken, die vielfach durch sandige Passagen durchsetzt sind
- auf Strecken, die so stark mit "unordentlichem" Schotter versetzt sind, dass der Wagen "schwimmt"
- auf Strecken, die so stark "durchlöchert" sind, dass der Wagen permanent "springt"
- auf steilen, geschotterten Pass-Auffahrten, wenn man merkt dass die Antriebsachse keine ausreichende Traktion hat

Wie gesagt, da sollte man sich wirklich ein wenig auf das "Popo-Gefühl" verlassen und den 4x4 ggf. zuschalten. Das gilt natürlich nicht für Passagen, von denen man von vornherein weiß, dass man 4x4 benötigt, wie die schon erwähnten letzten km ins Sossusvlei. Da kann man dann i. d. R. nicht unterwegs mal gerade anhalten und seine (falsche) Entscheidung korrigieren.

Viel Spaß
Armin
312 Beiträge · seit 201325. Aug. 2016 · #11
Hallo Markus,
eigentlich braucht Ihr für die Strecke ja keinen 4x4 und wenn Ihr damit keine Erfahrung habt, ist die Chance, im Tiefsand im Sossusvlei stecken zu bleiben, recht hoch. Lies mal in den diversen Berichten - es muss immer irgendwer raus gezogen werden und manchmal bringt ein Fahrer die nächsten Autos dann auch zum stoppen. Man kann sich das letzte Stück dort auch fahren lassen....
Wenn Ihr gerne "Sandkasten spielen" möchtet, denkt ans Luftablassen - sonst taugt Euch der 4X4 nicht. Versucht einen Kompressor zu bekommen, dass Ihr gleich auch wieder füllen könnt...der ist meist nicht dabei, war bei uns aber verhandelbar und dann sogar kostenfrei.
Viel Spaß beim Vorbereiten
DoNo
1'166 Beiträge · seit 200825. Aug. 2016 · #12
Hallo,

was meinst du mit 4x4? Mit oder ohne Untersetzung (Low bzw. High Range)?

Die Untersetzung brauchst die wirklich nur im Tiefsand (wie z.b. die letzten Kilometer zum Soussusvlei). Selbst sandige Passagen lassen mit 4x2 fahren.

Als wird dieses Jahr die C15 (Schotter) runter nach Mata Mata gefahren sind, haben wir festgestellt, dass bei 4x4 (High Range) der Wagen wesentlich stabiler auf der Straße lag (weniger schlingern, besonders in Kurven) als mit 4x2. Wir sind konstant 80 km/h gefahren.

Es gibt Vermieter, die Empfehlen auf Schotter 4x4 High Range zu fahren (z.B. Safari Car Rental). Andere sagen (Kalahri Car Hire), dass der 4x4 High Range eigentlich nutzlos ist (O-Ton: "der ist für Südafrikana, die am Strand langfahren - was sie eigentlich nicht dürfen").

Zu den Freilaufnaben: Selbst die 2008er Hilux-Modelle haben keine manuelle Verriegelung mehr gehabt. Es wäre daher äußerst unwahrscheinlich, dass du selber Hand anlegen musst.

Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2016
99 Beiträge · seit 201625. Aug. 2016 · #13
Hi,
wir hatten auf unseren beiden Namibia-Reisen auch jeweils einen Hilux Doka. Nach unserer Reise 2014 hatte ich auch einen privat gekauft 😉 4x4 habe ich ein paar mal gebraucht, einmal im Sossousvlei, mal nördlich con Swakop bei den Salzgewinnungsanlagen, dieses Mal am Cunene River und bei ein paar Sandstrecken. Ansonsten tut es der Hinterradantrieb, und der Hilux mag es eh nicht so gerne auf normalen Strecken. Aber gut wenn man den 4x4 hat. Und Achtung, die Differentialsperre wirkt nur auf die Hinterräder.
890 Beiträge · seit 201626. Aug. 2016 · #14
Hallo,
ich wollte selber schreiben, besonders weil ich entgegen der hier genannten Ratschläge, eines sagen wollte, aber siehe Link unten....

4H auf unbefestigten Straßen unbedingt und immer einschalten!!!!!!!!!!!!!!!

Auch wenn man es Leistungs-,Traktions- und Fahrtechnisch nicht bräuchte.
Der Gewinn: ein erheblicher Sicherheitsvorteil was Spurtreue, Kurvenstabilität und Fahrverhalten allgemein anbetrifft.

Achtung!!!!!!!!!!!!!!! Ein Vierradantrieb setzt nicht die Physik ausser Kraft!!!!!!! Zu schnell ist zu schnell und wie hier richtig gesagt wurde, beim Bremsen nützt der 4x4 nichts!!!!!!!!!!!!!!

Besonders bei den negativen Eigenschaften eines heckgetrieben Fahrzeuges. Diese Antriebsart ist, entgegen in RSA/NA, bei uns hier eher nicht das favorisierte Antriebskonzept und somit für uns als Touristen ungewohnt und in vielen Situationen völlig anders als frontgetriebene Fahrzeuge.

Aber "die Pistenkuh" hats wunderbar beschrieben:

http://www.pistenkuh.de/1/offroad/offroad-fahrtraining.html
Gruß
zuletzt bearbeitet 26. Aug. 2016
Gast27. Aug. 2016 · #15
Irgendwie kommen bei diesem Thema, wie auch in diesem thread, zwei Sachen durcheinander: „was geht“ und „was besser geht“.
@was geht
Es ist noch nicht lange her, dass alle gängigen NPs im südlichen Afrika mit Pkw besucht wurden, von Etosha bis Gorongoza, von Mana Pools bis Gemsbock, Krüger sowieso. Ausnahmen sind später dazu gekommene reine Allradstrecken, außerdem gab es Sperren von bestimmten Strecken in der nassen Jahreszeit oder nach schweren Regenfällen. Moremi ging natürlich nicht, aber für die Hauptwege in Makgadikgadi NP reichte ein bakkie wegen der Bodenfreiheit. Das öffentliche Schotterstraßennetz wurde sowieso für PKW gebaut. Damit ist auch die Frage, ob für die Standardtouren ein 2x4 ausreicht, beantwortet.
@was besser geht
Obig ändert aber nichts daran, dass der Allrad Vorteile hinsichtlich Fahrverhalten, Schonung des Antriebsstranges und auch der Piste bringt*. Hätte der Allrad keine Vorteile im Fahrverhalten, hätten die Autos mit permanenten 4x4 wohl kaum Marktchancen gehabt….der Achsenabdreher Defender mal ausgenommen, dafür war permanent die einfachste Lösung. Die früheren Argumente gegen Allrad auch auf (trockenen) Schotterstraßen, insbesondere der höhere Spritverbrauch, gelten heute nicht mehr, dafür hat der technische Fortschritt gesorgt. Der Allrad ist dazu da um benützt zu werden…..und spätestens beim Klemmen beim Zurückschalten in H2 merkt man ja, ob H4 wirklich richtig war 😗
Grüße
*PS …quasi stolz darauf zu sein z. B Mabuasehube praktisch ohne 4x4 gefahren zu sein aber gleichzeitig über den schlechten Pistenzustand zu jammern ist für mich…. 😈 das halte ich bei der heutig hohen Motorenleistung für vorsätzliche Pistenbeschädigung.
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2016
1'715 Beiträge · seit 200627. Aug. 2016 · #16
Wenn ein Fahrzeug auf Piste die Spur nicht hält hat diese Längsspuren und/oder man fährt zu schnell.

Der Rat im Pistenkuh Artikel zum Tehma bezieht sich auf Freilaufnaben welche man manuell ein und ausschalten muss. Bei den heute vermieteten 4x4 Fahrzeug kann man dies mit Knopfdruck während der Fahr machen.
Persönlich brauche ich den 4x4 Antrieb nur im Tiefsand, Schlamm und bei Wasserdurchquerungen.

OK, machmal auch auf ganz steilen Pisten, das aber nur weil bei unserem Oldtimer die Untersetzung nach dem 4x4 kommt und das nicht erlektrisch sondern mit einem Schaltknüppel.

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2016
1'166 Beiträge · seit 200827. Aug. 2016 · #17
*PS …quasi stolz darauf zu sein z. B Mabuasehube praktisch ohne 4x4 gefahren zu sein aber gleichzeitig über den schlechten Pistenzustand zu jammern ist für mich…. 😈 das halte ich bei der heutig hohen Motorenleistung für vorsätzliche Pistenbeschädigung.
Ich fand die Pisten im Mai nicht schlecht. Allerdings dachte ich immer, dass Wellblech durch zu hoher Geschwindigkeit, zu hohen Reifendruck und Anhänger entsteht und nicht durch den 4x2-Betrieb.

Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
348 Beiträge · seit 201127. Aug. 2016 · #18
Hallo zusammen
Man sollte da mal ein wenig aufklären.
Permanenter 4x4 hat ein Zwischengetriebe, das gleicht die Raddrehung an allen 4 Rädern aus, soll heissen, dreht ein Rad durch und man hat keine Sperrmöglichkeit für die Hinterachse und evtl. das Zwischengetriebe gibt es keinen Vortrieb mehr, ausser man hat so Spielereien wie ESP (Antischlupfregelung) etc. eingebaut.

Zuschaltbarer Allrad, da kein Zwischengetriebe, drehen alle 4 Räder gleich, soll heissen, das Differenzial vorne und hinten gleicht zwar an den Achsen den Radunterschied aus, nicht aber den Unterschied von der Vorderachse zur Hinterachse, die Achsen sind quasi starr verbunden, soll heissen, fährt man mit eingelegtem Allrad um die Kurve schiebt die Hinterachse das Fahrzeug aus der Kurve.
Bei Schotter, Sand etc, hilft beherztes Gasgeben um quasi im Drift um die Kurve zu kommen, hat man das nicht im Griff, geht's unweigerlich "Bach ab", vor allen Dingen bei sehr losem Untergrund und abwärts.
Auf gerader Strecke ist der eingelegte Allrad sinnvoll wegen der Spurtreue, aber nicht nötig.
Ich von meiner Seite fahre nie mit Allrad ( mit einem zugeschalteten Allradler) auf Schotter, Gravelroads oder festen Pisten, vor allen Dingen nicht mit hoher Geschwindigkeit, das Risiko in einer engen Kurve hinausgetragen zu werden ist mir zu gross, da braucht es auch keinen Allrad.
Die Freilaufnaben an manchen Fahrzeugen (zuschaltbarer Allrad) sind ausschliesslich dazu da die Antriebswellen der Vorderachse abzukoppeln (weniger Verschleiss und unerheblich weniger Spritverbrauch), würde ich bei fahren mit überwiegend Gravelanteil gar nie rausnehmen, ganz einfach darum, so kann man sie auch nicht vergessen einzulegen und merkt zu spät, dass man trotz eingelegtem Allrad auf der Vorderachse keinen Vortrieb hat.

Beim permanenten Allrad der neueren Generation erübrigt sich die Diskussion, die haben meist nur ein selbstsperrendes Diff an der Hinterachse und eher selten ein zu sperrendes Zwischendifferenzial.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
Gast27. Aug. 2016 · #19
Hi, ich sehe das so, vielleicht auch falsch, also alles m.E…..für zuschaltbare, alte, Allradtechnik (@Turi)…..

Löcher (Dellen bis Waschbrett) in der Fahrbahn entstehen durch Schlupf („Durchdrehen“) zwischen Rad und Untergrund, wenn das Antriebsmoment höher ist als vom Rad auf den Untergrund übertragen werden kann, was wiederum von vielen Faktoren abhängt, wie die absoluten Größen (Kraftlackeln, Fahrweise, Gummigeben) … Geschwindigkeit … Beladung ….Reifen und - druck …. Zustand der Fahrwerkes, Stoßdämpfer ….. Beschaffenheit des Untergrundes….. Wenn das „Loch“ einmal da ist, wird es durch die Folgefahrzeuge, die auch in gleich schädlicher Weise unterwegs sind aber auch, weil sie jetzt leichter ausgehoben werden (also eher Schlupf auftritt), verstärkt und ausgebreitet, etc. ….. es entstehen Waschbrett u.a. miese Pisten. Wenn nun durch Zuschalten der zweiten Achse das Antriebsmoment halbiert wird, wird auch die erstgenannte Ursache „halbiert“ und daher die Piste „geschont“.*
Ich finde, dass das vielleicht (?) nicht gebührlich berücksichtig wird und schließe mich da unbedingt ein, die Angst/Scheu vor den Nachteilen von unpassend aktivierten H4 ist einfach zu groß..…..trotzdem hat jemand, wohl nicht umsonst und wo weiß ich nicht mehr, auf einer „ganz normalen“ Schotterstraße ein Schild aufgestellt: „please engage 4wd if you have one“…oder so ähnlich.

Natürlich ist obiges bei geringer Geschwindigkeit unbedeutend. Aber bei höherem Rollwiderstand (etwas Sand, loser Schotter und bergauf), wird man im 2x4 immer mehr Gas geben und diese STELLEN (nicht den ganzen KTP) mehr umpflügen als im Allradmodus…. und der Fahrer sieht das nie, nur der Nachfolgende.

*Außerdem schont man auch den Antriebsstrang und Fahrwerk, weil dann auch die Kräfte von den Lastwechselreaktionen infolge wechselnder Traktion entsprechend reduziert werden.

Was bitte ist falsch daran?
Grüße
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2016
348 Beiträge · seit 201128. Aug. 2016 · #20
Hallo zusammen
Wenn nun durch Zuschalten der zweiten Achse das Antriebsmoment halbiert wird, wird auch die erstgenannte Ursache „halbiert“ und daher die Piste „geschont
Das stimmt zum Teil;
Auf gerader Piste wird die Wellblechneigung verringert und es ist spurtreuer zu fahren, nur wo haben wir nur gerade Pisten.
Ok, in Namibia gibt es einige davon, man sollte aber tunlichst den Allrad vor der Kurve rausnehmen, oder mit viel Vorsicht und sehr verhalten in die Kurve fahren um im Notfall noch anhalten zu können, ein Entkoppeln des Allradantriebs in der Kurve ist nicht mehr möglich.
In Kurven ist der Abtrag des Schotters an den Kurvenaussenrand sehr hoch, dieser Effekt gleicht die Spannungen im Antriebsstrang aus und macht in die Kurven der Pisten tiefe Rinnenviel mehr als im 2x4, .

Fährt man mal mit eingelegtem Allrad um die Kurve, merkt man wie sich alles verspannt, eine Entriegelung des Allradantriebs ist dann auch nicht mehr möglich.
Fährt man mit eingelegtem Allrad um die Kurve und ist zu schnell, lässt sich das nur schwierig kontrollieren, die vorderen Räder schieben zum Kurvenaussenrand, wie ich schon weiter oben geschrieben habe.
Lasst mal den Allrad auf Asphalt eingeschaltet und fahrt um eine Kurve, da spürt ihr wie es im Antriebsstrang würgt, das Gewürge nimmt auf den Pisten der Schotter oder Sand auf.

Aber bei höherem Rollwiderstand (etwas Sand, loser Schotter und bergauf), wird man im 2x4 immer mehr Gas geben und diese STELLEN (nicht den ganzen KTP) mehr umpflügen als im Allradmodus…. und der Fahrer sieht das nie, nur der Nachfolgende.

Diese Aussage trifft zu, fühlt man Schlupf in den Antriebsrädern macht es natürlich Sinn im Allrad zu fahren, man wird dann in den Kurven auch nicht zu schnell sein, vernünftigerweise, was wiederum bergab, wenn man mal ins rutschen kommt ziemlich eklig werden kann, das Fahrzeug lässt sich dann nur noch schwierig kontrollieren, bremst man stärker ab, rutscht man wieder über die Vorderräder und das geht zum Kurvenaussenrand und dann runter.

Zuschaltbarer Allrad braucht viel Erfahrung im Umgang, besser für reine "Urlaubsfahrer" ist ein permanenter Allrad mit den modernen Helferchen, wie ESP, ABS und Bergan- und Abfahrhilfe.

Ich habe im Fernreisefahrzeug einen zuschaltbaren Allradantrieb, nicht weil er besser ist, sondern weil er einfacher zu reparieren ist und ist er mal eingelegt, man sicher ist, dass er auch funktioniert.
Zu Hause fahre ich 4x4 mit all den Helferchen, da ist es kein Problem wenn mal ein Sensor ausfällt, macht auch mehr Sinn auf Asphalt und Schnee.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.