4x4 oder 2x4 ?

86 Antworten · 9'869 Aufrufe · gestartet 24. Aug. 2016 von MMarkus
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890 Beiträge · seit 201628. Aug. 2016 · #21
Hallo,
ich wollte nur noch einmal darauf hinweisen, das es sich hier eingangs um jemanden handelt, der das erste Mal in Namibia ist, vielleicht noch nie auf Schotterpsten unterwegs war, eventuell auch nicht mit einem Geländewagen bzw. Pickup und das noch mit einer heckgetriebenen, leichten Hinterachse fahren will/muss. (im 2x4)

Also sollte doch der Rat dahin gehen, die größte Sicherheit zu ermöglichen, welche das Fahrzeug bietet. Also auf unbefestigten Straßen unbedingt 4x4 einzuschalten!!!!!! Daran ist weder etwas falsch, noch kann etwas kaputt gehen, geschweige denn, dass es eine Verschlechterung beim Fahren bringt.
Da ist es doch egal, warum, weswegen, was an dem Auto geschieht und was es mit den Straßen macht. Er wird nicht in solches Gelände fahren, wo man in etwa wissen sollte, was passiert, wenn ich das und das mache.
Die Ratschläge, was ich mache nach x tausend Kilometern helfen doch demjenigen nicht.
Ich würde auch niemanden aus Namibia raten, der das erste Mal hier in Dtl ist: "Wenn das weiße, durchgestrichene Schild auf der Autobahn kommt fahre ich 240 km/h im Schnitt - kein Problem....."
Was nützt es, wenn ich sage, ich fahre auch ohne 4x4 bis hinter ins Sossusvlei - nix.

Nach den ersten paar tausend Kilometern wird derjenige dann schon ein Gefühl für das Auto, die Straßen und Bedingungen entwickeln und kann dann seine Fahrweise anpassen.
Aber Anfangs??? Also weiterhin mein Rat: 4x4 auf unbefestigten Straßen!!!!! Und eine angepasste Geschwindigkeit!!!!!! Eher zu langsam als zu schnell!!!!! Nicht von andren zum schnelleren Fahren "verleiten" lassen!!!! Besonders aufmerksam auf Schotter zu sein!!!! Und die Fahrt durch die Landschaft genießen!!!!!
Gruß
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2016
348 Beiträge · seit 201128. Aug. 2016 · #22
Hallo Can
Nach den ersten paar tausend Kilometern wird derjenige dann schon ein Gefühl für das Auto, die Straßen und Bedingungen entwickeln und kann dann seine Fahrweise anpassen.
Aber Anfangs??? Also weiterhin mein Rat: 4x4 auf unbefestigten Straßen!!!!! Und eine angepasste Geschwindigkeit!!!!!! Eher zu langsam als zu schnell!!!!! Nicht von andren zum schnelleren Fahren "verleiten" lassen!!!! Besonders aufmerksam auf Schotter zu sein!!!! Und die Fahrt durch die Landschaft genießen!!!!!
Grundsätzlich kann ich Dir da recht geben, nur sollte man sich, bevor man in ein 4x4 Fahrzeug setzt und evtl. sich und andere gefährdet, während er ersten paar tausend Kilometer, mit der grundsätzlichen Technik vertraut machen und diese auch verstehen, die Physik des Fahrzeugs können nur ein paar geübte Rallyefahrer überlisten.
Wenn ich hier im Forum so lese, dass Tagesetappen von 400 und mehr km eingeplant werden, da ist mit Landschaft geniessen nicht mehr viel und mit langsam fahren erst recht nicht, nur ein Schnitt von 50 km/h bedeutet da schon 8 Std Fahrzeit und ein 50er Schnitt ist dann schon verdammt schnell.
Da wird dann ein zugeschalteter Allrad auf kurvenreicher Strecke zur Gefahr .
Soll jeder machen wie er will, ich habe nur die physikalischen Eigenschaften der verschiedenen Systeme erläutert und die sollte man kennen und verstehen und wissen mit was man unterwegs ist, ansonsten in einem Safarifahrzeug mit Fahrer Platz nehmen.
Ich habe in Afrika schon viele Unfälle mit 4x4 Fahrzeugen gesehen, und die sind in erster Linie durch nicht sachgemässe Behandlung, Überschätzung des 4x4 und überhöhte Geschwindigkeit entstanden, aber was rede ich, Du kennst das dort unten sicher auch.


Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
7'296 Beiträge · seit 200628. Aug. 2016 · #23
Can schrieb:
Aber Anfangs??? Also weiterhin mein Rat: 4x4 auf unbefestigten Straßen!!!!! Und eine angepasste Geschwindigkeit!!!!!! Eher zu langsam als zu schnell!!!!! Nicht von andren zum schnelleren Fahren "verleiten" lassen!!!! Besonders aufmerksam auf Schotter zu sein!!!!
... mein Rat wäre, mal in das Handbuch des entsprechenden Fahrzeugs zu schauen. Meines rät z.B. ganz klar dazu, bei Trockenheit und auf flachem Terrain auf unbefestigten Wegen (und sogar im Gelände) mit 4x2 zu fahren.

Und dann auch gleich mal schauen, ob beim Einschalten von 4H oder 4L automatisch ESP abgeschaltet wird. Das dürfte für die meisten Fahrer deutlich wichtiger sein als 4x4.

Und ganz wichtig ist, 4x4 auf Asphalt direkt wieder auszuschalten, falls man ihn doch verwendet.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
890 Beiträge · seit 201628. Aug. 2016 · #24
Hallo,
im 4H Modus ist das ESP immer an, im 4 L nicht.
Stellst du bitte mal ein Foto von deinem Handbuch ein, wo das von dir geschriebene dargestellt ist? Wäre interessant.
Gruß
Die Logik, dass Allrad in Kurven gefährlich wird???? Tut mir Leid - ich lass es, dass ist mir zu hoch... Allrad ist gefährlicher als 2x4.....man, man,man...
Bitte noch einmal meinen Rat genau lesen!!!
Also weiterhin mein Rat: 4x4 auf unbefestigten Straßen!!!!! Und eine angepasste Geschwindigkeit!!!!!! Eher zu langsam als zu schnell!!!!! Nicht von andren zum schnelleren Fahren "verleiten" lassen!!!! Besonders aufmerksam auf Schotter zu sein!!!! Und die Fahrt durch die Landschaft genießen!!!!!
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2016
7'296 Beiträge · seit 200628. Aug. 2016 · #25
Can schrieb:
im 4H Modus ist das ESP immer an, im 4 L nicht.
Stellst du bitte mal ein Foto von deinem Handbuch ein, wo das von dir geschriebene dargestellt ist? Wäre interessant.
... http://www.autopark-ingelheim.de/upload/files/Ranger.Ausgabe.2011.pdf
Seite 99
Auf die Schnelle nichts Anderes gefunden.

ESP ist bei mir bei 4H auch aktiv, aber evtl. nicht bei jedem anderen Fahrzeug. Ich kenne ja nicht alle und die anderen, die ich gefahren bin, hatten kein ESP. Die konnte man aber auch nicht einfach mal so ausleihen.

4x4 ist vielleicht bei einer konstanten Geschwindigkeit X nicht gefährlicher als 4x2 , aber es verleitet schnell dazu, über seinen Möglichkeiten zu fahren. Seine fahrerischen Möglichkeiten rechtzeitig zu erkennen, ist ja genau das Problem. Deshalb werden ja in Namibia ungefähr 10% aller Mietwagen jährlich wegen Unfällen verschrottet.

Gruß
Wolfgang
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890 Beiträge · seit 201628. Aug. 2016 · #26
@Wolfgang,
bei jedem Allradwagen mit ESP ist das ESP als auch ASR im 4H Modus aktiv, lediglich im 4L Modus nicht, da in diesem Modus ESP und ASR hinderlich wäre und in die Motordrehzahlsteuerung eingreifen würde, sobal es zu einem Schlupf kommt.

Ich gehe davon aus, dass ich mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs bin! Ich rede nicht davon, wenn jemand durch schnelleres Fahren den Vorteil des Allradantriebes zu nichte macht.
Deswegen schrieb ich: Die Physik hebt ein Allradwagen nicht auf....
Gruß

PS: Ford verlässt sich in der Hinsicht auf Ihr Fahrstabilitätsprogramm aus ESP,ASR,ABS und nicht mehr auf den Allradantrieb.
Ich z.B. habe in meinem noch einen Modus mehr als der Ranger, nennt sich "auto" ist permanent mit aktiver und dynamischer Lastverteilung auf Front und Hinterachse und ist als allgemeiner Fahrmodus auf allen Untergründen empfohlen. 2L hat er aber auch noch.

In der Betriebsanleitung steht aber auch unter Sperrdifferenzial der Bezug auf"Pisten" Die Sperre ist nur im 4L Modus aktiv. Und wenn die in ihrer Betriebsanleitung schon Sperre auf Pisten und dauerhaft rutschigen Untergründen empfehlen (Umkehrschluss) dann ist 4x4 im 4H kein falsches Handeln.
ELEKTRONISCHES
SPERRDIFFERENZIAL
ACHTUNG
Das Fahrzeug sollte bei aktiviertem
System nicht auf Straßen mit festem
Belag gefahren werden. Dies könnte
übermäßige Reifengeräusche und
Verschleiß zur Folge haben. Das System
ist für den Betrieb auf anhaltend
rutschigem Untergrund oder auf Pisten
gedacht.
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2016
890 Beiträge · seit 201628. Aug. 2016 · #27
A-Wolf schrieb:Wir haben zu unterscheiden ob permanenten oder zuschaltbaren 4WD. 😗
Antriebtechnik
...wir sprechen hier in dem Thread ausschließlich von Autos mit zuschaltbarem 4WD...

@Turi, darf ich fragen, was für ein Auto du fährst? Also die Verspannung von denen du berichtest treten in der Regel bei 4L und weit eingeschlagenen Rädern auf. Im 4h und normal eingeschlagenen vielleicht 10 Grad Lenkrad tritt keine Verspannung im Strang auf... zumindest bei keinem Auto, welches ich bisher gefahren bin.... und mir ist es rätselhaft, wie du zu der Aussage kommst, vor der Kurve den Allrad raus zu nehmen, wenn ich eine Piste im normalen Tempo mit 4x4 befahre - was sollen hier Leute denken, die sich das erste Mal in einen Pickup setzen und durch Namibia fahren wollen.....
Die vielen Unfälle haben ganz andere Ursachen, aber nicht ein falsch eingeschaltetes 4x4. Im Gegenteil.
Tut mir Leid - da kann ich nicht folgen.
Naja, nen Versuch wars wert.
Gruß
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2016
348 Beiträge · seit 201128. Aug. 2016 · #28
Hallo @ Can
Wir waren bis letzten September mit einem Iveco Massif 30 Monate um Afrika unterwegs
http://www.wuestenschiff.de/phpbb/unsere-grosse-reise-rund-um-afrika-t50158.html
Das Chassis, Fahrwerk ist baugleich mit dem Landrover Series, zu Hause sind wir mit einem Defender TD 5 unterwegs, davor mit einem Toyota HZJ 78
Die haben alle, bis auf den Defender mit permanentem Allrad das Problem mit der Verspannung in Kurven.
Ich rede hier auch nicht vom Hörensagen, sondern aus mehr als 200 000 km mit diesen Fahrzeugen, davon ca 30 000 km Sand in Algerien, Libyen und Tunesien und rund um Afrika.
Also die Verspannung von denen du berichtest treten in der Regel bei 4L und weit eingeschlagenen Rädern auf. Im 4h und normal eingeschlagenen vielleicht 10 Grad Lenkrad tritt keine Verspannung im Strang auf...


Diese Aussage ist falsch, oder Du hast soviel Spiel im Antrieb der das ausgleicht, am ehesten beim Landy, jeder zuschaltbare Toyota zumindest aus der HZJ Serie, nur die kenne ich vom fahren, verspannt weil im Antriebsstrang praktisch kein Spiel vorhanden ist.
Jeder erfahrene Mechaniker wird Dir das bestätigen.

Die Verspannungen treten nicht auf bei Fahrzeugen mit einem separaten Zwischengetriebe, nur, zumindest in Europa haben die zuschaltbaren Allradler kein Zwischengetriebe, nur die permanenten und die sollte dann logischerweise sperren können, sonst verliert man den Vortrieb wenn auch nur ein Rad Schlupf hat, aus dem ganz einfachen Grund, man hat dann an der Vorderachse, der Hinterachse und dem Zwischengetriebe ein Diff, kann man die nicht sperren, bei Schlupf an einem Rad nichts mehr mit Vortrieb.
Sperrt man das Zwischengetriebe, bzw. schaltet man bei einem zuschaltbaren 4x4 den Allrad ein hat man den Effekt, dass alle 4 Räder gleich viel Umdrehungen machen, die Diff an der Vorder, und Hinterachse machen zwar den Ausgleich an der derjenigen Achse, nicht aber von vorne nach hinten und so hat man beim Kurven fahren unterschiedliche Umdrehungen von vorne nach hinten, die gleicht man dann mit dem Schlupf des Schotters aus.
Darum habe ich gesagt, legt mal den Allrad auf einer Asphaltstrasse ein und fahrt Kurven, dann wisst ihr wovon ich spreche.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
7'296 Beiträge · seit 200628. Aug. 2016 · #29
... und ich für meinen Teil folge den Herstellerempfehlungen und gehe davon aus, dass sie verlässlicher sind als die Empfehlungen einer anonymen "Dose". Vielleicht zeigst Du Deine Kompetenz mal öffentlich, damit Andere das ernstnehmen.

Die Ingenieure der Hersteller werden sich etwas dabei gedacht haben, es so zu kunstruieren und die Verwendung entsprechend zu empfehlen. Hier stehen bisher Herstellerempfehlungen gegen anonyme. Muss sich jeder denken, welchen er folgt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
890 Beiträge · seit 201628. Aug. 2016 · #30
BikeAfrica schrieb:... und ich für meinen Teil folge den Herstellerempfehlungen und gehe davon aus, dass sie verlässlicher sind als die Empfehlungen einer anonymen "Dose". Vielleicht zeigst Du Deine Kompetenz mal öffentlich, damit Andere das ernstnehmen.

Die Ingenieure der Hersteller werden sich etwas dabei gedacht haben, es so zu kunstruieren und die Verwendung entsprechend zu empfehlen. Hier stehen bisher Herstellerempfehlungen gegen anonyme. Muss sich jeder denken, welchen er folgt.

Gruß
Wolfgang
.....deswegen habe ich aus dem Handbuch, welches aus deinem Link zu sehen ist zitiert, wo die Ford Ingenieure sagen:
ELEKTRONISCHES
SPERRDIFFERENZIAL
ACHTUNG
Das Fahrzeug sollte bei aktiviertem
System nicht auf Straßen mit festem
Belag gefahren werden. Dies könnte
übermäßige Reifengeräusche und
Verschleiß zur Folge haben. Das System
ist für den Betrieb auf anhaltend
rutschigem Untergrund oder auf Pisten
gedacht.

(Seite 100 deiner Betriebsanleitung)

wie soll ich öffentlich beweisen, dass ich Auto fahre??? in Namibia???? oder soll ich mich jetzt auch mit meinen zurückgelegten Kilometern rühmen, nur weil ich jemanden empfohlen habe, 4x4 einzuschalten? Verstehe ich nicht....soll ich jetzt nen Foto einstellen oder wie?

@ A-Wolf - im 4 L richtig, im 4 H nicht.
@Turi, setze dich mal in einen Hilux und fahre im 4h und 4L.... auch gerne deine Kurven. Masstif, LC HJZ etc ist Uralttechnik aus dem LKW Bereich.....
Aber ich sehs ein, meine Autos waren alle kaputt.....
Gruß
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2016
348 Beiträge · seit 201128. Aug. 2016 · #31
Wenn jemand Lust hätte sich intensiv mit dem Allradthema auseinanderzusetzen, hier findet er/sie mehr
http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwiYi5jgseTOAhUD0hoKHWbcAxIQFgg1MAI&url=http%3A%2F%2Fwww.kfz-tech.de%2FBiblio%2FAchsantrieb%2FAllradantrieb.htm&usg=AFQjCNFoW41yVIc302sR-zgF8eqat4OChA


oder hier:

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=11&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjq5dXmsuTOAhXDWBoKHbfSAksQFghOMAo&url=http%3A%2F%2Fwww.motor-talk.de%2Fblogs%2Fdem-derk-sein-blog%2Fder-zuschaltbare-allradantrieb-funktion-und-grenzen-t3002765.html&usg=AFQjCNE-gDF5Y71sEmrtqAkNP3XelMjHsg&bvm=bv.131286987,d.d2s

kleiner Auszug davon:

Der ganz entscheidende Punkt dieser Antriebsart ist weiter oben genannt: Es gibt kein Mitteldifferential, Vorder- und Hinterachse drehen im Allradbetrieb immer mit exakt derselben Drehzahl. Das hat keinerlei Nachteile solange man nur geradeaus fährt - in Kurven jedoch legt die Vorderachse einen längeren Weg zurück als die Hinterachse, müsste somit also auch schneller drehen. Durch die feste Verbindung von vorderer und hinterer Kardanwelle im Verteilergetriebe kann sie es aber nicht. Dies hat zwei entscheidende Nachteile auf die Fahrdynamik: Das Einbremsen der Vorderachse in Kurven vergrößert den Wendekreis und lässt das Fahrzeug stark untersteuern, die Rückstellkräfte im Lenkrad sind ebenfalls sehr hoch. Weiterhin ist die Bremskraftverteilung nun auf einmal auch nicht mehr frontlastig, sondern zu gleichen Teilen auf beide Achsen verteilt - die Hinterachse neigt also zum Überbremsen. Zusammenfassend: Zuschaltbare Allradantriebe und Kurven vertragen sich nicht.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
7'296 Beiträge · seit 200628. Aug. 2016 · #32
Can schrieb:
wie soll ich öffentlich beweisen, dass ich Auto fahre??? in Namibia???? oder soll ich mich jetzt auch mit meinen zurückgelegten Kilometern rühmen, nur weil ich jemanden empfohlen habe, 4x4 einzuschalten? Verstehe ich nicht....

... man würde gerne wissen, ob Du 15 oder 60 Jahre alt bist, um Erfahrungen einschätzen zu können. Man weiß rein gar nichts über Deine Reise- und Offroaderfahrungen und genauso viel gebe ich auf Deine Tipps.
Können eigene Erfahrungen sein, oder irgendwo abgeschrieben. Niemand weiß es.

Bei den meisten Forenteilnehmern kennt man die Hintergründe. Bei Dir nicht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
890 Beiträge · seit 201628. Aug. 2016 · #33
Turi schrieb:Wenn jemand Lust hätte sich intensiv mit dem Allradthema auseinanderzusetzen, hier findet er/sie mehr
http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwiYi5jgseTOAhUD0hoKHWbcAxIQFgg1MAI&url=http%3A%2F%2Fwww.kfz-tech.de%2FBiblio%2FAchsantrieb%2FAllradantrieb.htm&usg=AFQjCNFoW41yVIc302sR-zgF8eqat4OChA


oder hier:

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=11&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjq5dXmsuTOAhXDWBoKHbfSAksQFghOMAo&url=http%3A%2F%2Fwww.motor-talk.de%2Fblogs%2Fdem-derk-sein-blog%2Fder-zuschaltbare-allradantrieb-funktion-und-grenzen-t3002765.html&usg=AFQjCNE-gDF5Y71sEmrtqAkNP3XelMjHsg&bvm=bv.131286987,d.d2s

kleiner Auszug davon:

Der ganz entscheidende Punkt dieser Antriebsart ist weiter oben genannt: Es gibt kein Mitteldifferential, Vorder- und Hinterachse drehen im Allradbetrieb immer mit exakt derselben Drehzahl. Das hat keinerlei Nachteile solange man nur geradeaus fährt - in Kurven jedoch legt die Vorderachse einen längeren Weg zurück als die Hinterachse, müsste somit also auch schneller drehen. Durch die feste Verbindung von vorderer und hinterer Kardanwelle im Verteilergetriebe kann sie es aber nicht. Dies hat zwei entscheidende Nachteile auf die Fahrdynamik: Das Einbremsen der Vorderachse in Kurven vergrößert den Wendekreis und lässt das Fahrzeug stark untersteuern, die Rückstellkräfte im Lenkrad sind ebenfalls sehr hoch. Weiterhin ist die Bremskraftverteilung nun auf einmal auch nicht mehr frontlastig, sondern zu gleichen Teilen auf beide Achsen verteilt - die Hinterachse neigt also zum Überbremsen. Zusammenfassend: Zuschaltbare Allradantriebe und Kurven vertragen sich nicht.

Gruss Turi
Ich formuliere es nicht selbst:
Anwendungen im Fahrzeugbau
Bei einem kupplungsgesteuerten Allradantrieb wird eine Achse permanent vom Motor angetrieben. Die zweite Achse wird bei Bedarf, aber ohne Zentraldifferential angetrieben. Damit ein Drehzahlausgleich zwischen den Achsen möglich wird, sind sie über eine Visco-Kupplung verbunden.
O-Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Visco-Kupplung
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2016
348 Beiträge · seit 201128. Aug. 2016 · #34
Masstif, LC HJZ etc ist Uralttechnik aus dem LKW Bereich.....
Dann reden wir nicht vom gleichen, ich war der Meinung ein Hilux mit zuschaltbarem Allrad ist noch nicht mit den elektronischen Helferlein ausgestattet, also ältere Fahrzeuge, die neueren haben, zumindest bei uns, nur noch permanenten 4x4, eben wegen dieser Helferlein.
Ach noch was, meine Fahrzeuge ausser dem 90 Landy zu Hause haben weder ABS noch ESP noch sonstige elektronische Helferlein, ausser der Motorsteuerung.
Die werden in ganz Afrika gefahren, und es ist meist kein Support, ausser meiner Wenigkeit, vorhanden,
Wenn wir da weiter in die Tiefe gehen dann wird das nichts.
Sind die HI Lux in Namibia mit Antischlupfregelung etc, ausgerüstet dann sind sie vermutlich auch permanente 4x4 oder irre ich mich da?
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
890 Beiträge · seit 201628. Aug. 2016 · #35
BikeAfrica schrieb:
Can schrieb:
wie soll ich öffentlich beweisen, dass ich Auto fahre??? in Namibia???? oder soll ich mich jetzt auch mit meinen zurückgelegten Kilometern rühmen, nur weil ich jemanden empfohlen habe, 4x4 einzuschalten? Verstehe ich nicht....

... man würde gerne wissen, ob Du 15 oder 60 Jahre alt bist, um Erfahrungen einschätzen zu können. Man weiß rein gar nichts über Deine Reise- und Offroaderfahrungen und genauso viel gebe ich auf Deine Tipps.
Können eigene Erfahrungen sein, oder irgendwo abgeschrieben. Niemand weiß es.

Bei den meisten Forenteilnehmern kennt man die Hintergründe. Bei Dir nicht.

Gruß
Wolfgang
...ich weiß auch nicht wie alt du bist und ob du nur mit dem Finger auf der Landkarte Afrika bereist.....ich glaube nur zu wissen, dass du einmal fürchterlich auf ner Schotterpiste mit deinem Mietwagen ausgerutscht bist.....

Ist meine Meinung nun als kompetenter einzuschätzen, wenn ich sage, dass ich 50 bin, seit 1998 Afrika bereise, 160.000 km mit meinem eigenem Wagen, welcher in WDH geparkt ist zurückgelegt habe, meistens alleine unterwegs bin und oft wild campe????? Nur gezählt habe ich nicht, wie oft ich bei meinen meist 2x jährlichen Reisen in welchem Land war....
Hilft das nun???????????
Noch nen Foto dazu? Bitte Campsite kennt ja jeder...

IMG_3025.JPG


Gruß
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2016
890 Beiträge · seit 201628. Aug. 2016 · #36
Turi schrieb:
Masstif, LC HJZ etc ist Uralttechnik aus dem LKW Bereich.....
Sind die HI Lux in Namibia mit Antischlupfregelung etc, ausgerüstet dann sind sie vermutlich auch permanente 4x4 oder irre ich mich da?
Gruss Turi
du irrst dich.....
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2016
348 Beiträge · seit 201128. Aug. 2016 · #37
Ok, wieder was dazugelernt, zuschaltbarer Allrad mit all den Helferlein, das entbehrt jeder Logik, das ist dann Uralttechnik komplettiert mit der Elektronik,
Wieso dann nicht gleich permanenten 4x4 der alles ausgleicht, da müssten sich dann die Mieter keine Gedanken mehr machen über ein oder aus.
Man hätte dann vermutlich auch weniger Schäden an den Fahrzeugen.
Afrika halt 🤪

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
544 Beiträge · seit 201428. Aug. 2016 · #38
Can schrieb:
Turi schrieb:
Masstif, LC HJZ etc ist Uralttechnik aus dem LKW Bereich.....
Sind die HI Lux in Namibia mit Antischlupfregelung etc, ausgerüstet dann sind sie vermutlich auch permanente 4x4 oder irre ich mich da?
Gruss Turi
du irrst dich.....
Moin Can,

genau so wie Du Dich irrst, wenn Du wenige Beiträge vorher schreibst:

"Ich formuliere es nicht selbst:
Anwendungen im Fahrzeugbau
Bei einem kupplungsgesteuerten Allradantrieb wird eine Achse permanent vom Motor angetrieben. Die zweite Achse wird bei Bedarf, aber ohne Zentraldifferential angetrieben. Damit ein Drehzahlausgleich zwischen den Achsen möglich wird, sind sie über eine Visco-Kupplung verbunden.
O-Text: de.wikipedia.org/wiki/Visco-Kupplung"
sorry, wie man zwei Beiträge zitiert, habe ich noch nicht begriffen...

Beim zitierten Antrieb mit Visco-Kupplung haben wir permanenten Allrad aber ohne Mitteldifferential (Drehzahlausgleich über besagte Visko-Kupplung)

Beim HiLux mit zuschaltbarem Allrad (und um den geht es hier) ist die Verbindung STARR! (ein Ausrufezeichen reicht übrigens auch aus...)
Mit all den schon genannten Folgen bzgl. Verspannungen im Antrieb und dadurch mE keiner besseren Kurventauglichkeit auf Schotter. Dazu haben Turi und A-Wolf alles wichtige gesagt.

Ich halte solche Hinweise, wie Du sie gibst, schlicht und ergreifend für gefährlich, weil genau da der 'Normaltourist' für sich rausliest, dass mit 4x4 alles paletti ist und nichts passieren kann. Wenn man so fährt, wie Du es ja auch empfohlen hast (langsam, mit Bedacht, auch mal die Landschaft genießen, ...) dann braucht man eines ganz gewiss nicht, nämlich den zugeschalteten 4x4 beim HiLux auf Gravel.

Gruß
Henning
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2016
890 Beiträge · seit 201628. Aug. 2016 · #39
ok - überzeugt.
Gute Fahrt allen auf Piste.. ich werde grüßen, wenn sich wieder einer mit überholendem Heck gerollt hat....
Ps Henning - ich habe Viscokupplung und zuschaltbaren Antrieb...
Gruß
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2016
348 Beiträge · seit 201128. Aug. 2016 · #40
Viscokupplungen findet man praktisch nur in PKW und den 4x4 VWs einschliesslich den Transportern.
Ich kenne kein Fahrzeug mit Leiterrahmen / 4x4 Pick ups etc inkl. den Amis, in denen eine verbaut wäre, lass mich aber gerne belehren, man lernt nie aus.
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.