Dollarversorgung und Schuldscheine für Zimbabwe

146 Antworten · 25,6k Aufrufe · gestartet 13. Mai 2016 von Guido.
Bilder klein
Antworten
110 Beiträge · seit 200702. Sept. 2016 · #21
Hi,
ich hatte vor einiger Zeit gelesen, dass neben US $ auch ZAR (und Pula? 😕 ) akzeptiert werden. Ist das noch so?
Gruß Honeybadger
890 Beiträge · seit 201603. Sept. 2016 · #22
honeybadger schrieb:Hi,
ich hatte vor einiger Zeit gelesen, dass neben US $ auch ZAR (und Pula? 😕 ) akzeptiert werden. Ist das noch so?
Hallo,
ZAR wird in der Regel akzeptiert, du musst aber damit rechnen, dass du einen grottenschlechten Kurs bekommst. Ich habe auch ZAR als Notlösung immer bei mir, da diese von Namibia kommend leicht zu beschaffen ist.
Pula weiß ich nicht - in Grenznähe und Vic Falls sicher ja, im Landesinneren wohl eher nicht. Zumindest könnte ich es mir so denken.
Gruß
zuletzt bearbeitet 03. Sept. 2016
110 Beiträge · seit 200703. Sept. 2016 · #23
Dann werden wir auch ein paar ZAR als Reserve mitnehmen.
Wenn man mit Dollar bezahlt, bekommt man dann das Rückgeld (Supermarkt, Tankstelle) logischerweise auch in Dollar?
Gruß Honeybadger
890 Beiträge · seit 201603. Sept. 2016 · #24
Hallo,
in der Regel bekommst du das Wechselgeld in Dollar zurück. Nur wenn es knapp in der Kasse ist, hatte ich auch schon Dollar und ZAR gemischt bekommen. Dies gilt für Noten.
Münzen in US gibt es nicht. Seit Neuestem gibt es "Blechmünzen" einfachster Art zurück.
Sollte das auch nicht gehen, gbts/gabs in den Supermärkten immer nen "Schocki" oder Kaugummi als Ausgleich.
Ich rate dir, deine neuen Dollarnoten so lange aufzuheben wie es geht und immer erst die "abgedroschenen" auszugeben. Versuche bei Verlassen Zimbabwes die alten abgewetzten in neue zu tauschen. Du hast sonst Probleme, diese irgendwo wieder akzeptiert zu bekommen.
Wenn sie dir wirklich zerfledderte Noten raus geben wollen, kannst du sie bitten, dir neuere Scheine rauszusuchen.
Gruß
33,1k Beiträge · seit 200621. Sept. 2016 · #25
Hallo zusammen,

zum Ausgangsposting "Die Zentralbank will nun in 2 Monaten Ersatzschuldscheine mit gleichem Nennwert wie die USD-Noten als Zahlungsmittel ausgeben." siehe nachstehend. Es wird mit einem neuen Finanzchaos gerechnet.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

IMG_20160921_124812.jpg

(Quelle: Business7)
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
890 Beiträge · seit 201621. Sept. 2016 · #26
Hallo,
kurze Neuigkeit aus Zim die mich jetzt gerade erreicht...
Bei Überweisungen in US Dollar wird jetzt ein Aufschlag von 6-7% verlangt.... also bei einem Überweisungsbetrag i.H.v 1000,- US muss 1060,- bzw. 1070,- US überwiesen werden.
Gruß
zuletzt bearbeitet 21. Sept. 2016
570 Beiträge · seit 201122. Sept. 2016 · #27
Hallo und danke für diese Meldungen,...

... und ich sitz hier da und will eigentlich 4-5 Wochen ZIM nächsten Sommer planen...und verfolge eine Negativnachricht nach der nächsten.

Hat jemand aus aktueller Beobachtung wie sich die 'neue' Währung im Alltag aktuell auswirkt? Hortet jeder Geld? Versucht jeder ungeliebte Währungen los zu werden (Schuldscheine, Rand,...)?

Verkaufen die Leute weniger gerne? Kommt es schon zu Versorgungsengpässen durch fehlende Liquidität?

Wie wirkt sich die aktuelle Situation auf die Reisemöglichkeit aus?

Fragen über Fragen... das arme Land, die Menschen tun mir wikrlich Leid und das nach einer gewissen Aufbruchsstimmung nach der Dollareinführung.

LG
Amos,... bin über jedes Feedback froh!
5 Wochen Namibia - Caprivi und Zurück http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/260644-there-and-back-again.html?rb=0
389 Beiträge · seit 200622. Sept. 2016 · #28
Hallo Max,
natürlich ist es schwer jetzt eine Aussage über die Situation in einem Jahr abzugeben. Wir waren diese Jahr im August in Sim (Hwange/Vic.falls/Chizarira/Manapool/Great Simbabwe/Matopo). Wir hatten uns ausreichend mit US$ eingedeckt. Es war kein Problem die zerflederten Dollars wieder los zu werden. Die Versorgungslage war gut und in manchen Supermarkten war eine Zahlung mit KK möglich. Diese Märkte waren auch gut sortiert.
Ansonsten läuft alles mit Bargeld. Im Nachhinein hätte ich mir die ganze Vorbucherei sparen können. Wenn man nicht unbedingt eine Exlusivcampside in Hwange/Manapools will waren die Camps max 1/2 belegt.
Bei den Chinoih Cave/Bulawayo(southern Comfort Lodge) und im Matopo war überhaupt nichts los und wir waren alleine. Generell liegt meiner Meinung nach der Tourismus am Boden. Die Privatunterkünfte machten für mich den Eindruck von Standbybetrieb.

Gruß Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
890 Beiträge · seit 201622. Sept. 2016 · #29
Hallo,
bei den bevorstehenden Änderungen bzgl. Währung und deren Folgen würde ich mit einer Planung ganz vorsichtig sein. In einem Jahr kann es bereits wieder so sein wie zu schlechtesten Zeiten in Zimbabwe.
Wer wirklich keine Reiseerfahrung hat - für den ist es dann nicht unbedingt Urlaub. So denke ich zumindest. Wer unbedingt hin möchte, der sollte so flexibel in der Reiseplanung sein, dass er die Reise jederzeit abbrechen kann ohne die hohen Kosten für Vorbuchungen und Bezahlungen zu haben.
Meine Befürchtung ist, dass es mit Einführung der Psydowährung wieder zu massiven Versorgungsengpässen kommen wird.
Gruß
PS: Die "Wertpapiere" wurden ja noch nicht eingeführt. Ich denke, dass nun jeder versuchen wird, seine frei konvertierbare Währung zu sichern, eventuell in Immobilien inestiert. Zumidest der Teil der Geld hat. Für den Großteil der armen Menschen dort wird sich nichts ändern bzw. wird alles viel härter werden.
@Joachim - die Privatunterkünfte stehen seit ca. 10-15 Jahren im Standby Modus mit Stilllegung von Kapazitäten, Wartung, Investition. Über Wasser hält sie seit dieser Zeit nur der lokale Markt.
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2016
ThemenstarterGast22. Sept. 2016 · #30
Hallo,

Zimbabwe sagt, dass das keine neue Währung durch die Hintertür ist und die Schuldscheine angeblich durch einen Kredit "besichert" sind. Aber natürlich fungieren die Schuldscheine als Währung und egal was man jetzt sagt: Man macht mit den Schuldscheinen die Büchse der Pandora wieder auf. Die neuen Schuldscheine sind ein Herumschrauben an den Symptomen und man beseitigt keine der Ursachen für die Geldnot. Wenn in Kürze wieder das Geld alle ist und man nicht mal Staatsdiener (insbesondere Polizei und Militär) pünktlich bezahlen kann, dann wird die Verlockung sehr, sehr groß sein, doch einfach die nächste Charge an neuen Schuldscheinen zu drucken. Spätestens dann hat das Zeug wieder heftige Inflation. Es laufen in Simbabwe aber auch Klagen, mit denen der Regierung die Einführung dieser Ersatzwährung verboten werden soll. Ausgang offen.

Wie dramatisch die Lage ist, wird auch daran deutlich, um welche Beträge es überhaupt geht. Man muss solche irrsinnigen Aktionen starten, um umgerechnet mal 5-6 Euro Bargeld pro Einwohner zu organisieren. Das überhaupt noch irgendwas in Zimbabwe funktioniert und die Dollars nicht schon vor Jahren ausgegangen sind, liegt nur daran, dass viele ins Ausland geflüchtete Simbabwer über diverse - auch viele inoffizielle - Kanäle Geld an ihre verbliebenen Verwandten in Simbabwe schicken. Laut Zentralbank in einer Größenordnung von 1 Milliarde USD pro Jahr. Gäbe es das nicht, wäre angesichts der Politik der Regierung Mugabe schon lange alles kollabiert.

Der Tourismus scheint in Victoria Falls gut zu laufen. Man profitiert da vom wachsenden Tourismus im südlichen Afrika, auch in Botswana. Die Menschen kommen dann als Tagesbesucher oder für 1-2 Nächte über die Grenze nach Victoria Falls. Im Rest des Landes scheint der Tourismus nicht sonderlich zu laufen. Der Tourismusminister hat das jüngst auf die Proteste geschoben, die angeblich alles kaputt gemacht hätten, was man in den letzten Jahren im Tourismus erreicht hätte. Nettes Märchen. Durch politische Entscheidungen ist Simbabwe aktuell im Vergleich zu Namibia, Südafrika und selbst zu Botswana einfach vergleichsweise teuer und auch viele südafrikanischen "Stammkunden" scheinen nicht mehr zu kommen. Durch die Handlungen der Mugabe-Regierungen hat Simbabwe seit ca. 15 Jahren in den wichtigsten Tourismus-Quellländern nur noch schlechte Presse, was einen Tourismusboom in diesem touristisch eigentlich so attraktivem Land auch zuverlässig verhindert. Viele nehmen das Land als Krisenland wahr und in einem Krisenland will man keinen Urlaub machen. Nebenbei sind erhebliche Teile der touristischen Infrastruktur in miserablem Zustand. Das stört zwar so einige hier nicht, aber größere Massen kann man damit nicht anlocken.


bad.jpg


(Chalet Matobo)

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2016
570 Beiträge · seit 201122. Sept. 2016 · #31
Danke für euer Feedback.

Ich bin mit den Planungen schon recht weit. Es gab schon mehrere Routenideen etc.... Flugbuchung nach Johannesburg erledigen wir in 2 Wochen. Auto steht in Johannesburg. Es ist nicht unsere erste Reise in die Gegend aber unsere erste die über die Victoriafälle hinaus nach SIM geht. Da wir ausschließlich Campen (werden unsere Flitterwochen werden) und wir ca 4 Wochen Zeit haben bin ich noch halbwegs entspannt. 🙂 🙂 😎
Wir können Dollar von aussen mitnehmen. Ich muss zur Not nichts abheben. Deswegen mach ich mir um die Währungsversorgung nicht so viel Sorgen. Dollareinfuhr wird sicher nicht verboten werden 😉. Wir haben einen Save im Auto, da kann man Geld halbwegs gut lagern. Perfekt ist das natürlich nicht. Abheben/Kreditkarte wäre mir lieber.
Meine große Sorge ist, dass die Güter/Diesel-Versorgung leidet wie es für eine Inflation typisch wäre. Dollar wird auch dann noch jeder Annehmen. Für uns ist das Währungsproblem also eher Zweitrangig. Aber wenn es nix zu kaufen gibt weil die Tanks lehr sind und die Unternehmen einfach keine neue Ware kaufen können, dann helfen mir all die Dollar auch nix. 😵 😵 🙄

Meine Beobachtung bei der Planung aktuell: Die Südafrikaner haben schon immer wie die Verrückten gebucht. Chitake ist quasi für den gesamten Zeitraum ausgebucht (1 Jahr im vorraus...), laut Forum fast nur von SA. Deren Zutrauen ist also noch nicht zu sehr gesunken. Und das obwohl es diesen Monat nochmal eine unverschämte Preiserhöhung gegeben hat. 240$ steht da aktuell zu Buche.... 🙁 😣

Meine Konsequenz aktuell ist: Ich habe mehr Urlaub als meine Partnerin und fliege vor, hole das Auto nach Kasane. Dorthin fliegt sie von JB nach. So sind wir flexibel, je nach Entwicklung im nächsten Jahr. Wenn alles läuft machen wir Hwange, Chizaria, Matusadona, Manapools, Chimanimani, Gonharezhou, JHB. Ähnlich wie ihr (Joachim). Aber plane nicht die große Simbabwe-Runde wie ihr klassisch im Kreis. Das möchte ich gerne, ist mir aber zu Riskant. Von Kasane kann ich auch relativ spontan eine Chobe/Kaprivi Botswana oder Namibia, ggf sogar eine Samiba Runde machen und vor Ort in Maun etc. schauen was noch frei ist und was noch geht, falls es in ZIM zu Engpässen kommt. 😠 😕

Bleibt nur die Frage: Bucht man Exklusiv Camps in Hwange und Mana Pools vor? Oder nicht.... Wenn man dann schon hinfährt möchte man ja auch auf seinen Flitterwochen nicht knausrig sein und dort Übernachten. Sonst buch ich da eh nix vor. Und parallel ne Botswana Runde vorbuchen (was schon fast nötig ist) mache ich auch nicht. 😈 😣

Gibt es noch jeman der gerade in der Planungsphase ist und mir sagen kann wie er es aktuell handhabt? 🤩
5 Wochen Namibia - Caprivi und Zurück http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/260644-there-and-back-again.html?rb=0
1'667 Beiträge · seit 201122. Sept. 2016 · #32
Hallo Max Power,

wir waren im Mai zwar dieses Mal nicht in Hwange und Mana Pools, ich würde aber im Moment auch dort nicht vorbuchen. Irgendetwas geht vor Ort immer und die Maincamps in beiden Parks sind (vor allem weil es meistens nicht voll ist) durchaus attraktiv.
Dollars nehmen wir schon immer ausreichend mit, im Auto findet sich immer ein Versteck. Auch die Versorgung mit Lebensmitteln sehe ich nicht als Problem (vieles werdet Ihr ja sowieso vorher einkaufen)

Ein oder zwei Kanister (je nach Tankgröße) extra könnt Ihr ja immer noch mitnehmen.

Leider entspricht das, was gerade passiert, ziemlich genau dem, was wir in Gesprächen im Mai / Juni gehört befürchtet haben.
Auch der Tourismus ist m.E. am Boden, es kann und will irgendwann keiner mehr bezahlen. Ich habe es ja schon in meinem Reisebericht geschrieben: viel Geld und es wird nirgendwo etwas investiert. Das sah 2012 noch ganz anders aus. Schade für das tolle Land. Ich bin sehr traurig.

LG und trotzdem viel Spass beim weiteren Planen (die Bevölkerung hat es verdient, dass weiterhin Touristen kommen und man sie nicht vergißt)

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2016
ThemenstarterGast22. Sept. 2016 · #33
Hallo,
Max Power schrieb:Meine große Sorge ist, dass die Güter/Diesel-Versorgung leidet wie es für eine Inflation typisch wäre.
Die große Inflation kann es nur bei den Schuldscheinen geben und diese betrifft dann voraussichtlich nur die Simbabwer. Die werden diese Schuldscheine als Entlohnung oder beim Geld abheben reingedrückt bekommen und kaum eine Wahl haben. Der US-Dollar ist von jeglichen Entwicklungen in Simbabwe unbeeinflusst und wird wegen Simbabwe keine Inflation haben. Wenn Du US-Dollar mitbringst, wird Dich die Inflation nicht treffen. Es sei denn man kommt in Simbabwe noch auf die Idee des Zwangsumtausches..., glaube ich aber nicht.

Die Versorgungslage dürfte dann mehr davon abhängen, ob man in Simbabwe wenigstens den aktuellen Status halten kann oder es mit der Wirtschaft noch mehr bergab geht. Ich würde Simbabwe einfach planen und nichts vorbuchen. Bei 4-5 Wochen seid ihr ja flexibel und mal eine Nacht in Sinamatella oder im Main Camp ist wirklich nicht schlimm. Dann würde ich noch gucken, was man als Plan B noch machen könnte.

Beste Grüße

Guido
2'664 Beiträge · seit 201222. Sept. 2016 · #34
Max Power:

Lasse bloß die Finger weg von den Bungalows im Main Camp in Mana Pools. Stickig, kein Strom, versiffte sanitäre Anlagen, keine Gaze vor den Fenstern, Stromkabel (ohne Strom) hängen von Decke, Dusche mit Sackleinen "repariert", mit Klebestreifen geflickte Moskitonetze. Die gastbetriebene Tiefkühltruhe steht innen, der Versorgungsschlauch für Gas ist geführt durch eine eingeschlagene Scheibe, die Gasflasche steht draußen. Wir wollten uns auch etwas gönnen, und waren froh, wieder auf dem Campingplatz im Dachzelt schlafen zu können. Da bekamen wir wieder Luft. Man muß die Fenster und Türen verschlossen halten aufgrund Affenpest.
Das Personal ist nett und hilfsbereit. Auch der Parkmanager, der uns einen eigentlich gebuchten Bungalow gegeben hatte.
Alle Buchungen laufen über Harare.

Die renovierten Bungalows im Main Camp von Hwange sind in Ordnung, solange es keinen Stromausfall gibt. Hatten wir für 2 Tage.
Die ehemaligen Gazefenster der Bungalows liegen auf einem Haufen am Campingplatz.
Das "Restaurant" ist traurig, der Kaffee ekelhaft. Im Shop gibt es neben Süßigkeiten nahezu nichts zu kaufen.
Ansonsten ist der Camp sauber.

HINWEIS zu Geld: Nimm Dir unbedingt einen Haufen kleine Scheine mit um immer passend zahlen zu können, denn man versucht Dich laufend aufgrund angeblich fehlenden Kleingeldes über den Tisch zu ziehen. 1$, 5$, 10$
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2016
1'068 Beiträge · seit 201322. Sept. 2016 · #35
Hallo Max Power,

Bei uns geht's im Oktober nach Simbabwe. Ursprünglich hatten wir ne schöne Runde ab/bis Harare geplant mit einer Minimierung von Fahrtstrecken 🙂

Aufgrund der Entwicklung in den letzten Wochen und Monaten wurde uns das Ganze jetzt doch zu heiss und wir haben umgeplant. Wir wollen immer noch nach Simbabwe, beschränken uns aber auf den nördlich Korridor Hwange bis Mana Pools. Hier hatte ich auch Buchungen vorgenommen, was schon schwierig genug war...jetzt wollen wir das natürlich auch realisieren. Start und Ziel sind jetzt nicht mehr in Simbabwe, so dass wir auf jeden Fall noch flexibel reagieren können.

Am meisten Bedenken hatte ich auch hinsichtlich Versorgung und "dass man irgendwo rein gerät". Gerade in den grösseren Orten gibt es immer wieder Demos und auf den Hauptstrecken auch schon mal Blockaden.
Im Norden schätze ich das noch als "ok" ein.

Wenn sich das vor Ort anders darstellt, weichen wir nach Botswana oder Sambia aus.

Gerne berichte ich, wenn wir wieder da sind.

Für 2017 würde ich nichts dort buchen- das wär mir persönlich zu unkalkulierbar und angesichts der aktuellen Preise auch mit potenziell hohen Verlusten verbunden. Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass sich die Lage in Simbabwe in kurzer Zeit deutlich zum besseren verändert. Egal, was dort jetzt passiert, es wird seine Zeit dauern..sei es die politische Lage, die Bargeldversorgung, die generelle Versorgung und Infrastruktur.

Meine pessimistische Grundeinstellung wird nicht von allen geteilt: Die österreicher haben mit den Chinesen vor kurzem ein grosses Strassenbauprojekt angestossen...

Gruss
Mabe
570 Beiträge · seit 201122. Sept. 2016 · #36
Danke für die vielen schnellen Antworten… Ihr seid auch immer fix!
Wir überlegen schon sehr wie wir möglichst viele 1 und 5$ Scheine bekommen. 😕
Wir werden keine festen Unterkünfte nehmen. 100% Camping. Höchstens für die erste Nacht nach dem Flug.
Zum Thema vorbuchen: (ca 28-29 Nächte zur Verfügung von Kasane aus)
Mein aktueller Plan ist: 🤩
Zambezi NP und Hwange 8-9 Nächte (5-6 davon exklusiv vorbuchen).
6 Nächte Chizarira und Matusadona (keine Buchung)
6 Nächte Manapools (ca 3-4 Nächte Vorbuchen)
6 Nächte nach JHB Fahren über Gonarezhou TW 1-2 Nächte Weniger je nach Fahrt...
Puffer in Mapungubwe NP in SA. 1-2 Nächte
Grund -->Die vorgebuchten Camps in Manapools und Hwange kann ich auch machen wenn wir über Botswana kommen und dann nur kurz zum Hwange fahren. Dann über Kafue in Sambia und Lusaka von Sambia zu den Manapools. Und über Sambia wieder zurück. Wir müssen für die Reservierungen zur NOT also nicht weit nach Sim reinfahren sonden können die teuren Vorbuchungen auch von außen mitnehmen. Dann zahlen wir das Visum halt 2 mal. Ist ja nur der NOT-Plan.
Wir kaufen in Kasane ein. 160 Liter Diesel.. ggf. 180 mit Kanister. Aber man kann kaum für 4 Wochen vorher Einkaufen.... Und Tanken müssen wir in SIM 2-3 mal.... da kann man nix dran rütteln. Naja...
Bitte keine Reiseberatung hier machen 😉 Ich mache nochmal wenn ich soweit bin einen eigenen Thread auf. Ich wollte ja ursprünglich nur das Thema Versorgung besprechen 😉 Tut mir leid, dass es ausufert.

LG Amos
5 Wochen Namibia - Caprivi und Zurück http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/260644-there-and-back-again.html?rb=0
ThemenstarterGast22. Sept. 2016 · #37
Hallo,

6 Nächte auf exklusive Campsites im Hwange kosten Dich per Vorausbuchung über 1.000 USD. Eintritt noch oben drauf. Das kann und muss jeder selbst entscheiden, aber für mich ist das ein völlig obszöner Preis. Ich mag den Hwange NP sehr, aber das bezahle ich nicht. Entweder bekomme ich eine der exklusive Sites als Walk-In-Guest für mittlerweile 29 USD/Nase oder ich gehe in eines der 3 Hauptcamps. Der Unterschied zwischen Walk-In-Rate und Vorausbuchung macht bei 6 Nächten zu zweit fast 700 USD aus. Dafür kannst Du Dir und Deiner Holden auch irgendwo eine sehr luxuriöse Honeymoon-Suite oder so gönnen 😉

Zimparks kündigt ja seit 3 Jahren die Einführung eines Online-Buchungssystems als unmittelbar bevorstehend an. Vielleicht gibt es das ja bis nächstes Jahr wirklich? Wenn man jederzeit online die Verfügbarkeiten abfragen könnte, dann wird das "pokern" etwas einfacher.

Beste Grüße

Guido
570 Beiträge · seit 201122. Sept. 2016 · #38
Hi,

man lernt nicht aus. Mir war nicht klar das es einen walk-in tarif gibt! Hab ich noch nirgends gelesen... das muntert natürlich auf 😉
Gibts dazu irgendwelche links? Ich suche heute Abend fleißig selbst 🙄 . GGf also nur noch 1-2 Nächte Manapools was besonderes Vorbuchen.
Ne Honneymoon Suite nehmen wir dennoch nicht. Ziel ist: keine festen Unterkünfte 😉 Da ist sie noch strickter als ich. Aber wir könnten das Geld in ne tolle Zambesi Manapools Kanufahrt stecken.

Auf der Homepage steht es ja aktuell sogar als: The web based booking system is almost live. Was mich viel mehr stutzig macht ist
We are currently upgrading our site, some functions may not work. Please bear with us. Und es funktiniert vorallem der Link Reservations nicht. Ich poker also weiter.

Danke für den Tip nochmal!
Amos
5 Wochen Namibia - Caprivi und Zurück http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/260644-there-and-back-again.html?rb=0
2'664 Beiträge · seit 201222. Sept. 2016 · #39
Max Power:

Im Main Camp in Hwange ist der Campingplatz so riesengroß mit mehreren Ablution Blocks, den können die niemals füllen.
Der steht meistens leer. Dort hättet Ihr immer eine Notunterkunft. Ich würde dort niemals vorbuchen.

Sinnvoll ist das Vorbuchen in Mana Pools wenn in Zimbabwe oder Südafrika Ferien sind.
Beneide Dich. Für mich ist das landschaftlich mit dem alten Baumbewuchs einfach die Creme lá Creme aller Parks.

Und noch ein wichtiger Hinweis der Dir viel Geld sparen kann:
Melde sowohl in Zambia als auch in Zimbabwe MULTIPLE BORDER CROSSING für das Fahrzeug an bei erster Einreise, dann zahlst Du bei wiederholter Einreise nur 20 Dollar statt dem gesamten Betrag sowohl für TIP, Taxes als auch Third Party Insurance. Lasse das auch bei Ausreise "endorsen". Dann ziehen sie Dir die Papiere auch nicht ein bei Ausreise. Auf Endorsement bei Ausreise bestehen, darauf achten sie bei Wiedereinreise.
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2016
1'667 Beiträge · seit 201123. Sept. 2016 · #40
Max Power schrieb:Hi,

man lernt nicht aus. Mir war nicht klar das es einen walk-in tarif gibt! Hab ich noch nirgends gelesen... das muntert natürlich auf 😉
Gibts dazu irgendwelche links? Ich suche heute Abend fleißig selbst 🙄 . GGf also nur noch 1-2 Nächte Manapools was besonderes Vorbuchen.


Danke für den Tip nochmal!
Amos
Hallo Amos,

hier die Walk Inn Tarife und andere. Walk Inn nur Hwange und Gonareshou, nicht in Mana Pools.

http://www.zimparks.org/images/pdf/appTarrifs.pdf

Kleine Dollarnoten kannst Du doch bei Deiner Bank bestellen, wir hatten z.B. 100 1 Dollarscheine dabei 😄 und viele 5er etc. 50 Dollar Scheine nur für die Kosten, die wir vorher kannten wie Visa, einige Campinggebühren etc.

1er brauchst Du schon an den vielen Zahlstellen (je 2 Dollar) , von Kariba bis Gonareshou waren es bestimmt 20-30 Dollar.

Vom Gonareshou würde ich unten rum rausfahren (s. zur Strecke in meinem Bericht) Da sparst Du Dir die Richtung Beitbridge mehr werdenden und evtl. auch nervigeren Roadblocks.
Vom Hwange nach Mana über Binga würde ich nicht so als Problem ansehen, da wird es kaum Demos etc geben und die Versorgung ist da auch egal. Es gibt eh nichts zum Kaufen oder tanken auf der Strecke. Sollte es dann in Karoi oder Kariba keinen Sprit geben, kannst Du immer noch nach Siavonga fahren , da ist eine Tankstelle gleich nach der Grenze.
In Mana Pools unbedingt versuchen Mucheni 3 zu bekommen, wenn Du schon vorbuchst.

Hier noch die letzte Info von Christina bzgl Preis vom April 2016:

Please rates for Nyamepi are as follows:



Sites 1,2,4.7,8,10,12,14,15 26 and 28 are US$70-00/site/Night maximum of 3 people The following sites 3,5,6,9,11,16,17,18,19,20,21,22,23,24,25,27 and 29 are USD 115-00/site/Night maximum of 6 people Conservation fees are US$20-00/person/Day and US$10-00 /Vehice and it’s a once off payment for a period of 5days .

LG

Montango

ManaNyamepicampsitemap.jpg
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"