29.7.2015 Tag 12 Heute ist Tag der 1000 Baustellen. Eigentlich ist es nur eine Baustelle, da an allen Ecken und Enden gearbeitet wird. Manche nehmen ihren job nicht wirklich ernst und **ENTSPANNEN ** unter einem LKW.

Hier ist alles in chinesischer Hand. Ein Vorarbeiter treibt die Locals an, wobei antreiben nicht annähernd den Nagel auf den Kopf trifft. Meistens werde die Lokals verbal angschissen.......Eines der Baufahrzeuge hatte weniger Glück und bohrte seine Nase in die Böschung.







Die Strassenarbeiter sind echt coole Jungs, lauthals feuer sie uns an und sind hellauf begeistert ,von den Muzungus auf Ihren Rädern. Manche machen sogar Fotos von den bunten Bildern auf meinem Fuss.(schwäbisch alles unterhalb der Hüfte ist der Fuss) Ich erlaube mir einen Spass und verlange ** Money Money** Einer lacht und greifft in seine Hosentasche und streckt mir 100 RF entgegen. Was für ein Erlebnis **LANGEWEILE** 😗 sieht anders aus



Laut K-Nil karte soll am Mugunero Marked Place eine geeignete Unterkunft sein. Gegen spätnachmittag erreichen wir den besagten Marked Place. Von der angegebenen Unterkunft fehlt jede spur. Dann wieder das übliche Spiel, fragen nach Hotel, Accomunidation Cambre. Wir bekommen wieder die tollsten Aussagen, aber auf solche spielereien hab ich keinen Bock. Ein anderer meint, hier im Dorf wäre ein Cambre. Wir durchstreifen die engen Häusergassen, links und rechts dunkle Löcher, die in irgend ein dunkles Loch führen.. Die Geruche werden intensiver, genauer gesagt stinkt es nach Schweiß, Fäkalien, und sonstigen Gerüchen die meiner nase nicht wohlgesonnen sind... Endlich erreichen wir die besagte Absteige. Es dauert keine 10 sec, da hatts uns vor lauter Gestank wieder rückwärts rausgehauen. Sowas hatte ich bislang auf meinen ganzen Afrika reisen noch nicht erlebt. Direkt an der Kloake vorbei gings über Hühner und Ziegen direkt an die Bar. Es roch nach Urin, Hühner und Ziegenscheisse. Dunkle Gestalten saßen an der vollbesetzten Bar und tranken Ihr bananenbier oder sonst so en Gebräu. Luft holen ohne sich zu übergeben war fast nicht möglich. Fluchtartig Verliesen wir den Schauplatz



Nachdem wir unbeschadet aus dem Hinterhof raus kamen, fragten wir, ob wenigstens eine Kirche in der Nähe wäre. Kibingu Church bekamen wir als Auskunft. LT GPS 5 KM entfernt. Also machten wir uns auf den Weg dorthin. Wir klettern nochmals 200 HM, als ich auf einer Anhöhe ein Gebäude sehe. LT Waypoint müsste das die Kirche sein. Als wir an dem Wypoint ankommen finden wir zwar ein Gebäude aber die Kirche ist weit und breit nicht in Sicht. Also beschließe die Umgebung per Fuß zu erkunden. Irgendwo muss doch die verflixte Kirche sein. Ich steige nochmals 100 hm nach oben, als ich ein Gebäude mit der Aufschrift IBIROBYAKAGAR KIBUNGO entdecke.


Matthias ein Local kommt auf mich zu und fragt was mein Anliegen ist. Ich erkläre Ihm dass wir eine Bleibe für die Nacht suchen. No Problem , wir können bei Ihm in seinem Haus übernachten. Ich erkläre Ihm dass wir zu 2 sind und unsere Räder noch 100 HM weiter unten sind. No Problem, I´m strong, we can bring up the bike . Ich bin skeptisch, wie wollen wir die Räder mit Gepäck den Trampelpfand nach oben bringen .
Bei den Rädern angekommen ruft Matthias noch einen Freund hinzu. Ich immer noch skeptisch , sag dass es viel zu steil ist um die Räder zu schieben..No Problem, I´m very strong kam erneut aus seinen Lippen, und kurz darauf legten beide Hand an unseren Rädern. Was soll ich sagen, die beiden Kerl haben geschoben, als wenn es kein Morgen geben würde. Ich hatte Mühe und Not dem Tempo stand zu halten. NAch 15 Minuten hatten wir die Räder oben, und ich war bedient. Ich sagte Matthias, dass wir lieber in unserem Zelt schlafen wollen, und wir Ihm keine Unannehmlichkeiten bereiten wollen. Erst wollte er dies nicht akzeptieren, willigte aber schließlich ein.






Der Zeltaufbau erwies sich schwieriger als gedacht, denn inzwischen hatten sich einige Kinder versammelt, die dem Treiben zuschauten. Für die Kinder ein wahres Spektakel, für uns glich es einem Hürdenlauf.


Inzwischen ist John, der Sekretär der Kibunge Kirche eingetroffen. Er erkläret uns, dass das hier nur das Sekretariat sei, und sich die Kirche nochmals 2 km entfernt befindet. Für eine Nacht hier zu campen, wäre allerdings kein Problem. Da wir noch nichts gegessen hatten mussten wir nochmals runter zum Marked Place. John orderte 2 Boda Bodas.Nach 20 Minuten waren wir DOWN TOWN. Wir kauften noch Obst und Wasser für den morgigen Tag, danach gings straigt in die Bar. Das Licht in der Bar war schummrig, so dass wir nur schemenhaft die leute erkennen konnten. Außer den Stimmen konnten wir noch Augenpaare sehen, die sich in der Bar tummelten.
Zum Essen gab es wieder diese Vielfalt an Auswahl. Ziegenbrouchet mit Kochbanenen, oder Kochbanene mit Ziegenbrouchet. Die Auswahl war echt schwierig. Hauptsache das Bier war gekühlt. Dass wir hier Exoten waren brauch ich wohl nicht zu erwähnen. Die Barbesucher lächelten uns zu und jeder wollte mit uns Anstoßen. Als dann endlich das Essen kam, hatte ich schon ordentlich einen sitzen...Nach 2h und einigen Bierchen intus orderten wir wieder 2 Boda Boda, für den Nachhause weg. Draußen war es inzwischen KUH Nacht. Die Junxx versicherten uns, dass sie wissen wo wir hin wollen, und steuerten Zielstrebig in Richtung aus der wir kamen. Nach 20 Minuten später erreichten wir die Kirche, aber unser Zelt stand ja beim Sekretariat. Leider wussen die Junxx nicht wo das war, und starteten eine heftige Diskussion. Mir wurde das zu Bunte, dennich war müde und wollte in meinen Schlafsack. Also drehte ich kurzerhand den Zündschlüssel rum ,und kickte das Moped an. Der Driver schaute mich verwundert an, aber ihm blieb keine Zeit, denn ich hatte den Gang schon eingelegt. Also nixx wie hinten rau. Eigentlich war das keine so eine gute Idee von mir, denn es war Kuhnacht und ich mittelmäßig *betrunken*. Aber was solls, sonst wird das nixx. Nach 1 Km war Schluss, denn ich würge die Kiste ab. Was solls, zu mindestens waren wir jetzt auf dem richtigen Weg. Ich signalisiere meinem Sozius,er solle wieder übernehmen. Nach weiteren 5 Minuten erreichten wir unser Zelt. Die Junxx sichtlich erheitert über die Action haben sich vor Lachen nimmer eingekriegt.