Gonarezhou NP

9 Antworten · 2'856 Aufrufe · gestartet 22. Nov. 2014 von Ulrich Koch
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Themenstarter5 Beiträge · seit 200622. Nov. 2014 · #1
Hallo Afrika Freunde
Kann mir jemand sagen ob es Sinn macht im Februar in den GNP zu fahren.Hupe meint.daß nicht alle Wege befahrbar sind.Natürlich kommt es aufs Wetter an doch vielleicht ist es ja wie in Sambia,da würde ich um die Jahreszeit auch nicht mehr hinfahren.
Mir geht es hauptsächlich darum, ob wir auf dem Weg vom Krüger NP zum Hwange NP über Musina bzw. Beithbridge fahren sollen.Wenn es nämlich keinen Sinn macht in den GNP zu fahren,könnte ich mir den Stress am Grenzübergang in Musina ersparen.
Hat jemand schon mal Erfahrungen mit dem im Netz kursierenden E-Mail Adressen gemacht.Angeblich gibt es da Seriöse Grenzhelfer.Über ein Paar Infos wäre ich Dankbar.
1'155 Beiträge · seit 200623. Nov. 2014 · #2
Hallo Ulrich

...Feb/Mar ist der Peak der Regenzeit. Dieses Jahr war es im März nicht möglich den Park zu erreichen. Es hatte extrem viel Wasser...muss aber nicht heissen, dass es im 2015 wieder so ist..aber es ist Risiko.

Landschaftlich ist der Park schön... viele Tiere wirst du aber nicht sehen, da wurde fast alles gewildert und es ist erst wieder im Aufbau...

lg tom
zuletzt bearbeitet 23. Nov. 2014
Gast23. Nov. 2014 · #3
Hallo,

viele Pisten im Park wurden in letzter Zeit neu hergerichtet (Leider wurden dabei auch unzählige nervige Speed bumps angelegt). Damit man im Park nicht fahren kann, müsste schon wieder eine extrem heftige Regenzeit kommen. Aber mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit wirst Du im Februar den Runde-River im Park nicht queren können. Nach sehr heftigen Regenfällen und einem abgelassenen Damm war der Runde in diesem Jahr sogar bis Anfang Juni nicht querbar. Um dann im Park auf die schöne Seite südöstlich des Runde zu kommen, muss man dann den Park verlassen und 2-3 Stunden Umweg über die Brücke hinter Chiredzi fahren.

Der Park hat wegen der Wilderei in früheren Jahren einen miserablen Ruf, aber die Situation ist mittlerweile viel besser als der Ruf. Ich glaube irgendwo bei der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt kann man auch diverse Studien mit Tierzählungen abrufen, die in den letzten Jahren einen großen Anstieg bei den Tierbeständen belegen. Wir haben da im Juni mehr Tiere gesehen, als 1 Jahr zuvor zur etwa selben Jahreszeit in Mana Pools. Die Elefanten sind aufgrund der Wildereierfahrungen aber häufig noch "etwas nervös". Die Kombination aus miesem Ruf und viel besserer Ist-Situation macht den Park derzeit noch zu einem echten Geheimtipp. Wir waren da auf der Seite südöstlich des Runde auf ca. 1.000 km² ganz allein. Herrlich.

Vorbuchen geht da glaube ich so wie so nicht. Einfach hinfahren und gucken, was geht. Ansonsten kann man in der Ecke ja auch noch Great Zimbabwe, Kyle Nationalpark und Mabalauta mitnehmen.

Siehe auch:
http://www.namibia-forum.ch/forum/151-diverses/283117-hwange-und-gonarezhou-nationalpark.html

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 23. Nov. 2014
Themenstarter5 Beiträge · seit 200623. Nov. 2014 · #4
Das hört sich ja für uns gar nicht Schlecht an.Wir lieben mehr die Einsamkeit.Wir sind auch nicht schlecht ausgerüstet.Landcruiser HZJ 75 mit Winde und "Schwimmflügeln".Die Schwimmflügel sind ein Witz.
Unsere Sorge ist der Grenzübergang bei Beithbridge.Da wir vom Krüger Park kommen müssen wir wohl die Arschbacken zusammenbeißen und dadurch.Aber sollte es viel geregnet haben, lassen wir es einfach sein.
Vielen Dank für die Infos.Ich werde Ende Febr.berichten.
195 Beiträge · seit 201525. Jan. 2015 · #5
Hallo Ulrich!
Alternativ könntest du - so wie wir das zuletzt im Dezember 2014 gemacht haben - vom Krüger aus kurz nach Mozambik und direkt nach Zimbabwe in den Gonarezhou einreisen beim Sango Boarder Post. An der Grenze ZAR - MOZ weiß man, ob die Direktverbindung nach ZIM machbar ist, oder ob man die 180 km nach Süden muß um dort den Limpopo auf Brücke zu überqueren, selbst das ist meiner Meinung aber noch kürzer als über Beightbridge (kostet allerdings mehr wegen des MOZ-Visums). Die Grenze Sango nach ZIM ist klein aber unkompliziert, Visum bekommt man, und du bist dann auf guter All-Season-Road gleich im Park. Im Süd-Teil sind ja diverse Camps, man muß vor Ort fragen was man dann gerade machen kann. Transfer in den (wie ich finde) schöneren Nord-Teils des Parks ist jedenfalls "aussen rum" möglich über die Ortschaften Boli nach Chipinda-Pools (Parkeingang Nord). Von hier gibt es eine All-Season-Road zu den wunderschönen Chilojo-Cliffs mit Elefanten-Garantie an der Campsite, die direkt am Runde-River liegt gegenüber der Cliffs. Einer der schönsten Plätze im südlichen Afrika. Im Februar kann man ganz sicher nicht über den Runde nach Süden, also nicht hinauf auf die Cliffs die ebendort liegen, ich würde aber dennoch hinfahren.
Grüsse
Martin

h4762d91.jpg
facebook.com/martin.friedl.790
zuletzt bearbeitet 25. Jan. 2015
185 Beiträge · seit 201025. Jan. 2015 · #6
Hallo Ulrich,

wir können uns Martins Meinung uneingeschränkt anschließen. Gonarezhou hat uns bezaubert!

Auch von der Beitbridge-Ausweichroute über Parfuri und Sango Border waren wir begeistert. Wir wissen allerdings nicht, ob wir uns die Limpopo-Flußquerung ein zweites Mal zutrauen würden. Das war selbst im August ein irrsinniger Ritt und hätte auch schief gehen können. Zur Regenzeit können wir uns das schlichtweg nicht vorstellen.

Viel Spaß in Simbabwe wünscht
Dietmar
1'667 Beiträge · seit 201105. März 2015 · #7
Martin F. schrieb:Hallo Ulrich!
Alternativ könntest du - so wie wir das zuletzt im Dezember 2014 gemacht haben - vom Krüger aus kurz nach Mozambik und direkt nach Zimbabwe in den Gonarezhou einreisen beim Sango Boarder Post. An der Grenze ZAR - MOZ weiß man, ob die Direktverbindung nach ZIM machbar ist, oder ob man die 180 km nach Süden muß um dort den Limpopo auf Brücke zu überqueren, selbst das ist meiner Meinung aber noch kürzer als über Beightbridge (kostet allerdings mehr wegen des MOZ-Visums). Die Grenze Sango nach ZIM ist klein aber unkompliziert, Visum bekommt man, und du bist dann auf guter All-Season-Road gleich im Park. Im Süd-Teil sind ja diverse Camps, man muß vor Ort fragen was man dann gerade machen kann. Transfer in den (wie ich finde) schöneren Nord-Teils des Parks ist jedenfalls "aussen rum" möglich über die Ortschaften Boli nach Chipinda-Pools (Parkeingang Nord). Von hier gibt es eine All-Season-Road zu den wunderschönen Chilojo-Cliffs mit Elefanten-Garantie an der Campsite, die direkt am Runde-River liegt gegenüber der Cliffs. Einer der schönsten Plätze im südlichen Afrika. Im Februar kann man ganz sicher nicht über den Runde nach Süden, also nicht hinauf auf die Cliffs die ebendort liegen, ich würde aber dennoch hinfahren.
Grüsse
Martin

📎 h4762d91.jpg
Hallo Martin,

Habe ich das richtig verstanden, dass dies der Blick von Norden über den Runde ist , also von der Campsite Chilojo ?

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
410 Beiträge · seit 200707. März 2015 · #8
Hallo Martin

wenn ich über Boli (und nicht über Chiredzi) an den Parkeingang fahre, dann müsste ich doch auch den Fluss überqueren um an das Parkgate zu kommen, da doch dort die Brücke kaputt ist, oder ?
In der Zeit Mai also auch noch ein Risiko den Park so anzufahren ????

Wir sehen für Mai im Moment eigentlich nur 2 Möglichkeiten ; bitte berichtigt mich wenn ich falsch liege:
1) entweder über Chiredzi Anfahrt - wenn Fluss zu hoch, dann nur Chipinda Pools und Chilojo Cliff Campsite möglich
2) Anfahrt über Boli, Einfahrt über Mwenzi Region/Chikombedzi Gate und Transitstrecke durch den Park, wenn Fluss zu hoch, dann Chinguli und Hlaro Campsite möglich.

Wie ist es mit tanken ? Wenn man über Boli fährt -kommend von Bulawaya - ist die letzte Möglichkeit zu tanken der Ort Rutenga, richtig ?

Grüße Schnuppe
zuletzt bearbeitet 07. März 2015
195 Beiträge · seit 201507. März 2015 · #9
Hallo Schnuppe!

Die Frage ist berechtigt. Die Brücke ist zwar kaputt, aber es gibt alternativ eine Furt unterhalb der Brücke die exakt beim Park-Office herauskommt. Bei hohem Wasserstand ist aber auch diese Furt nicht mehr befahrbar. Im Mai solltest Du wohl im Südteil des Parks, da wo Du ja herkommst, fragen ob diese Furt passierbar ist. Die wissen das, oder funken das Office im Norden an. Je nachdem dann direkt zur Brücke, oder über Chiredzi und über die All-Season-Parkzufahrt zum Gate Chipinda Pools. Wenn man aus MOZ (Sango Boarder Post) kommt und die Furt (und Parkdurchfahrt) ist zu, dann wäre die Anreise zu den Chilojo-Cliffs allerdings ein irrer (Um)weg, zumal auch eine Sackgasse, weil bei viel Wasser die Ausfahrt aus dem Park nach Osten unmöglich ist. Aber: Eventuell geht ja im Mai alles schon wieder!

Zu Deiner weiteren Frage:
2) Anfahrt über Boli, Einfahrt über Mwenzi Region/Chikombedzi Gate und Transitstrecke durch den Park, wenn Fluss zu hoch, dann Chinguli und Hlaro Campsite möglich.
Antwort: Wenn die Furt bei Chipinda Pools nicht mehr fahrbar ist, dann ist längst auch alles im Park unter Wasser und man darf /kann da nicht mehr rein. Wurde mir etwa 2013 untersagt. Also am besten zum Office im Süden und fragen ob man durch den Park queren kann, bei diesem Office sind sie meiner Erfahrung nach auch entspannter (try it), als im Norden (you are not allowed to transit).

Wo man genau tanken kann weiß ich nicht, aber in den meisten größeren Dörfern in Afrika bekommt man ja Sprit aus dem Kanister, man muß nur danach fragen. Die Leute können dort ja nicht zum Tanken hunderte Kilometer fahren, aus dieser Logik heraus gibt es öfters Sprit als der Tankstellen-gewohnte Europäer vermutet.

Gute Reise!

Martin
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195 Beiträge · seit 201507. März 2015 · #10
Hallo Montango!
Korrekt! Das Foto ist direkt an der Campsite aufgenommen.
Wie hoch die Wände sind erkennt man erst wenn man oben steht, wobei die Zufahrt wie gesagt nur durch Querung des Runde möglich ist und etwa 1,5 Stunden dauert. Von oben sieht man dann erst, daß zwischen dem ersten Abbruch direkt am Fluß und dem zweiten im Hintergrund 1 Kilometer liegen, eine beachtliche Hochebene mit jeder Menge Tierpfaden.
Hier noch ein Foto abends im Camp, das Foto wurde ohne Blitz gemacht mit der Wild-Kamera. Elefanten sind dort aber dauernd sehr nahe, 6m von meinem Campingsessel haben wir mal gemessen anhand der Spuren.
Martin


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zuletzt bearbeitet 07. März 2015