Masai Mara - Teil einer 3-woechigen Safari

Reisebericht 32 Antworten · 8'576 Aufrufe · gestartet 12. Okt. 2014 von Bushtruckers
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201412. Okt. 2014 · #1
11.9. Abreise von Lewa Downs und Direktflug in die Masai Mara. Alles ist eingepackt und das Frühstück genossen. Also fahren wir zusammen mit anderen Gästen zur Airstrip, die etwas 45 Minuten von der Lodge entfernt ist. Safarilink kommt pünktlich und ab geht es in die Luft. Bebautes und beweidetes Land liegt unter uns. Braun, denn Regen ist bei Weitem nicht genügend gefallen. Das Bild ändert über den Aberdares, denn die Berge bekommen oft mehr Regen, als das Flachland. In der Nähe der Masai Mara wird es wieder brauner. Riesige Kreise sind sichtbar. Es sind Kornfelder und in der Mitte ist eine Wasserpumpe. Das Wasser kann so mit einem Gestell auf Rädern im Umkreis verteilt werden. Ohne Bewässerung wächst in vielen Teilen Kenia’s kaum mehr genug und die Bevölkerung wächst nach wie vor 4% pro Jahr, was fast 2 Mio. mehr Menschen pro Jahr bedeutet.





Der Mara Fluss liegt nun unter uns mit seinen Nilpferden, die auf Sandbanken dösen. Wir landen erst in der Mara North Consevancy, dann Naibosho Conservancy und schliesslich am Keekorok Airstrip, wo uns Joseph erwartet. Elefanten, Zergmangusten und etliche Vögel begegnen uns auf dem Weg zum Basecamp. Leider auch ein Kuhkadaver und eine überfahrene Thomson Gazelle. Zu schnelles Fahren und Kühe im Schutzgebiet, sind leidige Themen.... Ein grosses Hallo, als ich endlich mal wieder im Basecamp ankomme. Einige sind neu und schauen mich neugierig an. Doch sicherlich werden ihnen die langjährigen Angestellten sagen, wie der Hase läuft. Frühstück 6.30, Picknicklunch für Ganztagesausflug. Doch den heutigen Nachmittag verbringen wir in der Lodge und ich bin auf den Beinen, nach Vögeln Ausschau zu halten. Neu im Basecamp sind nun Wasserspültoiletten. Vorher war in dem Ecocamp ein Auffangbecken und alles wurde kompostiert. Das Wasser vom Duschen wird für die Bäume giessen benutzt und das Toilettenwasser so gereinigt, dass es wieder dem Fluss zurückgegeben werden kann. Die Wasserentnahme am Talek ist durch die vielen neuen Camps zum Problem geworden.



Schweifglanzstar

12.9. Das Frühstück nehmen wir um 06.30 und um 07.30 Uhr Start zur Wildtiersuche. Die Richtung ist der Lookout südwestlich vom Basecamp auf dem Weg zur Mara Brücke. Wie fängt man Gnumengen mit dem Fotoapparat ein? Nun, wir schauen eine halbe Stunde zu, wie eine grosse Herde vor uns zieht. Sobald eine Lücke entsteht, galoppieren die hinteren nach und so entsteht eine Gnuschlange.





Joseph sieht Autos, die schon länger auf der Strasse stehen. Also fahren wir auch hin und können einer Gepardendame beim Frühstück zusehen. Doch sie ist nicht alleine, 4 Geierarten warten auf ihren Teil und immer noch landen mehr Vögel aus der Luft. Das junge Gnu sättigt die Katze und bald zieht sie ab, um im Schatten das viele Fleisch zu verdauen.



Dies ist keine Kreuzung zwischen Gepard und Gnu, sondern sie holt sich die letzten Fleischmocken raus.





Die Gepardendame wirft den ungeduldigen Geiern einen bösen Blick zu.



Vollgefressen zieht sie ab und überlasst die Bühne den Geiern. Nun geht das Gehacke unter den Geiern los! Die Ohrengeier bekommen die Oberhand; sogar der Marabu hält sich von denen Fern.







Ohrengeier



Marabu vers Ohrengeier, der Marabu hält Abstand



Auch Kappengeier sind nun angekommen, doch müssen sie ausserhalb des Gedränges warten und hoffen, dass ein Möckchen abfällt. Mit ihrem pinzettenähnlichen Schnabel kommen sie in Winkel am Skellet rein, wo andere es nicht schaffen. Sie werden auch die Chirurgen der Savanne genannt.



Als eine Tüpfelhyäne ankommt, verschwindet der grösste Teil des Kadavers mit ihr. Das Spektakel ist zu Ende und wir fahren weiter Richtung Lookout. Elefanten inmitten von Gnus, sieht komisch aus und der Grössenunterschied ist frappant.



Auf dem Lookout ist eine riesen Schweinerei! Sie haben es noch immer nicht geschafft, eine Toilette und geschlossene Abfalleimer hinzustellen. Nun, vielleicht findet die Narok Seite der Mara bald einen Manager.... so dass diese Seite wie die Westseite organisiert wird. Ein Schritt ist gemacht, KAPS (eine Firma, die Parkplatzgebühren einzieht) kassiert nun auch auf dieser Seite. Somit kann man in Nairobi vorbezahlen und es gelangt nun hoffentlich mehr Geld an die Stellen, an die es sollte. Die Ranger patroullieren nun mehr und suchen Sünder, bei denen man kassieren kann. Der Lookout ist der Punkt, von dem man sehen kann, ob und wo Gnus an den Fluss gehen. Leider ist keine Herde nahe beim Fluss, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Flussdurchquerung für heute gering ist. Dennoch fahren wir an den Fluss und kommen dabei an einem schlafenden Löwen, Thomsongazellen mit Jungen, Riedböcken vorbei, bis wir die kolossigen Nilpferde auf der Sandbank im Mara Fluss sichten.



Thomsongazelle



Ein kleineres Krokodil reisst Stücke aus einem toten Wasserbock im Fluss ab. Gnus, doch nur eine kleine Herde, nähert sich dem Fluss. Wir schauen denen eine Weile zu, doch der Druck fehlt. 2 Minibusse gesellen sich zu uns und der eine Fahrer sagt seinen Kunden, dass die springen werden. Joseph, der mittlerweile so viel Erfahrung mit Gnus hat, schüttelt nur den Kopf. Also suchen wir uns einen Baum, um unseren Hunger zu stillen. Beim ersten Wüstendattelbaum hausen Bienen, also weiter. Beim nächsten fährt Joseph erst um die nahen Büsche, um sicher zu sein, dass niemand sich hier versteckt hält - 4-Beiner sind gemeint. Nach dem Essen fahren wir Richtung nach hause. Ein Senegalkiebitz steht zu schön da, als dass ich ohne ein Foto von ihm weiterfahren könnte. Das Licht stimmt mittlerweile toll!



Senegalkiebitz

Warzenschweine und da rannte doch noch etwas weg. Also sage ich Joseph fahr zurück und prompt liegen da 2 Löffelhunde. Es scheint sie haben dort ihren Bau und fühlten sich durch die Schweine bedrängt. Von den kleinen Insektenfressern sieht man meist nur die grossen Ohren und es war nicht einfach, das Auto so zu stellen, dass man etwas mehr zu sehen bekam, aber dennoch nicht genug.... Der Blick auf verschiedene Tierarten nahe beisammen ist so ausgeprägt nur in der Masai Mara. Zur Körperpflege und um äusseren Parasiten das Leben etwas ungemütlich zu machen, wälzt sich das Zebra genüsslich im Staub.



2 Löwinnen ruhen sich von der harten Arbeit der Jagd und des Fressens unter einem Busch aus. Etwas von dem Gnu ist übrig, also ist für morgen vorgesorgt.



Elefanten mit Jungen ziehen fressend vor uns vorbei. Die Dickhäuter sind immer wieder schön zu beobachten. Ein kleiner Eli hat Durst und was liegt da Näher als Mutter’s Brust. Bald nach unserer Heimkehr ins Camp geht die Sonne unter und dies sollte der schönste Sonnenuntergang unserer Mara Tage werden.

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zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2014
1'366 Beiträge · seit 201113. Okt. 2014 · #2
Hallo Elvira,

vielen Dank für deinen Bericht über die Masai Mara. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung.
Ich steige auf jeden Fall mit ein

safari njema
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201413. Okt. 2014 · #3
Hallo Thorsten

willkommen auf der Mara Tour. Platz hat es genug.


Viele Gruesse
Elvira
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1'366 Beiträge · seit 201113. Okt. 2014 · #4
Danke! Du weißt ja, kenia ist nach wie vor mein Lieblingsland und ich habe zu diesem Land eine gewisse Verbundenheit. Es ist nur traurig zu sehen, wie der Staat selbst mit seinem wunderbaren Land umgeht.
Ich hoffe, dass bald wieder mehr Touristen nach Kenia kommen.
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201413. Okt. 2014 · #5
Ich liebe Kenia auch Thorsten und es tut sehr weh zu sehen, was falsch gemacht wird. Man steht der "Entwicklung" leider hilflos gegenueber. Es ist kein Trost, dass in vielen anderen Afrikanischen Laendern auch zu viel kaputt gemacht wird.... man sollte sich ja nicht an schlechterem Messen....

Doch es gibt noch einige gute Flecken, auf denen man Wildtiere beobachten kann.

Viele Gruesse von Elvira, die auf Regen hofft
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zuletzt bearbeitet 13. Okt. 2014
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201413. Okt. 2014 · #6
13.9. Schon während des Frühstücks gibt es was zu sehen, Elefanten spazieren im Morgenlicht am Talek entlang. Da kann meine Kundin nicht widerstehen und somit fahren wir etwas später los. In der Zeit finde ich Vögel und Fledermäuse.



Blick vom Basecamp über den Talekfluss in die Maasai Mara



Blick von meinem Zelt

Heute fahren wir in Richtung Governor’s Camp, um zu versuchen, dort Gnus am Fluss zu erwischen. Büffel, Impalas, Topis, Thomson Gazellen, Tüpfelhyänen auch mit noch dunklen Jungen, Schabrackenschakale und etliche braune Vögel (sind zum bestimmen fotografiert) begegnen uns auf dem Weg nach Musiara.



Die junge Tüpfelhyäne traut uns nicht...





Zum Glück ist es trocken, ansonsten sind die Wege hier nur für leichte Landrover passierbar..... Spuren zeugen von Fahrversuchen

Gnus und Zebras weiden friedlich, eine Giraffe reckt den Kopf um möglichst die Blätter weiter oben zu erreichen und ein grosses und kleinere Krokodile liegen am Wasserrand. Es sieht nicht so aus, wie wenn hier Gnus bald rüber wollen. Ein Maasai, der an einer Stelle steht, wo oft Touristen an den Fluss kommen und dort seine Waren verkauft, sagt Joseph, dass sie hier meist früh am Morgen durch den Fluss gehen. Also suchen wir nach anderen Tieren.



Der Mara Fluss in der Nähe des Governor’s Camp

Und die finden wir... Wasserböcke, Riedböcke, Sattelstörche, eine vom Dreckwasser triefende Hyäne, Maasaigiraffen und siehe da 7 Löwen unter einem Baum.



Ein Nilkrokodil mit dem für die Art typischen Lächeln im Gesicht





Defassa-Wasserbock und Riedböckin



Frisch geschlammte Tüpfelhyäne, es war tagsüber auch sehr warm

Und die finden wir... Wasserböcke, Riedböcke, Sattelstörche, eine vom Dreckwasser triefende Hyäne, Maasaigiraffen und siehe da 7 Löwen unter einem Baum.



Grade erwischt bei einer Minute der 22 Stunden in der Löwen täglich Energie sparen



Die grosse Gruppe Giraffen zieht genau auf die Löwen zu, doch mit den Augen so hoch oben, kann denen so was nicht entgehen. Also mit Blick auf die Katzen spazieren sie vorbei. Die Löwen sind satt und nur einige heben den Kopf, um die Giraffen anzusehen. Von einem anderen Fahrer hören wir, dass eine Gnugruppe durch den Fluss ging.



Nun, wir standen halt zu lange bei Giraffen und Löwen anstatt zum Fluss weiter flussabwärts zu fahren. Eine weitere Gruppe ist auf dem Weg zum Fluss. Beobachten und abwarten. Doch als sie länger nicht kommen, fahren einige Autos weg, wir auch. Bei den Büschen zwischen Gnus und Fluss liegen 2 Löwinnen. Das können auch die Gnus riechen. Nun einen Platz fürs Mittagessen suchen, aber nicht ohne vorher noch mitanzusehen, wie eine Löwin einen Jagdversuch auf Gnus startet und diese in Panik auseinanderstoben. Die Tüpfehlhyänen nahebei hatten sich zu früh auf ein Gratismittagessen gefreut. Nach dem Essen also langsam Richtung Talek. Topis stehen überall. Um einen besseren Blick zu haben, aber auch weil es auf den Termitenhügeln leicht kühler ist, stellen sie sich gerne oben drauf. Wenn man sich da zu zweit hinstellt und in verschiedene Richtungen blickt, hat man 360 Grad abgesichert und keine Katze kann sich ungesehen ranschleichen. Topis erwischen sie allerdings nicht sehr oft, denn es ist die schnellste Antilope.



Kurz bevor wir aus dem Schutzgebiet fahren, sehen wir Autos und die Insassen beobachteten die beiden Gepardenmännchen, die genüsslich ein junges Gnu verspeisten.





Müde nach 11 Stunden im Busch aber glücklich mit dem gesehenen, heisst es duschen und Abendessen.
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201413. Okt. 2014 · #8
Hallo Nicole

leider fanden wir Siena nicht, aber gemaess dem letzten Bild, geht es ihr wieder besser.

Liebe Gruesse
Elvira
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201413. Okt. 2014 · #9
14.9. Joseph will es heute auf der Höhe der Serena Lodge versuchen. Die Gnudichte ist dort ziemlich hoch. Also fahren wir durch das Olekiombo Gebiet, durch die Flüsse und schon bald sichten wir den grünen Streifen des Waldes des Mara Flusses. Junge Schabrackenschakale wuseln um den Bau im Termitenhügel. Die Alttiere sahen wir weglaufen, um Futter zu suchen. Es ist zu köstlich den Wollknäueln beim Spielen zuzuschauen. Drunter und drüber geht es, wie kleine Hunde, die sie ja eigentlich auch sind.




Am Fluss angekommen, sehen wir eine Herde, die sich in Richtung Fluss bewegt. Da es noch ein paar andere Autos (etwa 15) hier hat, stellen wir unser Auto mal hin, brav in einer Reihe, wie die anderen auch, aber so, dass die Gnus ausreichend Platz haben, um vorbeizuziehen. Vor stehenden Autos, wo die Leute ruhig drin bleiben, fürchten sie sich nicht, aber leider gibt es immer wieder welche, die sich daneben benehmen. Den Blick haben wir auf ein Hippo, Geier und Kadaver.



Nun heisst es warten... ich klettere im Auto ganz nach hinten, wo ich aufstehen könnte. Doch die Gnus kommen nicht... und kommen nicht... als wir wegfuhren sehen wir eine Menschengruppe im Gebüsch rumlaufen. Einer der Fahrer ist hin und hat sie zurechtgewiesen. Wir vermuten, welche Firma es war. So kommen Gnus nie an den Fluss. Schade.... Leider benehmen sich die Fahrer auf der Narok (Ostseite) der Mara schlimmer, als auf der Serena (Westseite). Doch Touristen auf beiden Seiten sind betroffen, wenn es sich um Flussdurchquerungen handelt. Wir schauen noch eine andere Stelle an, wo wir vermuten, dass die Herde hingelaufen sein könnte. Doch “nur” Nilpferde sonnen sich am Ufer. Von den Gnus weit und breit keine Spur.



Mittagessen! Der Koch lässt sich jeden Tag etwas neues einfallen und es schmeckt wie immer ausgezeichnet. Wir bekommen nicht die normalen Picknickboxen mit Hühnerbein, Ei und Sandwich. Nein, Hamburger, Quiche, Fleischspiesse, gebratenen Fisch in verschliessbaren, wiederverwendbaren Plastikcontainers verpackt. Ja, auch richtige Teller, Gläser und Besteck fehlen nicht.

Gemütlich fahren wir Richtung Talek, als Joseph einen Serval erspäht. Noch nie habe ich erlebt, dass ein Serval so selbstverständlich ganz nahe am Auto vorbeiläuft. Tolles Erlebnis! Meist sieht man sie von Gras verdeckt.



Viele Warzenschweine haben grade Junge und eine Gruppe rennt glänzend vom nassen Schlamm weg. Bei einer Stelle, wo wir durch den Fluss müssen stehen Elefanten, eine davon gleich über uns. Komisches Gefühl. Seit meinem Erlebnis in Samburu vor etlichen Jahren, als uns ein Bulle folgte, wir in die Enge getrieben waren und nur dank der Reaktion des Fahrers, Fuss aufs Gaspedal und weg im schlingernden Auto, passierte uns nichts, habe ich mehr Respekt vor Elefanten. Der Samburu Elefant hatte bereits einige Fahrzeuge umgekippt! Ein toller Elefantenbulle, der sich nahe bei der Herde aufhält, sucht sein Futter.





Er ist ganz ruhig und ignoriert uns völlig. Als wir im Camp ankamen, herrscht tolles Licht. E-Mails können warten, Vögel kommen vor. Eine Wüstendattel (Balanites) hat reife Früchte und da bedienen sich nun Goldbugpapageien.



Jeden Abend kommt ein Zebra durch den Talekfluss und weidet auf der Wiese des Camps. Es hält Abstand, scheint sich aber hier sicher zu fühlen. Etliche Male höre ich seine Hufe auf den Steinen und schaue zu, wie es die Böschung hochkommt. Geht man ruhig vorbei, lässt es sich beim Fressen nicht stören.



15.9. Nach dem Frühstück und vor der Abfahrt habe ich wie gewohnt etwas Zeit. Ein Senegalliest, der zum Inventar gehört, präsentiert sich im Morgenlicht.



Heute ist Talek Fluss Gebiet und schon bald wir durch das Parktor durchgefahren sind, treffen wir auf 2 Löwenmännchen, die sich im Gebüsch ausruhen.



Und nur kurze Zeit danach, mehr Katzen. 2 schlafende Gepardenmännchen. Nun fehlt nur noch der Leopard, doch den finden wir leider nicht.



Es gibt auch unter Tieren sehr bequeme, wie die Giraffe, die im liegen frass. Warum auch nicht? Das Licht wird bald extrem grell und somit lasse ich das fotografieren bis am späteren Nachmittag.



Wüstendatteln sind die besten Picknickbäume, da sie meist alleine stehen und keine Büsche drum rum sind. Picknicklunch unter einer Wüstendattel
Noch immer ist grelles Licht und man sieht, dass der Schatten noch fast unter dem Elefanten ist. Das Grüne sind Algen, da das Wasser kaum floss und von den etwa 20 Nilpferden um die Ecke gut gedüngt wird.



Heute sind wir etwas früher im Camp zurück und ich suche nach guten Vogelmotiven. Ein paar gelingen, obwohl es wie jeden Abend stark zuzieht und örtlich regnet.

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1'271 Beiträge · seit 200713. Okt. 2014 · #10
Hallo Elvira,

danke für die Info über die Löwin. Es wäre natürlich echt klasse, wenn sie überleben würde.
Bushtruckers schrieb:

Am Fluss angekommen, sehen wir eine Herde, die sich in Richtung Fluss bewegt. Da es noch ein paar andere Autos (etwa 15) hier hat, stellen wir unser Auto mal hin, brav in einer Reihe, wie die anderen auch, aber so, dass die Gnus ausreichend Platz haben, um vorbeizuziehen. Vor stehenden Autos, wo die Leute ruhig drin bleiben, fürchten sie sich nicht, aber leider gibt es immer wieder welche, die sich daneben benehmen.

Nun heisst es warten... ich klettere im Auto ganz nach hinten, wo ich aufstehen könnte. Doch die Gnus kommen nicht... und kommen nicht... als wir wegfuhren sehen wir eine Menschengruppe im Gebüsch rumlaufen. Einer der Fahrer ist hin und hat sie zurechtgewiesen. Wir vermuten, welche Firma es war. So kommen Gnus nie an den Fluss. Schade.... Leider benehmen sich die Fahrer auf der Narok (Ostseite) der Mara schlimmer, als auf der Serena (Westseite). Doch Touristen auf beiden Seiten sind betroffen, wenn es sich um Flussdurchquerungen handelt.
Das konnten wir letztes Jahr auch beobachten, leider. Es war traurig, zu sehen, wie die Tiere in Panik davon rannten und nicht über den Fluss ziehen konnten bzw. viele Versuche machten, bis sie endlich über den Fluss ziehen konnten. Am Figtree Crossing sind die Autos bis vorne an die Böschungskante mitten in die Herden hinein gefahren und einige sind dort sogar ausgestiegen. Es war unfassbar.
Ich fand es sehr gut auf der Triangle-Seite, dass dort ständig Ranger am Fluss entlang fuhren und dort wirklich für Ordnung sorgten. Es wäre schön, wenn das auf beiden Seiten stattfinden würde.
Auch bei meinem Besuch im Triangle dieses Jahr im März waren die Ranger immer unterwegs und haben für Ordnung gesorgt.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 13. Okt. 2014
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201413. Okt. 2014 · #11
Hallo Nicole

Ich weiss wovon Du redest.... viele benehmen sich und ein paar vermiesen den Gnus den Weg durch den Fluss und den Touristen die Fotos.

Man kann z.B. die Autos fotografieren und auf Facebook stellen. Als es mal ganz strub wurde, ist dank Fotos auf FB ein bisschen Ordnung geschaffen worden. Bei guten Firmen hat der Chef ein offenes Ohr, wenn er ein Foto bekommt.....

Der Weg vorwaerts ist lizenzierte Fahrer, die die Lizenz auch durch Wissen verdienen und denen man diese entziehen kann, wenn sie sich schlecht verhalten. Wir haben zwar Lizenzen, aber wer kontrolliert an Parkeingaengen ob sie eine haben und ob das Wissen und Verhalten ausreichend sind? Alle sind nur mit dem Checken der Parkeintritte beschaeftigt.....

Mittlerweile sind die professionellen Guides ziemlich aggressiv, wenn sich unqualifizierte Fahrer (nicht Guides) ruecksichtslos verhalten. Es vermiest ja allen das Spiel und vor allem tun mir die Gnus leid.

Viele Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
1'366 Beiträge · seit 201114. Okt. 2014 · #12
Hallo Elvira,

na da kam aber auch ganz schön was dazu. Die Schakale sind sehr süß. Kleine habe ich bisher noch nicht gesehen. Den Serval so frei zu erwischen ist wirklich Glück.
Bei den Geparden warst du wohl ein bisschen zu spät um die Jagd zu sehen, schade.

Zu dem Thema Guides mit Lizenzen gebe ich dir Recht. Man sollte hier strenger kontrollieren, bzw. die Lizenzen überhaupt mal prüfen. Leider habe ich die Erfahrung auch gemacht, dass in den Touristenhochburgen viele Fahrer unterwegs sind, die es nicht wissen, wie man sich in der Natur verhält. Viele Touristen fragen sich wahrscheinlich bei Buchungen wo die großen Preisunterschiede bei augenscheinlich gleicher Leistung herkommen. Die Ausbildung der Guides ist sicherlich mit ein Grund. Und es wäre so einfach beim Parkeintritt zu kontrollieren 🙄
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201414. Okt. 2014 · #13
Hallo Thorsten

Es freut mich, dass Dir die kleinen Schakale und der Serval gefallen! War echt Glueck. Die Jagdszenen, die ich habe sind leider alle noch auf Papierfotos.

Mit Deiner Bemerkung wegen den Guides triffst Du den Nagel auf den Kopf. Es muss eigentlich auch bei den Touroperatorn anfangen, dass sie nur solche in den Busch schicken, die wissen, wie man sich benimmt und nicht wegen des Trinkgeldes die Tiere stoeren. Was auch heisst, ein angemessener Lohn und Allowance (gesetzlich vorgeschriebene Zahlung an solche, die ausserhalb des Arbeitsplatzes arbeiten).

Es ist neu, dass das Tourism Department Zertifikate verlangt, die in irgendeiner Weise beweisen, dass man/Frau ein Wissen im Tourismus hat. Nun, es gibt viele Drucker, die alles bewerkstelligen koennen und auch Schulen, die nicht den notwendigen Standard haben. Die Kenya professional Safari Guide Association ist derzeit daran, dafuer zu kaempfen, dass alle Fahrer diese Test bestehen muessen. Die Stufen sind Bronze, Silber und Gold. Bronze ist Multiple Choice mit tueckischen Fragen, Silber ist Antworten schreiben und verlangt schon sehr viel Studieren und Wissen. Gold ist eine praktische Arbeit im Busch.

Die Tierwelt der Masai Mara hat bereits so viel Druck durch Viehherden, Zaeunen und Mensch-Tierkonflikten, dass das schaedliche Verhalten von Touristenfahrzeugen das Tuepfchen auf I ist. Auch gewisse Lodgen schaedigen dadurch, dass sie sich genau in Brutgebiet des Spitzmaulnashorns gesetzt haben oder durch zu viel Wasserentnahme. Einige sind sehr gut in Abwasser- und Abfallentsorgung, andere gar nicht. Auch hier sind nicht alle Lizenzen lupenrein.

Als Tourist kann man nur das tun, schauen, wer arbeitet moeglichst umweltschonend. Die Preisunterchiede sind dann halt da.

Viele Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
1'366 Beiträge · seit 201114. Okt. 2014 · #14
Bushtruckers schrieb:.

Als Tourist kann man nur das tun, schauen, wer arbeitet moeglichst umweltschonend. Die Preisunterchiede sind dann halt da.

Viele Gruesse
Elvira
Eben, das handhabe ich genauso und ich hoffe, dass ich den ein oder anderen doch dazu bewegen kann, nicht immer nach der "Geiz ist geil" Mentalität zu leben (wobei ich mir das auch hier in Deutschland wünschen würde!).

Unser Guide hat uns erzählt, dass man zum bestehen Kenya professional Safari Guide Association Prüfung schon umfängliche Kenntnisse im Busch haben muss. Man muss die Parks wirklich aus praktischer Erfahrung kennen, sonst kann man einen Teil der Fragen gar nicht beantworten. Auf der Seite der KPSGA gab es auch mal einen Auszug der Fragen, leider finde ich die Seite nicht mehr.
So lange aber Safaris an der Küste für deutlich günstigere Preise angeboten werden, wird es das Problem weiter geben. Den Touristen ist es meistens gar nicht bewusst, dass sie in manchen Fällen gar keinen Versicherungsschutz haben (man geht halt davon aus, dass alles gut ist!)
Ich hoffe, dass die Nationalparkverwaltungen bzw. die Regierungen irgendwann noch zu Besinnung kommen und dem teilweise hirnlosen treiben in manchen Nationalparks Ende bereiten. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201414. Okt. 2014 · #15
Hallo Thorsten

Danke fuer Deine guten Bemerkungen.

Alle 3 Tests beinhalten Fragen mit allen Topics, Allgemein, Voegel, Pflanzen, Geographie, Geschichte, Geologie usw.

Zum Bronze kann es gehen, dass jemand ohne in allen Parks gewesen zu sein, besteht. Ich habe einem jungen Maasai geholfen und er hat auf Anhieb bestanden.

Fuer den Silver hilft es viel Beobachtungen im Busch gemacht zu haben, denn es werden doch einige Fragen zum Verhalten der Tiere gestellt. Diese besser einzupraegen, hilft das Zusammenbringen von Buch und Natur.

Z.B. werden 5 Unterschiede im Verhalten zwischen Grevy und Steppenzebras....
Unterschied im Sozialverhalten/Zucht zwischen Zwerg- und Zebramangusten
5 Unterschiede zwischen Ameisen und Termiten
Schlangengifte, Gebisse der Schlangen, front, hinged, back-fanged

Name der Pflanze, die so und so aussieht
Wissenschaftliche Namen von Saeugern
Zugvoegel
Welcher Vogel benutzt Spinnen-Netze zum Bauen des Nestes?

Tragzeiten werden im Bronze und Silver gefragt, auch wie lange ein Hippo unter Wasser bleiben kann.

Aus was ist das Yatta-Plateau.

Es wird ihnen eine Leere Keniakarte gegeben und sie muessen Berge, Seen, Park einmarkieren.

Ist der erste Stosszahn bei den Elefanten ein Milchzahn, der ausfaellt oder nicht?

Dies ein paar Beispiele.

Wer den Botswana Test kennt, der Silber ist etwas aehnlich aufgebaut.

Ich komme im Moment auch nicht auf die Webseite, habe aber nachgefragt, was los ist.


Viele Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
88 Beiträge · seit 201214. Okt. 2014 · #16
Hallo Elvira,
ich bin bei der Planung für meinen Migrations Trip 2015. Kannst Du mal Deine Route einstellen? Du hast ja klasse Sichtungen. Mit welchem Veranstalter hast Du geplant?

Andreas
1'366 Beiträge · seit 201114. Okt. 2014 · #17
aluschip schrieb:Hallo Elvira,
ich bin bei der Planung für meinen Migrations Trip 2015. Kannst Du mal Deine Route einstellen? Du hast ja klasse Sichtungen. Mit welchem Veranstalter hast Du geplant?

Andreas
Ich würde mal sagen mit Bushtruckers

😗 😛
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201415. Okt. 2014 · #18
16.9. Die heutige Pirschfahrt führt uns Richtung Osten, die Hügel und das Tal Richtung Sopa Lodge. Eigentlich suchen wir nach Löwenbabies, doch nichts dergleichen. Also freuen wir uns über die Giraffen und ich versuche einen Termitenschmätzermann zu fotografieren. Schwieriger als ich dachte... denn oft sieht man das Weiss an der Schulter nicht oder er sitzt in der falschen Lichtrichtung oder der Busch auf dem er sitzt wackelt wegen dem Wind zu sehr. Nach Mittag gelingt es mir dann einigermassen....





Gnus, Gnus, Gnus, Elenantilopen, Büffel.... eine Tiermenge, bei der auch ich ins Staunen kam. Wo man hinsah, Tiere. 2 Gnus, Mutter und Kind vielen mir besonders auf, da der Fleck auf der Stirn nicht hellbraun, sondern weiss war.



Leider musste ich durch die Windschutzscheibe fotografieren und die Qualität des Bildes lässt zu wünschen übrig



Immer wieder ein toller Anblick sind die männlichen Mwanza Agamen!



Wir fuhren langsam durch Büffel und Gnus und man wusste nicht, wohin schauen. Oder doch? Ein gutes Foto des Termitenschmätzers / Sooty Chat gelingt!







Schon nahte sich Mittag und die Suche nach einem geeigneten Baum geht los. Inmitten der Büffel ist es zu riskant, also erst raus aus deren Gebiet, ins offenere Gelände. Ein Baum und ein Büffelbulle. Wir halten mal an und ich öffne die Tür. Als er sich aber nicht bewegte, finde ich, dass er zu selbstsicher ist, also weiter. Als wir auf den Hauptweg zur Sopalodge kamen, war eine Stampede mit Gnus im Gange und 2 junge Löwenmänner waren die Ursache.



Alle in Habacht-Stellung.... und gleich gings los.... wie ein Schwarm Blutschnabelweber schossen sie in der Gegend rum







Ich erinnere mich an einen tollen Leberwurstbaum bei einer Brücke und dort fahren wir hin zu unserem Picknick. Ein Hippopool ist auch nicht weit weg und durch die Afrikanischen Wilddattelpalmen ist es wirklich ein lieblicher Ort mit Sicht runter ins Tal. Ein Hase am hellichten Tage! Normalerweise kommen sie zur Dämmerung raus, ausser sie werden aufgescheucht. Und er rennt nicht mal weg. Wir schauen ihm eine Weile zu und schon halten andere Autos und die Fahrer schauen nach dem Löwen neben uns - hahaha wir halten auch für kleine Tiere.



Als wir Richtung Talek fuhren, fing es an zu schütten und im Dorf Talek und im Camp war es trocken. Am 1.10. kam eine Meldung aus der Mara, dass es stark gehagelt hat und der Boden weiss war.








Joseph setzt uns im Park ab und wir wandeln über die Hängebrücke über den Talek Fluss ins Camp. Am ersten Tag machte ich einen Gehversuch drauf, musste aber umkehren... es war mir nicht geheuer. Doch dann kapierte ich den Trick und konnte ohne Schwindel drüberlaufen. Nur fotografieren ging nicht, sie bewegte sich durch mich und den Wind zu leicht. Aber es war toll immer wieder in die tolle Sycamore Feige reinzuschauen - dies einer meiner Lieblingsbäume.



17.9. Richtung Lookout, wo wir wissen, dass die Tierdichte ebenfalls enorm ist. Nach dem Sattelstorch und der Gruppe Gelbkehlflughühner werden wir drauf aufmerksam gemacht, dass ein Spitzmaulnashorn in den Büschen liegt. Obwohl wir sicherlich fast eine Stunde hier verweilen, sieht man nur Stücke von dem grossen, grauen Tier, das friedlich da liegt. Durch die Regenschauer schiessen Blumen aus dem Boden, die sonst auch als Pflanze vollig unsichtbar sind. Wie diese Amaryllis (Ammocharis tinneana)



Ein vollgefressenes Gepardenweibchen liegt unter einem Busch. Nun ist Verdauungszeit.



Eine alte Pantherschildkröte, deren Panzer Narben aufzeigt, spaziert weg. Vielleicht ist sie auch mal in eines der Buschfeuer geraten.....



Ein Oribi, eine der seltener angetroffenen Antilopen schaut uns an. Doch als unsere Kundin hinten aufsteht, rennt sie weg. Bewegungen mögen sie nicht. Der Morgen ist schon sehr weit fortgeschritten und wir sehen Autos und Geier. Also hinfahren. Wir sehen 5 Löwen und die Ueberreste einer Büffelkuh. Die Löwen sind satt, nun schlagen sich die Geier um die Reste. Dennoch, eine Löwin kann es nicht lassen und verjagt die Geier ein paarmal.





Wie immer ein Schauspiel für sich und wir stehen über 1 Stunde hier stehen. Als ich an den Himmel blickte, konnte ich wirklich sagen, unter Geiern...



Das Mittagessen wieder unter einer Wüstendattel und schon bald fahren wir gemütlich Richtung nach hause. Die Gepardin liegt immer noch am selben Fleck und Elefanten sind entfernt im Blick. Nicht grade erfreut bin ich, als 2 Minibusse von einer grossen Firma zwischen der Gepardin und uns durchfahren. Es wäre sehr gut gegangen auf den Hauptweg zu kommen und der Gepardin nicht fast über die Füsse zu fahren. Zum Tagesabschluss fahren wir an den Hippopool am Talek. Hier darf man aussteigen. Die Sonne steht so, dass es schwierig ist nicht gegen das Licht zu fotografieren. In den Fluss runter möchte ich ja nicht, um eine bessere Postion zu bekommen. Wolken verdecken die Sonne und ein paar Tropfen fallen. Also bald ins Auto . Ich liebte es dem Talekfluss entlang zu fahren, doch nun hat es so viel Camps, dass man oft gleich bei Zelten ankommt. Auch Leoparden, die man hier früher fast garantieren konnte, sind nicht mehr so leicht zu finden. (Lizenzierungsproblem...)





Eine Gepardin liegt ruhig da und schaut den Maasai Kühen zu, die ihr Gras suchen. Zebras und 2 davon messen ihre Kräfte. Wer weiss, wie weh ein Pferdebiss tut, der kann sich vorstellen, dass unter dem schwarz-weissen Fell blaue Flecken entstehen.







Kurz bevor wir bei der Hängebrücke anlangten, trafen wir wieder auf Geier. Es führt kein Weg hin, also aus der Distanz, was nicht ganz so grandios rauskam bei dem minimalen Licht und den dunklen Körpern. Der riesige Büffel ist wahrscheinlich altershalber gestorben.



18.9. Unsere Kundin bleibt im Camp, Joseph und ich fahren zum Wilderness Camp, das in die gleiche Gruppe wie Basecamp gehört. Ein Maasai, der weiss wo es liegt, kommt mit uns. Nach etwa 1 Stunde durch verschiedene Vegetationsarten und Maasai Weideland erreichen wir das Ziel. Naibosho ist ein noch jüngeres Schutzgebiet, das im Einvernehmen mit den Maasais gegründet wurde. Das heisst Weidezeiten wurden verkürzt und Wildtiere haben das Recht hier zu sein. Das Camp ist am Hang gebaut und der Blick geht auf ein Flüsschen und in die Ebene. Nur schon hier kommen jegliche Tiere gleich vors Camp gelaufen, auch Löwen und Elefanten. Die Zelte sind echt schön eingerichtet mit Blick ins die Weite. Pirschfahrten und Fusspirschen mit Maasais sind die Aktivitäten. Die Lounge, von wo aus man das Geschehen unterhalb beobachten kann. Spezielle Stahlkonstruktionen halten die Böden am Hang fest.





Nun wieder zum Basecamp aber nicht ohne den Kampfadler auf einer Schirmakazie und die Grant- und Thomsongazellen im Flötenakazienwald aufzunehmen. Mittagessen und am Nachmittag Vögel suchen - von denen hat es hier einige und auch interessante Arten - ich lerne.... Nun ist der letzte Tag im Busch vorbei.



19.9. Es heisst Abschied nehmen und sich psychisch auf die Hektik von Nairobi vorbereiten. Auf dem Weg zur Keekorok Airstrip schauen wir nochmals den Gnus zu. Und bald müssen wir an der Landebahn sein. Etwas warten bis auch der Safarilink Flieger landet und wir nach einer Stunde ruhigem Fluges am lokalen Flughafen Wilson in Nairobi landen. John, mein Taxifahrer erwartet uns und fährt uns ins Hotel Fairview, später dann an den Flughafen.



Die Keekorok Airstrip mit den Huegeln bereits in Tansania



Eine tolle Reise mit vielen interessanten Sichtungen ging zu Ende. Aber auch eine Reise, auf der ich wiederum nette und interessante Leute in den Lodgen kennenlernen durfte. Seien es Managers, Guides, Kellner oder Köche. Sie alle tragen zum Gelingen einer solchen Tour bei.

Kwaheri - Aufwiedersehen
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
1'324 Beiträge · seit 201315. Okt. 2014 · #19
Sehr schön.
Danke für Deine Eindrücke.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
541 Beiträge · seit 201215. Okt. 2014 · #20
Hallo Elvira,

vielen Dank für die wirklich informative und ausführliche Schilderung sowie für die tollen Aufnahmen.

Bitte sag dem Serval er soll sich nicht von der Stelle bewegen! Ich komme bald! Ein Serval fehlt mir noch in meiner Sammlung!

Ich freue mich auf die Fortsetzung Deines Berichtes!

LG
Papa Kenia