N-Rookie-Tour: Von Elefanten und anderen Giganten

Reisebericht 59 Antworten · 18,5k Aufrufe · gestartet 29. Dez. 2013 von N-Rookies
Themenstarter56 Beiträge · seit 201329. Dez. 2013 · #1
Liebes Namibia Forum,

in den etwas ruhigeren Tagen zwischen den Jahren, kommen wir nun endlich dazu unseren Reisebericht zu schreiben. Mit diesem Bericht möchten wir ein bisschen was zurück- und weitergeben von der Inspiration durch die tollen Reiseberichte und Beiträge dieses Forums. Wir möchten damit auch Danke sagen für die super Unterstützung durch Euch Forums-Mitglieder bei unserer Reiseplanung. 🙂

Das Forum hatte großen Anteil an der Vorbereitung dieser für uns unvergesslichen Reise, von der wir Euch nun berichten möchten. 😄

Als Namibia-Rookies werden wir uns zwar auf eher ausgefahrenen Schotterpisten bewegen, was aber doch das ein oder andere Abenteuer nicht ausschließt. 😕

In diesem Sinne: Springt alle auf! Die Schwingen unseres Condors bieten Platz für alle Interessierten!

Eure Rookies
h8753d23.JPG
Kleiner Vorgeschmack: Unsere Lieblinge beim abendlichen Bad
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 30. Dez. 2013
Themenstarter56 Beiträge · seit 201330. Dez. 2013 · #3
OK, dann wollen wir mal. 😕

Gleich mal vorne weg: Das wird hier unser erster Reisebericht und wenn wir so überlegen auch überhaupt unsere erste geschriebene Erzählung seit der Schulzeit als man immer eine Seite über die Geschehnisse der großen Ferien berichten musste. Aber naja: Wird schon werden. 😐

Als ersten Beitrag wollen wir eine knappe Zusammenfassung unserer Reise geben, Unterkünfte und Aktionen grob bewerten und ein paar grundlegende Fragen beantworten, welche uns in der Vorbereitung beschäftigt haben.

Das ist an all die gerichtet, die vielleicht selbst gerade eine Tour planen und geballte Infos suchen, ohne die vielen störenden Elefanten-Bilder. 😉

Im Neudeutschen würde man das vielleicht: "Executive Summary & FAQ" nennen. 😛

Also dann erstmal die...

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
EXECUTIVE SUMMARY: 😛
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Protagonisten:
Wir zwei (Richy und Julia) haben schon die ein oder andere Tour mit Rucksack und/oder Camper in Europa, Australien und Lateinamerika gemacht. Mit Namibia haben wir somit die ersten Gehversuche auf dem afikanischem Kontinent gewagt.
-----------------------------------------------------------------------------

Das Vehikel:
Unterwegs waren wir mit einem umgebauten Toyota-Condor von Pegasus-Rentals. Geschlafen haben wir hierbei auf einer Liegefläche hinter den Fahrersitzen im Wageninnenraum. Das Fahrzeug war sehr robust uns super funktionell. Die zusätzliche Bodenfreiheit und damit verbundene erhöhte Sitzposition hat sich u.a. auch bei Tierbeobachtungen ausgezahlt. Der Verbrauch lag bei moderaten 11-13 Litern. Wir haben mehr als 5.000 km abgespult und hatten zum Glück keinen Platten und auch sonst keinerlei Probleme mit dem Wagen.
hb7922fb.JPG
Unser treues Gefährt: Toyota-Condor mit Heck-Schlafkabine

Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an Mona und Norbert von Pegasus. So genug des Lobes... Weiter im Text...

-----------------------------------------------------------------------------
Die Strecke:
  • Tag 00 – 27.10.2013 – Anreise: München -> London -> Johannisburg -> Windhoek 🤢
  • Tag 01 – 28.10.2013 – Windhoek -> Lake Oanob (Rehoboth)
  • Tag 02 – 29.10.2013 – Lake Oanob (Rehoboth) -> Farm Tiras
  • Tag 03 – 30.10.2013 – Tiras -> Koiimasis
  • Tag 04 – 31.12.2013 – Koiimasis -> Sossusvlei
  • Tag 05 – 01.11.2013 – Sossuslvei – Swakopmund (Alte Brücke)
  • Tag 06 – 02.11.2013 – Walvis Bay Bootstour
  • Tag 07 – 03.11.2013 – Wüstentour Living Desert – Swakopmund -> Mowani Campsite
  • Tag 08 – 04.11.2013 – Organ Pipes, Burnt Mountain, Damara Living Museum, Twyfelfontein
  • Tag 09 – 05.11.2013 – Mowani Campsite -> Buschberg Campsite
  • Tag 10 – 06.11.2013 – Buschberg Campsite -> Ethosa Tag 1 (Okaukuejo Camp)
  • Tag 11 – 07.11.2013 – Ethosa Tag 2 (Okaukuejo Camp)
  • Tag 12 – 08.11.2013 – Ethosa Tag 3 (Halali Camp)
  • Tag 13 – 09.11.2013 – Ethosa Tag 4 (Halali Camp)
  • Tag 14 – 10.11.2013 – Ethosa Tag 5 -> Roys Rest Camp
  • Tag 15 – 11.11.2013 – Roys Rest Camp -> Nunda River Lodge
  • Tag 16 – 12.11.2013 – Nunda River Lodge
  • Tag 17 – 13.11.2013 – Nunda River Lodge
  • Tag 18 – 14.11.2013 – Nunda River Lodge -> Waterberg Wilderness Camp
  • Tag 19 – 15.11.2013 – Waterberg Wilderness Camp
  • Tag 20 – 16.11.2013 – Waterberg Wilderness Camp – Düsternbrook
  • Tag 21 – 17.11.2013 – Düsternbrook – Windhoek
ha02c773.JPG
Steckenverlauf mit Campsites
-----------------------------------------------------------------------------

Fazit zur Strecke: Von den Entfernungen und Fahrzeiten war soweit alles gut machbar. Wenn dann war nur die Strecke von "Sossuslvei – Swakopmund" etwas anstrengend, da Anfangs eine ziemliche Rütteltour. Wenn man (wie wir) einen Rückflug am Nachmittag hat, kann man das Stück am Ende auch noch etwas straffer gestallten, die letzte Nacht am Waterberg verbringen und Düsternbrook weglassen.
-----------------------------------------------------------------------------

Fazit zu den Zielen:
  • Tirasberge/Maltahöhe/D707: Unvergessliche und wunderschöne Landschaften.
  • Sossuslvei: Schon leicht touristisch aber trotzdem ein Muss. Ein Nachmittag + ein Vormittag haben uns gereicht
  • Walvis Bay - Dolphin tour: War ok. Das beste war eigentlich nach dem ganzen Sand mal wieder Wasser zu sehen
  • Swakopmund – Wüstentour Living Desert: TOP! Chris is a man on a mission! A very good mission
  • Swakopmund – City: Hat uns nicht in seinen Bann gezogen, weshalb wir neben den Touren eigentlich nur Vorräte aufgefüllt haben.
  • Organ Pipes, Burnt Mountain, Damara Living Museum, Twyfelfontein: Alles ganz interessant aber für uns kein absolutes Highlight. Im Nachhinein hätten wir die Tage lieber noch im Ethosha oder Mahangu verbracht.
  • Ethosa: Der Oberhammer! Unvergesslich! Eigentlich unbeschreiblich, aber wir werden es trotzdem versuchen. 😛
  • Mahangu National Park / Buffalo Park (bei Divundu): Sehr, sehr schöne kleinere Parks in denen man die Big-5 kompletiern kann. Das war für uns so etwas wie der Geheimtipp unserer Tour.
  • Waterberg: Schöner Park mit guten Wandermöglichkeiten. Tierbeobachtungen sind aber nur geführt möglich.
  • Düsternbrook: Farm mit vielfältigem Tierbestand inkl. Geparden und Leoparden. Schöner Ausklang zum Ende der Tour und in komfortabler Entfernung zu Windhoek.
-----------------------------------------------------------------------------
Fazit zu den Unterkünften:
Wir haben stets im Auto auf den folgenden Campingplätzen übernachtet. Das hat eigentlich immer recht gut geklappt. Die Bewertungen sollten einen kleinen Überblick geben, wo es uns persönlich am Besten gefallen hat. Sowas ist natürlich immer sehr, sehr subjektiv.
Skala von "- - - -" für miserabel 🤢 bis "++++" für supergut 🤪
  • Lake Oanob +++
  • Tiras ++
  • Koiimasis +++
  • Sesriem Campsite + (nichts Besonderes aber dafür innerhalb des Parks)
  • Mowani Campsite + (schön aber im Verhältnis überteuert)
  • Buschberg ++
  • Okaukuejo + (recht viel los)
  • Halali ++ (gut, wenig los)
  • Roys Rest Camp ++
  • Nunda River Lodge ++++ (TOP)
  • Waterberg Wilderness Lodge Campsite ++
  • Düsternbrook ++
Puh, ist schon spät geworden! 😣
Das war es jetzt wohl erstmal für heute. Bis zum nächsten Bericht kann es auf Grund ausgiebiger Silvester-Feierlichkeiten ein paar Tage dauern. 😗
Aber immerhin: Der Anfang ist gemacht! 😛
Kommt alle gut ins neue Jahr!´ 🤩
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 02. Jan. 2014
Themenstarter56 Beiträge · seit 201302. Jan. 2014 · #4
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Tipps für Erstlinge - Häufige Fragen - Frequently asked questions - FAQ
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hier möchten wir parallel zum schreiben unseres Reiseberichtes noch ein paar Tipps zusammenfassen. Fragen die uns im Vorfeld der Reise viel beschäftigt haben, sowie Dinge die gut oder eben auch nicht so gut funktioniert haben.

Wir werden diesen Beitrage dann nach und nach aktualisieren, so wie uns die Punkte einfallen....
-----
Tipps für die Packliste:
Zusätzlich zur Standardausrüstung fanden wir folgende Dinge noch sehr nützlich.
  • großes, quaderförmides Moskitonetz: Für das spontane Lage im freien oder auch als Autoüberwurf um alle Fenster beim Schlafen öffnen zu können.
  • kleiner Spannungswandler: Um zumindestens Kameraakkus und Lampen während der Autofahrt laden zu können. Bei weitem nicht alle Campingplätze hatten Steckdosen.
  • MP3-Musiksammlung: Da unser Fahrzeug laut Beschreibung einen CD-Player hat, haben wir zuhause noch eine kleine Auswahl an CD´s gebrannt. Das hat leider gar nichts gebracht, denn erstens hat der CD-Player vom Start weg keine gebrannten CDs geschluckt und er hätte spätestens bei den Buckelpisten nichts mehr wiedergegeben. Deshalb besser ein altes Handy mit MP3-Player und Lautsprecher Funktion.
  • Küchenausstattung: Vorher die Ausstattungsliste des Fahrzeuges genauch checken und nützliches gleich von zu Hause mitbringen. Bei uns waren folgende Dinge sinnvoll: Zweiter Gas-Kocher, Thermoskanne (hält Getränke auch kalt), Schneidebrett, Schneidemesser, Tupperdosen, Trinkflaschen.
  • Flip-Flops: Der ein oder andere wird hier vielleicht sagen, das die doch wohl zu Standardausrüstung gehören. Bei uns wären sie aber wegen der ganzen Hinweise aus Skorpione usw. fast zu Hause geblieben, was im Nachhinein ein böser fehler gewesen wäre.
  • Plastiktaschen / Staubtaschen: Möglichst flexibel, leicht und robust (z.B. http://www.amazon.de/gp/product/B005CQC0VY/ref=oh_details_o08_s00_i00?ie=UTF8&psc=1). Schützen zuverlässig vor Staub und erleichtern auch das allgemeine Ordnung halten und tägliche entpacken und packen enorm. Das Hauptgepack der Anreise (z.B. Schalen-Koffer) kann dann getrost bei der Autovermietung gelassen werden, da dieses im Camper nur stören würde.
-----
Navigation: Karten und/oder GPS
Auf unserer Standard-Route (!) waren wir mit folgenden Karten gut ausgestattet und ein GPS war absolut nicht nötig.
  • Karte des Iwanowski-Reiseführers
  • Reise-Know-how: Namibia, 1:1.200.000
-----
Bargeld, Geldwechsel, Geldautomaten, EC-Karte, Kredikrate, Geldautomatenlimits
Der Kurs an den Geldautomaten war deutlich besser als der der Wechselstuben. Um zusätzlich Gebühren zu sparen empfielt sich eine Visa-Karte die für Auslandsabhebungen sämtliche Gebühren übernimmt (z.B. comdirect - ohne hierfür Werbund machen zu wollen).

Bei den Tageslimits der Geldautomaten konnten wir keine einheitliche Grenze feststellen. Ein paar Beispiele:
  • Bank Windhoed hatte 2500 N$;
  • FNB hatte 2000 N$ dafür konnte man nebenan gleich nochmal abheben;
  • Nedbank hatte nur 500 N$.
  • Wenn es also mal nicht funktioniert am besten bei der nächsten Bank noch einmal versuchen.
Ähnlich wie beim Sprit sollte man auch beim Bargeld vorausplanen, Kreditkarten werden nicht überall akzeptiert und das Geldautomatennetz ist bei weitem nicht so dicht wie das Tankstellten-Netz.
-----
Reisezeit: Oktober-November:
Dieser Punkt hat uns im Vorfled viel Beschäftigt: Ist es Ende Oktober bis Mitte November nicht schon zu heiß, ist es noch gut genug für Tierbeobachtungen, sind die Camps bei Divundu noch erreichbar usw. usw.
Im Nachhinein waren diese Sorgen unbegründet und dieser Zeitraum in unseren Augen noch sehr gut geeignet.
  • Temperatur: Tagsüber war es zwar durchaus heiß, was aber nicht so schlimm war, da man eh sehr viel Zeit im wohlklimatisierten Auto verbrachte. Nachts kühlte es bis auf zwei Nächte im Norden immer genug ab um sehr gut schlafen zu können.
  • Regen: Den ersten Regen erlebten wir nach ca. 1 Woche. Dieser dauerte jedoch nur ca. 10 Minuten und nach weiteren 10 Minuten war das Land genauso staub trocken wie davor. Aus Reisegesichtspunkten also überhaupt noch kein Thema.
  • Tierbeobachtungen: Wie oben geschildert hat es wenn dann nur minimal geregnet und somit war die Vegitation immer noch sehr eingeschränkt. Die Tiere mussten auch immer noch zu den Wasserlöchern pilgern und wir haben mehr Tiere gesehen als wir vorher zu träumen wagten.
  • Tageslänge / Sonnenstunden: Als großes Plus dieser Reisezeit nahmen wir die Länge der Tage wahr. So konnten wir sehr viel bei Tageslicht unternehmen oder auch mal eine lange Stecke zurücklegen ohne dann zwangsläufig im Dunkeln kochen und essen zu müssen.
-----
Camera-Ausrüstung:
Auch das war im Vorfled eine knifflige Frage: Wie nah kommen die Tiere wirklich an einen ran usw.
Wir hatten folgendes Equpiment dabei, was für unsere Hobby-Fotografen-Ansprüche völlig ausreichte.
  • Kleine Canon-Kompaktdigicam mit 14x optischem Zoom, vor allem für Schnapsschüsse und Makroaufnahmen super oder auch um mal ein Video zu machen während wir mit der Großen fotografierten.
  • Pentax K30 Spiegelreflex-Kamera mit
    • 18-55 (staubdicht für Dünnenwanderungen und -besteigungen),
    • 18-250 als Reisezoom immer drauf
    • 70-300 (war fast nur im Etosha im Einsatz, hätte evtl. auch zu Hause bleiben können)
  • Cullmann NANOMAX 200T CB5.1 Reisestativ mit Kugelkopf
-----
Fahrzeugwahl: 2x4 vs. 4x4, Heck-Schlafkabine, Toyota Condor Minicamper
Auch ein wichtiges Thema in der Vorbereitung. Da es unser erstes Mal war, fehlt uns natürlich ein Vergleich, weshalb wir nur kurz die Tauglichkeit unseres Toyota Condor Minicamper bewerten können.
Für unsere Tour war der Frontantrieb völlig ausreichend. Wenn wir nicht ganz sicher waren ob eine Strecke mit 2x4 befahrbar ist, haben wir vorab gefragt und eigentlich immer grünes Licht bekommen, sodass wir alle Strecken fahren konnten, die wir vor hatten. Nur der Hauptdrive im Buffalo Game Park wurde von der Parkverwaltung als kritisch für 2x4 bezeichnet und er wurde kurz vor der Grenze zu Botswana auch kritisch 🤨 aber stecken geblieben sind wir zum Glück nicht. Für eine mögliche zweite Tour würden wir wahrscheinlich zu einem 4WD tendieren, um im nächsten Schritt auch etwas abgelegenere Ziele erreichen zu können.
Die Variante mit der Heck-Schlafkabine hat super funktioniert. Das Schlafgemach musste weder ab- noch aufgebaut werden, so waren wir abends ohne große Mühen im Bett und morgens recht schnell auf der Piste. Sämtliche Vorräte und Utensilien waren unter der Schlaffläche in Kisten und Plastiktaschen untergebracht. Da man nur einen Teil einsehen kann und nicht an alle Stücke unabhängig voneinander rankommt, braucht es ein zwei Tage bis man ein gewisses System hat, um zu vermeiden, dass man jedes Mal alles ausladen muss, nur weil man Lust auf einen Keks hat 😛 . Aber wie gesagt nach kurzer Zeit kann man gut einschätzen, was man im weiteren Verlauf am ehesten braucht oder nicht braucht und entsprechend packen.
Ein weiterer Vorzug der Liegefläche ist, dass man diese auch super als Foto-Plattform nutzen kann. Gerade an den Wasserlöchern, an dem man eine Weile verbringt und es meist nur eine gute Seite gibt, war das super. Wir haben dann das Fahrzeug mit dem Fahrerfenster zum Wasserloch geparkt, so dass der Fahrer eine gute Sicht hatte. Der Beifahrer ist dann im Fahrzeug nach hinten geklettert, hat es sich liegend gemütlich gemacht, Seitenfenster auf und los gehts. Gerade bei Teleaufnahmen war das super, da man die Kamera in der liegenden Position sehr gut abstützen und ruhig halten konnte.
-----

Vorausbuchungen und -planungen:
Im Allgemeinen waren wir wohl eher spät dran. Ungefähr 3 Monate vor Abflug sind wir überhaupt erst auf Namibia gekommen und ca. 2 Monate vor Ankunft haben wir mit der genaueren Planung begonnen. Trotzdem hat alles noch geklappt, was evtl. auch daran lag, dass wir nicht mehr in die absolute High-Season gefallen sind.
Aus unserer Sicht gibt für die es drei Haupt-Engpässe, die man beachten muss und irgendwie möglichst gleichzeitig festlegen muss:
  1. Fahrzeug: Ohne Auto kein Camping-Urlaub. Ohne eine Fahrzeugbuchung hinzufliegen wäre wohl recht fahrlässig. Wir waren hier schon recht knapp dran, hatten mit bestimmt 10 Anbietern Kontakt aufgenommen und ca. die Hälfte war für unsere Zeit bereits völlig ausgebucht.
  2. Flüge: Einen Flug findet man zwar bestimmt auch noch ein paar Tage vorher, aber auch hier ist es von Nachteil, dass die Liste der Airlines die Windhoek anfliegen eher kurz ist. Auch hier waren wir bereits etwas knapp dran, sodass die günstigen Kontingente von South African Airlines bereits lange vergriffen waren. Im Endeffekt mussten wir dann einen 3-Stopp-Flug nehmen für 900 EUR. Das war zwar nicht ideal aber auch nicht das Ende der Welt.
  3. NP-Campsites: Auch die Camps in den beliebten Nationalparks (Etosha und Sossusvlei) waren 1,5 Monate vorher z.T. schon ausgebucht. Also auch hier lohnt es sich frühzeitig seinen Platz zu sichern. Alle anderen Orte/Camps waren in unserer Reisezeit recht unkritisch. Empfehlenswert ist es evtl. noch die erste Nacht zu buchen aber alles weitere würden wir in Zukunft eher vor Ort machen, da eine bestehende Buchung eher einschränkt.
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2014
Themenstarter56 Beiträge · seit 201302. Jan. 2014 · #5
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Tag 0 – 27.10.2013 – Anreise: München -> London -> Johannesburg -> Windhoek
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Da uns das Direktflugangebot von Air-Namibia zu teuer war, haben wir uns für einen günstigeren Drei-Stopp-Flug mit Britisch Airways entschieden. Die Transitzeit lag deshalb bei ca. 21 Stunden was aber noch ok war. Wir konnten zum Glück ganz gut im Flugzeug schlafen und die restliche Zeit verbrachten wir damit unsere Reiseplan zu verfeinern und uns einfach auf das zu freuen was vor uns lag. Auch die Befürchtung, dass unser Gepäck durch das viele Umsteigen nicht gleichzeitig nach Windhoek kommt, war zum Glück unbegründet. 😗

Unseren Toyota Condor wollten wir bei Ankunft direkt in bar bezahlen. Um diesen großen Betrag nicht zu den ungünstigen Kursen und Gebühren der lokalen Wechselstuben tauschen zu müssen, wollten wir das Umsteigen in Johannesburg nutzen um dort schon einmal die Tageslimits an den südafrikanischen Geldautomaten auszunutzen. Die Idee war grundsätzlich ganz gut, allerdings mussten wir feststellen, dass im Abflugbereich keine Geldautomaten waren. Um wieder in den Ankunftsbereich zu kommen musste Einer wieder in der entgegengesetzten Richtung durch unzählige Schalter und Checkpoints, durch die Arrival-Kontollen, die Geldautomaten finden, Geld abheben, wieder durch die ganzen Departure-Kontorollen und schließlich zum Gate sprinten. 🙄

Wie ihr euch aus der Aufzählung wahrscheinlich schon denken könnt, hat es zeitlich gerade noch geklappt wieder rechtzeitig am Abflug-Gate anzukommen, wo das Boarding bereits begonnen hatte und eine etwas nervös gewordene Freundin schon ungeduldig Ausschau hielt. 😊

Aber es hat ja geklappt und die Aktion sollte uns dann auch eine lange Schlange bei der Ankunft in Windhoek ersparen.
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 02. Jan. 2014
Themenstarter56 Beiträge · seit 201302. Jan. 2014 · #6
-----------------
Tag 1 – 28.10.2013 - Windhoek -> Lake Oanob (Rehoboth)
-----------------

Am überschaubaren Flughafen in Windhoek angekommen erwartete uns die Wärme Afrikas und das Urlaubs- und Abenteuerfieber stieg deutlich an. Die Einreiseformalitäten zogen sich etwas hin aber alles weitere lief dann reibungslos. Norbert von Pegasus Rentals erwartete uns schon mit einem netten Touri-Namensschild, wir besorgten noch schnell eine MTC-Prepaid-Karte fürs Handy und dann ging es ab nach Windhoek. JUHU 😄

Die Fahrt war schon eine tolle Einstimmung auf das was noch kommen sollte. Unser Blick schweifte das erste Mal über die Weite der Landschaft, am Wegesrand waren Affen und Warzenschweine zu sehen und unser Fahrer teilte unentwegt persönliche und historische Geschichten der letzten namibischen Jahrzehnte. In Windhoek erledigten wir den Papierkram und erhielten noch eine kleine aber feine Tourenberatung. Hierbei bemerkte die liebe Julia, dass sie ihren deutschen Führerschein zu Hause vergessen und nur den Internationalen mitgenommen hatte. Das war zwar zuerst ein Schock aber im weiteren Verlauf der Reise kein Problem, da in den späteren Polizeikontrollen keiner so genau hinsah.

Dann gab es noch eine Einweisung in unser mobiles Schlafzimmer für die nächsten drei Wochen: Verriegelung, Ersatzreifen, Bordwerkzeug, Gasflasche….

Und dann konnte es endlich losgehen, also ab hinters Steuer, nochmal tief durchatmen und dreimal "Linksverkehr, Linksverkehr, Linksverkehr" sagen und LOS. 🤪

Nächster Stopp: Vorräte für die nächste Woche einkaufen. Der erste Supermarkt hatte gleich mal geschlossen wegen Stromausfall. Beim nächsten hatten wir dann mehr Glück und wenig später befanden wird uns gut beladen endlich auf unserer ersten Etappe zum Lake Oanob.
Es wurde auch langsam Zeit, da es nicht mehr lange bis zur Dämmerung war. 😕

Als wir am Lake Oanob ankamen war es schon dunkel geworden und der freundlichen Nachwächter zeigte uns zwei Campsites, wir entschieden uns für die „Barakah“, da hier die Hütte ein kleines Dachgeschoss hatte, in dem man übernachten konnte. Also noch schnell die Matratze vom Auto in die Hütte, Moskitonetz aufhängen und dann lagen wir auch schon in unseren Schlafsäcken und lauschten den Grillen und Fröschen Afrikas, welche uns schnell in einen tiefen Schlaf fallen ließen.
Jetzt waren wir wirklich angekommen im Urlaub und in Afrika… 😁
h3f7960d.JPG
Campsite „Barakah“ am Lake Oanob
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
Themenstarter56 Beiträge · seit 201303. Jan. 2014 · #7
-----
Tag 2 – 29.10.2013 – Lake Oanob (Rehoboth) -> Farm Tiras
-----

Nach einer erholsamen Nacht mussten wir uns beim Aufwachen erst einmal gegenseitig kneifen "Wir sind tatsächlich in Afrika". Das erste Frühstück genossen wir auf der Terrasse mit wunderbaren Ausblick auf den See.
h2224335.JPG
Ausblick auf den Lake Oanob

Danach überlegten wir uns ein System für Taschen und Kisten und richteten uns den Camper ein. Wir waren noch nicht ganz aus dem Park, da entdeckten wir im Augenwinkel plötzlich etwas großes gelb-braun-schwarz geflecktes. "Schau mal eine Giraffe, äääähhhh, SCHAU MAL EINE GIRAFFE" Oh Mann waren wir aus dem Häuschen. Einige Zebras die eine Etage tiefer erschienen, waren dann noch das Sahnehäubchen.
h27647bd.JPG
Unsere erste Giraffe beim Lake Oanob

Wir konnten uns nur schwer von den Tieren losreißen aber wir hatten uns eine lange Stecke für den heutigen Tag vorgenommen und so fuhren wir schließlich auf die C21 bis Maltahöhe und dann weiter über die C14 nach Helmerigshausen, hier entdeckten wir auch schon einige Oryx und Springböcke. Beim fotografieren hatten wir noch nicht ganz so viel Glück, da die Tiere sehr scheu waren.
hb9ce2a8.JPG
Unsere ersten Springböcke

Die Landschaft war sehr weit und schön und ließ uns im nu alle Sorgen des zu Hause gebliebenen Alltags vergessen. Wir waren so hypnotisiert, dass wir in Helmeringshausen irgendwie die Abzweigung auf die C13 verpassten und stattdessen auf der C14 landeten und dies auch erst mal nicht bemerkten. Erst viele Kilometer später kam es uns etwas komisch vor und checkten gleichen nochmal die Karte und Schilder ab. "MIST" 😣
h31c8c24.JPG
Webervogelnest in der Dämmerung

Also umdrehen und wieder zurück. Als Abkürzung bogen wir dann auf die schwer befahrbare D425 ein, auf der wir nur recht langsam vorankamen. Die Sonne sank auch schon langsam tiefer und wir mussten einsehen, dass wir es nicht mehr bis nach Koiimasis schaffen werden. Also steuerten wir die nächste Gästefarm Tiras an, welche wir erst im Dunkeln erreichten. Hier gab es von den sehr netten Besitzern (zu Recht!) erst mal eine Standpauke da wir im Dunkeln unterwegs waren. Anschließend versorgten sie uns noch mit Feuerholz. Nach einem herzhaften Abendessen zogen wir uns in den Condor zurück.
ha0def44.JPG
Flusslauf im namibischen Irgendwo 😛
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 03. Jan. 2014
Themenstarter56 Beiträge · seit 201303. Jan. 2014 · #8
-----
Tag 3 – 30.10.2013 – Tiras -> D707 -> Koiimasis
-----

Die Sonne weckte uns am frühen Morgen nach einer etwas unruhigen weil zum Teil sehr windigen Nacht, als wir die Vorhänge etwas zurückzogen, sahen wir zum ersten Mal wo wir gestern überhaupt gelandet waren. Und was wir sahen gefiel uns sehr gut: Der Campingplatz lag auf einer kleinen Anhöhe sodass wir einen wunderbaren Ausblick auf die umgebende Weite geniessen konnten:
h6f09fe9.JPGh10d7345.JPG
Landschaft um die Gästefarm Tiras

Nach einem guten Frühstück bei schönem Ausblick hieß es dann aber wieder "Let´s hit the road"

Nach kurzer Zeit erreichten wir die Abfahrt in die D707, welche wir am Tag zuvor eigentlich auf dem Plan hatten. Aber nun hatten wir wenigstens keine Eile mehr und so genoßen wir diese traumhafte Strecke zwischen Tirasbergen und Namibwüste.
he811815.JPG
D707 - It´s a long but beautiful way
h3430fda_2014-01-03.JPG
D707 - Oryx beim Frühstück
h2abc032.JPG
D707 - Strecke am Rande der Namib

Wir haben uns viel Zeit für die Strecke gelassen, sodass wir erst gegen Mittag in Koiimasis eintrafen. Dort wurden wir zuerst von einer Herde Strauße und wenig später von der netten Gastgeberin begrüßt, welche uns riet am Nachmittag erstmal zu relaxen und in den späten Nachmittagsstunden eine Sunset-Wanderung über das Farmgelände zu machen.

Der Campingplatz war in traumhafter Lage, gut ausgestattet und liebevoll angelegt. Es freute uns sehr, das wir hier sogar Köcherbäume auf dem Campinggelände fanden.
he8dac52.JPG
Campingplatz der Koiimasis Farm
h01dcc10.JPG
Junger Köcherbaum auf der Farm

Während Julia die heißen Nachmittagsstunden im Schatten mit einem guten Buch verbrachte, zog ich los um die Gegend zu erkunden. Auf einer kleinen Wanderung durch die nähere Umgebung, fiel mir ein stattlicher Klippschliefer auf, der hoch oben auf dem höchsten Stein in der Sonne thronte. Aus diesem Grund war klar, dass es sich um den König der Klippschliefer handeln musste. 😉 Der König verschwand jedoch sehr schnell als eine Fotolinse auf ihn gerichtet wurde. Nach einem längeren Katz und Maus Spiel gelang es mir schließlich doch noch ein Bild von dem scheuen Burschen zu machen:
h028ce26.JPG
Der König der Klippschliefer aka Klippschiffer 😛

Am späten Nachmittag brachen wir dann wie empfohlen zu der Wanderung über das Farmgelände auf. Auf einem ausgeschliderten Weg kamen wir zuerst an allerlei großen und kleinen Vögeln vorbei.
h8203b3f.JPG
Königin Strauß der Koiimasis Farm

Zum Sonnenuntergang bestiegen wir einen kleinen Hügel auf dem zu unserer großen Freude einige Köcherbäume zu finden waren, welche uns einen unvergesslichen Sunset bescherten.
h77de006.JPGhe2c60ca.JPG
Köcherbäume im Sonnenuntergang

Kaum war die Sonne weg wurde es sehr kalt und windig. Zu unserem Glück nahm uns eine weitere Gruppe auf der Ladefläche Ihres Pick-ups mit zurück zum Camp. (Vielen Dank noch einmal hierfür an die Unbekannten!)
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2014
Themenstarter56 Beiträge · seit 201303. Jan. 2014 · #9
-----
Tag 4 – 31.12.2013 – Koiimasis -> Sossusvlei
-----

Ganz nach dem Sprichwort "Der frühe Vogel fängt den Springbock", machten wir uns früh morgens auf, in der Hoffung ein paar Tiere zu erblicken. Wir mussten auch nicht weit gehen um die ersten kleinen Springbockgruppen zu erblicken. Es war jedoch schwierig näher ranzukommen. Wir versuchten verschiedene Anpirschmethoden, aber es wurde klar, dass die Springböcke unsere Tarnung stets durchschauten und den Abstand aufrecht erhielten. Naja auch wenns nicht wirklich geklappt hat, Spaß hat uns die Pirsch auf jeden Fall gemacht. 🙂

Und als wir zurück zum Auto kamen wartete noch eine schöne Überraschung auf uns. Direkt über unserem Campingplatz hatte sich eine ganze Großfamilie Klippschliefer zum morgendlichen Sonnenbad eingefunden. Und ganz im Gegensatz zum scheuen Vertreter von gestern, hatten diese Artgenossen nicht das Geringste dagegen einzuwenden Modell zu stehen.
h96241fe.JPG
Klippschliefer beim Sonnenbad
hdfe7101.JPG
Familienporträt

Nach einem guten Früstück hieß es dann leider Abschied nehmen von Koiimasis. Der weitere Verlauf der D707 stand dem ersten Stück in Sachen Schönheit und Faszination in nichts nach.
h42c9e8e.JPG
D707 - Schakale am Wegesrand
h6251d31.JPG
D707 - Unendliche schöne Weite
h2d33858.JPG
D707 - Oryx bei der Siesta

Das nächste Ziel war das Sesriem Camp im Sossusvlei Park. Dort angekommen war es im ersten Moment direkt ungewohnt plötzlich wieder soviele Menschen zu sehen. Die Formalitäten rund um Camp und Permit funktionierten reibungslos. Der Stellplatz und das Camp war ganz ok aber nichts besonderes, aber deswegen waren wir ja auch nicht hier. Zum Sonnenuntergang sind wir dann noch zur Dünne 45 gefahren. Auch wenn es eine etwas ausgetretene Tourisache ist, schön ist es trotzdem 🙂
h37b4677.JPGh21bb57f.JPGhcc806b9.JPG
Dune 45

Nach Sunset gings zurück zum Camp und ab ins Bett, schließlich wollten wir am nächsten morgen wie alle anderen braven Touristen in aller Hergottsfrühe am Gate stehen um zum Sonnenaufgang wieder auf die Düne zu steigen. 😗
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2014
2'097 Beiträge · seit 200603. Jan. 2014 · #10
Hallo Becksboy,

wir können gut nachvollziehen, wie begeistert ihr über eure erste Giraffe, die ersten Springböcke und Co. wart. Uns ging es genauso. Außerdem habt ihr mit den Farmen Tiras und Koiimasis zwei tolle Fleckchen Landschaft erwischt. Die Tourisenmassen im Sossousvlei sind nach den einsamen Straßen auch immer wieder befremdlich für uns. Aber wir gehören ja auch dazu.
Sag, du bist dir schon im Klaren, dass die Tiere Klippschliefer heißen?! 🤨
Obwohl dein Name auch gut passen würde, so wie die Felsen-Toiletten teilweise aussehen. 😄

Dann fahrt mal schön vorsichtig weiter.
Danke für deinen Bericht.
Ruth und Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter56 Beiträge · seit 201304. Jan. 2014 · #11
Hey Eulenmuckels,

vielen Dank für euren Eintrag, wir haben lang und herzlich gelacht: 😄 🤪 😄
Eulenmuckel schrieb:Hallo Becksboy,
Sag, du bist dir schon im Klaren, dass die Tiere Klippschliefer heißen?! 🤨
Obwohl dein Name auch gut passen würde, so wie die Felsen-Toiletten teilweise aussehen. 😄
Irgendwann waren wir uns schon mal im Klaren das diese kleinen Pelzknäule "Klippschliefer" heißen. Aber während unserer Reise hat sich mal einer von uns versprochen und seit dem hießen die bei uns "Klippschiffer". Und so hat diese Bezeichnung gestern auch unterbewusst den Weg in unseren Reisebericht gefunden.

Um die Ehre der Tiere wieder herzustellen, habe ich diesen Fauxpax natürlich sofort korrigiert. 😛
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
Themenstarter56 Beiträge · seit 201304. Jan. 2014 · #12
------
Tag 5 – 1.11.2013 – Sossuslvei – Swakopmund
------

Dieser Tag begann früh für uns, sehr früh, eigentlich viel zu früh für einen Urlaubstag. Um 4:45h klingelte der Wecker, kurz umziehen und frischmachen und dann ab zum Tor, wo wir tatsächlich die zweiten in der Schlange waren. Das Gate ging pünktlich auf und wir fuhren los. Da der Tag immer noch erwachte, die Sicht eingeschränkt war und einige Tiere unterwegs waren, waren die erlaubten 60 km/h das absolute Maximum für uns. Andere Fahrzeuge (u.a. auch die offiziellen NWR-Jeeps 😠 ) nahmen es nicht ganz so genau und verwechselten das Ganze mit einem Rennen. An der Düne 45 kamen wir jedoch auch mit normaler Geschwindigkeit an und auch den Aufstieg schafften wir ohne Probleme bevor der rote Ball über den Horizont stieg.

Also: Kein Grund zum rasen!!! Lasst euch nicht von der Hektik anstecken, ihr verpasst auch so nichts.

Der Aufstieg zur Düne war über den Kamm gut machbar. Oben haben wir uns dann ein schönes Plätzchen gesucht und das Naturschauspiel erwartet.
hf1028d2.JPG
Dune 45 - Sunrise - Der Aufstieg - Puuhh 😗
h8804a75.JPG
Dune 45 - Sunrise - Der Anblick - Ooohhh 😮
hfc4a8f2.JPG
Dune 45 - Sunrise - Der Abstieg - Juuhuu 😁

Nachdem Abstieg gings gemächlich weiter zum 2x4 Parkplatz, wo für uns und unseren Toyota Condor Endstation war. Die 4x4 Shuttles warteten bereits und so waren wir wenige Minuten später schon wieder unterwegs zum Dead Vlei Park. Auch hier mussten wir erstmal den Kamm einer großen Dünne besteigen und wurden mit beeindruckenden Bildern belohnt.
h7266bf8.JPGh7595e84.JPGhfd4ebaf.JPG
Sossuslvei - Dead Vlei Park

Nachdem wir im Dead Vlei Brotzeit gemacht hatten, gings zurück zur Haltestelle und per Shuttle weiter zum Sossuslvei. Die großen Dünen waren zwar beeindruckend aber die Farben nicht ganz so schön wie im Dead Vlei, was auch daran gelegen haben kann, das die Sonne bereits hoch am Himmel stand. So haben wir uns noch im Sand verewigt 😛 und sind dann durch den Wüstensand zurück zum Dead Vlei gewandert und per Shuttle zurück zu unserem Condor.
h741b755.JPG
Den Nachmittag haben wir damit verbracht die gut 400 km von Sesriem nach Swakopmund zurück zulegen. Bei Solitare gab es einen kurzen Boxenstopp: Sprit für den Condor, Feuerholz für den Abend und lecker Apfelkuchen für die Abenteurer 🙂

Wir wollen schon fast wieder ins Auto steigen als wir eine kleine Gruppe Erdhörnchen (nicht Erdmännchen, also kein Surikate 😛 ) entdeckten.
hdb6b161.JPG
Erdhörnchen, auch (Kap-)Borstenhörnchen (Ground Squirrel) 😛

Auf der Fahrt hatten wir noch die Aktivitäten für die nächsten beiden Tage organisiert. Morgen gings mit Levotours auf eine Dolphin-Cruise und übermorgen mit Chirs von Living Desert Namibia auf die Little-Five-Dünentour.

Die Fahrt nach Swakopmund zog sich ganz schön hin und die Straße war auch nicht immer die Beste. Aber wir sind ganz gut durchgekommen und waren am späten Nachmittag in Swakop wo wir uns in der Alten Brücke einquartierten.
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2014
Themenstarter56 Beiträge · seit 201304. Jan. 2014 · #13
-----
Tag 6 – 2.11.2013 – Swakopmund - Walvis Bay
-----

Heute stand eine Dolphin Cruise mit Levo Tours auf dem Programm. Wir freuten uns schon darauf nachdem vielen Sand und Staub einen Vormittag auf dem Wasser zu verbringen. Morgens um 8 wurden wir bei unserem Camp abgeholt und nach Walvis Bay zur Bootsanlegestelle gebracht. In einer kleinen bunten Gruppe von 15 Leuten ging es kurze Zeit später los. Die Cruise war ganz nett und wir bekammen eine Menge Pelikane und Robben zu Gesicht. Die Robben kamen sogar an Bord und ließen sich streicheln.
h23c3e70.JPG
Blinder Passagier auf der Cruise 😉
h0f19e92.JPG
Namibian Airforce

Auf dem Weg zu einer nahe gelegenen Robbenkolonie hatten wir dann doch noch etwas Glück mit den Delphinen.
hfc98621.JPG
Robbenkolonie vor Walvis Bay

Allerdings mussten wir erkennen, dass Delphine sehen und Delphine fotografieren zwei Paar Schuhe sind. 😕
Naja ein wenig haben wir sie dann doch erwischt.
h2bdc56a.JPG
Delphine!!! 😄

Zum Ende der Cruise gabe es dann noch das obligatorische Austern-Buffet, was nett gemacht und durchaus schmackhaft war.

Am frühen Nachmittag waren wir dann wieder zurück in Swakop. Den restlichen Tag wollten wir mit einem Stadtbummel verbringen, was allerdings nichts wurde, da am Wochenende nahezu alles zu hatte. So gabs nur eine Runde Kaffee und Kuchen und auf dem Rückweg zu unserem Quartier noch die ersten Souveniers: 3 Makalani Nüsse für die Zuhausgebliebenen.
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2014
1'127 Beiträge · seit 201104. Jan. 2014 · #14
Hallo Becksboy,

da wir im September/Oktober zumindest teilweise ähnliche Ziele wie ihr habt, habe ich vorab in Eurem Condor Platz genommen und hole mir schon einmal ein wenig Appetit 😄 😉 .

Sehr schöne Fotos von Koiimassis und vom Sossusvlei, die steigern auf jeden Fall meine Vorfreude 😎 .

Viele Grüße

Susi

PS: Euer Erdmännchen ist übrigens ein Erdhörnchen 😉
Reisebericht SA 2013 Viel Krüger und noch'n bisschen was anderes Reisebericht SA 2014
Themenstarter56 Beiträge · seit 201304. Jan. 2014 · #15
-----
Tag 7 – 3.11.2013 – Swakopmund - Living Desert Tour -> Mowani
-----

Ein neuer Tag, eine neue Tour. Diesmal wurden wir um 8 Uhr morgens von Douglas abgeholt. Wir trafen uns mit zwei weiteren Jeeps und dann gings in die Dünen. Zum Beginn der Tour gabs dann erstmal eine super Einführung von Chris. Über die Eigenschaften der Dünen, Müseli und Bockwurst der Dünen und natürlich das Leben in den Dünen.
hd473e88.JPG
Dünen - Lehrstunde ala Chris - Noch Fragen?

Chris brachte aber auch kritische Themen zur Sprache wie z.B. die zunehmende und irreparable Schädigung der Wüstenoberfläche durch Quad-Bikes und Offroad-Fahrer. Dem Mann liegt die Wüste wirklich am Herzen und seine Überzeugung ist wirklich sehr bewundernswert.

Anschließend gings mit den Jeeps über Stock und Stein oder eher Sand und Düne und die drei Guides schwärmten immer wieder aus und fanden allerlei beeindruckende Tiere in der eigentlich so unwirtlich und lebensfeindlich wirkenden Landschaft.
h5aad41c.JPGh2483a7a.JPG
Wüsten-Gecko
he578460.JPG
Tanzende nachtaktive Albino-Spinne
hc2088da.JPGh2bd99b6.jpg
Sand Viper
h4fb0d06.JPGh4e98c7d.JPG
Chamäleon
h515e75d.JPG
Wie schön Sand sein kann...

Die Tour war wirklich super und können sie mit gutem Gewissem jeden empfehlen, der die Gelegenheit hat.

Am Ende wurden wir dann wieder in unser Camp gebracht und da wir am Nachmittag des vorherigen Tages schon alles in der Stadt abgegrast haben, die Vorratsboxen und Tanks aufgefüllt waren, beschlossen wir wieder aufzubrechen. Unser Ziel war die Campsite Mowani, da wir hiervon sehr viel Gutes gehört haben. Die Fahrt der gut 350 km nahm den ganzen Nachmittag in Anspruch. Die Landschaft war jedoch durchaus reizvoll und die Streckenführung recht kurzweilig.

An der Campsite angekommen waren wir erstmal überrascht von den Preisen. Die Camping-Rate lag bei 180 N$ p.P. und damit weit über allem was wir bisher gezahlt hatten. Nach einigem hin und her willigten wir schließlich ein. Die Campingplätze waren sehr schön angelegt und über Camp und Service wurde hier im Forum sehr gut berichtet. Außerdem wollten wir nach einem Fahrnachmittag nicht unbedingt wieder ins Auto steigen und einen anderen Platz suchen.

So machten wir es uns gemütlich und genoßen Abends ein Lagerfeuer und eine sternenklare Nacht.

PS: Beim nächsten Mal würden wir einen anderen Platz in der Gegend ansteuern. Die Plätze sind zwar wirklich sehr schön angelegt aber von einem besonderen Service haben wir nichts mitbekommen. Die Toilette war ohne Papier, der Donkey ohne Holz und auf Nachfrage ob geführte oder eigene Aktivitäten möglich sind wurde uns an der Rezeption durch die Blume klar gemacht das diese den Lodge-Gästen vorbehalten sind. Alles in allem ist der verhältnismäßig sehr hohe Preis aus unserer Sicht also nicht gerechtfertigt.
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2014
Themenstarter56 Beiträge · seit 201305. Jan. 2014 · #16
-----
Tag 8 – 4.11.2013 – Organ Pipes, Burnt Mountain, Damara Living Museum, Twyfelfontein
-----

Morgens waren wir uneins über den Zeitpunkt des Aufstehens und so ist einer schon mal los die Gegend erkunden und eine ist noch liegen geblieben. Es war morgens bereits richtig warm und bei einer kleinen Kletterpartie die großen Felsbrocken hinter dem Camp hoch wurde es in der Sonne schnell heiß.

Dafür wurde man unterwegs durch die ein oder andere Eidechse überrascht und ganz oben mit einem herrlichen Ausblick über das weite Land belohnt. 😎
h238a2bb.JPG
Bilderrätsel 1: Wo ist das Tier?
hf5538c0.JPG
Bilderrätsel 2: Wo ist der Camper?

Nach einem herzhaften Frühstück war die Sonne deutlich geklettert und die Temperaturen auch. Wir hatten keinen Thermometer bei uns aber würden schätzen, dass es mehr als 35°C waren. Im gleichen Maße nahm auch die Fliegenmenge stetig zu und unsere Motivation etwas zu unternehmen ab.

Aber wir konnten uns dann doch noch aufraffen ins Auto zu steigen und die Sehenswüdigkeiten der Umgebung zu erkunden. Es war allerdins mehr eine Art Abhaken zum einen weil uns die Orte nicht so richtig faszinierten zum anderen aber wohl auch, da wir mit Hitze, Schweiß und Fliegen zu kämpfen hatten.

Zuerst steuerten wir die Orgelpfeifen und den Burnt Mountain an, wo wir jeweils ein paar Schritte gingen und ein paar Fotos machten.
h46f1f52.JPG
Burnt Mountain Busch: Weiß auf Schwarz

Wir beschlossen den Besuch von Twyfelfontein auf den späten Nachmittag zu verschieben, in der Hoffnung, dass es etwas abkühlt. Auf dem Rückweg zu Mowani kamen wir dann noch einmal am Damara Living Museum vorbei und entschieden uns spontan für einen Besuch. Ein junger Stammesangehöriger führte uns in sehr gutem und durchaus eloquentem Englisch durch das kleine Dorf und erklärte verschiedene Techniken, Hilfmittel ung Gebräuche. Auch wenn uns klar war, dass das ganze nur eine Touri-Show ist, war es doch sehr, sehr interessant und nett gestaltet und wir waren vom Besuch sehr positiv überrascht.
h3d59305.JPG
Damara Brett- ähm ich meine Bodenspiel

Anschließend ging es dann zurück zum Camp wo wir uns einen fliegensicheren und sonnengeschützten Platz zum relaxen, lesen und dösen einrichteten.
h71f1df7.JPG
Obwohl es nicht wirklich kühler geworden war, rafften wir uns am späten Nachmittag doch noch einmal auf um Twyfelfontein zu besuchen. Dort angekommen wurde uns erst einmal klar das die Anlage unabhängig von der Jahreszeit um 17:00 zu machte und wir nur noch eine stark gekürzte Runde machen konnten.

Das war recht schade da die Felsgravuren und die dazugehörigen Erzählungen, der freundlichen und sympatischen Führerin, wirklich sehr interessant waren und wir gerne noch ein wenig mehr auf Entdeckungsreise gegangen wären.
h820e4a1.JPGhe93b7b4.JPG
Felsgravuren von Twyfelfontein

Zurück im Camp wurde es dann endlich etwas kühler und die sinkende Sonne brachte die Felsen ringsum zum leuchten.
ha004880.JPG
Mowani Camp site

Schließlich wurde es dunkel und wir beschlossen das Nachmittagslager auch für die Nacht zu nutzen. Nachdem wir jedoch wiederholt von laut und häßlich blökenden Eseln geweckt wurden und Julia zunehmend Zweifel bekam ob das Lager mit dem Moskitonetz wirklich ausreichend Spinnen-, Eidechsen-, Schlagen-, Esel- und Löwensicher war haben sind wir doch nochmal in den Condor gewechselt. 😐
hbcfc63a.JPG
Nachthimmel bei Mowani
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2014
Themenstarter56 Beiträge · seit 201305. Jan. 2014 · #17
------
Tag 9 – 5.11.2013 – Mowani Campsite -> Buschberg Campsite (nahe Etosha)
------
Nach einer unruhigen Nacht, weil zu heißen Nacht, sagten wir lebwohl zu Mowani und machten uns auf dem Weg zum Etosha. Wir beschlossen auf dem Weg noch der Vingerklip einen Besuch abzustatten und in Outjo Vorrätte aufzufüllen und möglichst na vor den Toren des Ethosa unser Nachtlager aufzuschlagen. Die Temperaturen waren gefühlt bereits wieder jenseits der 35°C, weshalb wir gar nicht so unglücklich waren einen den Großteil des Tages im Auto zu verbringen.

Die Vingerklip lag direkt auf dem Weg und war über die Einfahrt zu einer Farm oder Lodge zu erreichen. Der kurze Rundwanderweg war trotz der Hitze gut machbar und beschehrte eindrucksvolle An- und Ausblicke.
h1b858e6.JPG
Vingerklip

Der Boxenstopp in Outjo bestand erstmal aus zwei ordentlichen und sehr guten Stück Küchen in einem netten Café. In dieser ruhigen Minute organisierten wir auch den Platz für die Nacht, das "Buschberg Camp". Die Einkaufsmöglichkeiten in Outjo waren eher überschaubar, sodass wir im einzigen Supermakrt im wesentlichen Getränke und frisches Obst kauften und froh waren, noch einiges an Vorräten aus Swakop übrig zu haben.

Danach ging es wieder auf die Straße. Zuerst auf einer gut ausgebauten Straße immer nach Norden und dann noch einigen km über eine mäßige Pad zum Buschberg Camp. Die sehr freundliche Gastgeber Familie begrüßte uns herzlich und Bestand darauf den Pool zu öffnen, obwohl wir die einzigen Gäste waren und es seit langem nicht geregnet hatte. Wir gaben unseren Widerstand schnell auf, da wir nach den letzten Tagen uns kaum etwas schöneres als einen kühlen Pool vorstellen konnten.
he767ea7.JPG
Pool der Bushberg Farm

Während wir den Camper parkten, wurden die Wolken am Himmel bereits dichter. Und kaum waren wir 5 min im Pool fing es plötzlich an zu regnen, stark zu regnen. Dann wurde aus dem Regen auch noch Hagel und ein paar Minuten später war das Schauspiel vorbei.

Wir gingen voller Vorfreude auf den Etosha schlafen. Bisher hatten wir bei Tierbeobachtungen nur mäßiges Glück: eine Giraffe am zweiten Tag, eine Handvoll Zebras und sonst nur Spring- und Spießböcke.

So hofften wir darauf im Etosha doch noch Elefanten zu sehen und wer weiß vielleicht sogar ein Nasshorn oder einen Löwen.

Wie sich wenig später zeigte sollte, wird der Park all diese Erwartungen bei weitem übertreffen.
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2014
Themenstarter56 Beiträge · seit 201305. Jan. 2014 · #18
-----
Tag 10 – 6.11.2013 – Buschberg Campsite -> Ethosa Tag 1 - Okaukuejo Camp
-----

Heute war es endlich soweit der Besuch des Etosha stand auf dem Tagesplan. Wir waren schon vor dem Wecker wach und morgens beim zusammenpacken so flink wie selten. Die Strecke vom Buschberg Camp zum Anderson´s Gate war schnell zurückgelegt und die Formalitäten am Gate ebenfalls kein Problem. Wir hatten insgesamt vier Nächte auf den Camingplätzen von Okaukuejo und Halali gebucht (jeweils 2). Der Besitzer der Buschberg Farm hatte uns den Besuch des Omika Wasserlochs direkt hinter dem Gate empfohlen, da Bekannte von Ihm Tags zuvor dort eine Gepardin mit Ihren Jungen gesehen hatte.

Mit der Gepardenfamilie wurde es zwar nichts aber dafür gabs eine Herde Springböcke und einen hübschen Steinbock.
h2328c97.JPG
Springböckli...
h5e53c07.JPG
... und Steinböckli 😣

Nach kurzer Pause ging es weiter über Gaseb, Gemsbokvlakte und Olifantbad nach Aus. Dort waren schon ein paar Fahrzeuge versammelt und kaum kam das Wasserloch in Sicht, schallte ein lautes "ELEFANTEN" durch unsere Fahrerkabine. 🤩 Am Wasserloch war eine kleine Elefantenfamilie beim trinken und baden und wir konnten unser Glück gar nicht fassen.
h31bde8e.JPGh21e31de.JPG
Unsere ersten Elefanten 🤪

Doch plötzlich nahmen die Elefanten eine kreisförmige Verteidigungsposition ein und alle anwesenden Antilopen erstarrten zu Stein. Es dauerte nicht lange da verstanden wir warum: Der König der Tiere betrat die Szenerie und auch wir hielten kurz instinktiv die Luft an.
ha0455ec.JPG
Der König der Tiere

Völlig gelassen und unglaublich majestätisch maschierte er zum Wasserloch, genehmigte sich einige Schlücke, maschierte anschließend auf uns zu und legte sich wenige Meter von uns entfernt unter einen Baum.
h5024777.JPGh032f54b.JPGh8dbcfec.JPG
Löwe am Wasserloch Aus

Doch damit nicht genug. Kaum war der erste zur Ruhe gekommen, betrat das zweite stattliche Männchen die Bühne und das Schauspiel wiederholte sich.
hf00cb52.JPG
Und noch einer

Wir bemerkten dann, dass in den Büschen hinter dem Wasserloch auch noch einige Weibchen hin und her schlichen. Die dargebotenen Bilder waren sehr eindrucksvoll und faszinierend und die Luft mit Spannung geladen. Nach einer ganzen Weile rissen wir uns aber dann doch los und machten uns auf zum Camp, wo wir eigentlich direkt nach passieren des Tores hätten einchecken sollen.

Der weitere Papierkram im Camp lief reibungslos, wir bezahlten unseren Platz und das Permit für die nächsten vier Tage. Den Campingplatz durften wir jedoch noch nicht beziehen, da der Wechsel erst um 14:00 stattfindet. Und so verloren wir keine Zeit und brachen direkt zur nächsten Pirschfahrt auf.

Wir drehten eine kleine Runde um uns von Südosten dem Nebrowni Wasserloch zu nähern. Unterwegs sahen wir noch ein paar schöne Impalas und Zebras.
h3ec9fb3.JPGhd550033.JPG
Als wir uns schließlich dem Wasserloch näherten waren große weiße Gestalten am Horizont auszumachen. Und wenige Meter später war klar, das wir erneut Elefantenglück hatten.
h988108a.JPG
Elefanten bei Nebrowni

Doch dann auch im rechten Augenwinkel bewegte sich etwas mächtiges auf die Straße zu: Ein Nasshorn, und was für eins. Das Nasshorn überquerte die Straße und steuerte geradewegs auf das Wasserloch mit den Elefanten zu. Wo es schließlich trank und unser Glück vollkommen machte.
hebfc28b.JPGh04015bc.JPGhf4723cd.JPGh8ed7631.JPG
Elefanten und Rhino gemeinsam am Wasserloch Nebrowni

Am Abend versuchten wir es dann noch einmal bei Ombika, aber die Gepardenfamilie ließ sich nicht blicken. Wir waren aber nicht groß enttäuscht, schließlich hatten wir einen super ersten Tag und so fuhren wir vergnügt zum Camp zurück.

Nachdem wir unseren Campingplatz bezogen und etwas gegessen hatten, besuchten wir abends noch das beleuchtete Wasserloch des Okaukuejo Camps. Bei einem kühlen Bier blickten wir auf das schwarze Wasser und wurden nach nur kurzer Wartezeit mit einer Rhinofamilie belohnt.
h2fd721b.JPGhf7f6571.JPG
Rhinofamilie am Okaukuejo Wasserloch

Zufrieden und glücklich gingen wir anschließend schlafen und dachten nur "Was für ein Tag". Wir ahnten ja schließlich nicht, dass es noch besser kommen sollte... 🙂
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2014
Themenstarter56 Beiträge · seit 201305. Jan. 2014 · #20
Liebe Mitfahrenden,

wir freuen uns sehr über jeden Beitrag und jedes "Danke". 🙂

Zu Euren Antworten:

@Susi65:

Die korrekte Anwendung der richtigen Tierbezeichnungen ist bei uns in jedem Fall noch ausbaufähig. 🙁
Zuerst haben wir aus einem Klippschliefer einern Klippschiffer gemacht und jetzt auch noch aus einem Erdhörnchen ein Erdmännchen. Tja ich befürchte wir müssen nochmal nach Namibia zum Nachsitzen 😁

@Mickey-BGL:
Willkommen an Bord. Beim schreiben des Reiseberichts würden wir selbst am liebsten wieder mit der Plannung anfangen. Du wirst sicher eine unvergessliche Zeit in Namibia haben.

So und jetzt werden wir nochmal in die Tasten hauen und vom zweiten Etoscha Tag berichten.

Schnallt euch an und los gehts....
Check this out: "N-Rookies: Reisebericht Namibia-Tour 2013" BOTSWANNA 2014 - PLANNUNG