----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Tipps für Erstlinge - Häufige Fragen - Frequently asked questions - FAQ ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hier möchten wir parallel zum schreiben unseres Reiseberichtes noch ein paar Tipps zusammenfassen. Fragen die uns im Vorfeld der Reise viel beschäftigt haben, sowie Dinge die gut oder eben auch nicht so gut funktioniert haben.
Wir werden diesen Beitrage dann nach und nach aktualisieren, so wie uns die Punkte einfallen....
-----
Tipps für die Packliste:Zusätzlich zur Standardausrüstung fanden wir folgende Dinge noch sehr nützlich.
- großes, quaderförmides Moskitonetz: Für das spontane Lage im freien oder auch als Autoüberwurf um alle Fenster beim Schlafen öffnen zu können.
- kleiner Spannungswandler: Um zumindestens Kameraakkus und Lampen während der Autofahrt laden zu können. Bei weitem nicht alle Campingplätze hatten Steckdosen.
- MP3-Musiksammlung: Da unser Fahrzeug laut Beschreibung einen CD-Player hat, haben wir zuhause noch eine kleine Auswahl an CD´s gebrannt. Das hat leider gar nichts gebracht, denn erstens hat der CD-Player vom Start weg keine gebrannten CDs geschluckt und er hätte spätestens bei den Buckelpisten nichts mehr wiedergegeben. Deshalb besser ein altes Handy mit MP3-Player und Lautsprecher Funktion.
- Küchenausstattung: Vorher die Ausstattungsliste des Fahrzeuges genauch checken und nützliches gleich von zu Hause mitbringen. Bei uns waren folgende Dinge sinnvoll: Zweiter Gas-Kocher, Thermoskanne (hält Getränke auch kalt), Schneidebrett, Schneidemesser, Tupperdosen, Trinkflaschen.
- Flip-Flops: Der ein oder andere wird hier vielleicht sagen, das die doch wohl zu Standardausrüstung gehören. Bei uns wären sie aber wegen der ganzen Hinweise aus Skorpione usw. fast zu Hause geblieben, was im Nachhinein ein böser fehler gewesen wäre.
- Plastiktaschen / Staubtaschen: Möglichst flexibel, leicht und robust (z.B. http://www.amazon.de/gp/product/B005CQC0VY/ref=oh_details_o08_s00_i00?ie=UTF8&psc=1). Schützen zuverlässig vor Staub und erleichtern auch das allgemeine Ordnung halten und tägliche entpacken und packen enorm. Das Hauptgepack der Anreise (z.B. Schalen-Koffer) kann dann getrost bei der Autovermietung gelassen werden, da dieses im Camper nur stören würde.
-----
Navigation: Karten und/oder GPSAuf unserer Standard-Route (!) waren wir mit folgenden Karten gut ausgestattet und ein GPS war absolut nicht nötig.
- Karte des Iwanowski-Reiseführers
- Reise-Know-how: Namibia, 1:1.200.000
-----
Bargeld, Geldwechsel, Geldautomaten, EC-Karte, Kredikrate, GeldautomatenlimitsDer Kurs an den Geldautomaten war deutlich besser als der der Wechselstuben. Um zusätzlich Gebühren zu sparen empfielt sich eine Visa-Karte die für Auslandsabhebungen sämtliche Gebühren übernimmt (z.B. comdirect - ohne hierfür Werbund machen zu wollen).
Bei den Tageslimits der Geldautomaten konnten wir keine einheitliche Grenze feststellen. Ein paar Beispiele:
- Bank Windhoed hatte 2500 N$;
- FNB hatte 2000 N$ dafür konnte man nebenan gleich nochmal abheben;
- Nedbank hatte nur 500 N$.
- Wenn es also mal nicht funktioniert am besten bei der nächsten Bank noch einmal versuchen.
Ähnlich wie beim Sprit sollte man auch beim Bargeld vorausplanen, Kreditkarten werden nicht überall akzeptiert und das Geldautomatennetz ist bei weitem nicht so dicht wie das Tankstellten-Netz.
-----
Reisezeit: Oktober-November:Dieser Punkt hat uns im Vorfled viel Beschäftigt: Ist es Ende Oktober bis Mitte November nicht schon zu heiß, ist es noch gut genug für Tierbeobachtungen, sind die Camps bei Divundu noch erreichbar usw. usw.
Im Nachhinein waren diese Sorgen unbegründet und dieser Zeitraum in unseren Augen noch sehr gut geeignet.
- Temperatur: Tagsüber war es zwar durchaus heiß, was aber nicht so schlimm war, da man eh sehr viel Zeit im wohlklimatisierten Auto verbrachte. Nachts kühlte es bis auf zwei Nächte im Norden immer genug ab um sehr gut schlafen zu können.
- Regen: Den ersten Regen erlebten wir nach ca. 1 Woche. Dieser dauerte jedoch nur ca. 10 Minuten und nach weiteren 10 Minuten war das Land genauso staub trocken wie davor. Aus Reisegesichtspunkten also überhaupt noch kein Thema.
- Tierbeobachtungen: Wie oben geschildert hat es wenn dann nur minimal geregnet und somit war die Vegitation immer noch sehr eingeschränkt. Die Tiere mussten auch immer noch zu den Wasserlöchern pilgern und wir haben mehr Tiere gesehen als wir vorher zu träumen wagten.
- Tageslänge / Sonnenstunden: Als großes Plus dieser Reisezeit nahmen wir die Länge der Tage wahr. So konnten wir sehr viel bei Tageslicht unternehmen oder auch mal eine lange Stecke zurücklegen ohne dann zwangsläufig im Dunkeln kochen und essen zu müssen.
-----
Camera-Ausrüstung:Auch das war im Vorfled eine knifflige Frage: Wie nah kommen die Tiere wirklich an einen ran usw.
Wir hatten folgendes Equpiment dabei, was für unsere Hobby-Fotografen-Ansprüche völlig ausreichte.
- Kleine Canon-Kompaktdigicam mit 14x optischem Zoom, vor allem für Schnapsschüsse und Makroaufnahmen super oder auch um mal ein Video zu machen während wir mit der Großen fotografierten.
- Pentax K30 Spiegelreflex-Kamera mit
- 18-55 (staubdicht für Dünnenwanderungen und -besteigungen),
- 18-250 als Reisezoom immer drauf
- 70-300 (war fast nur im Etosha im Einsatz, hätte evtl. auch zu Hause bleiben können)
- Cullmann NANOMAX 200T CB5.1 Reisestativ mit Kugelkopf
-----
Fahrzeugwahl: 2x4 vs. 4x4, Heck-Schlafkabine, Toyota Condor MinicamperAuch ein wichtiges Thema in der Vorbereitung. Da es unser erstes Mal war, fehlt uns natürlich ein Vergleich, weshalb wir nur kurz die Tauglichkeit unseres Toyota Condor Minicamper bewerten können.
Für unsere Tour war der Frontantrieb völlig ausreichend. Wenn wir nicht ganz sicher waren ob eine Strecke mit 2x4 befahrbar ist, haben wir vorab gefragt und eigentlich immer grünes Licht bekommen, sodass wir alle Strecken fahren konnten, die wir vor hatten. Nur der Hauptdrive im Buffalo Game Park wurde von der Parkverwaltung als kritisch für 2x4 bezeichnet und er wurde kurz vor der Grenze zu Botswana auch kritisch 🤨 aber stecken geblieben sind wir zum Glück nicht. Für eine mögliche zweite Tour würden wir wahrscheinlich zu einem 4WD tendieren, um im nächsten Schritt auch etwas abgelegenere Ziele erreichen zu können.
Die Variante mit der Heck-Schlafkabine hat super funktioniert. Das Schlafgemach musste weder ab- noch aufgebaut werden, so waren wir abends ohne große Mühen im Bett und morgens recht schnell auf der Piste. Sämtliche Vorräte und Utensilien waren unter der Schlaffläche in Kisten und Plastiktaschen untergebracht. Da man nur einen Teil einsehen kann und nicht an alle Stücke unabhängig voneinander rankommt, braucht es ein zwei Tage bis man ein gewisses System hat, um zu vermeiden, dass man jedes Mal alles ausladen muss, nur weil man Lust auf einen Keks hat 😛 . Aber wie gesagt nach kurzer Zeit kann man gut einschätzen, was man im weiteren Verlauf am ehesten braucht oder nicht braucht und entsprechend packen.
Ein weiterer Vorzug der Liegefläche ist, dass man diese auch super als Foto-Plattform nutzen kann. Gerade an den Wasserlöchern, an dem man eine Weile verbringt und es meist nur eine gute Seite gibt, war das super. Wir haben dann das Fahrzeug mit dem Fahrerfenster zum Wasserloch geparkt, so dass der Fahrer eine gute Sicht hatte. Der Beifahrer ist dann im Fahrzeug nach hinten geklettert, hat es sich liegend gemütlich gemacht, Seitenfenster auf und los gehts. Gerade bei Teleaufnahmen war das super, da man die Kamera in der liegenden Position sehr gut abstützen und ruhig halten konnte.
-----
Vorausbuchungen und -planungen:Im Allgemeinen waren wir wohl eher spät dran. Ungefähr 3 Monate vor Abflug sind wir überhaupt erst auf Namibia gekommen und ca. 2 Monate vor Ankunft haben wir mit der genaueren Planung begonnen. Trotzdem hat alles noch geklappt, was evtl. auch daran lag, dass wir nicht mehr in die absolute High-Season gefallen sind.
Aus unserer Sicht gibt für die es drei Haupt-Engpässe, die man beachten muss und irgendwie möglichst gleichzeitig festlegen muss:
- Fahrzeug: Ohne Auto kein Camping-Urlaub. Ohne eine Fahrzeugbuchung hinzufliegen wäre wohl recht fahrlässig. Wir waren hier schon recht knapp dran, hatten mit bestimmt 10 Anbietern Kontakt aufgenommen und ca. die Hälfte war für unsere Zeit bereits völlig ausgebucht.
- Flüge: Einen Flug findet man zwar bestimmt auch noch ein paar Tage vorher, aber auch hier ist es von Nachteil, dass die Liste der Airlines die Windhoek anfliegen eher kurz ist. Auch hier waren wir bereits etwas knapp dran, sodass die günstigen Kontingente von South African Airlines bereits lange vergriffen waren. Im Endeffekt mussten wir dann einen 3-Stopp-Flug nehmen für 900 EUR. Das war zwar nicht ideal aber auch nicht das Ende der Welt.
- NP-Campsites: Auch die Camps in den beliebten Nationalparks (Etosha und Sossusvlei) waren 1,5 Monate vorher z.T. schon ausgebucht. Also auch hier lohnt es sich frühzeitig seinen Platz zu sichern. Alle anderen Orte/Camps waren in unserer Reisezeit recht unkritisch. Empfehlenswert ist es evtl. noch die erste Nacht zu buchen aber alles weitere würden wir in Zukunft eher vor Ort machen, da eine bestehende Buchung eher einschränkt.