Reisebericht

N-Rookie-Tour: Von Elefanten und anderen Giganten

von N-Rookies · begonnen 29. Dez. 2013 · 25 Teile

Teil 129. Dez. 2013
Liebes Namibia Forum,

in den etwas ruhigeren Tagen zwischen den Jahren, kommen wir nun endlich dazu unseren Reisebericht zu schreiben. Mit diesem Bericht möchten wir ein bisschen was zurück- und weitergeben von der Inspiration durch die tollen Reiseberichte und Beiträge dieses Forums. Wir möchten damit auch Danke sagen für die super Unterstützung durch Euch Forums-Mitglieder bei unserer Reiseplanung. 🙂

Das Forum hatte großen Anteil an der Vorbereitung dieser für uns unvergesslichen Reise, von der wir Euch nun berichten möchten. 😄

Als Namibia-Rookies werden wir uns zwar auf eher ausgefahrenen Schotterpisten bewegen, was aber doch das ein oder andere Abenteuer nicht ausschließt. 😕

In diesem Sinne: Springt alle auf! Die Schwingen unseres Condors bieten Platz für alle Interessierten!

Eure Rookies

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Kleiner Vorgeschmack: Unsere Lieblinge beim abendlichen Bad
Teil 230. Dez. 2013
OK, dann wollen wir mal. 😕

Gleich mal vorne weg: Das wird hier unser erster Reisebericht und wenn wir so überlegen auch überhaupt unsere erste geschriebene Erzählung seit der Schulzeit als man immer eine Seite über die Geschehnisse der großen Ferien berichten musste. Aber naja: Wird schon werden. 😐

Als ersten Beitrag wollen wir eine knappe Zusammenfassung unserer Reise geben, Unterkünfte und Aktionen grob bewerten und ein paar grundlegende Fragen beantworten, welche uns in der Vorbereitung beschäftigt haben.

Das ist an all die gerichtet, die vielleicht selbst gerade eine Tour planen und geballte Infos suchen, ohne die vielen störenden Elefanten-Bilder. 😉

Im Neudeutschen würde man das vielleicht: "Executive Summary & FAQ" nennen. 😛

Also dann erstmal die...

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EXECUTIVE SUMMARY: 😛
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Die Protagonisten:
Wir zwei (Richy und Julia) haben schon die ein oder andere Tour mit Rucksack und/oder Camper in Europa, Australien und Lateinamerika gemacht. Mit Namibia haben wir somit die ersten Gehversuche auf dem afikanischem Kontinent gewagt.
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Das Vehikel:
Unterwegs waren wir mit einem umgebauten Toyota-Condor von Pegasus-Rentals. Geschlafen haben wir hierbei auf einer Liegefläche hinter den Fahrersitzen im Wageninnenraum. Das Fahrzeug war sehr robust uns super funktionell. Die zusätzliche Bodenfreiheit und damit verbundene erhöhte Sitzposition hat sich u.a. auch bei Tierbeobachtungen ausgezahlt. Der Verbrauch lag bei moderaten 11-13 Litern. Wir haben mehr als 5.000 km abgespult und hatten zum Glück keinen Platten und auch sonst keinerlei Probleme mit dem Wagen.

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Unser treues Gefährt: Toyota-Condor mit Heck-Schlafkabine

Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an Mona und Norbert von Pegasus. So genug des Lobes... Weiter im Text...

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Die Strecke:
  • Tag 00 – 27.10.2013 – Anreise: München -> London -> Johannisburg -> Windhoek 🤢
  • Tag 01 – 28.10.2013 – Windhoek -> Lake Oanob (Rehoboth)
  • Tag 02 – 29.10.2013 – Lake Oanob (Rehoboth) -> Farm Tiras
  • Tag 03 – 30.10.2013 – Tiras -> Koiimasis
  • Tag 04 – 31.12.2013 – Koiimasis -> Sossusvlei
  • Tag 05 – 01.11.2013 – Sossuslvei – Swakopmund (Alte Brücke)
  • Tag 06 – 02.11.2013 – Walvis Bay Bootstour
  • Tag 07 – 03.11.2013 – Wüstentour Living Desert – Swakopmund -> Mowani Campsite
  • Tag 08 – 04.11.2013 – Organ Pipes, Burnt Mountain, Damara Living Museum, Twyfelfontein
  • Tag 09 – 05.11.2013 – Mowani Campsite -> Buschberg Campsite
  • Tag 10 – 06.11.2013 – Buschberg Campsite -> Ethosa Tag 1 (Okaukuejo Camp)
  • Tag 11 – 07.11.2013 – Ethosa Tag 2 (Okaukuejo Camp)
  • Tag 12 – 08.11.2013 – Ethosa Tag 3 (Halali Camp)
  • Tag 13 – 09.11.2013 – Ethosa Tag 4 (Halali Camp)
  • Tag 14 – 10.11.2013 – Ethosa Tag 5 -> Roys Rest Camp
  • Tag 15 – 11.11.2013 – Roys Rest Camp -> Nunda River Lodge
  • Tag 16 – 12.11.2013 – Nunda River Lodge
  • Tag 17 – 13.11.2013 – Nunda River Lodge
  • Tag 18 – 14.11.2013 – Nunda River Lodge -> Waterberg Wilderness Camp
  • Tag 19 – 15.11.2013 – Waterberg Wilderness Camp
  • Tag 20 – 16.11.2013 – Waterberg Wilderness Camp – Düsternbrook
  • Tag 21 – 17.11.2013 – Düsternbrook – Windhoek
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Steckenverlauf mit Campsites
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Fazit zur Strecke: Von den Entfernungen und Fahrzeiten war soweit alles gut machbar. Wenn dann war nur die Strecke von "Sossuslvei – Swakopmund" etwas anstrengend, da Anfangs eine ziemliche Rütteltour. Wenn man (wie wir) einen Rückflug am Nachmittag hat, kann man das Stück am Ende auch noch etwas straffer gestallten, die letzte Nacht am Waterberg verbringen und Düsternbrook weglassen.
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Fazit zu den Zielen:
  • Tirasberge/Maltahöhe/D707: Unvergessliche und wunderschöne Landschaften.
  • Sossuslvei: Schon leicht touristisch aber trotzdem ein Muss. Ein Nachmittag + ein Vormittag haben uns gereicht
  • Walvis Bay - Dolphin tour: War ok. Das beste war eigentlich nach dem ganzen Sand mal wieder Wasser zu sehen
  • Swakopmund – Wüstentour Living Desert: TOP! Chris is a man on a mission! A very good mission
  • Swakopmund – City: Hat uns nicht in seinen Bann gezogen, weshalb wir neben den Touren eigentlich nur Vorräte aufgefüllt haben.
  • Organ Pipes, Burnt Mountain, Damara Living Museum, Twyfelfontein: Alles ganz interessant aber für uns kein absolutes Highlight. Im Nachhinein hätten wir die Tage lieber noch im Ethosha oder Mahangu verbracht.
  • Ethosa: Der Oberhammer! Unvergesslich! Eigentlich unbeschreiblich, aber wir werden es trotzdem versuchen. 😛
  • Mahangu National Park / Buffalo Park (bei Divundu): Sehr, sehr schöne kleinere Parks in denen man die Big-5 kompletiern kann. Das war für uns so etwas wie der Geheimtipp unserer Tour.
  • Waterberg: Schöner Park mit guten Wandermöglichkeiten. Tierbeobachtungen sind aber nur geführt möglich.
  • Düsternbrook: Farm mit vielfältigem Tierbestand inkl. Geparden und Leoparden. Schöner Ausklang zum Ende der Tour und in komfortabler Entfernung zu Windhoek.
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Fazit zu den Unterkünften:
Wir haben stets im Auto auf den folgenden Campingplätzen übernachtet. Das hat eigentlich immer recht gut geklappt. Die Bewertungen sollten einen kleinen Überblick geben, wo es uns persönlich am Besten gefallen hat. Sowas ist natürlich immer sehr, sehr subjektiv.
Skala von "- - - -" für miserabel 🤢 bis "++++" für supergut 🤪
  • Lake Oanob +++
  • Tiras ++
  • Koiimasis +++
  • Sesriem Campsite + (nichts Besonderes aber dafür innerhalb des Parks)
  • Mowani Campsite + (schön aber im Verhältnis überteuert)
  • Buschberg ++
  • Okaukuejo + (recht viel los)
  • Halali ++ (gut, wenig los)
  • Roys Rest Camp ++
  • Nunda River Lodge ++++ (TOP)
  • Waterberg Wilderness Lodge Campsite ++
  • Düsternbrook ++
Puh, ist schon spät geworden! 😣
Das war es jetzt wohl erstmal für heute. Bis zum nächsten Bericht kann es auf Grund ausgiebiger Silvester-Feierlichkeiten ein paar Tage dauern. 😗
Aber immerhin: Der Anfang ist gemacht! 😛
Kommt alle gut ins neue Jahr!´ 🤩
Teil 302. Jan. 2014
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Tipps für Erstlinge - Häufige Fragen - Frequently asked questions - FAQ
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Hier möchten wir parallel zum schreiben unseres Reiseberichtes noch ein paar Tipps zusammenfassen. Fragen die uns im Vorfeld der Reise viel beschäftigt haben, sowie Dinge die gut oder eben auch nicht so gut funktioniert haben.

Wir werden diesen Beitrage dann nach und nach aktualisieren, so wie uns die Punkte einfallen....
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Tipps für die Packliste:
Zusätzlich zur Standardausrüstung fanden wir folgende Dinge noch sehr nützlich.
  • großes, quaderförmides Moskitonetz: Für das spontane Lage im freien oder auch als Autoüberwurf um alle Fenster beim Schlafen öffnen zu können.
  • kleiner Spannungswandler: Um zumindestens Kameraakkus und Lampen während der Autofahrt laden zu können. Bei weitem nicht alle Campingplätze hatten Steckdosen.
  • MP3-Musiksammlung: Da unser Fahrzeug laut Beschreibung einen CD-Player hat, haben wir zuhause noch eine kleine Auswahl an CD´s gebrannt. Das hat leider gar nichts gebracht, denn erstens hat der CD-Player vom Start weg keine gebrannten CDs geschluckt und er hätte spätestens bei den Buckelpisten nichts mehr wiedergegeben. Deshalb besser ein altes Handy mit MP3-Player und Lautsprecher Funktion.
  • Küchenausstattung: Vorher die Ausstattungsliste des Fahrzeuges genauch checken und nützliches gleich von zu Hause mitbringen. Bei uns waren folgende Dinge sinnvoll: Zweiter Gas-Kocher, Thermoskanne (hält Getränke auch kalt), Schneidebrett, Schneidemesser, Tupperdosen, Trinkflaschen.
  • Flip-Flops: Der ein oder andere wird hier vielleicht sagen, das die doch wohl zu Standardausrüstung gehören. Bei uns wären sie aber wegen der ganzen Hinweise aus Skorpione usw. fast zu Hause geblieben, was im Nachhinein ein böser fehler gewesen wäre.
  • Plastiktaschen / Staubtaschen: Möglichst flexibel, leicht und robust (z.B. http://www.amazon.de/gp/product/B005CQC0VY/ref=oh_details_o08_s00_i00?ie=UTF8&psc=1). Schützen zuverlässig vor Staub und erleichtern auch das allgemeine Ordnung halten und tägliche entpacken und packen enorm. Das Hauptgepack der Anreise (z.B. Schalen-Koffer) kann dann getrost bei der Autovermietung gelassen werden, da dieses im Camper nur stören würde.
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Navigation: Karten und/oder GPS
Auf unserer Standard-Route (!) waren wir mit folgenden Karten gut ausgestattet und ein GPS war absolut nicht nötig.
  • Karte des Iwanowski-Reiseführers
  • Reise-Know-how: Namibia, 1:1.200.000
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Bargeld, Geldwechsel, Geldautomaten, EC-Karte, Kredikrate, Geldautomatenlimits
Der Kurs an den Geldautomaten war deutlich besser als der der Wechselstuben. Um zusätzlich Gebühren zu sparen empfielt sich eine Visa-Karte die für Auslandsabhebungen sämtliche Gebühren übernimmt (z.B. comdirect - ohne hierfür Werbund machen zu wollen).

Bei den Tageslimits der Geldautomaten konnten wir keine einheitliche Grenze feststellen. Ein paar Beispiele:
  • Bank Windhoed hatte 2500 N$;
  • FNB hatte 2000 N$ dafür konnte man nebenan gleich nochmal abheben;
  • Nedbank hatte nur 500 N$.
  • Wenn es also mal nicht funktioniert am besten bei der nächsten Bank noch einmal versuchen.
Ähnlich wie beim Sprit sollte man auch beim Bargeld vorausplanen, Kreditkarten werden nicht überall akzeptiert und das Geldautomatennetz ist bei weitem nicht so dicht wie das Tankstellten-Netz.
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Reisezeit: Oktober-November:
Dieser Punkt hat uns im Vorfled viel Beschäftigt: Ist es Ende Oktober bis Mitte November nicht schon zu heiß, ist es noch gut genug für Tierbeobachtungen, sind die Camps bei Divundu noch erreichbar usw. usw.
Im Nachhinein waren diese Sorgen unbegründet und dieser Zeitraum in unseren Augen noch sehr gut geeignet.
  • Temperatur: Tagsüber war es zwar durchaus heiß, was aber nicht so schlimm war, da man eh sehr viel Zeit im wohlklimatisierten Auto verbrachte. Nachts kühlte es bis auf zwei Nächte im Norden immer genug ab um sehr gut schlafen zu können.
  • Regen: Den ersten Regen erlebten wir nach ca. 1 Woche. Dieser dauerte jedoch nur ca. 10 Minuten und nach weiteren 10 Minuten war das Land genauso staub trocken wie davor. Aus Reisegesichtspunkten also überhaupt noch kein Thema.
  • Tierbeobachtungen: Wie oben geschildert hat es wenn dann nur minimal geregnet und somit war die Vegitation immer noch sehr eingeschränkt. Die Tiere mussten auch immer noch zu den Wasserlöchern pilgern und wir haben mehr Tiere gesehen als wir vorher zu träumen wagten.
  • Tageslänge / Sonnenstunden: Als großes Plus dieser Reisezeit nahmen wir die Länge der Tage wahr. So konnten wir sehr viel bei Tageslicht unternehmen oder auch mal eine lange Stecke zurücklegen ohne dann zwangsläufig im Dunkeln kochen und essen zu müssen.
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Camera-Ausrüstung:
Auch das war im Vorfled eine knifflige Frage: Wie nah kommen die Tiere wirklich an einen ran usw.
Wir hatten folgendes Equpiment dabei, was für unsere Hobby-Fotografen-Ansprüche völlig ausreichte.
  • Kleine Canon-Kompaktdigicam mit 14x optischem Zoom, vor allem für Schnapsschüsse und Makroaufnahmen super oder auch um mal ein Video zu machen während wir mit der Großen fotografierten.
  • Pentax K30 Spiegelreflex-Kamera mit
    • 18-55 (staubdicht für Dünnenwanderungen und -besteigungen),
    • 18-250 als Reisezoom immer drauf
    • 70-300 (war fast nur im Etosha im Einsatz, hätte evtl. auch zu Hause bleiben können)
  • Cullmann NANOMAX 200T CB5.1 Reisestativ mit Kugelkopf
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Fahrzeugwahl: 2x4 vs. 4x4, Heck-Schlafkabine, Toyota Condor Minicamper
Auch ein wichtiges Thema in der Vorbereitung. Da es unser erstes Mal war, fehlt uns natürlich ein Vergleich, weshalb wir nur kurz die Tauglichkeit unseres Toyota Condor Minicamper bewerten können.
Für unsere Tour war der Frontantrieb völlig ausreichend. Wenn wir nicht ganz sicher waren ob eine Strecke mit 2x4 befahrbar ist, haben wir vorab gefragt und eigentlich immer grünes Licht bekommen, sodass wir alle Strecken fahren konnten, die wir vor hatten. Nur der Hauptdrive im Buffalo Game Park wurde von der Parkverwaltung als kritisch für 2x4 bezeichnet und er wurde kurz vor der Grenze zu Botswana auch kritisch 🤨 aber stecken geblieben sind wir zum Glück nicht. Für eine mögliche zweite Tour würden wir wahrscheinlich zu einem 4WD tendieren, um im nächsten Schritt auch etwas abgelegenere Ziele erreichen zu können.
Die Variante mit der Heck-Schlafkabine hat super funktioniert. Das Schlafgemach musste weder ab- noch aufgebaut werden, so waren wir abends ohne große Mühen im Bett und morgens recht schnell auf der Piste. Sämtliche Vorräte und Utensilien waren unter der Schlaffläche in Kisten und Plastiktaschen untergebracht. Da man nur einen Teil einsehen kann und nicht an alle Stücke unabhängig voneinander rankommt, braucht es ein zwei Tage bis man ein gewisses System hat, um zu vermeiden, dass man jedes Mal alles ausladen muss, nur weil man Lust auf einen Keks hat 😛 . Aber wie gesagt nach kurzer Zeit kann man gut einschätzen, was man im weiteren Verlauf am ehesten braucht oder nicht braucht und entsprechend packen.
Ein weiterer Vorzug der Liegefläche ist, dass man diese auch super als Foto-Plattform nutzen kann. Gerade an den Wasserlöchern, an dem man eine Weile verbringt und es meist nur eine gute Seite gibt, war das super. Wir haben dann das Fahrzeug mit dem Fahrerfenster zum Wasserloch geparkt, so dass der Fahrer eine gute Sicht hatte. Der Beifahrer ist dann im Fahrzeug nach hinten geklettert, hat es sich liegend gemütlich gemacht, Seitenfenster auf und los gehts. Gerade bei Teleaufnahmen war das super, da man die Kamera in der liegenden Position sehr gut abstützen und ruhig halten konnte.
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Vorausbuchungen und -planungen:
Im Allgemeinen waren wir wohl eher spät dran. Ungefähr 3 Monate vor Abflug sind wir überhaupt erst auf Namibia gekommen und ca. 2 Monate vor Ankunft haben wir mit der genaueren Planung begonnen. Trotzdem hat alles noch geklappt, was evtl. auch daran lag, dass wir nicht mehr in die absolute High-Season gefallen sind.
Aus unserer Sicht gibt für die es drei Haupt-Engpässe, die man beachten muss und irgendwie möglichst gleichzeitig festlegen muss:
  1. Fahrzeug: Ohne Auto kein Camping-Urlaub. Ohne eine Fahrzeugbuchung hinzufliegen wäre wohl recht fahrlässig. Wir waren hier schon recht knapp dran, hatten mit bestimmt 10 Anbietern Kontakt aufgenommen und ca. die Hälfte war für unsere Zeit bereits völlig ausgebucht.
  2. Flüge: Einen Flug findet man zwar bestimmt auch noch ein paar Tage vorher, aber auch hier ist es von Nachteil, dass die Liste der Airlines die Windhoek anfliegen eher kurz ist. Auch hier waren wir bereits etwas knapp dran, sodass die günstigen Kontingente von South African Airlines bereits lange vergriffen waren. Im Endeffekt mussten wir dann einen 3-Stopp-Flug nehmen für 900 EUR. Das war zwar nicht ideal aber auch nicht das Ende der Welt.
  3. NP-Campsites: Auch die Camps in den beliebten Nationalparks (Etosha und Sossusvlei) waren 1,5 Monate vorher z.T. schon ausgebucht. Also auch hier lohnt es sich frühzeitig seinen Platz zu sichern. Alle anderen Orte/Camps waren in unserer Reisezeit recht unkritisch. Empfehlenswert ist es evtl. noch die erste Nacht zu buchen aber alles weitere würden wir in Zukunft eher vor Ort machen, da eine bestehende Buchung eher einschränkt.
Teil 402. Jan. 2014
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Tag 0 – 27.10.2013 – Anreise: München -> London -> Johannesburg -> Windhoek
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Da uns das Direktflugangebot von Air-Namibia zu teuer war, haben wir uns für einen günstigeren Drei-Stopp-Flug mit Britisch Airways entschieden. Die Transitzeit lag deshalb bei ca. 21 Stunden was aber noch ok war. Wir konnten zum Glück ganz gut im Flugzeug schlafen und die restliche Zeit verbrachten wir damit unsere Reiseplan zu verfeinern und uns einfach auf das zu freuen was vor uns lag. Auch die Befürchtung, dass unser Gepäck durch das viele Umsteigen nicht gleichzeitig nach Windhoek kommt, war zum Glück unbegründet. 😗

Unseren Toyota Condor wollten wir bei Ankunft direkt in bar bezahlen. Um diesen großen Betrag nicht zu den ungünstigen Kursen und Gebühren der lokalen Wechselstuben tauschen zu müssen, wollten wir das Umsteigen in Johannesburg nutzen um dort schon einmal die Tageslimits an den südafrikanischen Geldautomaten auszunutzen. Die Idee war grundsätzlich ganz gut, allerdings mussten wir feststellen, dass im Abflugbereich keine Geldautomaten waren. Um wieder in den Ankunftsbereich zu kommen musste Einer wieder in der entgegengesetzten Richtung durch unzählige Schalter und Checkpoints, durch die Arrival-Kontollen, die Geldautomaten finden, Geld abheben, wieder durch die ganzen Departure-Kontorollen und schließlich zum Gate sprinten. 🙄

Wie ihr euch aus der Aufzählung wahrscheinlich schon denken könnt, hat es zeitlich gerade noch geklappt wieder rechtzeitig am Abflug-Gate anzukommen, wo das Boarding bereits begonnen hatte und eine etwas nervös gewordene Freundin schon ungeduldig Ausschau hielt. 😊

Aber es hat ja geklappt und die Aktion sollte uns dann auch eine lange Schlange bei der Ankunft in Windhoek ersparen.
Teil 502. Jan. 2014
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Tag 1 – 28.10.2013 - Windhoek -> Lake Oanob (Rehoboth)
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Am überschaubaren Flughafen in Windhoek angekommen erwartete uns die Wärme Afrikas und das Urlaubs- und Abenteuerfieber stieg deutlich an. Die Einreiseformalitäten zogen sich etwas hin aber alles weitere lief dann reibungslos. Norbert von Pegasus Rentals erwartete uns schon mit einem netten Touri-Namensschild, wir besorgten noch schnell eine MTC-Prepaid-Karte fürs Handy und dann ging es ab nach Windhoek. JUHU 😄

Die Fahrt war schon eine tolle Einstimmung auf das was noch kommen sollte. Unser Blick schweifte das erste Mal über die Weite der Landschaft, am Wegesrand waren Affen und Warzenschweine zu sehen und unser Fahrer teilte unentwegt persönliche und historische Geschichten der letzten namibischen Jahrzehnte. In Windhoek erledigten wir den Papierkram und erhielten noch eine kleine aber feine Tourenberatung. Hierbei bemerkte die liebe Julia, dass sie ihren deutschen Führerschein zu Hause vergessen und nur den Internationalen mitgenommen hatte. Das war zwar zuerst ein Schock aber im weiteren Verlauf der Reise kein Problem, da in den späteren Polizeikontrollen keiner so genau hinsah.

Dann gab es noch eine Einweisung in unser mobiles Schlafzimmer für die nächsten drei Wochen: Verriegelung, Ersatzreifen, Bordwerkzeug, Gasflasche….

Und dann konnte es endlich losgehen, also ab hinters Steuer, nochmal tief durchatmen und dreimal "Linksverkehr, Linksverkehr, Linksverkehr" sagen und LOS. 🤪

Nächster Stopp: Vorräte für die nächste Woche einkaufen. Der erste Supermarkt hatte gleich mal geschlossen wegen Stromausfall. Beim nächsten hatten wir dann mehr Glück und wenig später befanden wird uns gut beladen endlich auf unserer ersten Etappe zum Lake Oanob.
Es wurde auch langsam Zeit, da es nicht mehr lange bis zur Dämmerung war. 😕

Als wir am Lake Oanob ankamen war es schon dunkel geworden und der freundlichen Nachwächter zeigte uns zwei Campsites, wir entschieden uns für die „Barakah“, da hier die Hütte ein kleines Dachgeschoss hatte, in dem man übernachten konnte. Also noch schnell die Matratze vom Auto in die Hütte, Moskitonetz aufhängen und dann lagen wir auch schon in unseren Schlafsäcken und lauschten den Grillen und Fröschen Afrikas, welche uns schnell in einen tiefen Schlaf fallen ließen.
Jetzt waren wir wirklich angekommen im Urlaub und in Afrika… 😁

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Campsite „Barakah“ am Lake Oanob
Teil 603. Jan. 2014
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Tag 2 – 29.10.2013 – Lake Oanob (Rehoboth) -> Farm Tiras
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Nach einer erholsamen Nacht mussten wir uns beim Aufwachen erst einmal gegenseitig kneifen "Wir sind tatsächlich in Afrika". Das erste Frühstück genossen wir auf der Terrasse mit wunderbaren Ausblick auf den See.

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Ausblick auf den Lake Oanob

Danach überlegten wir uns ein System für Taschen und Kisten und richteten uns den Camper ein. Wir waren noch nicht ganz aus dem Park, da entdeckten wir im Augenwinkel plötzlich etwas großes gelb-braun-schwarz geflecktes. "Schau mal eine Giraffe, äääähhhh, SCHAU MAL EINE GIRAFFE" Oh Mann waren wir aus dem Häuschen. Einige Zebras die eine Etage tiefer erschienen, waren dann noch das Sahnehäubchen.

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Unsere erste Giraffe beim Lake Oanob

Wir konnten uns nur schwer von den Tieren losreißen aber wir hatten uns eine lange Stecke für den heutigen Tag vorgenommen und so fuhren wir schließlich auf die C21 bis Maltahöhe und dann weiter über die C14 nach Helmerigshausen, hier entdeckten wir auch schon einige Oryx und Springböcke. Beim fotografieren hatten wir noch nicht ganz so viel Glück, da die Tiere sehr scheu waren.

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Unsere ersten Springböcke

Die Landschaft war sehr weit und schön und ließ uns im nu alle Sorgen des zu Hause gebliebenen Alltags vergessen. Wir waren so hypnotisiert, dass wir in Helmeringshausen irgendwie die Abzweigung auf die C13 verpassten und stattdessen auf der C14 landeten und dies auch erst mal nicht bemerkten. Erst viele Kilometer später kam es uns etwas komisch vor und checkten gleichen nochmal die Karte und Schilder ab. "MIST" 😣

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Webervogelnest in der Dämmerung

Also umdrehen und wieder zurück. Als Abkürzung bogen wir dann auf die schwer befahrbare D425 ein, auf der wir nur recht langsam vorankamen. Die Sonne sank auch schon langsam tiefer und wir mussten einsehen, dass wir es nicht mehr bis nach Koiimasis schaffen werden. Also steuerten wir die nächste Gästefarm Tiras an, welche wir erst im Dunkeln erreichten. Hier gab es von den sehr netten Besitzern (zu Recht!) erst mal eine Standpauke da wir im Dunkeln unterwegs waren. Anschließend versorgten sie uns noch mit Feuerholz. Nach einem herzhaften Abendessen zogen wir uns in den Condor zurück.

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Flusslauf im namibischen Irgendwo 😛
Teil 703. Jan. 2014
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Tag 3 – 30.10.2013 – Tiras -> D707 -> Koiimasis
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Die Sonne weckte uns am frühen Morgen nach einer etwas unruhigen weil zum Teil sehr windigen Nacht, als wir die Vorhänge etwas zurückzogen, sahen wir zum ersten Mal wo wir gestern überhaupt gelandet waren. Und was wir sahen gefiel uns sehr gut: Der Campingplatz lag auf einer kleinen Anhöhe sodass wir einen wunderbaren Ausblick auf die umgebende Weite geniessen konnten:

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Landschaft um die Gästefarm Tiras

Nach einem guten Frühstück bei schönem Ausblick hieß es dann aber wieder "Let´s hit the road"

Nach kurzer Zeit erreichten wir die Abfahrt in die D707, welche wir am Tag zuvor eigentlich auf dem Plan hatten. Aber nun hatten wir wenigstens keine Eile mehr und so genoßen wir diese traumhafte Strecke zwischen Tirasbergen und Namibwüste.


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D707 - It´s a long but beautiful way


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D707 - Oryx beim Frühstück

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D707 - Strecke am Rande der Namib

Wir haben uns viel Zeit für die Strecke gelassen, sodass wir erst gegen Mittag in Koiimasis eintrafen. Dort wurden wir zuerst von einer Herde Strauße und wenig später von der netten Gastgeberin begrüßt, welche uns riet am Nachmittag erstmal zu relaxen und in den späten Nachmittagsstunden eine Sunset-Wanderung über das Farmgelände zu machen.

Der Campingplatz war in traumhafter Lage, gut ausgestattet und liebevoll angelegt. Es freute uns sehr, das wir hier sogar Köcherbäume auf dem Campinggelände fanden.

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Campingplatz der Koiimasis Farm

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Junger Köcherbaum auf der Farm

Während Julia die heißen Nachmittagsstunden im Schatten mit einem guten Buch verbrachte, zog ich los um die Gegend zu erkunden. Auf einer kleinen Wanderung durch die nähere Umgebung, fiel mir ein stattlicher Klippschliefer auf, der hoch oben auf dem höchsten Stein in der Sonne thronte. Aus diesem Grund war klar, dass es sich um den König der Klippschliefer handeln musste. 😉 Der König verschwand jedoch sehr schnell als eine Fotolinse auf ihn gerichtet wurde. Nach einem längeren Katz und Maus Spiel gelang es mir schließlich doch noch ein Bild von dem scheuen Burschen zu machen:

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Der König der Klippschliefer aka Klippschiffer 😛

Am späten Nachmittag brachen wir dann wie empfohlen zu der Wanderung über das Farmgelände auf. Auf einem ausgeschliderten Weg kamen wir zuerst an allerlei großen und kleinen Vögeln vorbei.


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Königin Strauß der Koiimasis Farm

Zum Sonnenuntergang bestiegen wir einen kleinen Hügel auf dem zu unserer großen Freude einige Köcherbäume zu finden waren, welche uns einen unvergesslichen Sunset bescherten.

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Köcherbäume im Sonnenuntergang

Kaum war die Sonne weg wurde es sehr kalt und windig. Zu unserem Glück nahm uns eine weitere Gruppe auf der Ladefläche Ihres Pick-ups mit zurück zum Camp. (Vielen Dank noch einmal hierfür an die Unbekannten!)
Teil 803. Jan. 2014
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Tag 4 – 31.12.2013 – Koiimasis -> Sossusvlei
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Ganz nach dem Sprichwort "Der frühe Vogel fängt den Springbock", machten wir uns früh morgens auf, in der Hoffung ein paar Tiere zu erblicken. Wir mussten auch nicht weit gehen um die ersten kleinen Springbockgruppen zu erblicken. Es war jedoch schwierig näher ranzukommen. Wir versuchten verschiedene Anpirschmethoden, aber es wurde klar, dass die Springböcke unsere Tarnung stets durchschauten und den Abstand aufrecht erhielten. Naja auch wenns nicht wirklich geklappt hat, Spaß hat uns die Pirsch auf jeden Fall gemacht. 🙂

Und als wir zurück zum Auto kamen wartete noch eine schöne Überraschung auf uns. Direkt über unserem Campingplatz hatte sich eine ganze Großfamilie Klippschliefer zum morgendlichen Sonnenbad eingefunden. Und ganz im Gegensatz zum scheuen Vertreter von gestern, hatten diese Artgenossen nicht das Geringste dagegen einzuwenden Modell zu stehen.

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Klippschliefer beim Sonnenbad
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Familienporträt

Nach einem guten Früstück hieß es dann leider Abschied nehmen von Koiimasis. Der weitere Verlauf der D707 stand dem ersten Stück in Sachen Schönheit und Faszination in nichts nach.

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D707 - Schakale am Wegesrand

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D707 - Unendliche schöne Weite

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D707 - Oryx bei der Siesta

Das nächste Ziel war das Sesriem Camp im Sossusvlei Park. Dort angekommen war es im ersten Moment direkt ungewohnt plötzlich wieder soviele Menschen zu sehen. Die Formalitäten rund um Camp und Permit funktionierten reibungslos. Der Stellplatz und das Camp war ganz ok aber nichts besonderes, aber deswegen waren wir ja auch nicht hier. Zum Sonnenuntergang sind wir dann noch zur Dünne 45 gefahren. Auch wenn es eine etwas ausgetretene Tourisache ist, schön ist es trotzdem 🙂

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Dune 45

Nach Sunset gings zurück zum Camp und ab ins Bett, schließlich wollten wir am nächsten morgen wie alle anderen braven Touristen in aller Hergottsfrühe am Gate stehen um zum Sonnenaufgang wieder auf die Düne zu steigen. 😗
Teil 904. Jan. 2014
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Tag 5 – 1.11.2013 – Sossuslvei – Swakopmund
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Dieser Tag begann früh für uns, sehr früh, eigentlich viel zu früh für einen Urlaubstag. Um 4:45h klingelte der Wecker, kurz umziehen und frischmachen und dann ab zum Tor, wo wir tatsächlich die zweiten in der Schlange waren. Das Gate ging pünktlich auf und wir fuhren los. Da der Tag immer noch erwachte, die Sicht eingeschränkt war und einige Tiere unterwegs waren, waren die erlaubten 60 km/h das absolute Maximum für uns. Andere Fahrzeuge (u.a. auch die offiziellen NWR-Jeeps 😠 ) nahmen es nicht ganz so genau und verwechselten das Ganze mit einem Rennen. An der Düne 45 kamen wir jedoch auch mit normaler Geschwindigkeit an und auch den Aufstieg schafften wir ohne Probleme bevor der rote Ball über den Horizont stieg.

Also: Kein Grund zum rasen!!! Lasst euch nicht von der Hektik anstecken, ihr verpasst auch so nichts.

Der Aufstieg zur Düne war über den Kamm gut machbar. Oben haben wir uns dann ein schönes Plätzchen gesucht und das Naturschauspiel erwartet.

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Dune 45 - Sunrise - Der Aufstieg - Puuhh 😗

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Dune 45 - Sunrise - Der Anblick - Ooohhh 😮

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Dune 45 - Sunrise - Der Abstieg - Juuhuu 😁

Nachdem Abstieg gings gemächlich weiter zum 2x4 Parkplatz, wo für uns und unseren Toyota Condor Endstation war. Die 4x4 Shuttles warteten bereits und so waren wir wenige Minuten später schon wieder unterwegs zum Dead Vlei Park. Auch hier mussten wir erstmal den Kamm einer großen Dünne besteigen und wurden mit beeindruckenden Bildern belohnt.

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Sossuslvei - Dead Vlei Park

Nachdem wir im Dead Vlei Brotzeit gemacht hatten, gings zurück zur Haltestelle und per Shuttle weiter zum Sossuslvei. Die großen Dünen waren zwar beeindruckend aber die Farben nicht ganz so schön wie im Dead Vlei, was auch daran gelegen haben kann, das die Sonne bereits hoch am Himmel stand. So haben wir uns noch im Sand verewigt 😛 und sind dann durch den Wüstensand zurück zum Dead Vlei gewandert und per Shuttle zurück zu unserem Condor.

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Den Nachmittag haben wir damit verbracht die gut 400 km von Sesriem nach Swakopmund zurück zulegen. Bei Solitare gab es einen kurzen Boxenstopp: Sprit für den Condor, Feuerholz für den Abend und lecker Apfelkuchen für die Abenteurer 🙂

Wir wollen schon fast wieder ins Auto steigen als wir eine kleine Gruppe Erdhörnchen (nicht Erdmännchen, also kein Surikate 😛 ) entdeckten.

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Erdhörnchen, auch (Kap-)Borstenhörnchen (Ground Squirrel) 😛

Auf der Fahrt hatten wir noch die Aktivitäten für die nächsten beiden Tage organisiert. Morgen gings mit Levotours auf eine Dolphin-Cruise und übermorgen mit Chirs von Living Desert Namibia auf die Little-Five-Dünentour.

Die Fahrt nach Swakopmund zog sich ganz schön hin und die Straße war auch nicht immer die Beste. Aber wir sind ganz gut durchgekommen und waren am späten Nachmittag in Swakop wo wir uns in der Alten Brücke einquartierten.
Teil 1004. Jan. 2014
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Tag 6 – 2.11.2013 – Swakopmund - Walvis Bay
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Heute stand eine Dolphin Cruise mit Levo Tours auf dem Programm. Wir freuten uns schon darauf nachdem vielen Sand und Staub einen Vormittag auf dem Wasser zu verbringen. Morgens um 8 wurden wir bei unserem Camp abgeholt und nach Walvis Bay zur Bootsanlegestelle gebracht. In einer kleinen bunten Gruppe von 15 Leuten ging es kurze Zeit später los. Die Cruise war ganz nett und wir bekammen eine Menge Pelikane und Robben zu Gesicht. Die Robben kamen sogar an Bord und ließen sich streicheln.

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Blinder Passagier auf der Cruise 😉

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Namibian Airforce

Auf dem Weg zu einer nahe gelegenen Robbenkolonie hatten wir dann doch noch etwas Glück mit den Delphinen.

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Robbenkolonie vor Walvis Bay

Allerdings mussten wir erkennen, dass Delphine sehen und Delphine fotografieren zwei Paar Schuhe sind. 😕
Naja ein wenig haben wir sie dann doch erwischt.

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Delphine!!! 😄

Zum Ende der Cruise gabe es dann noch das obligatorische Austern-Buffet, was nett gemacht und durchaus schmackhaft war.

Am frühen Nachmittag waren wir dann wieder zurück in Swakop. Den restlichen Tag wollten wir mit einem Stadtbummel verbringen, was allerdings nichts wurde, da am Wochenende nahezu alles zu hatte. So gabs nur eine Runde Kaffee und Kuchen und auf dem Rückweg zu unserem Quartier noch die ersten Souveniers: 3 Makalani Nüsse für die Zuhausgebliebenen.
Teil 1104. Jan. 2014
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Tag 7 – 3.11.2013 – Swakopmund - Living Desert Tour -> Mowani
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Ein neuer Tag, eine neue Tour. Diesmal wurden wir um 8 Uhr morgens von Douglas abgeholt. Wir trafen uns mit zwei weiteren Jeeps und dann gings in die Dünen. Zum Beginn der Tour gabs dann erstmal eine super Einführung von Chris. Über die Eigenschaften der Dünen, Müseli und Bockwurst der Dünen und natürlich das Leben in den Dünen.

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Dünen - Lehrstunde ala Chris - Noch Fragen?

Chris brachte aber auch kritische Themen zur Sprache wie z.B. die zunehmende und irreparable Schädigung der Wüstenoberfläche durch Quad-Bikes und Offroad-Fahrer. Dem Mann liegt die Wüste wirklich am Herzen und seine Überzeugung ist wirklich sehr bewundernswert.

Anschließend gings mit den Jeeps über Stock und Stein oder eher Sand und Düne und die drei Guides schwärmten immer wieder aus und fanden allerlei beeindruckende Tiere in der eigentlich so unwirtlich und lebensfeindlich wirkenden Landschaft.

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Wüsten-Gecko


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Tanzende nachtaktive Albino-Spinne

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Sand Viper

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Chamäleon

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Wie schön Sand sein kann...

Die Tour war wirklich super und können sie mit gutem Gewissem jeden empfehlen, der die Gelegenheit hat.

Am Ende wurden wir dann wieder in unser Camp gebracht und da wir am Nachmittag des vorherigen Tages schon alles in der Stadt abgegrast haben, die Vorratsboxen und Tanks aufgefüllt waren, beschlossen wir wieder aufzubrechen. Unser Ziel war die Campsite Mowani, da wir hiervon sehr viel Gutes gehört haben. Die Fahrt der gut 350 km nahm den ganzen Nachmittag in Anspruch. Die Landschaft war jedoch durchaus reizvoll und die Streckenführung recht kurzweilig.

An der Campsite angekommen waren wir erstmal überrascht von den Preisen. Die Camping-Rate lag bei 180 N$ p.P. und damit weit über allem was wir bisher gezahlt hatten. Nach einigem hin und her willigten wir schließlich ein. Die Campingplätze waren sehr schön angelegt und über Camp und Service wurde hier im Forum sehr gut berichtet. Außerdem wollten wir nach einem Fahrnachmittag nicht unbedingt wieder ins Auto steigen und einen anderen Platz suchen.

So machten wir es uns gemütlich und genoßen Abends ein Lagerfeuer und eine sternenklare Nacht.

PS: Beim nächsten Mal würden wir einen anderen Platz in der Gegend ansteuern. Die Plätze sind zwar wirklich sehr schön angelegt aber von einem besonderen Service haben wir nichts mitbekommen. Die Toilette war ohne Papier, der Donkey ohne Holz und auf Nachfrage ob geführte oder eigene Aktivitäten möglich sind wurde uns an der Rezeption durch die Blume klar gemacht das diese den Lodge-Gästen vorbehalten sind. Alles in allem ist der verhältnismäßig sehr hohe Preis aus unserer Sicht also nicht gerechtfertigt.
Teil 1205. Jan. 2014
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Tag 8 – 4.11.2013 – Organ Pipes, Burnt Mountain, Damara Living Museum, Twyfelfontein
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Morgens waren wir uneins über den Zeitpunkt des Aufstehens und so ist einer schon mal los die Gegend erkunden und eine ist noch liegen geblieben. Es war morgens bereits richtig warm und bei einer kleinen Kletterpartie die großen Felsbrocken hinter dem Camp hoch wurde es in der Sonne schnell heiß.

Dafür wurde man unterwegs durch die ein oder andere Eidechse überrascht und ganz oben mit einem herrlichen Ausblick über das weite Land belohnt. 😎

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Bilderrätsel 1: Wo ist das Tier?

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Bilderrätsel 2: Wo ist der Camper?

Nach einem herzhaften Frühstück war die Sonne deutlich geklettert und die Temperaturen auch. Wir hatten keinen Thermometer bei uns aber würden schätzen, dass es mehr als 35°C waren. Im gleichen Maße nahm auch die Fliegenmenge stetig zu und unsere Motivation etwas zu unternehmen ab.

Aber wir konnten uns dann doch noch aufraffen ins Auto zu steigen und die Sehenswüdigkeiten der Umgebung zu erkunden. Es war allerdins mehr eine Art Abhaken zum einen weil uns die Orte nicht so richtig faszinierten zum anderen aber wohl auch, da wir mit Hitze, Schweiß und Fliegen zu kämpfen hatten.

Zuerst steuerten wir die Orgelpfeifen und den Burnt Mountain an, wo wir jeweils ein paar Schritte gingen und ein paar Fotos machten.

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Burnt Mountain Busch: Weiß auf Schwarz

Wir beschlossen den Besuch von Twyfelfontein auf den späten Nachmittag zu verschieben, in der Hoffnung, dass es etwas abkühlt. Auf dem Rückweg zu Mowani kamen wir dann noch einmal am Damara Living Museum vorbei und entschieden uns spontan für einen Besuch. Ein junger Stammesangehöriger führte uns in sehr gutem und durchaus eloquentem Englisch durch das kleine Dorf und erklärte verschiedene Techniken, Hilfmittel ung Gebräuche. Auch wenn uns klar war, dass das ganze nur eine Touri-Show ist, war es doch sehr, sehr interessant und nett gestaltet und wir waren vom Besuch sehr positiv überrascht.

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Damara Brett- ähm ich meine Bodenspiel

Anschließend ging es dann zurück zum Camp wo wir uns einen fliegensicheren und sonnengeschützten Platz zum relaxen, lesen und dösen einrichteten.

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Obwohl es nicht wirklich kühler geworden war, rafften wir uns am späten Nachmittag doch noch einmal auf um Twyfelfontein zu besuchen. Dort angekommen wurde uns erst einmal klar das die Anlage unabhängig von der Jahreszeit um 17:00 zu machte und wir nur noch eine stark gekürzte Runde machen konnten.

Das war recht schade da die Felsgravuren und die dazugehörigen Erzählungen, der freundlichen und sympatischen Führerin, wirklich sehr interessant waren und wir gerne noch ein wenig mehr auf Entdeckungsreise gegangen wären.

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Felsgravuren von Twyfelfontein

Zurück im Camp wurde es dann endlich etwas kühler und die sinkende Sonne brachte die Felsen ringsum zum leuchten.

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Mowani Camp site

Schließlich wurde es dunkel und wir beschlossen das Nachmittagslager auch für die Nacht zu nutzen. Nachdem wir jedoch wiederholt von laut und häßlich blökenden Eseln geweckt wurden und Julia zunehmend Zweifel bekam ob das Lager mit dem Moskitonetz wirklich ausreichend Spinnen-, Eidechsen-, Schlagen-, Esel- und Löwensicher war haben sind wir doch nochmal in den Condor gewechselt. 😐

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Nachthimmel bei Mowani
Teil 1305. Jan. 2014
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Tag 9 – 5.11.2013 – Mowani Campsite -> Buschberg Campsite (nahe Etosha)
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Nach einer unruhigen Nacht, weil zu heißen Nacht, sagten wir lebwohl zu Mowani und machten uns auf dem Weg zum Etosha. Wir beschlossen auf dem Weg noch der Vingerklip einen Besuch abzustatten und in Outjo Vorrätte aufzufüllen und möglichst na vor den Toren des Ethosa unser Nachtlager aufzuschlagen. Die Temperaturen waren gefühlt bereits wieder jenseits der 35°C, weshalb wir gar nicht so unglücklich waren einen den Großteil des Tages im Auto zu verbringen.

Die Vingerklip lag direkt auf dem Weg und war über die Einfahrt zu einer Farm oder Lodge zu erreichen. Der kurze Rundwanderweg war trotz der Hitze gut machbar und beschehrte eindrucksvolle An- und Ausblicke.

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Vingerklip

Der Boxenstopp in Outjo bestand erstmal aus zwei ordentlichen und sehr guten Stück Küchen in einem netten Café. In dieser ruhigen Minute organisierten wir auch den Platz für die Nacht, das "Buschberg Camp". Die Einkaufsmöglichkeiten in Outjo waren eher überschaubar, sodass wir im einzigen Supermakrt im wesentlichen Getränke und frisches Obst kauften und froh waren, noch einiges an Vorräten aus Swakop übrig zu haben.

Danach ging es wieder auf die Straße. Zuerst auf einer gut ausgebauten Straße immer nach Norden und dann noch einigen km über eine mäßige Pad zum Buschberg Camp. Die sehr freundliche Gastgeber Familie begrüßte uns herzlich und Bestand darauf den Pool zu öffnen, obwohl wir die einzigen Gäste waren und es seit langem nicht geregnet hatte. Wir gaben unseren Widerstand schnell auf, da wir nach den letzten Tagen uns kaum etwas schöneres als einen kühlen Pool vorstellen konnten.

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Pool der Bushberg Farm

Während wir den Camper parkten, wurden die Wolken am Himmel bereits dichter. Und kaum waren wir 5 min im Pool fing es plötzlich an zu regnen, stark zu regnen. Dann wurde aus dem Regen auch noch Hagel und ein paar Minuten später war das Schauspiel vorbei.

Wir gingen voller Vorfreude auf den Etosha schlafen. Bisher hatten wir bei Tierbeobachtungen nur mäßiges Glück: eine Giraffe am zweiten Tag, eine Handvoll Zebras und sonst nur Spring- und Spießböcke.

So hofften wir darauf im Etosha doch noch Elefanten zu sehen und wer weiß vielleicht sogar ein Nasshorn oder einen Löwen.

Wie sich wenig später zeigte sollte, wird der Park all diese Erwartungen bei weitem übertreffen.
Teil 1405. Jan. 2014
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Tag 10 – 6.11.2013 – Buschberg Campsite -> Ethosa Tag 1 - Okaukuejo Camp
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Heute war es endlich soweit der Besuch des Etosha stand auf dem Tagesplan. Wir waren schon vor dem Wecker wach und morgens beim zusammenpacken so flink wie selten. Die Strecke vom Buschberg Camp zum Anderson´s Gate war schnell zurückgelegt und die Formalitäten am Gate ebenfalls kein Problem. Wir hatten insgesamt vier Nächte auf den Camingplätzen von Okaukuejo und Halali gebucht (jeweils 2). Der Besitzer der Buschberg Farm hatte uns den Besuch des Omika Wasserlochs direkt hinter dem Gate empfohlen, da Bekannte von Ihm Tags zuvor dort eine Gepardin mit Ihren Jungen gesehen hatte.

Mit der Gepardenfamilie wurde es zwar nichts aber dafür gabs eine Herde Springböcke und einen hübschen Steinbock.

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Springböckli...

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... und Steinböckli 😣

Nach kurzer Pause ging es weiter über Gaseb, Gemsbokvlakte und Olifantbad nach Aus. Dort waren schon ein paar Fahrzeuge versammelt und kaum kam das Wasserloch in Sicht, schallte ein lautes "ELEFANTEN" durch unsere Fahrerkabine. 🤩 Am Wasserloch war eine kleine Elefantenfamilie beim trinken und baden und wir konnten unser Glück gar nicht fassen.

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Unsere ersten Elefanten 🤪

Doch plötzlich nahmen die Elefanten eine kreisförmige Verteidigungsposition ein und alle anwesenden Antilopen erstarrten zu Stein. Es dauerte nicht lange da verstanden wir warum: Der König der Tiere betrat die Szenerie und auch wir hielten kurz instinktiv die Luft an.


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Der König der Tiere

Völlig gelassen und unglaublich majestätisch maschierte er zum Wasserloch, genehmigte sich einige Schlücke, maschierte anschließend auf uns zu und legte sich wenige Meter von uns entfernt unter einen Baum.


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Löwe am Wasserloch Aus

Doch damit nicht genug. Kaum war der erste zur Ruhe gekommen, betrat das zweite stattliche Männchen die Bühne und das Schauspiel wiederholte sich.

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Und noch einer

Wir bemerkten dann, dass in den Büschen hinter dem Wasserloch auch noch einige Weibchen hin und her schlichen. Die dargebotenen Bilder waren sehr eindrucksvoll und faszinierend und die Luft mit Spannung geladen. Nach einer ganzen Weile rissen wir uns aber dann doch los und machten uns auf zum Camp, wo wir eigentlich direkt nach passieren des Tores hätten einchecken sollen.

Der weitere Papierkram im Camp lief reibungslos, wir bezahlten unseren Platz und das Permit für die nächsten vier Tage. Den Campingplatz durften wir jedoch noch nicht beziehen, da der Wechsel erst um 14:00 stattfindet. Und so verloren wir keine Zeit und brachen direkt zur nächsten Pirschfahrt auf.

Wir drehten eine kleine Runde um uns von Südosten dem Nebrowni Wasserloch zu nähern. Unterwegs sahen wir noch ein paar schöne Impalas und Zebras.

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Als wir uns schließlich dem Wasserloch näherten waren große weiße Gestalten am Horizont auszumachen. Und wenige Meter später war klar, das wir erneut Elefantenglück hatten.

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Elefanten bei Nebrowni

Doch dann auch im rechten Augenwinkel bewegte sich etwas mächtiges auf die Straße zu: Ein Nasshorn, und was für eins. Das Nasshorn überquerte die Straße und steuerte geradewegs auf das Wasserloch mit den Elefanten zu. Wo es schließlich trank und unser Glück vollkommen machte.

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Elefanten und Rhino gemeinsam am Wasserloch Nebrowni

Am Abend versuchten wir es dann noch einmal bei Ombika, aber die Gepardenfamilie ließ sich nicht blicken. Wir waren aber nicht groß enttäuscht, schließlich hatten wir einen super ersten Tag und so fuhren wir vergnügt zum Camp zurück.

Nachdem wir unseren Campingplatz bezogen und etwas gegessen hatten, besuchten wir abends noch das beleuchtete Wasserloch des Okaukuejo Camps. Bei einem kühlen Bier blickten wir auf das schwarze Wasser und wurden nach nur kurzer Wartezeit mit einer Rhinofamilie belohnt.

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Rhinofamilie am Okaukuejo Wasserloch

Zufrieden und glücklich gingen wir anschließend schlafen und dachten nur "Was für ein Tag". Wir ahnten ja schließlich nicht, dass es noch besser kommen sollte... 🙂
Teil 1505. Jan. 2014
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Tag 11 – 7.11.2013 Ethosa Tag 2 - Okaukuejo Camp
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Wir hatten wunderbar geschlafen und mussten herzlich lachen, als wir beim Frühstück beide erzählten, dass wir von Löwen und Elefanten geträumt hatten. Gegen halb acht waren wir bereits wieder unterwegs und steuerten zuerst das Wasserloch Aus an, an dem wir tags zuvor die Löwenbande gesehen hatten.

Wir wurden nicht enttäuscht, die Löwen waren immer noch da, wenn auch nicht mehr so nah an der Straße wie gestern. Der Grund für Ihr verbleiben am Wasserloch hatte sich auch geklärt. Sie scheinen vor ein paar Tagen einen Elefanten gerissen zu haben, von dem Sie immer noch zehrten.

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Löwin beim Elefantenmahl

Doch es gab auch andere schöne Tiere zu bewundern.

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Kudu
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Zebra
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Gnu
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Steinbock mit falschen Wimpern 😛

Danach gings weiter Richtung Westen, Richtung Halali Camp. An der Weggabelung zu den Wasserlöchern Sueda und Salvadora hatten wir uns nach einigem hin und her für die nördliche Route entschieden und nach einigen hundert Metern liefen zu unserer linken ein Rhinopärchen vor die Linse. Das ging ja schon wieder gut los. Die Rhinos waren von beachtlicher Statur.

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Rhinopärchen am Morgen

Wir beobachteten die beiden wie sie gemütlich zu einem Baum spazierten und sich niederlegten als einige Fahrzeuge ganz langsam auf uns zukamen. Wir wollten Sie per Handzeichen darauf aufmerksam machen, dass links die Rhinos sind. Aber die Fahrer und Beifahrer sahen alle ganz verkrampft nach rechts. Also schauten wir auch nach rechts. Wir schauten und suchten, mit bloßem Auge, mit dem Fernglas... Aber alle anderen schienen etwas in dem hohen Gras und Gestrüb zu sehen nur wir nicht 😐
Doch dann entdeckten auch wir die geschmeidige Großkatze die sich langsam davon schlich. Es hatte gerade noch gereicht um ein Foto von Ihrem Hinterteil zu knipsen. Und da wir nicht ganz sicher sind was es war, und keinesfalls wieder ein Tier falsch bezeichnen möchten, nennen wir es einfach "Geopard" 😛 😄


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Ein Geopard 🤩

Danach hieß es erst einmal durchatmen. Junge Junge, was für ein Tag und es war gerade mal 10:30 h. Gemächlich aber sets wachsam, setzten wir unsere Fahrt fort zum Salvadora Wasserloch, wo eine große Zebraherde eine ausgelassene Party veranstaltete.

Vorsicht jetzt wechselt der Reisebericht kurz in den schwarz-weiß Modus:

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Zebraparty bei Salvadora

Nach dieser Party wechselten wir die Himmelsrichtung und steuerten wieder Richtung Okaukuejo. Auf dem Weg gabs nicht mehr viel zu sehen, da die Sonne nun fast senkrecht auf den Boden brannte und die Tiere sich wohl nach Möglichkeit in den Schatten verzogen haben. Kurz vor dem Camp überlegten wir wieder hin und her ob wir noch kurz zum Pan Lookout fahren sollten. Wieder entschieden wir uns für den Extra-Weg und wieder sollten wir belohnt werden. Auf halber Strecke zum Lookout fanden wir nämlich drei Löwendamen beim der Mittagssiesta in den Büschen. JUHU 🤪

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Damenrunde zur Mittagshitze

Nachdem die Löwinen eine ganze Weile beobachtet haben, diese aber nun wirklich nicht den Anschein machten, sich demnächst in irgendeiner Form größer zu bewegen, fuhren wir schließlich zurück zum Camp wo wir eine kurze Pirschpause einlegten. Am Nachmittag hatten wir uns dann den Westen vorgenommen und sind bis zum Grenzwasserloch Ozonjuitji m´Bari gefahren. Es waren allerdings nicht viele Tiere zu sehen, wahrscheinlich war es einfach zu heiß.

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Auf der Rückfahrt haben wir nochmal einen Umweg nach Wolfnes gemacht und dort noch einen Giraffenkadaver gesehen, bei dem es sich einige Schakale gemütlich gemacht hatten.

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Giraffenkadaver mit Schakal

Es war schon halb fünf geworden und in einer guten Stunde schloß das Gate des Camps. Julia wollte undbedingt zurück zum Camp und dort das Wasserloch beobachten. Richy wollte unbedingt die verbleibende Zeit nutzen um nochmal die nahen Wasserlöcher im Osten anzufahren. Der Kompromiss war das wir nochmal zum Nebrowni Wasserloch fahren würden und Richy dafür das Abendessen machen musste.

Auf dem Weg zu Wasserloch ließen wir es uns natürlich nicht nehmen nochmal der Abfahrt zum Lookout zu folgen und nach den Löwinen zu sehen. Wir waren sicher die Stelle wieder zu erkennen, aber die Löwinen waren nicht mehr da 🙁 Also drehten wir um und blieben doch gleich wieder stehen, dann nur 5 Meter weiter lagen die drei unter dem nächsten Busch. Viel war also wohl in den letzten 5 Stunden nicht passiert.

Am Newbroni Wasserloch waren wieder einige stattliche "weiße" Elefanten versammelt und staubten sich ein.

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Elefant beim Staubbad

Ein Highlight war dann noch das Gerangel zwischen zwei stattlichen Tieren. Beeindruckend war vor allen Dingen, dass der Rechte irgendwann mit den Hinterbeinen in die Knie ging und Demut zeigte. (Die Situation haben wir leider nur auf Video 😣 )

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Kampf der Giganten

Danach wurde es Zeit zur Rückkehr ins Camp und bei der Fahrt ließen wir den Tag nochmal Revue passieren und freuten uns wie kleine Kinder über das Glück, dass wir hatten und die vielen beeindruckenden Momente die wir heute erleben durften.

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What a beautiful day

Zurück im Camp löste Richy sein Versprechen ein und kümmerte sich ums Abendessen. Julia maschierte hingegen schnurr stracks zum Okaukuejo Wasserloch, da sie den ganzen Nachmittag schon davon sprach, dass dort bestimmt auch viele Tiere vorbeikommen. Mit dem Versprechen Bescheid zu geben, wenn sich etwas rührt, zog Sie los. Und es sollte nicht lange dauern da war sie auch schon wieder völlig aufgelöst zurück und rief "Komm schnell, da ist eine riesige Herde Elefanten am Wasserloch". Wir rannten schnell zurück und das sich darbietende Schauspiel war einfach phänomenal. Eine große Herde tobte ausgelassen am Wasserloch vor der untergehenden Sonne.

Den Rest erzählen die Bilder:


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🙂 🙂 🙂 A lifetime memory 🙂 🙂 🙂

Und so ging dann auch dieser wunderbare Tag zu Ende. Wir waren super happy und total dankbar und freuten uns auf die beiden Etosha Tage die wir noch vor uns hatten. Wobei wir uns eigentlich einig waren, dass es besser nicht mehr kommen konnte...

Wie schön es sein kann sich zu irren.... 😄 Aber davon morgen mehr!
Teil 1606. Jan. 2014
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Tag 12 – 8.11.2013 Ethosa Tag 3 - Halali Camp
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An diesem Morgen hieß es Abschied nehmen vom Okaukuejo Camp. Da wir morgens noch alles zusammenpacken mussten waren wir etwas später on tour. Der Himmel war etwas bedeckter als die Tage und Wochen zuvor, was uns entgegenkam, da es dadurch nicht mehr ganz so heiß war.

Wir fuhren nach Westen Richtung Halali und statteten den Wasserlöchern auf der Strecke einen Besuch ab, jedoch ohne Tiere zu erspähen, wir folgten wieder der Abzweigung nach Salvadora in der Hoffung das Kätzchen nochmal zu sehen. Auch hier kein Glück aber dafür gab es ein wiedersehen mit dem Rhino-Pärchen von gestern, das gerade beim Frühstücken war.

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Rhinopärchen beim Frühstück

Am Wasserloch Salvadora war wieder Zebraparty wobei es zwischen zwei Artgenossen zu einer Rangelei kam.

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Zebras im Clinch

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Zebra-Frühstück

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Gnus crossing

Danach gings Richtung Süden und über den ersten Teil des Rhino-Drives nach Halali. Dieses mal wurden wir für unseren Umweg allerdings nicht belohnt. Auf dem Rhino-Drive waren wir hellwach und hochkonzentriert aber es war kein Tier, ja nicht mal ein Tierchen zu sehen. Naja wir hatten immerhin schon einiges an Rhino-Glück. Also weiter Richtung Norden und kurz zum Camp einchecken und Camping-Paltz reservieren. Auf dem großen Campingplatz war sehr wenig los und es gab auch keine feste Zuordnung wie in Okaukuejo. An der Rezeption versuchten wir noch die zweite Nacht von Halalia auf Namutoni umzubuchen, da wir bisher schon mehr vom Westen gesehen hatten als geplant. Dies war aber leider nicht möglich, da Namutoni für die betreffende Nacht ausgebucht war. Das war zwar im ersten Moment ärgerlich, sollte sich später aber als Glücksfall herausstellen. Also stellten wir in bester deutscher Uraluber-Marnier unsern Klapptisch auf einen der Plätze und düsten wieder los. Es ging weiter Richtung Westen: Helio, Goas, Noiams. An den Wasserlöchern war allesamt nix los, aber immerhin trafen wir unterwegs ein paar hübsche Geschöpfte.

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Es war schon fast Mittag und wir beschlossen noch weiter bis Springbokfontain zu fahren und danach entlang der Pan zurück. Unser Sichtungsglück schien erstmal eine Pause einzulegen und wir erzählten uns nochmal die Geschehnisse des gestrigen Tages und stimmten überein "Naja so kann es ja auch nicht weitergehen .... aber einen Elefanten würde ich schon sehr gerne noch sehen". Und so legten wir als Gag "Elephants" von Seeed auf und cruisten weiter. Und siehe da wenige Momente später erblickte Richy einen Elefanten auf der rechten Seite im Gebüsch. Er war relativ weit weg und schlecht zu sehen. Wir blieben stehen und folgtem ihm ein bisschen, bis wir langsam eine kleine Herde aus ca. fünf Tieren ausmachen konnten, auch ein Junges war mit von der Partie.

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Es stoppten immer wieder andere Fahrzeuge, fuhren aber nach kurzer Zeit weiter, da die Sicht meist sehr eingeschränkt war. Wir beschlossen allerdings einfach dabei zu bleiben, schließlich waren wir die letzten beiden Tage genug gefahren und hatten uns für diesen Tag nur einen Elefanten gewünscht. Einige Zeit später näherte sich ein Fahrzeug, das wir auf die Elefanten aufmerksam machten. Der Fahrer wiederrum erzählte uns, dass er keine 500 Meter weiter einen Leopart im Baum gesichtet hatte. "EIN LEOPARD" 🤩 , ok dann nichts wie hin. Wir prägten uns den Abschnitt mit den Elefanten ein und fuhren an die beschriebene Stelle, wo wir die Schönheit nach einiger Suche schließlich auch entdeckten.

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Leopard

Nach einiger Beobachtungszeit und geschätzten 200 Bildern, wollten wir wieder zurück zu unseren Elefanten. Auch diese fanden wir wieder. Inzwischen waren sie etwas näher an die Straße gekommen und auch zahlreicher geworden.

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Wir begleiteten die Herde zu unserer Linke noch eine gute halbe Stunde. Wir entdeckten immer neue große und kleine Dickhäuter, sie schienen sich kontinuierlich zu der Straße zu nähren. Und dann gings rund!!! 😮
Die ersten Elefanten steuerten nun direkt Richtung Straße und es wurden immer mehr sichtbar. Streiften links von uns durchs Gebüch, querten vor uns die Straße, wir überholten sie rechts, sie querten hinter uns. Elefanten überall und wir mussten bei aller Begeisterung darauf achtem keinem der Tiere zu nahe zu kommen. Unsere Begeisterung war riesig! Es war einfach unglaublich diese majestätischen Tiere, nahezu geräuschlos, maschieren zu sehen. Jetzt kommen ein paar (viele 😛 ) Bilder für alle gleichgesinnten Elefantenfans.

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Über 1,5 Stunden konnten wir diese wunderschönen Tiere auf Ihrem Marsch begleiten und es war einfach grandios.
Langsam verschwanden jedoch auch die letzten Tiere im Gestrüb zu unserer linken und wir atmeten erstmal tief durch und danach lachten wir vor Glück 😄 🤩 🤪 😄

Puh aber wie geht es jetzt weiter. Nochmal durchatmen und erstmal auf die Karte schauen. "Hmm Moment mal, es sieht fast so aus als würde die Herde zum Goas Wasserloch ziehen. Komm lass uns dort hinfahren und warten, vielleicht kommen Sie ja noch vorbei" Gesagt! Getan! Wir suchten uns am oberen Wasserloch einen schönen Platz und machten erstmal eine kleine Brotzeit zur Stärkung und zur Beruhigung der Nerven, da wir immer noch ziemlich aufgedreht waren. Aber unsere Freunde ließen uns nicht allzulange warten. Nach einer guten halben Stunde brachen die ersten durch die Büsche zu unserer linken und steuerten geradewegs auf das Wasserloch vor uns zu. Und wenige Augenblicke später kam der Rest der Herde und übernahm das Wasserloch vollständig: trinkende, badende, grasende, spielende und sich einstaubende Elefanten soweit man sah. Der helle Wahnsinn!!!! 🤩

Ok ihr könnt Euch sicher schon denken was jetzt kommt. Ja genau: Noch mehr Elefantenbilder! 😛

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So, dass war eine kleine Auswahl unserer allerliebsten Elefantenbilder. 😄 Und jetzt wisst ihr auch wieso wir zu dem Titel unseres Berichtes gekommen sind 😛
Wir waren wirklich wie hypnotisiert von dem Schauspiel und können es immer noch nicht glauen, dass wir das gesehen haben, wenn wir uns jetzt die Bilder oder Videos anschauen. Aber auch diese schönen Momente gingen irgendwann zu Ende und es kehrte wieder Ruhe am Wasserloch ein. Auch wir beruhigten uns (ganz) langsam wieder und drehte noch eine kleine Runde zurück zum Camp.

Auch wenn wir immer noch völlig eingenommen waren vom Nachmittag mit den Elefanten so sollen doch auch andere Schönheiten einen Platz in unserem Bericht finden.

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Am Abend gab es dann noch einen sehr schönen Sonnenuntergang. Ganz so wie man sich einen afrikanischen Sunset vorstellt.

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Zu späterer Stunde besuchten wir dann auch noch das Wasserloch von Halali wo als Kirsche auf dem Sahnehäubchen des Tages auch noch ein Rhino vorbeischaute.

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Rhino @ Halali

Obwohl es ein sehr langer und auch anstregender Tag für uns war, lagen wir noch lange wach und erzählten uns immer wieder von den überwältigenden Erlebnissen des Nachmittags, Immer wenn wir die Augen schlossen sahen wir überall nur: Elefanten! Und es war wunderbar... 🙂
Teil 1707. Jan. 2014
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Tag 13 – 9.11.2013 – Ethosa Tag 4 - Halali Camp
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"Elefanten, Elefanten, Elefanten"! Schon beim Aufstehen drehte sich alles um die Dickhäuter und die Erlebnisse des gestrigen Tages. Es war unser letzter voller Etoscha Tag und wir sind früh los, da wir heute noch den Rest des Parks östlich von Namutoni besichtigen wollten. Es nervte uns ein bißchen, dass wir eine recht lange Tagesstrecke vor uns hatten, da wir die Nacht ja immer noch in Halali eingebucht waren.

Aber hilft ja nichts! Also gings wieder entlang unserer Lieblingsstrecke vorbei an Helio und Goas Richtung Springbokfontein. Wir waren immer noch so Elefanten-geflasht, dass wir beim Ausschau halten immer wieder dachten einen Elefanten zu sehen und falschen Alarm gaben. 😛 Das machte uns schon fast ein wenig Angst.

Kurz vor dem Picknickplatz gab es dann die erste Sichtung des Tages: Mal wieder ein Rhino am Morgen. Diesmal nicht ganz so gut sichtbar da im hohen Gras unterwegs. Aber trotzdem natürlich Klasse, wenn ein Tag so anfängt. Ich weiß nicht, was wir Leckeres an Bord hatten aber es schien die grauen Riesen magisch anzuziehen.

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Nach Springbokfontein entschieden wir uns für den langen nördlichen Weg nach Okerfontein. Dort gab es eine große Herde Zebras zu sehen und wir nutzen das dargebotene Programm, um unser Frühstück nachzuholen.
Auf dem Weg zurück zur Hauptstraße gab es ein paar Kuhantilopen zu beobachten und einige echte Elefanten (keine Haluzinationen :P) in weiter Ferne. Außerdem waren an diesem morgen jede Menge Giraffen unterwegs und wir bekammen unseren ersten richtigen "Pumba" in Ruhe vor die Linse.

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Weiter auf dem Weg zum Ngobib Wasserloch fuhren wir auf zwei Autos zu die auf der Straße standen.
Und da war Sie wieder, diese typische und irgendwie witzige Selbstfahrer-Safari-Situation: Es stehen Autos auf dem Weg, all Passagiere starren gespannt in eine Richtung. Wir schauen in die gleiche Richtung, sehen aber nichts. Wir versuchen Blickkontakt zu den Anderen herzustellen. Diese deuten verheißungsvoll auf einen Punkt in den Büschen. Wir schauen nochmal hin. Sehen immer noch nichts. Fernglas raus und alles scannen.
"AH! DA! Katzen! Geoparden, Leoparden, nein diesmal bin ich mir sicher: Geparden." Drei elegante Tiere saßen unter einem entfernten Baum im Schatten und streckten nur hin und wieder den Kopf hoch.

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YES 🤩 🤪 🤩 Jetzt hatten wir wirklich alles (Große) gesehen, was wir uns nicht mal in unseren kühnsten Etosha-Träumen ausgemalt hatten. Wir beobachteten sie eine Weile. Leider waren sie wirklich schwer zu sehen und es sah mal wieder nicht so aus als würde in nächster Zeit (oder auch den nächsten Stunden) etwas passieren.

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So fuhren wir weiter nach Ngobib wo wir zwei Elefantenbullen beim Baden erwischten. Und was das für Bullen waren... 😉

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Anschließend fuhren wir die Runde weiter und sahen noch eine kleine Elefantenherde am Straßenrand, bei denen wir aber nicht lange blieben. Wir wollten beide nochmal zurück zu den Geparden wollten, wer weiß vielleicht hat sich ja etwas getan. Als wir auf die Weggabelung zusteuerten, sahen wir schon einige Fahrzeuge an der Gabelung stehen. Wir konnten uns noch ein wenig nähern, dann entdeckten wir auch warum die dort standen: Die drei Geparden waren aufgestanden, überquerten vor uns die Straße und verschwanden zugüg im hohen Gras, bis sie außer Sicht waren.

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In dieser Aktion wurde uns auch wieder klar wie viel Glück man doch braucht für solche Sichtungen. Wenn man 3 min früher dran ist, liegen die Tiere unterm Baum im Schatten und man bemerkt sie wahrscheinlich gar nicht. Ist man 3 min später dran sind sie im hohen Gras verschwunden und man sieht sie garantiert nicht.

Für uns gings dann weiter Richtung Namutoni. Kurz vor dem Camp machten wir nochmal einen Schlenker zum Chudop Wasserloch. Dort war eine bute Ansammlung aus Giraffen, Zebras, Kudus anzutreffen. Sogar eine Elandantilope war mit von der Partie.

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Irgendwie war die Stimmung am Wasserloch jedoch etwas angespannt und einige Tiere traten immer wieder kurz die Flucht an, um wenig später wieder skeptisch zurückzukommen. Und was hatten wir an unserem ersten Etosha-Tag gelernt: Nervöse Antilopen sind ein Zeichen für Raubtiere....
Also Scannmodus an: Wo bist du kleines Kätzchen! So viel wir auch schuchten, diesmal sollten wir keine Raubkatze erkennen. Stattdessen viel uns ein seltsamm gefleckter Stein auf, der ganz alleine im Wasser lag. Und dann lüftete sich das Geheimnis: Der Stein stand nämlich auf uns zeigte uns seine häßliche Fratze: eine Tüpfelhyäne. Wenig später kam aus den umgebenden Büschen noch ein Artgenosse hinzu. Wahrlich keine schönen Tiere, aber unsere ersten Hyänen und deshalb doch irgendwie schön.

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Wir blieben einige Zeit und sahen fasziniert zu, wie die Tiere unentwegt trinken wollten, wegen der Hyänen sich aber nicht recht trauten, schließlich doch tranken, um bei der kleinsten Bewegung der Hyäne einige Meter zu flüchten.

Schließlich rissen wir uns aber doch los und schauten kurz in Namutoni vorbei. Wir drehten dann auch die Runde um die Fischer´s Pan und fuhren noch ein Stück nach Norden bis nach Tsumcor. Auf dieser Rudne war jedoch nichts, aber auch gar nichts zu sehen und erst als wir uns wieder Namutoni näherten kamen auch wieder Tiere in Sicht. Nach Namutoni wollten wir noch kurz am Koinacnas Wasserloch einkehren. An der Abzweigung kam uns zu unserer linken plötzlich ein Rhino entgegen und bog dann parallel zum Weg Richtung Wasserloch ab.

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Es war schon kurz nach drei und wir beschlossen langsam zurück nach Halali zu fahren. Also wieder vorbei an der Ngobib-Abzweigung (natürlich nicht ohne nochmal nach den Geparden Ausschau zu halten). Vorbei an Springbokfontein und auf unsere Liebligsstrecke nach Goas.
Wie jeden Tag waren natürlich auch die Elefanten wieder mit von der Partie 😄
Fast an der gleichen Stelle wie am Vortag machten wir wieder eine große Herde aus, die Richtung Westen zog. Die Straßenquerung hatten wir jedoch schon verpasst. Da wir erahnen konnten wo die Reise hingeht, sind wir direkt zum Goas Wasserloch gefahren. Und wie am Tag zuvor dauerte es nicht lange und die Elefantenherde brach durch die Büsche, um sich am Wasserloch zu erfrischen. Es war wie ein wunderschönes Déjà-vu. Wir fühlten uns der Herde wirklich schon richtig verbunden, uns sie schienen uns auch ganz gut riechen zu können.

Keine Sorge wir werden jetzt nicht wieder Unmengen von Elefantenbildern hochladen. 😊 😗
Nur unsere absoluten Lieblingsbilder 😛 😛 😛

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Die Show war an diesem Tag jedoch deutlich kürzer als am Tag zuvor bald waren die Elefanten wieder in den Büschen verschwunden. Vorerst jedenfalls 🤨

Zurück in Halali wollten wir an diesem Abend das beleuchtete Wasserloch nochmal richtig ausnutzen. Die Tage zuvor hatten wir es meist nicht lange ausgehalten, da wir so geschafft von den langen Tagen waren. Also schnell Abend essen, alles Lebenswichtige für die nächsten Stunden einpacken, Kamera nicht vergessen und los. 😎

Es kam uns ein wenig vor wie in einem festlichen Theather. Wir saßen oben auf der Tribüne und das Wasserloch war die Bühne. Die Akteure ließen zuerst etwas auf sich warten aber führten schließlich ein tolles Stück auf. Da leider nur einige wenige Nachtaufnahmen etwas geworden sind, versuchen wir uns jetzt mal als Geschichtenerzäler. Mit vielen Worten und wenig Bildern, anstatt wie sonst mit vielen Bildern und wenig Worten 😉

Titel des Stücks: Von Elefanten und anderen Giganten 🙂

Erster Akt: Rhomeo und Rulia
Erst kam ein Rhinopärchen vorbei. Das kleiner kleinere Rhino schien auf Zweisamkeit aus und umgarnte das große Rhino.

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Der Bulle erwiederte all das Anschmiegen und Hornreiben jedoch nur bedingt und stelle sich schließlich einfach mitten ins Wasser und ließ die Dame an Land schmorren. Die Rhinodame sah dem noch eine Weile zu, dann wurde es Ihr zu blöd und sie verschwand im Dunkeln. So ganz alleine wollte der Herr auch nicht sein, also stieg auch er aus dem Wasser und eilte Ihr nach.
Bühne leer.

Zweiter Akt: Auftritt des Schurken
Eine Hyäne betrat die Bühne und nahm einige Schlücke. Dann kam aus der anderen Richtung ein neues Rhino.

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Das war der Hyäne auf Dauer aber irgendwie unheimlich, sodass diese wieder verschwand. Das neue Rhino blieb alleine links am Wasserloch zurück und schaute ins Publikum. Und diesem Moment kehrte kurzzeitig das Rhinopärchen auf der rechten Wasserlochseite zurück. Doch die Liebesgeschichte nahm auch diesmal kein Happy End und nach kurzem Hornreiben verschwanden beide wieder. Nur das linke Rhino blieb.

Dritter Akt: Die Vertreibung des Schurken
Es kamen zuerst zwei mittelgroße Elefanten gefolgt von einer kleine Elefantenherde, alle tranken gemütlich zusammen. Dann kam jedoch die Hyäne zurück und wagte auch ans Wasserloch zu kommen, die Elefanten zogen sich in einen Kreis zurück und wir dachten schon sie würden sich zurück ziehen. Gespannte Stille. Die Elefanten schienen etwas auszuhecken und die Hyäne trank völlig kaltschäuzig einfach weiter. Plötzlich ertönte ein donnerndes "thörööö". Angeführt von der größten Kuh rannte die kleine Herde mit aufgestellten Rüsseln und schlakernden Ohren auf die Hyäne zu, die schneller abhaute als man es einer Hyäne zutrauen würde. Die Elefanten schauten sich noch einmal thriumphierend um, nahmen noch ein paar Schlücke und verschwanden schließlich selbst wieder im Dunkel.

Letzter Akt: Die Schlacht der grauen Giganten
Erst wurde eine Weile sehr ruhig am Wasserloch. Nur hin und wieder wackelte ein Busch und man war gespannt welcher Akteur als nächstes die Bühne betreten würde.
Nach einiger Zeit war es *trommelwirbel* mal wieder ein Rhino 🙂
Nach kurzer Pause folgte ein weiteres 😁
Und dann noch eins 😄
und noch eins 😏
und noch eins 🤪
und noch eins 🤩
Ganz recht ganze sechs Rhinos auf einen Streich. Man wusste gar nicht mehr wo man hinschauen sollte. Der absolute Ober-Wahnsinn!

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Doch die Rhinoherrschaft war nicht von langer Dauer. In der Ferne hörte man zuerst ein tiefes Brummen und sogleich kam eine kleine Herde aus erwachsenen Elefanten herangeeilt. Diese verscheuchten gleich mal die Rhinos vom Wasserloch. Die Rhinos leisteten noch kurz Widerstand. Dann kam allerdings der Rest der Herde aus dem Dunkeln und die Rhinos gaben sich geschlagen. Wir zählten ganze 24 Elefanten! Die Tiere stellten sich dankbarer Weise am Ende noch zu einem kleinen Gruppenbild auf.

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Wir hoffen Euch hat unser kleines Theaterstück gefallen. 😊

Und so ging ein weiterer langer aber wunderschöner Tag zu Ende. Heute werden wir nicht wieder mit einem Satz schließen, der vermuten lässt, dass es noch besser kam. Denn besser kam nun wirklich nicht mehr. Wie auch 😄
Teil 1811. Jan. 2014
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Tag 14 – 10.11.2013 – Ethosa Tag 5 -> Tsuneb -> Roys Rest Camp
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An diesem morgen hieß es nun endgültig Abschied nehmen vom Ethosa-Park, welcher uns so viele schöne Erlebnisse beschert hatte. Da wir am ersten Tag gegen 9:00 Uhr in den Park gekommen sind, lief unser Permit an diesem Tag um 10:00 aus. Wir wollten und davon allerdings nicht stressen lassen und gemütlich von Halali gen Osten Richtung von Linquist Gate ziehen. Das einzige was heute sonst noch auf dem Plan stand war, bis zu Roy´s Restcamp zu kommen, als Zwischenstopp zum Mahangu Park.

Und so gings morgens ganz entspannt mal wieder entlang unserer Lieblingsroute mit Abstechern nach Helio Goas und Springbockfontain nach Namutoni.

An diesem Morgen war nicht viel los, aber immerhin gabs nochmal ein Wiedersehen mit dem ein oder anderen Elefanten.

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Bei unserem letzten Abstecher zum Chudop Wasserloch war dann nochmal eine bute Versammlung von Elefanten, Zebras, Giraffen und Kudus zugegen. Und so kletterte Richy noch ein letztes mal auf die Fotografiestation (=Liegefläche) des Condors um die letzten Bilder zu knipsen.

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In aller Ruhe ließen wir dabei unsere Permit-Gülitgkeit ablaufen. Wir konnten uns beide nicht wirklich motivieren aufzubrechen und nun tatsächlich endgültig Richtung Ausgangs-Gate zu fahren. So genossen wir noch eine ganze Weile das bunte Treiben am Wasserloch und versuchten die schönen Bilder und Eindrücke zu konservieren.

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Irgendwann siegte aber dann doch die Vernunft, wir sagten den Tieren "auf Wiedersehen" (hoffentlich) 🙂 und wir rissen uns los. In Namutoni haben wir uns noch kurz den zusätlichen Tagespermit besorgt und dann durchquerten wir tatsächlich das Gate.

BAMM!
Da waren wir wieder! Nach fünf Tagen raus aus dem Park zurück in der Zivilisation, der Gedanke gefiel uns überhaupt nicht. 🙁

Die erste Stunde hatten wir auch erhebliche Anpassungsprobleme nicht mehr ruhig dahin zu cruisen und mit verkniffenen Augen nach Tieren Ausschau zu halten. 😵 Und dann diese vielen Autos... 😐

Der Weg nach Tsuneb war perfekt ausgebaut und wir kamen schnell dort an. Direkt am Ortseingang war auch gleich ein Spar an dem wir Vorräte auffüllen wollten. Der Nedbank-ATM am Eingang spielte mal wieder Katz und Maus mit unserer VISA-Karte. Es gab nämlich nur genau eine Kombination aus "Credit, Cheque, Savings" und dem Betrag den er akzeptierte. Schließlich gelang es doch noch dem Automaten N$ 500 abzuluchsen und das was in Verbindung mit dem verbliebenen Devisen für den Einkauf reichen sollte.

In Tsuneb City haben wird dann nochmal Geld abgehoben, das für den Rest der Reise in etwa reichen sollte. Sonst haben wir uns nicht lange aufgehalten. Es war ziemlich heiß und nach den Tagen der Ethosha - Euphorie merkten wir, dass die langen Tage, das konzentrierte Schauen, die Hitze und die Achterbahn der Gefühle Ihren Tribut forderten. In anderen Worten: Wir waren ganz schön platt und wollten uns eigentlich nur ausruhen.

Also gings ohne lange Umschweiße zu Roy´s Restcamp, welches direkt an der asphaltierten Hauptstraße nach Norden liegt. Die Aufmachung des Camps war eine sehr positive Überraschung. Wir hatten eigentlich ein recht einfaches Rastlager an der Schnellstraße erwartet, das nur für Zwischenstopps genutzt wird. Was wir antrafen war allerdings ein skurilles mit viel Liebe und Kreativität aufgemachtes Camp. Es gab einen schönen Pool, frei laufende Tiere auf dem Gelände, markierte (kleine) Wanderwege und vorbildlich saubere Sanitäreinrichtungen. Die Campingplätze gut ausgestattet und hatten sogar eine kleine grüne Liegefläche. Es war inzwischen Nachmittag und unerträglich heiß (>40°C) geworden. So galt unser erstes Interesse natürlich dem Pool. Danach in den Schatten des Campingplatzes. Beim Entspannen auf der Liegefläche bekammen wir dann unerwarteten Besuch:

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Das war im ersten Moment schon ein Schock wenn man so schlaftrunken auf dem "Rasen" liegt und auf einmal spaziert so eine Riesenheuschrecke auf einen zu.

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Für die letze Sonnenstunde des Tages rafften wir uns noch einmal auf und machten die kurze "Dik-Dik" Wanderung, die ganz nett zum Beine vertreten war.

Am Abend kochten wir uns dann mit den frischen Vorräten noch ein schmackhaftes Dinner (frischer Salat mit Würstchen) und verschwanden in den Camper. Die Temperatur fiel allerdings auch nachts kaum, sodass wir keine Ruhe fanden. Wir konnten lediglich das Fahrer- und Beifahrerfenster öffnen, da wir nur hierfür Mückenschutz-Netze bekommen hatten. So stand die Luft im Camper und wir taten kaum ein Auge zu. 🙁
Teil 1911. Jan. 2014
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Tag 15 – 11.11.2013 – Roys Rest Camp -> Mahangu National Park / Nunda River Lodge - Tag 1
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Nach einer Nacht ohne viel Schlaf aber umso mehr Schweiß waren wir früh wach und richtig gerädert. Es war auch am Morgen noch, oder schon wieder, richtig warm und schwül. Nach einem entspannten Frühstück brachen wir wieder auf. Das Ziel war bis zum Nachmitag in der Nunda River Lodge vor dem Mahangu National Park, nahe der Grenze zu Botswana, anzukommen. Also zurück auf die B8 und dann hieß es Teerstraßenkilometer fressen bis nach Rundu. Das aufregenste an der Strecke war eine Polizeikontrolle, welche wir aber ohne Probleme passierten, obwohl Julia fuhr die ihren Originalführerschein ja nicht dabei hatten. 😗

Am Ortseingang von Rundu legten wir einen Tankstopp ein und wurden auf ein "Tourist Route"-Schild aufmerksam. Wir konsultierten unseren Iwanowski Reiseführer und dieser schwärmte von der interessanten "alten" Straße am Okavango entlang. Da uns eine Abwechslung zur Teerstraße ganz recht kam, beschlossen wir dieser Touristenattraktion zu folgen. Der Schotterweg war jedoch nicht unbedingt landschaftlich reizvoll, da man den Fluss so gut wie nie sah und die Landschaft recht eintönig war. Das interessante war wenn dann, das man an einem kleinen Dorf nach dem anderen vorbeikamm, Unmengen von Menschen und Schulkindern auf der Straße waren und es kein Schild mehr gab, das einen zurück auf die Hauptstraße lotste. Für diese Strecke waren unsere Karten auch nicht gerade eine große Hilfe, da die ganzen kleinen Dörfer nicht eingezeichnet waren. Und so haben wir uns schließlich einfach mal ein Herz genommen und sind der Himmelrichtung folgend abgebogen in der Hoffnung wieder auf Hauptstraße zu kommen. Und so war es dann zum Glück auch. 🙂

Ohne weitere Zwischenfälle oder Erlebnisse kamen wir am späten Nachmittag dann auch an der Nunda River Lodge an. Cameron, einer der Inhaber, begrüßte uns herzlich und zeigte uns die schöne Anlage. Wir hatten vorab Campsite Nr. 7 reserviert. Dies war ein Tipp aus dem Forum (vielen Dank) und wir können bestätigen, dass dies wohl der Beste Campingplatz ist, da es der einzige ist, der direkt am Wasser ist und Schatten spendende Bäume hat. Nach kurzer Einrichtungszeit meldeten wir uns noch für die sundowner Bootstour an. Es war immer noch drückend heiß. Am Eingang des Camps entdeckten wir dann schließlich auch ein Thermometer, welches am späten Nachmittag immer noch 42°C im Schatten zeigte. Kein Wunder, dass wir seit zwei Tagen so zu kämpfen hatten.

Kaum waren alle an Bord dröhnte auch schon der Donner in nicht allzuweiter Ferne. Und wenige Minuten war es dann endlich so weit: In all der Hitze und Schwüle entlud sich ein gewaltiger Regen. Es war richtig zu spüren, wie alles um uns herum unter diesem erlösenden Regen aufatmete. Das Boot hatte ein Tuchdach, welches aber wohl eher als Sonnenschutz konzipiert war und so steuerte uns der Bootsführer noch zusätzlich gekonnt unter einen schützdenden Baum. Der Platzregen war nur von kurzer Dauer und bereits nach ca. 15 Minuten war alles vorbei, das Klima anschließend jedoch wesentlich angenehmer.

Im weiteren Verlauf der Bootsfahrt sahen wir mehrere Hippo-Familien, ein kleines Krokodil und wir besuchten die Popa-Falls.


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Ein "Happy" Hippo

Auch Fischer in ihren traditionellen Einbäumen kreuzten unseren Weg.

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Erstaunlich war insbesondere, dass Sie sich mit Ihren so kleinen Booten so nah an die Hippos ran trauten, trotz all der Angriffe durch die Flusspferde.

Zum Ende der Fahrt gab es dann noch einen wunderschönen Sonnenuntergang.

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Als wir zurück im Camp waren, bereiteten wir uns noch ein leckeres Abendessen am Grill, während wir weiterhin direkt von unserem Platz aus die Hippos vor dem roten Abendhimmel beobachten konnten. Besser als jeder Kinofilm....

Am Abend saßen wir noch lange am Lagerfeuer, lasen entspannt unsere Bücher und lauschtem dem Chor der Hippos. Phantastisch....
Teil 2012. Jan. 2014
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Tag 16 – 12.11.2013 – Mahangu National Park / Nunda River Lodge - Tag 2
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Im Vergleich zum Vortag hatten wir herrlich gut geschlafen. Nach dem Wolkenbruch am Abend waren die Temperaturen merklich gesunken und auch auf tieferem Level geblieben. An diesem Morgen ließen wir uns schön viel Zeit mit dem Aufstehen und frühstücken. Heute stand nur der Besuch des kleinen Mahangu National Parks auf dem Programm und sonst galt es zu relaxen.

Cameron (Camp-Besitzer) versorgte uns noch mit einer spontan per Hand gezeichneten Karte des NP, welche deutlich hilfreicher war als der offiziele Kartenausschnitt, welcher am Gate verteilt wird. Zudem gabs von Cameron noch ein paar Tipps zu Sichtungen und natürlich viele Glückwünsche. Gut informiert und ausgestattet ging es dann morgens auf dem Park. Dieser lag nur einen Katzensprung vom Camp entfernt. Wir lösten das Permit für einen Tag und starteten unsere Pirschfahrt. Im Park gibt es im wesentlichen eine 2x4 Pirschstrecke, eine 2x4 "Hauptstraße" welche zur Grenze nach Botswana führt und einen 4x4 Weg, welcher sowohl von Cameron wie auch der Parkverwaltung mit "Don´t even think about it" kommentiert wurde. Der große Unterschied zum Ethosa ist, dass die Vegitation eine völlig andere ist. Die Umgebung um den Weg ist dicht und grün bewachsen. Zudem fährt man nicht von einem Wasserloch zum anderen, in der Hoffung Tiere zu sehen sondern hier ist eher "der Weg das Ziel", dementsprechend langsam und gemütlich fährt man die Strecke ab.
Des Weiteren gibt es hier zahlreiche Tierarten welche z.B. im Ethosa nicht zu sehen sind. Dazu zählen unter anderem: Wasserbüffel, Flusspferde, und Rappenantilopen.

Die letzten beiden Arten konnten wir bei unserer Morgentour dann auch gleich sichten.

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Große Raubtiere konnten wir leider keine aufspüren, dafür aber Zeichen Ihres Daseins.

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Besonders gut haben uns auch die eindrucksvollen Bäume im Park gefallen, sowie deren bunte Bewohner.

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Gegen 11:00 stiegen die Temperaturen bereits wieder und wir traten den Rückzug zum Camp an. Das Park-Permit gilt tageweise und so wollten wir die heißen Mittagsstunden am Pool verbringen und am späten Nachmittag noch einmal zurückkommen.

Und dann war es so weit: Nach gut zwei Wochen on tour legten wir den ersten faulen Poolnachmittag ein. Es war direkt ungewohnt. Es gab zwar auch bisher die eine oder andere Ruhepause aber diese war meist erst Abends oder nachts und wurde zudem zur weiteren Plannung der Reise und Route genutzt.
Und so begannen wir unsere Bücher zu lesen und im Halbstundentakt zwischen Pool und Liege zu wechseln. 😄

Gegen halb vier gings dann aber doch nochmal los, zurück in den Mahangu. Die Route war uns ja bereits bekannt und die zwei Stunden bis zum Torschluss des Parks gut geeignet um die Pirschroute einmal hin und zurückzufahren. Auf der Nachmittagsrunde gab es dann auch wieder ein Wiedersehen mit unseren geliebten Elefanten. Im Gegensatz zum Ethosa war die eher grün/brauen Farben von Tieren und Umgebuntg eine schöne Abwechslung.

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Auch wenn wir nicht zu ausgesprochenen Vogelfans gehörten so fanden wir hier auch in den Baumwipfeln öfter ein schönes Motiv. Wir werden jetzt aber nicht soweit gehen, diese bezeichnen zu wollen.

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Zudem gibt es im Park viele Affen, welche natürlich auch immmer für ein nettes Foto gut sind.

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Als Richy gerade einen weiteren Vogel in den Baumkronen fotografieren wollte, schrie Julia plötzlich laut auf. Nach einem Blick auf die Straße war auch klar warum: Ein schön gemusterter Waran überquerte direkt vor uns den Weg:

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Kurz nach Verlassen des Gates gab es dann noch einmal Aufregung. Julia legte beim Rückweg zum Camp plötzlich ein Ausweichmanöver hin, da eine Schlange auf den Weg kroch. Wir setzten noch einmal vorsichtig zurück. Was der Schlange offensichtlich gar nicht gefiel. Sie richtete sich auf und blickte uns an.

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Bilderrätsel 3: Was bin ich? -> Lösung: Afrikanische Speikobra (Naja nigricollis). Danke an Konni aka Daxiang

Zurück im Camp ließen wir den Tag gemütlich ausklingen: Zuerst gemütlich am Wasser grillen und den sunset beobachten und danach noch am Lagerfeuer zum Chor der Hippos lesen.
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