"Simbabwer übernehmen China-Läden"...

26 Antworten · 4’420 Aufrufe · gestartet 24. Nov. 2013 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200624. Nov. 2013 ·
Hi zusammen,

"Alle Ausländer in Simbabwe müssen bis spätestens 1. Januar 2014 ihre Geschäfte schließen. Dieses Ultimatum hat die Regierung des Landes gestellt, wie ein Sprecher von Präsident Mugabe bekannt gab. Nach offizieller Aussage des Indigenisierungs-Ministeriums ist es nicht mehr erlaubt, dass Ausländer Geschäfte und Unternehmen in Simbabwe besitzen. Auf Grundlage eines Gesetzes aus dem Jahr 2007 müssen alle Unternehmen zu mindestens 51 Prozent in Hand schwarzer Simbabwer sein. Alle Ausländern die sich nicht an das Gesetz halten werden festgenommen."
(Quelle: Hitradio Namibia)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
785 Beiträge · seit 200824. Nov. 2013 ·
Hi,

na, prima, jetzt wird bestimmt alles besser!

Gratulation an Herrn Mugabe für dieses tolle Gesetz!


Kopfschüttelnde Grüße


Markus
2’612 Beiträge · seit 200724. Nov. 2013 ·
travelNAMIBIA schrieb:Hi zusammen,

"Alle Ausländer in Simbabwe müssen bis spätestens 1. Januar 2014 ihre Geschäfte schließen. Dieses Ultimatum hat die Regierung des Landes gestellt, wie ein Sprecher von Präsident Mugabe bekannt gab. Nach offizieller Aussage des Indigenisierungs-Ministeriums ist es nicht mehr erlaubt, dass Ausländer Geschäfte und Unternehmen in Simbabwe besitzen. Auf Grundlage eines Gesetzes aus dem Jahr 2007 müssen alle Unternehmen zu mindestens 51 Prozent in Hand schwarzer Simbabwer sein. Alle Ausländern die sich nicht an das Gesetz halten werden festgenommen."
(Quelle: Hitradio Namibia)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Hallo Christian,

kannst Du vielleicht eine richtige Quelle benennen? In der Praxis wird es auch nach dem 1.1.2014 noch Weisse mit Mehrheitsbeteiligung und eigenem Business geben. Halte das für den "offiziellen" Sprachgebrauch, um den harten Hund zu markieren. Ich möchte nichts beschönigen, aber unter Mugabe sind wesentich weniger Menschen zu Schaden gekommen als im Kongo oder in Ruanda oder in Mozambique.

Schauen wir, was an Neujahr passiert.

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum
zuletzt bearbeitet 24. Nov. 2013
Themenstarter33,2k Beiträge · seit 200624. Nov. 2013 ·
Hi Volker,

was ist den eine "richtige Quelle"? Die Nachrichtenagenturen dieser Welt sind ja die gleichen überall 🙂 Aber Du kannst es z.B. hier auch nachlesen: http://www.news24.com/Africa/News/Zimbabwe-Foreigners-must-close-shops-by-Jan-1-20131123

Viele Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast24. Nov. 2013 ·
Die üblichen zimbabwe‘schen Wechselbäder. Kaum ist der Boss außer Haus, geht das Wadlbeißen los. Dabei wurde erst unlängst berichtet, dass die ZANU-PF nach gewonnener Wahl nun etwas um Deeskalation bemüht sei. Auch gezwungenermaßen wegen leerer Kassen (der Wahlsieg hatte seinen Preis), siehe z.B. Hwange Colliery und Van Hoogstraten. Wenn das so durchgezogen wird (was ich persönlich noch nicht glauben kann/will), wären für den Tourismus Verkehrsstrafen das geringere Problem gegenüber Benzin- und Lebensmittelversorgung. Weil ja der ganze Handel (und nicht bloß kleine Läden) davon betroffen wäre, eine Katastrophe für das Land. Aber in Zimbabwe ist wohl alles möglich, also kann man auch noch auf bessere Einsicht hoffen, Werner

Indigenous and Economic Empowerment Act: Major economic sectors
There following are 14 major sectors of the economy which are recognised by law and subject to the indigenisation programme:
Agriculture and Agro-Processing;
Arts, Entertainment and Culture;
Education and Sport;
Energy;
Engineering and Construction;
Financial Services;
Health Services;
Manufacturing;
Mining;
Services;
Telecommunications and ICT;
Tourism and Hospitality;
Trading; and
Transport and Motor Industry.
Gast24. Nov. 2013 ·
Hallo,

wie Werner schreibt, sind nicht alle Branchen betroffen und je nach Quelle gibt es etwas unterschiedliche Aussagen, in welchen Branchen das nun durchgesetzt werden soll. In anderen Artikeln wird derzeit vor allem auf den Einzelhandelsbereich abgestellt, in dem man sich dagegen wehren möchte, das chinesische Händler die lokalen Händler platt machen. Der Tourismussektor wird da nicht genannt.

So oder so schießt sich Simbabwe mit der Indigenisierung wohl ins eigene Knie. Das Land braucht dringendst Investitionen, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bekommen. Der Staat selber kann das nicht mehr leisten. Er ist selbst faktisch pleite und bei einem Verschuldungsgrad von ca. 180% des BIPs und mit dieser politischen Führung im Ausland nicht kreditwürdig. Wohl nicht mal in China, wenn man als Sicherheit nicht Minen o.ä. verscherbelt. Seitdem man aus ökonomischen Zwängen die eigene Währung aufgegeben hat, kann man auch nicht mehr einfach Geld drucken, um Investitionen zu finanzieren. Man ist also auf private Investitionen - primär aus dem Ausland - angewiesen. Da nur Geld rein zu schießen, ohne das Sagen und halbswegs Rechtssicherheit zu haben, ist für ausländische Investoren aber natürlich extrem unattraktiv.

Beste Grüße

Guido
Gast24. Nov. 2013 ·
Nachtrag: In allen von der chinesischen Händler (und Produkt) –Schwemme betroffenen Ländern wird es wohl auch andere gesetzliche Möglichkeiten und Maßnahmen geben, um dagegen vorzugehen.
Werner 
2’338 Beiträge · seit 200724. Nov. 2013 ·
@Volker, du schriebst:
In der Praxis wird es auch nach dem 1.1.2014 noch Weisse mit Mehrheitsbeteiligung und eigenem Business geben
In dem von Christian geposteten Artikel ist von Ausländern die Rede, nicht von weissen Zimbabwern. Tatsächlich gibt es unter den weissen Zimbabwern noch einige, welche ihr Geschäft (vorläufig noch) zu 100 % besitzen. Bei Ausländern sieht es viel dramatischer aus. Ein guter amerikanischer Bekannter von uns wollte in Zimbabwe eine Lodge bauen, durfte das Haus zwar bauen, hätte aber 51 % dem Staat schenken müssen um eine Lodge- Bewilligung zu bekommen. Nun ist es halt keine offizielle Lodge geworden, sondern eine "Gratisunterkunft" für Freunde. Wer möchte denn unter solchen Bedingungen noch investieren?
Ich möchte nichts beschönigen, aber unter Mugabe sind wesentich weniger Menschen zu Schaden gekommen als im Kongo oder in Ruanda oder in Mozambique.
Die ca. 3 Millionen Zimbabwer, welche aus purer Not in den letzten Jahren ihre Heimat verlassen mussten, zählst du nicht zu den Opfern? 🙁

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
2’612 Beiträge · seit 200724. Nov. 2013 ·
Erika schrieb:@Volker, du schriebst:
In der Praxis wird es auch nach dem 1.1.2014 noch Weisse mit Mehrheitsbeteiligung und eigenem Business geben
In dem von Christian geposteten Artikel ist von Ausländern die Rede, nicht von weissen Zimbabwern. Tatsächlich gibt es unter den weissen Zimbabwern noch einige, welche ihr Geschäft (vorläufig noch) zu 100 % besitzen. Bei Ausländern sieht es viel dramatischer aus. Ein guter amerikanischer Bekannter von uns wollte in Zimbabwe eine Lodge bauen, durfte das Haus zwar bauen, hätte aber 51 % dem Staat schenken müssen um eine Lodge- Bewilligung zu bekommen. Nun ist es halt keine offizielle Lodge geworden, sondern eine "Gratisunterkunft" für Freunde. Wer möchte denn unter solchen Bedingungen noch investieren?
Ich möchte nichts beschönigen, aber unter Mugabe sind wesentich weniger Menschen zu Schaden gekommen als im Kongo oder in Ruanda oder in Mozambique.
Die ca. 3 Millionen Zimbabwer, welche aus purer Not in den letzten Jahren ihre Heimat verlassen mussten, zählst du nicht zu den Opfern? 🙁

Viele Grüsse
Erika
@Erika,

ich habe sehr wohl die Unterscheidung Weisse / weisse Zimbabwer vor Augen, wenn ich meine Aussagen treffe. In Botswana gibt es übrigens ähnliche Bemühungen, um ausländische Investoren in Schach zu halten. Man wird trotzdem Investoren finden, wenn die Rendite(versprechen) stimmen, nur wird es dann für die Kunden teurer.Oder es läuft beispielsweise so, wie Du es schilderst.

Und drei Millionen Flüchtlinge sind viel, im Verhältnis zur Bevölkerungszahl aber weniger Opfer als in den besagten anderen Ländern, v.a. wenn ich das auf Ermordungen einschränken würde.

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum
2’612 Beiträge · seit 200724. Nov. 2013 ·
travelNAMIBIA schrieb:Hi Volker,

was ist den eine "richtige Quelle"? Die Nachrichtenagenturen dieser Welt sind ja die gleichen überall 🙂 Aber Du kannst es z.B. hier auch nachlesen: http://www.news24.com/Africa/News/Zimbabwe-Foreigners-must-close-shops-by-Jan-1-20131123

Viele Grüße
Christian
Hallo Christian,

ich bevorzuge daher gern sog. Primaerquellen, um mir ein eigenes Bild machen zu können.

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum
2 Beiträge · seit 201324. Nov. 2013 ·
Leider der falsche Weg.

Cornelia
Cornelia
983 Beiträge · seit 201124. Nov. 2013 ·
Kim Jong Mugabe
Beste Grüße rhh64
Gast24. Nov. 2013 ·
@ Quellen:
http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-25053618
http://www.herald.co.zw/30-day-ultimatum-for-foreign-shops/
@ Indegenisation aus obig:
“ALL foreigners operating retail and wholesale businesses, barbershops, hairdressings, beauty salons, bakeries, employment agencies and grain milling which are classified as reserved sectors of the economy risk being arrested next month if they continue doing business……..”
Manche Berichte und Formulierungen sind so allgemein wie obig bzw. nicht nur chinesische und nigerianische Händler eingeschränkt, obwohl diese den Anlass liefern. Was die Regierung machen wird, weiß sie vermutlich selbst nicht. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass Handelsunternehmen wie Spar, Pick n Pay, TM (Meikles) diese Auflage schon erfüllen oder überhaupt können oder jemals erfüllen möchten.
Werner
Nachsatz: Um das kompakt zu halten, füge ich meinen Nachsatz direkt hier ein: Diese Pläne und Vorgaben sind ja nichts Neues, neu ist nur, dass es plötzlich eine „Aktion Scharf“ gibt.
zuletzt bearbeitet 24. Nov. 2013
2’349 Beiträge · seit 200924. Nov. 2013 ·
Was heißt das denn z.B. für das von deutschen Besitzern geführte Amadeus Garden Guesthouse in Victoria Falls???

Weiß jemand da etwas Näheres?

Vielen Dank.

LG, Otji
7’316 Beiträge · seit 200624. Nov. 2013 ·
... Zimbabwe versucht, etwas dagegen zu unternehmen, dass die einheimischen Läden verdrängt werden. Das ist soweit nachvollziehbar und das Volk erwartet sicherlich auch eine entsprechende Reaktion. Dass sie nun so ausfällt, ist sicherlich nicht ganz so glücklich und wird vermutlich nicht zum Vorteil der Menschen enden.

Aber was will man erwarten von einem Land, dessen Präsident seinerzeit in rauen Mengen Geld drucken ließ, um die Inflation zu bekämpfen? Das ging damals so lange, bis das gedruckte Geld nicht einmal so viel wert war, um damit Papier zum Drucken von weiterem Geld kaufen zu können.

Mal sehen, wohin die Fahrt diesmal geht. Die Menschen in diesem Land haben es echt nicht leicht ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
3’173 Beiträge · seit 200626. Nov. 2013 ·
Otjikoko schrieb:Was heißt das denn z.B. für das von deutschen Besitzern geführte Amadeus Garden Guesthouse in Victoria Falls???

Weiß jemand da etwas Näheres?

Vielen Dank.

LG, Otji
Da wird nix passieren, schliesslich ist Mirjam Zimbabwerin

Gruss aus Katima
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
2’349 Beiträge · seit 200926. Nov. 2013 ·
Hallo Jörg,

Ok, super!

Vielen lieben Dank.

LG, Otji!
2’530 Beiträge · seit 201127. Nov. 2013 ·
Es geht hier hauptsächlich um die Chinesen, welche Zim bis jetzt nicht die versprochenen 10Billionen haben zukommen lassen! 😗
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
2’349 Beiträge · seit 200927. Nov. 2013 ·
Aber das neue Gesetzt betrifft doch alle Ausländer bzw. ausländischen Unternehmen, oder sehe ich da etwas falsch?

Das trifft dann nicht nur Chinesen...

LG, Otji
2’530 Beiträge · seit 201127. Nov. 2013 ·
Es kann sicher auf alle umschlagen, aber momentan sind die Chinesen dran. Habe das aus erster Hand von einem Freund in Harare, welcher eine Transportfirma betreibt. Er ist auch nur permanent Resident wie viele andere auch.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!