Vergehen beim "Off Road Driving"

16 Antworten · 2'376 Aufrufe · gestartet 19. Sept. 2013 von piscator
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Themenstarter1'483 Beiträge · seit 200919. Sept. 2013 · #1
Liebe Fomis,
ein meiner Meinung nach informativer Bericht. Ich hoffe, dass sich keiner von euch als Sünder angesprochen fühlen muss. Zitiert wir auch Chris Nel, vielen ja bekannt.

Gruß Piscator

Off road
zuletzt bearbeitet 19. Sept. 2013
2'664 Beiträge · seit 201219. Sept. 2013 · #2
Der sog. Dorob Nationalpark ist genauso Spinnerei wie die Froschpfade gruener Spinner in Europa. Auch wird keine Duene durch Befahren dauerhaft zerstoert. Hier versuchen Tour Operators Muenze draus zu schlagen.
33,1k Beiträge · seit 200619. Sept. 2013 · #3
Hi zusammen,

der gute Herr Nel bekommt da auch was durcheinander. Es macht sich natürlich - v.a. bildlich - "schöner", wenn man Dünen zeigen kann - wer will schon eine trockene Ebene schützen. In en Dünen bleiben Spuren natürlich nicht jahrelang, sondern genau einen Tag und die Wahrscheinlichkeit, dass man in der Unmenge von Sand gerade mit seiner Spur eine Eidechse oder so platt fährt ist auch sehr gering. Deshalb ist ja in Teilen des Dünengürtels das Fahren erlaubt.

Wo die Zerstörung noch nach zig Jahren zu sehen ist, sind die Ebenen mit festerem Untergrund (z.B. das Damara-Tern Brutgebiet und östlich der Dünen). Und da darf eh niemand kreuz und quer fahren - nicht mal die Südafrikaner 😉 Man darf sogar nur noch an ausgewiesenen Stellen am Strand fahren etc. - alles Dank der Südafrikaner und ihres, sagen wir mal, mangelnden Verständnisses...

Viele Grüße
Christian
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2'516 Beiträge · seit 200919. Sept. 2013 · #4
Danke @ Swakop mal wieder für Deine profunden Erläuterungen.Ich wünsche mir,dass Du mal ein Buch schreibst,so a la :H.erklärt euch die Welt,wie sie wirklich ist...Ich würde es kaufen,ehrlich.Ich verspräche mir hohen Unterhaltungswert.

Hallo,
ich glaube kaum,dass Chris hier irgendwas durcheinander gebracht hat,allenfalls erweckt das kaum passende Foto einen falschen Eindruck,da es eine Sanddüne zeigt,im Artikel aber explizit von den empfindlichen gravel plains ( und den lichen fields ) die Rede ist.Wohl eher ein mal wieder schlecht geschriebener Artikel.Der ist dann aber wohl eher dem Journalisten anzuhängen...

Viele Grüsse,Fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
33,1k Beiträge · seit 200619. Sept. 2013 · #5
Hi Fotomatte,

"“People break the law. A lot of people visit the dunes and drive across them, leaving behind irreversible tracks,” he said. " Ist ja fürchterlich deutlich 😉 Klingt für mich nach Dünen...

Viele Grüße
Christian
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439 Beiträge · seit 200919. Sept. 2013 · #7
fotomatte schrieb:Danke @ Swakop mal wieder für Deine profunden Erläuterungen.Ich wünsche mir,dass Du mal ein Buch schreibst,so a la :H.erklärt euch die Welt,wie sie wirklich ist...Ich würde es kaufen,ehrlich.Ich verspräche mir hohen Unterhaltungswert. Viele Grüsse,Fotomatte
Er ist halt recht einfach gestrickt, irgendwie übriggeblieben aus der Zeit unserer Großeltern . . .
1'455 Beiträge · seit 200619. Sept. 2013 · #8
Es ist immer eine Frage der Anzahl, wo viele Menschen sind, braucht man Regeln.

Nur als Beispiel:
Frueher gabe es noerdlich von Cape Cross WENIGE Fahrspuren in Richtun g Messum-Krater.
Und heute? Hunderte. Entweder weil einer abkuerzen wollte, mit seinem 4x4 "Neuland" befahren wollte,.....

Wer bei Chris mal die Fotos aus dem Flugzeug gesehen hat, kann es sich ein bisschen vorstellen.

Wo soll den das enden?
Wenn wenige Autos im Jahr durch die Duenen fahren, geht wenig kaputt. Aber wenn Unverbesserliche oder Leute aus SA (weil es da verboten ist) in Mnegen ueber die Duenen brezeln, da ueberlebt nix.
Egal ob Duene oder Schotterflaeche. Nur dass nach ein bisschen Wind die Spur auf der Duene weg ist.

Und liebe ein bisschen "beschnittene" Freiheit und dafuer die Chance, das noch ein paar Jahre geniessen zu koennen.

LG Jens
33,1k Beiträge · seit 200619. Sept. 2013 · #9
Hi Fotomatte,

klar, nur dieser Satz ist schlicht Unfug - ob das nun an der Rechercherstärke des Namibian liegt oder an Chris weiß ich nicht. Insofern muss ich mich korrigieren in meinem ersten Posting.

Viele Grüße
Christian
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7'296 Beiträge · seit 200619. Sept. 2013 · #10
Swakop1952 schrieb:Der sog. Dorob Nationalpark ist genauso Spinnerei wie die Froschpfade gruener Spinner in Europa.
... was nicht Deiner Meinung entspricht, ist immer gleich falsch, Unsinn oder Spinnerei. Dieser Ton muss doch nicht so sein, oder? Wenn Du sagen würdest, es wäre Deiner Meinung nach Unsinn, könnte man das noch halbwegs akzeptieren, aber Du stellst ja immer allwissend die "Fakten" dar. Oft ist es aber nur das, was Du aus Deinem Blickwinkel als Fakten betrachtest.

Zu den Froschpfaden der "grünen Spinnern" ...
Hier gibt es ganze Landstraßen, die zur Zeit der Krötenwanderung am Einbruch der Dunkelheit komplett gesperrt werden. Das trifft auf die Akzeptanz der dort lebenden Leute, die oft einen Umweg von 'ner Viertelstunde fahren müssen. Die Sperrung ist aber sinnvoll, denn hier sind bei Dunkelheit die Straßen komplett bedeckt von den inzwischen vom Aussterben bedrohten Tieren.
- die Tiere haben auch ein Recht auf Leben
- würde man die Autos da weiter fahren lassen, gäbe es am nächsten Tag eine sehr unschöne, stinkende und rutschende Fahrbahn, auf der das ein oder andere Auto auch mal in 'nen Baum rutschen würde.
- die ganzen Überreste des Massakers würden im Laufe der Zeit die Population von Ratten ziemlich steigen lassen.

Aber nein, alles nur "Spinnerei" von "grünen Spinnern".
Vielleicht auch nur der Weitblick von Menschen, die erkennen, dass zu einem langfristigen Überleben auch eine Artenvielfalt gehört und nicht nur ein abendliches Kudusteak auf dem Grill und ein Windhoek Lager.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
649 Beiträge · seit 200720. Sept. 2013 · #11
Wo es immer mehr Menschen gibt, gibt es auch immer Quadbikes und 4x4..... Ich bin ehrlich gesagt ziemlich erschrocken darüber, wie sich Namibia in den letzten 15 Jahren entwickelt hat.

Ob jetzt bereits akut Schäden durch das Offroad-fahren entstanden sind oder nicht - das ist doch nur eine akademische Diskussion. Wenn es keine gesetzliche Regleung gegeben hätte und jeder weiterhin durch die nährer und weiter Umgebung von Swakopmund hätte brettern dürfen, wie er will - dann wären Umweltschäden bei dem starken Anstieg der motorisiereten Besucher unausweichlich.

Ich bin froh, daß es Menschen wie Chris gibt, der sich engagiert und versucht, solche Naturwunder für unsere Kinder und Enkel zu erhalten!
2'664 Beiträge · seit 201220. Sept. 2013 · #12
Liebe Leute,
ich danke fuer die persoenlichen Angriffe, bei denen Ihr
Euch die eigenen Vorwuerfe zueigen gemacht habt. Fahrt
die Kueste mit offenen Augen ab, dann koennt Ihr gerne
qualifiziert kritisieren: Auf den Duenen gibts nichts zum
kaputt fahren . Suedlich und oestlich von WB ist alles durch
die Armee kaputt gefahren. Gefaerdete Gebiete sind alle
Kuestenregionen noerdlich des Swakopriviers.
Beste Gruesse vom
Einfach Gestrickten
1'324 Beiträge · seit 201320. Sept. 2013 · #13
@ Swakop 1952
Ich kann das im Detail nicht beurteilen, aber generell ist in diesem Fall zu viel Schutz besser wie zu wenig. Autos sollten abseits der Pisten eh nicht unterwegs sein, außer das Gelände ist dafür freigegeben.
Auch wenn ich nicht oft Deiner Meinung bin, möchte ich Dir aber sagen, dass ich mich von der obigen Meinung über Dich klar distanziere.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
zuletzt bearbeitet 20. Sept. 2013
Themenstarter1'483 Beiträge · seit 200920. Sept. 2013 · #14
Liebe Diskutierer,
Mit dem Hinweis auf den Artikel aus dem „The Namibian“ wollte ich aufmerksam machen auf die Folgen, die das Off Road-Fahren haben kann, insbesondere, wenn auf verbotenen Wegen gefahren wird.
Ich fühle mich bestätigt durch den Diskussionsverlauf, der leider wieder einige persönliche Angriffe enthält.

Was ich nicht verstehen kann, ist, dass die dühnen teilweise nur als Sandhaufen gesehen werden, bei denen die Spuren vom Wind schnell verweht werden. Die folgenden Zeilen zeigen, dass es um mehr geht:

Aus: Travel News Namibia:

The dunes host most unusual fauna and flora, all of it wonderfully adapted to the sandy environment.
Dune fauna looked out for include FitzSimons burrowing skink, Palmato geckos, sand-diving lizards, sidewinders (Peringuey’s adder), horned adders, scorpions, fish-moths, white lady spiders and reticulated sand lizards.

Die Wüste lebt, und die Kleintierwelt kann den Reifen der Wagen, Bikes oder Quads nicht entfliehen. Lizzards mit nachgewachsenen Schwänzen belegen, dass es Verletzungen gibt, sicher nicht von der White Lady verursacht. Die Vegetation wird ebenso geschädigt.

Dass die Ebenen (noch erheblich) stäker gefhrdet sind, ist bekannt, der Namibian beschränkt sich ja auch nicht nur auf die Dühnenregion.

Noch einmal: Meine Adressaten bei diesem Post sind die, die sich nicht an Regeln halten s. Namibian), weil sie nur bis zur Stoßstange denken und meinen, mit der rückkehr nach Hause sei das Thema durch.

Gruß Piscator
2'664 Beiträge · seit 201220. Sept. 2013 · #15
Hallo Reinhard,
was die bewachsenen Duenen, egal ob Namibrand oder Kalahari, anbetrifft, da stimme ich Dir zu. Dass Du bei einer Duenenfahrt einen Gecko oder eine Schlange uerrollst ist jedoch sehr unwahrscheinlich.
Gruesse
H.
2'516 Beiträge · seit 200920. Sept. 2013 · #16
Nur weil man etwas nicht sieht,heisst das noch lange nicht,das es das nicht gibt...

Ich habe schon eine überfahrene, teils skelettierte Sidewinder ( anlässlich einer Tour mit Chris ,damals als Beifahrer ) entdecken können,direkt am Fusse einer Düne,knapp vor einem Dollarbusch ( auf dem dann-zur Versöhnung-ein kleines Chamäleon sass).

Ich finde es gut,dass es den Dorob-Nationalpark,mit seinen Ge-und Verboten gibt.

Viele Grüsse,Matthias
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zuletzt bearbeitet 20. Sept. 2013
2'530 Beiträge · seit 201120. Sept. 2013 · #17
Tread lightly, leave nothing behind but your footprint! 😉
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!