Botswana: Route - mit nur einem Wagen OK?

12 Antworten · 2'262 Aufrufe · gestartet 12. Juni 2013 von alx.plch
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201312. Juni 2013 · #1
Hallo zusammen,

Wir fahren für knapp drei Wochen Ende Juni durch Botswana und haben folgende Route im Visier. Es ist ein umgebauter BushCamper4x4 mit Schlafmöglichkeiten im Wagen, etwa 150 Liter Diesel Tank. Wir sind zum ersten Mal alleine mit so einem Fahrzeug unterwegs - und mit nur einem Wagen.

Wir haben zwei - drei Übernachtungen am Anfang auf Campingplätzen gebucht. Sonst wollen wir eher frei sein - und die Deutsche Mentalität des Vorbuchens wollte sowieso nicht klappen (fast alles ausgebucht)

Ist die Route aus Eurer Sicht unter unserem Umständen aus Eurer Erfahrung eine gute Idee? Gibt es Streckenabschnitte, die eher ungünstig sind? Aus Respekt vor den Beschreibungen im Reiseführer haben wir z.B. das Durchfahren der CK ausgelassen ("Sie sollten das nur mit zwei Fahrzeugen machen...")

JOBurg -> Gaborone
Gaborone -> Kharma Rhino
Kharma Rhino -> Maun
Maun -> Okavango
OV -> Chobe
Chobe -> Makgadigadi
Makgadigadi & Nxai Pan
Makgadigadi ->"Serowe, Kharma Rhino"
Kharma Rhino -> Marakele NP
Marakele -> JoBurg Airport

Vielen Dank für Eure Ideen!
Alexander
3'080 Beiträge · seit 200912. Juni 2013 · #2
Hallo Alexander,

blöd das ich der erste bin aber die Campingplätze in Botswana sind in bester Lage ungefähr ein Jahr im voraus ausgebucht. Ohne irgendwelche Reservierung zu fahren und darauf zu hoffen das noch was frei ist ist meiner Meinung nach sehr leichtsinnig. Ich habe meine Plätze für September im letzen Jahr im September gebucht und nicht das bekommen was ich eigentlich wollte.

Warum du von Joburg über Gaborone nach Kharma fährst ist mir nicht ganz klar. Die Route über Martinsdrift ist besser zu fahren.

Für nur eine Nacht würde ich ins Delta nicht fahren, schon garnicht ohne Reservierung. Und von dort aus zurück in die Pans macht auch keinen Sinn. Generell solltest du zwei Übernachtungen pro Ziel einplanen, sonst hast du nichts davon.

Um ehrlich zu sein, eine bessere Vorbereitung wäre besser gewesen, so sieht das für mich nach Stress und wenig Urlaubsfreude aus. Und am Ankunftstag würde ich keine lange Strecke fahren sondern erstmal ankommen und relaxen, ist besser für euch und das Auto.

Warum du zweimal nach Kharma möchtest verstehe ich auch nicht so ganz.

Sorry für die ehrlichen Antworten.

lg sasowewi
Themenstarter3 Beiträge · seit 201312. Juni 2013 · #3
SASOWEWI schrieb:Hallo Alexander,

Für nur eine Nacht würde ich ins Delta nicht fahren, schon garnicht ohne Reservierung. Und von dort aus zurück in die Pans macht auch keinen Sinn. Generell solltest du zwei Übernachtungen pro Ziel einplanen, sonst hast du nichts davon.

lg sasowewi
Hi Sasowewi,

Wir bleiben natürlich mehrere Nächte überall. Das sind nur ganz grobe Wegpunkte, die wir uns vornehmen. Wie lange wir wo bleiben, dass wollen wir spontan vor Ort entscheiden können.

...und so scheiden sicher die Geister: viele halten es wie du, mit gewissenhaftem Vorbuchen, viele sagen aber auch: wir haben es auch ohne Reservierung gut hinbekommen... Naja, da uns nichts Anderes bleibt, als vor Ort zu checken, lassen wir uns eben auf das Abenteuer ein 😉

Danke für den Fahrtipp - wir müssen eine Ründe drehen von und zu JoBurg, Deshalb taucht Kharma Rhino noch zweimal auf. Wenn du für den Rückweg einen Anderen Vorschlag hast - gerne!
3'700 Beiträge · seit 200912. Juni 2013 · #4
Hallo Alexander,

gerade zurück aus Bots/Zim hier meine Anmerkungen:

Ankunft Jo´burg: Rechne bitte nach Ankunft bitte mit ca. einer Stunde Transfer zum Office Deines Wagenverleihers und ca. 2 Stunden für die Fahrzeugübergabe und das Verstauen des Gepäcks. Danach noch bis Gaborone fahren zu wollen halte ich für zu lang und deshalb auch fahrlässig. Würde im übrigen auch die Route für die N11 Groblers Bridge/Martin´s Drift nehmen, wenn Euer erstes Ziel Khama Rhino ist.

Von Khama fahrt Ihr dann ja sicher über Orapa und Rakops Richtung Maun. Auf dem Weg kommt Ihr direkt am Khumaga Gate des Makgadikgadi NP vorbei. Aus diesem Grund würde ich diesen Park und Nxai Pan am Beginn der Tour einbauen. Von Kasane aus auf dem Rückweg könntet Ihr überlegen bis Nata oder Francistown durch zu fahren oder diese Strecke mit dem Hwange NP und Matobo NP in Simbabwe zu kombinieren (Einreise bei Pandamatenga, Ausreise bei Plumtree). Dann weiter Richtung Jo´burg mit noch mindestens einer Übernachtung.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
3'080 Beiträge · seit 200912. Juni 2013 · #5
Hallo Alexander,

ok, wenn es nur die Eckpunkte sind, ich würde am ersten Tag noch bis Marakele fahren, sind knapp 250km von Joburg, Kharma kann man gut auch von der A1 machen und das kurze Stück zurückfahren und dann über Francistown, die Strecke ist deutlich besser zu fahren als über Rakops, das würde ich nicht machen.

Das mit dem Vorbuchen ist wirklich Geschmackssache, mir wäre halt das Risiko einfach zu hoch das ich die Nationalparks nur als Tagesbesucher besuchen kann, für mich als Fotograf wäre das nichts denn wenn ich nutze meistens die erste Stunde nach Sonnenaufgang und die letzte vor Sonnenuntergang für die besten Bilder.

Wenn du im Hinterkopf hast das du einige Ecken dann vielleicht nicht besuchen kannst ist es ja ok.

lg sasowewi

PS: Es gibt nur einen Autovermieter der eine Stunde vom Flughafen weg ist, alle anderen haben ihr Office in der Nähe oder bringen dir das Auto zum Flughafen.....
3'700 Beiträge · seit 200912. Juni 2013 · #6
Hallo,

die Strecke Martin´s Drift, Khama, Palapye, Serowe, Khama, Rakops ist super gut zu befahren. Keinerlei Schlaglöcher. Ab ca. 10 km hinter Martin´s Drift ist die Straße Richtung Palapye komplett neu und man fährt zügig durch bis Maun. Einzig vom Khumaga Gate bis zur A3 hat es auf wenigen Kilometern (ca. 30 km noch einige Potholes). Dieses Stück soll aber demnächst auch renoviert werden.

Dagegen ist ab Francistown in Richtung Palapye bis ungefähr Foley/Serule mit dem Neubau der A1 begonnen worden. Aktuell auf ca. 50 km. Das hält auf, da Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen 60 und 80 km. Es ist damit zu rechnen, das die Chinesen die Streckenrenovierung in nächster Zeit bis Palapye ausdehnen.

Es tut sich aktuell sehr viel in Sachen Straßenneubau in Botswana!

Herzliche Grüße
Marina

P.S.: @SASOWEWI
Wann bist Du die Strecke das letzte mal gefahren? Wir haben vom Airport zum Office des Verleihers auch nur eine halbe Stunde benötigt, aber es war später Samstagvormittag, da unsere Maschine erst gegen 10:00 Uhr gelandet ist. Im Berufsverkehr und Wochentags steckt man gerne des öfteren mal in Staus! Deshalb ist es sinniger dafür etwas mehr Zeit einzukalkulieren. Ich würden einen Wagen im Campingausrüstung immer im Headquater des Verleihers übernehmen wollen, damit nach Inspektion des Wagen noch Sonderwünsche etc. erfüllt werden können.
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zuletzt bearbeitet 12. Juni 2013
3'080 Beiträge · seit 200912. Juni 2013 · #7
Hört sich gut an, dann muss ich nicht mehr ausweichen nach Martins Drift, wir sind jetzt immer nördlich gefahren, dann hat das ja ein Ende....

Nötig hats die A1 aber wirklich...

lg sasowewi
5'479 Beiträge · seit 200912. Juni 2013 · #8
Zum Thema, ob man die von Euch geplante Strecke auch allein fahren kann: Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden. Wir sind aber schon alle von Dir genannten Strecken allein gefahren.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'664 Beiträge · seit 201212. Juni 2013 · #9
Zur Route möchte ich nichts sagen.

Laß Dich in den Parks nicht abwimmeln. Es gibt immer Übernachtungsmöglichkeiten, auch ohne Reservierung.
Sei es auch in einem der Nachbarcamps.

Nur ein heißer Tip, wo es jetzt so trocken und der Sand so locker ist: Kaufe Dir im nächsten Baumarkt eine richtige Schaufel, oder lasse Dir eine vom Vermieter mitgeben. Die Spaten/ Klappspaten der Autovermieter sind Müll, mit denen kannst Du kein Auto freischaufeln wenn Du es im dicken Sand fest fährst. Zur Zeit bleiben viele Europäer in BOT selbst auf den Hauptwegen aufgrund mangelnder "Sanderfahrung" hängen, und lassen dann außerdem noch die Räder so lange durchdrehen, bis das Fahrzeug mittig voll aufliegt und sie dieses freischaufeln müssen. Außerdem ein Unterlegbrett für den Wagenheber nicht vergessen.
3'700 Beiträge · seit 200912. Juni 2013 · #10
Nur ein heißer Tip, wo es jetzt so trocken und der Sand so locker ist:
Das kann ich für dem Makgadikgadi nur bestätigen. Der Sand war im Vergleich zu 2011 viel unangenehmer. Auch wir mussten zwei mal schaufeln... 😛

Herzliche Grüße
Marina
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1'409 Beiträge · seit 201012. Juni 2013 · #11
Hallo Alexander,

wir haben 2011 auch den Chobe/Moremi, Makgadigadi + Nxai besucht (s. Reisebericht in Signatur). Wir waren allerdings im April unterwegs, also noch zur Regenzeit. Es war kein Problem mit einem Auto. Ich denke, dass muss halt jeder für sich entscheiden, ob er sich in Anwesenheit eines Zweitfahrzeugs wohler fühlt. Aber grundsätzlich sollte es kein Problem sein, wenn man halt die entsprechenden Massnahmen ergreift und ein entsprechendes Fahrzeug hat.

Wegen der Vorbuchung hast ja schon Input bekommen. Wir haben auch fast ein Jahr im voraus gebucht und selbst im KTP haben wir 10 Monate im voraus schon nicht mehr die Plätze bekommen, welche wir wollten. Ist halt auch Geschmackssache. Manche gehen lieber auf Nummer sicher (wie z.B. ich bisher 😏), andere lieben die Spontaneität und sind flexibel, wenn sie mal nicht in den Park kommen sollten...

LG
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
Themenstarter3 Beiträge · seit 201312. Juni 2013 · #12
Swakop1952 schrieb:Zur Route möchte ich nichts sagen.
Jetzt hast du mich aber neugierig gemacht. weil? Würdest du Andere Empfehlungen aussprechen?

Sonst: vielen Dank für Deinen hilfreichen Tipp, schreibe Dir sobald er uns das Leben gerettet hat 😉

Grüße!
Alex
4'129 Beiträge · seit 200813. Juni 2013 · #13
Hallo, alx.plch!

Du fragst:
„Ist die Route aus Eurer Sicht unter unserem Umständen aus Eurer Erfahrung eine gute Idee? Gibt es Streckenabschnitte, die eher ungünstig sind?“
Wie soll man dir etwas darüber sagen, ob es unter euren „Umständen“ eine „gute Idee“ ist oder ob es „eher ungünstige Streckenabschnitte“ gibt?
Ehrlich gesagt:
Ich kann keine konkrete Route entdecken und auch keine konkreten Streckenabschnitte, zu denen ich etwas sagen könnte. Denn es gibt da viele Möglichkeiten von A nach B zu kommen. Nun könnte ich natürlich raten, wo du genau langfahren willst und dir dazu etwas sagen. Aber warum? Nachher war es ganz umsonst und du wolltest eigentlich spontan ganz woanders fahren.
Deine tatsächliche Route hast du hier nicht preisgegeben, auch keine dazugehörigen Zeiten. Niemand kennt dich hier und weiß, welche Erfahrungen du hast und was du kannst. Deshalb kann ich dir auch nicht sagen, ob deine „Route“ unter euren Umständen O.K. ist oder nicht.
Deine „Route“ ist bisher nur eine Aneinanderreihung von weitgesteckten möglichen Zielen, - das entspringt wohl deinem Wunsch nach Freiheit und Spontanität. Und dann solltest du es auch dabei belassen und dich vor Ort überraschen lassen. Das wäre dann genau das kleine Abenteuer, das du dir wünschst.

Es ist halt immer ziemlich schwierig etwas Sinnvolles zu antworten, wenn der Fragende seine Infos so knapp hält, - außer, dass man hier erfährt, dass ihr zum ersten Mal alleine mit so einem Fahrzeug unterwegs seid.
Hmm.

In Bezug auf Campingplatz-Buchungen brauchst du keine Ratschläge, da du kein Freund der „Deutschen Mentalität des Vorbuchens“ bist (wundere dich nicht, die meisten „Vorbucher“ sind Südafrikaner und sie wissen warum 🙂 ) Du wirst dich also unterwegs den Gegebenheiten anpassen müssen – und die sind so vielfältig, da könnte man dir hier seitenlang dazu schreiben.
Wenn man erfahren ist, dann kann man es sich leisten, ohne Buchungen zu fahren, denn man weiß, wo was geht und wo nicht, und man hat immer Alternativen – und wenn man genug Zeit hat, kann man locker umdisponieren, ohne dass sich für einen Verschlechterungen daraus ergeben. Man bucht ggf. vor Ort, Eins nach dem Anderen und man ist mit dem zufrieden, was übrig bleibt (manchmal geht auch nix, dann muss man verzichten). So macht man sich dann eben vor Ort seinen kurzfristigen Plan.
- Kann man so machen, kann man aber auch schon zuhause machen, wenn man sich zuvor ausreichend klar gemacht hat, weshalb man Wohin will, denn dann weiß man auch, wie lange man dort bleiben möchte (hätte dann aber wohlmöglich mit ungewünschter „gewissenhafter Vorbuchung“ zu tun...).

Du schreibst:
“Wie lange wir wo bleiben, dass wollen wir spontan vor Ort entscheiden können“.
Dazu: Die zwangsläufige Situation sich vor Ort täglich für eine Campsite entscheiden zu müssen, ist noch keine Spontanität. Eure Vorstellung frei zu sein, wird sich spätestens gegen Tagesende dahingehend reduzieren, dass ihr die Wahl habt zwischen: Reiseziel, - Ja oder Nein.
An- und Abreise von der Urlaubszeit abgezogen, bleiben dir grad mal 2 Wochen. Bei deinen Zielen, drängt sich die Frage auf, ob es da echte Spontanität geben könnte?
Ihr werdet euer kleines Abenteuer beim Labern in den Offices genießen dürfen und da bist du dann ganz frei dich in Geduld zu üben, - je länger, um so intensiver ist nach Zuteilung einer Campsite das Glücksgefühl, es trotzdem, auch ohne Buchung, „geschafft“ zu haben.

Du hast ja auch schon viele nett gemeinte Tipps erhalten.
Genieße einfach deine Reise soweit es geht und nimm hin, was kommt.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2013