Kurzbericht Uganda Dez 2012

19 Antworten · 5'201 Aufrufe · gestartet 18. Feb. 2013 von tlkiel
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Themenstarter45 Beiträge · seit 201218. Feb. 2013 · #1
https://www.dropbox.com/sh/4320ml6crg61k8v/X1JE-Bl8Mw

Hallo, ich wollte Euch einen Kurzbericht über Uganda im Dezember letzten Jahres nicht vorenthalten. Wir haben über Douglas ein Auto mit Dachzelt für 140 US mit Campingausstattung gebucht.

Auch wenn es zwischendurch sehr mühsam und durch den Regen die vermeintlichen Straßen nur Lehmschlitter-Loch-Wege waren, haben wir vor allem die Tiersichtungen Schimpansen/Gorillas sowie die jeweiligen Flußwarten Murchison Falls und QEP genossen. Es regnete leider viel mehr als erwartet. Es ist eine Reise für Fortgeschrittene, es gibt schlicht keine Beschilderung und die Wege sind fast ausschliesslich schlecht. Das ständige Gerüttle und max 20km/h ist sehr nervenaufreibend. Selbst die vermeintlich tolle Straße von Lake Mburo nach Entebbe ist zwischenzeitlich im Umbau, so dass man eigenlich durch Sandstürme fährt in denen man quasi nichts mehr sieht und mit 5km/h zeitweilig vorankommt. Plant immer mehr Stunden ein. Kampala - Entebbe ist wohl immer Stop and Go.

Die Nationalparks sind in keinsterweise vergleichbar mit anderen afrikanischen Ländern und teilweise ärgerte uns auch der verhältnismäßig hohe Preis und fehlende Verhältnismäßigkeit zu dem was geboten wird.

Die Menschen sind unendlich freundlich und wir möchten keine Begegnung missen.

Ich habe mich kurzgefaßt und die Fakten zusammengetragen.

09.12.
Tag 1 Ankunft am Flughafen Entebbe 4:50 Uhr, Abholung um 7 Uhr
Regen ! Einkaufen und bis zum Ziwa Rhino Sanctury 6 h 250 km, in Kampala sofort verfahren wegen Baustelle.
Campground Ziwa Rhino Sanctuary 1Ü 27.000USH
Khama Rhino Sanctuary Camp S 22° 15' 03.5'' E 26° 43' 42.6'' 1257. // 205TUSH Eintritt +Tour // Dusche und Toilette ok
Rhino Trekking am Nachmittag Trecking 15 Uhr Sichtung von 2 großen Rhinos Nadi und Maleika; leckeres Gemüsecurry mit Reis 15 TUSH; Alleine auf Campingplatz (umgittert). Morgens Rhinos am Camp.

10. Dez
Morgens wieder Rhino Hasani direkt am Campground ab ca 5 Uhr + Vögelgezwitscher
Tag 2 ZRN - Murchinson Falls National Park 50 km Piste vom Parkeingang / 50 km zum Park; Straßen im Park sehr schlecht. Anreise recht aufwendig. Ca 4 h
Direkt mit Paara Safari Lodge Boot auf Tour zu den Falls um 14.30, gebucht am Gate für 24 US je Person Afrikan Queen
Super Tour, viele Vögel und Flusspferde gesichtet
1 Ü Red Chilli RestCamp Ü 5 US je Person; Essen ist super; etwas laut, Zelte mitten der Unterkünfte N2 16.651 E31 33.889 // direkt am Anleger
Generatoren sind laut und laufen bis ca mitternacht
keinen Regen

11. Dez
Tag 3 Murchinson Falls National Park Game Drives
warten auf der Fähre 6.30 Uhr, Start 7 Uhr mit der ersten Fähre, Gamedrive bis 11 Uhr; ca 15 min Fahrt bis zum Ausgang und dann Fahrt nach Hoima. Unterwegs gibt es keine weitere Möglichkeit zum übernachten. Durchfragen, es gibt eine neue Straße nach Hoima (allerdings auch nur Sandpiste aber wenig Löcher), 5 h Fahrt
Ü auf Parkplatz Kolping House 40.TUSH, Abendessen 12 TUSH pP, sehr nette Menschen, Essen mittelmäßig; Frühstück 10 TUSH haben wir ausfallen lassen (Kochbananen, gekochte Eier)
keinen Regen

12. Dez
Tag 4 langer Fahrttag Direkt von Hoima nach Kraterlakes Start 8 Uhr Ankunft 14 Uhr Fort Portal - Pause
sehr starker Regen in Fort Portal; Lecker Pizza Glue Pot bei den Holländern und Espresso zum Nachtisch bei Appartments Dutches. Sehr zu empfehlen Beides.
Straße weicher rutschiger Lehm, mit dem Auto in den Graben gerutscht. Viele Menschen haben uns sofort geholfen.
1 Ü Lake Nkuruba Nature Reserve Bandas 10 T USH kein Essen möglich/ Camping / alleine - schöne Umgebung mit Lake und Collobus Affen
Toilette und Dusche vorhanden, allerdings etwas abgewohnt und wir haben eigene Campingdusche angebracht
Viel Regen

13. Dez
Ausflug zum Markt, tolle Eindrücke, Rolex (Chapati mit Omlette) gegessen, sehr lecker 1.500 USH
Und Gang zum Lake Nkuruba, wir gingen nicht baden, obwohl See als Billharziosefrei gilt. Viele schöne Affen und kleine Insekten beobachtet
Nachmittags noch Besuch einer Ugandischen Familie Nähe Top Of the World. Hier wird Luxus-Hotelanlage gerade gebaut.
Weitere Nacht am selben Camp; campbesitzer kümmert sich nicht wirklich um uns.
Kein Regen


14.12.
Abkürzung zur Straße nach Kibale, an der Kirche Richtung Top of the World dann rechts und Weg folgend. Schlechter Weg aber ohne Regen befahrbar
Tag 6 Bigodi Wanderungen 4,5 km 2 h empfehlenswert Sumpfgebiet 20 TUSH pP, tolle Affen und Vögel gesehen, hat viel Spaß gemacht
Durchfahrt Kibale NF ist kostenlos!
Camping direkt am Kibale Eintrittsgate 8 US pP; teuer und sehr sehr schlechte Toiletten und Duschausstattung, dafür direkt am Start für das Chimp Trekking
Abendessen ist etwas feiner möglich an Primate Lodge Kibale ca 15 T USH pP


15.12.
Tag 7 Kibale Forest (geschützer Regenwald)
Schimpansen Trekking 7.30 Eintreffen Gate; wurden in 2 Gruppen eingeteilt und gingen um 8.15 Uhr los (erst Jeep, dann laufen)
Ca 13 Uhr zurück; Ranger sehr bemüht Chimps zu finden. Häufig sehr weit oben in den Bäumen, ich sah oft nur einen Klops. Aber später dann 2 männliche Chimps direkt vor unserer Nase und wir durften wirklich ausgiebig bleiben.
Wetter regnerisch am Nachmittag bis starker Regen nächsten Tag 10 Uhr
Wir fahren gegen 14 Uhr los Richtung QEP, empfohlene Abkürzung genommen, leider! Im Schlamm steckengeblieben, stunden für herausschieben benötigt, Regen nahm zu, umgedreht, Straße wurde immer schlimmer, wieder zurück auf Asphaltstraße (Kibale-FortPortal) nächstgelegene Unterkunft genommen Chimpanese Guest House für 180TUSH. Quasi nur 10 km gefahren in ca 4 h und mit den Nerven fertig und von oben bis unten mit Schlamm besudelt.
Abendessen ca 70T 2 Personen


16. Dez
Abfahrt nach Dauerregen ca 10.30 Uhr über längeren Weg Fort Portal nach QEP, Übernachtung am Safari Camp am Lake Kifukuo; sehr schöne Campsite mit toller Aussicht und lecker Abendessen; 6 US Campsite, sehr moderne toiletten und Duschen (warmes Wasser - wenn sonnig!)
Nachmittags erreicht, Pause, Wäsche konnte noch in Sonne trocknen.
Kein Regen

17. Dez
Tag 9 Queen Elizabeth National Park Eintritt zum Park in Nähe Campsite
äquatorgrenze überquert, wenig Verkehr, wenig Tiere, Elefantensichtung, Straßen sehr schlecht im Park; Bootstour in Mewa Lodge gebucht, ging nur um 14 Uhr; Bootsfahrt ist sehr gut und absolut empfehlenswert, man sieht hier die meisten Tiere; Camping in nähe der Lodge für 15 T, nähe Fluss daher auch Nilpferde am Zelt. Dusche/Toilette ok
Kein Regen


18. Dez
Tag 10 Queen Elizabeth National Park - früh aufgestanden wegen Morgensafarie, Himmel sehr dunkel, ab 8 Uhr Regen! Wenig Tiere
Ausfahrt aus Park, Straßen sehr schlecht Richtung Ishana, durch Regen voraussichtlich Tiersichtung schlecht, daher weiterfahrt Richtung Bwindi Ankunft spätnachmittags Campsite Bwindi View 10 US pP


19. Dez
Tag 11 Gorilla-Trek möglich 1 Tag früher als gebucht? Wir müssen uns gedulden bis 8.30 Uhr. Dann ist klar, wir können heute mit, Gruppe Rushinguro statt Habinyanja. Ok für uns (im Nachhinein noch mehr!) Fast ein Spaziergang, nach 1,5 h guter Spazierweg und 30 min durch Dschungel haben wir 6 Gorillas der Gruppe sehen können, teilweise weniger als 1 m weg incl Silberrücken und Baby 2 Jahre alt. Wir waren ca 14 Uhr zurück und dann REGEN, wirklicher starkregen.
Sehr netter nachmittag/abend mit einem Paar aus der Gruppe in nahegelegenen Luxushotel.

20. Dez
Tag 12.Weiterfahrt Bwindi Richtung Lake Mburo. Höllisch Verfahren, bestimmt mehr als 2 h Umweg. Keine Beschilderung, irreführende Wegweisungen der Einheimischen. Viele Wege führen nach Rom. Die Strecke war landschaftlich sehr reizvoll, die Straßen weniger und Benzin wurde auch knapper. Wir kommen gerade noch vor Parkschliessung am Lake Mburo an. herrlichster Sonnenuntergang, auch hier waren wir alleine am Campingplatz, aber mit Restauration. Sehr lecker. Ca 15 T USH für EssenpP. Camping 30T USH.


21. Dez
Tag 13 Lake Mburu NP
Pause. Keine Lakefahrt, weil für 2 Personen sollen wir den doppelten Preis bezahlen d.h. 40 US. Weitere Personen kamen nicht.
Nachmittags weiterfahrt nach entebbe. Sehr schlechte Fahrt, Strasse nach kampala stellenweise im Umbau, staub und daher kaum Sicht. Sehr späte Ankunft in Entebbe. Endloser Stau auf dem Weg Richtung Entebbe.

22-23.12.2012
Tag 14/15 Entebbe Backpackers 16TUSH
Preise für Zoo und Botanischen Garten haben sich für Touristen verdoppelt.

Weiterflug nach Zanzibar für 9 Nächte mittags am 23.12.

1800 km, 770 TUSH Benzinkosten; Gesamtkosten 2 Personen ca 6.500 Euro incl Zanzibar

Ich wünsche Euch allen Viel Spaß und Gute Fahrt!
zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2013
1'271 Beiträge · seit 200718. Feb. 2013 · #2
Hallo Tikiel,

vielen Dank für Deinen Bericht Eurer Reise nach Uganda. Wir (mein Mann auch) mussten ein wenig Schmunzeln, denn: "Straße weicher rutschiger Lehm, mit dem Auto in den Graben gerutscht. Viele Menschen haben uns sofort geholfen." hatten wir auch, auf der Zufahrt zum Chimps Nest. Dank 11 starker Männer haben wir es wieder geschafft, weiter zu fahren.

Und dann: "Wir fahren gegen 14 Uhr los Richtung QEP, empfohlene Abkürzung genommen, leider! Im Schlamm steckengeblieben, stunden für herausschieben benötigt, Regen nahm zu, umgedreht, Straße wurde immer schlimmer". Ich glaube, die Abkürzung hat man uns auch empfohlen 😵 und glaube mir, wir sind schon ausserhalb der Regenzeit wieder umgekehrt, da wir arge Sorgen hatten, steckenzubleiben. Und da wir gerade erst die Chimps Nest Aktion überstanden hatten, waren wir ein bisschen vorsichtiger.

Für mich war Uganda echt ein tolles Erlebnis, aber wer selbst fahren will, sollte sich Deinen Bericht gut durchlesen. Denn auch wenn es bei dem ein oder anderen gut ging, sind die Strassen schon um einiges schlechter und abenteuerlicher als im südlichen Afrika. Das "Gerüttel" bis Fort Portal war nur nervig, aber der Weg dann runter Richtung Nkuringo war mehr als abenteuerlich. Das muss einem einfach bewusst sein, wenn man sich für's Selbstfahren entscheidet.

Wenn Du noch Fotos hast von Eurer Reise, werden sich bestimmt so einige darüber freuen. Ich natürlich auch. 😗

Vielen Dank und schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
8'054 Beiträge · seit 200818. Feb. 2013 · #3
Hallo Tikiel,

Danke für dein Feed Back!B)

Das mit dem Schlamm hört sich nicht gerade gut an...😖 Auf die Abkürzung werden wir auf jeden Fall verzichten. Ich kann nur hoffen dass es im Juli nicht so regnet.

Ich freue mich immer mehr auf dieses Land.

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
2'779 Beiträge · seit 200719. Feb. 2013 · #4
Hallo tlkiel
Gerne möchte ich ein paar Gedanken zu deinem Bericht anfügen:
Dezember fällt in die Regenzeit in Uganda, einem tropischen Land mit Bergregenwäldern wo es auch in der Trockenzeit meist täglich ein kurzes Gewitter gibt. Der saisonal sehr starke Regen zerstört Naturstrassen und oft auch Brücken, deshalb wird darauf in allen Reiseführern speziell hingewiesen.

Ein Auto mit Dachzelt ohne wirklich gute camping Ausrüstung (ohne Kühlschrank, also nicht mit Namibia, Botswana,Südafrika vergleichbar) zu 140 USD wäre in anderen südafrikanischen Ländern zwar immer noch ein recht guter deal, aber in Uganda wo die meisten Mittelklasse-lodges zu 120-140 USD pro Nacht inklusive Frühstück und Abendessen für ZWEI Personen zu haben sind macht campen eigentlich aus kostensparenden Gründen wenig
Sinn. Das Auto ohne camping Ausrüstung gibts schon ab 65 USD pro Tag und das ist ein wirklich guter deal.

Die Nationalparks erholen sich von jahrzehntelanger Wilderei während der politischen unstabilen Jahren. Dies sollte sich jeder Ugandareisende vor Augen halten. Und diese Situation ist vorallem im Dreiländereck Uganda, Demokratische Republik Congo und Rwanda bis heute immer noch ein Problem. Einlesen und gute Vorbereitung, sowie Bereitschaft für flexible Umplanung während der Reise, ist für dieses Reiseland sehr wichtig und zwar sowohl für diejenigen die selber Fahren, als auch diejenigen die mit einem driver-guide unterwegs sein werden.

Viele Grüsse leona
Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2013
2'460 Beiträge · seit 200620. Feb. 2013 · #6
picco schrieb:Hoi zämä

Dem was La Leona geschrieben hat kann ich zu 100% zustimmen!
Ein wunderschönes Land, einfach und problemlos zu bereisen wenn man sich dem Land und den Bedingungen entsprechend anpasst.
Mehr davon 😎
Uganda reizt mich, aber momentan fehlt mir noch ein bisschen der "Mumm", denn eine Tour mit Fahrer möchten wir nicht, aber selbst zu fahren scheint doch nicht ganz so problemlos zu sein wie in SA oder Nam.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
1'324 Beiträge · seit 201320. Feb. 2013 · #7
chrissie schrieb:
picco schrieb:Hoi zämä

Dem was La Leona geschrieben hat kann ich zu 100% zustimmen!
Ein wunderschönes Land, einfach und problemlos zu bereisen wenn man sich dem Land und den Bedingungen entsprechend anpasst.
Mehr davon 😎
Uganda reizt mich, aber momentan fehlt mir noch ein bisschen der "Mumm", denn eine Tour mit Fahrer möchten wir nicht, aber selbst zu fahren scheint doch nicht ganz so problemlos zu sein wie in SA oder Nam.
Geht mir wie Dir.
Ist einfach toll davon zu lesen.

Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
1'271 Beiträge · seit 200720. Feb. 2013 · #8
chrissie schrieb:
Uganda reizt mich, aber momentan fehlt mir noch ein bisschen der "Mumm", denn eine Tour mit Fahrer möchten wir nicht, aber selbst zu fahren scheint doch nicht ganz so problemlos zu sein wie in SA oder Nam.
Hallo Chrissie,

ich bin mir jetzt nicht so ganz sicher, wie Du in Botswana unterwegs warst, aber Uganda ist definitiv ein oder besser mehrere Reisen wert. Und wenn Du als Selbstfahrer Botswana überstanden hast, wirst Du auch in Uganda zurecht kommen. Aber im Vergleich sind die Strassenverhältnisse definitiv schlechter als auf den meisten Strecken in Namibia, Südafrika und Botswana, die wir gefahren sind. Aber mit einigen 4x4 Kenntnissen, technischem Verständnis und Flexibilität ist es einfach ein traumhaftes Land.

Ich möchte nur anregen, dass man seine Fähigkeiten realistisch einschätzt. Die Regenzeit ist definitiv eine sehr schwer zu bereisende Zeit, aber auch außerhalb der Regenzeit sind die Strassen manchmal nicht einfach zu befahren. Und daher bin ich der Meinung (im Gegensatz zu anderen hier im Forum 😉 ), dass Uganda nicht für jeden als Selbstfahrer zu bereisen ist. Hat man Afrika-Erfahrung ist es definitiv gut machbar, ist man eher ängstlich und unerfahren, ist vielleicht ein Guide eine gute Überlegung wert (und es sind definitiv nicht alle so wie "Willi" 😉 ).

Die Strecke vom Murchison Richtung Süden und Fort Portal war aufgrund des Gerüttels einfach nur nervig, aber ansonsten recht problemlos zu fahren (außerhalb der Regenzeit). Spannend wird es nach meiner Meinung südlich vom Ishasha auf dem Weg nach Nkuringo. Hier sind die Strassen zum Teil eine absolute Katastrophe und es bleibt einem so manches Mal das Herz stehen. Aber der Weg dorthin ist definitiv jede Mühe wert und es ist einfach traumhaft dort unten.

Zelten wäre mir zu nass in diesem Land, das ist definitiv nicht mein Ding, aber das ist bestimmt Ansichtssache. Wir hatten z.T. dieselbe Strecke, wie eine größere Reisegruppe und haben sie zwischenzeitlich immer wieder mal mit ihren Zelten getroffen (z.B. Lake Mburo). Sie hatten absolute Probleme, ihre Matratzen und Schlafsachen trocken zu bekommen und das außerhalb der Regenzeit.

Ich fand die Parks sehr schön und wir haben auch sehr viele Tiere gesehen, und das trotz der schon von La Leona dargestellten schwierigen Vergangenheit der Parks. Natürlich ist es nicht mit Kenia oder Tansania vergleichbar, aber schon auf dem Weg dorthin, wenn man noch ein paar Jahre abwartet. Dies kann aber nur geschehen, wenn auch die finanziellen Mittel vorhanden sind, die ja nun auch mit den Parkgebühren erreicht werden sollen. Solange sich aber leider Touristen darum drücken und z.B. Bootsfahrten ohne Permit machen, weil sie nicht noch einmal für 24 Stunden bezahlen möchten, funktioniert das leider nicht.
Ich finde auch nicht, dass die Parkgebühren übertrieben teuer sind, vor allem wenn man an Tansania oder Kenia denkt, die mit ihren Parkgebühren zum Teil doppelt bis dreifach so teuer sind. Wir haben fast in jedem Park einen Ranger mitgenommen, der uns durch den Park geführt hat. Bis auf einen waren sie immer super, mit sehr viel Enthusiasmus und Kenntnis und den Preis von 20 USD (plus Trinkgeld) für 3 oder 4 Stunden finde ich eher günstig.

Also, schätzt Eure Fähigkeiten realistisch ein und wählt danach die Art zu reisen. Die "Perle Afrikas" ist definitiv jede Reise wert, denn Uganda hat soooooo viel zu bieten, wenn man offen und mit realistischen Erwartungen dorthin fährt.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2013
6'369 Beiträge · seit 201121. Feb. 2013 · #9
Hoi lionfight und chrissie und alle anderen Uganda-Interessierten

Ich hab geschrieben dass Uganda problemlos zu bereisen ist wenn man sich vorab informiert und sich dem Land anpasst...ich kenn nun aber Euren Background nicht!
Natürlich erwarte ich von jemandem der in Afrika selbst fahren will dass er das Fahren beherscht, nicht nur das Asphalt- und Kieswegfahren, sondern schon auch etwas Offroad-Fahren!
Das Auto allein kanns nicht richten, ein Offroad-Fahrtraining aber schon...
Uganda ist meines Erachtens das am einfachsten zu befahrende afrikanische Land das ich kenne (Uganda, Tansania und Kenya), aber es ist Afrika und nicht mit Europa zu vergleichen.
Man muss aber bereit sein mit der örtlichen Bevölkerung in Kontakt zu treten um nach dem Weg zu fragen, Schilder hats nicht viele und das Navi alleine kanns auch nicht richten, sondern nur helfen den Weg zu finden.
Ich bemerke immer wieder dass Leute die das südliche Afrika kennen von der Wildheit und den Zuständen in Ostafrika überrascht, teilweise auch überfordert sind.
Ich bin momentan am Zusammenstellen unserer Tour für den Herbst 2013, ich rechne da mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35km/h, mehr nicht!
Und ich rechne mit einem Driver-Guide, ich sehe keinen Vorteil im Selbstfahren, aber das muss jeder selbst wissen...
Wenn Ihr Euch um eine gute Reisezeit bemüht (Nicht in der Regenzeit, Uganda ist auch sonst schon recht nass) und mit einem Auto auch im Gelände umgehen könnt und keine Probleme damit habt dass es wenig Infrastruktur hat (halt eben Ostafrika) und Ihr klar kommt damit dass Uganda Jahrzehnte lang schrecklichste Zustände hatte (Idi Amin, Bürgerkriege, Krieg mit Tansania und damit zusammenhängende Dinge wie die beinahe vollständige Ausrottung der Tiere in jenen Zeiten) und Ihr Euch über Ebola, Marburg usw informiert habt dann kann ich Euch Uganda wirklich empfehlen!
Zumindest die Strecken und Gegenden, die wir gefahren sind, siehe meinen Reisebericht.
Wenn Ihr aber denkt 'fahren wir mal da hin, das wird schon klappen' und Ihr nicht Afrika-Erfahren seid dann lasst es bitte besser bleiben...;)
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'271 Beiträge · seit 200721. Feb. 2013 · #10
picco schrieb:Hoi lionfight und chrissie und alle anderen Uganda-Interessierten

Ich hab geschrieben dass Uganda problemlos zu bereisen ist wenn man sich vorab informiert und sich dem Land anpasst...ich kenn nun aber Euren Background nicht!
Natürlich erwarte ich von jemandem der in Afrika selbst fahren will dass er das Fahren beherscht, nicht nur das Asphalt- und Kieswegfahren, sondern schon auch etwas Offroad-Fahren!
Das Auto allein kanns nicht richten, ein Offroad-Fahrtraining aber schon...
Uganda ist meines Erachtens das am einfachsten zu befahrende afrikanische Land das ich kenne (Uganda, Tansania und Kenya), aber es ist Afrika und nicht mit Europa zu vergleichen.
Man muss aber bereit sein mit der örtlichen Bevölkerung in Kontakt zu treten um nach dem Weg zu fragen, Schilder hats nicht viele und das Navi alleine kanns auch nicht richten, sondern nur helfen den Weg zu finden.
Ich bemerke immer wieder dass Leute die das südliche Afrika kennen von der Wildheit und den Zuständen in Ostafrika überrascht, teilweise auch überfordert sind.
Ich bin momentan am Zusammenstellen unserer Tour für den Herbst 2013, ich rechne da mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35km/h, mehr nicht!
Und ich rechne mit einem Driver-Guide, ich sehe keinen Vorteil im Selbstfahren, aber das muss jeder selbst wissen...
Wenn Ihr Euch um eine gute Reisezeit bemüht (Nicht in der Regenzeit, Uganda ist auch sonst schon recht nass) und mit einem Auto auch im Gelände umgehen könnt und keine Probleme damit habt dass es wenig Infrastruktur hat (halt eben Ostafrika) und Ihr klar kommt damit dass Uganda Jahrzehnte lang schrecklichste Zustände hatte (Idi Amin, Bürgerkriege, Krieg mit Tansania und damit zusammenhängende Dinge wie die beinahe vollständige Ausrottung der Tiere in jenen Zeiten) und Ihr Euch über Ebola, Marburg usw informiert habt dann kann ich Euch Uganda wirklich empfehlen!
Zumindest die Strecken und Gegenden, die wir gefahren sind, siehe meinen Reisebericht.
Wenn Ihr aber denkt 'fahren wir mal da hin, das wird schon klappen' und Ihr nicht Afrika-Erfahren seid dann lasst es bitte besser bleiben...;)
Besser kann man es nicht zusammenfassten!!!!

DANKE

Gruß,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
382 Beiträge · seit 200625. Feb. 2013 · #11
Hallo tlkiel,
danke für die Informationen.
Wir werden im July/August ebenfalls mit dem ( Boden ) Zelt unterwegs sein und mich interessieren daher speziell Eure Campingerfahrungen.
Habt Ihr denn die Camps anhand von Wegweisern o.ä. gefunden oder hattet Ihr auch GPS dabei ?
So wie Du schreibst, habt Ihr häufiger in den Camps gegessen. Wie sieht es denn mit den Möglichkeiten zur Selbstversorgung ausserhalb von Kampala aus ?

Danke und Gruss
Christian
5'479 Beiträge · seit 200925. Feb. 2013 · #12
Wenn Du Vegetarier bist, ist Uganda ein Traum. Überall findest Du am Sraßenrand große Obst & Gemüse Stände mit vielfältiger Auswahl in bester Qualität. Willst Du unbedingt Fleisch essen, musst Du mutig sein. Zumindest mutiger als wir, den bei den Straßenschlachtereien ohne Kühlung haben wir uns nicht getraut einzukaufen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter45 Beiträge · seit 201215. März 2013 · #13
Hallo, wir haben uns vorab sehr gut informiert. Der Reiseguide von Iwanowski und der neue von ReiseKnow How sowie gute Recherche im Internet haben uns geholfen. Häufig kannst du auf Lodge-Gelände zelten und entweder Restauration mit nutzen oder kochen. Einkauf vorab in Kampala (Liste machen) und unterwegs Tomaten, Eier sind kein Problem. Die Preise für die Unterkünfte sind teilweise recht happig und nicht im entsprechenden Verhältnis. Wir haben nur einmal übernachtet im GH wegen echtem Starkregen, ansonsten waren wir und auch alles Innenleben im Zelt trocken geblieben. Es ist halt schön in der Natur zu übernachten und nur diese Geräusche zu hören. Die Toilettenanlagen sind leider ab und zu wirklich bescheiden. Ausschilderungen waren kaum vorhanden und ab und zu muß man nach WEgen fragen. Nehmt einfach keine Abkürzungen. die eigentlichen Kernstraßen sind mehr oder minder schon in Ordnung und mit Straßenkarte kommt man dann gut zurecht. Wir hatten von Douglas ein Navigationsgerät bekommen, hat uns auch gute Dienste geleistet (aber nicht bei den Abkürzungen!). Ihr werdet Spaß haben und wir waren oft beim Campen alleine auf dem Platz. Und durch den Anschluss an Lodges immer mit allem versorgt, was sonst so gebraucht wird. Viel Spaß Grüße Tanja
Themenstarter45 Beiträge · seit 201215. März 2013 · #14
Hallo,

wir hatten für den Preis eine vollständige Campingausrüstung. Tisch/Stühle und auch Kühlschrank (leider nicht immer so kühl, wie wir es gebraucht hätten). Es war alles an Kochgeschirr vorhanden. Volle Gasflasche und viele Ablagefächer. Wir konnten uns hier nicht beschweren. Natürlich haben wir Allraderfahrungen und natürlich auch Afrika-Erfahrungen. Mir war wichtig darzustellen, dass die Straßen wirklich sehr schlecht sind, bis auf wenige Ausnahmen und immer viel mehr Zeit gebraucht wird als man denkt. Bei Erfahrungen benötigt man keinen Fahrer. Wir sind sehr gerne sehr unabhängig und das gemietete Auto hatte auch nur 2 Sitzplätze. Wir möchten nicht unsere komplette Zeit mit einer dritten Person teilen. Was beim Zelturlaub auch schlecht möglich gewesen wäre. Dez gilt eigentlich als gute Reisezeit und auch für die Einheimischen war es ungewöhnlich viel Regen. Wir waren allerdings nie im Zelt naß, hat sehr gut dicht gehalten und wir hatten es wirklich bequem, weil die Ausstattung der Matrazte etc wirklich lobenswert war. Grüße Tanja
Themenstarter45 Beiträge · seit 201216. März 2013 · #15
https://www.dropbox.com/sh/4320ml6crg61k8v/X1JE-Bl8Mw

Hallo, anbei die Fotos unserer Reise Dez 2012 Uganda. Viel Freude damit.
Das erste Foto ist Douglas, haben wir auf der ITB letzte Woche gemacht. Er hat uns auch etwas Material über seine Autos mitgegeben. Falls jemand Interesse hat, bitte melden. Grüße Tanja
Themenstarter45 Beiträge · seit 201220. März 2013 · #17
Super! Danke. Dieses Jahr geht es nur in die Staaten. Simple Canyon Tour!
Themenstarter45 Beiträge · seit 201220. März 2013 · #18
www.dropbox.com/sh/4...6crg61k8v/X1JE-Bl8Mw

die Fotos!
8'054 Beiträge · seit 200820. März 2013 · #19
Hallo Tikiel,

Der Link funktionniert leider nicht bei mir! 😣

Ich hatte mich so gefreut..... 😗

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}